{"id":114014,"date":"2024-04-20T15:00:31","date_gmt":"2024-04-20T13:00:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114014"},"modified":"2024-04-19T18:35:57","modified_gmt":"2024-04-19T16:35:57","slug":"abgesang-auf-die-alte-zeit-der-berliner-chansonsaenger-boris-steinberg-im-gespraech","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114014","title":{"rendered":"\u201eAbgesang auf die alte Zeit\u201c \u2013 der Berliner Chansons\u00e4nger Boris Steinberg im Gespr\u00e4ch"},"content":{"rendered":"<p>Chanson wird ohne G geschrieben. <strong>Boris Steinberg<\/strong> pr&auml;sentiert ganz bewusst seine &bdquo;ChanGsonGs&ldquo; nur noch &bdquo;ohne Gs&ldquo; &ndash; eine Folge dessen, was er in der Corona-Zeit erlebt hat. Das ist auch auf seiner neuen CD &bdquo;Peep-O-Rama&ldquo; zu h&ouml;ren. Er tritt jetzt mit den neuen Liedern auf Kleinb&uuml;hnen in Berlin und anderswo auf. Im Interview wirft er einen kritischen Blick auf Kunst und Kultur in der Corona-Krise, erz&auml;hlt, warum er nach vier Jahren neue Lieder gemacht hat, was ihn dabei bewegt hat. Er schildert, welche Lehren er aus der Corona-Krise zieht. Das Interview mit Boris Steinberg f&uuml;hrte <strong>&Eacute;va P&eacute;li<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>&Eacute;va P&eacute;li: Herr Steinberg, Sie haben nach einer l&auml;ngeren k&uuml;nstlerischen Pause ein neues Album mit dem Titel &bdquo;Peep-O-Rama&ldquo; gemacht. Was bedeutet dieser Ausdruck, und warum haben Sie sich daf&uuml;r entschieden?<\/strong><\/p><p><strong>Boris Steinberg:<\/strong> Mein letztes CD-Baby erschien 2015. Sie entstand in einer Zeit, in der ich nur noch so etwas wie &bdquo;Unterhaltung&ldquo; bot. Als Kleink&uuml;nstler unterwegs zu sein, ist oftmals kein Zuckerschlecken, und so landete ich in dieser Zeit aus Not bei einer Agentur, die Galaauftritte vermittelte. Ich trat bei Galas auf, was sich wie Tod anf&uuml;hlte &hellip; Rasch stieg ich aus diesem Zug aus.<\/p><p>&bdquo;Peep-O-Rama&ldquo; steht f&uuml;r jene arroganten, &uuml;bergriffigen Kr&auml;fte, die wir gerade weltweit miterleben. Der gro&szlig;e Umbau, oder sagen wir Wandel unserer Welt geht einher mit Schamlosigkeit, Verdrehungen, Ausgrenzungen, L&uuml;gen und Machenschaften. Die Peepshow dieser Tage hat zudem kaum noch etwas mit Erotik zu tun. Sie ist der Abgesang auf die alte Zeit.<\/p><p><strong>Wie ist diese CD entstanden? Was ist der Hintergrund dazu?<\/strong><\/p><p>Der Zustand, in dem sich unsere Welt und somit unsere Gesellschaft befindet, war der Ausl&ouml;ser, &bdquo;Peep-O-Rama&ldquo; aufzunehmen. Diese CD ist sozusagen der Soundtrack meiner letzten vier Jahre.<\/p><p><strong>Kunst lebt vom Austausch mit dem Publikum. Das war wegen der Corona-Ma&szlig;nahmen fast drei Jahre lang nicht m&ouml;glich. Wie war das f&uuml;r Sie? Auch nach der offiziellen Beendigung der Pandemie wurden Veranstaltungen von K&uuml;nstlern, die sich kritisch ge&auml;u&szlig;ert hatten, oftmals abgelehnt. Haben Sie das auch erlebt? Und wenn ja, wie?<\/strong><\/p><p>Genau ab da, mit der Einf&uuml;hrung dieser &auml;tzenden G-Regeln, begann mein neuer k&uuml;nstlerischer Weg. Die durchweg ausgrenzende bis feindselige Stimmung &uuml;berall war und ist wohl das Sch&auml;dlichste, was ich an Mobbing jemals erlebt habe. Und ich k&ouml;nnte von so vielen Mobbingvorf&auml;llen berichten, die mir widerfahren sind. Ich denke, jede Person, die Fragen stellte und skeptisch war, hat Ausgrenzung erlebt, da bin ich kein Einzelfall. Die Einschr&auml;nkungen waren auch f&uuml;r Clubs, DJs, Schausteller und andere eine Katastrophe. Viele landeten bei Superm&auml;rkten an den Kassen.