{"id":113343,"date":"2024-04-04T09:13:16","date_gmt":"2024-04-04T07:13:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=113343"},"modified":"2024-04-05T09:46:17","modified_gmt":"2024-04-05T07:46:17","slug":"aufstand-bei-ard-und-zdf-mitarbeiter-veroeffentlichen-kritisches-manifest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=113343","title":{"rendered":"\u201eAufstand&#8221; bei ARD und ZDF: Mitarbeiter ver\u00f6ffentlichen kritisches Manifest"},"content":{"rendered":"<p>Mitarbeiter von <em>ARD<\/em>, <em>ZDF<\/em> und <em>Deutschlandradio<\/em> haben ein &bdquo;Manifest&rdquo; ver&ouml;ffentlicht, das in teils deutlichen Worten mehr inhaltliche Vielfalt fordert und die Diffamierung von Andersdenkenden ablehnt. Einige anonyme &Auml;u&szlig;erungen belegen zudem ein internes Klima der Angst beim &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk (&Ouml;RR). Das Prinzip des &Ouml;RR ist wichtig, die Praxis der Berichterstattung ist aber inakzeptabel. Die Initiative der kritischen Mitarbeiter ist darum ein wichtiger Anfang. Danke daf&uuml;r! Von <strong>Tobias Riegel<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_9382\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-113343-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240405-Aufstand-bei-ARD-ZDF-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240405-Aufstand-bei-ARD-ZDF-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240405-Aufstand-bei-ARD-ZDF-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240405-Aufstand-bei-ARD-ZDF-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=113343-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240405-Aufstand-bei-ARD-ZDF-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"240405-Aufstand-bei-ARD-ZDF-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Mitarbeiter von <em>ARD<\/em>, <em>ZDF<\/em> und <em>Deutschlandradio<\/em> haben ein Manifest f&uuml;r eine Reform des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks ver&ouml;ffentlicht. Die Mitarbeiter sehen die Grunds&auml;tze und den Programmauftrag in Gefahr, <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/mitarbeiter-fordern-neuen-oeffentlich-rechtlichen-rundfunk-in-manifest-li.2202040\">wie Medien berichten<\/a>. Die Webseite des Projektes findet sich <a href=\"https:\/\/meinungsvielfalt.jetzt\/\">unter diesem Link<\/a>, eine begleitende Petition kann <a href=\"https:\/\/www.openpetition.de\/petition\/online\/erneuerung-des-oeffentlich-rechtlichen-rundfunks\">unter diesem Link<\/a> gezeichnet werden.<\/p><p>Die Verfasser des &bdquo;Manifestes&ldquo; loben zwar das Prinzip eines beitragsfinanzierten &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks (&Ouml;RR) &bdquo;als wesentliche S&auml;ule unserer Demokratie und Kultur&ldquo;, fordern jedoch &bdquo;einen &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk, der sein Publikum ernst nimmt, der Debatten zul&auml;sst und ein breites Meinungsspektrum abbildet, ohne zu diffamieren&ldquo;.<\/p><p>In deutlichen Worten werden auf der Webseite auch <a href=\"https:\/\/meinungsvielfalt.jetzt\/statements.html\">Stellungnahmen von teils anonymen Mitarbeitern<\/a> zitiert: &bdquo;Der &sbquo;Faktenfinder&lsquo; der &sbquo;Tagesschau&lsquo; ist f&uuml;r mich ein guter Indikator daf&uuml;r, welches Narrativ gerade wieder hochgehalten werden muss.&ldquo; Oder: &bdquo;Das ist kein Journalismus mehr, der als &sbquo;Vierte Gewalt&lsquo; im Staat bezeichnet werden kann, sondern einer, der mit der Regierung eher gemeinsame Sache macht, wie mir scheint.&ldquo; Oder: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Der &ouml;ffentlich-rechtliche Journalismus treibt in meinen Augen &ndash; in fr&uuml;her nie vorstellbarem Ausma&szlig; &ndash; einen Keil in die Gesellschaft: Weil er vorgibt, die &sbquo;Wahrheit&lsquo; zu kennen, und meint, sie missionarisch verbreiten zu m&uuml;ssen.<\/em>&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Das Manifest findet sich <a href=\"https:\/\/meinungsvielfalt.jetzt\/manifest.html\">unter diesem Link<\/a> &ndash; es wird auch am Ende dieses Artikels im Wortlaut wiedergegeben. Unter dem Text finden sich die Namen der Erstunterzeichner, darunter etwa Gerd Antes, Patrik Baab, Bastian Barucker, Lisa Fitz, Ulrike Gu&eacute;rot, Gabriele Gysi und viele mehr. Dazu kommen nach Angaben der Initiatoren &bdquo;33 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks, deren Unterschriften bei Rechtsanwalt Dr. Harald von Herget hinterlegt&ldquo; seien.