{"id":114112,"date":"2024-04-21T09:00:33","date_gmt":"2024-04-21T07:00:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114112"},"modified":"2024-04-19T14:02:41","modified_gmt":"2024-04-19T12:02:41","slug":"hinweise-der-woche-355","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114112","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114112#h01\">Iran-Krieg nur knapp verhindert: &ldquo;Israel sind seine Kriegsziele vollkommen entglitten&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114112#h02\">Erkl&auml;rung zum Verbot des Pal&auml;stina-Kongresses<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114112#h03\">Erich Vad spricht von &bdquo;Kriegshysterie milit&auml;rischer Dilettanten in hohen Regierungs&auml;mtern&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114112#h04\">1992-95: Was einstige Geheimakten &uuml;ber die fast vergessene Nato-Russland-Ann&auml;herung verraten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114112#h05\">V&ouml;lkerrecht: Sittenregel f&uuml;r Gewalthaber<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114112#h06\">Die Vereinigte Front gegen China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114112#h07\">Immer mehr Rentner holen Lebensmittel bei den Tafeln ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114112#h08\">Warum ich das Selbstbestimmungsgesetz als Psychotherapeutin g&auml;nzlich ablehne!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114112#h09\">Fall Ott: Wom&ouml;glich Staatsgeheimnisse auf &uuml;bergebenen Handys<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114112#h10\">Der Umbau braucht Demokratie &ndash; Demokratie braucht den Umbau!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Iran-Krieg nur knapp verhindert: &ldquo;Israel sind seine Kriegsziele vollkommen entglitten&rdquo;<\/strong><br>\nntv.de: Nach dem iranischen Drohnen- und Raketenangriff tagt in Jerusalem das israelische Kriegskabinett. Ein Angriff auf iranisches Territorium als Antwort ist nach Meldung der &ldquo;New York Times&rdquo; vom Tisch. War das zu erwarten?<br>\nStephan Stetter: Die Frage, ob Israels Reaktion iranisches Territorium treffen w&uuml;rde, war aus meiner Sicht offen. Fest stand, dass die USA alles tun w&uuml;rden, um das zu verhindern. Die &Auml;u&szlig;erungen aus dem Wei&szlig;en Haus waren von Anfang an deutlich, es m&uuml;sse eine harte diplomatische Antwort geben. Und dieses Adjektiv war wichtig: diplomatisch. Zugleich war es der erste direkte Angriff des Irans auf Israel &ndash; eine neue und auch gef&auml;hrliche Situation.<br>\nGibt es dennoch Konflikte der Vergangenheit, die zum Vergleich taugen?<br>\n1991 hat Saddam Hussein Israel mit Raketen angegriffen und anders als beim jetzigen Angriff, der offenbar nur geringen Schaden angerichtet hat, gab es damals Todesopfer sowie viele Zerst&ouml;rungen im Kernland Israels. Die USA haben Israel auch damals davon abhalten k&ouml;nnen, direkt zu reagieren. Das Kalk&uuml;l der israelischen Regierung kann gewesen sein, sich auch jetzt von Washington &ldquo;&uuml;berreden&rdquo; zu lassen, dem Iran nicht in gleicher Weise zu antworten, gleichzeitig jedoch signalisieren zu k&ouml;nnen: &ldquo;Unsere Abwehr steht&rdquo;. Das hat Israel auch unter Beweis gestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Israel-sind-seine-Kriegsziele-vollkommen-entglitten-article24872218.html\">n-tv<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>So einseitig und scheinheilig sind Baerbock, Macron und Medien<\/strong><br>\nDie Drohnen- und Raketenangriffe Irans gegen Israel hatten einen Anlass, so wie auch das Besetzen des Gazastreifens durch Israel.