{"id":113026,"date":"2024-03-30T12:00:11","date_gmt":"2024-03-30T11:00:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=113026"},"modified":"2024-03-27T14:36:36","modified_gmt":"2024-03-27T13:36:36","slug":"wenn-wirklichkeitsversteher-das-sagen-haben-der-fehlentwicklung-des-werte-westens-auf-der-spur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=113026","title":{"rendered":"Wenn Wirklichkeitsversteher das Sagen haben \u2013 der Fehlentwicklung des Werte-Westens auf der Spur"},"content":{"rendered":"<p>Irgendjemand muss ja das Sagen haben und den anderen erkl&auml;ren, wie und wo es langgeht! Auch diese Selbstverst&auml;ndlichkeit hat ihre systemstabilisierende Funktion. Am Anfang war das Wort, hei&szlig;t es. Die F&auml;higkeit, mit dem Wort die Wirklichkeit zu kommunizieren, hatte seit Anbeginn manche fantasievollen Vision&auml;re auf die selbstverliebte Idee gebracht, das eigene Verst&auml;ndnis von der gemeinschaftlichen Lebensgestaltung als ein allgemeing&uuml;ltiges zu etablieren. Gesagt, getan: Mit der Macht des Wortes sich als Herr &uuml;ber Mensch und Natur erleben! Und es entstanden Herrschaftssysteme unterschiedlichster Pr&auml;gung. Weltweit. Aber nur der abendl&auml;ndischen Zivilisation gelang es, diese Fehlentwicklung in einen weltumfassenden &bdquo;Herrenmenschen-Rausch&ldquo; zu verwandeln. Von <b>Pentti Turpeinen<\/b>.<br>\n<!--more--><br>\nZu der naturgegebenen &Uuml;berlebenskunst der Menschenart geh&ouml;rt nicht nur, wie bei den Lebensformen &uuml;blich, das gemeinschaftliche Handeln auf die Naturbedingungen anzupassen, sondern auch die Begabung, mithilfe der Sprache die Lebensverh&auml;ltnisse kollektiv zu koordinieren und selbstbewusst zu planen. Statt die kreativen Potenziale dieser kommunikativen Zusammenarbeit zum Wohle der Allgemeinheit zu kultivieren, entdeckten schon die &bdquo;zum F&uuml;hren berufenen&ldquo; Urv&auml;ter unserer Zivilisation die hohe Kunst, ihre Eitelkeit als Allgemeingut zu verbreiten.<\/p><p>Und es etablierte sich eine werteorientierte Kaste von abendl&auml;ndisch zivilisierten Wirklichkeitsverstehern, die bis zum heutigen Tag nicht nur das Sagen haben, sondern in ihrer Souver&auml;nit&auml;t ausschlie&szlig;lich Rationalit&auml;t und Zuverl&auml;ssigkeit ihren Bev&ouml;lkerungen zu verk&uuml;nden meinen. Die selbst erzeugten Katastrophen werden dabei nonchalant geleugnet. Dazu geh&ouml;rt, den geh&ouml;rigen Zuh&ouml;rern die Bewunderung der Weisheit und Unfehlbarkeit der vormaligen Kaiser und K&ouml;nige und sonstigen Herrscher beizubringen. Und auch die gro&szlig;en F&uuml;hrer unserer demokratischen Nationen bleiben vor einem respektlosen Faktencheck verschont; um den guten Ruf der Demokratie nicht in Verruf zu bringen, versteht sich.<\/p><p>In einer Gesellschaft der Wirklichkeitsversteher legt man gro&szlig;en Wert auf die Stabilit&auml;t der &ouml;ffentlichen Meinung. Damit sich keine uferlose Meinungsvielfalt entwickeln kann, wird auch gegenw&auml;rtig das Recht auf &ouml;ffentliche Redefreiheit auf die Auftritte ausgesuchter &bdquo;Wahrheitssager&ldquo; begrenzt. Man will unter sich bleiben; versteht sich.<\/p><p>Dass unsere zivilisierte wirtschaftspolitische Dynamik es nicht n&ouml;tig hat, andere Ansichten und Anregungen ernst zu nehmen, wird als eine altbew&auml;hrte Tradition gewissenhaft gepflegt. In seinem Weltbild bejubelt der aufgekl&auml;rte Werte-Westen sich in mittelalterlichen Manieren als Zentrum des Universums. Schauen wir mal, was der n&auml;chste &bdquo;Kopernikus&ldquo; erreichen kann.