<\/p><p><strong>Angst vor Repressalien<\/strong><\/p><p>Wegen der so gewahrten Anonymit&auml;t der Mitarbeiter wirft der Deutsche Journalisten Verband (DJV) der Initiative &bdquo;mangelnde Transparenz&ldquo; vor, <a href=\"https:\/\/www.turi2.de\/aktuell\/oerr-beschaeftigte-fordern-in-einem-manifest-mehr-meinungsvielfalt-djv-kritisiert-anonymitaet\/\">wie Medien berichten<\/a>. Gegen&uuml;ber <a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/feuilleton\/medien\/oerr-journalisten-wagen-den-aufstand\/\"><em>Tichys Einblick<\/em><\/a> erz&auml;hlte ein Initiator des Textes, dass manche Kollegen ihren Namen noch nicht einmal dem Notar sagen wollten &ndash; so gro&szlig; sei bei einigen Beteiligten die Angst vor Repressalien, falls ihre Unterst&uuml;tzung des Aufrufs doch bekannt werden sollte. Im <a href=\"https:\/\/meinungsvielfalt.jetzt\/impressum.html\">Impressum der Initiative<\/a> steht der Name Ole Skambraks, ein ehemaliger ARD-Mitarbeiter, der 2021 bei <em>Multipolar<\/em> <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/artikel\/ich-kann-nicht-mehr\">einen Offenen Brief<\/a> ver&ouml;ffentlicht hatte. <\/p><p>&Uuml;ber inhaltliche Details des &bdquo;Manifestes&ldquo; und &uuml;ber m&ouml;gliche Konsequenzen aus den Beschreibungen der Mitarbeiter kann nun trefflich gestritten werden. Auch &uuml;ber die Vorschl&auml;ge bez&uuml;glich der nun einzuschlagenden konkreten Vorgehensweisen. Die Initiative erkl&auml;rt zum praktischen Vorgehen unter anderem, dass &bdquo;in Kooperation mit der Deutschen Akademie f&uuml;r Fernsehen (DAFF)&ldquo; das Ziel verfolgt w&uuml;rde, &bdquo;dass alle relevanten Initiativen, die sich f&uuml;r Ver&auml;nderungen im &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk einsetzen, in einem Medienkonvent zusammenkommen&ldquo; &ndash; N&auml;heres zu diesem Konvent findet sich <a href=\"https:\/\/daff.tv\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/240227_Medienkonvent_Road_Map.pdf\">unter diesem Link<\/a>. Gez&ouml;gert habe ich etwa bei diesen Satz: &bdquo;Der Prozess sieht auch einen los basierten B&uuml;rgerrat vor.&ldquo;<\/p><p>Aber auch wenn es in der noch folgenden detaillierten Analyse des &bdquo;Manifestes&ldquo; und der &Auml;u&szlig;erungen der Mitarbeiter sowie in davon abgeleiteten Forderungen bez&uuml;glich konkreter Reformen beim &Ouml;RR noch zu inhaltlichen Differenzen kommen sollte: Ich finde die Initiative &bdquo;Meinungsvielfalt Jetzt&ldquo; wichtig und mutig, die Beteiligten verdienen Wertsch&auml;tzung und Unterst&uuml;tzung. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Hier folgt das <a href=\"https:\/\/meinungsvielfalt.jetzt\/manifest.html\">Manifest im Wortlaut<\/a>, unter dem Text finden sich die Namen der Erstunterzeichner: <\/p><p><strong>Manifest f&uuml;r einen neuen &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland <\/strong><\/p><p>Wir, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ARD, ZDF und Deutschlandradio, sowie alle weiteren Unterzeichnenden, sch&auml;tzen einen starken unabh&auml;ngigen &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland als wesentliche S&auml;ule unserer Demokratie, der gesellschaftlichen Kommunikation und Kultur. Wir sind von seinen im Medienstaatsvertrag festgelegten Grunds&auml;tzen und dem Programmauftrag &uuml;berzeugt. Beides aber sehen wir in Gefahr. Das Vertrauen der Menschen in den &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk nimmt immer st&auml;rker ab. Zweifel an der Ausgewogenheit des Programms wachsen. Die zunehmende Diskrepanz zwischen Programmauftrag und Umsetzung nehmen wir seit vielen Jahren wahr. Wir haben dieses Manifest verfasst, damit unsere Stimme und Expertise zur Zukunft des &ouml;ffentlich- rechtlichen Rundfunks im gesellschaftlichen Diskurs geh&ouml;rt werden.<\/p><p>F&uuml;r eine bessere Lesbarkeit verwenden wir &uuml;berwiegend das generische Maskulinum, wir sprechen explizit alle an.