{"id":11330,"date":"2011-11-17T08:33:49","date_gmt":"2011-11-17T07:33:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11330"},"modified":"2011-11-17T08:34:55","modified_gmt":"2011-11-17T07:34:55","slug":"hinweise-des-tages-1511","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11330","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Rechtsterrorismus, &bdquo;D&ouml;ner-Morde&ldquo;, NPD, Verfassungsschutz, &bdquo;In Europa wird Deutsch Gesprochen&ldquo;, Unruhen in den britischen St&auml;dten, Goldman Sachs, Privatisierung, Polizei r&auml;umt Occupy Wallstreet, Milton Friedman, Mindestlohn, Bildungs-GAU, Demenzkranke, zu guter Letzt. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11330#h01\">Rechtsterrorismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11330#h02\">Die &bdquo;D&ouml;ner-Morde&ldquo; und die &bdquo;SoKo Bosporus&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11330#h03\">NPD: Neonazi-Partei mit Schl&auml;gertrupps<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11330#h04\">Der Verfassungsschutz &ndash; Staat im Staate<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11330#h05\">&bdquo;In Europa wird deutsch gesprochen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11330#h06\">Die Unruhen in den britischen St&auml;dten gingen von &ldquo;antisozialen&rdquo; Menschen aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11330#h07\">Goldman Sachs: Die Goldjungs an den Schaltstellen der Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11330#h08\">Ein nicht ganz allt&auml;glicher Fall von Privatisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11330#h09\">Polizei r&auml;umt Occupy Wallstreet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11330#h10\">Der Todestag des amerikanischen Wirtschaftswissenschaftlers Milton Friedman<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11330#h11\">CDU will keine Untergrenze bei Mindestlohn festlegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11330#h12\">Heute, Demonstration gegen den Bildungs-GAU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11330#h13\">Demenzkranke sollen besser versorgt werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11330#h14\">Zu guter Letzt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=11330&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Rechtsterrorismus<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Verbrecher und Versager<\/strong><br>\nDie Serienm&ouml;rder von Zwickau waren keine Einzelt&auml;ter. Sie hatten ein Netzwerk von Helfern und Sympathisanten. Auch die Sicherheitsbeh&ouml;rden geraten ins Zwielicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/47\/Thueringen-Rechtsterrorismus\/komplettansicht\">Zeit-Online<\/a><\/li>\n<li><strong>&raquo;Es ist alles aus dem Ruder gelaufen&laquo;<\/strong><br>\nDas chaotische Erbe des rechtslastigen Th&uuml;ringer Ex-Geheimdienstchefs Helmut Roewer<br>\nMitte bis Ende der 90er Jahre sind in Th&uuml;ringen offenbar unkontrollierbare Verflechtungen zwischen Verfassungsschutz (VS) und Neonazis entstanden, die schon vor der &raquo;NSU&laquo;-Aff&auml;re himmelschreiend waren. Ein Fallbeispiel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/211218.es-ist-alles-aus-dem-ruder-gelaufen.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><strong>Eine braune Staatsaff&auml;re<\/strong><br>\nNicht nur der deutsche Verfassungsschutz hat die rechte Terrorgefahr untersch&auml;tzt<br>\nMan kann beinahe von einer Sternstunde des Talk-Fernsehens schreiben &ndash; wenn auch in einem gruseligen Sinne: Da sitzt ein als &ldquo;bekehrt&rdquo; geltender Neonazi in G&uuml;nther Jauchs neuer Sonntagabendshow und erz&auml;hlt mit der gr&ouml;&szlig;ten Selbstverst&auml;ndlichkeit der Welt, wie er und seine Schl&auml;gertruppe regelm&auml;&szlig;ig von Polizisten gewarnt wurden, wenn Razzien anstanden. Begr&uuml;ndung: &ldquo;Sind ja auch nur Menschen, die fanden das wohl ganz in Ordnung, was wir da machten.