{"id":11349,"date":"2011-11-18T08:28:30","date_gmt":"2011-11-18T07:28:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11349"},"modified":"2011-11-18T08:28:30","modified_gmt":"2011-11-18T07:28:30","slug":"hinweise-des-tages-1512","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11349","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\nHeute unter anderem zu folgenden Themen: Spekulationswellen im Euroraum; B&uuml;rger werden gegen Diktatur der Finanzm&auml;rkte revoltieren; Kein Versehen, sondern Absicht; Zockerfolgen in NRW; Die Binnenmarktakte &ndash; Ein sozialer Weg zu einer wettbewerbsf&auml;higen Marktwirtschaft?; Ramelow: Hysterie ging immer gegen Links; Brauner Terror; Arbeitsamt beutet Leiharbeiter aus; IAQ: Neue Zahlen zur Niedriglohnbesch&auml;ftigung in Deutschland; Zum Ja-Wort gen&ouml;tigt; Zuschuss-Rente; Bildungspaket vor Gericht; Bestechungsverdacht gegen Heckler &amp; Koch Waffenlieferung gegen Parteispende?; Essay von J&uuml;rgen Habermas &ldquo;Zur Verfassung Europas&rdquo;; Diffuses B&uuml;rgerbild in politischen Reden; Wie wird aus einer politischen PR-Meldung ein redaktioneller Text in der RNZ?; Geht es den deutschen Studenten ganz gut?; Staatsterrorismus des Tages: DHS; Leon (Panetta) hilf &ndash; die K&ouml;rperfresser kommen!; Nachruf auf Franz Josef Degenhardt. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11349#h01\">Eurokrise: Spekulationswellen im Euroraum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11349#h02\">B&uuml;rger werden gegen Diktatur der Finanzm&auml;rkte revoltieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11349#h03\">Kein Versehen, sondern Absicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11349#h04\">Zockerfolgen in NRW<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11349#h05\">Die Binnenmarktakte &ndash; Ein sozialer Weg zu einer wettbewerbsf&auml;higen Marktwirtschaft?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11349#h06\">Ramelow: Hysterie ging immer gegen Links<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11349#h07\">Brauner Terror<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11349#h08\">Arbeitsamt beutet Leiharbeiter aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11349#h09\">IAQ: Neue Zahlen zur Niedriglohnbesch&auml;ftigung in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11349#h10\">Zum Ja-Wort gen&ouml;tigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11349#h11\">Zuschuss-Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11349#h12\">Bildungspaket vor Gericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11349#h13\">Bestechungsverdacht gegen Heckler &amp; Koch Waffenlieferung gegen Parteispende?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11349#h14\">Essay von J&uuml;rgen Habermas &ldquo;Zur Verfassung Europas&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11349#h15\">Diffuses B&uuml;rgerbild in politischen Reden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11349#h16\">Wie wird aus einer politischen PR-Meldung ein redaktioneller Text in der RNZ?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11349#h17\">Geht es den deutschen Studenten ganz gut?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11349#h18\">Staatsterrorismus des Tages: DHS<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11349#h19\">Leon (Panetta) hilf &ndash; die K&ouml;rperfresser kommen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11349#h20\">Nachruf auf Franz Josef Degenhardt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=11349&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Eurokrise: Spekulationswellen im Euroraum<\/strong><br>\nViele bef&uuml;rchten, dass sich die Eurokrise zu einer neuen Wirtschaftskrise entwickelt. Und manche wollen uns weismachen, dass ein &bdquo;ausufernder Sozialstaat&ldquo; schuld daran sei. Europa habe &uuml;ber seine Verh&auml;ltnisse gelebt. F&uuml;r den DGB ist aber klar: Es gibt keine &bdquo;neue Krise&ldquo;. Die heutige Lage in der Eurozone ist die direkte Folge der Finanzkrise von 2008. Ma&szlig;nahmen gegen die Krise d&uuml;rfen deshalb nicht zulasten von L&ouml;hnen, Renten und sozialen Sicherungssystemen gehen. Vielmehr m&uuml;ssen endlich die Verursacher der Krise in die Verantwortung genommen werden. Doch wer genau tr&auml;gt die Verantwortung f&uuml;r die &ldquo;Schuldenkrise&rdquo;? Und welche Wege gibt es aus der Krise hinaus und hin zu einem Europa des sozialen Fortschritts?