<\/p><p>Ich h&auml;tte niemals gedacht, dass so etwas in diesem Land m&ouml;glich ist &ndash; von allerh&ouml;chster Ebene ausgehend. Immer noch unfassbar das Ganze &hellip; Und es ist ja noch nicht vorbei. Ich bin sehr gespannt darauf, ob und wie diese RKI-Protokolle nun aufgearbeitet werden.<\/p><p><strong>Wie haben Sie diese Zeit pers&ouml;nlich erlebt? Die &Auml;ngste, die Einschr&auml;nkungen, die Spaltung der Gesellschaft, die Masken, die Tests, Abstandsregeln und so weiter. Wie sind Sie damit umgegangen?<\/strong><\/p><p>Oh ja, der gro&szlig;e Maskenball &hellip; viele Eltern tanzten ganz vehement bis zum Schluss mit, agierten wie jene Eltern aus dem M&auml;rchen von H&auml;nsel und Gretel von den Gebr&uuml;dern Grimm. Haben wir deren M&auml;rchen vergessen? Den vergifteten Apfel, in den das naive Schneewittchen bei&szlig;t, der Lockdown-Turm von Rapunzel und viele andere?<\/p><p>Ereignisse und Erlebtes flossen in meine neuen Chansons ein. Die G-Regelungen habe ich abgelehnt, und so trat ich nicht auf. Ein &bdquo;Masked Singer&ldquo; bin ich nicht geworden, obwohl ich diesem Maulkorb auch nicht durchweg entgehen konnte &ndash; das war ja auch nahezu unm&ouml;glich, wenn man im &ouml;ffentlichen Leben zu tun hatte.<\/p><p>Und nun, im April 2024, wo diese uns&auml;glichen Ma&szlig;nahmen von den Mainstream-Medien endlich aus dem Off &uuml;bernommen und f&uuml;r alle aufgedeckt werden, erwartete ich einen gro&szlig;en Entsetzensschrei wegen der geschw&auml;rzten RKI-Protokolle. H&ouml;ren Sie ihn? Ich h&ouml;re ihn nicht. Oder noch nicht? F&uuml;r viele ist dieses Thema ganz einfach abgehakt und vorbei. Aber es ist nicht vorbei.<\/p><p><strong>Welche Auswirkungen hatten die Corona-Ma&szlig;nahmen aus Ihrer Sicht auf die Kunst, auf die Kultur?<\/strong><\/p><p>Mir wurde f&uuml;r meinen k&uuml;nstlerischen Weg sehr schnell bewusst: Du musst zu deinen Wurzeln zur&uuml;ckkehren. Erinnere dich, wie du einst als Chansons&auml;nger begonnen hast. So singe ich nun wieder &ouml;fter ohne Mikro, wenn es die R&auml;umlichkeit zul&auml;sst, meine Band sitzt zudem in meinem Ghettoblaster. Ich bin nun noch n&auml;her am Publikum als fr&uuml;her, und das Publikum ist noch n&auml;her an mich heranger&uuml;ckt &hellip; wunderbar &hellip;<\/p><p>Und was f&uuml;r &bdquo;scharfe&ldquo; neue B&uuml;hnen entstanden sind &hellip; alles wie zu Beginn meiner Laufbahn, damals im wilden neuen Berlin der 90er. Da spielten wir auch auf B&uuml;hnen, die eigentlich keine waren. Ich w&uuml;rde sagen, es ging in den letzten vier Jahren auf den nicht subventionierten B&uuml;hnen wieder mehr um die Kunst, und es fand sich rasch ein interessiertes Publikum. Doch das kann ich erst jetzt im R&uuml;ckblick so sehen und auswerten. Eine harte Zeit war das, mit negativen Auswirkungen f&uuml;r so viele Kleinkunstb&uuml;hnen und Theater. Nicht wenige mussten aufgeben.<\/p><p><strong>Worin sehen Sie die Aufgabe der Kunst in dieser Zeit?<\/strong><\/p><p>Die unvergessliche Nina Simone sagte einst sinngem&auml;&szlig;: Jeder K&uuml;nstler hat die Verpflichtung, sich dem Geschehen und Ereignissen der Zeit zu widmen &ndash; egal, um welche Kunstform es sich handelt. Wozu ist man sonst K&uuml;nstlerin oder K&uuml;nstler? Und ich folgte Ninas Aussage.