{"id":112752,"date":"2024-03-21T14:04:32","date_gmt":"2024-03-21T13:04:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=112752"},"modified":"2024-03-21T17:14:54","modified_gmt":"2024-03-21T16:14:54","slug":"leserbriefe-zu-propaganda-auf-allen-kanaelen-fuer-krieg-gegen-die-russen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=112752","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201ePropaganda auf allen Kan\u00e4len \u2013 f\u00fcr Krieg, gegen die Russen\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=112563\">Hier<\/a> thematisiert Albrecht M&uuml;ller das &bdquo;Feuerwerk der einvernehmlichen Meinungsmache, man k&ouml;nnte auch sagen, der gleichgeschalteten, zumindest der sich selbst gleichschaltenden Meinungsbeeinflussung&ldquo;. Genannt werden zahlreiche deutsche Hauptmedien, in denen beispielhaft Agitation gegen Russland enthalten ist. Die derzeitige Agitation gegen die Russen erinnere ihn an die Agitation gegen die Juden, die in Deutschland vor allem in den drei&szlig;iger und vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts in Szene gesetzt worden sei. Heute jedoch br&auml;uchten &bdquo;wir keinen die Propaganda koordinierenden Goebbels&ldquo;. Das klappe von alleine. Wir haben hierzu interessante Leserbriefe erhalten. Danke daf&uuml;r. Es folgt nun eine Auswahl, zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag,<\/p><p>wie festzustellen ist, dreht sich auch die mediale Eskalationsspirale immer weiter.<\/p><p>Es wird aus allen Rohren gehetzt, um das Feindbild Russland weiter in den K&ouml;pfen der Menschen zu etablieren. Mein Rat dazu: K&uuml;mmert euch endlich um den Misthaufen vor der eigenen T&uuml;r. Schluss mit Hetze und Kriegstreiberei. Die Menschen brauchen und wollen Frieden.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nThomas St&ouml;be<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>ich habe von den hiesigen Mainstream-Medien nichts anderes erwartet. Einmal mehr zum Fremdsch&auml;men ist die Reaktion von Herrn Steinmeier (ich gratuliere Putin nicht) und Konsorten wie das AA,&nbsp;die als Vertretung, bzw.&nbsp;Herr Steinmeier als Bundespr&auml;sident und damit als erster Repr&auml;sentant der Bundesrepublik Deutschland solch ein trotzig infantiles Verhalten &ndash; und das auch noch &ouml;ffentlich &ndash; an den Tag legen! Wer augenscheinlich mit so einem Verhalten mental&nbsp;nicht &uuml;ber das&nbsp;fr&uuml;he&nbsp;Kindesalter herausgekommen ist, hat weder im AA, wo die Kunst der Diplomatie das h&ouml;chste Gut sein sollte, noch auf dem Sessel des Bundespr&auml;sidenten etwas zu suchen!<\/p><p>Dann&nbsp;muss Volkes&nbsp;Stimme sprechen und ich gratuliere dem russischen Pr&auml;sidenten zu seiner Wiederwahl und w&uuml;nsche ihm und dem russischen Volk f&uuml;r die Zukunft alles Gute! Nebst einer geh&ouml;rigen Portion Gelassenheit, was Sie sich vom deutschen Theater-Ensemble in Medien und Politik aktuell an miserablen Auftritten bieten lassen m&uuml;ssen. Les miserables (die Elenden); trifft deren Benehmen auf den Punkt.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nClaudia L.<\/p><p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Danke. Treffend.<\/em><br>\n<em>Ihr AM<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>der M&uuml;nster-Tatort ist eine der wenigen Sendungen, die ich mir noch gern anschaue. Dieser, mit seiner verdeckten und offenen Propaganda gegen Russland, ist eine Schande. Das Bild auf dem Ausweis vom &ldquo;Roten Polizisten&rdquo; (der M&ouml;rder) stellt Putin dar? Das war mir entgangen.<\/p><p>Aber auch sonst ist das Drehbuch unterirdisch. Der Autor h&auml;tte wenigstens mal einen Mediziner oder Physiker fragen k&ouml;nnen, bevor er &uuml;ber Mikrowellenwaffen spekuliert. &ldquo;2,4 GHz (die Frequenz vom K&uuml;chenofen) ist nicht genug, erh&ouml;hen wir die Leistung auf 300 GHz&rdquo;. So etwas Beklopptes. GHz ist ein Ma&szlig; f&uuml;r die Frequenz, nicht f&uuml;r Leistung. Erh&ouml;ht man&nbsp; die Frequenz auf 300 GHz, dann nimmt der Einfluss auf organisches Gewebe ab, nicht zu. Bei reinem Wasser liegt die maximale Wirkung bei 12 GHz, im Gewebe deutlich darunter. Deshalb hat der Ofen ja 2,4.