{"id":112793,"date":"2024-03-22T09:00:42","date_gmt":"2024-03-22T08:00:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=112793"},"modified":"2024-03-25T07:32:18","modified_gmt":"2024-03-25T06:32:18","slug":"stillstandsmanagement-die-deutsche-bahn-rauscht-mit-karacho-vor-die-wand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=112793","title":{"rendered":"Stillstandsmanagement. Die Deutsche Bahn rauscht mit Karacho vor die Wand."},"content":{"rendered":"<p>Die DB AG hat 2023 &uuml;ber zwei Milliarden Euro an Verlusten eingefahren, zehnmal mehr als im Jahr davor. Eine Pleite mit Ansage ist das f&uuml;r die Initiative &bdquo;B&uuml;rgerbahn&ldquo;, die in ihrem allj&auml;hrlich ver&ouml;ffentlichten &bdquo;Alternativen Gesch&auml;ftsbericht&ldquo; den Finger in eine Vielzahl an Wunden legt: Geschwindigkeits- und Gr&ouml;&szlig;enwahn, planlose und gierige F&uuml;hrungskr&auml;fte, teure Auslandsabenteuer, eine Netzgesellschaft als &bdquo;Fehlkonstruktion&ldquo; und Verschleuderung &ouml;ffentlichen Eigentums. Selbst an der geplanten Generalsanierung des Netzes lassen die Kritiker kein gutes Haar. Als Baustelle unter &bdquo;ruhendem Rad&ldquo; gerate das Vorhaben zum &bdquo;Abgew&ouml;hnungsprogramm&ldquo;. Von <strong>Ralf Wurzbacher<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_4828\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-112793-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240322_Stillstandsmanagement_Die_Deutsche_Bahn_rauscht_mit_Karacho_vor_die_Wand_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240322_Stillstandsmanagement_Die_Deutsche_Bahn_rauscht_mit_Karacho_vor_die_Wand_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240322_Stillstandsmanagement_Die_Deutsche_Bahn_rauscht_mit_Karacho_vor_die_Wand_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240322_Stillstandsmanagement_Die_Deutsche_Bahn_rauscht_mit_Karacho_vor_die_Wand_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=112793-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240322_Stillstandsmanagement_Die_Deutsche_Bahn_rauscht_mit_Karacho_vor_die_Wand_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"240322_Stillstandsmanagement_Die_Deutsche_Bahn_rauscht_mit_Karacho_vor_die_Wand_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Die Deutsche Bahn (DB) jagt von einem &bdquo;Rekord&ldquo; zum n&auml;chsten. Schienennetz: so marode wie sonst nirgendwo in der industrialisierten Welt. P&uuml;nktlichkeit: Im Fernverkehr kamen im Vorjahr 36 Prozent der Z&uuml;ge zu sp&auml;t. &bdquo;Deutschlandtakt&ldquo;: Umsetzung bis 2070, vielleicht erst 2090. Fehlen noch die Bilanzen, &uuml;ber die der Vorstand die &Ouml;ffentlichkeit am Donnerstag unterrichtete. Ergebnis f&uuml;r 2023: <a href=\"https:\/\/www.deutschebahn.com\/de\/presse\/pressestart_zentrales_uebersicht\/Deutsche-Bahn-investiert-2023-Rekordsumme-von-7-6-Milliarden-Euro-in-die-Starke-Schiene-in-Deutschland-12760202\">2,4 Milliarden Euro Verluste<\/a>, zehnmal mehr als 2022, dazu 34 Milliarden Euro Schulden. Chapeau!<\/p><p>Aber schlimmer geht immer beim quasi-privatisierten Staatskonzern. Ab diesem Jahr will die DB ganz gro&szlig; in die Ert&uuml;chtigung der in Jahrzehnten verschlissenen Infrastruktur einsteigen. Bis 2030 sollen daf&uuml;r 40 Hochleistungskorridore generalsaniert und zu diesem Zweck voll gesperrt werden, f&uuml;r jeweils mehrere Monate, vielleicht auch l&auml;nger. Los geht es im Juli mit der <a href=\"https:\/\/www.riedbahn.de\/home.html\">Riedbahn<\/a> zwischen Frankfurt (Main) und Mannheim, Fertigstellung bis fr&uuml;hestens Weihnachten, vielleicht auch sp&auml;ter. In der PR-Abteilung laufen dieses und die folgenden Projekte unter Erneuerung und <a href=\"https:\/\/www.riedbahn.de\/home.html\">&bdquo;f&uuml;r Jahre keine Baustellen mehr&ldquo;<\/a>. Dem Bahnkenner Benedikt Weibel f&auml;llt dazu anderes ein: &bdquo;selbstm&ouml;rderisch&ldquo;, ein &bdquo;Abgew&ouml;hnungsprogramm f&uuml;r Bahnkunden&ldquo;.