{"id":11293,"date":"2011-11-15T08:37:55","date_gmt":"2011-11-15T07:37:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11293"},"modified":"2011-11-15T08:37:55","modified_gmt":"2011-11-15T07:37:55","slug":"hinweise-des-tages-1509","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11293","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Herr Flassbeck hat schlechte Neuigkeiten; Gef&auml;hrliche Markt-Logik; Deutsche-Bank-Chef Ackermann tritt ab; &Ouml;sterreich erw&auml;gt Privatisierungen im Kampf um AAA-Note; Mindestlohn; Brauner Terror; Zahl der Wohnungslosen in Deutschland steigt; Generation Boomerang in den USA; Ex-AWD-Manager: &ldquo;Das ganze ist ein System.&rdquo;; Gro&szlig;e Koalitionen f&uuml;r Gro&szlig;projekte &ndash; und die Gr&uuml;nen im Abseits?; Der Beitrag des &ouml;konomischen Mainstream zum Kasino-, Krisen- und Katastrophen- Kapitalismus; Der Traum von der Weltinnenpolitik; Das Wettr&uuml;sten im Internet; Banken-Werbung in DuMont-Medien; Wahlen in Spanien; Besser promovieren; Zum Tod von Franz Josef&nbsp;Degenhardt; Zu guter Letzt: Georg Schramm auf der Occupy-Veranstaltung. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11293#h01\">Herr Flassbeck hat schlechte Neuigkeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11293#h02\">Gef&auml;hrliche Markt-Logik &ndash; Wie sich der B&ouml;rsenkapitalismus zu Tode siegt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11293#h03\">Deutsche-Bank-Chef Ackermann tritt ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11293#h04\">&Ouml;sterreich erw&auml;gt Privatisierungen im Kampf um AAA-Note<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11293#h05\">Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11293#h06\">Brauner Terror<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11293#h07\">Zahl der Wohnungslosen in Deutschland steigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11293#h08\">Generation Boomerang in den USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11293#h09\">Ex-AWD-Manager: &ldquo;Das ganze ist ein System.&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11293#h10\">Gro&szlig;e Koalitionen f&uuml;r Gro&szlig;projekte &ndash; und die Gr&uuml;nen im Abseits?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11293#h11\">Der Beitrag des &ouml;konomischen Mainstream zum Kasino-, Krisen- und Katastrophen- Kapitalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11293#h12\">Der Traum von der Weltinnenpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11293#h13\">Das Wettr&uuml;sten im Internet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11293#h14\">Banken-Werbung in DuMont-Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11293#h15\">Wahlen in Spanien: Aussichtslose Sozialisten und siegessichere Konservative<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11293#h16\">Besser promovieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11293#h17\">Zum Tod von Franz Josef&nbsp;Degenhardt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11293#h18\">Zu guter Letzt: Georg Schramm auf der Occupy-Veranstaltung am 12.11.2011<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=11293&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Herr Flassbeck hat schlechte Neuigkeiten<\/strong><br>\nF&uuml;r den n&ouml;tigen Ausgleich braucht es ganz einfach Regeln. Wie in der WTO. Da gibt es zum Beispiel die sch&ouml;ne Regel, dass ein Land ein &uuml;berm&auml;ssiges Leistungsbilanzdefizit nicht hinnehmen muss. Diese Regel h&auml;tte man in der Europ&auml;ischen Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion (EWU) anwenden sollen! Und schon w&auml;re der Kern der Krise beseitigt gewesen! So aber hat Deutschland gewaltige &Uuml;bersch&uuml;sse und andere gewaltige Defizite, das kann nicht funktionieren. Ohne Ausgleich geht es nur im Wettbewerb unter den Firmen. Da kann der St&auml;rkere den Schw&auml;cheren schlucken, was in vielen F&auml;llen gut ist, weil der St&auml;rkere in der Regel die besseren &shy;Ideen hat. Wenn aber Deutschland Frankreich vom Markt verdr&auml;ngt, dann sind alle 60&nbsp;Millionen Franzosen noch immer da. Und womit sollen sie sich nun die deutschen G&uuml;ter kaufen, ohne Einkommen? Die Antwort ist einfach: Die Franzosen k&ouml;nnen nur noch mit dem Geld einkaufen, das &shy;ihnen Deutschland gibt. Das nennt sich Transferunion, so wie wir es in Deutschland mit den Ostdeutschen machen. Auf Europa k&ouml;nnen wir dieses Modell aber unm&ouml;glich &uuml;bertragen. Das w&auml;re politischer Sprengstoff par excellence.