<\/p><p>Und der omin&ouml;se Mikrowellenangriff auf die US-Botschaft in Kuba, der da zitiert wird,&nbsp; ist vermutlich Gerede. W&auml;re da wirklich etwas gewesen, h&auml;tte man das mit einem Detektor und Spektrumanalysator leicht nachweisen k&ouml;nnen. Der Mainstream ist auf Niveau der Anh&auml;nger des &ldquo;Fliegenden Spagettimonsters&rdquo; angekommen.<\/p><p>Schade, jetzt wird auch die ehemals seri&ouml;se Unterhaltung noch f&uuml;r Propaganda missbraucht.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nRolf Henze<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Die Militarisierung unserer Gesellschaft nimmt bedenkliche Z&uuml;ge an. Haben wir vergessen was wir uns 1945 geschworen haben? Nie wieder Krieg! Und jetzt ruft die Bildungsministerin! zu mehr Soldaten in den Schulen auf und der Verteidigungsminister (SPD) will uns wieder kriegst&uuml;chtig machen. Erinnern wir uns.<\/p><p>Vor 110 Jahren,im Juli 1914 organisierte die SPD noch Massendemos gegen den drohenden Waffengang &ndash; wenige Tage sp&auml;ter stimmte die Partei den Krediten f&uuml;r den Ersten Weltkrieg zu. Die SPD stellte die gr&ouml;&szlig;te Fraktion im deutschen Reichstag. Damit war die SPD mitschuldig an der Beteiligung Deutschlands am ersten Weltkrieg. Schon damals wurde der Russenhass aktiv gesch&uuml;rt, um die Bef&uuml;rwortung f&uuml;r den Krieg zu erreichen. siehe Spiegel Geschichte 5\/2013. Der Kaiser war begeistert, &rdquo; ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche.&rdquo; Das Ergebnis 17 Millionen Kriegstote, darunter 2 Millionen Deutsche. Dieser erste Weltkrieg war nur die Z&uuml;ndschnur f&uuml;r den 2. Weltkrieg. Dessen Bilanz : 75 Millionen Tote, erstmals mehr Zivilisten als Soldaten, darunter 7,7 Millionen Deutsche und 24 Millionen Sowjetb&uuml;rger. Die Verluste der USA , 418.500, hielten sich in Grenzen.<\/p><p>Heute im Jahr 2024 befinden wir uns schon wieder in der Situation, dass der n&auml;chste gro&szlig;e Weltkrieg droht. Es wird dann wohl der letzte Krieg der Menschheit werden.<\/p><p>Wieder werden wir durch die Angst vor einer Russeninvasion zur Aufr&uuml;stung und &ldquo;Kriegst&uuml;chtigkeit&rdquo; gehetzt. Aber es stehen keine russischen Panzer an Deutschlands Grenzen, aber wieder deutsche Panzer im Baltikum an der russischen Grenze.<\/p><p>Dabei zeigt der Vergleich der milit&auml;rischen St&auml;rke eine mehr als starke &Uuml;berlegenheit der NATO, gegen&uuml;ber Russlands, schon vor dem Beitritt von Finnland und Schweden. Ein milit&auml;rischer Angriff Russlands w&auml;re purer Selbstmord. Die NATO verf&uuml;gte Ende 2023 &uuml;ber 3,358 Millionen aktive Soldaten Russland nur &uuml;ber 830.900, Auch die Zahl der Kriegsflugzeuge zeigt eine gro&szlig;e &Uuml;berlegenheit der NATO, das Gleiche gilt f&uuml;r die Marine. Alleine die USA geben das zehnfache als Russland f&uuml;r ihre R&uuml;stung aus. R&uuml;stungsausgaben :Nato 1.232 Milliarden Dollar. USA 877 Milliarden Dollar. China 292 Milliarden Dollar. Russland 86,4 Milliarden Dollar. Es gibt nur eine Ausnahme, die Atomwaffen. Hier hat jede Partei Atomwaffen um die Menschheit mehrmals zu vernichten. Unsere R&uuml;stungslobbyisten treiben uns aus Gewinnstreben und der Gier nach den russischen Rohstoffen in den n&auml;chsten Krieg. Das Gerede vom &ldquo;nuklearen Schutzschirm&rdquo; soll verschleiern, dass ein Einsatz von Atomwaffen, die auch auf deutschem Boden lagern und von der deutschen Luftwaffe nach Russland geflogen werden sollen, von keinem Menschen auf der Erde &uuml;berlebt werden.<\/p><p>Rolf Walze<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<br>\nsehr geehrte Nachdenkseiten,<\/p><p>wie ist dies &ndash; diese Kriegspropaganda und\/ oder Russenhetze zu erkl&auml;ren?<br>\nF&uuml;r mich, der sein politisches Bewusstsein zur Zeit von Kanzlern wie Brandt, Schmidt und Kohl entwickelte, erst mal gar nicht. Da kann ich nur vermuten, hat der lange Arm der Atlantiker und der Einfluss derer &bdquo;Freunde&ldquo; gr&uuml;ndlich gearbeitet oder gibt es gesellschaftspsychologische, soziologische und sozio&ouml;konomische Gr&uuml;nde, deren Auflistung B&uuml;cher &ndash; Regalmeter oder von mir aus auch Terabyte Speicherplatz f&uuml;llen k&ouml;nnten?