{"id":113035,"date":"2024-03-26T13:52:32","date_gmt":"2024-03-26T12:52:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=113035"},"modified":"2024-03-27T07:16:17","modified_gmt":"2024-03-27T06:16:17","slug":"weselskys-letzter-kampf-der-tarifstreit-bei-der-deutschen-bahn-ist-beendet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=113035","title":{"rendered":"Weselskys letzter Kampf: Der Tarifstreit bei der Deutschen Bahn ist beendet"},"content":{"rendered":"<p>Als am Montagabend bekannt wurde, dass sich die Deutsche Bahn AG und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivf&uuml;hrer (GDL) nach rund f&uuml;nf Monaten und insgesamt sechs Streiks, die den Schienenverkehr fast vollst&auml;ndig lahmlegten, auf einen neuen Tarifvertrag verst&auml;ndigt haben, d&uuml;rfte das allgemein f&uuml;r Erleichterung gesorgt haben. Am Dienstag wurden Details der Vereinbarung, die nach gut einw&ouml;chigen Verhandlungen hinter verschlossenen T&uuml;ren erzielt wurde, auf getrennten Pressekonferenzen <a href=\"https:\/\/www.gdl.de\/aktuelles\/news\/gdl-gelingt-beispielhafter-tarifabschluss\/\">bekanntgegeben und erl&auml;utert<\/a>. Entscheidend ist sicherlich die Frage, f&uuml;r wen sich der z&auml;he Tarifkampf nun mehr &bdquo;gelohnt&ldquo; hat. Von <strong>Rainer Balcerowiak<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_6720\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-113035-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240326_Weselskys_letzter_Kampf_Der_Tarifstreit_bei_der_Deutschen_Bahn_ist_beendet_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240326_Weselskys_letzter_Kampf_Der_Tarifstreit_bei_der_Deutschen_Bahn_ist_beendet_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240326_Weselskys_letzter_Kampf_Der_Tarifstreit_bei_der_Deutschen_Bahn_ist_beendet_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240326_Weselskys_letzter_Kampf_Der_Tarifstreit_bei_der_Deutschen_Bahn_ist_beendet_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=113035-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240326_Weselskys_letzter_Kampf_Der_Tarifstreit_bei_der_Deutschen_Bahn_ist_beendet_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"240326_Weselskys_letzter_Kampf_Der_Tarifstreit_bei_der_Deutschen_Bahn_ist_beendet_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>F&uuml;r die GDL steht auf der Habenseite, dass sie ihre zentrale Forderung nach stufenweiser Absenkung der Wochenarbeitszeit f&uuml;r Schichtdienstbesch&auml;ftigte von 38 auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich gegen die z&auml;he Blockadehaltung des Konzerns durchgesetzt hat. Allerdings mit einer l&auml;ngeren Streckung der Absenkungsschritte, als von der GDL gefordert. Zun&auml;chst sinkt 2026 (statt 2025) die sogenannte Referenzarbeitszeit f&uuml;r alle Besch&auml;ftigten im Schichtdienst automatisch auf 37 Stunden.<\/p><p>Die weiteren Absenkungen (ab 2027 auf 36, ab 2028 auf 35,5 und ab 2029 auf 35 Stunden) erfolgen dann nicht mehr automatisch. Besch&auml;ftigte m&uuml;ssen sich vielmehr selbst bei der Bahn melden, wenn sie ihre Arbeitszeit reduzieren wollen. Sie k&ouml;nnen sich aber auch f&uuml;r eine gleichbleibende Zahl oder sogar mehr Arbeitsstunden entscheiden, in einem Korridor von bis zu 40 Stunden. Wer das tut, erh&auml;lt pro Stunde oberhalb der Referenzarbeitszeit 2,8 Prozent mehr Lohn oder mehr Urlaubstage. Dies f&auml;llt &ndash; was die Streckung der Arbeitszeitverk&uuml;rzung betrifft &ndash; hinter die Abschl&uuml;sse zur&uuml;ck, die die GDL bereits mit 28 privaten Konkurrenten der Bahn AG erzielt hatte. Diese werden jetzt wohl entsprechend modifiziert werden.