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tageswoche.ch\/@agfme\">TagesWoche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gef&auml;hrliche Markt-Logik &ndash; Wie sich der B&ouml;rsenkapitalismus zu Tode siegt<\/strong><br>\nAbsurd, diese Woche: Zu erleben war zum einen die immer gr&ouml;&szlig;ere Macht der Finanzm&auml;rkte, die inzwischen sogar Regierungen st&uuml;rzen oder deren Kurs dominieren &ndash; und zum anderen die aberwitzige, folgenschwere Fehler-Anf&auml;lligkeit derselben Finanzm&auml;rkte samt ihrer teils offenbar kaum mehr zu steuernden Apparaturen.<br>\nStandard &amp; Poor&rsquo;s (versendet) &bdquo;aus Versehen&ldquo; eine Herabstufung Frankreichs. Samt all den Folgen: Blitzschnelle Reaktionen an den oft computergesteuerten M&auml;rkten &ndash; bis zur Aufdeckung der Panne, f&uuml;r die, mal wieder, niemand pers&ouml;nlich verantwortlich gewesen sein will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/nuernberger-nachrichten\/politik\/kommentar-gefahrliche-markt-logik-1.1649832\/kommentare-7.1198225\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutsche-Bank-Chef Ackermann tritt ab &ndash; Ein Abgang &ndash; und viele Fragen<\/strong><br>\nDie genauen Gr&uuml;nde f&uuml;r die Rochade bleiben im Dunkeln. Unbestritten: Ackermann steht als Sprachrohr einer unter Dauerbeschuss stehenden Branche im Fokus wie kaum ein zweiter Banker. Doch das war auch im Juli schon so, als sich der Aufsichtsrat der Deutschen Bank nach wochenlangen Wirren auf ein Personalpaket inklusive Ackermann einigte.<br>\nGut m&ouml;glich, dass die teils heftige Kritik am direkten Wechsel vom Vorstandsposten auf den Stuhl des Oberkontrolleurs Ackermann letztlich m&uuml;rbe machte. Schlie&szlig;lich war er lange selbst der &Uuml;berzeugung, dass ein solcher Schritt nicht sinnvoll w&auml;re.<br>\nAuch das Verh&auml;ltnis zu seinen designierten Nachfolgern, Anshu Jain und J&uuml;rgen Fitschen, gilt nicht als das beste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/deutsche-bank-chef-ackermann-tritt-ab-ein-abgang-und-viele-fragen-1751155.html\">stern.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Vielleicht hat er einfach nur ein attraktiveres Angebot, als das eines Aufsichtsratsvorsitzenden &ndash; dazu wom&ouml;glich mit weniger &Auml;rger. Oder vielleicht fl&uuml;chtet er vor der Katastrophe, die er mit zu verantworten hat, schlie&szlig;lich warnte er selbst gestern noch vor einem <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/politik\/international\/finanzbranche_steht_ein_unruhiges_jahrzehnt_bevor_1.13315126.html\">unruhigen Jahrzehnt f&uuml;r die Finanzbranche<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&Ouml;sterreich erw&auml;gt Privatisierungen im Kampf um AAA-Note<\/strong><br>\n(Au&szlig;enminister Michael) Spindelegger wird nach eigenen Worten vorschlagen, dass &Ouml;sterreich die 60-Prozent-Schuldenquote bis 2020 schrittweise erreichen soll. Er setze dabei auf Sparma&szlig;nahmen bei Fr&uuml;hpensionen, den &Ouml;sterreichischen Bundesbahnen, im Gesundheitssystem und bei Subventionen. Spindelegger sagte, der Staat k&ouml;nne bei OMV oder Telekom Austria seinen Anteil auf gut 25 Prozent verringern. Bislang besitzt &Ouml;sterreich &uuml;ber seine Holding &Ouml;IAG 28,42 Prozent an der Telekom Austria und 31,5 Prozent an OMV.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/economicsNews\/idDEBEE7AD01L20111114\">reuters.com<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &Uuml;berall das gleiche Lied, sparen bei den Pensionen, beim Gesundheitssystem und nat&uuml;rlich Privatisierung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Mindestlohn<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Kleinster Gehalts-Nenner in Belgien<\/strong><br>\nIn Belgien liegt der gesetzliche Mindestlohn bei einem Vollzeitjob bei 8,50 Euro pro Stunde. Gesetzliche Mindestl&ouml;hne gibt es in Belgien schon lange, viele EU-Staaten haben nachgezogen, Deutschland noch nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2011\/11\/14\/drw_201111141102_volkswirtschaftlicher_nutzen_von_5547ce89.mp3\">Deutschlandradio<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong>&nbsp; Die Audiodatei enth&auml;lt nicht nur den Bericht von Elena Gorgis zur belgischen Situation, sondern auch Ausf&uuml;hrungen der Statistikexpertin des Deutschlandradios &uuml;ber widerspr&uuml;chliche Studien zum Mindestlohn. Leider l&ouml;st sie die Widerspr&uuml;che nicht auf, sondern verweist nur auf die unterschiedlichen Annahmen der Modellrechnungen, ohne auf diese n&auml;her einzugehen. Auf die Prognosstudie haben <a href=\"\/?p=9271#h03\">die NDS bereits hingewiesen<\/a>.<\/em><br>\n<em>Ob die Autoren des DIW ihre Aussagen aus den Jahre 2008 zu den Nachteilen eines Mindestlohns heute noch so unbedingt aufrecht erhalten, darf bezweifelt werden, nachdem das DIW erst letztlich die Reallohnverluste f&uuml;r die&nbsp; letzten 10 Jahre konstatieren musste. Markus Grabka vom DIW hat ausgerechnet, dass man, um eine Rente beziehen, die h&ouml;her liegt als die heutige Sozialhilfe, 45 Jahre lang in Vollzeit mehr als 9,30 Euro brutto die Stunde verdienen m&uuml;sse.