<\/p><p>Ich f&uuml;rchte und denke, die Ursachen f&uuml;r den belletristischen und russenphobischen Mainstream, der ja wie ein Unwetter &uuml;ber uns hereinbricht, sind sehr banal. Karriere und Mammon oder k&ouml;nnen Kl&uuml;gere Gr&uuml;nde f&uuml;r das kindliche Geplapper unserer Talker finden? Mir f&auml;llt Hannah Arendt und die &bdquo;Banalit&auml;t des B&ouml;sen&ldquo; ein.<\/p><p>&Auml;hnlich wie &bdquo;damals&ldquo; wird reflexhaft, ohne Kritik und ja fast schon psychotisch dem Mainstream gefolgt und die &bdquo;Anderen&ldquo; verfolgt.<\/p><p>Auf jeden Fall stehe ich kopfsch&uuml;ttelnd, wenn nicht langsam &auml;ngstlich hoffend da, und ziehe mich erst mal auf den Gedankenaustausch mit Freunden zur&uuml;ck, in der Erwartung, dass der Alptraum aufh&ouml;rt.<\/p><p>Da war ja mal jemand, der gro&szlig;z&uuml;gig ausrief: &bdquo;&hellip;&hellip;&hellip; vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun&ldquo;. Diese Gr&ouml;&szlig;e hab ich nach Entspannungspolitik, Friedensbewegung und Vereinigung nicht. Zumal ja das Kredo der Neoliberalen lautet, &bdquo;Jeder ist seines Gl&uuml;ckes Schmied&ldquo; oder &bdquo;Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht&ldquo; und dieses Kredo gerne dazu benutzt wird, sein eigenes r&uuml;cksichtsloses Verhalten zu entschuldigen und zu rechtfertigen. Ich f&uuml;rchte und denke, meine neoliberalen Zeitgenossen, die ihr des ganzheitlichen Denkens unf&auml;hig seid und unbeleckt jeder diplomatischen F&auml;higkeit, da schwirrt gerade ein furchtbarer Bumerang in eure Richtung. Vielleicht ist es auch Thors Hammer, aber diese Anmerkung macht mich sicher auch zu einem &bdquo;Anders&ldquo; Denkendem, der undemokratisch ist.<\/p><p>Wie war das noch, &bdquo;wer zu sp&auml;t kommt, den bestraft das Leben&ldquo;, meine neoliberalen Zeitgenossen. Ich empfehle dem neoliberalen Mainstream einen Crashkurs zur Aneignung empathischer Kompetenzen. Des Weiteren einen Crashkurs in Sachen Demokratie und Selbsterkenntnis, um v&ouml;lkisch undemokratisches Verhalten beim Blick im morgendlichen Spiegel auszumachen. Da f&auml;llt einem dann wieder ein Satz aus dem neuen Testament ein, &bdquo;Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?&ldquo;. Zeitn&auml;her und als Hinweis an das Erinnerungsverm&ouml;gen und eine Parallele zum Verhalten unserer &bdquo;Atlantiker&ldquo; diesseits des gro&szlig;en Teiches m&ouml;chte ich diese an die McCarthy-&Auml;ra erinnern, aber auch hier passt wohl leider das oben genannte Bibelzitat.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nErnst &ndash; Otto Wolf<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>ich kann Ihnen nur danken, denn ich sehe uns auch wieder in die Fu&szlig;stapfen von vor 100 Jahren wandeln. Auch damals haben die Medien bei uns den Weg bereitet f&uuml;r Hass und das in Einklang.<\/p><p>Wir sollten uns aber mal fragen, was bei uns Deutschen als Volk schief l&auml;uft, dass dies scheinbar wieder passieren kann. Nehmen wir nur ein aktuelles Interview von Putin als Beispiel wo er zitiert wird mit:<\/p><blockquote><p>\nEs w&auml;re l&auml;cherlich, wenn wir jetzt Verhandlungen f&uuml;hren w&uuml;rden, nur weil ihnen die Munition ausgegangen ist.\n<\/p><\/blockquote><p>So findet es sich in allen Deutschen Medien, vollst&auml;ndiges Zitat hingegen, sieht dann doch wieder etwas anders aus:<\/p><blockquote><p>\nEs w&auml;re l&auml;cherlich, wenn wir jetzt Verhandlungen f&uuml;hren w&uuml;rden, nur weil ihnen die Munition ausgegangen ist. Dennoch sind wir offen f&uuml;r eine ernsthafte Diskussion, und wir sind bestrebt, alle Konflikte, insbesondere diesen, mit friedlichen Mitteln zu l&ouml;sen.\n<\/p><\/blockquote><p>Kein deutsches Hauptmedium zitiert vollst&auml;ndig, sondern nur verk&uuml;rzt.<br>\nBei Telepolis finden Sie zu dem Zitat eine Internationale Presseschau, die aufzeigt wer verk&uuml;rzt und wer <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Will-Putin-den-Krieg-beenden-Wir-sollten-ihn-testen-9656830.html\">vollst&auml;ndig zitiert<\/a><\/p><p>Erstaunlich dabei ist, dass es z.B. in den USA nicht alle verk&uuml;rzt&nbsp;zitieren. CNBC und CNN berichten z.B.&nbsp;&uuml;ber das vollst&auml;ndige Zitat.<\/p><p>Irgendetwas l&auml;uft doch bei uns grundlegend schief, wenn alle Medien nur das verk&uuml;rzte Zitat bringen.