{"id":11414,"date":"2011-11-25T08:54:09","date_gmt":"2011-11-25T07:54:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11414"},"modified":"2011-11-25T08:59:41","modified_gmt":"2011-11-25T07:59:41","slug":"hinweise-des-tages-1517","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11414","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Bertelsmann: &raquo;Das ist ein scheinheiliges Doppelspiel&laquo;; &hellip;und vergib uns unsere Schulden &ndash; Ist der Staatsbankrott noch abzuwenden?; Eurokrise; Keine Angst vor EZB-K&auml;ufen von Staatsanleihen; Die Volksbefragung &ndash; ein Verrat; Guttenberg; Private Altersvorsorge braucht politische F&uuml;hrung; Deutschland spart beherzt &ndash; bei den Arbeitslosen; Das Konzept &bdquo;Riester&ldquo; geht nicht auf; Verkauf von GBW-Wohnungen: Mieter d&uuml;rfen nicht zum Spielball von Spekulanten werden; Rechtsextremismus; Europ&auml;ischer Gerichtshof: Internetsperren sind grundrechtswidrig; &lsquo;D&ouml;nermorde&rsquo; wird Unwort des Jahres; Zu guter Letzt: &Uuml;bersch&auml;tzte Paare der Weltgeschichte &ndash; heute: Helmut Schmidt und Peer Steinbr&uuml;ck (MB\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11414#h01\">Bertelsmann: &raquo;Das ist ein scheinheiliges Doppelspiel&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11414#h02\">&hellip;und vergib uns unsere Schulden &ndash; Ist der Staatsbankrott noch abzuwenden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11414#h03\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11414#h04\">Keine Angst vor EZB-K&auml;ufen von Staatsanleihen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11414#h05\">Die Volksbefragung &ndash; ein Verrat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11414#h06\">Guttenberg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11414#h07\">Private Altersvorsorge braucht politische F&uuml;hrung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11414#h08\">Deutschland spart beherzt &ndash; bei den Arbeitslosen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11414#h09\">Das Konzept &bdquo;Riester&ldquo; geht nicht auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11414#h10\">Verkauf von GBW-Wohnungen: Mieter d&uuml;rfen nicht zum Spielball von Spekulanten werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11414#h11\">Rechtsextremismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11414#h12\">Europ&auml;ischer Gerichtshof: Internetsperren sind grundrechtswidrig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11414#h13\">&lsquo;D&ouml;nermorde&rsquo; wird Unwort des Jahres<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11414#h14\">Zu guter Letzt: &Uuml;bersch&auml;tzte Paare der Weltgeschichte &ndash; heute: Helmut Schmidt und Peer Steinbr&uuml;ck<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=11414&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bertelsmann: &raquo;Das ist ein scheinheiliges Doppelspiel&laquo;<\/strong><br>\nBertelsmann-Stiftung sorgt sich um Bildung der Deutschen und verdummt sie zugleich mit Hilfe von RTL. Gespr&auml;ch mit Wolfgang Lieb<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/11-24\/054.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&hellip;und vergib uns unsere Schulden &ndash; Ist der Staatsbankrott noch abzuwenden?