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Mindestlohn: Pf&auml;ndungsfreigrenze, Grundsicherung und Lohnminima in Nachbarl&auml;ndern geben Orientierungswerte<\/strong><br>\nNoch gibt es in Deutschland keinen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn &ndash; anders als in 20 von 27 Mitgliedsl&auml;ndern der EU. Welches Einkommen mindestens n&ouml;tig ist, um menschenw&uuml;rdig leben zu k&ouml;nnen, daf&uuml;r existieren aber durchaus Regelungen. Als Orientierung f&uuml;r einen gesetzlichen Mindestlohn bieten sich nach Untersuchungen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung mehrere Gr&ouml;&szlig;en an: sozialstaatliche Standards wie die Pf&auml;ndungsfreigrenze oder das Existenzminimum, eine der in der Wissenschaft verwendeten Armutsgrenzen oder die gesetzlichen Lohnuntergrenzen der europ&auml;ischen Nachbarn. Neue WSI-Modellrechnungen zeigen, wie hoch diese Referenzgr&ouml;&szlig;en sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/2877_38240.htm\">WSI<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Brauner Terror<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Stell Dir vor es gibt Terror und keiner kriegt&rsquo;s mit<\/strong><br>\nEs ist etwas Unverst&auml;ndliches an diesen Taten. Eine Terrorgruppe lanciert eine Terrorkampagne &ndash; und sagt es nicht dazu. Das ist in der Geschichte des Terrors ziemlich einzigartig. Schlie&szlig;lich hat Terror ja beinahe immer auch den Aspekt der &bdquo;Propaganda durch die Tat&rdquo;, weshalb Terroristen &uuml;blicherweise ein hohes Mitteilungsbed&uuml;rfnis haben. Die Zwickauer Zelle hatte das aber nicht. Sie beging Taten, die zum Gro&szlig;teil als rein kriminelle Taten erschienen, und schwieg &uuml;ber ihre Motive &ndash; zumindest, bis die T&auml;ter vergangene Woche hochgingen.&nbsp;<br>\nAn ein Einzelt&auml;ter-Trio (-oder Quartett), will man nicht recht glauben. Mit nahezu gewisser Sicherheit hatten sie zum Zeitpunkt ihres Untertauchens vor 13 Jahren Unterst&uuml;tzung aus dem harten Kern der Neonaziszene. Hatten sie sie vielleicht bis zuletzt? Was wusste der Verfassungsschutz? Woher hatten sie ihre Papiere? Den Sprengstoff? Und selbst, wenn man nicht gleich instinktiv an einen gro&szlig;en Staatsskandal denken will: Konnten die T&auml;ter vielleicht auch deshalb unerkannt bleiben, weil man in Sicherheitskreisen spontan dazu neigt, jeden Autobrand unter &bdquo;linksextremer Terror&rdquo; zu verbuchen, wohingegen man Richtung rechts einfach nicht so genau hinschaut? Motto: Brennt ein Auto &ndash; linker Terror. Wird ein T&uuml;rke erschossen &ndash; &nbsp;bestimmt war&rsquo;s die Mafia. Warum? Weil man die Neonazi-Subkultur schon f&uuml;r &bdquo;normal&rdquo; h&auml;lt, und ihr &bdquo;so etwas&rdquo; nicht zutraut?&nbsp;<br>\nKlar: Auch Polizisten k&ouml;nnen etwas &bdquo;&uuml;bersehen&rdquo;. Kann sein. Kann aber auch sein, dass man daf&uuml;r auch ein bisschen aktiv wegschauen muss.&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.misik.at\/sonstige\/stell-dir-vor-es-gibt-terror-und-keiner-kriegts-mit.php\">misik.at<\/a>\n<p>Dazu nochmals zur Erinnerung:<\/p><\/li>\n<li><strong>137 Todesopfer rechter Gewalt<\/strong><br>\nVon 1990 bis heute haben nach Recherchen des Tagesspiegels und der &ldquo;Zeit&rdquo; mindestens 137 Menschen ihr Leben durch Angriffe rechtsextremer T&auml;ter verloren. Die Polizei f&uuml;hrt lediglich 47 Tote in ihrer Statistik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/rechtsextremismus\/137-todesopfer-rechter-gewalt\/1934424.html%20\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die neun Todesopfer der jetzt &uuml;berraschend entdeckten Nazi-Terrorbande sind bei den 137 Toten noch nicht einmal erfasst. Vielleicht sollte Innenminister Friedrich seine verharmlosende Statistik doch einmal &uuml;berpr&uuml;fen. Wie schnell war er doch dabei, die Auto-Brandstiftungsserie in Berlin der &bdquo;linksextremen Szene&ldquo; zuzuschieben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Drei Einzelt&auml;ter<\/strong><br>\nNoch vor ein paar Monaten, als der rechtsextreme Anders Behring Breivik in Norwegen fast 100 Menschen umgebracht hatte, erkl&auml;rte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), es gebe &bdquo;keine Hinweise auf rechtsterroristische Aktivit&auml;ten in Deutschland&ldquo;&hellip;<br>\n&hellip; der Mann, der die drei zuf&auml;llig aufgeflogenen Serienm&ouml;rder vor Jahren f&uuml;r den &ldquo;Th&uuml;ringer Heimatschutz&rdquo; rekrutiert hatte, hie&szlig; Tino Brandt. Er war nicht nur ein Aktivist der rechtsextremen Szene, sondern zugleich auch ein Spitzel des sogenannten Verfassungsschutzes: Seit 1994 kassierte der Organisator des Th&uuml;ringer