<\/p><p>Genauso wundere ich mich, dass es kein nennenswertes Blatt gibt, das sich allgemein f&uuml;r Friedensverhandlungen einsetzt. Einige meinen, das w&auml;re Pressefreiheit, doch dann muss man sich auch die Frage stellen, war die Presse in der DDR auch frei ? Die Einheitsmeinung gabs ja dort genauso. Eine freie Presse zeichnet sich doch gerade durch Meinungsvielfalt und nicht durch eine Einheitsmeinung aus und es scheint wirklich nur die deutsche Presse zu sein (siehe internationaler Vergleich), die sich scheinbar immer in die Richtung der Einheitsmeinung orientiert.<\/p><p>Da fragt man sich dann auch wof&uuml;r bezahle ich dann &uuml;berhaupt den &Ouml;RR, der ja eigentlich dazu gedacht war, genau das zu verhindern. Was nicht bedeuten soll dass ich das Konzept des &Ouml;RR&nbsp;als solches ablehne, ich finde es sogar sehr wichtig, Nachrichten zu haben die unabh&auml;ngig von wirtschaftlichen Interessen sind.<br>\nWas die Frage umso dr&auml;ngender&nbsp;macht warum bekommen nur wir Deutschen das nicht hin und lassen uns wieder einlullen in einseitiger Propaganda.<\/p><p>mfg<br>\nRonny Dietzsch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>geht es vielleicht auch eine Nummer kleiner?<\/p><p>Sie kritisieren oft, welche Framings seitens der Medien genutzt werden und wie sich die Rhetorik bei bestimmten Themen immer weiter versch&auml;rft &ndash; und dann schreiben Sie &ldquo;Mich erinnert die derzeitige Agitation gegen die Russen an die Agitation gegen die Juden&rdquo; in den 30ern? Welches Framing machen Sie damit eigentlich auf?<\/p><p>Es ist doch wohl ein gewaltiger Unterschied zwischen einer Propaganda aus rassistischen Gr&uuml;nden und einer Propaganda, die auf unausgewogener und verzerrter Darstellung von Ereignissen beruht, die im Kern aber stattgefunden haben!<\/p><p>Mit der Hoffnung, dass Sie sich einfach nur vergaloppiert haben,<\/p><p>freundliche Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nUlrich K&uuml;nzel<\/p><p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Sehr geehrter Herr K&uuml;nzel,<\/em><\/p><p><em>es geht nicht eine Nummer kleiner, weil die Fakten das nicht m&ouml;glich machen. Schauen Sie sich doch einfach mal diese Erhebung <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/1055110\/umfrage\/zahl-der-toten-nach-staaten-im-zweiten-weltkrieg\/\">zur Zahl der Toten nach Staaten im Zweiten Weltkrieg an<\/a> &ndash; 7,7 Millionen Deutsche, 24 Millionen B&uuml;rger der Sowjetunion. Ungef&auml;hr 6 Millionen Juden wurden Opfer der Nazis, also von uns Deutschen. Das ist schrecklich viel. Aber dar&uuml;ber sollte man nicht vergessen, wie viele B&uuml;rger der Sowjetunion n&auml;mlich viermal so viele von uns umgebracht bzw. im Krieg zu Tode gekommen sind.<\/em><\/p><p><em>Sie behaupten, die Ermordung und der Tod von so vielen Russen und anderen Menschen in der Sowjetunion habe nichts mit rassistischen Gr&uuml;nden zu tun. Da irren Sie aber gewaltig. Schauen Sie sich doch einfach mal die g&auml;ngigen Plakate an, die im Deutschland der Nachkriegszeit von der Adenauer Partei und Nachahmern aus der NPD verwendet worden sind:<\/em><\/p><p><em>Dass beim Entwurf dieser Plakate Rassismus im Spiel war, sieht man doch auf den ersten Blick.<\/em><\/p><p><em>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/em><br>\n<em>Albrecht M&uuml;ller<\/em><\/p><p><em><strong>Antwort unseres Lesers U.K.:<\/strong><\/em><em> Hallo Herr M&uuml;ller,<\/em><\/p><p><em>vielen Dank f&uuml;r Ihre Antwort.<\/em><\/p><p><em>Entweder habe ich Ihren Artikel falsch verstanden oder Sie meine Mail.<\/em><\/p><p><em>Ich beziehe mich auf Ihre Bemerkung &ldquo;Mich erinnert die derzeitige Agitation gegen die Russen an die Agitation gegen die Juden&rdquo;.<\/em><\/p><p><em>Was ich zum Ausdruck bringen wollte,&nbsp; ist folgendes:<\/em><\/p><p><em>Meines Erachtens besteht&nbsp;die Russland-Berichterstattung in den meisten der Medien aus einer einseitigen oder verzerrten Darstellung (bestimmte Dinge werden nicht oder nur unvollst&auml;ndig dargestellt, andere&nbsp;&uuml;berh&ouml;ht). Dennoch beziehen sich diese Berichte meiner Wahrnehmung nach auf einen tats&auml;chlich existenten Kern.