<\/strong><br>\nGastgeber der meinungsmacher in dieser Woche ist Roland Tichy, Chefredakteur der Wirtschaftswoche:<br>\nSeine G&auml;ste: Dr. Gertrud Traud, Chefvolkswirtin der Helaba, Thomas Sch&auml;fer hessischer Finanzminister, Albrecht M&uuml;ller, Volkswirt und Autor<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/fernsehen\/sendungen\/index.jsp?jmpage=1&amp;rubrik=70484&amp;mediakey=fs\/meinungsmacher\/20111123_meinungsmacher&amp;type=v&amp;jm=1&amp;key=standard_document_43201252\">Hessischer Rundfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wir wollen Brot!<\/strong><br>\nBloomberg News carried the headline today (November 23, 2011) &ndash; Germany Sees No &lsquo;Bazooka&rsquo; in Resolving Debt Crisis as Spanish Yields Surge &ndash; which reiterated various statements in recent days from German political leaders eschewing any role for the ECB in defending the EMU from impending collapse. The Germans seem to have very selective memories. There was a time &ndash; much closer to today than their hyperinflation experience &ndash; when their citizens were cold and hungry and only a major fiscal intervention saved them from greater austerity. There was a time when they marched in the streets with placard declaring &ldquo;Wir wollen Brot!&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bilbo.economicoutlook.net\/blog\/?p=17006\">Billl Mitchell<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Lang, aber sehr lesenswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Halbe Million Griechen ohne Einkommen<\/strong><br>\nEtwa 500.000 Menschen m&uuml;ssen in Griechenland ohne eigenes Einkommen zurechtkommen. Diese Zahl aus dem ersten Halbjahr 2011 geht aus einem Bericht zur Wirtschaftslage der Notenbank (Bank of Greece) hervor, &uuml;ber den die griechische Presse am Donnerstag berichtete. Betroffen sind Familien, in denen kein einziges Mitglied mehr eine Arbeit hat. Hilfsorganisationen warnen unterdessen vor einer dramatischen Verschlechterung der Gesundheitslage.<br>\nIn Griechenland erhalten Arbeitslose f&uuml;r h&ouml;chstens ein Jahr Arbeitslosengeld. Danach gibt es keine Hilfe vom Staat mehr. Die Familien ohne Einkommen w&uuml;rden von Verwandten unterst&uuml;tzt oder seien auf die Hilfe von kirchlichen und anderen humanit&auml;ren Organisationen angewiesen, berichtete die Athener Zeitung &ldquo;Kathimerini&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1319183685013\/Krisenfolgen-Halbe-Million-Griechen-ohne-Einkommen\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><strong>Merkels Nein ruiniert die EU<\/strong><br>\nZuckerbrot und Peitsche. So lassen sich die Vorschl&auml;ge der EU-Kommission zur L&ouml;sung der Schuldenkrise zusammenfassen. Das Zuckerbrot sind gemeinsame Anleihen mit gleichen Zinsen f&uuml;r alle Eurol&auml;nder &ndash; sogenannte Eurobonds: eine Haftungsgemeinschaft also. Die Peitsche sind sch&auml;rfere Kontrollen und h&auml;rtere Strafen f&uuml;r Schuldens&uuml;nder. Mit diesem Programm, sollte man meinen, kann Kommissionschef Barroso auch bei Merkel in Berlin punkten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Schuldenkrise\/!82465\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Merkel zieht Sarkozy &uuml;ber den Tisch<\/strong><br>\nBerlin und Paris wollen die Haushaltshoheit der EU-Mitgliedsl&auml;nder aushebeln. Darauf einigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Pr&auml;sident Nicolas Sarkozy am Donnerstag. Wer gegen den Maastrichter Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakt versto&szlig;e, m&uuml;sse zur &raquo;Rechenschaft gezogen werden k&ouml;nnen&laquo;, sagte Merkel gestern in der franz&ouml;sischen Grenzstadt. In den vergangenen Tagen hatte sie ihre Vorstellungen pr&auml;zisiert. Budgets von Staaten, die gegen die EU-Regeln versto&szlig;en, d&uuml;rften &raquo;keine G&uuml;ltigkeit mehr haben&laquo;. Die EU w&uuml;rde damit die Volkssouver&auml;nit&auml;t der Mitgliedstaaten aufheben.  