<\/p><p><strong>Nicht alle Forderungen durchgesetzt<\/strong><\/p><p>Auch bei der Lohnerh&ouml;hung gab es einen &bdquo;intelligenten Kompromiss&ldquo;, wie es Bahn-Personalvorstand Martin Seiler am Dienstag nannte. Die Verg&uuml;tungen steigen in zwei Stufen um insgesamt 420 Euro pro Monat: jeweils 210 Euro ab August 2024 und April 2025. Sicherlich eine bittere Pille f&uuml;r die GDL, denn da der alte Tarifvertrag am 31. Oktober 2023 ausgelaufen war, bedeutet dies eine neunmonatige Nullrunde. Zus&auml;tzlich gibt es aber noch eine steuerfreie Inflationsausgleichspr&auml;mie in H&ouml;he von 2.850 Euro, die in zwei Stufen ausgezahlt wird, die erste bereits f&uuml;r diesen M&auml;rz. Ferner werden die Schicht- und Wochenendzulagen erh&ouml;ht und die Anzahl der Schichten auf 5 Tage pro Woche reduziert, mit einer Mindestruhezeit von 48 Stunden.<\/p><p>Bei der Laufzeit hat wiederum die GDL gepunktet. Sie betr&auml;gt 26 Monate und endet damit am 31. Dezember 2025. Die Bahn hatte bis zuletzt eine Laufzeit von 32 Monaten gefordert. Allerdings gilt anschlie&szlig;end f&uuml;r zwei Monate eine weitere Friedenspflicht, in Form einer verbindlichen &bdquo;Verhandlungsphase&ldquo;, in der nicht gestreikt werden darf. Falls es in dieser Phase zu keiner Einigung komme, soll dort auch &uuml;ber die M&ouml;glichkeit eines Schlichtungsverfahrens verhandelt werden. Ein verbindliches Schlichtungsverfahren, wie es in den vergangenen Wochen vor allem Wirtschaftsverb&auml;nde und Politiker der CDU und der FDP gefordert haben, wurde aber nicht vereinbart. Das hei&szlig;t, ab M&auml;rz 2026 k&ouml;nnte die GDL wieder Warnstreiks durchf&uuml;hren.<\/p><p>Nicht durchsetzen konnte sich die GDL mit der Forderung nach Anwendung des neuen Tarifvertrages auf die Infrastrukturbetriebe des Konzerns. Weselsky r&auml;umte ein, dass sich zwar viele Kollegen aus diesen Bereichen an den Streiks beteiligt h&auml;tten, der Organisationsgrad dort aber noch zu gering sei. Der Abschluss wird daher laut Tarifeinheitsgesetz nur f&uuml;r das Fahrpersonal in jenen DB-Betrieben abgewendet, in denen die GDL die Mehrheit der Gewerkschaftsmitglieder stellt.<\/p><p>Allerdings wird die konkurrierende, zum DGB geh&ouml;rende Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) nicht umhinkommen, die in ihren Tarifvertr&auml;gen vereinbarte &bdquo;Nachverhandlungsklausel&ldquo; geltend zu machen und ebenfalls Regelungen f&uuml;r die Absenkung der Wochenarbeitszeit zu vereinbaren. Denn sie wird ihren Mitgliedern wohl kaum vermitteln k&ouml;nnen, dass diese ab 2026 bei gleichem Lohn mehr arbeiten m&uuml;ssen als die GDL-Kollegen. Und Weselsky <a href=\"https:\/\/bahnblogstelle.com\/214304\/gdl-wirft-bahn-tendenzioese-anwendung-von-tarifeinheitsgesetz-vor\/\">k&uuml;ndigte an<\/a>, dass die GDL weiterhin juristisch daf&uuml;r k&auml;mpfen werde, dass die &bdquo;willk&uuml;rliche Z&auml;hlweise&ldquo; der Bahn bei der Ermittlung der Mehrheitsverh&auml;ltnisse in den DB-Betrieben keinen Bestand hat.<\/p><p><strong>GDL-Abschluss k&ouml;nnte Signalwirkung haben<\/strong><\/p><p>Bei allen, teilweise schmerzlichen Abstrichen, die die GDL f&uuml;r diesen Abschluss hinnehmen musste, bleibt dennoch festzuhalten, dass sie sich bei ihrer Kernforderung, der Absenkung der Wochenarbeitszeit von 38 auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich, durchgesetzt hat. Sie hat damit &ndash; nicht zum ersten Mal &ndash; bewiesen, dass gut organisierte, entschlossene Gewerkschaften besonders in Zeiten entsprechender Rahmenbedingungen auf dem Arbeitsmarkt die M&ouml;glichkeit haben, zentrale Forderungen wenigstens teilweise durchzusetzen. Und das auch bei einem m&auml;chtigen Konzern wie der bundeseigenen Deutschen Bahn AG. Der Abschluss der GDL wird mit Sicherheit eine gewisse Signalwirkung f&uuml;r k&uuml;nftige Tarifauseinandersetzungen in anderen Branchen haben, und das nicht nur wie jetzt schon im Verkehrssektor und im &ouml;ffentlichen Dienst. Weselsky sprach gar von einem &bdquo;historischen Durchbruch&ldquo;, der &bdquo;beispielgebend auch f&uuml;r andere Gewerkschaften in diesem Land&ldquo; sei.