<br>\nWer die Krise verstehen will, muss aber auch ihre Systematik und ihre Zusammenh&auml;nge verstehen &ndash; zwischen Rating und Bonit&auml;t eines Staates, zwischen Export&uuml;berschuss im Norden und Staatsschulden im S&uuml;den, zwischen &bdquo;Bankenrettung&ldquo; und &bdquo;Eurorettung&ldquo;. Unser Dossier beantwortet die wichtigsten Fragen.<br>\nNicht wenige haben davor kapituliert, die Vorg&auml;nge an den Finanzm&auml;rkten und die Ursachen der Krise tats&auml;chlich zu verstehen. Schon das Vokabular der Finanzjongleure, das nach und nach in unseren Sprachgebrauch sickert, verwirrt und verunsichert. Und nicht selten besch&ouml;nigen die Begriffe auch das, was tats&auml;chlich dahinter steckt: Spekulieren und Zocken. Unser Krisenglossar: Von ABS bis Zinslastquote macht mit den wichtigsten Begriffen vertraut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++e0b839ca-ff1c-11e0-4afe-00188b4dc422\">DGB Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>B&uuml;rger werden gegen Diktatur der Finanzm&auml;rkte revoltieren<\/strong><br>\nIn einem Interview mit der franz&ouml;sischen Zeitschrift Journal du Dimanche kritisiert Jean-Pierre Jouyet, Leiter der franz&ouml;sischen Finanzmarktaufsicht AMF, die Macht der Finanzm&auml;rkte. Noch sei es in Frankreich nicht so weit. Die Finanzm&auml;rkte h&auml;tten Nicolas Sarkozy noch nicht aufgegeben. Aber nachdem in Italien die dritte Regierung eines europ&auml;ischen Landes von den Finanzm&auml;rkten gest&uuml;rzt worden sei, m&uuml;sse man mit revolution&auml;ren Zeiten rechnen. Jouyet w&ouml;rtlich: &bdquo;Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die B&uuml;rger (citoyens) gegen diese faktische Diktatur revoltieren werden. Wir beobachten, dass Griechenland einen Zentral-Banker zum Premierminister gemacht hat und Italien im Begriff ist, einen ehemaligen EU-Kommissar und Mann von Goldman Sachs zu installieren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de\/2011\/11\/32155\/\">Deutsche Mittelstands Nachrichten<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kein Versehen, sondern Absicht<\/strong><br>\nDer spektakul&auml;re 55-Milliarden-Rechenfehler bei der Bad Bank der Hypo Real Estate entpuppt sich als Bilanzkosmetik.<br>\nDie alte Bilanz war gar nicht falsch. Nur anders.<br>\nF&uuml;r die Abwicklungsbank spielt das alles eigentlich keine gro&szlig;e Rolle &ndash; sieht man von der Optik ab. Denn wenn sich ihr Bilanzvolumen durch erh&ouml;hte Sicherheitsleistungen bei Finanzwetten erh&ouml;ht, macht das einen politisch unsch&ouml;nen Eindruck. &raquo;Wir sollen ja schrumpfen&laquo;, sagt ein FMSW-Manager.<br>\nKeiner ist daran st&auml;rker interessiert als der Finanzminister. Denn die Schulden der Bad Bank werden den Staatsschulden zugeschlagen, w&auml;hrend ihre Verm&ouml;genswerte in der Statistik unber&uuml;cksichtigt bleiben. Das n&auml;hrt unter den Fachleuten den Verdacht, dass in Wahrheit kein Buchungsfehler korrigiert werden sollte, sondern die Summe der ausgewiesenen Staatsschulden. Bislang hielt man derlei f&uuml;r eine griechische Spezialit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/47\/HRE-Bilanzfehler?commentstart=9#comments\">Zeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Zockerfolgen in NRW<\/strong><br>\nZinsoptimierte Gesch&auml;fte, auch &raquo;Swaps&laquo; genannt, waren das Zauberwort, mit dem deutsche Kommunen vor der Finanzkrise hofften, ihre explodierenden Zinslasten zu senken. Dabei gingen sie hochriskante Wetten ein, sei es auf die Entwicklung von kurz- und langfristigen Zinsen, sei es auf das Wechselkursverh&auml;ltnis vom Schweizer Franken zum Euro. Sch&auml;tzte die Gemeinde den Zins- oder Wechselkursverlauf richtig ein, konnte sie ihre Kosten senken. Die Bank trug in dem Fall den Verlust. &Auml;hnlich popul&auml;r wie einst die ber&uuml;chtigten Cross-Border-Leasing-Gesch&auml;fte verhie&szlig;en die Derivate-Vertr&auml;ge den klammen B&uuml;rgermeistern eine scheinbar risikolose Reduzierung ihrer laufenden Verpflichtungen. Nach dem Platzen der Finanzblase erwiesen sich die Wetten jedoch als h&ouml;chst verlustreich.