{"id":1140,"date":"2006-05-29T11:55:13","date_gmt":"2006-05-29T09:55:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/v2\/?p=1140"},"modified":"2016-02-06T12:12:53","modified_gmt":"2016-02-06T11:12:53","slug":"ex-mdb-kuhlwein-zur-spd-programmdebatte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1140","title":{"rendered":"Ex-MdB Kuhlwein zur SPD-Programmdebatte"},"content":{"rendered":"<p>Der fr&uuml;here Bundestagsabgeordnete Eckart Kuhlwein hat sich als Vertreter der SPD Schleswig-Holsteins zu den Beck&rsquo;schen Leits&auml;tzen zum Grundsatzprogramm der SPD ge&auml;u&szlig;ert. Wir &uuml;bernehmen den Text in &ldquo;Andere interessante Beitr&auml;ge&ldquo;, weil dies andere Leser der NDS interessieren k&ouml;nnte.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Eckart Kuhlwein<\/strong><br>\nSprecher der Projektgruppe<br>\nGrundsatzprogramm<br>\nder SPD Schleswig-Holstein <\/p><p><strong>Die Programmdebatte in Schleswig-Holstein<\/strong><\/p><p>Bericht zum Landesparteirat am 23. Mai 2006 in Kiel<\/p><p><strong>I. Zum Verfahren<\/strong><\/p><p>Die Projektgruppe Grundsatzprogramm des Landesverbandes arbeitet seit dem Sommer 2002 und hat bereits mehrere Parteivorsitzende, Generalsekret&auml;re, Programmforen und Parteitage &uuml;berlebt. Sie hat zweimal auf Landesparteitagen (2003 und 2005) &bdquo;Zwischenberichte&ldquo; vorgelegt. Viele Kreisverb&auml;nde haben regelm&auml;&szlig;ig mitgemacht. Einige hatten offenbar anderes zu tun. Daf&uuml;r haben wir unsere Gruppe um einige engagierte Programmatiker und Programmatikerinnen erweitert, die sich selbst einmischen wollten. Aber es w&uuml;rde unserer Arbeit mehr demokratische Legitimation verschaffen, wenn alle Kreisverb&auml;nde offiziell ihre Vertreterinnen bzw. Vertreter melden w&uuml;rden. Das h&auml;tte auch den Vorteil, dass sich dann in jedem Kreisverband jemand f&uuml;r die Organisation der Programmarbeit verantwortlich f&uuml;hlt.<\/p><p>Die Projektgruppe hat zur Vorlage von Kurt Beck eine Reihe von kritischen Anmerkungen aufgeschrieben, die Euch heute vorliegen. Nehmt sie als Anst&ouml;&szlig;e f&uuml;r Eure eigenen Diskussionen und Veranstaltungen! Ihr werdet Ende Juni von uns auch noch einen ausformulierten Fragenkatalog bekommen, der einige Politikfelder beschreibt, wo wir uns unsere eigene Meinung bilden sollten.<\/p><p>Bis Anfang November erwarten wir R&uuml;ckmeldungen von der Parteibasis auf unsere Fragen. Wir werden dann Positionspapiere zu einzelnen Themenbereichen vorbereiten, die Landesvorstand bzw. Landesparteirat vorgelegt werden sollen, damit sie in Berlin noch auf die endg&uuml;ltige Ausformulierung des PV-Entwurfs Anfang 2007 Einfluss nehmen k&ouml;nnen. Dabei wird das Thema &bdquo;&Ouml;ffentliche G&uuml;ter&ldquo; eine besondere Rolle spielen.<\/p><p>Zu diesem Thema wird die Friedrich-Ebert-Stiftung am 6. Oktober in Kiel mit uns gemeinsam eine Tagung veranstalten, auf der wir neben Hans-Peter Bull und Ralf Stegner Vertreter gesellschaftlicher Gruppen zu Wort kommen lassen wollen. Die Einladung dazu wird noch vor der Sommerpause verschickt.