Schl&auml;gertrupps bis zu seiner Enttarnung 2001 mehr als 200.000 D-Mark aus Steuergeldern, die er umgehend in seine Karriere als Neonazi investierte: Er stieg zum stellvertretenden Landesvorsitzenden der Th&uuml;ringer NPD auf. Zwar verlie&szlig; Brandt nach seiner Entlarvung die NPD, der gute Kontakt riss aber nie ab&hellip;<br>\nDie neofaschistische NPD ist der Konzentrationspunkt aller rechtsradikaler Aktivit&auml;ten in Deutschland, von den &ldquo;National befreiten Zonen&rdquo;, bis zum offenen Terrorismus. Es ist die NPD und ihre m&ouml;rderische Ideologie, deren Handwerk &uuml;ber die staatliche Parteienfinanzierung subventioniert wird. Und deren Funktion&auml;re zu keinem geringen Teil aus der Kasse des Verfassungsschutzes finanziert werden. Wer den braunen Sumpf trocken legen will, der muss mit dem Verbot der NPD beginnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rationalgalerie.de\/archiv\/index_1_529.html\">Rationalgalerie<\/a><\/li>\n<li><strong>Terror, den sie nicht meinten <\/strong><br>\nSeit Jahren das Credo der Innenminister: der linke Terror schwillt an, der rechte bleibe konstant oder ist r&uuml;ckl&auml;ufig. Rechts gab es auch keinen Terror, es gab Extremismus. Als neulich das Berliner Bahnnetz Ziel flei&szlig;iger Bombenbastler war, schien best&auml;tigt, dass links der Terror gedeihe. Man hob linken Terror und rechten Extremismus auf eine Stufe. Die Familienministerin, fr&uuml;her passionierte Gleichstellungsbeauftragte in Sachen links- wie rechtsextremistisch, tat sich da einst besonders r&uuml;hmlich hervor. In Berlin brannten Autos &ndash; linker Terror, der die Republik im Griff habe. Man leugnete nicht, dass es am rechten Rand radikale Gr&uuml;ppchen g&auml;be, aber alles in allem habe man die im Griff.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2011\/11\/terror-den-sie-nicht-meinten.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Zahl der Wohnungslosen in Deutschland steigt<\/strong><br>\nDie BAG Wohnungslosenhilfe (BAG W), der Dachverband der Wohnungslosenhilfe in Deutschland, sieht einen deutlichen Anstieg der Wohnungslosigkeit in Deutschland. Die BAG W prognostiziert bis 2015 sogar einen weiteren drastischen Anstieg der Wohnungslosigkeit um 10 &ndash; 15 % auf dann 270.000 bis 280.000 Menschen.<br>\n2010 waren ca. 248.000 Menschen in Deutschland ohne Wohnung, 2008 waren es noch 227.000. Weitere ca. 106.000 Menschen waren in 2010 (2008: 103.000) von Wohnungslosigkeit bedroht, d.h. bei ihnen stand der Verlust der Wohnung unmittelbar bevor. In 2010 z&auml;hlten also insgesamt ca. 354.000 zu den sog. Wohnungsnotf&auml;llen, in 2008 waren es noch 330.000.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bag-wohnungslosenhilfe.de\/index2.html\">Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V.<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Generation Boomerang in den USA: Mama, darf ich wieder bei Dir einziehen?<\/strong><br>\nJunge Erwachsene wie Karl, die nach dem Studium (oder nachdem sie arbeitslos geworden sind), wieder bei den Eltern einziehen, hei&szlig;en in den USA &ldquo;Boomerang Kids&rdquo;. 5,9 Millionen Amerikaner zwischen 25 und 34 Jahren leben derzeit bei ihren Eltern, 26 Prozent mehr als 2007, bevor die Rezession kam. Fast jeder zweite von ihnen hat ein Einkommen s&uuml;dlich der Armutsgrenze. Bei 9,1 Prozent liegt die US-Arbeitlosigkeit im Schnitt, doch unter den Heranwachsenden ist sie deutlich h&ouml;her &ndash; mehr als 18 Prozent etwa bei den unter 24-j&auml;hrigen.&nbsp; Auch f&uuml;r Menschen, die einen Job haben, reicht es oft nicht zum Leben. Das mittlere Haushaltseinkommen ist in der vergangenen Dekade um 7,1 Prozent gesunken, auf derzeit knapp 50.000 Dollar. Gleichzeitig sind die Lebenshaltungskosten gerade in den Metropolen in die H&ouml;he geschnellt &ndash; in der Bay Area rund um San Francisco etwa um 18 Prozent allein in den vergangenen zwei Jahren. Konnte 1999 noch mehr als die H&auml;lfte der Besch&auml;ftigten unter 35 ihre Rechungen zahlen und gleichzeitig Geld zur Seite legen, schaffen das heute nur noch 31 Prozent. Gerade jungen Menschen bleibt da oft nichts anderes &uuml;brig, als sich in den sicheren &ndash; und g&uuml;nstigen &ndash; Eltern-Hafen in der Provinz zur&uuml;ckzuziehen. Und das Erwachsenwerden erst mal auf sp&auml;ter zu verschieben: Die Zahl der Hochzeiten unter 25- bis 34-j&auml;hrigen fiel vergangenes Jahr auf ein Rekordtief von 44,2 Prozent, die der Hausk&auml;ufer und -eigent&uuml;mer geht zur&uuml;ck, die Geburtenrate sinkt, quer durch alle Bev&ouml;lkerungsgruppen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/jobundberuf\/0,1518,797286,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Spiegel kann es nicht lassen. Da mag der Artikel selbst durchaus in kritischer Absicht die Situation junger Menschen in den USA thematisieren, aber der Spiegel kann von seiner Machart nicht lassen, er muss den Titel aufpeppen, mit einem Ressentiment aufladen.