<br>\nBesonders prek&auml;r ist die Lage in Nordrhein-Westfalen. Nach Einsch&auml;tzung von Insidern gibt es im bev&ouml;lkerungsreichsten Bundesland der Republik so gut wie keine Stadt, die nicht Zinsgesch&auml;fte abgeschlossen h&auml;tte. Hauptakteur im NRW-Derivategesch&auml;ft war stets die WestLB, als Landesbank traditionell die Hausbank vieler St&auml;dte. Die kommunalpolitische Sprecherin der Linkspartei im Landtag, &Ouml;zlem Demirel, kritisiert vor allem die fehlende Unterst&uuml;tzung der Landespolitik f&uuml;r die St&auml;dte und Gemeinden und erinnert an die Mitschuld der Beh&ouml;rden. So habe die nordrhein-westf&auml;lische Gemeindepr&uuml;fungsanstalt (GPA) viele Jahre Kenntnis von den Vertr&auml;gen gehabt und sie ausdr&uuml;cklich als Kostensenker begr&uuml;&szlig;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/11-17\/024.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Binnenmarktakte &ndash; Ein sozialer Weg zu einer wettbewerbsf&auml;higen Marktwirtschaft?<\/strong><br>\nN&auml;chstes Jahr feiert der Binnenmarkt sein 20-j&auml;hriges Bestehen. Es ist h&ouml;chste Zeit, die Regelungen des EU-Binnenmarktes an die Gegebenheiten des 21. Jahrhunderts anzupassen. Die von der Europ&auml;ischen Kommission hierzu vorgelegten Vorschl&auml;ge entt&auml;uschen jedoch, da die sozialen und Arbeitnehmerrechte nur ungen&uuml;gend Beachtung finden. Ein neu gestalteter Binnenmarkt muss jedoch die Grundlage f&uuml;r ein ehrgeiziges Sozialprogramm darstellen. Die Markt&ouml;ffnung muss reguliert werden. Hierf&uuml;r sind eine horizontale soziale Fortschrittsklausel und eine Sozialklausel in allen Rechtsvorschriften notwendig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/08676.pdf\">FES Perspektive [PDF &ndash; 103 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Jedenfalls ein Vorschlag, der sich wohltuend abhebt, von dem Merkelschen <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2011-11\/merkel-konvent-eu-vertraege\">Vorschlag einer &Auml;nderung der Europ&auml;ischen Verfassung<\/a>, der nichts anderes vorsieht als eine strengere Ahndung von Verst&ouml;&szlig;en gegen den Stabilit&auml;tspakt, dessen Scheitern gerade auch in der derzeitigen Krise offenbar wird. Aber vielleicht ist der Merkelsche Vorsto&szlig; eine &bdquo;Rettung&ldquo; der Europ&auml;ischen Union der eigenen Art, n&auml;mlich eine elegante Form des Rauswurfs all jener Staaten, die dem deutschen Austerit&auml;tskurs f&uuml;r Europa nicht zustimmen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ramelow: Hysterie ging immer gegen Links<\/strong><br>\nLinken-Chef in Th&uuml;ringen kritisiert mangelnde Verfolgung rechtsextremer Gewaltt&auml;ter<br>\nBodo Ramelow im Gespr&auml;ch mit Friedbert Meurer<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/1606329\/\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Gutes Interview.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Brauner Terror<\/strong><br>\nSondersendung: Jahrelang konnte die Zwickauer Zelle offenbar unbehelligt von staatlichen Stellen agieren. Wie war das m&ouml;glich? Wie k&ouml;nnte dies k&uuml;nftig verhindert werden? Was br&auml;chte ein Verbot der NPD?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/ard\/servlet\/content\/3517136?documentId=8790242\">ARD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Arbeitsamt beutet Leiharbeiter aus<\/strong><br>\nEigentlich soll die Agentur f&uuml;r Arbeit Leiharbeiter vor Ausbeutung sch&uuml;tzen. Im Saarland ging der Schuss nach hinten los &ndash; Dort hat ein Bereichsleiter offenbar selbst Zeitarbeiter illegal besch&auml;ftigt. Besonders brisant: Der Mann ist auch bei Verdi aktiv.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/agentur-fuer-arbeit---arbeitsamt-beutet-leiharbeiter-aus--,1472780,11160934.