{"id":11273,"date":"2011-11-11T16:53:12","date_gmt":"2011-11-11T15:53:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11273"},"modified":"2011-11-11T16:53:12","modified_gmt":"2011-11-11T15:53:12","slug":"hinweise-des-tages-ii-36","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11273","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: EZB; Marktkonforme Demokratie; Eurokrise; Lebensversicherer wollen R&uuml;ckzahlungen k&uuml;rzen; Chinas Kommunen fehlen Milliarden: Chinas unheimliche Verschuldung; Irrsinn, zweiter Teil: Nach der Rente wird die Pflege privatisiert; Sachzwang schl&auml;gt Grundgesetz &ndash; Berufswahlfreiheit verkommt zur Utopie; Synode der evangelischen Kirche: Streikrecht ist kein Grundrecht; Ungenutztes Arbeitskr&auml;ftepotenzial: 8,4 Millionen Personen w&uuml;nschen sich (mehr) Arbeit; Steuerfahnder-Aff&auml;re: Fahnder sieht Machtmissbrauch; Stuttgart 21: Juristen weisen so genannte Ausstiegskosten von 1,5 Mrd. EUR als W&auml;hlert&auml;uschung zur&uuml;ck; Wenn der Kunde zugleich Produkt ist; Lesetipp: Novemberausgabe der Le Monde diplomatique; Mitmachen an einer Umfrage &uuml;ber Blogs und professionellem Journalismus (WL\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11273#h01\">EZB<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11273#h02\">Marktkonforme Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11273#h03\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11273#h04\">Lebensversicherer wollen R&uuml;ckzahlungen k&uuml;rzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11273#h05\">Chinas Kommunen fehlen Milliarden: Chinas unheimliche Verschuldung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11273#h06\">Irrsinn, zweiter Teil: Nach der Rente wird die Pflege privatisiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11273#h07\">Sachzwang schl&auml;gt Grundgesetz &ndash; Berufswahlfreiheit verkommt zur Utopie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11273#h08\">Synode der evangelischen Kirche: Streikrecht ist kein Grundrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11273#h09\">Ungenutztes Arbeitskr&auml;ftepotenzial: 8,4 Millionen Personen w&uuml;nschen sich (mehr) Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11273#h10\">Steuerfahnder-Aff&auml;re: Fahnder sieht Machtmissbrauch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11273#h11\">Stuttgart 21: Juristen weisen so genannte Ausstiegskosten von 1,5 Mrd. EUR als W&auml;hlert&auml;uschung zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11273#h12\">Wenn der Kunde zugleich Produkt ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11273#h13\">Lesetipp: Novemberausgabe der Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11273#h14\">Mitmachen an einer Umfrage &uuml;ber Blogs und professionellem Journalismus<\/a><\/li>\n<\/ol><p>\t<em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=11273&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>EZB<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Paul Krugman &ndash; &bdquo;Die EZB muss sehr radikale Dinge tun&ldquo;<\/strong><br>\nDie Euro-Krise ist eine &ldquo;Extremlage&rdquo;, der sich auch die EZB nicht entziehen kann, ist Nobelpreistr&auml;ger Krugman &uuml;berzeugt. Deshalb muss sie sich vom Primat der Preisstabilit&auml;t l&ouml;sen und Staatsfinanzierer werden.<br>\n&bdquo;Am Ende wird die EZB in den Abgrund blicken und sagen: &bdquo;Vergessen wir alle Regeln, wir m&uuml;ssen die Anleihen kaufen. Der Ansturm auf Italien muss gestoppt werden. Sonst scheitert das ganze Euro-Projekt.&ldquo; Die politischen Folgen eines Scheiterns w&auml;ren enorm.&ldquo;<br>\n&bdquo;Sowohl Spanien als auch Italien haben bei Anleiherenditen von bis zu vier Prozent eine gute &Uuml;berlebenschance. Bei sieben Prozent allerdings funktioniert das nicht. Da kommt dann eben die EZB ins Spiel.&ldquo;<br>\n&bdquo;Die EZB m&uuml;sste eben sehr radikale Dinge tun. Sie m&uuml;sste gro&szlig;fl&auml;chig Staatsanleihen aufkaufen. Der Rettungsschirm ist im Vergleich dazu weniger wichtig. Und die EZB m&uuml;sste glaubhaft machen, dass sie mit ihrem Inflationsziel nicht mehr so strikt umgeht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/die-ezb-muss-sehr-radikale-dinge-tun\/5825146.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers O.O.:<\/strong> Die heutige Ausgabe des Handelsblatt enth&auml;lt, neben dem Interview mit Paul Krugmann, auch einige andere Artikel in denen ein Eingreifen der Notenbank in Betracht gezogen wird. Zwar wird dieser Schritt zumeist noch kritisch betrachtet, jedoch scheinen auch Zeitungen wie das &ldquo;Handelsblatt&rdquo; mittlerweile der Einsicht n&auml;her zu kommen, dass dieser Schritt unausweichlich ist, um die derzeitige Situation zu in den Griff zu bekommen und Italien dem Druck der &ldquo;M&auml;rkte&rdquo; zu entziehen.