&rdquo; Mit der gleichen Selbstverst&auml;ndlichkeit plauderte der Mann davon, wie er und seine Spie&szlig;gesellen (und -gesellinnen) immer mit dem guten Gef&uuml;hl pr&uuml;gelten und brandschatzten, &ldquo;dass der Gro&szlig;teil der Menschen so denkt wie wir, sich aber nicht getraut, Taten zu setzen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1319182808753\/Kommentar-von-Petra-Stuiber-Eine-braune-Staatsaffaere\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><strong>Verdacht gegen hessischen Verfassungssch&uuml;tzer &ndash; Spitzname &ldquo;kleiner Adolf&rdquo;<\/strong><br>\nAls die Zwickauer Zelle in einem Kasseler Internet-Cafe Halit Y. hinrichtet, surft dort ein hessischer Verfassungssch&uuml;tzer im Netz. In seiner Wohnung findet die Polizei sp&auml;ter Hinweise auf eine rechtsradikale Gesinnung doch die Ermittlungen gegen diesen Mann werden eingestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/verdacht-gegen-hessischen-verfassungsschuetzer-spitzname-kleiner-adolf-1.1190178\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Ja, wir befinden uns in dem CDU beherrschten Hessen, wo schon weitere &ldquo;Merkw&uuml;rdigkeiten&rdquo; passierten ( Steuerfahndungsaff&auml;re u.&auml;. ).<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die &bdquo;D&ouml;ner-Morde&ldquo; und die &bdquo;SoKo Bosporus&ldquo;<\/strong><br>\nWie die Sprache der systematischen Ausgrenzung mit Unworten agiert<br>\nZehn Menschen fielen Neonazi-Serient&auml;tern zum Opfer. Neun davon hatten einen sogenannten &bdquo;Migrationshintergrund&ldquo;, acht davon einen t&uuml;rkischen, einer einen griechischen, einer davon besa&szlig; eine &bdquo;D&ouml;ner-Bude&ldquo;. Die Bezeichnung eines Mordes steht f&uuml;r die Definition des Motives oder das Tatmuster der oder des T&auml;ters. Es gibt den Raubmord, den Sexualmord, den Serienmord, etc. Doch die Logik der systematischen Diskriminierung funktioniert anders. Die Medien zelebrieren die Ausgrenzung, indem sie eine Mordserie zu &bdquo;D&ouml;ner-Morden&ldquo; erkl&auml;ren.<br>\nWorth&uuml;lsen und sinnentleerte Neologismen sollen &Auml;ngste und Phantasien &uuml;ber d&uuml;stere Machenschaften in nicht greifbaren Parallelwelten bedienen. Wenn die Mordopfer &bdquo;Ausl&auml;nder&ldquo; sind, kann man diese Morde unter &bdquo;D&ouml;ner-Morde&ldquo; zusammenfassen. Leichtfertig, jenseits von jeglicher Sensibilit&auml;t und ohne einen Hauch von Taktgef&uuml;hl.<br>\nWof&uuml;r steht hier der D&ouml;ner? F&uuml;r die Motivation? F&uuml;r die T&auml;ter oder f&uuml;r die Opfer?<br>\nZehn Menschen wurden ermordet. Jeder dieser Menschen war ein Individuum mit seiner eigenen ganz pers&ouml;nlichen Lebensgeschichte. Diese aufgrund ihrer oder der Herkunft ihrer Eltern auf ein Imbissgericht zu reduzieren, kommt einer Entwertung ja sogar Entmenschlichung der Get&ouml;teten gleich und ist unter keinem Umstand hinnehmbar.<br>\nNicht umsonst wurde die &bdquo;SoKo Bosporus&ldquo; in N&uuml;rnberg gegr&uuml;ndet, die beiden ersten Morde, wie auch der sechste, fanden ebendort statt. Weshalb erfolgte eine mentale Verlegung an die Meerenge von Istanbul, w&auml;hrend alle Tatorte f&uuml;r alle ersichtlich in der Bundesrepublik liegen? W&auml;re eine &bdquo;SoKo Franken&ldquo; nicht realit&auml;tsorientierter gewesen?<br>\nSinnvolle Ermittlung baut auf die Eruierung und Auswertung von Tatsachen. Diese sind, dass alle Morde mit ein und derselben Waffe an Menschen mit einem sogenannten &bdquo;Migrationshintergrund&ldquo; begangen wurden. Die Logik gebietet es, sich an Realit&auml;ten zu orientieren und diese so zu benennen, demnach handelt es sich um eine Mordserie &ndash; sie hat nichts mit einem Drehspie&szlig; zu tun.