<\/p><p><strong>Unsere Grunds&auml;tze<\/strong><\/p><ul>\n<li><strong>Meinungs- und Informationsvielfalt<\/strong><\/li>\n<li><strong>Ausgewogenheit und Fairness<\/strong><\/li>\n<li><strong>Transparenz und Unabh&auml;ngigkeit<\/strong><\/li>\n<li><strong>F&ouml;rderung von Kultur und Bildung<\/strong><\/li>\n<li><strong>B&uuml;rgerbeteiligung<\/strong><\/li>\n<li><strong>beitragsfinanziert<\/strong><\/li>\n<\/ul><p><strong>Wo sehen wir gegenw&auml;rtig Probleme?<\/strong><\/p><p>Seit geraumer Zeit verzeichnen wir eine <strong>Eingrenzung des Debattenraums<\/strong> anstelle einer Erweiterung der Perspektive. Wir vermissen den Fokus auf unsere Kernaufgabe: B&uuml;rgern multiperspektivische Informationen anzubieten. Stattdessen verschwimmen <strong>Meinungsmache und Berichterstattung<\/strong> zusehends auf eine Art und Weise, die den Prinzipien eines seri&ouml;sen Journalismus widerspricht. Nur sehr selten finden relevante inhaltliche Auseinandersetzungen mit <strong>kontr&auml;ren Meinungen<\/strong> statt. Stimmen, die einen &ndash; medial behaupteten &ndash; gesellschaftlichen Konsens hinterfragen, werden wahlweise ignoriert, l&auml;cherlich gemacht oder gar ausgegrenzt. Inflation&auml;r bedient man sich zu diesem Zwecke verschiedener &bdquo;Kampfbegriffe&ldquo; wie &bdquo;Querdenker&ldquo;, &bdquo;Schwurbler&ldquo;, &bdquo;Klima-Leugner&ldquo;, &bdquo;Putin-Versteher&ldquo;, &bdquo;Gesinnungspazifist&ldquo; und anderen, mit denen versucht wird, <strong>Minderheiten<\/strong> mit abweichender Meinung zu <strong>diffamieren und mundtot<\/strong> zu machen.<\/p><p>Das sorgf&auml;ltige &Uuml;berpr&uuml;fen zweifelhafter Meldungen ist wichtig. Allerdings suggerieren sogenannte <strong>Faktenchecks<\/strong> oft durch ihre Machart, &Uuml;berschrift und Formulierungen eine <strong>vermeintlich absolute Wahrheit<\/strong>, die selten existiert. Der freie gesellschaftliche Diskurs wird dadurch schmerzhaft beschnitten.<\/p><p>Innere und &auml;u&szlig;ere Bedingungen f&uuml;hren dazu, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks ihren <strong>journalistisch-ethischen Standards<\/strong> nicht mehr gen&uuml;gen k&ouml;nnen. Dazu z&auml;hlen innerbetriebliche Praktiken wie die schon vor Dreh- bzw. Reportage-Beginn feststehende Kernaussage von Beitr&auml;gen, die Zentralisierung der Berichterstattung &uuml;ber sogenannte Newsrooms oder Newsdesks, zu gro&szlig;er Zeitdruck bei der Recherche, eine &uuml;berwiegend an Einschaltquoten orientierte Programmgestaltung, Sparma&szlig;nahmen der Sender am Programm und nicht zuletzt die Tatsache, dass zwei Drittel des redaktionellen Personals nur Zeitvertr&auml;ge haben oder gar komplett ohne Angestelltenverh&auml;ltnis als sogenannte Freie arbeiten m&uuml;ssen. Letzteres f&uuml;hrt zu Existenz&auml;ngsten, die wiederum entsprechend &bdquo;angepassten&ldquo; Journalismus beg&uuml;nstigen. Aufgrund der hohen personellen Fluktuation bleibt zudem oft keine Zeit f&uuml;r fachlichen Wissenstransfer.<\/p><p><strong>Innere Pressefreiheit<\/strong> existiert derzeit nicht in den Redaktionen. Die Redakteure in den &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien sind zwar formal unabh&auml;ngig, meist gibt es auch Redaktionsaussch&uuml;sse, die &uuml;ber die journalistische Unabh&auml;ngigkeit wachen sollten. In der Praxis aber orientieren sich die &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien am Meinungsspektrum der politisch-parlamentarischen Mehrheit. Anderslautende Stimmen aus der Zivilgesellschaft schaffen es nur selten in den Debattenraum.<\/p><p>Dazu erschwert &auml;u&szlig;ere <strong>Einflussnahme durch Politik, Wirtschaft und Lobbygruppen<\/strong> einen unabh&auml;ngigen Qualit&auml;tsjournalismus. Interessensverflechtungen von Politik und Wirtschaft werden zu selten in tagesaktuellen Beitr&auml;gen aufgezeigt und er&ouml;rtert. Allt&auml;gliche Recherchen bleiben im Kern oft oberfl&auml;chlich.<\/p><p>Bei der Programmgestaltung d&uuml;rfen Faktoren wie <strong>Einschaltquoten<\/strong>, die derzeit als allgegenw&auml;rtiges Argument f&uuml;r die dramatische Ausd&uuml;nnung und populistische Ausrichtung der Kultur- und Bildungsangebote sorgen, keine Rolle spielen. Der &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk muss auch vermeintliche <strong>&bdquo;Nischenbereiche&ldquo; abbilden<\/strong> und zu vermitteln versuchen &ndash; was seinem Bildungsauftrag entspr&auml;che, jedoch immer weniger stattfindet. Zudem darf sich der &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk nicht die strikt und gleichf&ouml;rmig durchformatierten Programme privater Sender zum (schlechten) Vorbild nehmen, wie dies aktuell weitestgehend der Fall ist. Dies gilt auch und vor allem in musikalischer Hinsicht f&uuml;r die ARD-Radioprogramme.