Im Gespr&auml;ch war eine Intervention der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) am Markt f&uuml;r Staatsanleihen. Das schlo&szlig; die CDU-Politikerin gestern kategorisch aus: &raquo;Die Europ&auml;ische Zentralbank ist unabh&auml;ngig. Auch die Forderung nach gemeinsamen Staatsanleihen, sogenannten Euro-Bonds, konnte die Kanzlerin parieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/11-25\/056.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Warten wir es ab, auch wenn wir keine Zeit zum Abwarten haben. Wetten, das Frau Merkel ihr &ldquo;alternativloses&rdquo; Nein zu Eurobonds und zum Kauf von Staatsanleihen durch die EZB nicht durchhalten wird. Selbst die ersten Stimmen aus Union und FDP pl&auml;dieren f&uuml;r eine Umkehr. Und wieder haben wir Zeit verloren, die z.B. die Einrichtung von Eurobonds ben&ouml;tigt. Wenn es nicht gar zu sp&auml;t ist!? Seit Beginn der Griechenlandkrise immer wieder dasselbe Muster: Aussitzen, Ablehnung von bestimmten Ma&szlig;nahmen und sp&auml;tere R&uuml;cknahme dieser Entscheidung &ndash; dann zu wesentlich schlechteren (und teureren) Bedingungen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wider die europ&auml;ische Depression: Eine Dosis Leidenschaft<\/strong><br>\nBislang funktionierte die EU wie eine Pathosvernichtungsmaschine: Egal was man reintat, es kam kleingeh&auml;ckselt als Regelwerk wieder heraus. Sie verwandelte historische Geschehnisse in administrative Prozesse. Das hatte durchaus etwas Erleichterndes, aber nichts, was einer &ldquo;spr&uuml;henden politischen Fantasie&rdquo; bedurfte. Leidenschaften geh&ouml;ren zur Nation und deren heroischem Narrativ. Die EU jedoch war eine Konstruktion f&uuml;r postheroische Zeiten. War. Denn nun ver&auml;ndert sich die Situation. Nun ist der Zerfall der europ&auml;ischen Integration zu einer realistischen M&ouml;glichkeit geworden. Nun gilt es, sich f&uuml;r mehr, f&uuml;r viel mehr Europa einzusetzen. Und das ist gleichbedeutend mit weniger, mit viel weniger deutsch-franz&ouml;sischer Doppelherrschaft, dem &ldquo;Merkozy&rdquo; (Copyright Christian Semler). Im Namen scheinbar alternativlosen Vernunft realisiert die Politik nur die Vorgaben der &Ouml;konomie. &Uuml;berall nur Exekution &ouml;konomischer Vorgaben. Nicht, dass man Berlusconi nachweint, aber er ist nicht an einer politischen Gegenkraft, sondern an der &ouml;konomischen Lage gescheitert. Bevor man meint, vielleicht war es das, vielleicht war all das mit der Politik und der Freiheit nur eine Illusion, mit der jene am G&auml;ngelband sich vormachten, sie w&uuml;rden tanzen, bevor man sich also der Depression hingibt, gilt es, gewisserma&szlig;en kontrafaktisch einzutreten &ndash; f&uuml;r die Politik, f&uuml;r Europa. Da braucht es Wut statt Depression. &ndash; Jetzt braucht es Leidenschaft, Leidenschaft f&uuml;r Europa. Und da ist auch das Pathos wieder gefragt. Also: F&uuml;r ein anderes Europa!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=ku&amp;dig=2011%2F11%2F22%2Fa0113&amp;cHash=4c788a1f29\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein &auml;u&szlig;erst sympathischer Aufruf, allerdings ist ein Punkt differenzierter zu betrachten: die Vorgaben der &Ouml;konomie. Was ist hier &Ouml;konomie? Die Finanzm&auml;rkte?  