<\/em><\/p>\n<p>So &uuml;berraschender Weise auch die Deutsche Bank:<\/p>\n<p><strong>EZB als letzte Rettung<\/strong><br>\nDer Blick auf den italienischen Schuldenberg von 1,9 Billionen Euro jagt den Finanzexperten Angst ein. Wie soll sich ein Rettungsschirm mit einem Volumen von derzeit 440 Milliarden Euro gegen die Gefahr stemmen, dass Italien f&auml;llt und die Finanzkrise immer weiter um sich greift? &bdquo;Jetzt kann nur noch die EZB helfen&ldquo;, bringt Thomas Mayer, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, die Forderungen vieler Politiker, Investoren und &Ouml;konomen auch aus Deutschland auf den Punkt.<br>\n&bdquo;Es geht um das &Uuml;berleben der W&auml;hrungsunion&ldquo;,  argumentiert Mayer. Und er hat ein konkretes Einssatzszenario entwickelt. Er pl&auml;diert daf&uuml;r, dass die EZB zun&auml;chst eine Obergrenze f&uuml;r die Rendite zehnj&auml;hriger italienischer Staatsanleihen setzt &ndash; und dass sie dann verspricht, diese Grenze mit unbegrenzten Mitteln zu verteidigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/die-ezb-als-letzte-rettung-\/5823168.html\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Warum m&uuml;ssen immer erst Monate, ja Jahre vergehen? Warum nicht gleich so?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nouriel Roubini &ndash; Down with the Eurozone<\/strong><br>\n[&hellip;] Symmetrical reflation is the best option for restoring growth and competitiveness on the eurozone&rsquo;s periphery while undertaking necessary austerity measures and structural reforms. This implies significant easing of monetary policy by the European Central Bank; provision of unlimited lender-of-last-resort support to illiquid but potentially solvent economies; a sharp depreciation of the euro, which would turn current-account deficits into surpluses; and fiscal stimulus in the core if the periphery is forced into austerity.<br>\nUnfortunately, Germany and the ECB oppose this option, owing to the prospect of a temporary dose of modestly higher inflation in the core relative to the periphery.<br>\nThe bitter medicine that Germany and the ECB want to impose on the periphery &ndash; the second option &ndash; is recessionary deflation: fiscal austerity, structural reforms to boost productivity growth and reduce unit labor costs, and real depreciation via price adjustment, as opposed to nominal exchange-rate adjustment. [&hellip;]<br>\nWith Italy too big to fail, too big to save, and now at the point of no return, the endgame for the eurozone has begun. Sequential, coercive restructurings of debt will come first, and then exits from the monetary union that will eventually lead to the eurozone&rsquo;s disintegration.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/roubini44\/English\">Project Syndicate<\/a><\/li>\n<li><strong>Mark Weisbrot &ndash; Europe&rsquo;s crisis worsens due to economic mismanagement, especially by ECB<\/strong><br>\n[&hellip;] And the new head of the ECB, Mario Draghi, just a week ago dismissed the idea of the central bank playing the role of lender of last resort &ndash; a traditional role for central banks.<br>\nECB authorities think they have already done too much by buying $252 billion of eurozone bonds over the past year and a half.  But compare this with the U.S. Federal Reserve, which has created more than $2 trillion since 2008 in efforts to keep the U.S. economy from sinking back into recession.<br>\nThe ECB could put an end to this crisis by intervening in the way the U.S. Federal Reserve has done in the United States. But they continue to insist that this is not their role.  That is the heart of the problem, and until this policy is reversed it is likely that the European economy will continue to worsen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/rwer.wordpress.com\/2011\/11\/11\/europe%e2%80%99s-crisis-worsens-due-to-economic-mismanagement-especially-by-ecb\/\">Real-World Economics Review Blog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Krugman, Roubini, Weisbrot, Galbraith, DeLong, Eichengreen &hellip; man k&ouml;nnte die Liste der namhafte amerikanischen &Ouml;konomen, die schon fordern, dass die EZB endlich zur Tat schreitet, lie&szlig;e sich noch lange fortf&uuml;hrend. Wann wird ihr Flehen endlich erh&ouml;rt?