<\/p><p>An der <strong>Auswahl der Mitglieder der Rundfunk-, Fernseh- und Verwaltungsr&auml;te<\/strong>, der h&ouml;chsten Kontrollgremien der &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten, sind die <strong>Beitragszahler nicht direkt beteiligt<\/strong>. Die Verwaltungsr&auml;te kontrollieren die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung der &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, doch wer kontrolliert die Verwaltungsr&auml;te?<\/p><p>Das hei&szlig;t: es gibt k<strong>eine Partizipation der Beitragszahler<\/strong> bei medienpolitischen, finanziellen und personellen Entscheidungen.<\/p><p>Auch die <strong>Programme<\/strong> werden gr&ouml;&szlig;tenteils <strong>ohne Publikumsbeteiligung<\/strong> erstellt. Die meisten Programmbeschwerden von Beitragszahlern finden kaum Geh&ouml;r und haben entsprechend wenig Einfluss auf die Berichterstattung und generelle Programmgestaltung. Sowohl das Publikum als auch die Mitarbeiter des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks werden in der Regel nicht &uuml;ber die Reaktionen und Beschwerden zum Programm informiert.<\/p><p>Nur ein Teil der <strong>Inhalte<\/strong> der &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien ist <strong>im Internet abrufbar<\/strong> und meist nur f&uuml;r eine <strong>begrenzte Dauer<\/strong>. Diese Praxis widerspricht der Idee eines &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks und dem Gedanken eines universellen Wissenszuwachses im Internet.<\/p><p><strong>Der neue &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk von morgen<\/strong><\/p><p>Das Prinzip der <strong>Rundfunkbeitragszahlung<\/strong> wird beibehalten. Es sichert die <strong>Unabh&auml;ngigkeit<\/strong> des neuen &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks. Das hei&szlig;t: &ouml;ffentlich-rechtliche Anstalten werden von der Bev&ouml;lkerung finanziert, aber auch kontrolliert.<\/p><p><strong>Finanzfl&uuml;sse<\/strong> sind <strong>transparent und &ouml;ffentlich einsehbar<\/strong>. Dies gilt insbesondere f&uuml;r die Budgetverteilung zwischen einzelnen Ressorts, Redaktionen und der Verwaltung. Die Bezahlung aller Mitarbeiter, einschlie&szlig;lich F&uuml;hrungsposten bis hin zur Intendanz, ist transparent und einheitlich nach einem f&uuml;r alle geltenden Tarifvertrag geregelt. Die Berichte der Landesrechnungsh&ouml;fe sind auf den Plattformen des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks leicht auffindbar.<\/p><p>Der neue &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk <strong>verzichtet auf Werbeeinnahmen<\/strong> aller Art, sodass Werbevertr&auml;ge nicht zu Befangenheit in der Berichterstattung f&uuml;hren k&ouml;nnen.<\/p><p>Den <strong>Beitragszahlern<\/strong> geh&ouml;rt der neue &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk. Ihre mehrheitliche <strong>Einbindung in den Kontrollgremien<\/strong> ist daher selbstverst&auml;ndlich. Diese Arbeit wird angemessen honoriert. Sie schlie&szlig;t die Wahrnehmung eines weiteren Amts, welches Interessenkonflikte birgt, aus. Die repr&auml;sentative Zusammensetzung der Kontrollgremien k&ouml;nnte beispielsweise nach dem Vorbild der Besetzung von B&uuml;rgerr&auml;ten erfolgen. Direkte Wahl, Rotationsprinzip oder Losverfahren sind M&ouml;glichkeiten, um die Gesellschaft repr&auml;sentativ abzubilden.<\/p><p>Der neue &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk fungiert als <strong>Vierte S&auml;ule der Demokratie<\/strong>. Im Auftrag der Bev&ouml;lkerung &uuml;bernimmt er <strong>wichtige Kontrollaufgaben<\/strong> gegen&uuml;ber den Gewalten Exekutive, Legislative und Judikative. Damit er diesen Auftrag erf&uuml;llen kann, ist seine Unabh&auml;ngigkeit von Staat, Wirtschaft und Lobbygruppen garantiert.