<\/p><p>Der Gegenseite gef&auml;llt das nicht. Sie hat die Streiks bei der Bahn zum Anlass genommen, eine Kampagne zur deutlichen Beschr&auml;nkung des Streikrechts zu starten. Aktuell d&uuml;rfte da ein wenig die Luft raus sein, denn die Einigung hat letztendlich gezeigt, dass die viel beschworene Tarifautonomie letztendlich doch funktioniert. Doch die gesamte Gewerkschaftsbewegung muss in dieser Frage &auml;u&szlig;erst wachsam bleiben, denn die Angriffe auf das Streikrecht werden weitergehen.<\/p><p>F&uuml;r den GDL-Vorsitzenden Claus Weselsky war das wohl der letzte gro&szlig;e Kampf. Der 65-j&auml;hrige gelernte Schienenfahrzeugschlosser und Lokf&uuml;hrer wird sein Amt auf der n&auml;chsten Generalversammlung der GDL im September abgeben. Sein bisheriger Stellvertreter und designierter Nachfolger Mario Rei&szlig; tritt in ziemlich gro&szlig;e Fu&szlig;stapfen, denn Weselsky hat &ndash; getragen von einer k&auml;mpferischen Mitgliedschaft &ndash; einige Pfl&ouml;cke in die deutsche Tariflandschaft eingeschlagen und alle Versuche abgewehrt, die GDL im Konzern durch das Tarifeinheitsgesetz zu marginalisieren. Im Gegenteil: In seiner 16-j&auml;hrigen Amtszeit hatte die GDL einen erheblichen Mitgliederzuwachs zu verzeichnen, auch in Berufsgruppen, die sie fr&uuml;her nicht vertreten hat.<\/p><p>Aus der standesbezogenen Lokf&uuml;hrergewerkschaft ist eine Organisation geworden, die den Anspruch hat, f&uuml;r alle Berufsgruppen des Fahrpersonals und dar&uuml;ber hinaus in der Infrastruktur, also Netzbetrieb und Werkst&auml;tten, zu k&auml;mpfen. Sein gr&ouml;&szlig;tes Verdienst war es, in z&auml;hen &bdquo;H&auml;userk&auml;mpfen&ldquo; &uuml;ber viele Jahre hinweg bei fast allen privaten Konkurrenten weitgehend einheitliche Verg&uuml;tungen und Arbeitsbedingungen auf dem Niveau des Marktf&uuml;hrers Deutsche Bahn durchgesetzt zu haben. Ein Pfund, mit dem er in der aktuellen Tarifrunde bei der Bahn auch wuchern konnte, denn Weselsky verwies stets darauf, dass die GDL bei der Bahn keine &uuml;berzogenen Forderungen stelle, sondern lediglich das verlange, was sie zuvor bereits f&uuml;r 29 Unternehmen mit rund 15.000 Eisenbahnern vereinbart hatte.<\/p><p>Eine gewisse Kontinuit&auml;t ist bei der Stab&uuml;bergabe an der GDL-Spitze jedenfalls garantiert. Wie Weselsky stammt Mario Rei&szlig; aus Sachsen und hat bei der Deutschen Reichsbahn Ausbildungen zum Schienenfahrzeugschlosser und Lokf&uuml;hrer absolviert und diesen Beruf auch viele Jahre ausge&uuml;bt, bevor er hauptamtlicher Gewerkschafter wurde. Er wird sehr genau wissen, dass sich die GDL auf den erzielten Erfolgen nicht ausruhen kann, denn sie wird sich weiter dagegen wehren m&uuml;ssen, mittels Tarifeinheitsgesetz vom Bahnmanagement und der konkurrierenden, konzernfreundlichen Gewerkschaft EVG marginalisiert zu werden.<\/p><p><small>Titelbild: Rustic\/shutterstock.com<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/5bebef84025a4cdbae5546f4dc306832\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als am Montagabend bekannt wurde, dass sich die Deutsche Bahn AG und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivf&uuml;hrer (GDL) nach rund f&uuml;nf Monaten und insgesamt sechs Streiks, die den Schienenverkehr fast vollst&auml;ndig lahmlegten, auf einen neuen Tarifvertrag verst&auml;ndigt haben, d&uuml;rfte das allgemein f&uuml;r Erleichterung gesorgt haben. 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