{"id":11308,"date":"2011-11-16T08:52:25","date_gmt":"2011-11-16T07:52:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11308"},"modified":"2011-11-16T08:52:25","modified_gmt":"2011-11-16T07:52:25","slug":"hinweise-des-tages-1510","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11308","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Euro-Krise; Wem hilft die Griechenland-Hilfe?; Was vom Demos &uuml;brig bleibt; &ldquo;Jetzt&nbsp;wird in Europa Deutsch gesprochen&rdquo;; Kein Vertrauensvorschuss f&uuml;r Technokraten; Portugal: Die Armee ist auf der Seite des Volkes; Wie die Politik die Ratingagenturen b&auml;ndigen will; EU verbietet Wetten auf Staatspleiten; Erst die Razzia, dann der R&uuml;ckzug; Postbankmitarbeiter werden f&uuml;r Gewinne bestraft; Mindestlohn; Leiharbeiter bekommen nun endlich den Mindestlohn; 3,6 Millionen verdienen unter 7 Euro; Callcenter: Arbeitsbedingungen durch weit verbreitete Tariflosigkeit unter Druck; Wetten auf Lebensmittel lehnen 84 Prozent der Deutschen ab; Studium als Stresstest; US-Studenten sitzen auf Schuldenberg; Zu guter Letzt: Franz-Josef Degenhardt: Der alte Sozialdemokrat. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11308#h01\">Euro-Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11308#h02\">Wem hilft die Griechenland-Hilfe?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11308#h03\">Was vom Demos &uuml;brig bleibt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11308#h04\">&ldquo;Jetzt&nbsp;wird in Europa Deutsch gesprochen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11308#h05\">Kein Vertrauensvorschuss f&uuml;r Technokraten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11308#h06\">Portugal: Die Armee ist auf der Seite des Volkes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11308#h07\">Wie die Politik die Ratingagenturen b&auml;ndigen will<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11308#h08\">EU verbietet Wetten auf Staatspleiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11308#h09\">Erst die Razzia, dann der R&uuml;ckzug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11308#h10\">Postbankmitarbeiter werden f&uuml;r Gewinne bestraft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11308#h11\">Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11308#h12\">Leiharbeiter bekommen nun endlich den Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11308#h13\">3,6 Millionen verdienen unter 7 Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11308#h14\">Callcenter: Arbeitsbedingungen durch weit verbreitete Tariflosigkeit unter Druck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11308#h15\">Wetten auf Lebensmittel lehnen 84 Prozent der Deutschen ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11308#h16\">Auf dem rechten Auge blind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11308#h17\">Studium als Stresstest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11308#h18\">US-Studenten sitzen auf Schuldenberg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11308#h19\">Zu guter Letzt: Franz-Josef Degenhardt: Der alte Sozialdemokrat<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=11308&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Euro-Krise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Schuldenkrise frisst sich wie ein Krebsgeschw&uuml;r durch Europa<\/strong><br>\nDie Euro-Krise frisst sich von Staat zu Staat. Am Markt f&uuml;r L&auml;nderanleihen kam es erneut zur Massenflucht. Spanien traf es besonders hart&hellip;Die Iberer m&uuml;ssen f&uuml;r kurzlaufende Anleihen so viel zahlen wie seit 1997 nicht mehr. Damit n&auml;hern sich die Renditen einem Niveau, bei dem die Refinanzierung eines Staates auf Dauer als untragbar gilt. Die Kurzl&auml;ufer-Auktion galt als Test f&uuml;r den Donnerstag, wenn das Land zehnj&auml;hrige Bonds im Volumen von 3 bis 4 Mrd. Euro an den Markt bringen will. Deren Renditen kletterten ebenfalls kr&auml;ftig in die H&ouml;he und erreichten zeitweise bis zu 6,27 Prozent &ndash; den h&ouml;chsten Stand seit August. Damit sind sie kurz vor der Schwelle, an der Portugal und Irland unter den europ&auml;ischen Rettungsschirm schl&uuml;pften. Italien musste j&uuml;ngst f&uuml;r zehnj&auml;hrige Bonds fast 7,5 Prozent berappen &ndash; obwohl die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) eingriff&hellip;\n<p>Auch Italien kommt nicht zur Ruhe: Am Dienstagmorgen kletterte die Rendite f&uuml;r zehnj&auml;hrige r&ouml;mische Staatsanleihen wieder &uuml;ber die Marke von sieben Prozent.