<\/p><p><strong>Dreht&uuml;r-Effekte<\/strong> zwischen Politik und dem neuen &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk sind dank mehrj&auml;hriger Sperrfristen <strong>ausgeschlossen<\/strong>; professionelle Distanz ist jederzeit gew&auml;hrleistet. Jegliche Art von <strong>Interessenskonflikt<\/strong> wird <strong>angegeben<\/strong>, wie es auch in wissenschaftlichen Arbeiten &uuml;blich ist. Das F&uuml;hrungspersonal ist verpflichtet, j&auml;hrlich einen &ouml;ffentlichen <strong>Transparenzbericht<\/strong> vorzulegen. <strong>F&uuml;hrungspositionen<\/strong> m&uuml;ssen &ouml;ffentlich ausgeschrieben sowie nach einem <strong>transparenten Auswahlverfahren<\/strong> besetzt werden und sind zeitlich limitiert. Eine Vertragsverl&auml;ngerung ist nur nach Abstimmung durch die direkt unterstellten Mitarbeiter m&ouml;glich.<\/p><p>Der neue <strong>&ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk kontrolliert die Politik<\/strong> und nicht umgekehrt. Die Politik hat keinen Einfluss auf Inhalte. Es wird neutral, multiperspektivisch und zensurfrei im Rahmen des Grundgesetzes berichtet.<\/p><p>Dazu geh&ouml;rt die Verpflichtung, vermeintliche <strong>Wahrheiten immer wieder zu &uuml;berpr&uuml;fen<\/strong>. F&uuml;r die Berichterstattung bedeutet dies ergebnisoffene und unvoreingenommene Recherche sowie die Pr&auml;sentation unterschiedlicher Sichtweisen und m&ouml;glicher Interpretationen.<\/p><p>Das <strong>Publikum<\/strong> hat einen Anspruch darauf, sich mit einem Sachverhalt auseinandersetzen und <strong>selbstst&auml;ndig eine Meinung bilden<\/strong> zu k&ouml;nnen, anstatt eine &bdquo;eingeordnete&ldquo; Sicht pr&auml;sentiert zu bekommen.<\/p><p>Meldungen von <strong>Nachrichtenagenturen<\/strong> werden soweit m&ouml;glich <strong>nicht ungepr&uuml;ft<\/strong> &uuml;bernommen. Der neue &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk nimmt seine Verantwortung wahr, Ereignisse jenseits von Agenturmeldungen zu recherchieren und dar&uuml;ber zu berichten.<\/p><p><strong>Fairness und respektvoller Umgang<\/strong> im Miteinander stehen im Fokus unseres Handelns, sowohl innerhalb der Funkh&auml;user als auch mit unserem Publikum. Die Journalisten des neuen &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks benutzen kein Framing und verwenden keine abwertenden Formulierungen.<\/p><p><strong>Petitionen und Programmbeschwerden<\/strong> seitens der Geb&uuml;hrenzahler werden vom neuen &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk <strong>ernst genommen<\/strong>. Eine Ombudsstelle entscheidet &uuml;ber deren Einordung, Umsetzung und Ver&ouml;ffentlichung. Inhaltliche Korrekturen der Berichterstattung werden an derselben Stelle kommuniziert wie die fehlerhafte Nachricht im Programm.<\/p><p>Zur Darstellung der politischen und gesellschaftlichen Vielfalt geh&ouml;rt <strong>Lokaljournalismus<\/strong> als <strong>wesentliches Fundament<\/strong> des neuen &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks. Auch Themen aus d&uuml;nn besiedelten Regionen, die vermeintlich nur von lokaler Relevanz sind oder Minderheiten betreffen, m&uuml;ssen sich im Programm spiegeln. Die Entscheidung, auch aus Gegenden fernab von Ballungsgebieten oder Metropolen zu berichten, muss von journalistischem Anspruch geleitet sein und darf sich nicht dem Kostendruck beugen.<\/p><p>Der neue &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk kommt seinem Auftrag in gleichem Ma&szlig;e auch in Sachen Bildung und Kultur nach. <strong>Bildung und Kultur<\/strong> haben <strong>substanziellen Anteil<\/strong> am Programmangebot und werden angemessen budgetiert und personell ausgestattet.<\/p><p><strong>Kultur<\/strong> in ihrer breiten Vielfalt ist ein <strong>wichtiger Baustein<\/strong> und Ausdruck der demokratischen Gesellschaft. Diese Vielfalt gilt es umfangreich zu pr&auml;sentieren und dokumentieren. Das betrifft alle Disziplinen wie Musik, Literatur, Theater, Bildende K&uuml;nste und andere. Besonderes Augenmerk wird dabei auf den aktiven F&ouml;rderaspekt gelegt, beispielsweise durch eigene Produktionen sowie die Unterst&uuml;tzung von regionalen K&uuml;nstlern.<\/p><p>Der neue &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk setzt mit <strong>eigenen Klangk&ouml;rpern<\/strong> wie Orchestern, Big Bands und Ch&ouml;ren Akzente im kulturellen Leben und engagiert sich im Bereich der <strong>Radiokunst H&ouml;rspiel<\/strong>.