<\/p><p><strong>Es wird von Menschen vor einem Publikum erwartet, dass sie sich positionieren. Doch seit der Corona-Zeit, so auch im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg, droht K&uuml;nstlern Zensur, wenn sie nicht regierungskonform Haltung zeigen. Wie gehen Sie damit um?<\/strong><\/p><p>Wissen Sie, ich arbeite in meinen Chansons mit Poesie, mit Gef&uuml;hlen, auf einem hohen emotionalen Niveau. Ich m&ouml;chte auf diesem Weg ber&uuml;hren; aber eben so, dass das Publikum auch noch seinen eigenen Bildern, Erfahrungen und Emotionen folgen kann &ndash; in diesen eiskalten, unempathischen Zeiten etwas Notwendiges. Ich unterst&uuml;tze zudem kein Parteiprogramm, keine Ideologie von wem auch immer, ich schaue nur nach rechts und nach links und bilde mir meine Meinung.<\/p><p><strong>Sie waren einer der wenigen K&uuml;nstler, die &bdquo;ohne Gs&ldquo; weitergemacht haben. Sie haben sich engagiert, haben Interviews gegeben. Sie nahmen teil an der Initiative #allesaufdentisch. Was war Ihre Motivation zum Ein- und Mitmischen?<\/strong><\/p><p>Oh ja, dieses Interview bei #allesaufdentisch war mein Startschuss in diese Zeit. Und ich bin immer noch so erf&uuml;llt, ein Teil dieser Aktion gewesen zu sein. Ebenso war ich bei den friedlichsten Demos dieser Tage, bei &bdquo;Friedlich Zusammen&ldquo;. Meine Motivation: Trau dich, zeig dein Gesicht &ndash; &auml;u&szlig;ere deine Meinung!<\/p><p><strong>Heute gibt es Druck durch den Ukraine-Krieg, wo jede und jeder anscheinend daf&uuml;r sein soll. Wer anders denkt, wird erneut ausgegrenzt. Was k&ouml;nnen uns die vergangenen drei, vier Jahre zum Thema Spaltung lehren?<\/strong><\/p><p>Ist das nicht alles zum W&uuml;rgen, Speien, Kotzen? Wir haben das Jahr 2024 &hellip; Wir haben so viele gef&auml;hrliche Kriegsschaupl&auml;tze, und wir haben anscheinend nichts gelernt. Selbst die einstigen Friedensparteien sind nun zu Kriegsbef&uuml;rwortern mutiert. Es wird Zeit f&uuml;r &bdquo;Friedensminister&ldquo;. Und nein, es gibt keinen &bdquo;falschen Pazifismus&ldquo;, denn im Sinne der Menschheit muss es immer nur um Frieden gehen, alles andere m&uuml;ndet in Selbstzerst&ouml;rung.<\/p><p><strong>Sie sind auch Schauspieler und kommen aus der Kabarett-Szene. Wie war die Lage der K&uuml;nste vor der &bdquo;Corona-Pandemie&ldquo;, und wie ist sie heute?<\/strong><\/p><p>Ich will nicht mehr zur&uuml;ck in die alte Zeit &hellip; Nein, die alte Zeit ist tot, sie kommt nicht zur&uuml;ck. Mich interessiert vieles nicht mehr, was mir da noch wichtig war. Wie ich in &bdquo;Peep-O-Rama&ldquo; singe: Ich habe die alte Zeit, die alte Haut weitestgehend abgestreift. Das war meine Metamorphose der letzten Jahre &ndash; durchaus ein spiritueller Prozess, ein sehr einsamer und pers&ouml;nlicher obendrein. Nun schau ich mal, was noch so passiert.<\/p><p><strong>Wie beurteilen Sie die Rolle der Politik und Medien im Hinblick auf die Spaltung der Gesellschaft? Eine Entschuldigung f&uuml;r die Corona-Politik gibt es bisher von den Verantwortlichen nicht. Was halten Sie davon?<\/strong><\/p><p>Eine wahre Entschuldigung ist nur glaubhaft, wenn Erkenntnis und ein Bewusstsein entstanden sind, n&auml;mlich daf&uuml;r, dass man etwas Sch&auml;ndliches, Uns&auml;gliches getan hat. Sehen Sie eine solche Entwicklung irgendwo? Also ich noch nicht.<\/p><p><strong>Daniele Ganser hat noch am Anfang der Pandemie eine Plakataktion gestartet: &bdquo;Lasst uns Br&uuml;cken bauen!