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Marktkonforme Demokratie<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Thomas Fricke &ndash; Frau Merkel beendet den Aufschwung<\/strong><br>\nDie Kanzlerin pr&uuml;gelt unsere gr&ouml;&szlig;ten Handelspartner zu immer desastr&ouml;seren Panikaktionen. Sie st&uuml;rzt damit die deutsche Wirtschaft mittlerweile unn&ouml;tig in akute Rezessionsgefahr. [&hellip;]<br>\nWohin das f&uuml;hrt, erleben nach Griechen, Portugiesen und Iren seitdem die Italiener. Das Land hat in weniger als f&uuml;nf Monaten sein mittlerweile drittes Konsolidierungspaket nachgelegt, obwohl das Strukturdefizit auch vorher schon sank. Und? Die Zinsen auf italienische Staatsanleihen sind jetzt auf Rekordhoch. Was nahelegt, dass es in einer verselbstst&auml;ndigten Marktpanik nicht mehr um Fundamentaldaten oder doofe Regierende geht. [&hellip;]<br>\nSeit Ank&uuml;ndigung der neuen K&uuml;rzungen ist in Italien das Konsumklima abgest&uuml;rzt, und die Prognosen wurden drastisch nach unten revidiert &ndash; womit auch die Defizite wieder steigen. Was dazu f&uuml;hrt, dass Frau Merkel das n&auml;chste Sparpaket fordert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:kolumne-thomas-fricke-frau-merkel-beendet-den-aufschwung\/60127901.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/politik\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Technokraten sind gef&auml;hrliche Krisenmanager<\/strong><br>\nDoch nicht nur Griechenland beruft einen parteilosen Experten, der jetzt Politik machen soll. In Italien zeichnet sich eine &auml;hnliche L&ouml;sung ab, wo beharrlich darauf gesetzt wird, dass der Wirtschaftsprofessor und ehemalige EU-Kommissar Mario Monti demn&auml;chst auf Silvio Berlusconi folgt. Es gibt keine besseren Kandidaten als Papadimos und Monti. Trotzdem k&ouml;nnen sie f&uuml;r die Demokratie gef&auml;hrlich sein. Denn sie wurden von au&szlig;en durchgesetzt, und sie best&auml;tigen als parteilose Experten den Antipolitik-Reflex.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a1&amp;dig=2011%2F11%2F11%2Fa0118&amp;cHash=2a7d794a8d\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Br&uuml;ssel f&uuml;rchtet Stillstand in Europa<\/strong><br>\nDie EU-Kommission schl&auml;gt Alarm &ndash; und sieht &uuml;berall Brandherde: Wom&ouml;glich rei&szlig;e die Schuldenkrise gar Teile Europas in die Rezession. W&auml;hrungskommissar Rehn droht zudem f&uuml;nf Staaten mit einem Defizitverfahren. F&uuml;r Aufregung sorgen zugleich Meldungen, wonach Frankreich und Deutschland Pl&auml;ne f&uuml;r eine Aufspaltung Europas diskutieren. Berlin dementiert dies vehement.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/herbstgutachten-der-kommission-bruessel-fuerchtet-den-stillstand-in-europa-1.1185559\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der EZB f&auml;llt aber angesichts dieser bedrohlichen Situation nichts anderes ein als &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,796960,00.html\">die Umsetzung substantieller und umfassender Strukturreformen<\/a>&ldquo;. Und was wir Strukturreformen bedeuten, wissen wir inzwischen alle: Sparen, Sozialabbau, Lohnk&uuml;rzungen. Es ist eine Teufelsspirale.<\/em> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Welch ein Zufall: fast zeitgleich kommen die &ldquo;5 Weisen&rdquo; aus Deutschland und die EU-Kommission mit ihren wahrlich zukunftsweisenden Gutachten aus den Startl&ouml;chern. Eine merkw&uuml;rdige Einigkeit ist dabei unverkennbar. Der &ldquo;deutsche Weg&rdquo;, soll hei&szlig;en: sparen, sparen und nochmals sparen, wird langsam aber sicher in Beton gegossen. Wann h&ouml;rt dieser Wahnsinn wohl auf?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Wirtschaftsweise empfehlen Schuldentilgungspakt<\/strong><br>\nGrunds&auml;tzlich stellen die f&uuml;nf Wirtschaftsweisen der Bundesregierung f&uuml;r ihren Umgang mit der Euro-Krise ein gutes Zeugnis aus. Falls sich die M&auml;rkte trotzdem nicht beruhigen sollten, schlagen die Experten vor, die Schulden zu vergemeinschaften.<br>\nNach diesem Modell k&ouml;nnten die Euro-Staaten ihre Schulden, die den Grenzwert von 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts &uuml;bersteigen, in einen gemeinsamen Tilgungsfonds mit gemeinschaftlicher Haftung auslagern &ndash; die Schulden w&uuml;rden also vergemeinschaftet. Gleichzeitig m&uuml;ssten die L&auml;nder sich aber verpflichten, diese Schulden binnen 20 bis 25 Jahren zu tilgen. Zudem m&uuml;ssten sie eine Schuldenbremse einf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/euro-krise-wirtschaftsweise-empfehlen-schuldentilgungspakt,1472780,11123036.