&nbsp; Da wird sch&ouml;n malizi&ouml;s dem Leser eine amerikanische Generation von Mamakindern angek&uuml;ndigt. Der Artikel selbst mag von anderer Machart sein, er ist allerdings immer noch meilenweit von echter Analyse bzw. Kritik entfernt, der Leser wird aber bereits durch diese Titelung in seinen Interpretationsm&ouml;glichkeiten eingeschr&auml;nkt, ja korrumpiert. So macht man vielleicht Auflage, aber gewiss nicht Aufkl&auml;rung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ex-AWD-Manager: &ldquo;Das ganze ist ein System.&rdquo;<\/strong><br>\nEin ehemaliger hochrangiger Manager des AWD sieht aber nicht nur die Kunden als Opfer von Strukturvertrieben, sondern auch die einfachen Vermittler. Sie w&uuml;rden in eine Schuldenspirale gedr&auml;ngt, was einen Ausstieg de facto unm&ouml;glich mache. Schlagworte wie &bdquo;mafi&ouml;s&rdquo; und &bdquo;Sekten&rdquo; fallen&hellip;<br>\nDer &ndash; heftig bestrittene &ndash; Vorwurf: Systematische Fehlberatung. Ein ehemaliger hochrangiger Manager des AWD sieht aber nicht nur die Kunden als Opfer von Strukturvertrieben, sondern auch die einfachen Vermittler. Sie w&uuml;rden in eine Schuldenspirale gedr&auml;ngt, was einen Ausstieg de facto unm&ouml;glich mache&hellip;<br>\nDie Berechnungen und Bilder, mit denen in Strukturvertrieben gearbeitet werde, k&auml;men &ldquo;von oben&rdquo;. AWD-Gr&uuml;nder Maschmeyer habe sich zum Beispiel &ldquo;bewusst&rdquo; mit &ouml;ffentlichen Personen &ndash; etwa dem ehemaligen deutschen SPD-Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der &ndash; ablichten lassen, um Seriosit&auml;t zu suggerieren. F&uuml;r Diskussionen gesorgt haben in Deutschland auch Maschmeyers gesch&auml;ftliche Verbindungen zu Ex-Arbeitsminister Walter Riester (SPD) und dem fr&uuml;heren Politikberater und Wirtschaftsweisen Bert R&uuml;rup. Im Jahr 2000 hat die SPD unter Schr&ouml;der die Pensionsvorsorge teils privatisiert und staatlich gef&ouml;rdert; die Riester-Rente er&ouml;ffnete Strukturvertrieben einen Milliardenmarkt mit Millionen von Neukunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftsblatt.at\/home\/oesterreich\/branchen\/ex-awd-manager-das-ganze-ist-ein-system-496074\/index.do?_vl_backlink=\/home\/index.do&amp;_vl_pos=11.2.DT\">Wirtschaftsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gro&szlig;e Koalitionen f&uuml;r Gro&szlig;projekte &ndash; und die Gr&uuml;nen im Abseits?<\/strong><br>\nAuch innenpolitisch stehen die Zeichen erneut auf gro&szlig;e Koalition. Denn die deutsche Wirtschaft beklagt in zunehmender Lautst&auml;rke die deutsche &bdquo;Verr&uuml;cktheit&ldquo; des Verhinderns von Gro&szlig;projekten. Stuttgart 21 war das Alarmsignal f&uuml;r sie.<br>\nEs soll wieder im gro&szlig;en Stil geplant und gebaut werden. Keine Kr&ouml;tenwanderung und kein seltener Uhu sollen dem Ausbau der staatlichen Infrastruktur in die Quere kommen. Die riesigen Verteilernetze z.B., die derzeit geplant werden, damit die alten Energieriesen auch die regenerativen Energien unter ihre Fuchtel bekommen (und nicht etwa an kommunale Selbstversorger verlieren), sind gegen die zu erwartenden Einspr&uuml;che der Anlieger nur mit einer gro&szlig;en Koalition wirklich durchzusetzen. Auch die Rettungsma&szlig;nahmen, die im Zuge der Banken- und Staatsschuldenkrise noch jahrelang f&auml;llig werden, brauchen das breite Kreuz einer gro&szlig;en Koalition. Neu an diesem Denken ist lediglich, dass es nicht mehr von den provinziellen Stammtischen kommt, sondern aus dem urbanen Raum.<br>\nEs sind vor allem die gro&szlig;en St&auml;dte, die den neuen Trend zum &bdquo;Think Big&ldquo; bef&ouml;rdern, und das k&ouml;nnte die gr&uuml;ne Gro&szlig;stadtpartei in eine echte Zerrei&szlig;probe f&uuml;hren.&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wolfgangmichal.de\/?p=1164\">Wolfgang Michal<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wolfram Elsner: Der Beitrag des &ouml;konomischen Mainstream zum Kasino-, Krisen- und Katastrophen- Kapitalismus &ndash; und Perspektiven der heterodoxen &Ouml;konomik<\/strong><br>\nDie Ankunft des &sbquo;neo-liberalen&lsquo; Paradigmas: Friedman, Reagan, Thatcher &amp; Co &hellip; Inzwischen war aber Milton Friedman da und zum Superstar des entstehenden &sbquo;Neo-Liberalismus&lsquo; geworden, und es kamen die Buchanan, Lucas, Laffer und vielen anderen Superstars eines Paradigmas hinzu, der sich ja weder als wirklich &sbquo;neo&lsquo; noch, und zwar ganz und gar nicht, als &sbquo;liberal&lsquo; entpuppte. Die geldtheoretischen, arbeitsmarkttheoretischen und wirtschaftspolitischen Uminterpretationen, die extremen Rationalit&auml;ts- und Erwartungshypothesen, die