<br>\nWer das unfassbare T&ouml;ten und Zerst&ouml;ren Israels im Gazastreifen als unverh&auml;ltnism&auml;ssig kritisiert, ohne gleichzeitig das Massaker der Hamas in Israel zu verurteilen, wird mit Recht als unglaubw&uuml;rdig und einseitig hingestellt.<br>\nDoch die gleichen Politiker und Medien haben &uuml;ber das Wochenende die Drohnenangriffe Irans gegen Israel kritisiert, ohne gleichzeitig die Bombardierung und Zerst&ouml;rung der iranischen Botschaft in Damaskus zu verurteilen.<br>\nDamit zeigten Aussenministerin Annalena Baerbock, Pr&auml;sident Macron und andere westliche Exponenten sowie auch die meisten Medien, dass sie mit zwei Ellen messen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/so-einseitig-und-scheinheilig-sind-baerbock-macron-und-medien\/\">Infosperber<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Netanjahu will Krieg gegen den Iran: Warum Biden ihn unbedingt daran hindern sollte<\/strong><br>\nIsrael k&uuml;ndigt Vergeltungsschlag an. Damit droht Krieg gegen den Iran, der die USA hineinzieht. Es w&auml;re ein fataler Fehler, wenn Washington das zul&auml;sst.<br>\nLiest man die Meldungen und politischen &Auml;u&szlig;erungen in westlichen Medien nach dem iranischen Vergeltungsschlag gegen Israel am Wochenende &ndash; in Reaktion auf die Bombardierung des Konsulats Irans in Syrien durch Tel Aviv am 1. April &ndash;, k&ouml;nnte man den Eindruck erhalten, als ob Israels Verb&uuml;ndete in den USA und Europa Netanjahu in den Arm fallen.<br>\nDoch das ist keineswegs so. Sie rufen zur M&auml;&szlig;igung auf, warnen, was sie im Fall des Gaza-Kriegs seit einem halben Jahr machen. Der Verlauf des Kriegs zeigt jedoch: Ermahnungen alleine bringen nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Netanjahu-will-Krieg-gegen-den-Iran-Warum-Biden-ihn-unbedingt-daran-hindern-sollte-9687058.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Erkl&auml;rung zum Verbot des Pal&auml;stina-Kongresses<\/strong><br>\nDer vom 12.-14.4. geplante Pal&auml;stina-Kongress in Berlin unter dem Motto: &bdquo;Wir klagen an&ldquo; wurde nach im Vorfeld bereits stattgefundenen massiven Diffamierungen aus Politik und Medien am Freitag nur kurze Zeit nach Beginn aufgel&ouml;st und verboten.<br>\nMehrere Menschen, darunter auch Personen j&uuml;discher Herkunft, wurden verhaftet. Das Vorgehen von Politik und Polizei &ndash; obwohl es weder vor, noch w&auml;hrend noch nach dem Kongress zu keinerlei strafbaren &Auml;u&szlig;erungen gekommen ist &ndash; darf nicht hingenommen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/friedensratschlag.de\/erklaerung-zum-verbot-des-palaestina-kongresses\/\">Bundesausschuss Friedensratschlag<\/a>\n<p>dazu: <strong>Die halbierte Staatsr&auml;son<\/strong><br>\nDer Eifer gegen pro-pal&auml;stinensische Stimmen geht zu weit. Dieser autorit&auml;re Kurs ist auch f&uuml;r andere gef&auml;hrlich.<br>\nDer Schutz j&uuml;dischen Lebens geh&ouml;rt in Deutschland zur Staatsr&auml;son. Aber gilt dieser Schutz auch f&uuml;r J&uuml;dinnen und Juden, die der israelischen Politik gegen&uuml;ber kritischer eingestellt sind, als es die Bundesregierung ist? Daran sind Zweifel angebracht. Die Ausladung der Philosophin Nancy Fraeser, der Umgang mit Masha Gessen und Judith Butler und die Aufl&ouml;sung eines &bdquo;Pal&auml;stina-Kongresses&ldquo;, der unter anderem von einer kleinen j&uuml;dischen Gruppe organisiert wurde &ndash; all das zeigt, was die Sonntagsreden &uuml;ber den Schutz j&uuml;dischen Lebens in Deutschland wert sind, wenn es um den Schulterschluss mit Israel und dessen in Teilen rechtsextremer Regierung geht: die andere Seite der Staatsr&auml;son.