<\/p><p>Die <strong>Archive<\/strong> des neuen &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks sind <strong>frei zug&auml;nglich<\/strong>. Sie sind wesentliche Wissens- und Identit&auml;tsspeicher unserer Gesellschaft und somit von gro&szlig;er kultureller und historischer Bedeutung mit immenser Strahlkraft. Aus den Archiven, die er kontinuierlich in breitem Umfange erweitern sollte, kann der neue &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk anhaltend sch&ouml;pfen und sich und die Gesellschaft damit der Relevanz von Kultur und Bildung versichern.<\/p><p>Die Inhalte der <strong>Archive und Mediatheken<\/strong> des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks sind <strong>dauerhaft abrufbar<\/strong>. Die bereits gesendeten Beitr&auml;ge und Produktionen stehen zeitlich unbegrenzt zur Verf&uuml;gung. So kann jederzeit auf das kollektive Ged&auml;chtnis der Gesellschaft zur&uuml;ckgegriffen werden. Dies ist f&uuml;r die &ouml;ffentliche Meinungsbildung unverzichtbar.<\/p><p>Der neue &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk verf&uuml;gt &uuml;ber eine von Rundfunkbeitr&auml;gen finanzierte, nicht kommerzielle <strong>Internetplattform f&uuml;r Kommunikation und Austausch<\/strong>. Diese verwendet offene Algorithmen und handelt nicht mit Nutzerdaten. Er setzt in diesem Raum ein Gegengewicht zu den kommerziellen Anbietern, weil ein <strong>zensurfreier, gewaltfreier Austausch<\/strong> zu den Kernaufgaben des neuen &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks geh&ouml;rt.<\/p><p>Qualit&auml;tsjournalismus braucht eine solide Basis. Im neuen &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk arbeiten &uuml;berwiegend <strong>fest angestellte Journalisten<\/strong>, damit sie weitestgehend frei von &ouml;konomischen und strukturellen Zw&auml;ngen sind. Dadurch sind sie unabh&auml;ngig und ausschlie&szlig;lich dem Pressekodex verpflichtet. F&uuml;r Recherche steht ausreichend Zeit zur Verf&uuml;gung. Die individuelle Verantwortung des Redakteurs bzw. Reporters muss gew&auml;hrleistet sein und nicht zentralistisch von einem Newsroom oder Newsdesk &uuml;bernommen werden.<\/p><p><strong>Journalistische Autonomie<\/strong> ist ein wesentlicher Beitrag zur Sicherung journalistischer Qualit&auml;t und Meinungsvielfalt. Deshalb wird die Weisungs-Ungebundenheit redaktioneller T&auml;tigkeit im Hinblick auf Themenauswahl, Themengestaltung und Mitteleinsatz nicht nur in Redaktionsstatuten, sondern auch in den Landespressegesetzen und Rundfunk-Staatsvertr&auml;gen festgeschrieben.<\/p><p><strong>Outsourcing ist kontraproduktiv<\/strong>. Es verhindert &ouml;ffentliche Kontrolle und f&ouml;rdert Lohndumping. Die Produktion von Programminhalten, die Bereitstellung von Produktionstechnik und -personal sowie die Bearbeitung von Publikumsr&uuml;ckmeldungen erfolgen deshalb durch die Sender.<\/p><p>Der neue (wie auch der jetzige!) &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk steht nicht in Konkurrenz zu den privaten Medien. Daher wird die vorrangige <strong>Bewertung nach Einschaltquoten<\/strong> bzw. Zugriffszahlen <strong>abgeschafft<\/strong>.<\/p><p><strong>Die Stabilit&auml;t unserer Demokratie erfordert einen transparent gef&uuml;hrten neuen &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk als offenen Debattenraum. Zu dessen Eckpfeilern geh&ouml;rt die Unabh&auml;ngigkeit der Berichterstattung, die Abbildung von Meinungsvielfalt sowie die Beteiligung von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern. <\/strong><\/p><p><strong>Erstunterzeichner des Manifests<\/strong><\/p><ul>\n<li>Christoph Ab&eacute;e | Designer, Dozent, Komponist, Musiker<\/li>\n<li>Dr. Michael Andrick | Philosoph und Autor<\/li>\n<li>Prof. Dr. rer. nat. Gerd Antes | Mathematiker und Methodenwissenschaftler<\/li>\n<li>Patrik Baab | Publizist, ehem. Redakteur beim NDR<\/li>\n<li>Isabelle Barth | Schauspielerin, Sprecherin und K&uuml;nstlerin<\/li>\n<li>Bastian Barucker | Autor &amp; Wildnisp&auml;dagoge<\/li>\n<li>Prof. Kerstin Behnke | Dirigentin<\/li>\n<li>Frederic Belli | Soloposaunist SWR Symphonieorchester<\/li>\n<li>Volker Birk | Software-Architekt und Aktivist f&uuml;r B&uuml;rgerrechte<\/li>\n<li>Georg Blank | Kameramann, WDR<\/li>\n<li>Tom Bohn | Autor, Regisseur, Veranstalter<\/li>\n<li>Julia Braun | ehemalige feste Freie &ndash; ARD-Redakteurin \/ Kinderfernsehen<\/li>\n<li>Volker Br&auml;utigam | Journalist und langj&auml;hriger Mitarbeiter des NDR (ARD-Tagesschau und NDR-Hauptabteilung Kultur)<\/li>\n<li>Philine Conrad | Schauspielerin<\/li>\n<li>Michael Denhoff | Komponist &amp; Cellist<\/li>\n<li>Dorian Dragoi | Bildgestalter, BR<\/li>\n<li>Sabine Erbler | Cutterin beim WDR<\/li>\n<li>Franz Esser | M&uuml;nchen, Musik-Kabarettist<\/li>\n<li>Dr. Petra Fischer | bis 2022 rbb<\/li>\n<li>Silvia Fischer | Szenenbildnerin und ehemalige Radiomoderatorin<\/li>\n<li>Jens Fischer Rodrian | Musiker, Lyriker, freier Publizist<\/li>\n<li>Lisa Fitz | Kabarettistin, Schauspielerin<\/li>\n<li>J&uuml;rgen Fliege | ARD Talkshow Moderator i.R.