<br>\nDie Sorgen bekommt auch Frankreich zu sp&uuml;ren, das neben der Deutschland die tragende S&auml;ule der Euro-Rettung ist. Bei der Emission von zehnj&auml;hrigen Staatsanleihen<br>\nmusste das Land einen Renditeanstieg um 0,17 Prozentpunkte auf den Rekordstand von 3,593 Prozent verkraften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/anleihen-devisen\/:staaten-in-finanznot-schuldenkrise-frisst-sich-wie-ein-krebsgeschwuer-durch-europa\/60129524.html\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wir wollen uns ja nicht st&auml;ndig wiederholen, aber wenn die EZB nicht bald dazwischen geht und die Spekulationen stoppt, gibt es bald keinen Grund f&uuml;r eine EZB mehr, weil es die europ&auml;ische W&auml;hrungsunion nicht mehr gibt. Die EZB kann sich dann wieder in Bundesbank umbenennen, die dann noch die Inflation im DEuro (=Deutschen Euro) bek&auml;mpfen darf. Siehe dazu nochmals:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>IMK: Die europ&auml;ische Zentralbank in der Kritik<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank ist in den vergangenen anderthalb Jahren zunehmend in die Kritik geraten, und zwar aus zwei entgegengesetzten Richtungen: W&auml;hrend eine Gruppe von Kritikern moniert, die EZB &uuml;berschreite ihr Mandat und ginge zu hohe finanzielle Risiken ein, kritisiert die andere Gruppe, die von der EZB ergriffenen Ma&szlig;nahmen w&auml;ren angesichts der sich fortw&auml;hrend zuspitzenden Liquidit&auml;tskrise nicht durchgreifend genug. Dieser Beitrag zeigt die Risiken auf, die das Eurosystem bisher eingegangen ist, und argumentiert, dass das Eurosystem nicht umhin konnte, unter Druck geratene Staatsanleihen zu kaufen, da ein Vertrauensverlust wegen der R&uuml;ckwirkungen auf die Staatsfinanzen und auf das Bankensystem einen Teufelskreis aus Vertrauensverlust, steigenden Zinsen, schwachem<br>\nWachstum und erneutem Vertrauensverlust erzeugen und damit die Stabilit&auml;t des Euroraums gef&auml;hrden kann. Auch die Schieflage bei der Refinanzierung der Banken und die damit einhergehende Ausweitung der Target2-Salden der nationalen Zentralbanken sind ein Krisenph&auml;nomen, das die EZB mit Blick auf die Stabilit&auml;t des Euroraums hinnehmen musste. Ob sich die Risiken tats&auml;chlich als Verluste niederschlagen, h&auml;ngt ganz entscheidend davon ab, ob die Eurol&auml;nder an ihrer erfolglosen Krisenpolitik festhalten oder aber einen Strategiewechsel vornehmen, der es dem Euroraum als Ganzes erm&ouml;glicht, mit dem R&uuml;ckenwind einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung die Staatsfinanzen zu konsolidieren. Mit dem &Uuml;bergreifen auf Italien hat die Vertrauenskrise ein Ausma&szlig; erreicht, das ohne eine aktive Rolle der EZB nicht mehr zu bew&auml;ltigen ist. Allerdings ben&ouml;tigt die EZB die R&uuml;ckendeckung der Eurol&auml;nder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_67_2011.pdf\">IMK Report Nr. 67 November 2011 [PDF &ndash; 206 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Deutschland wird mit aller H&auml;rte getroffen&rdquo;<\/strong><br>\nDer IWF hat die falsche Chefin und Angela Merkel die falschen Berater &ndash; der Argentinier Guillermo Nielsen teilt im Interview mit manager magazin&nbsp;Online zum Thema Schuldenkrise kr&auml;ftig aus. Er wei&szlig;, wovon er redet: Als Staatssekret&auml;r hat er Argentiniens Schulden verhandelt, danach war er Botschafter in Deutschland.<br>\nWenn wir uns voll im Rahmen demokratischer Institutionen bewegen wollen, gibt es keine Alternative zu einem &ouml;konomischen Regime, das die gegenw&auml;rtigen Methoden der Krisenbew&auml;ltigung &uuml;berfl&uuml;ssig macht. Das hei&szlig;t nat&uuml;rlich langfristig: vern&uuml;nftige Schuldenpolitik und Beseitigung der globalen Ungleichwichte&hellip;<br>\nJetzt bewegen wir uns auf etwas zu, das man vielleicht den &ldquo;Peking-Konsens&rdquo; nennen k&ouml;nnte, da China das wichtigste der Schwellenl&auml;nder ist. Der ist pragmatischer und schert sich nicht um die Gestalt politischer Regimes als Voraussetzung f&uuml;r Investitionen und Kredite. Denken Sie nur an das Engagement von China in den Diktaturen Afrikas&hellip; Demokratie wird als Konzept irrelevant. Wir m&uuml;ssen genau aufpassen, wie Europa damit in den kommenden Monaten umgeht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/weltwirtschaft\/0,2828,797912,00.html\">manager-magazin<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wem hilft die Griechenland-Hilfe?<\/strong><br>\nDer wohlklingende Begriff der Hilfezahlung suggeriert etwa den Transfer von einem (solidarischen) Spender zu einem (dankbaren) Empf&auml;nger. Dass dem nicht immer so sein muss, verdeutlicht die Hilfe an Griechenland. So zeigt eine &Uuml;berschlagsrechnung der auf Kreditm&auml;rkte spezialisierten Beratungsfirma TFMA, dass von der in den kommenden Wochen in Athen erwarteten Hilfszahlung von 8 Mrd. &euro; wohl der kleinste Teil in Griechenland bleiben d&uuml;rfte.<br>\nUnter der Annahme, dass die 8 Mrd. &euro; einer viertelj&auml;hrlichen Tranche entsprechen, wird errechnet, dass nur 19% des Geldes f&uuml;r den laufenden Haushalt verf&uuml;gbar bleiben. 23% fliessen derweil an griechische Besitzer von Staatsanleihen (vor allem Banken), die etwa 100 Mrd. der Gesamtverschuldung von 350 Mrd. &euro; finanzieren. 18% kassiert die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB), die 55 Mrd. &euro; an griechischen Staatsanleihen direkt h&auml;lt. Die &uuml;ber den Markt finanzierte Staatsschuld wird auf 175 Mrd. &euro; gesch&auml;tzt, so dass 40% an nichtgriechische Banken und Finanzinstitute gehen.