{"id":11374,"date":"2011-11-22T09:01:19","date_gmt":"2011-11-22T08:01:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11374"},"modified":"2014-12-21T15:30:54","modified_gmt":"2014-12-21T14:30:54","slug":"der-spiegel-vermarktet-die-bertelsmann-stiftung-deutscher-lernatlas-stellt-den-zusammenhang-von-bildung-und-wohlstand-auf-den-kopf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11374","title":{"rendered":"Der Spiegel vermarktet die Bertelsmann Stiftung &#8211; \u201eDeutscher Lernatlas\u201c stellt den Zusammenhang von Bildung und Wohlstand auf den Kopf"},"content":{"rendered":"<p>&bdquo;Wo die klugen Deutschen leben&ldquo;, das ist die Titelgeschichte <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/index-2011-47.html\">des aktuellen Spiegels<\/a>. Und diese Geschichte beherrschte gestern die Schlagzeilen. Den ganzen Tag &uuml;ber konnte man in den Nachrichtensendungen und Nachrichtenagenturen vernehmen: &bdquo;Deutliches Bildungsgef&auml;lle in Deutschland&ldquo; oder &bdquo;<a href=\"http:\/\/news.google.de\/news\/story?q=Bildungsgef%C3%A4lle&amp;oe=utf-8&amp;rls=net.gmx:de:official&amp;client=firefox&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;ncl=d1HNPVnxCUWG2BMmzNphOuq6azwsM&amp;hl=de&amp;ei=SWPKTuaCM9OQ4gTWif0o&amp;sa=X&amp;oi=news_result&amp;ct=more-results&amp;resnum=1&amp;ved=0CDUQqgIwAA\">Deutliches S&uuml;d-Nord-Gef&auml;lle<\/a>&ldquo;.<br>\nSo entstehen Schlagzeilen: Der Spiegel &ndash; nach wie vor eine der ma&szlig;geblichen medialen Entscheidungsinstanzen daf&uuml;r, welche Nachrichten in anderen Medien verbreitet werden &ndash; bekommt &bdquo;exklusiv&ldquo; ein paar Tage vor Ver&ouml;ffentlichung durch die Bertelsmann Stiftung selbst deren neueste <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/bst\/de\/media\/xcms_bst_dms_34982_34983_2.pdf\">&bdquo;Studie&ldquo; [PDF &ndash; 10 MB]<\/a> vorab zugeschanzt und macht mit einer rei&szlig;erischen Schlagzeile auf &ndash; und nahezu alle anderen Medien schreiben ab und &uuml;bernehmen die Botschaft blind. Von Wolfgang Lieb<br>\n<!--more--><\/p><p>H&auml;tte die Bertelsmann Stiftung ihren &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-4035F9E0-41510248\/bst\/hs.xsl\/nachrichten_110446.htm\">Deutschen Lernatlas<\/a>&ldquo; ohne diesen Marketing-Coup auf ihrer Website ver&ouml;ffentlicht, h&auml;tten vielleicht einige Fachzeitschriften oder wenige Interessierte darauf reagiert, aber es h&auml;tte sicher nicht zu einer Hauptnachricht gereicht. Die Vorabmeldung im Spiegel verhilft Bertelsmann in die Tagesschau.<\/p><p>Nun k&ouml;nnte man ja sagen, Bertelsmann versteht eben etwas von der Vermarktung seiner Produkte, wichtig ist doch nur, dass das Thema Bildung eine breite &Ouml;ffentlichkeit erreicht. Doch an dieser Stelle sei die Frage erlaubt, was hat Eigenvermarktung mit Journalismus zu tun hat? <\/p><p>F&uuml;r diese Vermischung von PR und Journalismus, liegt der Grund ziemlich nahe: die Bertelsmann AG hat 74,9 Prozent der Anteile am gr&ouml;&szlig;ten europ&auml;ischen Magazinhaus Gruner + Jahr und G+J hat wiederum eine Sperrminorit&auml;t von 25,25 Prozent beim Spiegel-Verlag. So w&auml;scht eben eine Hand die andere, der Spiegel erh&auml;lt eine rei&szlig;erische und auflagensteigernde Exklusiv-Meldung und die Bertelsmann