<\/li>\n<li>Anja Franke | Schauspielerin u. a. im &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk<\/li>\n<li>Romanus Fuhrmann | Schauspieler und Sprecher<\/li>\n<li>Prof. Dr. Ulrike Gu&eacute;rot | Politikwissenschaftlerin und Publizistin<\/li>\n<li>Gabriele Gysi | Schauspielerin und Regisseurin<\/li>\n<li>Andreas Halbach | Freier Mitarbeiter ZDF<\/li>\n<li>Reinhart Hammerschmidt | Freischaffender Musiker im Bereich Neue Musik und Improvisation<\/li>\n<li>Anny Hartmann | Diplom-Vokswirtin und politische Kabarettistin<\/li>\n<li>Silke Hasselmann | Deutschlandradio, Landeskorrespondentin f&uuml;r MV<\/li>\n<li>Andrea Haubold | Orchestermusikerin Berlin<\/li>\n<li>Carlo Himmel | Schauspieler<\/li>\n<li>Beate Himmelsto&szlig; | ehem. Sprecherin beim BR<\/li>\n<li>Bianca H&ouml;ltje | P&auml;dagogin, Beraterin von Schulgr&uuml;ndungsinitiativen<\/li>\n<li>Henry H&uuml;bchen | Schauspieler<\/li>\n<li>Claudia Jakobshagen | Schauspielerin, Sprecherin, RBB<\/li>\n<li>Luc Jochimsen | ehemalige Chefredakteurin hr-Fernsehen<\/li>\n<li>K&auml;the Jowanowitsch | freie Journalistin, Deutschlandfunk und WDR<\/li>\n<li>Kristof Kannegie&szlig;er | Kameramann und Autor, RBB<\/li>\n<li>Corinna Kirchhoff | Schauspielerin<\/li>\n<li>Carlo Kitzlinger | Schauspieler, Lufthansa Captain AD<\/li>\n<li>Friedhelm Klinkhammer | ehem. GPR-Vorsitzender im NDR<\/li>\n<li>Astrid Kohrs | Schauspielerin<\/li>\n<li>Dieter Korbely | Beirat &bdquo;Wir sind Medien&ldquo; und Medienkritiker<\/li>\n<li>PD Dr. Axel Bernd Kunze | Erziehungswissenschaftler<\/li>\n<li>Dr. Norbert Lamm | Virologe &amp; Molekulargenetiker<\/li>\n<li>Barbara Leitner | &uuml;ber 25 Jahre freie H&ouml;rfunkautorin u. a. im &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk, jetzt Coach und Kommunikationstrainiern (GFK in KiTa und Schule)<\/li>\n<li>Ulrich Lipka | Radiosprecher DLF Kultur<\/li>\n<li>Thorolf Lipp | Vorstand Deutsche Akademie f&uuml;r Fernsehen e.V.<\/li>\n<li>Prof. Dr. Johannes Ludwig | Professor u.a. f&uuml;r Investigativen Journalismus<\/li>\n<li>Prof. Dr. Christoph L&uuml;tge | TU M&uuml;nchen, ehem. Mitglied des Bayerischen Ethikrats<\/li>\n<li>Doreen Luther | Technikerin im H&ouml;rfunkbetrieb, rbb<\/li>\n<li>Henrike Madest | ehemalige freie Mitarbeiterin WDR<\/li>\n<li>Almut Masuth | Musikerin und Agentin<\/li>\n<li>Uli Masuth | Kabarettist, Komponist, Klavierist<\/li>\n<li>Prof. Dr. rer. nat. J&ouml;rg Matysik | Chemiker, Universit&auml;t Leipzig<\/li>\n<li>Prof. Dr. Michael Meyen | Professor f&uuml;r Allgemeine und Systematische Kommunikationswissenschaft an der LMU<\/li>\n<li>Bettina Minutillo | ehemalige Redakteurin bei Printmedien<\/li>\n<li>Prof. Dr. Klaus Morawetz | Dresden<\/li>\n<li>Ren&eacute;e Morloc | Operns&auml;ngerin<\/li>\n<li>Annekatrin M&uuml;cke | Freie Journalistin beim rbb<\/li>\n<li>J&uuml;rgen M&uuml;ller | Rechtsanwalt, Kinderrechte Jetzt e. V., Wir-Gemeinsam-B&uuml;ndnis<\/li>\n<li>Maren M&uuml;ller | Vorsitzende St&auml;ndige Publikumskonferenz<\/li>\n<li>Alessandro Nania Pacino | Schauspieler<\/li>\n<li>Dr. Cornelia Nenz | ehemalige Vorsitzende des NDR-Rundfunkrates<\/li>\n<li>Franz Neumeyer | Coach, Initiative Bildungswandel<\/li>\n<li>Jeana Paraschiva | Schauspielerin und Regisseurin<\/li>\n<li>Harring Petersen | ehemaliger Produktions-Ingenieur im LFH SH, NDR<\/li>\n<li>Richard Petersen | Ingenieur im LFH SH, NDR, seit 2022 Rentner<\/li>\n<li>Christoph Poppen | Dirigent, ehem. Chefdirigent Deutsche Radiophilharmonie, ehem. Leiter ARD-Musikwettbewerb<\/li>\n<li>Christine Prayon | Kabarettistin (lange Zeit heute-show, ZDF)<\/li>\n<li>Manuel Rabbe | Creative Director<\/li>\n<li>Michy Reincke | Musiker<\/li>\n<li>Martina Reitmann | stellv. Solo-Hornistin der Deutschen