<\/p><p><strong>Generalblockade<\/strong><\/p><p>Weibel wei&szlig;, wovon er spricht. Er war jahrelang Vorsitzender der Gesch&auml;ftsleitung der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), der weltweiten Vorzeigebahn schlechthin. Bei den Eidgenossen &ndash; und nicht nur da &ndash; erfolgen Instandsetzungen &bdquo;unter laufendem Rad&ldquo;, also ohne Verkehrseinschr&auml;nkungen. &bdquo;Wir sanieren unseren Hauensteintunnel jetzt zum zweiten Mal auf zwei Spuren, durch den der ganze Transitverkehr, G&uuml;ter- und Personenverkehr, geht. Der wird im Betrieb saniert und das geht!&ldquo; Was wolle man denn &bdquo;mit den ganzen Fahrg&auml;sten machen&ldquo; in der Zeit der Vollblockade, fragt sich Weibel: &bdquo;Die werden massenhaft zur Stra&szlig;e abwandern, weil sie den notd&uuml;rftigen Schienenersatzverkehr und die langen Umleitungen nicht akzeptieren.&ldquo; Und dann meint er noch zur deutschen Strategie, &bdquo;rein empirisch hat es noch nie eine Bahn vergleichbar so gemacht&ldquo;.<\/p><p>Gesagt hat er dies in einem Interview mit <a href=\"https:\/\/buergerbahn-denkfabrik.org\/\">&bdquo;B&uuml;rgerbahn&ldquo;<\/a>, der von kritischen Eisenbahnfachleuten getragenen &bdquo;Denkfabrik f&uuml;r eine starke Schiene&ldquo;. Zum 16. Mal legte die Initiative am Mittwoch, am Vortag, und als Gegenst&uuml;ck der offiziellen DB-Bilanzpressekonferenz den <a href=\"https:\/\/buergerbahn-denkfabrik.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/2024.03.17_Altgesch_Bericht_2024.pdf\">&bdquo;Alternativen Gesch&auml;ftsbericht Deutsche Bahn&ldquo;<\/a> vor. Titel: &bdquo;DB AG &ndash; Weiterhin ein Generalsanierungsfall.&ldquo; Das Gespr&auml;ch mit Weibel ist blo&szlig; ein Beitrag von fast 50 in dem 160-seitigen Report, aber fraglos ein Highlight der Textsammlung.<\/p><p><strong>Absolut unglaublich!<\/strong><\/p><p>Angesichts der deutschen Verh&auml;ltnisse entf&auml;hrt dem Gefragten gleich f&uuml;nfmal das W&ouml;rtchen &bdquo;unglaublich&ldquo;. Der Hochgeschwindigkeitswahn, der in einem so dicht besiedelten Land wie der BRD &bdquo;&uuml;berhaupt keinen Sinn&ldquo; mache &ndash; &bdquo;unglaublich teuer&ldquo;, dazu &bdquo;unglaublich&ldquo; energieintensiv. Oder dass nur 60 Prozent des Netzes elektrifiziert sind &ndash; &bdquo;Das ist eigentlich absolut unglaublich&ldquo; und Beweis f&uuml;r &bdquo;ein kollektives Versagen s&auml;mtlicher Organe des Staates, des Rechnungshofes, aller, die dieses Netz derart vernachl&auml;ssigt haben, auch die Modernisierung&ldquo;.<\/p><p>Unfassbarkeiten liefert die Bahn noch allerhand mehr &ndash; zum Beispiel mit ihrem Gesch&auml;ftszweig &bdquo;Stillstandsmanagement&ldquo;, den der &bdquo;B&uuml;rgerbahn&ldquo;-Aktive Michael Jung in einem Beitrag beleuchtet. Demnach bezieht die DB von Siemens mehr neue ICE-4-Einheiten, als gebraucht werden, gerade wegen des grotesken Generalsanierungsverfahrens, das den Betrieb &uuml;ber Jahre ausbremsen wird. Deshalb rangiert man eifrig alte Lokomotiven und Zuggarnituren aus, die eigentlich noch fahrt&uuml;chtig sind. Bevorzugt wurden diese bisher ins Ausland verkauft, nur damit sie nicht der einheimischen Konkurrenz in die H&auml;nde fallen. Allerdings gelangte das Rollmaterial nicht selten &uuml;ber Umwege doch wieder auf den deutschen Markt. Deswegen tut der Konzern inzwischen so, als habe er gar nichts im Angebot. Bei Anfragen l&auml;sst er Interessenten einfach abblitzen, obwohl die Betriebsh&ouml;fe voll sind mit Loks, Waggons und Triebw&auml;gen.