Die Regierungspolitik der Mitgliedsstaaten. Die Interessen des Kapitals? Wir sollten doch schon betonen, dass vom Binnenmarkt &uuml;ber die W&auml;hrungsunion bis zur heutigen Krise gravierende &ouml;konomische Fehler gemacht worden sind. Es mag schon sein, dass die Politik immer mehr von &ouml;konomischer Ratio dominiert wird und jenseits von &ouml;konomischer Effizienz und Profiten keinen Gestaltungsraum mehr sucht, das gilt allerdings global. Wirklich schlimm ist, dass sich die Politik kruder einzelwirtschaftlicher Logik beugt &ndash; verheerend wenn es um ganze Volkswirtschaften bzw. um den weltweit gr&ouml;&szlig;ten Wirtschaftsraum, die Europ&auml;ische Union, geht. Bereits im Binnenmarkt wurde das durch die Osterweiterung eklatante Entwicklungsgef&auml;lle ignoriert und kaum an den Aufbau industrieller Kompetenz in der Peripherie gedacht &ndash; der Markt w&uuml;rde es schon richten. Schlimmer noch, Teile der Peripherie wurden ohne zentrale Ausgleichmechanismen auf der Basis windiger Aufnahmekriterien in eine ziemlich konzeptionslose W&auml;hrungsunion mit hochmodernen Industrienationen gesteckt. Und als diese Sonntagsveranstaltung dem ersten richtigen Unwetter ausgesetzt wurde, stand uns der &ouml;konomische Dilettantismus von Merkozy bevor. Das alles, liebe Frau Charim, war mitnichten alternativlos. Es geht weniger um das &ldquo;Verh&auml;ltnis von &Ouml;konomie und Politik&rdquo;, sondern um das Verh&auml;ltnis von dilettantischer, ideologisch verblendeter &Ouml;konomie und mutloser, vor allem aber falscher Politik.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Keine Angst vor EZB-K&auml;ufen von Staatsanleihen<\/strong><br>\nAnleihek&auml;ufe k&ouml;nnen nur dann zu einem Anstieg der Geldmenge f&uuml;hren, wenn die Zentralbank die Ank&auml;ufe nicht sterilisiert. Unter Sterilisierung verstehen &Ouml;konomen Aktionen der Zentralbank, die an anderer Stelle die durch Interventionen an einzelnen M&auml;rkten entstehende Liquidit&auml;t wieder einsammeln&hellip;Von Mai 2010 bis Oktober 2011 hat die EZB fast 200 Milliarden Euro an Staatsanleihen von Griechenland, Portugal, Spanien und Italien gekauft. Die Zen-tralbankgeldmenge ist in dieser Zeit aber nur etwa halb so stark gestiegen. Dieser Anstieg d&uuml;rfte in dem betrachteten Zeitraum durchaus gewollt gewesen sein, da die Gesch&auml;ftsbanken zunehmend Zentralbankreserven gehortet haben, statt sie untereinander zu verleihen. H&auml;tte die EZB eine vollst&auml;ndige Sterilisierung gewollt, w&auml;re dies sicher gelungen&hellip;<br>\nAm einfachsten w&auml;re es, die normalen Kredite der Notenbank an die Gesch&auml;ftsbanken in gleichem Umfang zur&uuml;ckzufahren wie die Zentralbankgeldmenge durch den Ankauf der Anleihen steigt. Ende September 2011 hatten sich Kreditinstitute rund 600 Milliarden Euro bei der EZB geliehen. Insofern k&ouml;nnten in H&ouml;he dieser Summe Anleihek&auml;ufe sehr einfach und ohne weitere Instrumente sterilisiert werden.