Methodologie des &sbquo;als ob&lsquo;, die Uminterpretation von Inflationsursachen als Arbeiter- und Staatsschuld, hyper-rationale Verm&ouml;gensoptimierungs-Hypothesen, das Black-Sholes Modell der Finanzm&auml;rkte, das wiederum selektiv und isolierend ein physikalisches Theorem heranzog, n&auml;mlich die sog. Brownsche Bewegung, um damit die ewige Gleichgewichts- und Stabilit&auml;tstendenz der Finanzm&auml;rkte zu beweisen, die Diffamierung des &sbquo;Anspruchsdenkens&lsquo;, gepaart mit ad-hoc-Theorien zur Diffamierung von Gewerkschaften, und von kollektivem und staatlichem Handeln generell, bildeten ein buntes Gemisch und ein ideologisches Feuerwerk, das druckstark in die Lehrb&uuml;cher der akademischen Massenausbildung, die Diskurse der politiknahen Medien, Institute und Stiftungen, in die politischen Organisationen und ihre Weiterbildung, und damit schnell auch in die Regierungspolitiken eingef&uuml;hrt wurde. Anscheinend wurde ein lange ausgearbeiteter Plan generalstabsm&auml;&szlig;ig umgesetzt. Innerhalb von einem knappen Jahrzehnt war die Arbeit getan.<br>\nTats&auml;chlich bleibt selbst die &sbquo;neo-liberale&lsquo; akademische Massenbildung vergleichsweise dumm. Umso deutlicher und druckvoller die Botschaft, wie sie aus den Apparaten der Reagan- und Thatcher-Parteien und Administrationen schallte: &sbquo;Der Staat ist doof! Und Gewerkschaften sind gef&auml;hrlich!&lsquo; Gleichwohl hat der doofe Staat alle Risiken und die antisoziale Drecksarbeit f&uuml;r die &Ouml;konomie zu &uuml;bernehmen. &sbquo;Privat dagegen ist gut, rational, optimal, gleichgewichtig und stabil&lsquo;, immer vorausgesetzt, der Staat tut alles, um die Bedingungen der privaten &ndash; darunter zunehmend nur der Gro&szlig;en und heute zunehmend nur noch der gro&szlig;en Spekulationsindustrie &ndash; immer weiter aufzubessern, ihnen alle Lasten vom Hals zu halten, ihnen die Brocken des Volksverm&ouml;gens g&uuml;nstig zu servieren und ihnen die Wege der internationalen Expansion rohstoff- und absatz-seitig freizumachen (von der DDR bis Libyen wird zerteilt und aufgeteilt und verteilt) &ndash; und im Notfall auch frei zu bomben&hellip; Hayek und Friedman hatten beide gelernt, &ouml;ffentlichkeitswirksam druckvoll die ideologische Keule zu schwingen. Der Unternehmerschaft war es nur recht, wenn der &sbquo;Markt&lsquo; f&uuml;r alle Zeiten sakrosankt erkl&auml;rt wurde und der Staat ein f&uuml;r alle Mal alle Risiken, und die Arbeitnehmer, Gewerkschaften, Faulen, Arbeitslosen, Armen, Sozialdemokraten, Linken und Keynesianer, Marxisten und Heterodoxen ein f&uuml;r alle Mal alle Schuld tragen mussten. Das Motiv im Sozialphilosophischen war ganz offenbar ein tiefer elit&auml;rer Hass auf alles Soziale, Gemeinschaftliche, Kollektive, mit dem sich einfache Menschen gelegentlich zu helfen und zu wehren pflegen, auf gesicherte Gleichheit (au&szlig;er der angeblichen naturgesetzlich gegebenen Gleichheit im &sbquo;Markt&lsquo;) und auf jegliche Idee einer proaktiven Gestaltung der Realit&auml;t nach diskursiver und partizipativer demokratischer Rationalit&auml;t. Alles Fragen, die die Menschen nicht stellen d&uuml;rfen, und F&auml;higkeiten, die sie nicht einsetzen d&uuml;rfen. Sie haben sich derart reduziert in den &sbquo;Markt&lsquo; zu begeben und werden dort alle erforderlichen F&auml;higkeiten entwickeln k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/111115_wolfram_elsner_beitrag_des_oekonomischen_mainstream.pdf\">&Ouml;ffentlicher Vortrag w&auml;hrend der Tagung &bdquo;Die Krise des Kapitalismus und die Zukunft der &ouml;konomischen Wissenschaft. Mainstream &ndash; Heterodoxien &ndash; Pluralismus?&ldquo; des Arbeitskreises Postautistische &Ouml;konomie e.V. und der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung an der Uni Kassel [PDF &ndash; 240 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der Traum von der Weltinnenpolitik<\/strong><br>\nJ&uuml;rgen Habermas arbeitet auf der europ&auml;ischen Baustelle und schreibt das Buch der Stunde&hellip;<br>\nVor allem wendet er sich in Auseinandersetzung mit der staatsrechtlichen Fachliteratur gegen eine sich seit dem Scheitern des Verfassungsentwurfs aus dem Jahr 2004 verselbstst&auml;ndigende Macht des Europ&auml;ischen Rates der Staats- und Regierungschefs, in der Habermas einen &raquo;postdemokratischen Exekutivf&ouml;deralismus&laquo; wittert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/46\/L-Habermas\">Die Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist schon ein trauriges Bild, das die Zeit bei dieser Rezension mal wieder abgibt. Da wird mal so nebenbei die Regierung gelobt: &bdquo;Gerade die momentan regierenden, recht mittelm&auml;&szlig;igen politischen Normalbegabungen machen ihre Sache seit 2008 gar nicht schlecht.