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>IAQ: Neue Zahlen zur Niedriglohnbesch&auml;ftigung in Deutschland<\/strong><br>\nFast 3,6 Mio. Besch&auml;ftigte in Deutschland arbeiteten im Jahr 2009 f&uuml;r weniger als 7 Euro brutto pro Stunde. Dies entspricht gut elf Prozent aller Besch&auml;ftigten. Mehr als 1,2 Mio. bekamen sogar einen Stundenlohn von weniger als 5 Euro. Das zeigen neue Auswertungen des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universit&auml;t Duisburg-Essen. &bdquo;Selbst bei einer Vollzeitbesch&auml;ftigung liegt das monatliche Erwerbseinkommen bei solchen Stundenl&ouml;hnen nur bei rund 800 Euro oder sogar darunter, was selbst bei Alleinstehenden nicht zum Leben reicht&ldquo;, rechnet Dr. Claudia Weinkopf, Stellvertretende IAQ-Direktorin. Unter 8,50 Euro, also der von den Gewerkschaften als Mindestlohn geforderten Bezahlung pro Stunde, arbeiteten 2009 fast 5,8 Mio. Besch&auml;ftigte. Die Zahl der Betroffenen d&uuml;rfte sogar noch h&ouml;her liegen, da bei den Berechnungen aus methodischen Gr&uuml;nden Sch&uuml;ler, Studierende und Rentner sowie Nebenjobber nicht einbezogen wurden. Mehrere Mio. Besch&auml;ftigte w&uuml;rden also nach den Berechnungen des IAQ von einer verbindlichen Lohnuntergrenze profitieren.<br>\nW&uuml;rde die Lohnuntergrenze, wie von der CDU vorgesehen, nur f&uuml;r Besch&auml;ftigte in Branchen gelten, in denen es &uuml;berhaupt keine tariflichen Regelungen gibt, w&uuml;rden viele der gering bezahlten Besch&auml;ftigten leer ausgehen. Arbeitgeber in Branchen ohne tarifliche Regelungen k&ouml;nnten versuchen, Tarifvertr&auml;ge mit Splittergewerkschaften abzuschlie&szlig;en, damit ihre Branche nicht unter die Mindestlohnregelung f&auml;llt. Gewerkschaften in Branchen mit Tarifl&ouml;hnen unter der verbindlichen Lohnuntergrenze k&auml;men in die paradoxe Situation, dass sie im Interesse der Besch&auml;ftigten k&uuml;nftig eigentlich darauf verzichten m&uuml;ssten, &uuml;berhaupt Tarifverhandlungen zu f&uuml;hren, weil die Besch&auml;ftigten sonst nicht von der Lohnuntergrenze profitieren w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.iaq.uni-due.de\/archiv\/presse\/2011\/111115.php\">IAQ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der abstruse Vorschlag der CDU, dass in Branchen ohne tariflichen Regelungen die Tarifparteien eine Lohnuntergrenze auszuhandeln sollen, ist l&auml;ngst durch Tarifvertr&auml;ge widerlegt, die keineswegs existenzsichernde L&ouml;hne garantieren und deshalb durch den Staat aufgestockt werden m&uuml;ssen. Deshalb f&uuml;hrt kein Weg an der Forderung von Claudia Weinkopf vorbei: &bdquo;Um Niedrigstl&ouml;hne in Deutschland wirksam zu unterbinden, m&uuml;sste eine Lohnuntergrenze f&uuml;r alle Besch&auml;ftigten verbindlich sein. Diese d&uuml;rfte in keiner Branche unterschritten werden. Den Tarifvertragsparteien st&uuml;nde es jedoch weiterhin frei, h&ouml;here Tarifl&ouml;hne zu vereinbaren, die &uuml;ber das Arbeitnehmer-Entsendegesetz auch als branchenbezogene Mindestl&ouml;hne f&uuml;r allgemeinverbindlich erkl&auml;rt werden k&ouml;nnen&ldquo;. Mehr noch, ab sofort sollte eine ernsthafte Diskussion dar&uuml;ber beginnen, ab welcher Lohnuntergrenze ein Vollzeitarbeitnehmer menschenw&uuml;rdig existieren kann. Deutschland ist reich genug, um eine solche Lohnuntergrenze staatlich zu verordnen. Und sollten einige h&ouml;chst unproduktive Unternehmen verschwinden, die sich nur &uuml;ber ihre aufstockenden Besch&auml;ftigten, also mit Hilfe des Sozialstaates, halten k&ouml;nnen, werden diese Besch&auml;ftigten &uuml;ber die gestiegene gesamtwirtschaftliche Kaufkraft anderweitig Arbeit finden. Und sollten dann im Warenkorb auch einige Importe mehr liegen, w&uuml;rde wir uns vielleicht wieder einer fr&uuml;her unumstrittenen wirtschaftspolitische Zielsetzung n&auml;hern: einer ausgeglichen Zahlungsbilanz.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zum Ja-Wort gen&ouml;tigt<\/strong><br>\nViele Opfer von Zwangsehen in Deutschland haben den deutschen Pass und stammen vor allem aus religi&ouml;sen Migrantenfamilien. Dies geht aus einer Studie zu Zwangsverheiratungen hervor, die an diesem Mittwoch Bundesfamilienministerin Kristina Schr&ouml;der und die Integrationsbeauftragte Maria B&ouml;hmer (beide CDU) vorstellen und die der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt. Demnach sind fast die H&auml;lfte (44 Prozent) der Zwangsverheirateten oder davon Bedrohten deutsche Staatsb&uuml;rger, rund 95 Prozent der Opfer sind Frauen und M&auml;dchen, fast 30 Prozent von ihnen Minderj&auml;hrige. Fast zwei Drittel der erfassten F&auml;lle stammen aus stark religi&ouml;s gepr&auml;gten Familien.