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Abgebrochener-Palaestina-Kongress\/!6004241\/\">taz<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>&bdquo;Pal&auml;stina-Kongress&ldquo; in Berlin: Weiter Wirbel um Varoufakis<\/strong><br>\nWer hat das Einreiseverbot gegen den griechischen Ex-Minister verf&uuml;gt? Die Beh&ouml;rden stiften Verwirrung. Linke und Amnesty fordern Aufkl&auml;rung.<br>\nDas Einreiseverbot gegen den ehemaligen griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis war auf die Zeit vom 10. bis zum 14. April 2024 beschr&auml;nkt &ndash; den Zeitraum des &bdquo;Pal&auml;stina-Kongresses&ldquo; in Berlin, der von der Polizei abgebrochen wurde. W&auml;re Varoufakis, derzeit Generalsekret&auml;r der von ihm mitgegr&uuml;ndeten europ&auml;ischen Bewegung Democracy in Europe Movement 2025 (Diem25), dazu nach Deutschland gereist, w&auml;re er vermutlich an der Grenze zur&uuml;ckgewiesen worden. Das geht aus einem Mailverkehr zwischen dem Anwalt des griechischen Politikers und der deutschen Bundespolizei hervor, &uuml;ber den die Frankfurter Rundschau (FR) heute berichtet.<br>\nUnklar ist immer noch, wer genau das Einreiseverbot verh&auml;ngt hat &ndash; und warum.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Palaestina-Kongress-in-Berlin\/!6005394\/\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/krieg-in-israel-hamas-palaestina-kongress-berlin-einreiseverbot-fuer-yanis-varoufakis-news-93017945.html\">FR Online<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Einreiseverbot f&uuml;r Yanis Varoufakis: Das Land driftet einer neuen McCarthy-&Auml;ra entgegen<\/strong><br>\nDer deutsche Staat greift wegen des Pal&auml;stina-Kongresses zum Einreiseverbot &ndash; unter anderem gegen Yanis Varoufakis &ndash; und bem&uuml;ht daf&uuml;r Paragrafen, die einer beliebigen Auslegung sperrangelweit offen stehen<br>\nIn Deutschland kommt das Verh&auml;ngen von Einreiseverboten gerade in Mode. Im M&auml;rz traf es den F&uuml;hrer der Identit&auml;ren Bewegung &Ouml;sterreichs, den Rechtsextremisten Martin Sellner. Wegen eines Vortrags bei einem Treffen von Gleichgesinnten in einer Potsdamer Villa im November 2023 sprach die Ausl&auml;nderbeh&ouml;rde der Stadt ein bundesweites, auf drei Jahre befristetes Einreiseverbot gegen ihn aus. Jetzt im April traf es einige Redner des von der Polizei aufgel&ouml;sten Berliner Pal&auml;stina-Kongresses, unter anderem den linken griechischen Ex-Finanzminister Yanis Varoufakis. Die Beh&ouml;rden f&uuml;rchteten, er k&ouml;nne auf dem Kongress &bdquo;antisemitische und israelfeindliche Propaganda&ldquo; betreiben.<br>\nIn beiden F&auml;llen st&uuml;tzte sich das Einreiseverbot auf Paragraf 6 des EU-Freiz&uuml;gigkeitsgesetzes, in dem es hei&szlig;t, die Beh&ouml;rden der Mitgliedsstaaten k&ouml;nnten solche Ma&szlig;nahmen bei einer absehbaren &bdquo;Gef&auml;hrdung der &ouml;ffentlichen Sicherheit und Ordnung&ldquo; ergreifen. Nun sind Begriffe wie &bdquo;&ouml;ffentliche Sicherheit&ldquo; und &bdquo;&ouml;ffentliche Ordnung&ldquo; &auml;u&szlig;erst dehnbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgangmichal\/einreiseverbot-fuer-yanis-varoufakis-das-land-driftet-einer-neuen-mccarthy-aera-entgegen\">Wolfgang Michal in der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Erich Vad spricht von &bdquo;Kriegshysterie milit&auml;rischer Dilettanten in hohen Regierungs&auml;mtern&ldquo;<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Bundeswehrgeneral Erich Vad kritisiert die Bundesregierung f&uuml;r ihren Ukraine-Kurs. In einer Rede in der Leipziger Nikolaikirche warnt er vor der Gefahr eines Dritten Weltkriegs. [&hellip;]<br>\nVad spricht in der Kirche von der Ver&auml;nderung des gesellschaftlichen Klimas. Er selbst habe &bdquo;pers&ouml;nlich gemeinte Angriffe, Unterstellungen, H&auml;me, sogar Verachtung&ldquo; erfahren. &bdquo;F&uuml;r mich &uuml;berraschend &auml;nderte sich der gewohnte, konstruktiv-streitbare Diskurs in unserem Lande&ldquo;, sagt er. Es habe sich ein Wandel vollzogen, zu einem &bdquo;beinahe einstimmigen Mainstream&ldquo;. Oft w&uuml;rden unbedachte &Auml;u&szlig;erungen get&auml;tigt, die in &bdquo;militaristischer Kriegsrhetorik&ldquo; m&uuml;ndeten.