&ldquo; Und dann wird auch noch das Spardiktat der Troika gegen&uuml;ber Griechenland &bdquo;mitnichten ein Gro&szlig;m&auml;chtediktat&ldquo; bezeichnet, sondern als &bdquo;kollektiver Aufschrei&ldquo; der vereinten europ&auml;ischen &Ouml;ffentlichkeit.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das Wettr&uuml;sten im Internet<\/strong><br>\nGegenw&auml;rtig vollzieht sich eine &auml;hnliche Entwicklung wie vor 50 Jahren: R&uuml;stungsunternehmen wie Sicherheitsberater &uuml;berzeichnen die m&ouml;glichen Folgen eines Cyberangriffs und instrumentalisieren auf diese Weise die Diskussionen um Hackerangriffe zu ihren eigenen Zwecken&hellip;<br>\nTats&auml;chlich stellt die Instrumentalisierung des Cyberwar derzeit eine weitaus gr&ouml;&szlig;ere Bedrohung dar als ein echter Cyberangriff. Denn das Bedrohungsszenario eines m&ouml;glichen Cyberwar droht zu einer selbsterf&uuml;llenden Prophezeiung zu werden. Die Aufr&uuml;stung der Staaten f&uuml;hrt zu einem regelrechten R&uuml;stungswettlauf. Ironischerweise k&ouml;nnte gerade dieser den Krieg im Internet erst herbeif&uuml;hren. Am Ende k&ouml;nnte sich dieser vermeintlich &bdquo;saubere&ldquo; Cyberwar dann sogar zu einem h&ouml;chst realen Krieg entwickeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2011\/november\/das-wettruesten-im-internet\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik 11\/11<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Banken-Werbung in DuMont-Medien<\/strong><br>\nMit einer PR-Aktion in DuMont-Zeitungen will eine Tochterfirma der Deutschen Bank ihr Image aufbessern. Trotz Ansage des Chefs wollen die Redakteure dies nicht&hellip;<br>\nDer Redaktionsausschuss schreibt der Chefredaktion, die Preis und Beilage trotzdem weiter knorke findet, klare Worte: Berliner Zeitung wie Frankfurter Rundschau h&auml;tten ausf&uuml;hrlich &uuml;ber die &ldquo;umstrittene Rolle der Deutschen Bank&rdquo; berichtet und diese &ldquo;stets kritisch kommentiert&rdquo;.<br>\nDaher gebe es &ldquo;keinerlei Grund, ihr auf Kosten unserer eigenen Reputation&rdquo; bei der L&ouml;sung dieses Imageproblems &ldquo;zu helfen&rdquo;. Besonders erz&uuml;rnt die Redakteursvertreter, dass offenbar au&szlig;erhalb der Beilage im normalen redaktionellen Teil von Berliner Zeitung und Frankfurter Rundschau &ldquo;ein gro&szlig;es Interview&rdquo; mit dem Deutsche-Bank-Manager Kevin Parker geplant ist, der den Preis gemeinsam mit DuMont-Vertretern &uuml;bergeben soll. &ldquo;Damit&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Schreiben weiter, &ldquo;wird die Grenze zwischen Redaktion und PR-Aktion bis zur Unkenntlichkeit verwischt. Derlei nennt man White-, genauer: Greenwashing.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Redakteure-gegen-PR-Beilage\/!81741\/\">taz<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Kompliment an Robert von Heusinger und seine Kollegen. Wenn man bedenkt, wie der Patriarch Neven DuMont mit seinen Redaktionen umgeht, ein wirklich mutiger Schritt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wahlen in Spanien: Aussichtslose Sozialisten und siegessichere Konservative<\/strong><br>\nAm 20. November wird in Spanien ein neues Parlament gew&auml;hlt.\n<ul>\n<li>Im Vorfeld der spanischen Wahlen deutet alles auf einen deutlichen Sieg der kon&shy;servativen Partido Popular und eine bittere Niederlage der sozialistischen PSOE hin. Die PSOE wird ein Opfer der Wirtschaftskrise und der damit verbundenen Arbeits&shy;losigkeit, die mittlerweile f&uuml;nf Millionen direkt betrifft. Ihr wird jegliche Kompetenz abgesprochen, diese Probleme zu l&ouml;sen.<\/li>\n<li>Die neue Regierung wird sich kurzfristig vor allem auf die Sanierung der Staatsfinan&shy;zen und des Finanzsystems sowie die Bek&auml;mpfung der Arbeitslosigkeit konzentrieren m&uuml;ssen. Zudem muss sie ein tragf&auml;higes Konzept f&uuml;r die Verbesserung der Wett&shy;bewerbsf&auml;higkeit der spanischen Wirtschaft entwickeln. Das Wahlprogramm der PP l&auml;sst erahnen, dass die Reduzierung der Aufgaben und Ausgaben des Staates sowie die Liberalisierung der &Ouml;konomie dabei zentral sein werden.<\/li>\n<li>Die Partido Popular, die vor einem halben Jahr bereits die meisten Regionen erobert hatte, kann sich f&uuml;r einige Jahre fl&auml;chendeckend in der Macht einrichten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/08649.