<br>\nLanger Rechnung kurzer Sinn: Rund vier F&uuml;nftel der Hilfe m&uuml;ssen f&uuml;r Zins- und Tilgungszahlungen verwendet werden, w&auml;hrend nur knapp ein F&uuml;nftel zur Finanzierung des laufenden Haushalts &uuml;brig bleibt. Weit &uuml;ber die H&auml;lfte der Tranche fliesst dabei zur&uuml;ck ins Ausland&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/nachrichten\/wem_hilft_die_griechenland-hilfe_1.13283334.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Was vom Demos &uuml;brig bleibt<\/strong><br>\nDie politischen Machteliten in der EU beugen sich allzu willig den Vorgaben der Banken. Offenbart die Krise des Euro eine Krise der Demokratie?<br>\nSchritt f&uuml;r Schritt sind die Institutionen der EU, die Kommission wie das Europaparlament, von Konsultationen, geschweige denn von der M&ouml;glichkeit der Mitsprache ausgeschlossen worden.<br>\nAber auch von den 17 Euro-Staaten verschob sich der Entscheidungsprozess letztlich zu einer franz&ouml;sisch-deutschen Doppelherrschaft, dem Merkozy&hellip;<br>\nIm gesamten Verlauf der Verhandlungen, die mit Griechenland gef&uuml;hrt wurden, spielte die &ouml;konomische und soziale Lage der griechischen Bev&ouml;lkerung keine Rolle. Vielmehr wurde der griechischen Regierung noch eine Versch&auml;rfung der &ldquo;Reformen&rdquo; auferlegt&hellip;<br>\nDie politischen Machteliten in der EU folgen der Sichtweise des Bankensektors und sind weit davon entfernt, politische Konsequenzen aus dem Desaster der Eurokrise zu ziehen.<br>\nMit Recht fordert J&uuml;rgen Habermas seit Langem, eine europ&auml;ische &Ouml;ffentlichkeit zu schaffen, politische Themen europaweit als europ&auml;ische aufzuwerfen und europ&auml;ische Institutionen neu zu begr&uuml;nden. Aber diese Aufrufe bleiben fruchtlos, wenn es keine Versuche gibt, einen europ&auml;ischen Aktionsraum in der Praxis herzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Politische-Krise-in-Europa\/!81921\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&ldquo;Jetzt&nbsp;wird in Europa Deutsch gesprochen&rdquo;<\/strong><br>\nDie Dominanz&nbsp;Deutschlands wird in vielen EU-L&auml;ndern kritisch gesehen, doch in der CDU nimmt darauf nicht jeder&nbsp;R&uuml;cksicht:&nbsp;Auf dem Parteitag in Leipzig erkl&auml;rte Fraktionschef Kauder die Bundesrepublik zum Vorbild f&uuml;r Europa&hellip;<br>\nKauder warf den &uuml;brigen Staaten der W&auml;hrungsunion vor, erst jetzt begriffen zu haben, was die Kanzlerin bereits seit langem propagiert: Ausgangspunkt der Krise seien nicht die Spekulanten gewesen, sondern &ldquo;dass wir uns nicht an die Haushaltsdisziplin gehalten haben&rdquo;, sagte er am Dienstag vor den Delegierten. Diesen Gedanken habe Angela Merkel europaweit durchgesetzt. Und dann verstieg er sich zu einem Satz, der in manchen L&auml;ndern nicht gern geh&ouml;rt werden wird und schmerzhafte Erinnerungen wecken k&ouml;nnte: &ldquo;Jetzt auf einmal wird in Europa Deutsch gesprochen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,797945,00.html\">Spiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kein Vertrauensvorschuss f&uuml;r Technokraten<\/strong><br>\nWenig euphorisch, um nicht zu sagen skeptisch, haben Anleger am Montag auf die Einsetzung technokratischer Regierungschefs in Italien und Griechenland reagiert. Mario Monti, der am Sonntag von Italiens Staatspr&auml;sident Napolitano den Regierungsauftrag erhalten hat, gew&auml;hrte der Markt keinen Vertrauensvorschuss. Die Kurse italienischer Staatsanleihen gaben wieder nach, nachdem sie sich gegen Ende der vergangenen Woche etwas vom langj&auml;hrigen Tiefststand erholt hatten. Griechische Obligationen bewegten sich hingegen nicht von der Stelle. Der am Freitagnachmittag als neuer Ministerpr&auml;sident vereidigte Loukas Papadimos wird Taten statt Worte brauchen, um die Wahrnehmung der Investoren von Griechenland als hoffnungslosem Fall zu korrigieren. Auch die meisten europ&auml;ischen Aktienb&ouml;rsen verbuchten am Montag Verluste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/nachrichten\/kein_vertrauensvorschuss_fuer_technokraten_1.13318852.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Warum sollten Technokraten die M&auml;rkte beruhigen. Warum sollten Menschen, die nur Fertigkeit besitzen, etwas umzusetzen, ohne dass sie eine Einflussnahme auf die Definition dieses Etwas besitzen bzw. nicht einmal anstreben, beruhigend wirken. Was sind denn z.B. EZB- Banker wert, wenn sie als brave Technokraten die verfassten Ziele dieser Zentralbank in Zeiten der Not nicht in Frage stellen d&uuml;rfen, um neue, der Situation angemessene zu definieren. Vor allem aber, warum sollen Technokraten an der Spitze der Staaten die M&auml;rkte beruhigen, wenn jene nur den von den M&auml;rkten schon l&auml;ngst verworfenen Austerit&auml;tskurs von Merkozy exekutieren. Wie meinte z.B. Charles Dumas von der Londoner Analysefirma Lombard Street Research im Juni: Die peripheren L&auml;nder seien in einem Ausma&szlig; nicht mehr wettbewerbsf&auml;hig, dass Sparma&szlig;nahmen &ndash; die ber&uuml;chtigte interne Abwertung &ndash; nur zu einem &ldquo;grotesken Einbruch des Wirtschaftswachstums und exzessiver Arbeitslosigkeit&rdquo; f&uuml;hren w&uuml;rden. Es lie&szlig;en sich viele &auml;hnliche Aussagen zitieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Portugal: Die Armee ist auf der Seite des Volkes<\/strong><br>\nIn Portugal droht die Stimmung zu kippen. Bisher haben die Portugiesen alle Sparprogramme mehr oder minder duldsam hingenommen. Doch der Haushalt, der nun beschlossen werden soll, k&ouml;nnte die Stimmung kippen lassen: er kostet einen gro&szlig;en Teil der Portugiesen nochmal 15 bis 20 Prozent ihres ohnehin schmalen Einkommens. Wut und Verzweiflung k&ouml;nnten sich demn&auml;chst Luft machen: &ldquo;Wir haben schon einmal eine Revolution gemacht&rdquo;, das h&ouml;rt man immer &ouml;fter. Und ein General wurde k&uuml;rzlich sogar schon mit den Worten &ldquo;Die Armee ist auf der Seite des Volkes&rdquo; zitiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2011\/11\/10\/drw_201111100651_portugals_armee_ist_auf_der_seite_87658d15.mp3\">Deutschlandradio<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das waren noch Zeiten, als der portugiesische Premierminister Guterres 1997 auf dem&nbsp; EU-Gipfeltreffen in Madrid in v&ouml;lliger Abwesenheit einer Kosten-Nutzen-Analyse mit geradezu religi&ouml;ser Inbrunst beschwor: &ldquo;Als Jesus Christus sich entschloss, eine Kirche zu gr&uuml;nden, sagte er zu Petrus: &lsquo;Du bist Petrus, der Fels, und auf diesen Fels werde ich die Kirche bauen&rdquo; und dann fortfuhr: &ldquo;Du bist Europa, und auf diese neue W&auml;hrung Euro werden wir unser Europa errichten.&rdquo; Der unbedingte Wille der europ&auml;ischen Peripherie kann nur mit dem Wunschdenken der Eliten erkl&auml;rt werden, dass die Mitgliedschaft im Club der reichen Industriel&auml;nder automatisch einen Aufholprozess in Gang setzen w&uuml;rde. Dabei hatten alle inklusive Kerneuropa das Experiment der deutschen W&auml;hrungsunion vor Augen, welches lehrt, dass eine W&auml;hrungsunion ohne einen substantiellen Finanzausgleich nicht funktioniert. Selbst die so marktorientierten USA haben, anders als in Europa vielfach angenommen, einen Finanzausgleich, der weit &uuml;ber die Transfermechanismen des europ&auml;ischen Binnenmarktes hinausgeht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wie die Politik die Ratingagenturen b&auml;ndigen will<\/strong><br>\nDie EU r&uuml;ttelt anders als urspr&uuml;nglich geplant nicht an dem Prinzip, dass der Emittent selbst f&uuml;r die Bewertung seiner Anleihen bezahlt. Doch darf sich der Preis nicht nach dem Ergebnis der Einstufung richten, um keinen falschen Anreiz zu einer zu wohlwollenden Beurteilung zu geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/anleihen-devisen\/:moody-s-s-p-und-fitch-wie-die-politik-die-ratingagenturen-baendigen-will\/60129713.html%20\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das Prinzip, wer bezahlt, schafft an, bleibt also erhalten. Ansonsten ist der Beitrag sehr informativ. Die S&uuml;ddeutsche Zeitung mit ihrer &Uuml;berschrift schon Recht: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/schuldenkrise-in-europa-eu-begrenzt-macht-der-ratingagenturen-ein-bisschen-1.1190091\">EU begrenzt Macht der Ratingagenturen &ndash; ein bisschen<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>EU verbietet Wetten auf Staatspleiten<\/strong><br>\nDie EU schiebt Wetten auf Staatspleiten einen Riegel vor: Das EU-Parlament verabschiedete am Dienstag neue Gesetze, mit denen ungedeckte Leerverk&auml;ufe und der Handel mit ungedeckten Kreditversicherungen (CDS) von November 2012 an weitgehend verboten werden. Die hoch spekulativen Finanzgesch&auml;fte, bei denen H&auml;ndler von fallenden Kursen profitieren, ohne Kredite zu geben, gelten als Brandbeschleuniger der Schuldenkrise. Der Kompromiss, der schliesslich zwischen Parlament und Mitgliedstaaten ausgehandelt wurde, schafft deutliche mehr Transparenz und st&auml;rkt die Befugnisse der nationalen Kontrolleure und der neuen europ&auml;ischen B&ouml;rsenaufsicht ESMA. Sie k&ouml;nnen Leerverk&auml;ufe in Krisenzeiten k&uuml;nftig befristet verbieten, um Finanzmarktturbulenzen einzud&auml;mmen. In bestimmten F&auml;llen kann die ESMA sogar &uuml;ber die nationalen Beh&ouml;rden hinweg entscheiden. Damit werde sichergestellt, dass nicht in einem Land verboten werde, was in einem anderen erlaubt bleibe, sagte ESMA-Chef Steven Maijoor.<br>\nBei Leerverk&auml;ufen werden geliehene Papiere verkauft &ndash; in der Hoffnung, sie bei fallenden Kursen zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt billiger zur&uuml;ckkaufen zu k&ouml;nnen. Das bleibt zwar m&ouml;glich, Hege-Funds m&uuml;ssen aber Auskunft &uuml;ber ihre Positionen und Risiken geben. Und &laquo;nackte&raquo; Leerverk&auml;ufe, bei denen H&auml;ndler zocken, obwohl sie sich die Papiere noch nicht einmal geliehen haben, werden komplett untersagt. Erstmals k&ouml;nnten die nationalen und europ&auml;ischen Aufsichtsbeh&ouml;rden nun bei Marktmissbrauch fr&uuml;hzeitig reagieren, sagte SPD-Finanzexperte Udo Bullmann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/nachrichten\/eu_verbietet_wetten_auf_staatspleiten_1.13324444.