<br>\nUnd nicht nur Vad hat es schwer, mit seiner Friedensposition durchzudringen. Auch die Initiatoren des Leipziger Friedensgebets haben es nicht leicht, sich Geh&ouml;r zu verschaffen. Die lokalen Medien h&auml;tten es abgelehnt, &uuml;ber die Veranstaltung zu berichten, teilen die Veranstalter der &bdquo;Initiative Friedenswende 2023&ldquo; mit, die Vad eingeladen haben. Journalisten-Kollegen sind in der Nikolaikirche nicht zu sehen.<br>\nDoch der Wind dreht sich. Die viel beschworene Kriegsbegeisterung in der Bev&ouml;lkerung will sich nicht einstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/geopolitik\/ukraine-erich-vad-kritisiert-bundesregierung-fuer-kriegshysterie-li.2206387%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>Frieden in der Ukraine: H&auml;tten die Istanbul-Verhandlungen den Krieg beenden k&ouml;nnen?<\/strong><br>\nEin amerikanisches Politmagazin rekonstruiert die Istanbul-Treffen nur wenige Wochen nach Kriegsbeginn. Warum scheiterten die Gespr&auml;che zwischen Moskau und Kiew? [&hellip;]<br>\nDas New Yorker Politmagazin Foreign Affairs versuchte nun die gescheiterten Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau in einem langen Artikel zu rekonstruieren: Die Autoren untersuchten Vertragsentw&uuml;rfe, sprachen mit Verhandlungsmitgliedern beider Seiten und analysierten zahlreiche &ouml;ffentlich zug&auml;ngliche Interviews. Der Text kommt zu dem Schluss: Einem Frieden Ende April 2022 war man n&auml;her, als viele denken wollen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/geopolitik\/ukraine-haetten-die-istanbul-verhandlungen-den-krieg-beenden-koennen-li.2206712\">Berliner Zeitung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.foreignaffairs.com\/ukraine\/talks-could-have-ended-war-ukraine\">Foreign Affairs<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Insider verraten: Ukraine lie&szlig; Deal mit Russland wohl in letzter Sekunde platzen<\/strong><br>\nIn letzter Sekunde hat die Ukraine Insidern zufolge einen Deal mit Russland platzen lassen, bei dem der t&uuml;rkische Pr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan wohl als Vermittler fungiert hat. Das berichteten vier mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Gegenstand soll ein Abkommen &uuml;ber die Sicherheit der Handelsschifffahrt im Schwarzen Meer gewesen sein. Im Vorfeld sei zwei Monate lang dar&uuml;ber verhandelt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/news-putin-ukraine-krieg-deal-russland-erdogan-vermittler-schifffahrt-getreide-abkommen-93014391.html\">FR Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>1992-95: Was einstige Geheimakten &uuml;ber die fast vergessene Nato-Russland-Ann&auml;herung verraten<\/strong><br>\nZum 75. Jahrestag der Nato-Gr&uuml;ndung ver&ouml;ffentlichte das National Security Archive der George Washington Universit&auml;t einige bislang geheime Akten, die offenbaren, wie vielversprechend sich Anfang der 1990er-Jahre das Verh&auml;ltnis zwischen Nato und Russland gestaltet hat. (&hellip;)<br>\nKurz nachdem am 8. Dezember 1991 die Ukraine, Belarus und Russland in Absprache gemeinsam ihre jeweilige Unabh&auml;ngigkeit erkl&auml;rt hatten, trat Michail Gorbatschow zur&uuml;ck und l&ouml;ste sich die einstige Weltmacht Sowjetunion auf. Die beiden Pr&auml;sidenten Bill Clinton und Boris Jelzin verband schnell eine Freundschaft und sie wurden oft nur &ldquo;Bill und Boris&rdquo; genannt.