<\/p><p>Die Projektgruppe hat sich vorgenommen, zu folgenden Themen Positionspapiere vorzulegen. Die Vorarbeiten dazu k&ouml;nnt Ihr in unseren Zwischenberichten finden:<\/p><ul>\n<li>&Ouml;ffentliche G&uuml;ter und die Sicherung von zus&auml;tzlichen Einnahmen zu ihrer Finanzierung.<\/li>\n<li>Nachhaltigkeit als Grundorientierung unter Einbeziehung von Umweltpolitik, Klimawandel, Ressourcenknappheit.<\/li>\n<li>Die k&uuml;nftige Bedeutung der Erwerbsarbeit, Aufwertung der gesellschaftlichen bzw. der Eigenarbeit im Sinne der B&uuml;rgergesellschaft, Schaffung eines gemeinwirtschaftlichen (zweiten?) Arbeitsmarktes, neue Formen der Besch&auml;ftigung f&uuml;r gering Qualifizierte bzw. Landzeitarbeitslose.<\/li>\n<li>Strukturreformen des Bildungssystems, Finanzierung der vorschulischen Bildung bzw. Betreuung.<\/li>\n<li>Spannungsverh&auml;ltnis Familienpolitik und Mobilit&auml;t bzw. Flexibilit&auml;t &ndash; &bdquo;Schutz der sozialen Umwelt&ldquo;.<\/li>\n<li>Rolle der Kulturpolitik im Gespr&auml;ch zwischen den Kulturen.<\/li>\n<li>Langfristige Perspektiven der Integration in der Einwanderungsgesellschaft.<\/li>\n<li>K&uuml;nftige Strukturen der Demokratisierung globaler Institutionen, insbesondere Schaffung einer europ&auml;ischen sozialdemokratischen Partei mit einem gemeinsamen Programm.<\/li>\n<\/ul><p><strong>II. Einige kritische Anmerkungen<\/strong><\/p><p>Die &bdquo;Leits&auml;tze&ldquo; sind sehr allgemein gehalten und entsprechend kurz ausgefallen. Sie sind sprachlich etwas spr&ouml;de, manchmal f&uuml;r den Laien schwer verst&auml;ndlich und kaum geeignet, Menschen zu begeistern. Viele Thesen beziehen sich eher auf aktuelle Probleme und Konflikte, weniger auf grunds&auml;tzliche Fragen. Die &bdquo;Leits&auml;tze&ldquo; enthalten gleichzeitig eine ganze Reihe von Redundanzen, die vermieden werden k&ouml;nnten. Das w&uuml;rde Platz schaffen f&uuml;r Aussagen zu Politikbereichen, die zu kurz gekommen sind, wie zum Beispiel Umwelt und Nachhaltigkeit, Dritte Welt, Gender Mainstreaming, Innere Sicherheit, Struktur der internationalen Institutionen bzw. der Sozialdemokratie usw.<\/p><p>Das Papier liegt weitgehend im Mainstream der Parteitagsbeschl&uuml;sse und Wahlprogramme der vergangenen Jahre. Das ist nat&uuml;rlich richtig. Aber es sollte sich beim Grundsatzprogramm nicht um ein Regierungsprogramm handeln, in dem kurzfristige L&ouml;sungen f&uuml;r aktuelle Probleme aufgeschrieben werden, sondern um problembewusste Analysen und langfristige Strategien. Dazu geh&ouml;ren zum Beispiel die evidente Krise der Erwerbsarbeit, die nat&uuml;rlichen Grenzen quantitativen Wirtschaftswachstums, Strukturfragen des Bildungssystems, Umgang mit zunehmender Migration oder die Strukturen und Inhalte internationaler sozialdemokratischer Politik in Europa und dar&uuml;ber hinaus. <\/p><p>Begr&uuml;&szlig;enswert ist, das klare Bekenntnis zu einem &bdquo;handlungsf&auml;higen Staat&ldquo;, auch wenn wenig dar&uuml;ber gesagt wird, wie er finanziert werden soll, offenbar aus Angst vor einer &ouml;ffentlichen Diskussion &uuml;ber weitere Steuererh&ouml;hungen. Die Gleichzeitigkeit der