<\/p><p><strong>Verrottet und verschrottet<\/strong><\/p><p>Statt also die Fahrzeuge entweder aufzur&uuml;sten oder gewinnbringend zu ver&auml;u&szlig;ern, l&auml;sst man sie lieber vergammeln und verschrotten, was f&uuml;r Jung mit Nachhaltigkeit und schonendem Umgang mit Ressourcen &bdquo;nichts zu tun&ldquo; habe und ein Fall von &bdquo;Verschleuderung &ouml;ffentlichen Eigentums&ldquo; sei. Aber so skandal&ouml;s die Vorg&auml;nge sind, so wenig bekommt die &Ouml;ffentlichkeit davon mit. Der ganze Bereich Verwaltung, Verkauf, Verwertung und Entsorgung von gebrauchtem Eisenbahnmaterial ist auf unz&auml;hlige Bahn-T&ouml;chter aufgesplittet, Jung nennt beispielhaft nur 14. Und &uuml;ber deren Aktivit&auml;ten schweige sich der &bdquo;knapp 300-seitige Integrierte Bericht des DB-Konzerns 2022 famos aus&ldquo;.<\/p><p>Die Alternative von &bdquo;B&uuml;rgerbahn&ldquo; ist wie immer eine krachende Abrechnung mit einer Unternehmenspolitik, die in drei Jahrzehnten aus einer einst bestens funktionierenden Bahn einen chronischen Betriebsunfall gemacht hat. Behandelt wird eine lange Reihe an Baustellen: irrwitzige Prestigeprojekte, verschlissene Infrastruktur, gierige Vorst&auml;nde, teure Auslandsaktivit&auml;ten, Hochgeschwindigkeitsverkehr, der hausgemachte Personalmangel oder die Fehlkonstruktion der neuen Netzsparte InfraGO. &Uuml;ber deren Fehlstart und Unzul&auml;nglichkeiten hatten die NachDenkSeiten zuletzt unter dem Titel <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110718\">&bdquo;Endstation Haushaltsloch&ldquo;<\/a> berichtet, insbesondere &uuml;ber den Widerspruch, in Gestalt einer Aktiengesellschaft &bdquo;Gemeinwohlorientierung&ldquo; zu realisieren.<\/p><p><strong>F&uuml;hrungsetage sanieren<\/strong><\/p><p>Die InfraGO als AG aufzusetzen, sei &bdquo;sachlich nicht erkl&auml;rbar, geschweige denn nachvollziehbar&ldquo;, findet auch &bdquo;B&uuml;rgerbahn&ldquo;. Die Gesellschaft sei &bdquo;falsch aufgegleist&ldquo; und vertusche nur die tiefergreifenden Strukturprobleme, die allein durch eine umfassende Organisationsreform des Konzerns zu beheben w&auml;ren. Dazu z&auml;hle eine Lichtung des Dickichts aus &uuml;ber 500 Firment&ouml;chtern, die &bdquo;Verabschiedung vom Auslandsgesch&auml;ft&ldquo;, eine &bdquo;Refokussierung auf das Bahngesch&auml;ft in Deutschland&ldquo; &ndash; und das alles verbunden mit einer Sanierung der Finanzen des hochgradig verschuldeten Unternehmens.<\/p><p>Einer &bdquo;Sanierung&ldquo; bed&uuml;rfe es insbesondere im Bereich des Managements, fordert die &bdquo;Denkfabrik&ldquo;. Den meisten Vorst&auml;nden fehlten die n&ouml;tigen eisenbahntechnischen und verkehrskonzeptionellen Qualifikationen. Kritisiert wird einmal mehr die einseitige Verteilung der viel zu knappen Investitionen auf wenige &uuml;berteuerte Gro&szlig;- und unsinnige Immobilienprojekte, w&auml;hrend der l&auml;ndliche Raum einer &bdquo;dramatischen Vernachl&auml;ssigung&ldquo; anheimfalle und Hunderte wichtiger Reaktivierungen nicht vorank&auml;men. Dabei ben&ouml;tige auch das Land kleine, an den Bedarf angepasste S-Bahn-Systeme, um die vielen Klein- und Mittelst&auml;dte mit dem Umland zu verbinden. &bdquo;Verkehrswende ohne l&auml;ndlichen Raum geht nicht&ldquo;, bekr&auml;ftigt &bdquo;B&uuml;rgerbahn&ldquo; und verlangt daf&uuml;r insbesondere die Reaktivierung der vor 22 Jahren ausgemusterten Zuggattung Interregio.