<\/p><p>In der Enge der systemstabilisierenden Meinungsbildung hat man nie gelernt, offene Diskussionen als Quelle der gemeinschaftlichen Kreativit&auml;t bei der Gestaltung des &Uuml;berlebens zu kultivieren. Das Allgemeinwohl wurde von den jeweiligen Herrschaftssystemen seit Anbeginn mit den eigenen Macht-Profit-Interessen gleichgesetzt. Und auch in Demokratien setzte sich diese Tradition fort, nur dass man das vertraute Verst&auml;ndnis vom Gemeinwohl als eine politische Auseinandersetzung der Interessengruppen, Parteien, Gewerkschaften usw. zu verwirklichen lernte. Immerhin!<\/p><p>Trotz offensichtlicher Fehlentwicklungen der abendl&auml;ndischen Zivilisation, seien es Kriege, Kolonialismus, Naturzerst&ouml;rung, soziale Ungerechtigkeit, ungleiche Verteilung des Reichtums, Fl&uuml;chtlingskrise usw. gelingt es auch heute den diensthabenden Wirklichkeitsverstehern, das Bestehende als das Beste aller m&ouml;glichen Welten zu vermitteln und systemkritische Analysen h&ouml;chstens als lesenswerte Literatur zu verkaufen.<\/p><p>Bei dem Verbreiten ihrer Weltanschauungen wussten die Herrschaftssysteme seit Anbeginn intuitiv, unser assoziatives Denken zu lenken; nachvollziehbar in den gegenw&auml;rtigen, leicht &uuml;berschaubaren Assoziationsketten &uuml;ber unsere westliche Wertegemeinschaft sowie in den Charakterisierungen der demokratischen F&uuml;hrerpers&ouml;nlichkeiten.<\/p><p>Vormals wurden die Untertanen mit literarischen Geschichten und k&uuml;nstlerischen Meisterwerken zu fantasiereichen Vorstellungen &uuml;ber die Erhabenheit der eigenen Herrscher und ihres Herrschaftssystems angeregt. Heute sind die KI-Spezialisten, Psychologen, Sozial- und Kommunikationswissenschaftler, Qualit&auml;tspresse usw. dran. Und das merkt man! Ihre Fantasielosigkeit und geistig anspruchslosen Lobges&auml;nge f&uuml;r die Werte-Westen-Herrlichkeit konnten sich aber, das muss man zugeben, als Allgemeinbildung etablieren.<\/p><p>Assoziationen &uuml;ber die Komplexit&auml;t der globalen wirtschaftspolitischen Dynamik wurden mit Erfolg auf das &uuml;berschaubare &bdquo;wir gut, andere b&ouml;se&ldquo; reduziert. Und bei den faktengecheckten Informationen und Nachrichten &uuml;ber die vielschichtige Verflochtenheit der internationalen Konflikte und Kriege schaffen es die Wirklichkeitsversteher, alles B&ouml;se nur auf einen einzigen B&ouml;sewicht zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Alle Achtung! Damit konnte man eben sichergehen, dass die Gleichgesinnten intellektuell nicht &uuml;berfordert und zu keinen selbstst&auml;ndigen Gedanken animiert werden.<\/p><p>Den Wirklichkeitsverstehern, so wie ihren Anh&auml;ngern, scheint nicht aufzufallen, wie sie sich bei ihrem Deuten der soziopolitischen Realit&auml;t auf Nebens&auml;chlichkeiten konzentrieren und dabei das zusammenh&auml;ngende Nachdenken gr&uuml;ndlichst verlernen.<\/p><p>Die gegenw&auml;rtige Einf&auml;ltigkeit vor Augen, kann man die &Uuml;berzeugungskunst der zur Herrschaft Berufenen aus den vergangenen Zeiten etwa so rekapitulieren: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Freunde, lasst uns die Nachbarv&ouml;lker ausrauben und beherrschen! Wir sind einfach besser, schlauer und st&auml;rker! Als Chef verwalte ich dann die Beute, und ihr d&uuml;rftet euch auf glorreiches Ansehen, viel Ruhm und Ehre als Mitgestalter unserer erhabenen Herrschaft freuen. Und dar&uuml;ber hinaus biete ich euch die M&ouml;glichkeit, f&uuml;r unseren gemeinsamen Wohlstand flei&szlig;ig zu arbeiten.