Programmdiskussion bei SPD und CDU bedeutet f&uuml;r uns die Chance zur Profilierung, auch in Zeiten einer Gro&szlig;en Koalition. Es wird eine zentrale Aufgabe unserer Programmdiskussion werden, gegen die neoliberalen Seilschaften aus Wirtschaft, k&auml;uflichen Medien und sogenannter &ouml;konomischer Expertise wenigstens einen Teil der &ouml;ffentlichen Meinung f&uuml;r unsere Position zu gewinnen. Wir m&uuml;ssen &Uuml;berzeugungsarbeit leisten, dass wir alle &bdquo;der Staat&ldquo; sind, der ausreichende Einnahmen braucht, wenn er die Aufgaben erf&uuml;llen k&ouml;nnen soll, deren Erf&uuml;llung die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung von ihm erwartet: Bildung, soziale Sicherheit, wirtschaftliche Entwicklung, Umwelt, Infrastruktur und innere Sicherheit.<\/p><p>Ich will hier ein paar konkrete inhaltliche Punkte nennen, in denen die &bdquo;Leits&auml;tze&ldquo; korrigiert bzw. erg&auml;nzt werden m&uuml;ssen:<\/p><ol>\n<li>Das Bedrohungsszenario durch Globalisierung, Demografie und technischen Wandel wird &uuml;bertrieben. Da haben einige neoliberale Berater die Feder gef&uuml;hrt, die den Sozialstaat durch Heuschrecken und Versicherungspolicen ersetzen wollen. Deutschland ist Exportweltmeister. Unsere internationale Wettbewerbsf&auml;higkeit ist unbestritten. Die Produktivit&auml;t der Arbeit w&auml;chst j&auml;hrlich um ca. 1,5 Prozent, das Bruttoinlandsprodukt um ein bis zwei Prozent. Das sind zwischen 20 und 40 Mrd. Euro. Die Demografie ist deshalb ohne &bdquo;Wohlstandsverlust&ldquo; f&uuml;r den aktiven Teil der Bev&ouml;lkerung zu verkraften. Im &uuml;brigen: Die Finanzprobleme unserer sozialen Sicherungssysteme liegen (noch lange) nicht in der Demografie, sondern im Mangel an sozialversicherungspflichtigen Vollzeitarbeitspl&auml;tzen begr&uuml;ndet (der Anteil der Personen im erwerbsf&auml;higen Alter an der Bev&ouml;lkerung geht erst ab etwa 2020 zur&uuml;ck).<\/li>\n<li>Bei den Grundwerten gibt es noch immer den Streit, ob soziale Gerechtigkeit &bdquo;zuallererst&ldquo; Chancengleichheit bedeuten m&uuml;ssen. Zugangsgerechtigkeit kann jedoch ohne Verteilungsgerechtigkeit nicht funktionieren. Dazu hat Kurt Beck auf dem Bundesparteitag gesagt: &bdquo;Ohne vern&uuml;nftige Verteilungsgerechtigkeit, ohne eine vern&uuml;nftige materielle Grundlage f&uuml;r die Menschen kann es letztendlich auch keine Chancengleichheit geben.&ldquo; Das muss im Grundsatzprogramm klar herausgearbeitet werden.<\/li>\n<li>Antworten auf die Frage, wie denn die SPD das Ziel der Vollbesch&auml;ftigung verwirklichen m&ouml;chte, sucht man in den Leits&auml;tzen vergebens, nachdem die verschiedenen Hartz-Programme (darf man das noch so nennen?) und die gesamte Agenda 2010 bis heute nicht so recht erfolgreich waren. Offenbar glauben und hoffen die Autoren, dass sich das Problem irgendwie von selbst erledigen w&uuml;rde, wenn alle nur etwas flexibler, mobiler und qualifizierter und die Jahrg&auml;nge im erwerbsf&auml;higen Alter d&uuml;nner w&uuml;rden. Welche Perspektive hat die SPD eigentlich, wenn die &bdquo;Krise der Erwerbsarbeit&ldquo; zum Dauerzustand wird?