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Robert Misik: Warum die Euro-Zone pl&ouml;tzlich zum Hauptopfer der Finanzkrise wurde<\/strong><br>\nDer Kapitalismus w&auml;re zusammengebrochen &ndash; wenn ihn die Regierungen nicht gerettet h&auml;tten. Die freien Finanzm&auml;rkte haben ihn also an den Rand des Zusammenbruchs gebracht, den Kapitalismus. Kurzum: Die Finanzinstitutionen haben das System an die Wand gefahren &ndash; und es waren die Staaten und Regierungen, die das Schlimmste verhindern mussten.<br>\nUnd heute? Heute sind pl&ouml;tzlich die Staaten und Regierungen die B&ouml;sen. Die Verschuldung der Staaten wird pl&ouml;tzlich als Quelle systemischer Risiken angesehen, weil &ldquo;wir&rdquo; &uuml;ber unsere Verh&auml;ltnisse gelebt haben. Die Finanzm&auml;rkte strafen jetzt Regierungen ab, die &ldquo;schlecht gewirtschaftet&rdquo; haben. Wie absurd ist das denn?<br>\ndie Reduktion der Schuldenst&auml;nde, wird nicht funktionieren: Einfach, weil es keine sehr intelligente Strategie ist, uns alle zusammen &auml;rmer zu machen, wenn man jene &Uuml;bersch&uuml;sse produzieren will, die n&ouml;tig sind, um die Schulden zu reduzieren. Das ist so sonnenklar, dass es schon absurd ist, dass es immer noch Finanzminister gibt, die an dieses Spar-Voodo ganz offensichtlich glauben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/12-2011\/++co++152a24b2-0ade-11e1-5fde-001ec9b03e44\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><strong>Paul Krugman &ndash; Legends of the Fail<\/strong><br>\nThis is the way the euro ends &mdash; not with a bang but with bunga bunga. Not long ago, European leaders were insisting that Greece could and should stay on the euro while paying its debts in full. Now, with Italy falling off a cliff, it&rsquo;s hard to see how the euro can survive at all. [&hellip;]<br>\nFirst, if you look around the world you see that the big determining factor for interest rates isn&rsquo;t the level of government debt but whether a government borrows in its own currency. Japan is much more deeply in debt than Italy, but the interest rate on long-term Japanese bonds is only about 1 percent to Italy&rsquo;s 7 percent. Britain&rsquo;s fiscal prospects look worse than Spain&rsquo;s, but Britain can borrow at just a bit over 2 percent, while Spain is paying almost 6 percent.<br>\nWhat has happened, it turns out, is that by going on the euro, Spain and Italy in effect reduced themselves to the status of third-world countries that have to borrow in someone else&rsquo;s currency, with all the loss of flexibility that implies.[&hellip;]<br>\nThe other thing you need to know is that in the face of the current crisis, austerity has been a failure everywhere it has been tried: no country with significant debts has managed to slash its way back into the good graces of the financial markets. For example, Ireland is the good boy of Europe, having responded to its debt problems with savage austerity that has driven its unemployment rate to 14 percent. Yet the interest rate on Irish bonds is still above 8 percent &mdash; worse than Italy.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2011\/11\/11\/opinion\/legends-of-the-fail.html?_r=1\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><strong>Spanien in der Krise<\/strong><br>\nNachgefragt bei Fernando Toxo, Pr&auml;sident des Europ&auml;ischen Gewerkschaftsbundes und des Spanischen Gewerkschaftsbundes CC.OO.<br>\nGEGENBLENDE: Was muss getan werden, um aus der Krise zu kommen?<br>\nFernando Toxo: In erster Linie brauchen wir ein koordiniertes und entschlossenes Vorgehen der Europ&auml;ischen Union, ausgerichtet auf die &ouml;ffentlichen Investitionen, die Konjunktur und die Besch&auml;ftigung. Dann m&uuml;ssen wir das Staatsdefizit bek&auml;mpfen, ohne es in ein &ldquo;einziges Schlachtfeld&rdquo; unserer Regierenden zu verwandeln, und das scharfe Kritisieren der Arbeitnehmerrechte muss beendet werden&hellip;Die Wiederbelebung der Wirtschaft, eine entschiedene &ouml;ffentliche Initiative f&uuml;r Investititonen muss entwickelt werden. Die Funktionsf&auml;higkeit des Finanzsystems muss &uuml;berpr&uuml;ft werden und eine ehrgeizige und gerechtere Steuerreform in Angriff genommen werden.Dar&uuml;ber hinaus sollte sowohl auf eine solide Industriepolitik, die in Forschung und Entwicklung investiert, gesetzt werden. Das Bildungssystem muss verbessert werden und es muss mehr und besser mit dem Produktionssystem verbunden werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/12-2011\/++co++a7fbba3e-0ba2-11e1-614b-001ec9b03e44%20\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><strong>Europa 2011 = Europa 1931<\/strong><br>\nEin Land steht vor dem wirtschaftlichen und politischen Abgrund. Der Staat steht vor dem Bankrott und die Regierung spart drakonisch: Sie k&uuml;rzt heftig bei den &ouml;ffentlichen Bediensteten und erh&ouml;ht kr&auml;ftig die Steuern; die Wirtschaft schrumpft dramatisch, und die Arbeitslosigkeit steigt; in den St&auml;dten kommt es zu Massendemonstrationen und zu Stra&szlig;enschlachten; die Banken stehen vor dem Kollaps, weil die internationalen Kapitalgeber ihr Geld aus dem Land abziehen; Banken m&uuml;ssen mit &ouml;ffentlichen Mitteln vor dem Zusammenbruch gerettet werden. Griechenland 2011? Nein, Deutschland 1931.