<br>\nDer Anstand gebietet es, Begriffe, die die Brutalit&auml;t der Taten abschw&auml;chen nicht nur zu unterlassen, sondern auch andere aufzufordern, mit Opfern, gleich welcher Herkunft, respektvoll umzugehen. Verbal-strukturelle Ausgrenzung tut dies nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=17183\">H&uuml;seyin Ayvaz, Pressemitteilung des Deutsch-T&uuml;rkisches Jugendwerks, zitiert in Neue Rheinische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>NPD: Neonazi-Partei mit Schl&auml;gertrupps<\/strong><br>\nIn der NPD besetzen gewaltsame Rechtsextreme bundesweit wichtige Positionen &ndash; bis hinauf in die F&uuml;hrungsspitze um den neuen Parteichef Holger Apfel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/rechtsextreme-neonazi-partei-mit-schlaegertrupps,1472596,11152772.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der Verfassungsschutz &ndash; Staat im Staate<\/strong><br>\nUm den Schutz der B&uuml;rger und des Staates zu gew&auml;hrleisten, hat man dem Verfassungsschutz einige ganz spezielle Hilfsmittel an die Hand gegeben. Eine der &ldquo;spezifischen St&auml;rken des Verfassungsschutzes&rdquo; ist nach eigenen Angaben die Tatsache, dass man &ldquo;eigenst&auml;ndige Vertraulichkeitszusagen&rdquo; geben kann. Das hei&szlig;t nichts anderes, als dass die Verfassungssch&uuml;tzer jedweden Ganoven anheuern k&ouml;nnen, damit er f&uuml;rderhin f&uuml;r sie und unseren Staat arbeitet. Dazu bedarf es weder einer richterlichen Genehmigung noch der Zustimmung einer &uuml;bergeordneten Beh&ouml;rde. Die Herren sind v&ouml;llig frei in der Entscheidung, wen sie f&uuml;r sich arbeiten lassen wollen.<br>\nDamit sie das alles mit reinem Gewissen tun k&ouml;nnen, hat man ihnen ein weiteres noch spezielleres juristisches Werkzeug an die Hand gegeben. Die Besch&uuml;tzer unserer Verfassung haben &ldquo;keinen Strafverfolgungszwang&rdquo;. Das ist immer dann extrem praktisch, wenn der angeheuerte Ganove mal &uuml;ber die Str&auml;nge schl&auml;gt und mit dem Gesetz in Konflikt kommt. Bei Lichte betrachtet, ist das zwar nicht die Lizenz zum T&ouml;ten, &aacute; la James Bond 007, kommt dem allerdings recht nahe&hellip;<br>\nDas aus rechtsstaatlicher Sicht mehr als bedenkliche Paket aus eigenst&auml;ndigen Vertraulichkeitszusagen und ausgeschaltetem Strafverfolgungszwang wird umrahmt von &ldquo;strengen Geheimschutz-vorschriften&rdquo; und einer &ldquo;gro&szlig;en Datensicherheit&rdquo;. Unsere Schlapph&uuml;te sind damit quasi von unserem Rechtssystem abgekoppelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/spreegurke.twoday.net\/stories\/49613211\/\">Spreerauschen.net<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;In Europa wird deutsch gesprochen&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;to Kauder&ldquo; hei&szlig;t den Stammtisch auf die politische B&uuml;hne bringen<br>\nSome of us have had a taste of this in private conversations. Now, in a speech delivered by the Christian Democrats&rsquo; parliamentary leader, Volker Kauder, on the closing day of that party conference, we hear it in public. Unsurprisingly, this made the front page of Wednesday&rsquo;s British papers. The Daily Mail ran the banner headline &ldquo;Europe speaks German now!&rdquo; &ndash; plus the obligatory reference to Goebbels on an inside page&hellip;<br>\nIt must in fairness be noted that this is obviously a &ldquo;rallying the party faithful&rdquo; number, always a bombastic genre. That said, his tone is insufferable. Having delivered himself of the line that he will surely live to regret &ndash; &ldquo;now all at once German is spoken in Europe, not in the language, but in the acceptance of the instruments for which Angela Merkel has fought so long&rdquo; &ndash; Kauder goes on, with extraordinary self-righteousness and arrogance, to lecture and hector not just the Brits but also the French, the