<\/li>\n<li>Die Partei hat sich in den letzten Jahren angew&ouml;hnt, die Familienpolitik mit einer Art von neuer Bev&ouml;lkerungspolitik zu begr&uuml;nden, als ob es angesichts der &Uuml;berbev&ouml;lkerung in der Welt wichtige Gr&uuml;nde g&auml;be, gerade die deutsche Art zahlenm&auml;&szlig;ig zu erhalten. Zum Beispiel als Beitragszahler f&uuml;r die Sozialversicherung. Bisher hatten wir Familienpolitik anders definiert: Es geht doch wohl in erster Linie darum, dass Kinderw&uuml;nsche ohne Beschr&auml;nkung durch Zukunfts&auml;ngste verwirklicht werden k&ouml;nnen. Und dass alle Kinder die besten Chancen zum Aufwachsen, Leben und Lernen erhalten.<\/li>\n<li>Das Berliner Programm hatte Wachstum und Fortschritt pr&auml;zise beschrieben. In den Leits&auml;tzen wird Wachstum ziemlich beliebig verwendet. Mal hei&szlig;t es schlicht Wachstum, mal &bdquo;wirtschaftliches Wachstum&ldquo;, mal &bdquo;qualitatives Wachstum&ldquo;, an anderer Stelle &bdquo;nachhaltiges Wachstum&ldquo; oder &bdquo;langfristiges Wachstum&ldquo;. Nur auf die Frage, was denn noch wachsen soll, und welche Grenzen zahlenm&auml;&szlig;iges Wachstum hat, gibt es keine Antwort. In einem Grundsatzprogramm muss zumindest die Frage aufgeworfen werden, ob die Menschheit oder die Deutschen die nat&uuml;rlichen Ressourcen auch k&uuml;nftig im gleichen Umfang ausbeuten d&uuml;rfen. Es w&auml;re auch wichtig, im Programm etwas zum engeren Bereich der Umweltpolitik zu finden. Dieses Feld m&uuml;ssen wir nicht den GR&Uuml;NEN &uuml;berlassen.<\/li>\n<li>Die &bdquo;neue soziale &Uuml;bereinkunft&ldquo; in den Leits&auml;tzen muss auch etwas &uuml;ber die notwendigen zus&auml;tzlichen Steuereinnahmen sagen. Mehrwertsteuererh&ouml;hungen sind nicht nur konjunkturpolitisch, sondern auch sozial problematisch. Die &bdquo;Partei der sozialen Gerechtigkeit&ldquo; muss deshalb die Frage nach der Beteiligung der gro&szlig;en Einkommen und Verm&ouml;gen an der Finanzierung der &ouml;ffentlichen Aufgaben stellen: Versch&auml;rfung der Progression bei der Einkommensteuer, Spitzensteuersatz, Verm&ouml;gen- und Erbschaftssteuer. Und f&uuml;r eine nachhaltige Politik bleibt auch die &Ouml;kosteuer ein hilfreiches Instrument.<\/li>\n<li>Die europ&auml;ische Verfassung ist vorl&auml;ufig gescheitert. Wir sollten deshalb darauf im Grundsatzprogramm nicht ausdr&uuml;cklich Bezug nehmen. Wir sollten vielmehr unsere eigenen Vorstellungen vom europ&auml;ischen &bdquo;Sozialmodell&ldquo; und einer Verfassung formulieren, die nicht alle Kompromisse enthalten. Au&szlig;erdem ist eine Aussage n&ouml;tig, dass wir zu einem gemeinsamen europ&auml;ischen Grundsatzprogramm der Sozialdemokratie kommen wollen &ndash; mit einer entsprechenden Organisation der SPE.