Stiftung kann ihr Image als Bildungsf&ouml;rderer aufpolieren. <\/p><p>Dass diese &bdquo;Bildungs-Studie&ldquo; steuerbeg&uuml;nstigt aus den Gewinnen des Bertelsmann Konzerns finanziert wurde, ist dem Spiegel nat&uuml;rlich nicht einmal einen Nebensatz wert. Selbstverst&auml;ndlich gibt es auch keinen Hinweis darauf, dass die Bertelsmann-TV-Tochter, RTL, mit rund 300 Millionen Euro drei Viertel zu den Mehreinnahmen und damit den L&ouml;wenanteil zum Gewinn des Mutter-Konzerns von <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/medien-rtl-verhilft-bertelsmann-zu-gewinnschub\/5255754.html\">665 Millionen Euro beitrug<\/a>. <\/p><p>Doch gerade dieser Hintergrund h&auml;tte f&uuml;r ein kritisches Nachrichtenmagazin die eigentliche Story sein m&uuml;ssen. Der Spiegel h&auml;tte den Zynismus, der hinter der Studie versteckt ist, f&uuml;r jedermann offenkundig machen m&uuml;ssen. Stattdessen vermarktet er noch das Doppelspiel von Bertelsmann-Konzern und Bertelsmann Stiftung.  <\/p><p>Da pl&auml;diert die Stiftung f&uuml;r &bdquo;soziales und pers&ouml;nliches Lernen&ldquo; und ihr Finanzier, der Konzern, verdient dreistellige Millionenbetr&auml;ge an einem Schmuddel-Sender. Dessen Erfolgsrezept besteht nun wirklich nicht in der F&ouml;rderung von &bdquo;sozialem und pers&ouml;nlichem Lernen&ldquo;. Im Gegenteil, die Einschaltquoten speisen sich &uuml;berwiegend aus Gewalt darstellenden oder aus halbseidenen Filmen, vor allem aber aus t&auml;glichen sog. Doku-Soaps in denen Kindern und Jugendlichen asoziales Verhalten geradezu gelehrt wird. Durch verdummenden Fernsehkonsum der RTL-Programme werden junge Menschen vom &bdquo;pers&ouml;nlichen und sozialen Lernen&ldquo; gezielt abgehalten. <\/p><p>Man kann es deshalb nur scheinheilig nennen, wenn der &bdquo;Architekt der Bildungsvolksz&auml;hlung&ldquo; (<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/schulspiegel\/0,1518,798701,00.html\">wie der Schulspiegel lobt<\/a>), n&auml;mlich Bertelsmann-Vorstand J&ouml;rg Dr&auml;ger Schulkinder und Jugendliche auffordert, sich zu engagieren, ins Museum zu gehen oder Fortbildungsangebote zu nutzen. H&auml;tte diese Aufforderung Erfolg, was w&auml;re dann mit den Einschaltquoten bei den RTL-TV-Programmen? Was w&auml;re dann mit den hohen Werbeinnahmen? Was w&auml;re die Bertelsmann Stiftung ohne diese Werbegewinne? Die Forderung nach &bdquo;sozialem Lernen&ldquo; und das Programmangebot von RTL stehen in einem haarstr&auml;ubenden Widerspruch zueinander. <\/p><p>Man muss es so deutlich sagen: Wie die Mafia-Bosse eine Scheinfirma betreiben, um ihre dunklen Gesch&auml;fte zu tarnen, so h&auml;lt sich der Bertelsmann-Konzern seine Bertelsmann Stiftung: mit dem angeblichen Einsatz der Stiftung f&uuml;r bessere Bildung soll &uuml;ber die systematische Verbl&ouml;dung der Bev&ouml;lkerung durch Konzern-Gewinnbringer RTL hinweg get&auml;uscht werden.<\/p><p>In seinem Beitrag geht der Spiegel mit keinem Wort auf diesen Zusammenhang zwischen der Bertelsmann-&bdquo;Studie&ldquo; und dem Bertelsmann-Konzern ein. Noch schlimmer: Es wird nicht einmal die geringste journalistische Distanz zu dieser &bdquo;Studie&ldquo; gewahrt. <\/p><p>Eine Auseinandersetzung mit der Erhebungsmethode erspart sich der Spiegel von vorneherein: &bdquo;Wer das wichtigste Resultat verstehen will, muss sich nicht lange mit Rechenwegen besch&auml;ftigen. Ein Blick auf die Grafik reicht&ldquo; &ndash; jedenfalls f&uuml;r den Spiegel.