{"id":1126,"date":"2006-06-06T15:34:56","date_gmt":"2006-06-06T13:34:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/v2\/?p=1126"},"modified":"2016-02-06T11:15:15","modified_gmt":"2016-02-06T10:15:15","slug":"buchkritik-jurgen-roths-deutschland-clan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1126","title":{"rendered":"Buchkritik \u2013 J\u00fcrgen Roths Deutschland Clan"},"content":{"rendered":"<p>Ein Buch, das ziemlich willk&uuml;rlich zahllose politische, wirtschaftskriminelle und Justizskandale und Skand&auml;lchen aneinander reiht und moralische Emp&ouml;rung &uuml;ber den &bdquo;schleichenden Niedergang der demokratischen Kultur&ldquo; ausl&ouml;sen will. Welche Art der Politik und welche wirtschaftlichen und politischen Interessen dabei im Spiel sind &ndash; also das eigentlich Spannende &ndash; bleibt blass, ist aufgesetzt oder nachgeschoben. Das Buch moralisiert, aber es ist letztlich unpolitisch.<br>\n<!--more--><br>\n&bdquo;Deutschland heute &ndash; das ist ein engmaschiges Netzwerk aus hochrangigen Politikern, f&uuml;hrenden Konzernchefs und toleranten Justizbeh&ouml;rden, die systematisch und &uuml;bergreifend mit kriminellen Methoden den Rechtsstaat aush&ouml;hlen, Gemeinsinn durch puren Egoismus und Gesetze durch die Macht des Kapitals ersetzen.&ldquo; Wer den Klappentext von J&uuml;rgen Roths &bdquo;Der Deutschland Clan&ldquo; ernst nimmt, wird, wenn er das Buch liest, entt&auml;uscht.<\/p><p>Es ist ein Buch in dem wie in einer Boulevardzeitung einzelne Skandale und Skand&auml;lchen aneinandergereiht und angeprangert werden, die beim Leser Abscheu und Emp&ouml;rung hervorzurufen sollen. In einer flei&szlig;igen Presseauswertung wird eine Vielzahl von Politikern ganz unterschiedlichen Kalibers abgehandelt, die teils berechtigt, teils weniger berechtigt in die Schlagzeilen geraten sind. Es werden Vorw&uuml;rfe aus Ermittlungsverfahren oder Prozessen aufgelistet oder es wird aus parlamentarischen Untersuchungsaussch&uuml;ssen berichtet, Ger&uuml;chte &uuml;ber korruptes Verhalten kolportiert, an Gerichtsverfahren beteiligte Kl&auml;ger oder deren Anw&auml;lte oder anonym bleibende &bdquo;Wirtschaftskriminalisten&ldquo; zitiert, die meist Betroffene oder Partei sind.<\/p><p>Roth st&uuml;tzt sich offensichtlich wie z.B. bei dem Preussag Stahl AG&ndash;Deal zwischen WestLB und der &ouml;sterreichischen Voest-Alpine Stahl AG auf Informanten, wie das ehemalige Preussag-Vorstandsmitglied Hans-Joachim Selenz, der nach seiner Abberufung mit dem Chef der WestLB, Friedel Neuber und mit der angeblich von der WestLB &bdquo;gehaltenen&ldquo; Landesregierung Nordrhein-Westfalens oder mit seinen nieders&auml;chsischen politischen Intimfeinden Gerhard Schr&ouml;der und Sigmar Gabriel noch einige &bdquo;offene Rechnungen&ldquo; zu begleichen hat.<\/p><p>Bei Roths Attacken etwa gegen den mecklenburg-vorpommerischen CDU-Politiker Eckhardt Rehberg st&uuml;tzt er sich auf dessen parteininterne Gegenspieler. Bei seiner Kritik an der auffallend bankenfreundlichen Urteilspraxis des XI. Zivilsenates des Bundesgerichtshofs und der Bankenn&auml;he seines Vorsitzenden Richters bezieht er sich auf einen Anwalt, der offensichtlich mit diesem Richter eine Fehde austr&auml;gt.<br>\nDamit soll gar nicht gesagt werden, dass die jeweils Betroffenen oder schlecht Behandelten mit ihren Vorw&uuml;rfen in der Sache v&ouml;llig falsch liegen, Roth setzt sich jedoch dadurch, dass er f&uuml;r sie so einseitig Partei ergreift, dem Eindruck aus, als mache er sich selbst zum Werkzeug von Rank&uuml;nen.