Greeks (should never have been allowed into the eurozone) and the Turks (discourteously referring to the Turkish prime minister just as &ldquo;Erdogan&rdquo;). The German for gibberish is Kauderwelsch, but we need a new German word now: kaudern, &ldquo;to Kauder&rdquo;, meaning to bring the late-night language of the pub to the European political stage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/commentisfree\/2011\/nov\/16\/cameron-vision-europe-merkel?INTCMP=SRCH\">Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Timothy Arton Ash liefert noch die freundlich ironische Variante, wie Kauders gro&szlig;manns&uuml;chtige Spr&uuml;cheklopferei in England und nicht nur da ankommt. Es ist erschreckend, wie Politiker der derzeitigen Regierungskoalition nicht nur in der Sache sondern auch im Stil einen Katastrophenkurs fahren. Lassen wir einmal den &ouml;konomischen Schwachsinn, dass ganz Europa am deutschen Agenda-Kurs genesen soll beiseite, mit solchen T&ouml;nen, wie von Volker Kauder, wird das fragile Vertrauensverh&auml;ltnis, dass m&uuml;hselig seit der Nazi-Diktatur mit unseren europ&auml;ischen Nachbarn wieder aufgebaut worden ist, wieder kaputt getrampelt. Das Schlimme ist, Kauder meint das ernst, sonst h&auml;tte Merkels Hofhund nicht diese chauvinistischen Sprache gew&auml;hlt um seine konservativen Konsorten auf dem CDU-Parteitag bei der Stange zu halten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Unruhen in den britischen St&auml;dten gingen von &ldquo;antisozialen&rdquo; Menschen aus<\/strong><br>\nPsychologen liefern die Theorie f&uuml;r die Haltung der britischen Regierung, die die &ldquo;wilde Unterschicht&rdquo; unterwerfen will<br>\nWenn es zu Unruhen und Aufst&auml;nden kommt, dann k&ouml;nnten auch soziale Probleme eine Ursache sein. Gro&szlig;britannien wurde im Sommer von riots ersch&uuml;ttert, die pl&ouml;tzlich aufbrachen, die Menschen ansteckten und sich verbreiteten, aber bald wieder erloschen. Die Regierung griff hart durch und sprach von den Folgen einer &ldquo;zerbrochenen Gesellschaft&rdquo;, in der vielen die Disziplin fehlt, von &ldquo;egoistischen Menschen ohne Moral und ohne Verantwortung&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/35\/35881\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> &bdquo;egoistische Menschen ohne Moral und ohne Verantwortung&ldquo; &ndash; da sind nat&uuml;rlich nicht diejenigen gemeint, die im Finanzkasino die Weltwirtschaft an den Abgrund gef&uuml;hrt haben, und sich dann auf Kosten der Allgemeinheit haben retten lassen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Apropos:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Goldman Sachs: Die Goldjungs an den Schaltstellen der Wirtschaft<\/strong><br>\n&bdquo;Government Sachs&ldquo; nennen Kritiker die Investmentbank wegen ihrer engen Beziehungen zur US-Regierung. Doch auch in Europa sitzen fr&uuml;here Mitarbeiter von Goldman Sachs &ndash; wie Paul Achleitner &ndash; in Schl&uuml;sselpositionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken\/die-goldjungs-an-den-schaltstellen-der-wirtschaft\/5838492.html#image\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ein nicht ganz allt&auml;glicher Fall von Privatisierung<\/strong><br>\n&ldquo;Die Arbeitnehmer haben bisher noch keine zwei Mitglieder gew&auml;hlt.&rdquo;<br>\nMit einem fr&ouml;hlichen &ldquo;Willkommen&rdquo; begr&uuml;&szlig;t die CFM die Besucher und Besucherinnen ihrer Internetseite. Man liest: &ldquo;Die Zukunft fordert nicht nur Innovationen. Sie fordert diese auch rechtzeitig. An der Charit&eacute; &ndash; Universit&auml;tsmedizin Berlin ist das mit der Umsetzung eines richtungweisenden Managementsystems f&uuml;r die Versorgung mit nichtmedizinischen Diensten in einer neuen Gr&ouml;&szlig;enordnung gelungen. Mit t&auml;glich wachsendem Anwenderwissen optimiert die Charit&eacute; CFM Facility Management GmbH seit 1. Januar 2006 erfolgreich die Versorgung der Charit&eacute; &ndash; Universit&auml;tsmedizin Berlin auf den Campi Charit&eacute; Mitte, Virchow-Klinikum und Benjamin Franklin. Sie bleibt so ihrer Zeit den entscheidenden Schritt voraus.