<\/p><p><strong>Milliarden f&uuml;r Kapazit&auml;tsengpass<\/strong><\/p><p>W&auml;hrend f&uuml;rs Kleine kein Geld da ist, verballert die Bahn massenhaft Kohle f&uuml;r ihren Gr&ouml;&szlig;enwahn beziehungsweise versenkt sie in der Erde. Daf&uuml;r steht vorneweg &bdquo;Stuttgart 21&ldquo;. Bei derlei &bdquo;Tunnelorgien&ldquo; explodierten Kosten und Bauzeiten <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108084\">(Stand jetzt 11,5 Milliarden Euro, Fertigung fr&uuml;hestens Ende 2025)<\/a> und werde unn&ouml;tig viel CO2 freigesetzt, beanstanden die DB-Kritiker. Ihr Befund: &bdquo;S21 macht aus einem gut funktionierenden Bahnknoten einen schlimmen Kapazit&auml;tsengpass&ldquo;, wobei auch die geplante Digitalisierung fehlende Gleise und Weichen nicht ersetzen k&ouml;nne.<\/p><p>Die Initiative wirbt f&uuml;r das Prinzip &bdquo;Takt vor Tempo&ldquo; und verlangt, dass der vorwiegend f&uuml;r den Nahverkehr initiierte &bdquo;Deutschlandtakt&ldquo; nicht auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben wird. Vor einem Jahr hatte der Beauftragte der Bundesregierung f&uuml;r den Schienenverkehr, Michael Theurer (FDP), die Taktrealisierung auf das Jahr 2070 datiert. &bdquo;Manche reden sogar angesichts von Mittelk&uuml;rzungen f&uuml;r die Bahn schon von 2090&ldquo;, hei&szlig;t es im Alternativbericht. Faktisch w&uuml;rden damit die Klimaziele der Ampelregierung im Bereich Schiene bis 2030 ebenso aufgegeben wie die in der DB-Konzernstrategie &bdquo;Starke Schiene&ldquo; genannten Mengenziele.<\/p><p><strong>Vollst&auml;ndige Gemeinn&uuml;tzigkeit<\/strong><\/p><p>Ferner pl&auml;diert &bdquo;B&uuml;rgerbahn&ldquo; f&uuml;r eine Personaloffensive. Erforderlich seien familienfreundliche Tarifregelungen, die die Bahn auch f&uuml;r jungen Nachwuchs, f&uuml;r Frauen und f&uuml;r Teilzeitkr&auml;fte attraktiv machten. &bdquo;Wenn sich die Bahn diesbez&uuml;glich nicht bewegt, droht ihr eine weitere Zunahme der ohnehin katastrophalen Versp&auml;tungsprobleme und Zugausf&auml;lle.&ldquo;<\/p><p>Bewegung t&auml;te dem Konzern auf so ziemlich allen Feldern gut, am besten in Form einer Radikalkur. Ebenfalls am Mittwoch meldete sich das B&uuml;ndnis &bdquo;Bahn f&uuml;r Alle&ldquo; zu Wort: &bdquo;Die DB AG l&auml;sst ihre Kunden und Besch&auml;ftigten so sehr im Stich, dass nur noch eine <a href=\"https:\/\/bahn-fuer-alle.de\/unzuverlaessig-verschlissen-teuer\/\">vollst&auml;ndige Gemeinn&uuml;tzigkeit<\/a> Abhilfe schaffen kann.&ldquo; F&uuml;r diese L&ouml;sung und gegen ein Fortdauern der Gewinnorientierung h&auml;tten sich bei einer Umfrage &uuml;ber 70 Prozent der Teilnehmer ausgesprochen, erkl&auml;rte Verbandssprecher Carl Wa&szlig;muth.<\/p><p>Ob die Regierenden das mitmachen? Wahrscheinlicher ist ein anderes Szenario. Weil der Dreh mit der InfraGO wie zum Scheitern gemacht wirkt, werden Forderungen nach einer Abspaltung des Netzes aus dem formal noch integrierten DB-Konzern bald wieder lauter werden, seitens der Union und wohl auch aus Reihen von FDP und Gr&uuml;nen. &bdquo;Absolut dagegen&ldquo; ist Ex-SBB-Chef Weibel. &bdquo;Wenn man das auseinandertrennt und jeder Bereich optimiert sich selbst, dann geht das zu Lasten des Gesamtsystems.&ldquo; Und wenn es am Ende doch so kommt? Weibel f&auml;nde das bestimmt &bdquo;unglaublich&ldquo;.<\/p><p><small>Titelbild: Martin Lehmann\/shutterstock.com<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/eef7f711438e49a7af2f9de34c10a3f8\" alt=\"\" title=\"\" height=\"1\" width=\"1\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die DB AG hat 2023 &uuml;ber zwei Milliarden Euro an Verlusten eingefahren, zehnmal mehr als im Jahr davor. 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