{"id":113743,"date":"2024-04-14T12:00:32","date_gmt":"2024-04-14T10:00:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=113743"},"modified":"2024-04-12T20:56:25","modified_gmt":"2024-04-12T18:56:25","slug":"venezuela-urbane-landwirtschaft-nach-kubanischem-vorbild-im-herzen-von-caracas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=113743","title":{"rendered":"Venezuela: Urbane Landwirtschaft nach kubanischem Vorbild im Herzen von Caracas"},"content":{"rendered":"<p><strong>Urbane G&auml;rten, die sich an den in der kubanischen Sonderperiode entwickelten Methoden orientieren, werden zur F&ouml;rderung der Ern&auml;hrungssicherung eingesetzt. <\/strong>Der Garten Organoponico Bol&iacute;var 1[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=113743#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]&nbsp;ist ein ca. 0,8 Hektar gro&szlig;es Grundst&uuml;ck, eingekeilt zwischen Betonhochh&auml;usern im Zentrum von Caracas. Mit in Kuba entwickelten Methoden der urbanen Landwirtschaft werden in diesem Pilotprojekt eine Vielzahl von Nahrungsmitteln produziert und gleichzeitig Workshops f&uuml;r Erwachsene und Kinder angeboten. Das Projekt Bol&iacute;var 1 ist dem Ministerium f&uuml;r urbane Landwirtschaft angegliedert, das sich in unmittelbarer Nachbarschaft befindet, und untersteht der venezolanischen Gesellschaft f&uuml;r urbane und periurbane Landwirtschaft. In diesem Interview sprechen wir mit der Projektkoordinatorin Glenda Vivas &uuml;ber die Geschichte des Projekts, wie damit auf die durch die Blockade verursachte Krise reagiert wird, und &uuml;ber die Notwendigkeit einer Umstellung auf &ouml;kologische Landwirtschaft weltweit. Von <strong>Glenda Vivas<\/strong> (das Interview f&uuml;hrte <strong>Cira Pascual Marquina<\/strong>).<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Kannst du etwas &uuml;ber die Geschichte des Gartens Bol&iacute;var 1 erz&auml;hlen? Wie lange gibt es ihn schon?<\/strong><\/p><p>Der Garten Organoponico Bol&iacute;var 1 wurde am 31. M&auml;rz 2003 von Comandante Hugo Ch&aacute;vez Fr&iacute;as gegr&uuml;ndet. Er war als Prototyp &ndash; sozusagen als Keimzelle &ndash; f&uuml;r die urbane Landwirtschaft in Venezuela gedacht. Mit diesem Garten wollte Ch&aacute;vez zeigen, dass auf vielen unserer ungenutzten st&auml;dtischen Grundst&uuml;cken n&uuml;tzliche Nahrungsmittelpflanzen angepflanzt werden k&ouml;nnen, um die Versorgung der Menschen zu gew&auml;hrleisten.<\/p><p>Der Garten Bol&iacute;var 1 liegt zwischen zwei Hauptverkehrsstra&szlig;en von Caracas und versorgt die Stadtbewohner mit einer Vielzahl von gesunden Lebensmitteln, und er dient als Bildungszentrum f&uuml;r die Gemeinschaft.<\/p><p>Im Laufe der Zeit hat sich Bol&iacute;var 1 auch zu einem Zentrum f&uuml;r verschiedene st&auml;dtische Initiativen zur Lebensmittelproduktion entwickelt, darunter vertikale H&uuml;hnerst&auml;lle, Kaninchenzuchtgehege und hydroponische Systeme. Kurz gesagt, der Garten Bol&iacute;var 1 ist eine Initiative zur F&ouml;rderung der Ern&auml;hrungssouver&auml;nit&auml;t, was in einem belagerten Land besonders wichtig ist.<\/p><p><strong>Wie kam es zu diesem Projekt und den hier angewandten agro&ouml;kologischen Methoden?<\/strong><\/p><p>Der Garten Organoponico Bol&iacute;var 1 geht auf das Jahr 2003 zur&uuml;ck, kurz nach dem Putsch im April 2002 und der &Ouml;lsabotage [Dezember 2002 bis Februar 2003]. In dieser Zeit besuchte Ch&aacute;vez Kuba, wo er die Initiativen f&uuml;r urbane Landwirtschaft kennenlernte, die w&auml;hrend der Sonderperiode entstanden waren. Das kubanische Modell hat ihn und uns gelehrt, dass ungenutzte st&auml;dtische Fl&auml;chen zu einem Mittel des Widerstands gegen die imperialistische Aggression werden k&ouml;nnen.<\/p><p><strong>Inwieweit orientieren sich die venezolanischen Organoponico-G&auml;rten am kubanischen Vorbild?