<br>\nVieles ist &uuml;ber die Ann&auml;herung zwischen Nato und Russland in diesen Jahren bekannt, doch die Ver&ouml;ffentlichung von vier neuen Dokumenten zeigt weitere Facetten dieser positiven Entwicklung, die angesichts der aktuellen Lage mehr denn je die Frage aufwerfen, warum es nicht gelungen ist die einmalige Chance des Endes des Kalten Krieges zu nutzen und eine dauerhaftere Kooperation und Partnerschaft zu etablieren<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/1992-95-Was-einstige-Geheimakten-ueber-die-fast-vergessene-Nato-Russland-Annaeherung-verraten-9683865.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>V&ouml;lkerrecht: Sittenregel f&uuml;r Gewalthaber<\/strong><br>\nDas V&ouml;lkerrecht erscheint im Angesicht einer Welt, in der Nationen erbarmungslos um Macht und Reichtum konkurrieren, als schlechter Witz: Bei der Verfolgung ihrer einander ausschlie&szlig;enden Interessen sollen die Nationen m&ouml;glichst auf den Einsatz von Waffen verzichten.<br>\nSonst ist alles erlaubt und gilt als &ldquo;friedlich&rdquo; &ndash; also die Ausbeutung von Ressourcen und Menschen, die Verarmung der Mehrheit auf dem Globus, Hunger- und Umweltkatastrophen. Um diesen &ldquo;friedlichen&rdquo; Zustand allerdings zu erhalten, ist eine Menge Gewalt vonn&ouml;ten &ndash; damit sich die Verlierer der Konkurrenz in der Staatenwelt das alles gefallen lassen.<br>\nVor allem aber wird die Gewalt von den Gewinnern gebraucht: Denn die streiten ja untereinander unabl&auml;ssig gerade darum, wer die meisten Pfr&uuml;nden aus der Benutzung der Staaten der zweiten bis letzten Reihe bezieht. Derzeit also die USA, in deren Schlepptau die EU mit Deutschland sowie China und Russland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Voelkerrecht-Sittenregel-fuer-Gewalthaber-9679706.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Vereinigte Front gegen China<\/strong><br>\nDie Bundeswehr weitet ihr &bdquo;Indo-Pacific Deployment&ldquo; aus und entsendet dieses Jahr fast drei Dutzend Milit&auml;rflugzeuge sowie zwei Kriegsschiffe zu Kriegs&uuml;bungen in die Asien-Pazifik-Region. Demnach sind unter anderem Beteiligungen an einem Gro&szlig;man&ouml;ver der USA nahe Hawaii, an einem Luftwaffenman&ouml;ver in Australien, an weiteren Milit&auml;rtrainings etwa in Japan sowie an der US-gef&uuml;hrten &Uuml;berwachung von Embargoma&szlig;nahmen gegen Nordkorea geplant. Bislang hatte Berlin nur Einheiten jeweils einer Teilstreitkraft in die Asien-Pazifik-Region geschickt &ndash; die Fregatte Bayern 2021\/22, ein Geschwader der Luftwaffe 2022 und Truppen des Heeres 2023. Wie der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz, best&auml;tigt, soll die Ausweitung des &bdquo;Indo-Pacific Deployment&ldquo; best&auml;tigen, dass Berlin sich parallel zum milit&auml;rischen Aufmarsch gegen Russland auch an den Milit&auml;raktivit&auml;ten gegen China beteiligen will. Zugleich sind die USA dabei, ihre Milit&auml;rb&uuml;ndnisse in Ostasien zu festigen und vor allem die erste Inselkette unter Kontrolle zu nehmen, der Strategen spezielle Bedeutung im Kampf gegen die Volksrepublik beimessen. US-Medien sprechen von einer &bdquo;vereinigten Front gegen China&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9530\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Immer mehr Rentner holen Lebensmittel bei den Tafeln ab<\/strong><br>\nImmer mehr &auml;ltere Menschen sind auf Lebensmittelspenden