<\/em><\/p><p><em>Die Agitation gegen die Juden in den 30er Jahren beruhte nicht auf einem tats&auml;chlich existenten Kern, sondern auf einer rassenideologischen Weltanschauung. Dies ist f&uuml;r mich ein entscheidender Unterschied.<\/em><\/p><p><em>Aus diesem Grund finde ich Ihre Bemerkung, die Agitation gegen Russland erinnert an die Agitation gegen die Juden, nicht nur unpassend, sondern auch vermessen, da damit ein Framing er&ouml;ffnet wird, welches die Diskussion &uuml;ber die Russland-Berichterstattung nicht n&uuml;chtern-sachlich, sondern durch die Brille schrecklichster Ereignisse f&uuml;hrt.<\/em><\/p><p><em>Bei aller Sorge, die man bzgl der Berichterstattung &uuml;ber Russland haben kann, aber auf dem Level &ldquo;Kauft nicht beim Russen&rdquo; oder &ldquo;Russen sind hier unerw&uuml;nscht&rdquo; findet diese ja nicht statt.<\/em><\/p><p><em>Unbestritten sind die Fakten, die Sie in Ihrer Antwort genannt haben, aber darum ging es mir nicht.<\/em><\/p><p><em>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/em><br>\n<em>Ulrich K&uuml;nzel<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>die unertr&auml;gliche Propagandaschlacht, etwas anderes ist es nicht, hat gestern Abend um 21.45 Uhr im Heute-Journal mit Marietta Slomka ihren in meinen Augen traurigen H&ouml;hepunkt erreicht. Was die Dame dort &uuml;ber mehr als 15 Minuten zum Besten gegeben hat, spottet jeder journalistischen Denkweise. Es geht ausschlie&szlig;lich um D&auml;monisierung und Entmenschlichung. Dieser Beitrag brachte mein ganz pers&ouml;nliches Toleranz-Fa&szlig; zum &Uuml;berlaufen. Ich habe daher heute an Herrn Bundeskanzler Scholz einen Brief geschrieben, den Sie, so Sie denn m&ouml;chten, gerne ver&ouml;ffentlichen d&uuml;rfen:<\/p><p>Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Scholz,<\/p><p>mein Name ist Helmut Hafner (geb. 1957, Ruhestandsbeamter) und seit Jahren treibt mich die Sorge vor einem &ldquo;gro&szlig;en Krieg&rdquo; in Europa um.<\/p><p>Vor nunmehr zwei Jahren begann die russische Invasion in der Ukraine. Wie man heute wei&szlig;, gab es bereits wenige Wochen nach Beginn dieses furchtbaren Krieges weit fortgeschrittene Friedensverhandlungen, die kurz vor dem Abschluss standen. Leider kam es jedoch nicht dazu, weil es offensichtlich der Westen (Boris Johnson, Joe Biden) war, der Kiew umfangreiche Unterst&uuml;tzung zusicherte und bereit war &ldquo;bis zum letzten Ukrainer&rdquo; zu k&auml;mpfen. In der Folge kam es zu hunderttausenden Toten auf beiden Seiten, was die westlichen Politiker jedoch nicht davon abhielt, ihre Waffenlieferungen fortzuf&uuml;hren, ganz im Gegenteil. Der Ruf nach immer t&ouml;dlicheren Waffen (z.B. Leopard-Panzer) wurde lauter und nachdem Sie, sehr geehrter Herr Bundeskanzler, anfangs diese Forderungen noch ablehnten, stand am Ende dann doch eine Zustimmung. Gleichzeitig zu den Waffenlieferungen gesellt sich eine gleichgeschaltete Medienlandschaft in unserem Land, die alle B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger auf einen direkten Krieg mit Russland vorbereiten soll. Man kann sich dieser &ldquo;Kriegsbeschallung&rdquo; unm&ouml;glich entziehen, alle Leitmedien berichten unaufh&ouml;rlich &uuml;ber den &ldquo;Kriegsverbrecher im Kreml&rdquo;, um nur eines der vielen Synonyme f&uuml;r Pr&auml;sident Putin zu nennen. Auf diese Art und Weise wird &ldquo;der Feind&rdquo; entmenschlicht, sprachliche Barrieren gibt es ohnehin l&auml;ngst nicht mehr. Jeder, der nicht die Meinung der Leitmedien oder der Regierung vertritt, wird zum Freiwild und sozusagen &ldquo;zum Abschuss freigegeben&rdquo;. Leider sind auch Sie, sehr verehrter Herr Bundeskanzler, im Kreis derer zu verorten, die mit Diplomatie nichts am Hut haben. Der Satz &bdquo;Wer als Friedenstaube umherl&auml;uft, ist ein gefallener Engel, der aus der H&ouml;lle kommt&ldquo; bedarf keiner weiteren Erkl&auml;rung und er beschreibt vor allem das &ldquo;Kriegsklima&rdquo;, die &ldquo;Kriegsbesoffenheit&rdquo; wie sie Sahra Wagenknecht nannte, sehr eindringlich. Dabei sind Ihre Worte, sehr geehrter Herr Bundeskanzler, angesichts der Entwicklung des Ukraine-Nato-Russland-Krieges, l&auml;ngst widerlegt. Die gro&szlig; angek&uuml;ndigte Sommer-Offensive der ukrainischen Armee hat nur zu noch mehr Toten gef&uuml;hrt. &Uuml;berdies sei daran erinnert, dass Pr&auml;sident Putin noch wenige Monate vor Kriegsbeginn einen letzten diplomatischen Versuch unternommen hat, um ein Einlenken des Westens zu erreichen. Aber sein Wunsch, dass die Ukraine neutral bleiben und nicht der Nato beitreten m&ouml;ge, wurde schlichtweg ignoriert. Es hat tats&auml;chlich den Anschein, als sei dieser furchtbare Krieg vom Westen, wenn schon nicht gewollt, so doch zumindest nicht verhindert worden.