&rdquo; Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden vorgestellt, wie sich das f&uuml;r ein gediegenes Unternehmen geh&ouml;rt. Zu denken gibt der letzte Satz dieser Aufz&auml;hlung: &ldquo;Die Arbeitnehmer haben bisher noch keine zwei Mitglieder gew&auml;hlt.&rdquo; Er macht neugierig. Bei genauerem Hinsehen stellt sich heraus, dass die &ldquo;Arbeitnehmer&rdquo; allen Grund haben, ihre Mitwirkung im Aufsichtsrat vorl&auml;ufig auszusetzen. Es handelt sich bei der CFM n&auml;mlich um einen ganz gew&ouml;hnlichen Fall der Privatisierung. Was ist damit gemeint? Privatisierung gibt es in vielen verschiedenen Formen. &Auml;hnlich sind oft die Konsequenzen. Wie die apokalyptischen Reiter kommen sie &uuml;ber die Besch&auml;ftigten: &ldquo;Dumpingl&ouml;hne, fehlender Tarifvertrag, Personalmangel, Zeitdruck und schlechte Arbeitsbedingungen&rdquo; stellt die Gewerkschaft ver.di fest. Sie sind auch in disesem Fall die fast gesetzm&auml;&szlig;ige Folge der Privatisierung. Die beteiligte Firma VAMED, die zum Fresenius-Konzern geh&ouml;rt, meint dasselbe, dr&uuml;ckt sich nat&uuml;rlich anders aus, indem sie auf ihrer Homepage verk&uuml;ndet: &ldquo;Seit die CFM die Infrastruktur der Uniklinik organisiert, sind die Kosten f&uuml;r die Sekund&auml;rprozesse deutlich gesunken.&rdquo; So werden die &ldquo;Effizienzvorteile&rdquo; erwirtschaftet, f&uuml;r die die Privatisierer &ucirc;nabl&auml;ssig Reklame machen. Es hat sich ja auch gelohnt. Seit der Ausgr&uuml;ndung der Servicebereiche in die CFM wurden rund 168 Millionen Euro eingespart &ndash; auf Kosten der Besch&auml;ftigten &hellip; Aber der Reihe nach&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.gemeingut.org\/2011\/11\/die-arbeitnehmer-haben-bisher-noch-keine-zwei-mitglieder-gewahlt\/\">Geimengut in B&uuml;rgerInnenhand<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Polizei r&auml;umt Occupy Wallstreet<\/strong><br>\nEiner Bewegung geht die Luft aus<br>\nNew Yorks B&uuml;rgermeister l&auml;sst die Zelte der Occupy-Wall-Street-Demonstranten abrei&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/polizei-raeumt-occupy-wall-street-einer-bewegung-geht-die-luft-aus-1.1190106\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der Todestag des amerikanischen Wirtschaftswissenschaftlers Milton Friedman<\/strong><br>\n16. November 2006<br>\n&bdquo;Kapitalismus und Freiheit&ldquo; &ndash; so hei&szlig;t sein zentrales Werk. Und es benennt exakt seine zentrale These: Ohne Kapitalismus gibt es keine Freiheit.<br>\nZusammen mit dem &Ouml;sterreicher Friedrich Hayek gilt der Amerikaner Milton Friedman als der wissenschaftliche Begr&uuml;nder des Neoliberalismus. Damit ist der Wirtschaftsnobelpreistr&auml;ger von 1976 einer der wohl einflussreichsten Wissenschaftler des sp&auml;ten 20. Jahrhunderts.<br>\nKaum jemand d&uuml;rfte die politische, wirtschaftliche und soziale Realit&auml;t der letzten 30 Jahre ideologisch st&auml;rker gepr&auml;gt haben. Zudem hat er wie kein anderer &Ouml;konom direkten politischen Einfluss ausge&uuml;bt: Als Berater von Ronald Reagan &ndash; und von Augusto Pinochet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/medien.wdr.de\/m\/1320766751\/radio\/zeitzeichen\/WDR5_Zeitzeichen_20111116_0920.mp3\">wdr5 Podcast <\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>CDU will keine Untergrenze bei Mindestlohn festlegen<\/strong><br>\nUnmittelbar vor Beginn ihres Parteitags verw&auml;ssert die CDU ihren bedeutendsten Antrag immer mehr:. Sie will der Wirtschaft keine allgemeinverbindliche Lohnuntergrenze vorschreiben. Generalsekret&auml;r Gr&ouml;he sagt: &ldquo;Da vertrauen wir auf die Klugheit von Gewerkschaften und Arbeitgebern&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/arbeit---soziales\/mindestlohn-cdu-will-keine-untergrenze-bei-mindestlohn-festlegen,1473632,11144206.