angewiesen. Nach Informationen der Tafel Deutschland sind mittlerweile ein Viertel der Personen, die kommen, im Rentenalter. Sie bez&ouml;gen geringe Renten oder Grundsicherung, sagte der Vorsitzende der Tafel, Steppuhn, der &ldquo;Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung&rdquo; (Externer Link, m&ouml;glicherweise Bezahl-Inhalt). Diese Entwicklung sei zwar schon in den vergangenen Jahren zu beobachten gewesen, seit dem &Uuml;berfall Russlands auf die Ukraine habe sie sich aber noch einmal versch&auml;rft. (&hellip;)<br>\nEtwa jede dritte Tafel in Deutschland registrierte den Angaben zufolge noch einmal mehr Rentner unter den Kunden. &ldquo;Der Gang zur Tafel ist f&uuml;r viele eine M&ouml;glichkeit, Kosten zu sparen und &uuml;berhaupt durch den Monat zu kommen&rdquo;, so Steppuhn.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/immer-mehr-rentner-holen-lebensmittel-bei-den-tafeln-ab,U9nJVWE\">BR24<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Sozialpolitische Schieflage: Wie Heils Rentenpaket Gutverdiener beg&uuml;nstigt<\/strong><br>\nSenioren mit 2500 Euro Rente heute winkt ein Plus von 233 Euro im Jahr 2040. Bezieher kleiner Renten d&uuml;rfen nur auf 93 Euro hoffen. Das zeigen Berechnungen der F.A.Z. auf Basis des Gesetzentwurfs von Sozialminister Heil.<br>\nWer 45 Jahre lang immer zum Durchschnittslohn gearbeitet hat, gilt als sogenannter Standardrentner. Und wer damit dieses Jahr den Ruhestand erreicht, kann dann mit 1751 Euro Monatsrente rechnen. So weist es der j&uuml;ngste Rentenversicherungsbericht der Regierung aus. Und er zeigt noch mehr: In den kommenden zehn Jahren werden die monatlichen Bez&uuml;ge dieses Standardrentners unter plausiblen Annahmen auf 2305 Euro steigen &ndash; durch j&auml;hrliche Rentenerh&ouml;hungen in einem Gesamtumfang von 32 Prozent. Bleibt die j&auml;hrliche Inflationsrate bis dahin im Durch&shy;schnitt etwas unter 3 Prozent, w&auml;re das auch preisbereinigt ein Plus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/arm-und-reich\/wie-heils-rentenpaket-gutverdiener-beguenstigt-19653386.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>FDP wirbt f&uuml;r Renteneintritt weit nach 67<\/strong><br>\nFDP-Fraktionschef D&uuml;rr will die Deutschen l&auml;nger arbeiten lassen &ndash; bis zum 72. Lebensjahr, wenn man kann und will. Derweil wirft der liberale Generalsekret&auml;r Djir-Sarai den Gr&uuml;nen &raquo;Wohlstandsvernichtung&laquo; vor. [&hellip;]<br>\nKonkret brachte D&uuml;rr eine Ausweitung des flexiblen Rentenbeginns bis auf 72 Jahre ins Gespr&auml;ch. &raquo;Warum sollte ich jemandem verbieten, mit 70 oder 72 zu arbeiten? Das w&auml;re ja geradezu verr&uuml;ckt&laquo;, sagte D&uuml;rr zur &raquo;Bild&laquo;-Zeitung. Es gebe viele Menschen, die sagen: &raquo;Ich habe einen tollen Job oder finde eine neue Aufgabe, zu der ich Lust habe&laquo;, sagte D&uuml;rr. &raquo;Warum stelle ich solche Leute aufs Abstellgleis? Das ist geradezu altersdiskriminierend.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/fdp-wirbt-fuer-renteneintritt-weit-nach-67-projekt-flexirente-a-2d658168-8cf9-4a18-9b10-87732a63c8db\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Warum ich das Selbstbestimmungsgesetz als Psychotherapeutin g&auml;nzlich ablehne!<\/strong><br>\nIn den 12 Jahren, in denen ich meine Praxis betreibe, habe ich ca. 900 PatientInnen psychotherapeutisch begleitet. Darunter waren 4 Transsexuelle, die meine Praxis aufgesucht haben. Diese Zahl entspricht ungef&auml;hr dem Prozentsatz der Transsexuellen in der Bev&ouml;lkerung, die unter 1% liegt. Mit dem Selbstbestimmungsgesetz werden nun 99,5% der Bev&ouml;lkerung in vielen Bereichen ihres Lebens den Trans-Forderungen aufoktroyiert.