<br>\nZus&auml;tzlich k&ouml;nnte die EZB auch eigene, verzinste Sterilisierungsanleihen ausgeben, um Liquidit&auml;t abzusch&ouml;pfen&hellip;<br>\nSelbst ohne Sterilisierung z&ouml;ge ein Anstieg der Zentralbankgeldmenge nicht automatisch eine h&ouml;here Inflation nach sich. F&uuml;r einen Druck auf die Preise m&uuml;ssten Banken die erh&ouml;hte Zentralbankgeldmenge zun&auml;chst einmal f&uuml;r einen Anstieg ihrer Kreditvergabe verwenden&hellip;Die h&ouml;here Kreditvergabe m&uuml;sste zudem die Nachfrage nach G&uuml;tern und Dienstleistungen so sehr steigern, dass die Unternehmen statt mit einer Ausweitung des Angebots mit Preissteigerungen reagieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/08692.pdf\">Friedrich Ebert Stiftung Perspektive [PDF &ndash; 87.1 KB]<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Eurobonds: Schon wieder zu sp&auml;t?<\/strong><br>\nImmer wieder wurde betont, dass man in Europa nicht f&uuml;r einander einstehen werde &ndash; kein glaubw&uuml;rdiges Bekenntnis zur Krisenl&ouml;sung! Entsprechend sorgte auch keine der beschlossenen Ma&szlig;nahmen f&uuml;r eine Beruhigung der Anleger: Die Zinsen f&uuml;r Staatsanleihen stiegen immer weiter. Zuletzt griff die Unsicherheit auf Frankreich &uuml;ber, wie die Grafik zeigt.<br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/111125_01.png\" alt=\"\"><br>\nW&auml;ren Eurobonds zu Beginn der Krise eingef&uuml;hrt worden, h&auml;tte es die Probleme in der Eurozone wohl nicht gegeben. Vermutlich h&auml;tte auch die j&uuml;ngst beschlossene &bdquo;Hebelung&ldquo; der EFSF im Fr&uuml;hjahr noch gewirkt. Damals w&auml;re eine solche Teilkasko-Versicherung ein ausreichender Anreiz gewesen, wieder Anleihen zu kaufen.<br>\nAuch die heutige Wirksamkeit von Eurobonds steht und f&auml;llt mit deren Verst&auml;ndlichkeit und Glaubw&uuml;rdigkeit. Von den j&uuml;ngsten Vorschl&auml;gen der EU-Kommission erf&uuml;llt der eine Vorschlag, der eine vollst&auml;ndige Umstellung auf gemeinschaftliche Anleihen vorsieht diese Kriterien. Hingegen w&uuml;rde der andere Vorschlag, &bdquo;Stabilit&auml;tsbonds&ldquo; ohne gemeinschaftliche Haftung auszugeben, keinerlei Wirkung haben.<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/111125_hinweise_klartext_eurobonds_schon_wieder_zu%20spaet.pdf\">DGB klartext [PDF &ndash; 152.9 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Volksbefragung &ndash; ein Verrat<\/strong><br>\nShowdown in Stuttgart: Die B&uuml;rger in Baden-W&uuml;rttemberg entscheiden am Sonntag &uuml;ber den umstrittenen Tiefbahnhof. Was nach gro&szlig;er Demokratie klingt, ist eine Farce. [&hellip;]<br>\nAber halt, halt, die B&uuml;rger d&uuml;rfen nun doch mitbestimmen. Es gibt sogar eine Volksbefragung! Was wollt ihr mehr? Ja, die B&uuml;rger d&uuml;rfen mitbestimmen, aber sie d&uuml;rfen es doch nicht. Denn allen ist klar, vor allem den Gr&uuml;nen, die auf diese Abstimmung politisch setzten, dass das Abstimmungsquorum unerreichbar hoch ist. [&hellip;]<br>\nDie Volksbefragung, b&ouml;se, oder nur scharf formuliert, sie ist also dies: eine Farce. Sie ist eine Entm&uuml;ndigung der politisch engagierten B&uuml;rger. Die Gei&szlig;lerschen S21-Anh&ouml;rungen und die Volksabstimmung: postdemokratische Lehrst&uuml;cke. Schlimmer noch: ein Spiel mit dem Feuer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/panorama\/stuttgart-21-die-volksbefragung-ein-verrat-1754400.html\">Stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Die Rolle Gei&szlig;lers als Schlichter wird hier doch viel zu positiv dargestellt &ndash; oder es soll eine Form der Ironie und Satire sein, die mich nicht erreicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Guttenberg<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>M&uuml;nchhausen 2.0: Guttenberg droht mit R&uuml;ckkehr<\/strong><br>\nIm Krieg, in der Liebe und wohl auch in der Politik ist alles