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2011\/11\/11\/europa-2011-europa-1931_3813\">ZEIT Herdentrieb<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Lebensversicherer wollen R&uuml;ckzahlungen k&uuml;rzen<\/strong><br>\nDie Zinsen sind derzeit so niedrig, dass Versicherungen M&uuml;he haben, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Sie fordern daher eine Gesetzes&auml;nderung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article13711468\/Lebensversicherer-wollen-Rueckzahlungen-kuerzen.html\">WELT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Chinas Kommunen fehlen Milliarden: Chinas unheimliche Verschuldung<\/strong><br>\nEurop&auml;ische Politiker hoffen derzeit auf gro&szlig;z&uuml;gige Finanzspritzen aus China. Doch wom&ouml;glich haben sie die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Denn so stark China mittlerweile nach au&szlig;en auftritt, so schwierig ist die Situation derzeit im eigenen Land. L&auml;ngst raufen sich auch Chinas Politiker die Haare, weil sie nicht wissen, wie sie mit einer Kreditschwemme fertig werden sollen. Intern geben Funktion&auml;re zu, dass Milliarden von Dollar falsch investiert wurden &ndash; und wom&ouml;glich f&uuml;r immer weg sind. Nicht nur Metropolen wie Schanghai und Peking, sondern Tausende St&auml;dte stehen bei den staatlichen Banken tief in der Kreide. Mit schuld daran ist das gewaltige Stimuluspaket aus dem Jahr 2008, mit dem Premierminister Wen Jiabao versuchte, sein Land vor den Folgen der aus den USA her&uuml;berschwappenden Finanzkrise zu sch&uuml;tzen und Jobs und Firmen zu retten. Damals versprach Peking, umgerechnet rund 440 Milliarden Euro in die Wirtschaft zu pumpen. Davon stammten allerdings nur 133 Milliarden aus dem Staatshaushalt. Der Rest sollte von den Banken, Staatsbetrieben und Privatleuten kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2011%2F11%2F08%2Fa0079&amp;cHash=ac761e7ccd\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Hinzu kommt, dass in China der Markt f&uuml;r illegale Kredite boomt, er soll mit 1000 Milliarden Euro etwa <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken\/chinas-illegaler-kapitalmarkt\/5752974.html?p5752974=all\">ein F&uuml;nftel des gesamten Kreditsektors des Landes ausmachen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Irrsinn, zweiter Teil: Nach der Rente wird die Pflege privatisiert<\/strong><br>\nBei der FDP knallen die Sektkorken, und das aus gutem Grund: Beim Koalitionsgipfel sind die Liberalen mit ihrem Lieblingsprojekt &bdquo;Wir deformieren den Sozialstaat&ldquo; ein gutes St&uuml;ck vorangekommen. Nach der von Rot-Gr&uuml;n beschlossenen Teilprivatisierung der Rente kann jetzt die &bdquo;Verriesterung&ldquo; der Pflege beginnen&hellip;<br>\n Denn entgegen allen anderslautenden Behauptungen ist die Schaffung einer Kapitaldeckung in der Renten- und Pflegeversicherung weder eine vern&uuml;nftige Antwort auf eine alternde Gesellschaft, noch verhindert sie wirksam Armut bei Senioren. B&uuml;rger, die einen Teil ihres Einkommens in Riester-Renten und Pflege-Bahrs anlegen, tun vor allem eines: Sie verhelfen der Versicherungswirtschaft zu einem eintr&auml;glichen Gesch&auml;ft. Gleichzeitig kommt eine Umverteilung in Gang, welche die gesetzlichen Versicherungssysteme schw&auml;cht &mdash; und der Staat macht dabei mit, indem er seine Steuermilliarden in diesen Privatisierungs-Irrsinn steckt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/nuernberger-nachrichten\/politik\/irrsinn-zweiter-teil-1.1641482?searched=true\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sachzwang schl&auml;gt Grundgesetz &ndash; Berufswahlfreiheit verkommt zur Utopie<\/strong><br>\nfzs zum Urteil des Oberverwaltungsgerichts M&uuml;nster<br>\nEnde September hatte das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen die Stiftung f&uuml;r Hochschulzulassung verpflichtet, mehrere Studienbewerber zuzulassen, da sie bereits mehr als halbes Jahrzehnt auf einen Studienplatz in den jeweiligen F&auml;chern warten. Diese Entscheidung wurde nun vom Oberverwaltungsgericht M&uuml;nster gekippt. Es sei hinreichend wahrscheinlich, dass die Studierwilligen in den n&auml;chsten Jahren einen Studienplatz bekommen.