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Erst die Razzia, dann der R&uuml;ckzug<\/strong><br>\nZuvor war der seit Jahren schwelende Rechtsstreit um milliardenschweren Schadenersatz f&uuml;r die Pleite des Medienzars Leo Kirch eskaliert. Ackermann spielt darin eine tragende Rolle. Die Staatsanwaltschaft M&uuml;nchen verd&auml;chtigt ihn, im Mai im Zivilverfahren vor dem M&uuml;nchner Oberlandesgericht falsche Angaben gemacht zu haben und durchsuchte auch Ackermanns B&uuml;ro in Frankfurt&hellip;<br>\nDer Mitte Juli verstorbene Kirch hatte zeitlebens die Bank und Breuer f&uuml;r den Untergang seines Unternehmens 2002 verantwortlich gemacht. Beide &uuml;berzog der Medienmogul mit einer wahren Prozessflut, um zu beweisen, dass hinter seiner Pleite nicht gesch&auml;ftliches Versagen, sondern eine Verschw&ouml;rung der Bank steckt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Deutsche-Bank-Chef-Josef-Ackermann\/!81881\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Einsch&auml;tzung der S&uuml;ddeutschen Zeitung: &bdquo;Der 63-J&auml;hrige deutete intern &ouml;fter an, dass er es nach zehn Jahren an der Spitze der Deutschen Bank gerne ruhiger angehen lassen w&uuml;rde. Urspr&uuml;nglich hatte er geplant, nach seinem Abschied Verwaltungsratschef der Schweizer Versicherung Zurich Financial Services zu werden &ndash; ein vergleichsweise gem&uuml;tlicher Job, der nun wieder realistisch ist. &ldquo;Der hat so viel Auswahl, warum sollte er sich das bei der <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/ackermann-verzichtet-auf-aufsichtsratvorsitz-es-macht-ihm-ueberhaupt-nichts-aus-1.1189137-2\">Deutschen Bank weiter antun?&rdquo;, hei&szlig;t es in&nbsp;Frankfurt<\/a>.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Postbankmitarbeiter werden f&uuml;r Gewinne bestraft<\/strong><br>\nDie Deutsche Bank will ein Exempel statuieren: F&uuml;r ihre Milliardengewinne sollen die Besch&auml;ftigten der Postbank k&uuml;nftig sehr viel weniger verdienen<br>\nErst Ende Oktober hat der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, wieder Milliardengewinne vermeldet: &ldquo;Die Deutsche Bank war in punkto Kapital, Liquidit&auml;t und Refinanzierungsstruktur noch nie besser aufgestellt als heute.&rdquo;<br>\nDaf&uuml;r, so das Vorhaben des Bankmanagements, soll es anderen bald erheblich schlechter gehen: Den Besch&auml;ftigten der Postbank, die vor drei Jahren von der Deutschen Bank &uuml;bernommen worden ist. Nachdem es anfangs noch hie&szlig;, an den Arbeitsbedingungen der Besch&auml;ftigten werde sich nichts &auml;ndern, liegen nun die drakonischen Pl&auml;ne auf dem Tisch. Zun&auml;chst soll es die Besch&auml;ftigten in der Kreditabwicklung treffen. Angek&uuml;ndigt ist eine K&uuml;rzung der Einkommen um bis zu 30 Prozent, die Streichung von drei Urlaubstagen und die Verl&auml;ngerung der Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 42 Stunden. Und das geht so: Die Bank gr&uuml;ndet neue Gesellschaften, k&uuml;ndigt den Besch&auml;ftigten die alten Arbeitsvertr&auml;ge und schlie&szlig;t mit ihnen neue Vertr&auml;ge zu schlechteren Bedingungen in den neuen Gesellschaften ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/publik.verdi.de\/2011\/ausgabe-11\/gewerkschaft\/titel\/seite-1\/A0\">ver.di Publik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Mindestlohn<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Mindestlohn-Nebelkerzen der CDU<\/strong><br>\nAber die Hintert&uuml;rchen, die gleichzeitig eingebaut wurden, sind wahre Scheunentore. Diese Scheunentore werden verhindern, dass der Mindestlohn umgesetzt wird.<br>\nFormularende<br>\nDass die Lohnuntergrenze sich nun nicht mehr am Zeitarbeitslohn orientieren soll, ist dabei weniger das Problem. Die bereits existierenden Branchenmindestl&ouml;hne bewegen sich in einem Korridor von 6 bis 8 Euro pro Stunde &ndash; da w&auml;re man auch mit der Orientierung am Zeitarbeitslohn gelandet.<br>\nDie viel gef&auml;hrlicheren Hintertore sind die offenen Fragen, die die CDU nicht nur nicht beantwortet, sondern sogar erweitert hat. Der Mindestlohn soll nur dort eingesetzt werden, wo es keine Tarifvertr&auml;ge gibt. Von diesen wei&szlig;en Flecken in der Tariflandschaft gibt es allerdings wenige. Die grauen Flecken, Tarifl&ouml;hne von 4, 5 Euro pro Stunde, sind zur wahren Pest in der Lohnlandschaft geworden. Ob diese aber angehoben werden, bleibt offen.<br>\nAuch die Vorgaben f&uuml;r die Kommission, auf der nun alle Hoffnungen liegen, bleiben unscharf. Damit d&uuml;rfte das Verfahren bei den bekanntlich eher widerstrebenden Arbeitgeberverb&auml;nden zum Aussitzmarathon verkommen. Zudem wird ausdr&uuml;cklich betont, dass Ausnahmen und Differenzierungen m&ouml;glich sein sollen, also nach Branchen, Regionen oder Alter. Die Debatten dar&uuml;ber d&uuml;rften zus&auml;tzlich Zeit kosten &ndash; wenn man &uuml;berhaupt jemals so weit kommt.<br>\nMit diesem Beschluss bereitet die CDU keinen Mindestlohn vor, sondern sie wirft mit Nebelkerzen um sich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:parteitag-in-leipzig-mindestlohn-nebelkerzen-der-cdu\/60129258.