erlaubt. Wer davon ausging, Karl Theodor zu Guttenberg nach R&uuml;cktritt und Auswanderung in die USA endg&uuml;ltig losgeworden zu sein, der muss sich eines Besseren belehren lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jacobjung.wordpress.com\/\">Jacob Jung<\/a><\/li>\n<li><strong>Immer noch auf Droge<\/strong><br>\nDas Ganze ist wieder typisch Guttenberg. Er kann die F&uuml;&szlig;e nicht stillhalten und prescht nur acht Monate nach dem Skandal zu fr&uuml;h wieder ins Rampenlicht. Der Medienentzug hat nicht geklappt, er ist offenbar immer noch auf Droge. Das Buch wird wenigstens zeigen, ob er inzwischen zu schonungsloser Offenheit sich selbst gegen&uuml;ber und zur Demut bereit ist. Und ob er aus seinem Sturz etwas gelernt hat. Ohne diese Einsicht gibt&rsquo;s ohnehin kein Comeback.<br>\n&hellip;<br>\nIn Bayern sind die Pfr&uuml;nde l&auml;ngst verteilt: mit dem neuen Finanzminister Markus S&ouml;der hat sich ein ehrgeiziger Mann in der Nachfolgespur von Horst Seehofer festgekrallt. Wenn zu Guttenberg klug gewesen w&auml;re, h&auml;tte er gewartet, bis die Wunde des Skandals vernarbt ist. Jetzt rei&szlig;t er sie mit seiner Ungeduld wieder auf. Wer ihm dazu geraten hat, hat ihm keinen Gefallen getan. Es kann auch die Inszenierung eines gescheiterten Comebacks werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sprengsatz.de\/?p=3763\">Sprengsatz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Wir bekamen noch mehr Hinweise zu Berichten &uuml;ber die aktuellen Aktivit&auml;ten von Guttenberg, m&ouml;chten ihm aber nicht mehr Bedeutung zukommen lassen, als er unserer Meinung nach verdient. Die Beitr&auml;ge in den Medien sind zum Teil Versuche, eine m&ouml;gliche R&uuml;ckkehr von Guttenberg als Kampagne zu begleiten. Au&szlig;erdem l&auml;sst sich mit der Person in den Medien wahrscheinlich immer noch Geld verdienen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Guttenbergs Halbwissen &ndash; Das politische Zootier<\/strong><br>\nDa isser wieder, seelisch gest&auml;rkt, frisch frisiert &ndash; und dennoch ganz der Alte: In einem Interview mit der &ldquo;Zeit&rdquo; gibt sich der &uuml;berf&uuml;hrte Plagiator Karl-Theodor zu Guttenberg gel&auml;utert. Trotzdem kann er es sich nicht verkneifen, mit seinem Halbwissen zu blenden. Mal wieder. [&hellip;]<br>\nUnd dann, man kann es einfach nicht &uuml;bersehen, die Erw&auml;hnung des &ldquo;Zoon politikon&rdquo;, dieses demonstrative Ausstellen der eigenen Belesenheit und Bildung. Und weil man es selbst nicht genau wei&szlig;, aber ahnt, dass da etwas faul sein k&ouml;nnte, schaut man nach. Und muss feststellen: Guttenberg ist sich treu geblieben. Er blendet mal wieder mit Kenntnissen, die er offenbar nicht besitzt. [&hellip;]<br>\nMan muss das nicht wissen. Aber wenn man es nicht wei&szlig;, sollte man vielleicht nicht so tun, als w&uuml;sste man&rsquo;s, jedenfalls nicht als einer, der gerade jeden Verdacht zerstreuen will, er sei nicht mehr als ein selbstverliebter Poser.