<\/p><p>Die Bertelsmann Studie stellt nicht nur auf die Pisa-Ergebnisse und &auml;hnliche Schulleistungsvergleiche ab (die ja nur landesbezogen ausgewiesen werden), sondern auf &bdquo;soziales&ldquo; und &bdquo;pers&ouml;nliches Lernen&ldquo; vor Ort. Sie beansprucht, die &bdquo;regionalen Lernbedingungen&ldquo; in 412 Kreisen und kreisfreien St&auml;dten zu vergleichen. In Abwandlung des klassischen Spruches: &bdquo;Nicht f&uuml;r die Schule, sondern f&uuml;r das Leben lernen wir&ldquo; verk&uuml;ndet Bertelsmann die umgekehrte Botschaft: &bdquo;Nicht in der Schule lernen wir, sondern im Leben&ldquo;. Lernen k&ouml;nne man n&auml;mlich fast &uuml;berall, etwa bei der Freiwilligen Feuerwehr oder beim Deutschen Roten Kreuz (&bdquo;Soziales Lernen&ldquo;). Und wichtig sei, &bdquo;was jeder Einzelne f&uuml;r sich selbst tut&ldquo; (&bdquo;Pers&ouml;nliches Lernen&ldquo;). <\/p><p>Viel wichtiger als  Klassengr&ouml;&szlig;en, Schulform, Schulstruktur, gemeinsames oder getrenntes Lernen ist &ndash; nach der Meinung von Bertelsmann &ndash; f&uuml;r das Lernen demnach wie viele Menschen und wie oft sie ins Museum oder ins Theater oder in einen Sportverein oder in den Kirchenchor gehen. <\/p><p>&bdquo;Aus einem Fundus von &uuml;ber 300 potentiellen Lern- und Bildungskennzahlen&ldquo; h&auml;tte man ausgew&auml;hlt, zitiert der Spiegel den Projektleiter Ulrich Schoof. Warum nur 38 Kriterien &uuml;brig blieben und vor allem welche, danach fragt der Spiegel nat&uuml;rlich nicht. Der Spiegel begn&uuml;gt sich vielmehr Bertelsmann aus der Hand zu fressen: &bdquo;Zusammenfassend l&auml;sst sich die Indexberechnung beschreiben als statistisch-basierte Auswahl an relevanten (was ist relvant? (WL)) und nicht-redundanten Kennzahlen, die gewichtet um ihren Einfluss auf den Human-und Sozialkapitalfaktor in einem Index subsumiert sind&ldquo;. <\/p><p>(&bdquo;Zentrales Kriterium bei diesem Gewichtungsverfahren ist also der statistische Zusammenhang der jeweiligen Kennzahl mit einem eigens errechneten sogenannten &bdquo;Human- und Sozialkapitalfaktor&ldquo;, der aus verschiedenen sozio&ouml;konomischen Kennzahlen (wie etwa Leskompetenz, Grad der Bildungsabschl&uuml;sse, Dauer der Arbeitslosigkeit vor einer beruflichen Weiterbildung etc. Abbildung 12, Seite 16 (WL)) ermittelt wurde&ldquo;, hei&szlig;t es in der Studie.)<\/p><p>Bei diesem <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/de\/artikel\/25340\">&bdquo;Humankapital&ldquo;-Ansatz<\/a> f&uuml;r Lernen und Bildung handelt es sich &ndash; ganz typisch f&uuml;r Bertelsmann &ndash; um ein wirtschaftswissenschaftliches Konzept, in dem das Bildungsniveau auf das k&uuml;nftig m&ouml;gliche Erwerbseinkommen bezogen wird. Es geht also um den Ertrag, den private und\/oder &ouml;ffentliche &bdquo;Investitionen&ldquo; in Bildung oder Lernen f&uuml;r den einzelnen oder f&uuml;r die Gesellschaft erbringen. Bildungsstand und Wohlstand korrelieren also miteinander.