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der CDU-Parteitag in Leipzig hatte sich am Montagabend zwar f&uuml;r verbindliche Lohnuntergrenzen f&uuml;r bislang tarifvertragsfreie Branchen ausgesprochen, aber &uuml;ber H&ouml;he und konkrete Ausgestaltung soll eine Kommission aus Arbeitgebern und Gewerkschaften entscheiden.<\/em><br>\n<em>Da sitzen dann in der Kommission Arbeitgeber und Gewerkschaften gegen&uuml;ber, aber die Gewerkschaften haben gar keine Verhandlungsmacht, wie wollten sie denn gerade in tarifvertragsfreien Branchen, wo sie ohnehin nur schwach organisiert sind und wo sie kaum jemals erfolgreich zu einem Streik aufrufen k&ouml;nnen, am Verhandlungstisch Druck machen k&ouml;nnen. Sie m&uuml;ssen sich mit dem Angebot abspeisen lassen, dass ihnen die Unternehmer der tariffreien Branchen anbieten. Allein durch Verhandeln k&ouml;nnen Gewerkschaften kaum zu einer Lohnuntergrenze gelangen, die der &bdquo;W&uuml;rde der Arbeitnehmer&ldquo; (Merkel) entspricht, sonst h&auml;tten sie das ja schon bisher geschafft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der gro&szlig;e Bluff<\/strong><br>\nDie Sozialdemokratisierung der CDU findet nicht statt. Die Diskussion dar&uuml;ber kommt ihr aber gelegen.<br>\nWer in den letzten Tagen die Nachrichten im Vorfeld des Bundesparteitags der CDU in Leipzig verfolgt hat, der muss zu dem Schluss kommen, dass in Deutschland nur noch Arbeiterparteien existieren &ndash; mit Ausnahme der FDP, die ohnehin in den kommenden Wahlen nicht mehr relevant ist, versteht sich. Viel dran ist daran nicht. Angela Merkel kann trotzdem kein Interesse daran haben, das klarzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/35\/35880\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Leiharbeiter bekommen nun endlich den Mindestlohn<\/strong><br>\nW&auml;hrend die CDU wochenlang dar&uuml;ber stritt, ob sich eine allgemeine Lohnuntergrenze am Mindestlohn der Leiharbeit orientieren sollte, ist dieser f&uuml;r die Leiharbeiter noch gar nicht in Kraft. Doch jetzt k&ouml;nnen die rund 900.000 Leiharbeiter hoffen. &ldquo;Der Antrag der Tarifpartner liegt vor&rdquo;, sagte eine Sprecherin des Arbeitsministeriums zur taz. &ldquo;Wir werden alles tun, dass der Mindestlohn Anfang 2012 in Kraft tritt.&rdquo; Die Grenze soll bei 7,89 Euro und 7,01 Euro (West\/Ost) liegen. Die Tarifparteien begr&uuml;nden den Mindestlohn in der Leiharbeit mit der seit Mai geltenden Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit f&uuml;r acht osteurop&auml;ische Staaten. Firmen mit Sitz in Polen k&ouml;nnten nun Besch&auml;ftigte f&uuml;r umgerechnet 1,85 Euro, den polnischen Mindestlohn, nach Deutschland verleihen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2011%2F11%2F16%2Fa0056&amp;cHash=8a3b3f2a31\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das mag besser als nichts sein, aber die Politik bleibt aufgerufen, parallel dazu die Gleichbehandlung von&nbsp; Stammbelegschaft und Leiharbeit gesetzlich zwingend vorzuschreiben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>3,6 Millionen verdienen unter 7 Euro<\/strong><br>\nFast 3,6 Mio. Besch&auml;ftigte in Deutschland arbeiteten im Jahr 2009 f&uuml;r weniger als 7 Euro brutto pro Stunde. Dies entspricht gut elf Prozent aller Besch&auml;ftigten. Mehr als 1,2 Mio. bekamen sogar einen Stundenlohn von weniger als 5 Euro. Das zeigen neue Auswertungen des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universit&auml;t Duisburg-Essen.<br>\n&bdquo;Selbst bei einer Vollzeitbesch&auml;ftigung liegt das monatliche Erwerbseinkommen bei solchen Stundenl&ouml;hnen nur bei rund 800 Euro oder sogar darunter, was selbst bei Alleinstehenden nicht zum Leben reicht&ldquo;, rechnet Dr. Claudia Weinkopf, Stellvertretende IAQ-Direktorin. Unter 8,50 Euro, also der von den Gewerkschaften als Mindestlohn geforderten Bezahlung pro Stunde, arbeiteten 2009 fast 5,8 Mio. Besch&auml;ftigte. Die Zahl der Betroffenen d&uuml;rfte sogar noch h&ouml;her liegen, da bei den Berechnungen aus methodischen Gr&uuml;nden Sch&uuml;ler, Studierende und Rentner sowie Nebenjobber nicht einbezogen wurden.<br>\nMehrere Mio. Besch&auml;ftigte w&uuml;rden also nach den Berechnungen des IAQ von einer verbindlichen Lohnuntergrenze profitieren. Wie viele genau, h&auml;ngt aber von der H&ouml;he eines Mindestlohns und davon ab, wie der Geltungsbereich ausgestaltet wird. W&uuml;rde die Lohnuntergrenze, wie von der CDU vorgesehen, nur f&uuml;r Besch&auml;ftigte in Branchen gelten, in denen es &uuml;berhaupt keine tariflichen Regelungen gibt, w&uuml;rden viele der gering bezahlten Besch&auml;ftigten leer ausgehen.<br>\nArbeitgeber in Branchen ohne tarifliche Regelungen k&ouml;nnten versuchen, Tarifvertr&auml;ge mit Splittergewerkschaften abzuschlie&szlig;en, damit ihre Branche nicht unter die Mindestlohnregelung f&auml;llt. Gewerkschaften in Branchen mit Tarifl&ouml;hnen unter der verbindlichen Lohnuntergrenze k&auml;men in die paradoxe Situation, dass sie im Interesse der Besch&auml;ftigten k&uuml;nftig eigentlich darauf verzichten m&uuml;ssten, &uuml;berhaupt Tarifverhandlungen zu f&uuml;hren, weil die Besch&auml;ftigten sonst nicht von der Lohnuntergrenze profitieren w&uuml;rden.