&nbsp; Fast alle Betroffenen stammen jedoch aus Zuwandererfamilien, das h&auml;ufigste Herkunftsland der Eltern ist die T&uuml;rkei, gefolgt von Serbien\/Kosovo\/Montenegro und Irak. Die Eltern der Heiratskandidaten geh&ouml;ren in ihrer breiten Mehrheit (gut 83 Prozent) dem Islam an, fast zehn Prozent unter Kurden verbreiteten Religion des Jesidentums und immerhin 3,4 Prozent dem Christentum. Dennoch warnen die Autoren der Studie davor, das Problem vor allem als eines des Islam anzusehen und Faktoren wie Traditionen, M&auml;nnlichkeitsbilder oder Armut zu vernachl&auml;ssigen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/jetzt.sueddeutsche.de\/texte\/anzeigen\/532701\">SZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bundesregierung.de\/nsc_true\/Content\/DE\/Artikel\/IB\/Anlagen\/2011-11-08-zwangsverheiratungen-kurzfassung,property=publicationFile.pdf\/2011-11-08-zwangsverheiratungen-kurzfassung\">Studie Zwangsverheiratungen in Deutschland [PDF &ndash; 89.7 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Zuschuss-Rente<\/strong><br>\nDie massiv gesunkenen Einkommen im Niedriglohn-Bereich werden auf breiter Front Renten unterhalb des Sozialhilfe-Niveaus nach sich ziehen. Dagegen soll die so genannte Zuschuss-Rente helfen. Aber: Tut sie das wirklich?<br>\nWer viele Jahre eingezahlt hat und trotzdem nur eine Rente unterhalb der Grundsicherung bekommt, der soll k&uuml;nftig aus Steuermitteln eine Aufstockung auf 850 Euro erhalten.<br>\nDas klingt zun&auml;chst gut. Aber es gibt gewaltige Haken. Wer den Zuschuss zum Start 2013 haben will, braucht viele Versicherungs- und Beitragsjahre und muss mindestens f&uuml;nf Jahre in einen Riester-Vertrag eingezahlt haben. Dann steigen die Anforderungen immer weiter an. Bis 2043 muss man mindestens 35 Jahre geriestert haben, um den Zuschuss zu bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,xri0v9eft4vyhm9m~cm.asp\">Das Erste Plusminus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bildungspaket vor Gericht<\/strong><br>\nDass das sogenannte Bildungspaket nunmehr in zweiter Instanz vor dem Landessozialgericht er&ouml;rtert wird, ist f&uuml;r uns ein weiterer erfolgreicher Schritt, um schlie&szlig;lich den Bundesverfassungs-richtern die Frage stellen zu k&ouml;nnen, ob eine derart diskriminierende Ungleichbehandlung armer Kindern mit der Verfassung vereinbar ist,&rdquo; stellt Hartz4-Plattform Sprecherin Brigitte Vallenthin fest. &ldquo;Wir hoffen am 29. November in Essen Karlsruhe etwas n&auml;her zu kommen. Denn inn dem Verfahren wurde die Anh&ouml;rung der wichtigsten Kinder-Lobby-Verb&auml;nde &ndash; des Verbands alleinerziehender M&uuml;tter und V&auml;ter (VAMV) sowie des Deutschen Kinderschutzbundes ( DKSB ) &ndash; als sachverst&auml;ndige Zeugen beantragt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hartz-nordhausen.blog.de\/2011\/11\/17\/bildungspaket-gericht-29-november-landessozialgericht-nrw-essen-12183497\/\">Hartz4-Plattform<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Bestechungsverdacht gegen Heckler &amp; Koch Waffenlieferung gegen Parteispende?<\/strong><br>\n300 Beamte haben das Firmengel&auml;nde von Heckler &amp; Koch durchsucht. Der Waffenh&auml;ndler wollte sich m&ouml;glicherweise mit Parteispenden Genehmigungen f&uuml;r Waffenlieferungen nach Mexiko erkaufen. Die FDP, die die Spende erhalten haben soll, streitet das allerdings ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/bestechungsverdacht-gegen-heckler-koch-waffenlieferung-gegen-parteispende-1.1192694\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Essay von J&uuml;rgen Habermas &ldquo;Zur Verfassung Europas&rdquo;<\/strong><br>\nEntgegen der derzeit realen M&ouml;glichkeit des Scheiterns des Europ&auml;ischen Projekts pl&auml;diert J&uuml;rgen Habermas daf&uuml;r, das urspr&uuml;ngliche Versprechen des europ&auml;ischen Verfassungsprojektes wiederzubeleben.