<br>\nObwohl es bis jetzt Gutachterverfahren gab, bevor operative Eingriffe unternommen werden durften, war die Transsexualit&auml;t bei meinen 4 KlientInnen entweder falsch diagnostiziert oder ambivalent und chirurgische Interventionen erzeugten keine Verbesserung in ihrem Wohlbefinden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.trauma-and-prostitution.eu\/2024\/04\/14\/warum-ich-das-selbstbestimmungsgesetz-als-psychotherapeutin-gaenzlich-ablehne\/\">Trauma and prostitution<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Fall Ott: Wom&ouml;glich Staatsgeheimnisse auf &uuml;bergebenen Handys<\/strong><br>\nDer mittlerweile fl&uuml;chtige Martin Weiss soll bei der M&uuml;nchner Staatsanwaltschaft ausgesagt haben &ndash; ohne das Wissen &Ouml;sterreichs. Zadi&#263; gibt sich offen f&uuml;r die &Uuml;berwachung von Messengerdiensten ohne Bundestrojaner.<br>\nAuf den Diensthandys von drei Kabinettsmitarbeitern des ehemaligen Innenministers Wolfgang Sobotka (&Ouml;VP), die der unter Spionage-Verdacht geratene Ex-Verfassungssch&uuml;tzer Egisto Ott dem russischen Geheimdienst &uuml;bergeben haben soll, befanden sich &bdquo;heikle Daten und Informationen&ldquo;. Das gab einer der Betroffenen an, wie aus einem Protokoll der &bdquo;AG Fama&ldquo; des Bundeskriminalamt hervorgeht, das der APA vorliegt. Die Daten k&ouml;nnten &bdquo;m&ouml;glicherweise auch Staatsgeheimnisse beinhalten&ldquo;, sagte der Betroffene.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/18364716\/fall-ott-womoeglich-staatsgeheimnisse-auf-uebergebenen-handys\">Die Presse<\/a>\n<p>dazu: <strong>Es ist schon krasses deutsches Medienversagen wie vor dem Wirecard-Skandal.<\/strong><br>\nEs ist schon krasses deutsches Medienversagen wie vor dem Wirecard-Skandal. Vor wenigen Tagen noch eine Marsalek Story nach der Anderen in der deutschen Presse. Aber sobald &ouml;sterreichische Ermittler der M&uuml;nchener Staatsanwaltschaft Absprachen mit Marsalek und dessen Fluchthelfer vorwerfen und den BND in den Fokus nehmen, eisernes Schweigen. Auch bei Politikern der Ampel. Dann gibt es in Redaktionsstuben vielleicht keine h&uuml;bschen Informationen von den Diensten mehr, die gleichzeitig immer den Spin setzen d&uuml;rfen sie h&auml;tten nichts gewusst und dann nach mehr &Uuml;berwachungskompetenzen rufen. Das ist wirklich auff&auml;llig!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/twitter.com\/FabioDeMasi\/status\/1779784778008465729\">Fabio De Masi via Twitter\/X<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der Umbau braucht Demokratie &ndash; Demokratie braucht den Umbau!<\/strong><br>\nDie aktuellen Krisen stellen auch die Demokratie vor Herausforderungen. Gesellschaftliche Ungleichheit, Zugangsbeschr&auml;nkungen zu formeller Mitbestimmung und Machtverschiebungen von den Besch&auml;ftigten hin zu Unternehmen erschweren echte demokratische Teilhabe. Gerade die unteren Einkommensgruppen f&uuml;hlen sich zunehmend von Entscheidungen ausgeschlossen. Dabei sollte eigentlich gelten: Was alle betrifft, sollte von allen entschieden werden.<br>\nDass die Demokratie gegenw&auml;rtig hinter diesen Anspruch zur&uuml;ckf&auml;llt, l&auml;sst sich besonders deutlich an der Klimakrise beobachten. Die Klimakrise wirkt sich am st&auml;rksten auf jene Menschen aus, die weder besonders zu ihrer Verursachung beigetragen haben, noch bei klimapolitischen Ma&szlig;nahmen mitentscheiden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ak-umwelt.at\/schwerpunkt\/?article=1452\">AK Umwelt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. 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