<\/li>\n<li>Nach den Leits&auml;tzen soll neben der gesetzlichen Altersversorgung auch die &bdquo;betriebliche und die private Altersvorsorge&ldquo; weiter ausgebaut und verbreitert werden. Warten wir doch erst mal die Erfahrungen mit der Riester-Rente ab. Aber die Kampagne der Lebensversicherer gemeinsam mit BILD und neoliberalen Wissenschaftlern hat offenbar auch bei uns Fr&uuml;chte getragen: Sie erwecken erfolgreich den Eindruck, dass die gesetzliche Rente nicht &bdquo;sicher&ldquo; sei, damit sie ihre Gesch&auml;fte machen k&ouml;nnen. Aber die gesetzliche Rentenversicherung im Umlageverfahren hat sich bew&auml;hrt. Kapitaldeckungsverfahren produzieren sp&auml;tere Altersarmut. Warum sieht sich niemand die Beispiele in Chile und den USA an?<\/li>\n<li>Im Schlusskapitel ist die SPD als &bdquo;linke Volkspartei&ldquo; gleichzeitig &bdquo;die Partei der solidarischen Mitte&ldquo;. Lassen wir damit nicht gegen den Rat von Kurt Beck links von uns zuviel Platz f&uuml;r eine neue Linkspartei, die sich dort auf Dauer einrichten k&ouml;nnte? Wir sollten an dieser Stelle sehr sorgf&auml;ltig &uuml;ber die Semantik nachdenken. Das gilt auch f&uuml;r die Definition des &bdquo;demokratischen Sozialismus&ldquo;, der in den Leits&auml;tzen auf die Idee verk&uuml;rzt wird, dass nicht alles dem &bdquo;Markt&ldquo; &uuml;berlassen werden d&uuml;rfe.<\/li>\n<\/ol><p>Zum Schluss noch ein paar Sottisen an die Adresse der Autoren:<\/p><ul>\n<li>Warum nennen wir unter den geistigen Wurzeln unserer Grundwerte zu allererst das &bdquo;christliche Menschenbild&ldquo; und dann erst Humanismus und Aufkl&auml;rung? Wollen wir Frau von der Leyens Werteerziehung &uuml;bernehmen?<\/li>\n<li>Was ist eigentlich eine &bdquo;faire&ldquo; Globalisierung? Muss dieser Begriff in den SPD-Sprachgebrauch, nachdem seine Erfinder von NEW LABOUR inzwischen offensichtlich am Scheitern sind? Oder k&ouml;nnte man vielleicht sagen: Eine sozial gerechte und &ouml;kologisch vern&uuml;nftige Globalisierung?<\/li>\n<li>Der &bdquo;Lissabon-Prozess&ldquo; weist den richtigen Weg. Hier im Landesparteirat wissen nat&uuml;rlich alle, was gemeint ist. Aber die Frage nach diesem Prozess w&uuml;rde gut in Roland Kochs Einb&uuml;rgerungstest passen. Und mit der &bdquo;Finanzarchitektur&ldquo; sind doch wohl nicht die kapitalistischen Hochh&auml;user der Frankfurter Banken gemeint?<\/li>\n<li>Die SPD will die &bdquo;Soziale Marktwirtschaft erneuern&ldquo;. Die CDU will eine &bdquo;neue soziale Marktwirtschaft&ldquo;. Dazu gibt es &uuml;brigens eine von der Metallindustrie finanzierte gr&auml;ssliche neoliberale Kampagne, in der Medien und Wissenschaftler im Kampf gegen den Sozialstaat gekauft werden. Leider sind da auch Sozialdemokraten t&auml;tig. Wir sollten denen mit unseren Begriffen nicht auf den Leim gehen.<\/li>\n<li>Der Sozialstaat verfolgt noch zu sehr &bdquo;nachsorgende Ziele&ldquo;. Ich finde das im Jahr drei nach Hartz und der Agenda 2010 schon erstaunlich. Ich dachte immer, damit sei der wesentliche Bedarf an sogenannten Reformen erf&uuml;llt worden.<\/li>\n<\/ul><p><strong>Summe: Es gibt viel zu diskutieren, zu redigieren und zu &auml;ndern. Machen wir uns an die Arbeit!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der fr&uuml;here Bundestagsabgeordnete Eckart Kuhlwein hat sich als Vertreter der SPD Schleswig-Holsteins zu den Beck&rsquo;schen Leits&auml;tzen zum Grundsatzprogramm der SPD ge&auml;u&szlig;ert. 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