<\/strong><\/p><p>Der Garten Organoponico Bol&iacute;var 1 ist zwar stark am kubanischen Modell orientiert, aber wir haben ihn an unsere Umweltbedingungen und verf&uuml;gbaren Ressourcen angepasst.<\/p><p>Eines der Hauptmerkmale des kubanischen Organoponico-Anbaus ist die Praxis der geschlossenen Bebauung mit H&uuml;geln. Dabei werden Hochbeete mit Erde angelegt, in die Samen oder Setzlinge gepflanzt werden. Diese Technik f&ouml;rdert die Drainage, sorgt f&uuml;r eine bessere Durchl&uuml;ftung der Wurzeln und hilft bei der Unkrautbek&auml;mpfung.<\/p><p>Da guter Boden in jeder Stadt eine begrenzte Ressource ist, kamen die Kubaner auf die Idee, die H&uuml;gelbeete mit Asbestd&auml;chern einzufassen. Warum Asbestd&auml;cher? Kuba stand (und steht) unter einer Blockade, wodurch die Einfuhr einer Vielzahl von Waren einschr&auml;nkt ist; also wurden die Gartenbeete eben mit dem gebaut, was verf&uuml;gbar war.<\/p><p>In Venezuela haben wir das kubanische Modell an unsere besonderen Gegebenheiten angepasst. Zum einen wurden die Auswahl der Pflanzen und die Fruchtfolge an den Besonderheiten unseres Klimas und Bodens ausgerichtet. Zweitens war Venezuela zum Zeitpunkt des Gartenbaus noch nicht von Sanktionen betroffen, sodass wir konventionelle Baumaterialien f&uuml;r die Einfassung der Beete benutzen und die Verwendung von Asbest vermeiden konnten.<\/p><p>Letztendlich sind Organoponico-G&auml;rten sowohl in Kuba als auch in Venezuela ressourceneffiziente Initiativen, die das strategische Ziel verfolgen, die Bev&ouml;lkerung mit Lebensmitteln zu versorgen.<\/p><p><strong>Du hast die Methode der urbanen Landwirtschaft in Kuba kennengelernt. Kannst du uns mehr &uuml;ber deine Ausbildung erz&auml;hlen?<\/strong><\/p><p>Gerne. Ich habe an einer technischen Fachschule f&uuml;r Landwirtschaft im Bundesstaat T&aacute;chira studiert, sp&auml;ter habe ich in Kuba eine ausgezeichnete Ausbildung in urbaner Landwirtschaft erhalten. Trotz der schwierigen Umst&auml;nde haben die Kubaner ein nachhaltiges Modell f&uuml;r die urbane Landwirtschaft entwickelt, das nur minimale Ressourcen ben&ouml;tigt und dennoch relativ hohe Ertr&auml;ge erzielt &ndash; sogar auf brachliegenden st&auml;dtischen Grundst&uuml;cken! Diese Technik, die als Organoponico-Gartenbau bekannt ist, ist heute in Havanna weit verbreitet, und man kann im Betondschungel der Stadt viele prosperierende G&auml;rten sehen.<\/p><p><strong>Wie viele Leute arbeiten mit dir im Garten Organoponico Bol&iacute;var 1?<\/strong><\/p><p>Ich koordiniere ein Team von 19 Personen, von denen sieben Menschen mit Behinderungen sind. Unser Team arbeitet als geschlossene Einheit und k&uuml;mmert sich gemeinsam um die verschiedenen Aufgaben im Garten, einschlie&szlig;lich Kompostierung, Bodenvorbereitung, Unkrautj&auml;ten, Ernte, Sicherheit und Verteilung der Produkte.<\/p><p><strong>Was bringt der Garten in quantitativer und qualitativer Hinsicht an Ertrag ein?<\/strong><\/p><p>Im Laufe der Jahre haben wir unsere Techniken und Methoden optimiert, um die Produktivit&auml;t und Nachhaltigkeit zu maximieren. Zurzeit k&ouml;nnen wir bei kurzzyklischen Kulturen etwa sieben Kilogramm pro Quadratmeter erzeugen.<\/p><p>Bol&iacute;var 1 erstreckt sich &uuml;ber 8.283 Quadratmeter und ist in verschiedene Zonen unterteilt, wie die &bdquo;Wei&szlig;e Zone&rdquo; f&uuml;r Blattgem&uuml;se und die &bdquo;Orangene Zone&rdquo; f&uuml;r andere kurzzyklische Kulturen wie Paprika, Lauch und Fr&uuml;hlingszwiebeln. Insgesamt gibt es 150 Pflanzbeete. Am &ouml;stlichen Rand haben wir einen traditionellen Conuco[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]&nbsp;mit mehrj&auml;hrigen Pflanzen wie Mango, Stachelannone, Avocado und Wegerich.