<br>\nNach einer ausf&uuml;hrlicheren Darstellung der Habermas`schen Vorstellungen, die an die mehr als zweihundert Jahre alte Schrift von Immanuel Kant &ldquo;Zum ewigen Frieden&rdquo; ankn&uuml;pft, und sich vehement gegen den in der Krise entbundenen Exekutivf&ouml;deralismus von Merkel und Sarkozy und dessen &ldquo;intergouvernementaler Aush&ouml;hlung der Demokratie&rdquo; wendet, schlie&szlig;t Micha Brumlik seine Besprechung: &ldquo;Es war Karl Marx, der in seiner 1844 erschienen&nbsp;&ldquo;Einleitung zur Hegelschen Rechtsphilosophie&rdquo; feststellte: &ldquo;Es gen&uuml;gt nicht ,dass der Gedanke zur Verwirklichung dr&auml;ngt, die Verwirklichung muss sich selbst zum Gedanken dr&auml;ngen&rdquo;. &ndash; Dr&auml;ngt die europ&auml;ische Wirklichkeit von Euro. Ratingagenturen, dem bankrotten Griechenland und dem gerade noch einmal davongekommenen Italien zum Habermas`schen Gedanken?&nbsp; Stellt die&nbsp;zu&nbsp;Wintereinbruch&nbsp;&nbsp;br&ouml;ckelnde Occupy-Wall-Street-Bewegung jene Macht dar, die die Verh&auml;ltnisse gegen den &ldquo;Exekutivf&ouml;deralismus&rdquo; von Merkel \/ Sarkozy zum Tanzen bringt? J&uuml;rgen Habermas ist mit dieser Schrift eine geschichtsphilosophische Wette eingegangen. Man wird sehen!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Essay-von-Juergen-Habermas\/!82011\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Diffuses B&uuml;rgerbild in politischen Reden<\/strong><br>\nWas halten Politiker von den B&uuml;rgern ihres Landes? Um dies herauszufinden, haben das Seminar Medienwissenschaft der Universit&auml;t in Koblenz und der Verband der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) in einer gemeinsamen Studie Reden von Bundespolitikern analysiert und sind dabei zu einem ern&uuml;chternden Ergebnis gekommen. Das B&uuml;rgerbild der Politiker ist diffus bis widerspr&uuml;chlich und der Klang an sich wohlfeiner Politiker-S&auml;tze bei genauem Hinschauen nicht immer schmeichelhaft.<br>\nInsgesamt lassen sich laut Studie beim B&uuml;rgerbild in Politiker-Reden vier Tendenzen erkennen. Demnach wird der B&uuml;rger dargestellt (1) als schwer fassbares Subjekt, (2) als widerspenstiges Kind, das belehrt und &uuml;ber seine eigenen Interessen aufgekl&auml;rt werden muss, (3) als Empf&auml;nger staatlicher Gaben und Beitragszahler f&uuml;r das Gemeinwohl, (4) als Mensch, der Freiheit f&uuml;rchtet aber Freiheit braucht, um sich und die Gemeinschaft zu entwickeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/relevant.at\/wirtschaft\/pr\/322484\/diffuses-buergerbild-politischen-reden.story\">relevant<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wie wird aus einer politischen PR-Meldung ein redaktioneller Text in der RNZ?<\/strong><br>\nNicht nur der Politik, sondern auch den Medien muss man &ldquo;auf die Finger schauen&rdquo;, wenn seltsame Dinge passieren. Aktuell erschien in gro&szlig;er Aufmachung am 15. November ein Text in der RNZ, den angeblich der Redakteur Stefan Hagen geschrieben hat. Das Problem: Dieser Text ist mit allen wesentlichen Inhalten und teils wortgleich bereits am 14. November 2011 erschienen &ndash; auf der Homepage des CDU-Landtagsabgeordneten Georg Wacker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rheinneckarblog.de\/2011\/11\/17\/nachgefragt-wie-wird-aus-einer-politischen-pr-meldung-ein-redaktioneller-text-in-der-rnz\/\">Rheinneckarblog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eines der sich immer mehr h&auml;ufenden Beispiele von PR und Medien, das in diesem Fall nur besonders dreist ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Geht es den deutschen Studenten ganz gut?<\/strong><br>\nElitenforscher Michael Hartmann &uuml;ber die weltweiten Bildungsproteste<br>\nDas Bildungssystem ist sozial immer noch sehr selektiv und angesichts doppelter Abiturjahrg&auml;nge und der Aussetzung des Wehr- und Ersatzdienstes macht sich die chronische Unterfinanzierung der Hochschulen deutlich bemerkbar. Auch nehmen die psychischen Probleme unter Studierenden aufgrund des wachsenden Drucks zu. Verglichen mit den s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;ndern oder den USA, Gro&szlig;britannien und Chile sind die Probleme aber nicht so existenziell.