&ldquo; Ihr Thema war auch lange, wie wir als Gesellschaft wieder zusammenfinden. Wie sehen Sie es jetzt im April 2024? Haben wir wieder zusammengefunden? Konnten wir die Gr&auml;ben zusch&uuml;tten?<\/strong><\/p><p>Bei mir hat sich bisher niemand gemeldet und gesagt, du, ich sehe jetzt auch vieles kritisch, lass uns treffen und reden &hellip; und verzeih, ich war so voller Angst.<\/p><p>Nat&uuml;rlich geht es um Vers&ouml;hnung. Doch die vier Jahre haben bei mir und vielen ein neues Bewusstsein gepr&auml;gt, die neuen Erfahrungen f&uuml;hrten zu neuen Entscheidungen. Auf der anderen Seite aber wurde nichts in Frage gestellt, das Leben, der Alltag sollte weiterlaufen.<\/p><p>Diese unterschiedlichen Erfahrungen nun zu vereinen und sich wieder miteinander verbunden zu f&uuml;hlen, wird wohl kein Leichtes. Zu viel ist kaputt gegangen. Vor allem ist Vertrauen auf der Strecke geblieben. Zu vertrauen ist aber die Wurzel f&uuml;r eine gemeinsame Schwingung. Zudem gibt es einige Leute aus meiner alten Zeit, mit denen ich wohl nichts mehr zu tun haben m&ouml;chte.<\/p><p><strong>F&uuml;r mich steht das Album f&uuml;r eine Z&auml;sur: Abschied vom Alten, Aufbruch zu etwas ganz Neuem, zu sich selbst. Eine Einladung, selbst zu sein, die Masken ablegen und sp&uuml;ren, f&uuml;hlen. Das Herz fragen. Nach all den (pseudo)wissenschaftlichen Begriffen und Verhaltensregeln &ndash; Inzidenzzahlen, AHA-Regeln, Boostern &ndash;, die unseren Alltag pr&auml;gten, eine R&uuml;ckkehr zum Wesentlichen, dem, was den Menschen wirklich ausmacht. Ist das Ihr Wunsch f&uuml;r die Gesellschaft?<\/strong><\/p><p>Dass sich vieles ver&auml;ndern musste, war ja schon lange vor Corona klar. Das ist auch gut so. Aber auf so einem Wege? Mir fehlen bei allem, was nun umgebaut wird, die Liebe, die Tiefe, die Spiritualit&auml;t, die menschliche Intelligenz und das Know-how. Zudem scheint die Politik nicht zu interessieren, was die Gesellschaft m&ouml;chte, und dies ist auch ein weltweites Ph&auml;nomen. Es ist letztlich so einfach, einen miesen, fiesen, unangenehmen Zustand zu beenden: Man muss nur Nein sagen oder die Stopptaste dr&uuml;cken, auf die Bremse treten. Ich bin noch zuversichtlich, dass das passiert.<\/p><p><strong>In den Liedern h&ouml;re ich auch sowas wie ein Zeichen f&uuml;r Mitgef&uuml;hl mit den anderen. &bdquo;Komm n&auml;her zu Dir&ldquo;, &bdquo;&Ouml;ffne deine Sinne&ldquo;, &bdquo;Zeichen der Zeit&ldquo;. Zudem widmen Sie Ihrem Publikum eine Danksagung: &bdquo;an alle Menschen, die mutig durch diese schweren Jahre gegangen sind. Die sich beherzt positioniert haben, um Ihre Werte und Rechte zu verteidigen.&ldquo; K&ouml;nnte das als Ihre Corona-Verarbeitung verstanden werden? Als Trauma-Therapie?<\/strong><\/p><p>(lacht) Nein &hellip; Ich bin kein Therapeut, ich bin nur ein altes Zirkuspferd, welches in der Kunstform Chanson, nun schon seit &uuml;ber 30 Jahren, wachsen konnte. Man kann in diesem Genre altern, da wird man sogar noch besser mit den Jahren.<\/p><p>Aber irgendwie haben Sie schon auch recht, denn ein ber&uuml;hrender, musikalischer Abend ist heilend. Singen aktiviert jede Zelle im K&ouml;rper und wirkt sich positiv auf den ganzen Organismus aus. Und Poesie ist eh Balsam f&uuml;r unsere Seelen. Und wenn man aus nur einem meiner Chansons ein wenig Frieden, ein Sich-verstanden-f&uuml;hlen-Gef&uuml;hl mitnimmt, dann ist es mir gelungen, weshalb ich auf die B&uuml;hne gehe und singe.