<\/p><p>Wir haben auch eine Reihe von Kompostiergruben zur Verbesserung der Bodenqualit&auml;t und zur Herstellung von Humusd&uuml;nger. Zudem verf&uuml;gen wir &uuml;ber eine 120 Quadratmeter gro&szlig;e Pflanzschule, in der wir gleichzeitig 28.000 Setzlinge ziehen k&ouml;nnen. Die Pflanzen, die wir in Bol&iacute;var 1 anbauen, stammen zu 100 Prozent aus dieser G&auml;rtnerei, die aber auch andere st&auml;dtische G&auml;rten in Caracas beliefert.<\/p><p>Unsere Produktion ist frei von Agrochemikalien. Wir verwenden keine industriellen D&uuml;ngemittel oder chemischen Pestizide. Stattdessen stellen wir unseren eigenen D&uuml;nger mit Hilfe von Wurmbeeten her, und wir verwenden eine Vielzahl von Pflanzen, um Sch&auml;dlinge fernzuhalten, von Farbf&auml;ngern wie Sonnenblumen bis hin zu Heilpflanzen, die sch&auml;dliche Insekten abwehren. Au&szlig;erdem haben wir mit Zuckerrohr Windbarrieren geschaffen.<\/p><p>Vieles davon hat seinen Ursprung in alten Anbaumethoden, die von der konventionellen Landwirtschaft verdr&auml;ngt wurden. Sie stellen billige und effiziente L&ouml;sungen f&uuml;r die Erzeugung gesunder Lebensmittel dar.<\/p><p><strong>Wie vertreibt ihr die Produkte von Bol&iacute;var 1?<\/strong><\/p><p>Wir haben am Eingang einen kleinen Laden f&uuml;r den Direktverkauf an die umliegende Nachbarschaft. Au&szlig;erdem arbeiten wir mit nahe gelegenen Schulen zusammen, um so einen gr&ouml;&szlig;eren Verteilungsradius der Produkte zu gew&auml;hrleisten. Dar&uuml;ber hinaus besteht unsere wichtigste &bdquo;Vertriebsarbeit&rdquo; darin, die Botschaft zu verbreiten, dass die organoponische Landwirtschaft eine echte Alternative zur Agrarindustrie darstellt, weil sie nachhaltige und biologische Produkte anbietet, so den CO2-Fu&szlig;abdruck reduziert und gleichzeitig zur Ern&auml;hrungssouver&auml;nit&auml;t beitr&auml;gt. In der Organoponico-Landwirtschaft geht es darum, Familien mit gesunden, lokal angebauten Lebensmitteln zu versorgen.<\/p><p>Vor circa 20 Jahren, als der Garten Organoponico Bol&iacute;var 1 gegr&uuml;ndet wurde, dachten viele, der Organoponico-Gartenbau sei nur eine Marotte von Ch&aacute;vez, andere sahen darin allenfalls eine dekorative Aufwertung des Stadtbildes. Die Geschichte hat die Skeptiker jedoch eines Besseren gelehrt, denn es hat sich herausgestellt, dass der Garten noch viel mehr ist als das. Die urbane Landwirtschaft ist eine strategische Option f&uuml;r die Ern&auml;hrungssouver&auml;nit&auml;t.<\/p><p><strong>Kannst du uns mehr &uuml;ber die Bedeutung von Organoponiko-Initiativen f&uuml;r ein Land erz&auml;hlen, das von den US-Sanktionen betroffen ist?<\/strong><\/p><p>Organoponico-Projekte verbinden &ouml;kologische Praktiken mit st&auml;dtischer Landwirtschaft. Die urbane &ouml;kologische Landwirtschaft bietet einen nachhaltigen Weg zur Ern&auml;hrungssicherung, da sie die Abh&auml;ngigkeit von Importen verringert und gleichzeitig die negativen Auswirkungen der konventionellen Landwirtschaft abmildert. Sie ist auch weit weniger abh&auml;ngig von fossilen Brennstoffen, da die Lebensmittel k&uuml;rzere Wege zur&uuml;cklegen, und wir verzichten auf die Anwendung gef&auml;hrlicher Giftstoffe, wie sie in der konventionellen Landwirtschaft zum Einsatz kommen.<\/p><p>Letzteres ist f&uuml;r die gesamte Menschheit sehr wichtig, denn die fruchtbarsten B&ouml;den der Welt sind bereits durch den Missbrauch von Agrochemikalien erodiert. Wenn wir weiterhin so viele Agrochemikalien einsetzen wie bisher, werden die Ertr&auml;ge in den n&auml;chsten 20 Jahren zur&uuml;ckgehen.<\/p><div class=\"imagewrap\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240414-Garten_Venezuela.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p><small>Bol&iacute;var 1 erstreckt sich &uuml;ber 8.283 Quadratmeter und ist in verschiedene Zonen unterteilt<br>\nQUELLE: <a href=\"https:\/\/venezuelanalysis.com\/interviews\/urban-agriculture-in-the-center-of-caracas-a-conversation-with-glenda-vivas\/\">PEDER &Oslash;STRING UND MINPPAU<\/a><\/small><\/p><p><strong>Das Projekt Bol&iacute;var 1 hat seine H&ouml;hen und Tiefen erlebt. Interessanterweise hat es in den letzten Jahren den gr&ouml;&szlig;ten Wachstumsschub erfahren. Welche Faktoren haben dazu beigetragen?