<\/p><p>Wenn wir uns heute den Stand der Debatten ansehen, muss man feststellen, dass das Wort &ldquo;Frieden&rdquo; im diplomatischen Vokabular schlichtweg nicht vorkommt. Deutschland wird, zumindest medial, von &ldquo;mutigen Br&uuml;llaffen&rdquo; angef&uuml;hrt. Ganz offen wird z.B. gefordert, dass der Krieg nach Russland getragen werden m&uuml;sse. Das letzte Puzzleteil, das uns der Apokalypse n&auml;herbringt, ist nun das abgeh&ouml;rte Gespr&auml;ch des Spitzenpersonals der Bundeswehr. Dabei wurde der Inhalt dieses Gespr&auml;chs in den Medien noch nicht einmal thematisiert, stattdessen beklagte man sich dar&uuml;ber, dass es &ouml;ffentlich geworden ist. Das allein zeigt, wie wir uns in Deutschland immer weiter von einer diplomatischen L&ouml;sung entfernen. Ein weiterer, &auml;u&szlig;erst besorgniserregender, Punkt war die Sorge der Gespr&auml;chsteilnehmer, dass eine deutsche Beteiligung an der Zerst&ouml;rung der Kertsch-Br&uuml;cke ans Licht kommen k&ouml;nnte. Daraus folgt: deutsche Kriegsbeteiligung Ja, aber bitte so, dass es keiner merkt! Zugegeben, eine vereinfachte Formel, aber die absolute Distanzlosigkeit, mit der dieses sehr detaillierte Gespr&auml;ch gef&uuml;hrt wurde, muss einfach be&auml;ngstigen.&nbsp;<\/p><p>Und die Schraube der Eskalation dreht sich immer schneller, so hat z.B. Pr&auml;sident Macron die Entsendung von Bodentruppen in die Ukraine nicht ausgeschlossen und auch die Haltung der EU, vor allem unter freundlicher Mitwirkung von Kommissionspr&auml;sidentin von der Leyen, l&auml;sst mich erschauern. Milliarden von Euro sollen der Ukraine hier bis auf weiteres zur Verf&uuml;gung gestellt werden, damit sie in die Lage versetzt wird, auch morgen noch einen aussichtslosen Kampf zu k&auml;mpfen, einen Kampf, der nicht nur auf beiden Seiten schwerste Opfer fordert, sondern der zunehmend auch Europa immer weiter in ein unmittelbares Kriegsgeschehen hineintreibt. Diese Eskalationsspirale muss jetzt gestoppt werden!<\/p><p>Ich bitte Sie ganz eindringlich, sehr verehrter Herr Bundeskanzler, sagen Sie &ldquo;Nein zu weiteren Waffenlieferungen&rdquo;, &ldquo;Nein zu Krieg&rdquo; und &ldquo;Ja zur Diplomatie&rdquo;!<\/p><p>Ich bin zutiefst besorgt dar&uuml;ber, dass sich Deutschland zunehmend als Kriegspartei positioniert und eine mehr oder weniger direkte Beteiligung an kriegerischen Handlungen in Kauf nimmt. Das Wort &ldquo;Frieden&rdquo; findet sich nicht im Vokabular deutscher Spitzenpolitiker. Dabei ist doch ohne Frieden alles nichts. Ich erinnere Sie an die Worte von Willy Brandt, der Krieg als &ldquo;ultima irratio&rdquo; bezeichnete. Und diesbez&uuml;glich, sehr geehrter Herr Bundeskanzler, haben sich die Zeiten bis heute nicht ge&auml;ndert. Die aktuellen Umfragen zeigen sehr deutlich, dass auch die deutsche Bev&ouml;lkerung, trotz gegenteiliger Propaganda, mehrheitlich gegen weitere Waffenlieferungen ist und sich diplomatische Bem&uuml;hungen w&uuml;nscht.&nbsp;<\/p><p>Es ist endlich an der Zeit, dass sich die gesamte Regierung f&uuml;r &ldquo;Friedenst&uuml;chtigkeit&rdquo; einsetzt, Kriege k&ouml;nnen nur durch Dialoge beendet werden! Schaffen Sie bitte eine Friedenskultur, die auch meinen\/unseren Nachfolgegenerationen ein Miteinander und kein Gegeneinander erm&ouml;glicht. Helfen Sie mit Ihrer Diplomatie, dass von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgeht!<\/p><p>In der Hoffnung, dass diese friedensbewegten Zeilen nicht ganz umsonst waren, verbleibe ich mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p><p>Ihr sehr besorgter<br>\nHelmut Hafner<\/p><p>Soweit der Brief an Olaf Scholz. Abschlie&szlig;end danke ich Ihnen und dem gesamt Nds-Team f&uuml;r Ihre wertvolle Aufkl&auml;rungsarbeit. Lassen Sie nicht nach in Ihren Bem&uuml;hungen!