<br>\nTorsten Rekewitz, Vorstandsmitglied des freien Zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) hierzu: \n<blockquote><p>&ldquo;Es dr&auml;ngt sich der Verdacht auf, dass bei dieser Entscheidung nicht Gerechtigkeit im Vordergrund steht, sondern schlicht nach einer Begr&uuml;ndung zur Einschr&auml;nkung des Grundrechts auf Berufswahlfreiheit gesucht wurde. Dass hier offensichtlich die Unterfinanzierung von Bildungseinrichtungen als Grund f&uuml;r der Verfassung widersprechende Zust&auml;nde akzeptiert wird, ist inakzeptabel. Die Studieninteressierten m&uuml;ssen frei entscheiden k&ouml;nnen, welches Fach sie studieren.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Bereits 1972 stellte das Bundesverfassungsgericht fest, dass die Berufswahlfreiheit auf freie Wahl des Studienplatzes anwendbar ist. Die Studienplatzproblematik f&uuml;hrt momentan jedoch dazu, dass dieses Grundrecht nicht gew&auml;hrleistet ist. Da die Bildungsausgaben der BRD deutlich unter OECD-Durchschnitt liegen wird sich an diesen Zust&auml;nden ohne eine grunds&auml;tzliche Priorit&auml;tenverschiebung nichts &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fzs.de\/aktuelles\/presse\/249870.html\">fzs<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Synode der evangelischen Kirche: Streikrecht ist kein Grundrecht<\/strong><br>\nBei ihrer Synode in Magdeburg beschloss die EKD am Mittwoch ein Kirchengesetz, das die Arbeitsverh&auml;ltnisse der MitarbeiterInnen in der Diakonie regelt. L&ouml;hne und Arbeitsbedingungen werden demnach nicht per Tarifvertrag, sondern in &ldquo;arbeitsrechtlichen Kommissionen&rdquo; ausgehandelt, in denen Arbeitgeber und Besch&auml;ftigte in gleicher Zahl sitzen. Kommt es dort zu keiner Einigung, folgt eine verbindliche Schlichtung mit einem neutralen Vorsitzenden. &ldquo;Dieses Verfahren schlie&szlig;t Streik und Aussperrung aus&rdquo;, hei&szlig;t es im Kirchengesetz. Das jetzt beschlossene Kirchengesetz soll ein Leitbild f&uuml;r die gesamte Diakonie sein. Rund 450.000 Menschen sind in den sozialen Einrichtungen der evangelischen Kirche besch&auml;ftigt. In einer begleitenden Resolution hat die Magdeburger Synode beschlossen, dass kirchliche Unternehmen mit Sanktionen (bis zum Ausschluss aus der Diakonie) rechnen m&uuml;ssen, wenn sie Bereiche wie den Putzdienst ausgliedern, um L&ouml;hne dr&uuml;cken zu k&ouml;nnen. Bis 2013 soll die Kirchenleitung Vorschl&auml;ge zur Weiterentwicklung des kirchlichen Arbeitsrechts vorlegen, so die Synode. Schon im Fr&uuml;hjahr 2012 wird das Bundesarbeitsgericht &uuml;ber das Streikverbot in kirchlichen Einrichtungen entscheiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Synode-der-evangelischen-Kirche\/!81570\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Tats&auml;chlich ist sich der Diakonische Bundesverband durchaus der Problematik bewusst, sonst w&uuml;rde er wohl kaum den Kommunikationsberater Adrian Teetz zu Rate ziehen, der dann doch tats&auml;chlich empfiehlt, die Kirche solle bei kritischen Presse-Anfragen darauf hinweisen, dass sich der diakonische Dienst von der christlichen N&auml;chstenliebe ableite. Nur sollte aber auch gegen&uuml;ber den Besch&auml;ftigten des Diakonisch Werks Mt. 25,40 gelten: &bdquo;Was ihr getan habt einem unter diesen geringsten Br&uuml;dern, das habt ihr mir getan.&ldquo; Man streikt ja nicht aus Jux und Dollerei.  Es geht um Niedrigl&ouml;hne, Leiharbeit und Oursourcing in Niegriglohnbereiche. Dar&uuml;ber hinaus muss man sich fragen, ob ein Grundgesetz, das Kirchen erlaubt, &ldquo;innere Angelegenheiten&rdquo; inklusive Teile des Arbeitsrechts selbst zu regeln, noch zeitgem&auml;&szlig; ist, wenn die beiden gro&szlig;en Kirchen nur rund 10 Prozent ihrer Einnahmen aus Kirchensteuern f&uuml;r &ouml;ffentliche soziale Zwecke ausgeben. Krankenh&auml;user und Altenheime werden &uuml;ber die  Sozialversicherungen finanziert und selbst bei Einrichtungen wie Kinderg&auml;rten ist die kirchliche Kostenbeteiligung fast zu vernachl&auml;ssigen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ungenutztes Arbeitskr&auml;ftepotenzial: 8,4 Millionen Personen w&uuml;nschen sich (mehr) Arbeit<\/strong><br>\nIm Jahr 2010 w&uuml;nschten sich nach Ergebnissen der Arbeitskr&auml;fteerhebung rund 8,4 Millionen Menschen im Alter von 15 bis 74 Jahren Arbeit oder mehr Arbeitsstunden. Im Vergleich zum Vorjahr sank ihre Zahl um 324 000 Personen (- 3,7 %). Trotz der g&uuml;nstigen Entwicklung am Arbeitsmarkt bleibt somit weiterhin ein erhebliches Potenzial an Arbeitskr&auml;ften ungenutzt.