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Was versteht denn die CDU unter Mindestlohn bzw. &bdquo;Lohnuntergrenze&ldquo;, wenn es keine Untergrenze geben soll?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Heute, Demonstration gegen den Bildungs-GAU<\/strong><br>\nAm 17. November demonstrieren in &uuml;ber 40 St&auml;dten Zehntausende gegen die miserablen Bildungsbedingungen. Unter anderem finden Demonstrationen in Berlin, Bonn, Bremen, Cottbus, Dortmund, Dresden, Frankfurt, Freiburg, G&ouml;ttingen, Greifswald, Hamburg, Hannover, Heidelberg, K&ouml;ln, M&uuml;nchen, Stuttgart und W&uuml;rzburg statt.<br>\nHierzu erkl&auml;rt Erik Marquardt, Vorstandsmitglied im freien zusammenschluss von studentInnenschaften:\n<blockquote><p>&ldquo;Diese Demonstrationen und Aktionen sind richtig und wichtig. Nach den Demonstrationen muss die Bewegung jedoch weitermachen und gr&ouml;&szlig;er werden.<br>\nBildungspolitische Ver&auml;nderungen sind dr&auml;ngender denn je. Wenn die Sparzw&auml;nge durch die Finanzkrise im Bildungsbereich greifen, stehen wir neben einer Finanzkrise auch vor einer Gesellschaftskrise. Die Gesellschaft kann es sich einfach nicht leisten, die momentanen Entwicklungen in der Bildungspolitik hinzunehmen.&rdquo;&hellip;\n<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>&ldquo;Bachelor- und Masterstudieng&auml;nge sind &uuml;berf&uuml;llt und trotzdem haben zehntausende Studierwillige keine M&ouml;glichkeit zu studieren. Wir m&uuml;ssen au&szlig;erdem das Konstrukt der Regelstudienzeit abschaffen, Anwesenheitslisten endlich fl&auml;chendeckend eine Absage erteilen und weg von den momentanen Betreuungsrelationen. Statt Massenproduktion muss individuelle Betreuung wieder erm&ouml;glicht werden. Die derzeitige Situation ist auch f&uuml;r die Lehrenden untragbar. Au&szlig;erdem muss deutlich mehr Wohnr&auml;ume bereitgestellt werden. Noch immer haben viele Erstsemester eine Wohnung.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>, erg&auml;nzt Marquardt abschlie&szlig;end.<br>\nQuelle: Pressemitteilung des fzs (Kein Link)<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Demenzkranke sollen besser versorgt werden<\/strong><br>\nWenn das Bundeskabinett an diesem Mittwoch &uuml;ber die Pflegereform entscheidet, werden vor allem viele &Auml;nderungsabsichten beschlossen. Wie genau die Pflegebed&uuml;rftigkeit neu bewertet und pflegende Angeh&ouml;rige besser unterst&uuml;tzt werden k&ouml;nnen, bleibt jedoch offen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/leben\/kabinett-beschliesst-pflegereform-demenzkranke-sollen-besser-versorgt-werden-1.1190439\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zu guter Letzt<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Frage zum Verfassungsschutz:<\/strong><br>\nFakt: In der Aff&auml;re um die Zwickauer Zelle ger&auml;t der Verfassungsschutz immer mehr ins Zwielicht.<br>\nFrage: Muss der Verfassungsschutz bald vom Verfassungsschutz beobachtet werden? Oder &uuml;bernimmt diese Aufgabe der Einfachheit halber die NPD?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.titanic-magazin.de\/news.html?&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4575&amp;cHash=d706306c525d9e361d5a8d0ebbedc7de\">Meldung im Newsticker der Titanic vom 15.11.2011 <\/a><\/li>\n<li><strong>Volker Pispers: Diskriminierung<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr2.de\/unterhaltung\/kabarett\/volker_pispers102.html\">WDR2<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. 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