<br>\nDiese Proteste haben einen wichtigen Erfolg gebracht. Die Studiengeb&uuml;hren sind ein Auslaufmodell, zumindest f&uuml;r die n&auml;chsten zehn Jahre. Aufgrund der starken Bewegung traut sich kaum noch ein Politiker, offensiv f&uuml;r sie zu werben. In allen anderen Fragen ist die Bilanz aber weniger positiv. Die Proteste haben dort relativ wenig erreicht. Es gibt keine durchgreifende Verbesserung der Studiensituation, weil die &ouml;ffentlichen Mittel mit dem Anwachsen der Studierendenzahl nicht Schritt halten, und die vollmundigen Versprechungen vor der Einf&uuml;hrung des Bachelor\/Master-Modells haben sich auch bestenfalls zu einem ganz kleinen Teil erf&uuml;llt. All das zeigt, dass man nur mit massiven Protesten wirklich etwas &auml;ndern kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/211324.geht-es-den-deutschen-studenten-ganz-gut.html?sstr=wernicke\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Staatsterrorismus des Tages: DHS<\/strong><br>\nDie lang gehegte Bef&uuml;rchtung scheint sich zu best&auml;tigen, da&szlig; das nach dem 11. September 2001 schnell ins Gigantische gewachsene U.S. Department of Homeland Security (DHS) nicht wie vorgegaukelt dazu geschaffen wurde, um zuk&uuml;nftige Terroranschl&auml;ge ausl&auml;ndischer St&ouml;renfriede zu verhindern. Die Gr&uuml;ndung der &raquo;Heimatschutzbeh&ouml;rde&laquo; war vielmehr eine vorbeugende Ma&szlig;nahme, um ein Aufbegehren der verarmenden und hoffnungslosen amerikanischen Massen gegen die Diktatur der Reichen und Superreichen zu unterdr&uuml;cken, die gerade mal ein Prozent der Bev&ouml;lkerung ausmachen. Unter der &Auml;gide des DHS sind die lokalen Polizeikr&auml;fte bis zu den Z&auml;hnen mit neuesten Waffen ausger&uuml;stet und in milit&auml;rischen Vorgehensweisen gegen Proteste einer unzufriedenen Bev&ouml;lkerung ausgebildet worden. So stand die B&uuml;rgerkriegsarmee der &raquo;Einprozenter&laquo; bereits Gewehr bei Fu&szlig;, lange bevor jemand an die &raquo;Occupy Wall Street&laquo;-Bewegung gedacht hat.<br>\nDas Ministerium zur Errichtung polizeistaatlicher Strukturen, wie das DHS von Kritikern genannt wird, steckt offensichtlich als koordinierende Macht hinter dem zeitlich abgestimmten Vorgehen der &raquo;Sicherheitskr&auml;fte&laquo; gegen die &raquo;Occupy&laquo;-Bewegung in den gro&szlig;en US-amerikanischen St&auml;dten, das sich zugleich durch eine neue Stufe der Brutalit&auml;t auszeichnet. Das berichteten am 15. November US-Medien unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Beamten des Justizministeriums.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/11-18\/025.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Leon (Panetta) hilf &ndash; die K&ouml;rperfresser kommen!<\/strong><br>\n&hellip;Das musste Obama den oppositionellen Republikanern zugestehen, um die drohende Insolvenz der Supermacht zu verhindern. Einigt sich die Kommission nicht auf eine Streichliste, f&auml;llt &ndash; gesetzlich vorgeschrieben &ndash; das Fallbeil: insgesamt 1,2 Billionen  werden dann in den n&auml;chsten zehn Jahren nach einem festen Schl&uuml;ssel aus dem Bundeshaushalt gestrichen, die H&auml;lfte davon &ndash; 600 Milliarden &ndash; aus dem Wehretat.<br>\nKlingt gewaltig. Die Bundesrepublik k&ouml;nnte davon Ihren Verteidigungshalt in heutiger H&ouml;he fast 15 Jahre lang bestreiten. Die USA hingegen stecken Jahr f&uuml;r Jahr weit mehr in ihre bewaffnete Macht. 685 Milliarden Dollar betr&auml;gt der Pentagonetat f&uuml;r 2011. Selbst wenn es zur automatischen Mittek&uuml;rzung k&auml;me, beliefe die sich &ndash; &uuml;ber den Daumen &ndash; auf nicht einmal zehn Prozent des seit vielen Jahren &uuml;berm&auml;&szlig;ig aufgebl&auml;hten Pentagon-Etats.<br>\nNicht eben viel f&uuml;r eine Nation, die fast f&uuml;nf Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts, des Wertes all der G&uuml;ter und Dienstleistungen die binnen 12 Monaten in den USA erwirtschaftet werden, in Wehr und Waffen investiert. Ein F&uuml;nftel aller Staatsausgaben verschwinden im Pentagon. Die F&uuml;hrungsmacht der westlichen Welt gibt f&uuml;r ihre Streitkr&auml;fte weit mehr Geld aus als alle anderen 27 Nato-Staaten &ndash; zusammen&hellip;<br>\nWer sollte denn die waffenstarrende Supermacht Amerika attackieren? Russland etwa, das sich seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion vergeblich bem&uuml;ht, seine dramatisch geschrumpften Streitkr&auml;fte mit halbwegs modernen und vor allem funktionierenden Waffen auszustatten? Oder China, die kommenden Weltmacht, die aber allen Unkenrufen zum Trotz noch Generationen ben&ouml;tigen wird, um mit den USA milit&auml;risch gleichzuziehen &ndash; falls das &uuml;berhaupt die Absicht Pekings ist?