<\/p><p><strong>Kritische Menschen, die die Arroganz der Macht erfahren haben, haben Deutschland den R&uuml;cken gekehrt. Was h&auml;lt Sie am k&uuml;nstlerischen Leben, was gibt Ihnen Hoffnung, weiterzumachen und hier zu bleiben? K&ouml;nnen Sie der Situation auch etwas Positives abgewinnen?<\/strong><\/p><p>Mich hat der Zustand 2021 wahrlich krank gemacht &ndash; so, wie wir alle krank geworden sind, aus vielerlei Gr&uuml;nden. Doch ans Weggehen dachte ich nie. Berlin ist meine Stadt &hellip; ick bin ein oller Weddinger. Au&szlig;erdem liebe ich meine Muttersprache, spreche zudem keine andere Sprache so flie&szlig;end, dass ich mir zutrauen w&uuml;rde, woanders zu leben &ndash; und das w&auml;re erstmal die Grundvoraussetzung. Denn man muss ja &uuml;berall auf der Welt kommunizieren, in der heutigen Zeit sich wom&ouml;glich abgrenzen oder verteidigen. Das kann ich nur auf Deutsch.<\/p><p>Also ick bleibe hier &hellip; und wenn&rsquo;s noch schl&uuml;mmer wird, werf ick mir eine Federboa um, torkle zur Spree, trinke &acute;ne Flasche Champus und gehe &lsquo;ne Runde baden &hellip;<\/p><p><strong>Was sind Ihre Pl&auml;ne und Projekte?<\/strong><\/p><p>Sie fragten mich eben, ob ich aus diesem Zustand, in dem wir uns befinden, etwas Positives ziehen kann. Und ich sage: Ja. Es gibt in mir sogar ein Gef&uuml;hl von Dankbarkeit. Denn ohne diese vier Jahre w&auml;re ich weiterhin in meinem Dornr&ouml;schenschlaf verweilt &ndash; auch wenn es bitter war aufzuwachen. Die vielen neuen Erkenntnisse f&uuml;hrten f&uuml;r mich zu einem neuen Bewusstsein, und so eine Erfahrung zu erleben, ist auch etwas Gro&szlig;artiges.<\/p><p>So krass und abgeschmackt auch vieles ist in dieser Zeit, es ist eine spannende und interessante Zeit. Sie hat Sprengkraft und ein so hohes Potenzial f&uuml;r einen wirklich gro&szlig;en spirituellen Schritt nach vorne. Wir werden wohl miterleben, wohin dieser olle Kutter mit uns schippert.<\/p><p>Ich werde wohl noch ein Weilchen singen, w&uuml;rde gerne mit Nena eine Tasse Kaffee trinken gehen &hellip; Ansonsten mache ich nur noch wenige Pl&auml;ne, probiere, im Moment zu leben. Und ich sage danke f&uuml;r die M&ouml;glichkeit dieses Interviews.<\/p><p><em>Die CD ist hier erh&auml;ltlich: <a href=\"https:\/\/timezone-records.com\/en\">timezone-records.com\/en<\/a><\/em><\/p><p><small>Titelbild: &copy;scottiberlin<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=113287\">Kriegspropaganda &ndash; Prinzip Nr. 8: &bdquo;Anerkannte Kulturtr&auml;ger und Wissenschaftler unterst&uuml;tzen unser Anliegen&ldquo;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110930\">Arbeit &amp; Kapital &ndash; und gaaanz viel Kultur dazwischen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102756\">Europ&auml;ische Gemeinsamkeiten und Perspektiven: Kultur als Basis f&uuml;r Frieden und Prosperit&auml;t<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=113461\">&bdquo;El Buen Vivir&ldquo; &ndash; Das neue Album von Pablo Mir&oacute;<\/a>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Chanson wird ohne G geschrieben. <strong>Boris Steinberg<\/strong> pr&auml;sentiert ganz bewusst seine &bdquo;ChanGsonGs&ldquo; nur noch &bdquo;ohne Gs&ldquo; &ndash; eine Folge dessen, was er in der Corona-Zeit erlebt hat. Das ist auch auf seiner neuen CD &bdquo;Peep-O-Rama&ldquo; zu h&ouml;ren. Er tritt jetzt mit den neuen Liedern auf Kleinb&uuml;hnen in Berlin und anderswo auf. 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