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Statt solche Wirklichkeitsverdreher seit Anbeginn souver&auml;n auszulachen, nahmen die Bev&ouml;lkerungen sie ernst. So wie heute!<\/p><p>Auch diese Naivit&auml;t hat ihre gesellschaftspolitische Funktion. So, wie man den Bev&ouml;lkerungen heute beibringt, sich keine Gedanken dar&uuml;ber zu machen, was der Werte-Westen eigentlich bedeutet, wussten die Wirklichkeitsversteher seit jeher, eine m&ouml;glichst leicht nachvollziehbare und nicht zu hinterfragende Weltanschauung &uuml;ber ihre jeweiligen Kaiser- und K&ouml;nigreiche und erhabenen Nationen in ein hochgesch&auml;tztes Kulturerbe zu verwandeln.<\/p><p>Es ist eine nat&uuml;rliche &Uuml;berlebensstrategie, die eigenen Lebensbedingungen zu &uuml;berschauen, um sinnvoll handeln zu k&ouml;nnen. Diese Selbstverst&auml;ndlichkeit wird von den Herrschaftsgebilden missbraucht. Indem die weitr&auml;umigen Gesellschaftssysteme f&uuml;r alle Beteiligten un&uuml;bersichtlich geworden waren, wurde die Notwendigkeit, die eigene Lebensrealit&auml;t zu verstehen, auf das Durchsetzen von Macht- und Profitinteressen der Herrschenden reduziert und dies der Allgemeinheit mit ein paar anspruchslosen Spr&uuml;chen als ihre erhabene Wirklichkeit vermittelt. Heute hei&szlig;t es: Westliche Werte sind die Rettung der Menschheit!<\/p><p>Diese Art von Informationskampagne wird als wohlwollende Beihilfe zum Verst&auml;ndnis der soziopolitischen Wirklichkeit bejubelt. Derart erlebt man auch die gegenw&auml;rtigen Wirklichkeitsversteher nicht als Wirklichkeitsverdreher, sondern als Aufkl&auml;rer, deren Meinung man getrost in allt&auml;glichen Gespr&auml;chen repetieren kann. Jawohl: Was die westliche Wertegemeinschaft bedeutet, wei&szlig; doch jedes Kind!<\/p><p>Gelernt ist gelernt. Und man darf sich in der &Ouml;ffentlichkeit verpflichtet f&uuml;hlen, die &bdquo;Wahrheit und nichts als die ganze Wahrheit&ldquo; zu rezitieren.<\/p><p>Die gegenw&auml;rtige Einengung der gesellschaftlichen Diskussionskultur in eine vordefinierte Einheitsmeinung ist eine zeitgem&auml;&szlig;e Wiederbelebung der abendl&auml;ndisch-zivilisierten Legitimationsmethode der Herrschaftssysteme. In der gegenw&auml;rtigen aggressiven Form schien dieses Revival bis vor Kurzem undenkbar. Bei manchen europ&auml;ischen Politikern und sogar wirtschaftlichen F&uuml;hrungskr&auml;ften hatte man noch lange nach dem Zweiten Weltkrieg das Gef&uuml;hl, dass sie auch als Vertreter ihrer parteipolitischen Interessen in der Lage waren, ihren geistigen Horizont auf ein allgemeines Mitf&uuml;hlen auszudehnen. Ihre emotionale Offenheit, so wie sp&auml;ter auch in der Studentenbewegung, war von der Erkenntnis &uuml;ber die Sinnlosigkeit der Kriege gepr&auml;gt. Man verstand die Notwendigkeit des Dialogs, sei es im Inneren oder auf der internationalen B&uuml;hne. Und man erkannte im respektvollen Umgang mit den unterschiedlichsten Interessengruppen die wesentliche Voraussetzung f&uuml;r eine lebendige Demokratie. Man hatte etwas gelernt, Scham und Emp&ouml;rung &uuml;ber unsere zivilisierte Fehlentwicklung gesp&uuml;rt.