<\/p><p>Roth wirbelt die Skandale und Skand&auml;lchen wild durcheinander. Der Text ist durchg&auml;ngig geschrieben wie ein typischer SPIEGEL-Artikel, mit vielen Zitaten von irgendwelchen Beteiligten, einer unendlichen Reihe von Gerichtsh&auml;ndeln, bei denen oft unklar bleibt, ob die Beklagten oder die Kl&auml;ger die &bdquo;Schurken&ldquo; sind. Es ist oft nur ein Gemisch aus Munkeln, Ger&uuml;chten vom H&ouml;rensagen &uuml;ber Ungereimtheiten bei staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen, &uuml;ber das Freibeuterwesen von Finanzhaien oder Einigungsgewinnlern, &uuml;ber kriminelle oder einfach nur raffgierige Anleger im Osten Deutschlands oder &uuml;ber die Leichtgl&auml;ubigkeit oder die korrupte Energie von Kommunalpolitikern insbesondere in den Neuen L&auml;ndern, die den F&ouml;rderdschungel missbraucht haben. Bei der Vielzahl der Beteiligten und den teilweise obskuren Sachverhalten hat man oft M&uuml;he zu erkennen, worum es eigentlich geht.<\/p><p>Die anr&uuml;chigen Geschichten reichen von einem angeblich paranoiden Oberstaatsanwalt in Neubrandenburg, &uuml;ber den &bdquo;Berliner Bankenskandal&ldquo;, den dubiosen Fondsgesch&auml;ften der sog. Aff&auml;re Phoenix, dem Flow Tex-Wirtschaftskrimi in Baden-W&uuml;rttemberg, der Zwick-Steueraff&auml;re und der bayerischen Gschaftelhuberei, betr&uuml;gerischen Anlagegesch&auml;ften in den Neuen L&auml;ndern, bis hin zu einer von dem ehemaligen Kommunikationsberater Hunzinger bezahlten Umfrage, die dem baden-w&uuml;rttembergischen Wirtschaftsminister Walter D&ouml;ring zwar kein Geld, aber das Amt kostete. Roth geht Aff&auml;ren von Mecklenburg-Vorpommern, &uuml;ber Nordrhein-Westfalen, Hessen, Baden-W&uuml;rttemberg und nat&uuml;rlich Bayern quer durchs Land durch. Die hessische Geldspendenaff&auml;re mit den angeblich j&uuml;dischen Verm&auml;chtnissen, bei der der ehemalige Innenminister Manfred Kanther einer der Akteure war, wird gestreift. Kein Wort aber &uuml;ber die Rolle des &bdquo;brutalstm&ouml;glichen&ldquo; Aufkl&auml;rers, dem amtierenden hessischen Ministerpr&auml;sidenten Roland Koch. Der noch gr&ouml;&szlig;ere Skandal um Bundeskanzler Helmut Kohl, der mit seinem &bdquo;Ehrenwort&ldquo; das Parteiengesetz aushebelte, bleibt au&szlig;en vor, auch nichts dar&uuml;ber, dass Kohl f&uuml;r seine Patronage f&uuml;r den Medienmogul Kirch nach seiner Amtszeit auf dessen Payroll stand. Warum kein Wort zu Wolfgang Sch&auml;uble, dem eine Spendenaff&auml;re das Amt des CDU-Bundesvorsitzenden kostet? Warum nichts &uuml;ber den wegen Steuerhinterziehung verurteilten ehemaligen Bundeswirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff, nichts &uuml;ber die &bdquo;Briefkopfaff&auml;re&ldquo; von J&uuml;rgen M&ouml;llemann?<br>\nSicher, man kann nicht nach allen Fliegen schlagen, aber was fehlt, ist zumindest eine Gewichtung der angeprangerten Vorg&auml;nge, und, was ich vor allem vermisse, es fehlt eine politische Einordnung.<\/p><p>So vermag Roth z.B. nicht einzuordnen, dass die sog. WestLB-Flugaff&auml;re des damaligen nordrhein-westf&auml;lischen Ministerpr&auml;sidenten Johannes Rau bei aller berechtigten Kritik am Abrechnungsgebaren der Landesbank, ein vom damaligen Generalsekret&auml;r der CDU, Laurenz Meyer, initiiertes Ablenkungsman&ouml;ver war, um den durch das Verschweigen von illegalen Parteispendern schwer unter Druck geratenen damaligen Kanzler Kohl aus dem Schussfeld zu nehmen. Die Taktik war doch damals: Haust Du meinen Kanzler, haue ich Deinen Bundespr&auml;sidenten.