Radio Philharmonie, SR<\/li>\n<li>Alexa Rodrian | Lyrikerin, Musikerin und freie Autorin<\/li>\n<li>Martin Ruthenberg | ehemaliger Sprecher und Moderator des SWR<\/li>\n<li>Michael Sailer | Blogger<\/li>\n<li>Arnd Schimkat | Schauspieler<\/li>\n<li>Bettina Schmidt | ehemalige Redakteurin DLF-Kultur<\/li>\n<li>Eva Schmidt | Radio M&uuml;nchen<\/li>\n<li>Kathrin Schmidt | Schriftstellerin, Deutscher Buchpreis 2009<\/li>\n<li>Michael Schmidt | ehem. Redakteur des NDR MV, Mitglied des NDR-Rundfunkrates<\/li>\n<li>Andrea Sch&ouml;mmel | Aufnahmeleiterin, SWR Baden-Baden<\/li>\n<li>Prof. DDr. Christian Schubert | Psychoneuroimmunologe, Universit&auml;tsprofessor an der Medizinischen Universit&auml;t Innsbruck<\/li>\n<li>Christina Sch&uuml;tz | Musikerin<\/li>\n<li>Dr. Harald Schwaetzer | Philosophisches Seminar, Stuttgart<\/li>\n<li>Dr. Thomas A. Seidel | Vorstandsvorsitzender des Bonhoeffer-Haus e.V.<\/li>\n<li>Ole Skambraks | ehemaliger freier Mitarbeiter und Redakteur des MDR, WDR und SWR<\/li>\n<li>Markus Stockhausen | Musiker, Seminarleiter<\/li>\n<li>Tim Strecker | Kameramann &amp; Oberbeleuchter<\/li>\n<li>Dr.-Ing. Beate Strehlitz | Beirat Wir sind Medien und Medienkritiker<\/li>\n<li>Alina Teodorescu | freischaffende Filmemacherin u. a. im &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk<\/li>\n<li>Walter van Rossum | ehemaliger WDR-Autor, Medienkritiker und Investigativjournalist<\/li>\n<li>Harald von Herget | Fachanwalt f&uuml;r Gewerblichen Rechtsschutz<\/li>\n<li>Prof. Dr. Dr. phil. Harald Walach | CHS-Institute<\/li>\n<li>Rapha&euml;l Walter | Cellist<\/li>\n<li>Andrea Walz | Tontechnikerin, SWR Stuttgart<\/li>\n<li>Peter Welchering | Wissenschaftsjournalist<\/li>\n<li>Hans-Eckardt Wenzel | S&auml;nger, Musiker, Autor, Komponist<\/li>\n<li>Tina Zimmermann | Bildende K&uuml;nstlerin<\/li>\n<\/ul><p>sowie 33 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks, deren Unterschriften bei Rechtsanwalt Dr. Harald von Herget (<a href=\"https:\/\/vonherget.ch\/\">vonherget.ch<\/a>) hinterlegt sind.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"moreLikeThis\">\n<p><strong>Mehr zum Thema:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68150\">Rettet den Rundfunk &ndash; Vor Privatisierung und vor der eigenen Propaganda<\/a><\/p>\n<\/div><p><small>Titelbild: Ralf Liebhold \/ Shutterstock<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/10be7d2e546942d4ada39d21c97efe2f\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mitarbeiter von <em>ARD<\/em>, <em>ZDF<\/em> und <em>Deutschlandradio<\/em> haben ein &bdquo;Manifest&rdquo; ver&ouml;ffentlicht, das in teils deutlichen Worten mehr inhaltliche Vielfalt fordert und die Diffamierung von Andersdenkenden ablehnt. Einige anonyme &Auml;u&szlig;erungen belegen zudem ein internes Klima der Angst beim &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk (&Ouml;RR). Das Prinzip des &Ouml;RR ist wichtig, die Praxis der Berichterstattung ist aber inakzeptabel. Die Initiative der<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=113343\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":113344,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,35,124,41],"tags":[313,3402,1472,3058,1255,1163,1673,1446,324,897,244],"class_list":["post-113343","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-aufbau-gegenoeffentlichkeit","category-demokratie","category-medienanalyse","tag-oerr","tag-buergerrat","tag-depublikation","tag-diffamierung","tag-einschaltquote","tag-meinungspluralismus","tag-outsourcing","tag-rundfunkabgabe","tag-tarifvertraege","tag-transparenz","tag-vierte-gewalt"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/shutterstock_2403910767.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/113343","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=113343"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/113343\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":113412,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/113343\/revisions\/113412"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/113344"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=113343"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=113343"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=113343"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}