<br>\n&bdquo;Um Niedrigstl&ouml;hne in Deutschland wirksam zu unterbinden, m&uuml;sste eine Lohnuntergrenze f&uuml;r alle Besch&auml;ftigten verbindlich sein. Diese d&uuml;rfte in keiner Branche unterschritten werden. Den Tarifvertragsparteien st&uuml;nde es jedoch weiterhin frei, h&ouml;here Tarifl&ouml;hne zu vereinbaren, die &uuml;ber das Arbeitnehmer-Entsendegesetz auch als branchenbezogene Mindestl&ouml;hne f&uuml;r allgemeinverbindlich erkl&auml;rt werden k&ouml;nnen&ldquo;, schl&auml;gt Dr. Claudia Weinkopf vor.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news451056\">idw<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.uni-due.de\/imperia\/md\/images\/samples\/2011\/bilderpressemitteilungen\/image1.jpg\">Statistik des IAQ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Callcenter: Arbeitsbedingungen durch weit verbreitete Tariflosigkeit unter Druck<\/strong><br>\nIn der Callcenter-Branche fehlen &uuml;berbetriebliche Mindeststandards. Nur jedes achte Callcenter ist noch durch einen Fl&auml;chentarifvertrag erfasst. Durch tariflose Konkurrenz geraten auch Entlohnung und Arbeitsbedingungen von Telefonisten unter Druck, die fr&uuml;her zu den vergleichsweise guten Konditionen gro&szlig;er Konzerne arbeiteten. So charakterisiert Dr. Hajo Holst von der Universit&auml;t Jena die Entwicklung in der Branche, die l&auml;ngst zu den gr&ouml;&szlig;eren im Dienstleistungssektor geh&ouml;rt&hellip;<br>\nFast 500.000 Arbeitspl&auml;tze gibt es in deutschen Callcentern. Ein gro&szlig;er Teil des Branchenwachstums fand in der zweiten H&auml;lfte der 1990er-Jahre nach der Liberalisierung des Telekommunikationssektors statt. Mit dem Platzen der New-Economy-Blase kam die Ausdehnung zwar zum Stillstand; in j&uuml;ngster Zeit w&auml;chst die Besch&auml;ftigtenzahl jedoch wieder. Der Soziologe Holst hat untersucht, wie sich die Arbeitsbeziehungen in diesem Wirtschaftszweig ver&auml;ndert haben. Der Wissenschaftler sieht Callcenter als beispielhaft an f&uuml;r die &ldquo;zahlreichen neuen Branchen des expandierenden Dienstleistungssektors, die allenfalls rudiment&auml;r in das duale System der Interessenvertretung integriert sind&rdquo;. Er zeichnet die Entwicklung der vergangenen beiden Jahrzehnte nach und zeigt, wie erh&ouml;hter Konkurrenzdruck und schwindende Verhandlungsmacht zur Prekarisierung von Arbeitsverh&auml;ltnissen f&uuml;hren k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.idw-online.de\/pages\/de\/news450993\">idw, Pressemitteilung der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a>\n<p>Dazu: <\/p>\n<p><strong>Callcenter-Branche: Ein &Uuml;berblick<\/strong><br>\nZ.B. 6.700 Callcenter, 500.000 Besch&auml;ftigte<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/hbs_showpicture.htm?id=38210&amp;chunk=1%20\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wetten auf Lebensmittel lehnen 84 Prozent der Deutschen ab<\/strong><br>\nDie Organisation foodwatch setze ihre erfolgreiche Kampagne &ldquo;H&auml;nde weg vom Acker, Mann!&rdquo; mit einer Umfrage fort, um Politik und Deutsche Bank zur Regulierung bzw. zur Beendigung der Spekulation mit Nahrungsmitteln zu bringen.<br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/111116_wetten_auf_lebensmittel.jpg\" alt=\"Wetten auf Lebensmittel\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/150842\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Auf dem rechten Auge blind<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Vom Rechtsextremismus zum Rechtsterrorismus<\/strong><br>\nDie Bundesregierung erkl&auml;rte im September auf eine Kleine Anfrage, es gebe zwar eine &ldquo;Reihe von deutschsprachigen Internet-Pr&auml;senzen mit islamkritischen, bisweilen auch islamfeindlichen Beitr&auml;gen&rdquo;, die aber &ldquo;in ihrer Gesamtbetrachtung nicht die Schwelle einer gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung gerichteten Bestrebung erreichen&rdquo;. Daher w&uuml;rden sie auch nicht systematisch vom Verfassungsschutz beobachtet. Erkl&auml;rt werden islamkritische und -feindliche &Auml;u&szlig;erungen als &ldquo;Ausdruck von &Auml;ngsten vor &Uuml;berfremdung&rdquo;.<br>\nEnde Juli sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums noch: &ldquo;Tat und T&auml;ter (Breivik in Norwegen, WL) weisen nach derzeitigem Kenntnisstand keine Bez&uuml;ge nach Deutschland auf.&rdquo; Man beobachte die rechte Szene intensiv, es gebe aber &ldquo;keine Hinweise auf rechtsterroristische Aktivit&auml;ten&rdquo;. Daher war also keine Aufregung angesagt, lieber machte man dann ein Aussteigerprogramm f&uuml;r Linksextremisten (Neues Leben unter dieser Nummer) und beschw&ouml;rt weiterhin die Gefahr durch den islamistischen Terror.<br>\nBundeskanzlerin Merkel &uuml;bte sich in Rhetorik und seltsamer Zur&uuml;cknahme: &ldquo;Wir m&uuml;ssen vermuten, dass es sich um Rechtsextremismus in schlimmster Form handelt. Und es ist besch&auml;mend, dass so etwas in unserem Land passiert.