<\/p><p>Die Emp&ouml;rung Roths ist in den meisten geschilderten F&auml;llen durchaus berechtigt, doch das Buch bleibt an der Oberfl&auml;che, es beschreibt korruptes Verhalten nur und analysiert nicht die politischen Hintergr&uuml;nde. Das Buch moralisiert, aber es ist letztlich unpolitisch. Denn zur Korruption geh&ouml;ren immer zwei Seiten, die Bestochenen aber auch immer die Bestechenden, also diejenigen, die bestimmte Interessen verfolgen und die Korrumpierten, die diesen Interessen nachgeben. Die politischen oder wirtschaftlichen Hintergr&uuml;nde der Skandale etwa im Zusammenhang mit den Public Private Partnerships oder bei der Ver&auml;u&szlig;erung von kommunalen Immobilien werden ausgeblendet oder allenfalls zaghaft und meist unabgeleitet auf abstrakter Ebene eingef&uuml;hrt. So etwa: &bdquo;Weil eine ernsthafte Bek&auml;mpfung von Organisierter Wirtschaftskriminalit&auml;t bestimmten (welchen eigentlich? (WL)) Interessen der politischen und wirtschaftlichen Elite Deutschlands in die Quere k&auml;me &hellip;&ldquo; (S. 99). Den Verantwortlichen der Berliner Bankenpleite h&auml;lt Roth pauschal vor: &bdquo;All jene, die direkt oder indirekt in den Berliner Bankenskandal verwickelt sind, geh&ouml;ren &uuml;brigens zur Kampftruppe derjenigen, die sich f&uuml;r eine neoliberale Wirtschafsordnung einsetzen und die Arbeitnehmer mit Phrasen einlullen, dass Leistung und Arbeit sich wieder lohnen m&uuml;ssen, die von Verteilungsgerechtigkeit und sozialer Marktwirtschaft schwadronieren.&ldquo; (S. 112)<br>\nRoth attackiert die &bdquo;Bankrotteure, Finanzhaie und Gaunerkartelle&ldquo;, die sich &bdquo;f&uuml;r eine neoliberale Wirtschaftsordnung einsetzen&ldquo;, aber nicht die politischen Strukturen, die solche Machenschaften erm&ouml;glichen und bef&ouml;rdern. Welche Art der Politik, und welche wirtschaftlichen und politischen Interessen dabei im Spiel waren &ndash; also das eigentlich Spannende &ndash; bleibt blass, ist aufgesetzt oder nachgeschoben. <\/p><p>Ganz typisch ist das Kapitel &uuml;ber Gasprom und die Rolle von Altkanzler Schr&ouml;der als Aufsichtsrat der Ostsee-Pipelinegesellschaft. Roth geht es nicht um die Frage, wie wirtschaftliche Interessen die Politik Gerhard Schr&ouml;ders etwa auch am Beispiel des Baus der Pipeline bestimmt haben, ihn interessiert auch nicht der Verdacht, ob Schr&ouml;der mit seinem wohldotierten Posten die &bdquo;Dividende&ldquo; f&uuml;r seine vorausgegangenen politischen Entscheidungen einf&auml;hrt. Nein, tats&auml;chlich gehe es &bdquo;um in jeder Beziehung skrupellose Netzwerke, in denen im besten Fall gutmeinende Machtmenschen wie Gerhard Schr&ouml;der sich mit politischen und wirtschaftlichen Kr&auml;ften einlassen, die eine bedenkliche Geschichte haben.&ldquo; (S. 189). Nicht das Politikum steht im Vordergrund, sondern ein &ndash; fast bedauernswerter &ndash; Altkanzler wird geradezu zum Opfer einer russisch-turkmenisch-ukrainischen Mafia-Connection. <\/p><p>In diesem letzten Kapitel des Buches wird aus einer endlosen Kette von Beziehungsgeflechten zwischen unterschiedlichsten Personen, dubiosen russischen Firmen und deutschen Banken, Vermutungen, Indizien, Verd&auml;chtigungen, Spekulationen und anonymen Zeugen eine Art Mafia-Krimi, in dem Wladimir Putin einer der Hauptdrahtzieher sein soll.