<\/p><p>Bertelsmann und dem Spiegel gelingt es den Zusammenhang von Bildung und Wohlstand von den F&uuml;&szlig;en auf den Kopf zu stellen. Nicht der Wohlstand ist eine gute Voraussetzung f&uuml;r Bildung, sondern umgekehrt: Es wird Lernen &bdquo;als Mittel zum Zweck&ldquo; betrachtet, als die M&ouml;glichkeit, &bdquo;das soziale und wirtschaftliche Wohlergehen&ldquo; einer Region zu steigern. Motto: Ihr Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler im Ruhrgebiet lernt und bildet euch besser, geht in die Bergmannskapellen und in die Freiwillige Feuerwehr oder wenigstens in den Kirchenchor, dann k&ouml;nnt ihr Eure Region wieder vorw&auml;rts bringen und &bdquo;gl&uuml;cklich und reich&ldquo; werden. <\/p><p>Wie im amerikanischen Mythos der Tellerw&auml;scher zum Million&auml;r aufsteigen kann, so steigt in der Bertelsmannschen Ideologie der einzelne Mensch, ja eine ganze Region durch besseres Lernen zu Reichtum auf. <\/p><p>Es ist das alte Bertelsmannsche Lied, das da gesungen wird: Man wirft sich in die Pose des Bildungsf&ouml;rderers und verschafft sich damit Sympathie (denn wer w&auml;re nicht f&uuml;r mehr und bessere Bildung) und blockiert alles, was sich im Bildungssystem &auml;ndern m&uuml;sste, damit m&ouml;glichst viele besser lernen k&ouml;nnen. <\/p><p>Der Spiegel und die Stiftung tun so, als w&uuml;rde die Ungleichheit der Lernerfolge bis ins letzte Dorf gemessen. Aber &uuml;ber das zentrale Thema, n&auml;mlich der sozial ungleichen Verteilung der Bildungschancen wird kein Wort verloren. Gerade die Spitzenreiter im Bertelsmann-Ranking, n&auml;mlich Bayern und Baden-W&uuml;rttemberg haben ein <a href=\"http:\/\/www.gew-bw.de\/Binaries\/Binary19821\/LDV-04-10-Bildungspolitische_Erklaerung_zur_LTW2011.pdf\">hochgradig sozial selektives Bildungssystem [PDF &ndash; 45.8 KB]<\/a>. Die Wahrscheinlichkeit f&uuml;r ein Kind aus einem Akademikerhaushalt ein Gymnasium zu besuchen im Vergleich zu einem Arbeiterkind ist in Bayern zehn Mal so hoch &ndash; h&ouml;her als in kaum einem anderen Bundesland. Selbst die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. tadelt <a href=\"\/?p=4445\">Bayerns unterdurchschnittliche Absolventenquote<\/a>.  Und sogar die UNO bescheinigt, den Spitzenreitern im Bertelsmannschen &bdquo;Lernatlas&ldquo;, also z.B. Hessen und dem Saarland beim &bdquo;Recht auf Bildung&ldquo; <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/24\/24744\/1.html\">besonderen Nachholbedarf<\/a>. <\/p><p>Auch dass Bayern mit die niedrigste Abiturientenquote hat, all solche Kriterien spielen offenbar im Bertelsmann-Ranking kaum eine Rolle. Da wird vielmehr als Erkl&auml;rung f&uuml;r den konstatierten Lernerfolg des Spitzenreiters, dem Main-Spessart-Kreis, gemutma&szlig;t, dass es im gesamten Landkreis eben nur zwei Kinos gebe, daf&uuml;r aber 119 Freiwillige Feuerwehren und rund 1.400 Vereine. <\/p><p>Vielleicht liegt es aber weniger an der Feuerwehr oder an der Zahl der Museumsbesuche, sondern einfach daran, dass die Eltern in den Spitzenl&auml;ndern mehr Geld f&uuml;r Nachhilfeunterricht ausgeben (k&ouml;nnen). So liegen etwa bei den Ausgaben f&uuml;r private Nachhilfe gleichfalls Baden-W&uuml;rttemberg, Sachsen, Hessen, Schleswig-Holstein das Saarland, und Bayern bei den Fl&auml;chenl&auml;ndern an der Spitze.<\/p><p><a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/cps\/rde\/xbcr\/SID-D2A1B81B-60C418DC\/bst\/xcms_bst_dms_30728_30780_2.