<br>\nNeben 2,9 Millionen Erwerbslosen setzte sich das ungenutzte Arbeitskr&auml;ftepotenzial im Jahr 2010 aus 2,2 Millionen Unterbesch&auml;ftigten in Teilzeit, 2,1 Millionen Unterbesch&auml;ftigten in Vollzeit und 1,2 Millionen Personen in der Stillen Reserve zusammen. W&auml;hrend sowohl die Zahl der Erwerbslosen (- 283 000) als auch die Stille Reserve (- 175 000) in 2010 im Vorjahresvergleich r&uuml;ckl&auml;ufig waren, stieg die Zahl der Unterbesch&auml;ftigten insgesamt um 134 000 Personen. Dieser Anstieg war vollst&auml;ndig auf Personen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, die bereits eine Vollzeitt&auml;tigkeit mit einer gew&ouml;hnlichen Wochenarbeitszeit von mindestens 32 Stunden aus&uuml;bten.<br>\nUnterbesch&auml;ftigte sind Erwerbst&auml;tige, die den Wunsch nach zus&auml;tzlichen Arbeitsstunden haben und f&uuml;r diese auch zur Verf&uuml;gung stehen. Im Jahr 2010 waren in Deutschland 11,2 % der Erwerbst&auml;tigen im Alter von 15 bis 74 Jahren nach eigenen Angaben unterbesch&auml;ftigt. 22,1 % der Teilzeitbesch&auml;ftigten und 7,3 % der Vollzeitbesch&auml;ftigten w&uuml;nschten sich zus&auml;tzliche Arbeitsstunden.<br>\nPersonen in Stiller Reserve haben ebenso wie die Erwerbslosen &uuml;berhaupt keine Arbeit. Die Personen in Stiller Reserve gelten nach den strengen Kriterien der Internationalen Arbeitsorganisation nicht als erwerbslos. Zur Stillen Reserve geh&ouml;ren Personen, die zwar Arbeit suchen, jedoch im Moment kurzfristig (innerhalb von zwei Wochen) f&uuml;r eine Arbeitsaufnahme nicht zur Verf&uuml;gung stehen. Ebenfalls zur Stillen Reserve z&auml;hlen Personen, die aus verschiedenen Gr&uuml;nden aktuell keine Arbeit suchen, aber grunds&auml;tzlich gerne arbeiten w&uuml;rden und f&uuml;r diese Arbeit auch verf&uuml;gbar sind. Im Jahr 2010 machten 5,3 % der Nichterwerbspersonen im Alter von 15 bis 74 Jahren die Stille Reserve aus. Im Vorjahr lag der vergleichbare Anteil noch bei 6,0 %.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2011\/11\/PD11__416__132,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Steuerfahnder-Aff&auml;re: Fahnder sieht Machtmissbrauch<\/strong><br>\nDer Hessische Ex-Beamte Frank Wehrheim kritisiert im Untersuchungsausschuss die Finanzverwaltung sowie den fr&uuml;heren Finanzminister Weimar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/rhein-main\/steuerfahnder-affaere-fahnder-sieht-machtmissbrauch,1472796,11103428,view,printVersion.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em>Direkt dazu auch:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Rezension zu &ldquo;<a href=\"\/?p=9704\">Inside Steuerfahndung&rdquo;<\/a> von Frank Wehrheim<\/em><\/li>\n<li><em>&ldquo;<a href=\"\/?p=10949#h13\">Ein Insider packt aus<\/a>&ldquo;, Audio-Mitschnitt einer Veranstaltung mit den Ex-Steuerfahndern Frank Wehrheim und Rudolf Schmenger.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Stuttgart 21: Juristen weisen so genannte Ausstiegskosten von 1,5 Mrd. EUR als W&auml;hlert&auml;uschung zur&uuml;ck<\/strong><br>\nMehrere Rechtsanw&auml;lte und Richter aus dem Arbeitskreis &bdquo;Juristen zu Stuttgart 21&ldquo; weisen die Ausstiegskosten von 1,5 Mrd. EUR f&uuml;r den Fall einer erfolgreichen Volks-abstimmung als abwegig zur&uuml;ck.&bdquo;Es ist eine Irref&uuml;hrung, wenn immer wieder behauptet wird, mehrere Wirtschafts-pr&uuml;fungsgesellschaften h&auml;tten &uuml;bereinstimmend die Ausstiegskosten in dieser H&ouml;he best&auml;tigt&ldquo;, sagt Rechtsanwalt Bernhard Ludwig&hellip;<br>\nDie Gleichsetzung von Ausstiegskosten mit Ersatzanspr&uuml;chen gegen das Land Baden-W&uuml;rttemberg ist rechtlich verfehlt. Ersatzanspr&uuml;che kommen nur in Betracht, wenn das Land durch die K&uuml;ndigung Vertragspflichten verletzen w&uuml;rde und der Bahn dadurch ein Schaden entst&uuml;nde. Wird der Vertrag zu recht gek&uuml;ndigt, gibt es grunds&auml;tzlich keine Schadenersatzanspr&uuml;che (so ausdr&uuml;cklich derJustizminister Stickelberger, Landtagsdrucksache 15\/673, Seite 3). Und nur wenn berechtigte K&uuml;ndigungsgr&uuml;nde von der Landesregierung festgestellt werden, soll auch gek&uuml;ndigt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.juristen-zu-stuttgart21.de\/Home\/Eintrage\/2011\/11\/10_Juristen_weisen_so_genannte_Ausstiegskosten_von_1%2C5_Mrd._EUR_als_Wahlertauschung_zuruck.html\">Juristen zu Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wenn der Kunde zugleich Produkt ist<\/strong><br>\nWer Anschauung braucht, wie man im Zeichen der &Ouml;konomie ein Hochschulsystem zerm&uuml;rben kann, der schaue nach Gro&szlig;britannien. Jetzt regt sich dort Widerstand gegen die Reformen&hellip;<br>\nSeit kurzem liegt ihr bescheiden als &bdquo;document&ldquo; bezeichneter Text vor, der inzwischen von mehr als 350 namhaften Vertretern des britischen Hochschulwesens unterzeichnet wurde. Er tr&auml;gt den Titel &bdquo;Zur Verteidigung der &ouml;ffentlichen H&ouml;heren Bildung&ldquo; und setzt sich Punkt f&uuml;r Punkt in h&ouml;chst sachlicher, nachvollziehbar kompetenter Weise mit dem Wei&szlig;buch der Regierung, das im Sommer ver&ouml;ffentlicht wurde, auseinander. F&uuml;r den deutschen Leser ergeben sich hier aufschlussreiche Aussagen, die auch in die deutsche Debatte geh&ouml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/britische-universitaetsreform-wenn-der-kunde-zugleich-produkt-ist-11521812.