<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nHelmut Hafner<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren<\/p><p>Nein, die von A. M&uuml;ller dargestellten Beitr&auml;ge enthalten offensichtlich keine &ldquo;Agitation gegen Russen&rdquo;, wohl aber massive Kritik an Putin und dessen diktatorischen Regime in dem man f&uuml;r sieben Jahre ins Gef&auml;ngnis kommt, wenn man Zettel mit Kritik am Krieg Russlands gegen die Ukraine im Supermarkt anbringt.<\/p><p>Leider auch dazu kein Wort auf den NDS &ndash; stattdessen Propaganda f&uuml;r Putin, zB am 15.3. mit einem Beitrag von Globalbridge: &ldquo;&hellip;l&auml;sst sich der russische Staatspr&auml;sident einmal mehr ordentlich w&auml;hlen.&rdquo;<\/p><p>Ordentlich &ndash; nachdem Oppositionelle entweder tot, im Gef&auml;ngnis oder suspendiert sind.<\/p><p>Und morgen verbreiten sie wieder russische Staatspropaganda&hellip;<\/p><p>Oh je ..<\/p><p>Gru&szlig;<br>\nJ&uuml;rgen Eichel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller<\/p><p>Sie schreiben das, was sicher viele Menschen&nbsp; empfinden, darunter auch ich:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Mich erinnert die derzeitige Agitation gegen die Russen an die Agitation gegen die Juden, die in Deutschland vor allem in den drei&szlig;iger und vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts in Szene gesetzt worden ist.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Am Wahltag gab es vor der russischen Botschaft in Berlin lange Warteschlangen von Wahlberechtigten, die teilweise von weit her dazu angereist waren, da viele Konsulate inzwischen geschlossen sind. In Sichtweite dieser Wartenden wurde zur Wahlbeeinflussung eine Skulptur aufgestellt, welche in Originalgr&ouml;&szlig;e eine mit Blut gef&uuml;llte Badewanne in den ukrainischen Nationalfarben&nbsp; zeigt, in der sich Putin gen&uuml;sslich mit diesem Blut &uuml;bergie&szlig;t und eine Blut getr&auml;nkte K&ouml;rperb&uuml;rste schwingt.<\/p><p>Da die deutschen Beh&ouml;rden dies nicht unterbanden, sind wir wieder bei den Wandzeitungen des St&uuml;rmers von Julius Streicher angelangt, welcher f&uuml;r diese Hetze in N&uuml;rnberg als Kriegsverbrecher zum Tode verurteilt und gehenkt&nbsp; wurde. Damals ging es gegen Juden, heute gegen Russen.<\/p><p>Dieser Prozess der Hetze ist weit fort geschritten in einem Land, wo in Massen&nbsp; gegen Ausl&auml;nderhass demonstriert wird. Aber die Berliner lassen das zu und spazieren unter den Kinden daran vorbei. Denn Putin ist kein Mensch. Er ist ein Ungeheuer und vogelfrei.&nbsp;<\/p><p>Doch die&nbsp; Bev&ouml;lkerung wurde damals wie heute in kleinen Schritten f&uuml;r die &ldquo;Endl&ouml;sung&rdquo; vorbereitet, ganz allm&auml;hlich. So etwas geht nicht von heute auf morgen.&nbsp;<\/p><p>Die allm&auml;hliche Kriegsvorbereitung des Westens gegen Russland&nbsp; wurde f&uuml;r mich sofort nach dem Putsch in der Ukraine 2014 als Tendenz erkennbar.<\/p><p>Das war auch einer der Gr&uuml;nde, warum meine russische Frau und&nbsp; ich aus meiner Heimatstadt Berlin 2015 in eine eher abgelegene Gegend nach Sibirien &uuml;bersiedelten, wo es hoffentlich, wie auch im II. Weltkrieg, k&uuml;nftig ruhiger sein wird als&nbsp;&nbsp;m&ouml;glicher Weise in Berlin. Unser Nachbar in Mahldorf sagte damals: &ldquo;Bleibt doch hier. Das gibt sich wieder&rdquo;. Ich jedoch war der &Uuml;berzeugung,&nbsp;dass es sich nicht geben wird &ndash; und behielt Recht.&nbsp;<\/p><p>Russland sollte zun&auml;chst mit Schauergeschichten zum Paria unter den Nationen abgestempelt werden , mit zweifelhaften , unbewiesenen&nbsp; Kampagnen: MH17, Skripal, Nawalny, Sprengung vom Munitionsdepot&nbsp;in Tschechien, um den Eindruck zu erwecken: &ldquo;Na wenn das nicht aufh&ouml;rt, dann muss mit diesem &ldquo;Terror- und Giftmischerstaat&rdquo;&nbsp;endlich aufger&auml;umt werden.&rdquo; Genau f&uuml;r diese Methode der Medien bedankte sich&nbsp; Hitler in seiner Geheimrede von 1938 bei der deutschen Presse. Es w&auml;re interessant, sie in Ihrer Serie von alten Dokumenten abzudrucken, obwohl sie nur aus der Erinnerung eines Teilnehmers niedergeschrieben wurde. Sie ist im Internet abrufbar und war auch einst Lehrstoff an Schulen der BRD. Hitler bedankte sich bei der Presse daf&uuml;r, das Volk f&uuml;r den Krieg und damit indirekt auch f&uuml;r die &ldquo;Endl&ouml;sung der Judenfrage&rdquo; reif gemacht zu haben.