<\/strong><\/p><p>Ich denke, dass es gerade die Widrigkeiten waren, die uns wachsen lie&szlig;en. Als die Gewinne aus dem &Ouml;lgesch&auml;ft im &Uuml;berfluss vorhanden waren und die Wirtschaft boomte, wurden wir selbstzufrieden. Doch mit dem Beginn der US-Sanktionen nahm die Entwicklung an Fahrt auf. Und wohlgemerkt, ich spreche nicht nur von Bol&iacute;var 1, ich spreche von ganz Venezuela. Als die einseitigen Zwangsma&szlig;nahmen in Kraft traten, war das Volk zun&auml;chst wie gel&auml;hmt, erkannte dann seine Resilienz und ging schlie&szlig;lich zum Widerstand &uuml;ber. Wir kommen gerade wieder auf die Beine!<\/p><p><strong>Dein Team f&ouml;rdert auch andere Initiativen f&uuml;r urbane Landwirtschaft. Kannst du uns mehr &uuml;ber diese Initiativen erz&auml;hlen?<\/strong><\/p><p>Wir arbeiten mit organisierten Gemeinschaften zusammen, um ungenutzte Grundst&uuml;cke umzuwidmen und in florierende st&auml;dtische G&auml;rten zu verwandeln. Dazu entwickeln wir gemeinsam mit den Menschen vor Ort umfassende Pl&auml;ne, bieten Schulungen an und stellen Setzlinge zur Verf&uuml;gung.<\/p><p>Wir arbeiten mit Kommunen[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]&nbsp;wie Ana Karina Rote in San Mart&iacute;n und der Asociaci&oacute;n Viviendo Venezolano [Organisation zur Wohnungsbeschaffung] Jorge Rodr&iacute;guez Padre in Ant&iacute;mano zusammen. Dar&uuml;ber hinaus kooperieren wir mit Schulen und unterhalten Partnerschaften mit rund 400 Kleinerzeugern, die sich der urbanen Landwirtschaft verschrieben haben.<\/p><p>Die Gemeinschaften werden mithilfe der Organoponico-Initiativen in die Lage versetzt, die Kontrolle &uuml;ber ihre eigenen Nahrungsquellen zu &uuml;bernehmen!<\/p><p><i>Im Anschluss an das Interview mit Glenda Vivas sprachen wir mit Janet Brito, einer bolivarischen Milizion&auml;rin, die ebenfalls im Garten Bol&iacute;var 1 arbeitet.<\/i><\/p><p><strong>Was kannst du &uuml;ber dieses Projekt sagen?<\/strong><\/p><p>Es geht uns darum, Lebensmittel im Einklang mit der Natur zu produzieren und gleichzeitig den st&auml;dtischen Raum aus den F&auml;ngen der kapitalistischen Ausbeutung zur&uuml;ckzuerobern. Zu unseren Aufgaben geh&ouml;ren die Pflege der Setzlinge, die Aufzucht der Pflanzen und die Ernte der Erzeugnisse. Wir organisieren aber auch Workshops f&uuml;r Kinder, Erwachsene und Senioren. Wir setzen uns daf&uuml;r ein, &bdquo;sauerstoffreiche&rdquo; R&auml;ume zu schaffen, in denen die Kreativit&auml;t flie&szlig;en und das Leben gedeihen kann.<\/p><p><strong>Welche Bedeutung hat dieses Gartenprojekt angesichts der imperialistischen Blockade?<\/strong><\/p><p>Indem wir die Umwelt pflegen, gesunde Produkte anbauen und uns um die V&ouml;gel und Blumen k&uuml;mmern, widersetzen wir uns der Unterdr&uuml;ckung.<\/p><p>Der Conuco, der Heilpflanzengarten und unsere nat&uuml;rlichen D&uuml;ngemittel bedeuten nicht, dass wir r&uuml;ckst&auml;ndig sind. Im Gegenteil, wir bauen mit traditionellen Methoden auf und kombinieren sie mit moderner Technologie: Wir verwenden N&auml;hrstoffe, die von Tieren stammen, zur D&uuml;ngung des Gartens, wir setzen Pferdemist ein, um den S&auml;uregehalt des Bodens auszugleichen, und um den Boden zu n&auml;hren und die Ertr&auml;ge zu steigern, gewinnen wir Kalium, Kalzium und Eisen aus daf&uuml;r geeigneten Samen.<\/p><p>Die urbane &ouml;kologische Landwirtschaft ist eine unserer Waffen im Kampf gegen die US-Blockade.