<br>\nEs ist leider nur ein schlechter Krimi, und zwar deshalb, weil beliebig viele Akteure auftreten, deren Beziehungen untereinander teils konstruiert, teils an den Haaren herbeigezogen scheinen. Ein Netzwerk mit unendlich vielen Knotenpunkten und zahllosen giftigen Spinnen, dem wohl kaum ein Leser mehr folgen kann. Ab einem gewissen Punkt werden die Konstrukte so weit hergeholt, dass man sie kaum noch ernst nehmen kann. Oh h&auml;tte Roth nur an einem einzigen Fall f&uuml;r Putins kriminelle Machenschaften einen plausiblen Nachweis gef&uuml;hrt, so w&auml;re das &uuml;berzeugender gewesen.<\/p><p>Die Perspektiven des Autors sind die kriminellen oder wenigstens unmoralische Vorg&auml;nge, in die Politiker hineingezogen werden (oder sogar aktiv mitwirken), nicht aber das Politikum, das dahinter steht, n&auml;mlich dass &ndash; wie im Falle Gasprom &ndash; sich ein sozialdemokratischer Politiker durch seine wirtschaftsfreundliche Politik und seine politischen Verg&uuml;nstigungen an Konzerne und Banken und gegen&uuml;ber ausl&auml;ndischen Staaten und ihren &bdquo;Staatsm&auml;nnern&ldquo; f&uuml;r solche halbseidenen Gesch&auml;fte attraktiv gemacht hat.<\/p><p>Politisch gibt sich das Buch nur in der Einleitung und auf den letzten f&uuml;nf Seiten des Nachwortes. Dort versucht J&uuml;rgen Roth die von ihm beschriebene &bdquo;unbeschreibliche Verwahrlosung der politischen Landschaft auf allen Ebenen&ldquo; (S. 233) auf eine Gesamtschau zu heben. &bdquo;Die L&uuml;ge, eigentlich ein moralischer Begriff, (wurde) zur politischen Allzweckwaffe, um die realen Seilschaften und Machtverh&auml;ltnisse in diesem Land zu verschleiern.&ldquo; (S. 10) stellt Roth seinem Buch voran.<br>\nEr res&uuml;miert am Schluss, dass die von ihm in seinem Buch beschriebenen Skandale keine Einzellf&auml;lle seien, &bdquo;sondern dass sich dahinter eine Struktur, ein System erkennen l&auml;sst.&ldquo; (S. 235) Und zwar: &bdquo;Ein gesellschaftliches System, in dem an die Stelle von sozialer Verantwortung der politischen und wirtschaftlichen Eliten gegen&uuml;ber gro&szlig;en Teilen der Bev&ouml;lkerung eine dubiose Verherrlichung von Globalisierung und Neoliberalismus getreten ist &ndash; diese Ideologie verbindet und eint die Mitglieder des Deutschland-Clans.&ldquo; (S. 235)<\/p><p>Selbst wenn man diesem Urteil zustimmen wollte, es bleibt ein moralisches Urteil. Die Skandale und Aff&auml;ren die Roth aneinanderreiht, bieten keine Analyse der Mechanismen wie das System funktioniert, sie beschreiben allenfalls die Spitze des Eisbergs. Dass zum vorherrschenden Marktradikalismus als gesellschaftlichem Prinzip eben das Recht des St&auml;rkeren, der brutale Einsatz des Ellbogens und der hemmungslose Eigennutz geh&ouml;rt und letztlich Korruption und mafiosen Strukturen das Feld bereiten, wird in diesem Buch genauso wenig dargestellt, wie die Agenturen und Lobbyisten, von den Wirtschaftsverb&auml;nden &uuml;ber die Bertelsmann Stiftung bis zur &bdquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&ldquo;, die die Politik und die Politiker und das &ouml;ffentliche Bewusstsein mit ihrer &bdquo;Verherrlichung von Globalisierung und Neoliberalismus&ldquo; korrumpieren. Sind nicht diese m&auml;chtigen Interessenverb&auml;nde viel eher die &bdquo;Patrones&ldquo; des