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/cps\/rde\/xbcr\/SID-D2A1B81B-60C418DC\/bst\/xcms_bst_dms_30728_30780_2.jpg\" alt=\"\" width='475\"'><\/a><\/p><p>Es scheint f&uuml;r die Ersteller der Studie keinen Unterschied f&uuml;r die Lernmotivation auszumachen, dass der Landkreis Main-Spessart eine Arbeitslosenquote von 2,1 Prozent hat, w&auml;hrend beim Schlusslicht Mecklenburg-Vorpommern diese Quote bei &uuml;ber 14 Prozent liegt. Ob man &ndash; wie in Bayern &ndash; eine Jugendarbeitslosenquote von knapp 4 Prozent oder &ndash; wie in <a href=\"http:\/\/www.hauptsache-bildung.de\/2011\/arbeitslosigkeit-15-bis-24-jahriger-menschen-in-deutschen-bundeslandern-%E2%80%93-im-suden-gibt-es-die-meisten-jobs\/\">Mecklenburg-Vorpommern &ndash; von weit &uuml;ber 11 Prozent hat<\/a>, bleibt au&szlig;er Betracht.<\/p><p>Wenn die Ruhrgebietsst&auml;dte Nordrhein-Westfalen zum &bdquo;Mecklenburg-Vorpommern des Westens&ldquo; erkl&auml;rt werden, so kann man mit den H&auml;nden greifen, dass die wirtschaftliche und soziale Situation einer Region, z.B. ihr Anteil an Sch&uuml;lern mit Migrationshintergrund etc. f&uuml;r die Bertelsmann Stiftung allenfalls insoweit relevante &bdquo;Lern- und Bildungskennzahlen&ldquo; darstellen, dass das &ouml;konomische Umfeld, f&uuml;r das die lernenden Sch&uuml;ler am wenigsten k&ouml;nnen, sie zu Bildungsversagern stigmatisiert. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&bdquo;Wo die klugen Deutschen leben&ldquo;, das ist die Titelgeschichte <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/index-2011-47.html\">des aktuellen Spiegels<\/a>. Und diese Geschichte beherrschte gestern die Schlagzeilen. Den ganzen Tag &uuml;ber konnte man in den Nachrichtensendungen und Nachrichtenagenturen vernehmen: &bdquo;Deutliches Bildungsgef&auml;lle in Deutschland&ldquo; oder &bdquo;<a href=\"http:\/\/news.google.de\/news\/story?q=Bildungsgef%C3%A4lle&amp;oe=utf-8&amp;rls=net.gmx:de:official&amp;client=firefox&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;ncl=d1HNPVnxCUWG2BMmzNphOuq6azwsM&amp;hl=de&amp;ei=SWPKTuaCM9OQ4gTWif0o&amp;sa=X&amp;oi=news_result&amp;ct=more-results&amp;resnum=1&amp;ved=0CDUQqgIwAA\">Deutliches S&uuml;d-Nord-Gef&auml;lle<\/a>&ldquo;.<br \/> So entstehen Schlagzeilen: Der Spiegel &ndash; nach wie vor eine der ma&szlig;geblichen medialen Entscheidungsinstanzen daf&uuml;r,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11374\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[129,182,11],"tags":[232,371,420],"class_list":["post-11374","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lobbyorganisationen-und-interessengebundene-wissenschaft","category-medienkonzentration-vermachtung-der-medien","category-strategien-der-meinungsmache","tag-bertelsmann","tag-pisa","tag-spiegel"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11374","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11374"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11374\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24368,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11374\/revisions\/24368"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11374"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11374"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11374"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}