<\/p><p>&Uuml;bersetzung: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/269053\/venezuela-urbane-landwirtschaft-caracas\">Elinor Winter, Amerika21<\/a><\/p><p><small>Titelbild: <a href=\"https:\/\/venezuelanalysis.com\/interviews\/urban-agriculture-in-the-center-of-caracas-a-conversation-with-glenda-vivas\/\">PEDER &Oslash;STRING UND MINPPAU<\/a><\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<p><strong>Mehr zum Thema:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100155\">&bdquo;Pueblo a Pueblo&rdquo; in Venezuela: Nahrung ist keine Ware, sondern ein Menschenrecht<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100507\">Umgehung der Blockade in Venezuela: &bdquo;Pueblo a Pueblo&rdquo; baut Ern&auml;hrungssouver&auml;nit&auml;t von unten auf<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110839\">Venezuela: Sanktionen, Einflussnahme und Souver&auml;nit&auml;t<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=111853\">Venezuelas Opposition und die Pr&auml;sidentschaftswahlen<\/a>\n<\/p><\/div><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Organop&oacute;nicos oder Organoponik ist ein System der st&auml;dtischen Landwirtschaft mit biologischen G&auml;rten, das seinen Ursprung in Kuba hat. Siehe amerika21,&nbsp;<a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2015\/04\/118888\/staedtische-agrarwirtschaft\">Kuba: St&auml;dtische Agrarwirtschaft mit gro&szlig;em Erfolg<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Haus- oder Bauerngarten, in dem Obst, Gem&uuml;se und Heilpflanzen angebaut werden<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Die Kommunen (comunas) sind Zusammenschl&uuml;sse mehrerer Consejos Comunales auf lokaler Ebene. Die Consejos Comunales (Kommunale R&auml;te) sind eine Struktur der Selbstverwaltung in den Gemeinden. Gew&auml;hlte Nachbarschaftsvertreter sind zur Planung und Haushaltsgestaltung in lokalpolitischen Angelegenheiten berechtigt. Sie sind seit 2006 gesetzlich verankert, haben Verfassungsrang und sollen die Grundlage f&uuml;r den Kommunalen Staat bilden. Ziel ist die Selbstregierung des Volkes und die &Uuml;berwindung des b&uuml;rgerlichen Staates<\/p>\n<\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/ba013eadcf3449a5ad51c8a1441953aa\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Urbane G&auml;rten, die sich an den in der kubanischen Sonderperiode entwickelten Methoden orientieren, werden zur F&ouml;rderung der Ern&auml;hrungssicherung eingesetzt. <\/strong>Der Garten Organoponico Bol&iacute;var 1[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=113743#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]&nbsp;ist ein ca. 0,8 Hektar gro&szlig;es Grundst&uuml;ck, eingekeilt zwischen Betonhochh&auml;usern im Zentrum von Caracas. Mit in Kuba entwickelten Methoden der urbanen Landwirtschaft werden in diesem Pilotprojekt eine Vielzahl von Nahrungsmitteln<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=113743\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":113747,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[131,20],"tags":[1692,3023,1848,849,1693,1333,1019],"class_list":["post-113743","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-oekonomie","category-landerberichte","tag-agrarwirtschaft","tag-biolandwirtschaft","tag-nachhaltigkeit","tag-nahrungsmittel","tag-pestizide","tag-venezuela","tag-wirtschaftssanktionen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Cover.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/113743","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=113743"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/113743\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":113819,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/113743\/revisions\/113819"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/113747"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=113743"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=113743"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=113743"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}