<br>\nOder droht gar die Invasion vom Mars? Sind die K&ouml;rperfresser aus dem All bereits unterwegs auf ihrer Mission Earth, um uns Irdischen den Garaus zu machen?<br>\nUnsinn, nat&uuml;rlich. Die einzige milit&auml;rische Gefahr, die der Weltmacht derzeit droht, geht aus vom &bdquo;milit&auml;risch-industriellen Komplex&ldquo;, vor dem bereits Pr&auml;sident Eisenhower 1961 in seiner Abschiedsrede warnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/debattiersalon.de\/\">Debattiersalon<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Nachruf auf Franz Josef Degenhardt<\/strong><br>\n3.12.1931 in Schwelm, 14.11. 2011 in Quickborn<br>\n&bdquo; V&auml;terchen Franz&ldquo; ist am 14. November 2011 gestorben &ndash; an dem Tag, an dem die Nation entsetzt nach Zwickau blickte. Wer zu mystischen Erkl&auml;rungen neigt, mag darin einen Zusammenhang sehen. Vielleicht ist er aber gar nicht so irrational. Wogegen Franz Josef Degenhardt ein Leben lang gek&auml;mpft hatte &ndash; es scheint st&auml;rker zu sein als er. &bdquo;Hier im Innern des Landes leben sie noch.&ldquo; Wer wei&szlig;, vielleicht hat ihm die Best&auml;tigung dieser Erkenntnis die letzte Kraft zum Leben genommen.<br>\nWir wollten seinen achtzigsten Geburtstag feiern, der knapp drei Wochen sp&auml;ter stattfinden sollte. Nun ist ein Totenfest daraus geworden. Degenhardts leise, heisere Stimme wird uns fehlen. Es gibt ja nicht mehr viele seiner Statur. Die Linke hat das Talent, heftiger gegen die eigenen Leute zu k&auml;mpfen als gegen den gemeinsamen Feind. Vielleicht werden sich jene, die Degenhardts Ansichten zur untergegangenen Sowjetunion oder zur DDR nicht teilten, jetzt, da er tot ist, ein wenig sch&auml;men, wenn sie registrieren m&uuml;ssen, wie sich die Rechte mittlerweile zum Mord r&uuml;stete. Degenhardt hat das ja stets geahnt, die Bef&uuml;rchtung, die Erde k&ouml;nnte, mit den von diesem selbst l&auml;ngst zur&uuml;ckgenommenen Worten seines Gegenspielers Wolf Biermann eher &bdquo;todrot&ldquo; als &bdquo;lebenrot&ldquo; werden, war gro&szlig;, auch wenn er sie gelegentlich mit optimistischen Perspektiven &uuml;bert&uuml;nchte.<br>\nBei all dem darf man eins nicht vergessen: Der Liedermacher und ehemalige Rechtsanwalt, der Romanautor und politische Aktivist war einfach auch ein besonders liebenswerter Mensch. Die Zuneigung, die er von den meisten Kolleginnen und Kollegen erfuhr, galt nicht nur dem Talent, dem Vorbild im k&uuml;nstlerischen Bereich, sondern stets auch einem Mann, der W&auml;rme und Menschenliebe ausstrahlte. Er wird uns fehlen. Venceremos? Solche Kraftmeierei w&auml;re verlogen. Das hat Degenhardt nicht verdient. Machen wir es eine Nummer kleiner. &bdquo;Komm an den Tisch unter Pflaumenb&auml;umen.&ldquo; Freundlichkeit ist schon ein Sieg, wo eine Bande &uuml;ber viele Jahre hinweg Migranten morden kann, ohne entdeckt zu werden.<br>\nThomas Rothschild<br>\nQuelle: Erscheint im Folker 01\/12 (Vorabdruck mit freundlicher Genehmigung des Chefredakteurs Michael Kleff.)<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br \/> Heute unter anderem zu folgenden Themen: Spekulationswellen im Euroraum; B&uuml;rger werden gegen Diktatur der Finanzm&auml;rkte revoltieren; Kein Versehen, sondern Absicht; Zockerfolgen in NRW; Die Binnenmarktakte &ndash; Ein sozialer Weg zu einer wettbewerbsf&auml;higen Marktwirtschaft?; Ramelow: Hysterie ging immer<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11349\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-11349","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11349","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11349"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11349\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11351,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11349\/revisions\/11351"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11349"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11349"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11349"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}