&rdquo; Es ist nicht nur zu vermuten, es handelt sich um Rechtsextremismus und besch&auml;mend ist eher, dass die Bundeskanzlerin nicht eingesteht, den Rechtsextremismus zu wenig beachtet zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/35\/35871\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Und so sieht es das Ausland, etwa der Z&uuml;richer Tagesanzeiger: &ldquo;Acht T&uuml;rken und ein Grieche wurden erschossen &ndash; jeweils am helllichten Tag, jeweils mit der gleichen Waffe. Und niemand kam auf die Idee, die Killer in der rechten Ecke zu suchen. Da haben nicht nur ein paar Verfassungssch&uuml;tzer und Polizisten versagt, da war die ganze deutsche Gesellschaft auf einem Auge blind. Deutschland muss sich &uuml;berlegen, ob der Erfolg von Sarrazin und der lange <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/presseschau\/\">Misserfolg der Ermittler nicht in einem Zusammenhang stehen<\/a>.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Th&uuml;ringer Kameraden<\/strong><br>\nHelmut Roewer, bis zum Jahr 2000 Pr&auml;sident des Th&uuml;ringer Verfassungsschutzes, hielt sich V-Leute aus der Naziszene. Heute schreibt er f&uuml;r einen rechten Verlag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Verfassungsschutz-und-Naziszene\/!81897\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Heribert Prantl: Nehmt die braune Gefahr endlich ernst!<\/strong><br>\nLinksextremisten? Intelligent und gef&auml;hrlich! Rechtsextremisten? Dumpfbackig und Einzelt&auml;ter! Diesem Motto folgend haben deutsche Beh&ouml;rden rechtsradikale Straft&auml;ter jahrelang untersch&auml;tzt oder gar ignoriert. Nach den Erkenntnissen &uuml;ber die Zwickauer Neonazi-Zelle muss damit Schluss sein. Alles andere w&auml;re unverantwortlich und dumm.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/rechter-terror-in-deutschland-nehmt-die-braune-gefahr-endlich-ernst-1.1188162\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Sp&auml;te Suche nach braunen Wurzeln<\/strong><br>\nNach dem Zweiten Weltkrieg &uuml;bernahm das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz hochrangige Nazis in seinen Dienst. Erst jetzt l&auml;sst die Beh&ouml;rde ihre Geschichte aufarbeiten<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1145-spaete-suche-nach-den-braunen-wurzeln\">der Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Studium als Stresstest<\/strong><br>\nDoppelte Abiturjahrg&auml;nge, abgeschaffte Wehrpflicht: mehr junge Menschen als je zuvor wollen in diesem Wintersemester ein Studium beginnen. In fast allen F&auml;chern und Hochschulen herrscht Numerus Clausus, und das Anmeldeverfahren ist chaotisch und b&uuml;rokratisch wie nie.<br>\nWer das Rennen um Credits und Workloads nicht in den vorgesehenen sechs Semestern zum Bachelor schafft, f&uuml;hlt sich als Versager. Es bleibt kaum Raum f&uuml;r ein von eigenen Interessen geleitetes Studium und selbst&auml;ndiges wissenschaftliches Arbeiten.<br>\nDas Erstaunliche: viele Studenten kommen mit dem straff organisiertem Studium gut zurecht, erleben es als Lebensphase, in der sie sich entfalten und erwachsen werden k&ouml;nnen oder erhoffen sich in einer Zeit der Unsicherheit einen guten Abschluss und bessere Arbeitsperspektiven.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/dok-5\/s\/d\/13.11.2011-11.05.html\">wdr5 Podcast<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/fileadmin\/user_upload\/Sendungen\/Dok5_das_Feature\/2011\/November\/Manuskripte\/Dschungelcamp-Hochschule.pdf%20\">wdr5 Manuskript der Sendung [PDF &ndash; 311 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>US-Studenten sitzen auf Schuldenberg<\/strong><br>\nDie Neuverschuldung von Studierenden hat in diesem Jahr einen Rekord erreicht: 100 Milliarden Dollar. Das hei&szlig;t die verzweifelte Hoffnung auf einen Job mit Hochschultitel ist immer noch gr&ouml;&szlig;er als die Furcht vor lebenslangen Schulden und vor Privatinsolvenz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/studium\/us-studenten-sitzen-auf-schuldenberg--ich-habe-meine-familie-ruiniert-,5027854,11064260.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Franz-Josef Degenhardt: Der alte Sozialdemokrat<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=afmXY3CfheQ&amp;feature=related%20\">Youtube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Euro-Krise; Wem hilft die Griechenland-Hilfe?; Was vom Demos &uuml;brig bleibt; &ldquo;Jetzt&nbsp;wird in Europa Deutsch gesprochen&rdquo;; Kein Vertrauensvorschuss f&uuml;r Technokraten; Portugal: Die Armee ist auf der Seite des Volkes; Wie die Politik die Ratingagenturen b&auml;ndigen will; EU verbietet Wetten auf Staatspleiten; Erst die Razzia, dann der R&uuml;ckzug; Postbankmitarbeiter werden f&uuml;r<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11308\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-11308","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11308","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11308"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11308\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11312,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11308\/revisions\/11312"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11308"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11308"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11308"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}