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Lesetipp: Novemberausgabe der Le Monde diplomatique<\/strong><br>\nBei der Debatte um den Abzug aus Afghanistan geht es auch um die Frage, welches Regime der Westen da gerettet hat. &Uuml;ber die Korruption hatten die Experten wenig Illusionen. Doch die schlimsten Bef&uuml;rchtungen werden noch &uuml;bertroffen, wie die Geschichte der R&Auml;UBERBANK VON KABUL zeigt, die Louis Imbert erz&auml;hlt.<br>\nWeitere Themen der aktuellen Ausgabe<br>\nDIE T&Uuml;RKEI muss die Kurdenfrage l&ouml;sen, um eine moderne Demokratie zu werden. Wendy Kristianasen &uuml;ber Erdogans gr&ouml;&szlig;tes Problem.<br>\nQUER DURCH AFRIKA soll ein sch&uuml;tzendes Band aus B&auml;umen das Vordringen der Sahara aufhalten. Mark Hertsgaard &uuml;ber ein Hoffnungsprojekt von Dakar bis Dschibuti.<br>\nINDIEN streitet &uuml;ber den Krieg der Regierung gegen die maoistische Guerilla. Nicolas Jaoul und Na&iuml;k&eacute; Desquesnes &uuml;ber zornige Richter, mutige Aktivisten und Arundhati Roys Reise in den Dschungel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/.aktaus\">Le Monde Diplomatique<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Le Monde diplomatique erscheint heute, Freitag als Beilage der taz und ab Samstag im Kiosk.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Mitmachen an einer Umfrage &uuml;ber Blogs und professionellem Journalismus<\/strong><br>\n&bdquo;Weblogs [k&ouml;nnen] der Sargnagel f&uuml;r die professionellen Medien im Internet werden&ldquo;, schreibt der deutsche Blogger Don Alphonso, alias Rainer Meyer in seinem Buch. &bdquo;Als Konkurrenz der traditionellen Medien nehmen sich die Blogger vor allem selbst wahr&ldquo;, h&auml;lt Christoph Neuberger, Professor f&uuml;r Kommunikationswissenschaft an der Universit&auml;t M&uuml;nster, in der Netzzeitung dagegen.<br>\nStudien in den USA und auch in Deutschland haben gezeigt, dass viele Leser vorallem politischer Blogs den professionellen Journalismus als wenig glaubw&uuml;rdig ansehen.<br>\nMit meinem Fragebogen m&ouml;chte ich untersuchen, welche Einstellung Sie als Blogleser gegen&uuml;ber Blogs und konventionellen Medien haben. Berichten Blogs &uuml;ber Themen, die der professonelle Journalismus ausl&auml;sst oder falsch darstellt? Oder ist es genau andersherum? Welche Vorteile haben Blogs und welche der professionelle Journalismus?<br>\nIm Rahmen meiner Studienarbeit im Fach Journalistik an der TU Dortmund m&ouml;chte Sola H&uuml;lsewig, Studentin am Institut f&uuml;r Jouralistik, TU Dortmund untersuchen, welche Einstellung Blogleser gegen&uuml;ber professionellen Journalismus haben.<br>\nWir unterst&uuml;tzen diese Arbeit gerne, weil auch uns die Ergebnisse interessieren.<br>\nMachen Sie mit unter <a href=\"https:\/\/www.soscisurvey.de\/blogleser\">Soscisurvey<\/a>.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: EZB; Marktkonforme Demokratie; Eurokrise; Lebensversicherer wollen R&uuml;ckzahlungen k&uuml;rzen; Chinas Kommunen fehlen Milliarden: Chinas unheimliche Verschuldung; Irrsinn, zweiter Teil: Nach der Rente wird die Pflege privatisiert; Sachzwang schl&auml;gt Grundgesetz &ndash; Berufswahlfreiheit verkommt zur Utopie; Synode der evangelischen Kirche: Streikrecht ist kein Grundrecht; Ungenutztes Arbeitskr&auml;ftepotenzial: 8,4 Millionen Personen w&uuml;nschen sich (mehr)<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11273\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-11273","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11273","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11273"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11273\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11276,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11273\/revisions\/11276"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11273"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11273"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11273"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}