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung, Internationale Politikanalyse [PDF &ndash; 347 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So lange sozialdemokratische Parteien in der Regierung nur die herrschende &ouml;konomische Lehre in ihr Regierungshandeln umsetzen, verlieren sie nicht nur Wahlen sondern auch ihre Mitglieder, weil die Ergebnisse ihrer Regierungspolitik wirtschaftlich und sozial katastrophal sind. Gehen sie &ndash;  wie etwa die SPD in Deutschland &ndash;  ohne einen Kurswechsel in die Opposition, k&ouml;nnen sie nur an der Performance der gew&auml;hlten konservativen Regierungen herumn&ouml;rgeln und wieder auf deren Scheitern auf dem einmal eingeschlagenen Kurs warten, um dann vielleicht nach Jahren, wieder in die Regierungen zu gelangen (und sei es nur als Juniorpartner). Ein  Regierung mit Sozialdemokraten, die dann ohne Politikwechsel wieder scheitern wird, um dann wieder von den origin&auml;ren Vertretern der neoliberalen Glaubenslehre, den Konservativen, wieder abgel&ouml;st zu werden. Das Ergebnis eines solchen wechselseitigen Scheiterns f&uuml;hrt nicht nur zu Politik- und Parteienverdruss sondern &ndash; wie wir das jetzt gerade erleben &ndash; zu wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Katastrophen. Die dann weder von Sozialdemokraten, noch von Konservativen oder Rechtspopulisten mehr gesteuert werden k&ouml;nnen, sondern von Technokraten, die ohne demokratische Wahlen an die Macht gehoben werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Besser promovieren<\/strong><br>\nWerden Universit&auml;tsabschl&uuml;sse in Zukunft nur noch mit den Notenstufen &ldquo;Bestanden&rdquo; oder &ldquo;Mit Auszeichnung bestanden&rdquo; versehen? Mit solchen Vorschl&auml;gen reagiert derzeit der Wissenschaftsrat auf die Debatte &uuml;ber die Qualit&auml;t deutscher Doktorarbeiten.<br>\nProblematisch sehen wir die 1:1-Beziehung Kandidat-Betreuer. Wir wollen die nicht aufl&ouml;sen, weil wir der Meinung sind, dass diese Hauptverantwortung des Betreuers, der Betreuerin zu den Promovenden, Promovendinnen einfach erhalten werden muss, aber wir wollen es robustifizieren, in dem Sinne, dass man ein Promotionskomitee so fr&uuml;h wie m&ouml;glich einrichtet, idealerweise bereits bei der Rekrutierung, das eben in fachlichen Fragen und durchaus auch in formalen Fragen dann neben dem Betreuer, der Betreuerin als Ansprechpartner f&uuml;r die Kandidaten zur Verf&uuml;gung steht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/1604237\/\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das Meister-Lehrlings-Verh&auml;ltnis zwischen Doktorvater\/mutter und Promovend und damit das (auch wissenschaftliche) Abh&auml;ngigkeitsverh&auml;ltnis soll erhalten bleiben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zum Tod von Franz Josef&nbsp;Degenhardt<\/strong><br>\n14.11.2011 &ndash; Heute ist der Liedermacher und Schriftsteller Franz Josef Degenhardt im Alter von 79 Jahren gestorben. Wie kein anderer verlieh er der 68er Bewegung und der politischen Linken in Deutschland eine laute Stimme. Bis heute haben seine Lieder nichts von ihrer Aktualit&auml;t, ihrer Klarheit und ihrer kompromisslosen Aufrichtigkeit verloren.\n<blockquote><p><em>&bdquo;Mich, wenn sie mich zu Grabe tragen,<\/em><br>\n<em>also dann mitten durch die Stadt.<\/em><br>\n<em>Auf einen offenen Leichenwagen,<\/em><br>\n<em>dass man davon noch was hat.<\/em><br>\n<em>Kurz durch die Schmuddelkinder-Viertel,<\/em><br>\n<em>m&ouml;glichst im Morgen seinen Schein.<\/em><br>\n<em>Lasst doch den schwarzen Kutscher fluchen,<\/em><br>\n<em>mein erster Schulweg soll es sein.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/jacobjung.wordpress.com\/2011\/11\/14\/zum-tod-von-franz-josef-degenhardt\/\">Jacob Jung Blog<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Georg Schramm auf der Occupy-Veranstaltung am 12.11.2011<\/strong><br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?feature=player_embedded&amp;v=vjxUfyCSEEE\">Teil 1 auf YouTube <\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Wd555rheqrI&amp;feature=related%20\">Teil 2 auf YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Herr Flassbeck hat schlechte Neuigkeiten; Gef&auml;hrliche Markt-Logik; Deutsche-Bank-Chef Ackermann tritt ab; &Ouml;sterreich erw&auml;gt Privatisierungen im Kampf um AAA-Note; Mindestlohn; Brauner Terror; Zahl der Wohnungslosen in Deutschland steigt; Generation Boomerang in den USA; Ex-AWD-Manager: &ldquo;Das ganze ist ein System.&rdquo;; Gro&szlig;e Koalitionen f&uuml;r Gro&szlig;projekte &ndash; und die Gr&uuml;nen im Abseits?; Der<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11293\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-11293","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11293","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11293"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11293\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11297,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11293\/revisions\/11297"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11293"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11293"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11293"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}