Deutschland-Clans als die kriminellen oder auch nur naiven oder unf&auml;higen Handlanger, die das Buch abhandelt? Roth h&auml;ngt die Kleinen und l&auml;sst die Gro&szlig;en, die die F&auml;den ziehen, laufen. Nach Namen wie Reinhard Mohn und seiner Bertelsmann Stiftung, nach den Miegels, Sinns oder Hundts und vielen anderen Stichwortgebern und Wegbereitern f&uuml;r &bdquo;ein gesellschaftliches System, in dem an die Stelle von sozialer Verantwortung&hellip; eine dubiose Verherrlichung von Globalisierung und Neoliberalismus getreten ist&ldquo;, sucht man in Roths Buch vergebens.<\/p><p>Selbstredend sind die unmoralischen und oft auch kriminellen Machenschaften, die J&uuml;rgen Roth beschreibt, zu verurteilen, aber wer dagegen ank&auml;mpfen will, muss &ndash; zumindest auch &ndash; die Ursachen f&uuml;r das Entstehen des Deutschland-Clans bek&auml;mpfen. &bdquo;Whistleblowers&ldquo; (Menschen die geheime Machenschaften aufdecken), B&uuml;rger- und Menschenrechtsorganisationen, wie &bdquo;Business Crime Control&ldquo;, die &bdquo;Neue Richtervereinigung&ldquo;, &bdquo;ATTAC&ldquo;, &bdquo;BUND&ldquo; oder &bdquo;Greenpeace&ldquo;, in die J&uuml;rgen Roth seine Hoffnung setzt, sind sicherlich hoch verdienstvolle Bewegungen, sie w&uuml;rden jedoch gegen Windm&uuml;hlenfl&uuml;gel ank&auml;mpfen, wenn sie &ndash; wie J&uuml;rgen Roth &ndash; nur gegen die unmoralischen Ausw&uuml;chse von Einzelpersonen oder Institutionen angingen und nicht politisch gegen die m&auml;chtigen Interessen, die hinter der &bdquo;L&uuml;ge&ldquo; als &bdquo;politischer Allzweckwaffe&ldquo; stehen.<\/p><p>Allerdings: Ich werde das Buch dennoch in meinen B&uuml;cherschrank stellen, und zwar als Nachschlagewerk f&uuml;r viele Polit-Skandale und ihre Beteiligten, die man doch leider all zu schnell wieder vergisst, weil sie immer zahlreicher werden.<\/p><p><em>J&uuml;rgen Roth, Der Deutschland-Clan, Das skrupellose Netzwerk aus Politikern, Top-Managern und Justiz, Eichborn, Frankfurt a.M., Mai 2006<\/em>\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Buch, das ziemlich willk&uuml;rlich zahllose politische, wirtschaftskriminelle und Justizskandale und Skand&auml;lchen aneinander reiht und moralische Emp&ouml;rung &uuml;ber den &bdquo;schleichenden Niedergang der demokratischen Kultur&ldquo; ausl&ouml;sen will. Welche Art der Politik und welche wirtschaftlichen und politischen Interessen dabei im Spiel sind &ndash; also das eigentlich Spannende &ndash; bleibt blass, ist aufgesetzt oder nachgeschoben. Das Buch moralisiert,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1126\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[126,127,208],"tags":[1809],"class_list":["post-1126","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-erosion-der-demokratie","category-lobbyismus-und-politische-korruption","category-rezensionen","tag-roth-juergen"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1126","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1126"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1126\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":30965,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1126\/revisions\/30965"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1126"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1126"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1126"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}