<\/p><p>Indem die westliche Wertegemeinschaft bei ihrer Weltrettungsmission die finstere Seite ihres zivilisierten Handelns leugnet, wird sie zu der Tradition der abendl&auml;ndischen Zerst&ouml;rungsorgien nur ein neues Kapitel hinzuf&uuml;gen.<\/p><p>Herrschaftssysteme legitimieren sich seit eh mit dem Ablenken von ihren Schandtaten. Die weitreichenden Zusammenh&auml;nge und Konsequenzen der Macht- und Profitvermehrung der M&auml;chtigen werden mit positiven Beispielen aus dem gemeinschaftlichen Zusammenleben verschleiert. Ja, es gibt wahrlich Kreatives und N&uuml;tzliches in unserer gesellschaftlichen Entwicklung zu feiern. Aber die aktuellen Leitspr&uuml;che &agrave; la westliche Wertegemeinschaft, Werte-Westen, regelbasierte Ordnung usw. dienen nur zur Verkl&auml;rung der Geschichte und der Gegenwart und lenken von den systemimmanenten Fehlentwicklungen ab. Mehrere Hundert Millionen Menschen sind in all den abendl&auml;ndischen Kriegen und kolonialistischen Raubz&uuml;gen get&ouml;tet worden! Ohne die bewundernswerten Errungenschaften unserer Zivilisation zu leugnen, kommt man auf den Gedanken: Wir sind die B&ouml;sen!<\/p><p>Wie also unsere Zivilisation unverbl&uuml;mt benennen? Bitte um Vorschl&auml;ge!<\/p><p><small>Titelbild: Shutterstock \/ Deemerwha studio<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109706\">Vom Nationalismus zum Werte-Westen-Nationalismus &ndash; So wahr Gott uns helfe!<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106888\">An der Schwelle zum &bdquo;Post-Werte-Westen-Zeitalter&ldquo;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104203\">Die &bdquo;asoziale Intelligenz&ldquo; der regelbasierten Weltordnung<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99166\">In Bombenstimmung in die strahlende Zukunft<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/537ea41b827746f891235edde7bea92f\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Irgendjemand muss ja das Sagen haben und den anderen erkl&auml;ren, wie und wo es langgeht! 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Die F&auml;higkeit, mit dem Wort die Wirklichkeit zu kommunizieren, hatte seit Anbeginn manche fantasievollen Vision&auml;re auf die selbstverliebte Idee gebracht, das eigene Verst&auml;ndnis von der gemeinschaftlichen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=113026\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":113027,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[11,161],"tags":[374,3260,1865,3125,2507,3289],"class_list":["post-113026","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-strategien-der-meinungsmache","category-wertedebatte","tag-eliten","tag-feindbild","tag-meinungsfreiheit","tag-regelbasierte-ordnung","tag-streitkultur","tag-wertegemeinschaft"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/shutterstock_2041651796.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/113026","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=113026"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/113026\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":113057,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/113026\/revisions\/113057"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/113027"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=113026"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=113026"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=113026"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}