&nbsp;<\/p><p>Es gen&uuml;gt, sich an die niedertr&auml;chtigen Schritte zu erinnern, welche die deutsche Regierung ab 1933 noch au&szlig;er der t&auml;glichen Hetze in den Medien gegen Juden ergriff, um sofort auf aktuelle Parallelen der Ma&szlig;nahmen gegen Russen zu sto&szlig;en:<\/p><p>Es begann 1933 mit &ldquo;Kauft nicht bei Juden&rdquo; (jetzt: Kauft kein Gas bei Russen). Dann kam sehr fr&uuml;h die Entfernung j&uuml;discher K&uuml;nstler (z.B. Dirigenten) aus dem Kulturleben ( damals Walter, Klemperer &ndash; heute&nbsp; Russen, die nicht kooperieren wie Gergiew),&nbsp;Universit&auml;ten wurden von unliebsamem&nbsp;Personal&nbsp;&ldquo;gereinigt&rdquo; wie auch jetzt, j&uuml;dische Sportler &ndash; jetzt russische-&nbsp; von Wettk&auml;mpfen ausgeschlossen. J&uuml;disches Verm&ouml;gen wurde konfisziert. Nun gibt man das Werk in Schwedt in &ldquo;Treuhand&rdquo; und beschlagnahmt&nbsp; russisches Verm&ouml;gen. Juden erhielten Verbot, bestimmte Verkehrsmittel zu benutzen.Jetzt sind&nbsp; alle Fug- und Bahnreisen nach Russland&nbsp; gekappt, Autos mit russischen Nummern werden beschlagnahmt, an der finnischen Grenze sogar Fahrr&auml;der. MIt welchem Recht, damals wie heute?&nbsp; Nat&uuml;rlich darf man die Hetze und Ma&szlig;nahmen gegen Russen&nbsp; nicht 1:1 mit der Judenverfolgung, den KZ, den Gaskammern auf eine Stufe stellen. Aber bestimmte Muster, die sich dennoch auch jetzt wiederholen, z.B. die in Etappen(!) fortschreitende Diskriminierung&nbsp; sind durchaus erkennbar. Mehr als zehn&nbsp;Sanktionspakete gegen Juden wurden eben auch im III. Reich&nbsp; nacheinander verabschiedet. Die Phantasie, wie man sie noch sch&auml;digen&nbsp;k&ouml;nne, war unersch&ouml;pflich und erbrachte immer neue Vorschl&auml;ge f&uuml;r das n&auml;chste Sanktionspaket, nunmehr gegen Russland. Inzwischen sind Weihnachtsp&auml;ckchen an unsere deutsche Enkelin verboten. Damals war es der Zoobesuch f&uuml;r Juden oder die Benutzung einer Parkbank.&nbsp;&nbsp;<\/p><p>Nun hat allerdings&nbsp;der gro&szlig;e Krieg, dem das alles zur Vorbereitung dient, bisher&nbsp; ja noch gar&nbsp; &nbsp;nicht begonnen. Die Ukraine ist ein Vorgepl&auml;nkel, so wie es&nbsp; damals der&nbsp;spanische B&uuml;rgerkrieg mit internationaler Beteiligung war. Auch er folgte auf einen illegalen Putsch, wie sp&auml;ter der Ukrainekrieg. Auch in Spanien wurden deutsche Waffen erprobt werden, f&uuml;r den richtig gro&szlig;en geplanten Krieg, nunmehr von vielen Kr&auml;ften herbei geschrien der Taurus. Wenn ich einen Vergleich ziehen darf, dann befinden wir uns jetzt etwa, auch beim Stand der Aufr&uuml;stung&nbsp; und der Hetze im Jahr der Olympischen Spiele&nbsp; 1936. Deutschland ( die EU) ist noch nicht ganz so weit. &Auml;hnlich wie einige Alibi &ndash; Juden 1936 in Berlin d&uuml;rfen nun auch einige ausgew&auml;hlte Alibi &ndash; Russen in Paris noch an den Wettk&auml;mpfen der Olympiade&nbsp; teilnehmen. Hitler zeigt auf der Trib&uuml;ne damals, dass er &ldquo;ja gar nicht so ist wie beschrieben&rdquo;, dass ja Juden sogar dort zugelassen waren ( in der deutschen Mannschaft wohl nur eine Person). Damals kam der gro&szlig;e Krieg gegen Russland f&uuml;nf Jahre sp&auml;ter&nbsp;(1941) . Dieser Zeitplan k&ouml;nnte auch jetzt wieder hin kommen und wird ja auch von Milit&auml;rexperten f&uuml;r die Kriegst&uuml;chtigkeit&nbsp;so benannt.&nbsp;<\/p><p>Bleiben Sie weiter mutig und vor allem am Leben!&nbsp; Das w&uuml;nscht uns allen Ihr dankbarer Leser&nbsp;<\/p><p>Fred Buttkewitz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=112563\">Hier<\/a> thematisiert Albrecht M&uuml;ller das &bdquo;Feuerwerk der einvernehmlichen Meinungsmache, man k&ouml;nnte auch sagen, der gleichgeschalteten, zumindest der sich selbst gleichschaltenden Meinungsbeeinflussung&ldquo;. Genannt werden zahlreiche deutsche Hauptmedien, in denen beispielhaft Agitation gegen Russland enthalten ist. 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