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/0,1518,799706,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Private Altersvorsorge braucht politische F&uuml;hrung<\/strong><br>\nPolitische F&uuml;hrung bei der privaten Altersvorsorge fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Im Bundeskabinett f&uuml;hle sich niemand verantwortlich, die Probleme ernsthaft anzupacken. &bdquo;Die Regierung l&auml;sst die Menschen sehenden Auges in die Altersarmut treiben. Es ist Zeit, dass jemand das Ruder in die Hand nimmt&ldquo;, erkl&auml;rt Vorstand Gerd Billen. So seien dringend gesetzliche Ma&szlig;nahmen erforderlich, um die Vorsorgeprodukte effizienter zu gestalten. Diese m&uuml;ssten vergleichbar sein, die Kosten begrenzt und Provisionen &uuml;ber die gesamte Laufzeit verteilt werden. Zudem m&uuml;sse die Finanzaufsicht den Markt aus Verbrauchersicht unter die Lupe nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vzbv.de\/8208.htm\">Verbraucherzentrale Bundesverband<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Es gibt eine Institution auf gesetzlicher Grundlage etablieren, bei der die B&uuml;rger ein Vorsorgekonto f&uuml;hren k&ouml;nnen. Diese Institution ist sehr kosteng&uuml;nstig, effektiv und krisensicher. Es handelt sich um die gesetzliche Rentenversicherung.<\/em><br>\n<em>Auch ansonsten steht hier politische Ideologie vor logischer Einsicht. Private Altersvorsorge wird nicht kritisch hinterfragt, statt dessen wird politische F&uuml;hrung gefordert, obwohl man aus dem Weltall erkennen kann, dass die Subventionierung der Versicherungswirtschaft oberste politische Priorit&auml;t hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutschland spart beherzt &ndash; bei den Arbeitslosen<\/strong><br>\nDie Schwarz-gelbe Koalition und die Bundesagentur k&uuml;rzen die F&ouml;rderung f&uuml;r Arbeitslose deutlich: Die Mittel sinken st&auml;rker als die Erwerbslosigkeit in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/arbeit---soziales\/hartz-iv-deutschland-spart-beherzt---bei-den-arbeitslosen,1473632,11212052,view,printVersion.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Das Konzept &bdquo;Riester&ldquo; geht nicht auf<\/strong><br>\nEine Reihe von &Auml;nderungen gesetzlicher und anderer Regularien, wie etwa die Anwendung neuer Sterbetafeln durch die Versicherungswirtschaft, hat die Rentabilit&auml;t neuerer Riester-Produkte erheblich gemindert. Dies f&uuml;hrt &ndash; jenseits anderer Aspekte wie Verbreitungsgrad, K&uuml;ndigungsh&auml;ufigkeit etc. &ndash; wahrscheinlich zu neuen &bdquo;Versorgungsl&uuml;cken&ldquo; auch bei denjenigen, die mit einer Riester-Rente vorsorgen wollen. F&uuml;r die Politik ist damit erneuter Handlungsbedarf hinsichtlich einer armutsfesten und lebensstandardsichernden Altersvorsorge gegeben. Diese Probleme lassen sich sicher nicht allein innerhalb der Riester-Rente l&ouml;sen, vielmehr m&uuml;ssen das gesamte System der Alterssicherung und dar&uuml;ber hinaus auch die Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik in den Blick genommen werden.<br>\nIn einer heute vorgelegten Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung wird offensichtlich, dass die heutigen Angebote der &bdquo;Riester-Rente&ldquo; nicht mehr das leisten k&ouml;nnen, wof&uuml;r die Riester-Rente vor zehn Jahren eingef&uuml;hrt wurde. Waren anfangs noch rentable Tarife m&ouml;glich, haben sich die Angebote nun zum Nachteil der Verbraucher entwickelt. Axel Kleinlein, Autor der Studie und mittlerweile Vorstandsvorsitzender des Bundes der Versicherten (BdV) zieht eine ern&uuml;chternde Bilanz: &bdquo;Nach zehn Jahren ist die Riester-Rente massiv geschw&auml;cht und ist damit als sinnvolle Altersvorsorge in Frage gestellt.&ldquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.bundderversicherten.de\/news\/713\/Das-Konzept--Riester--geht-nicht-auf-\">Bund der Versicherten<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bundderversicherten.de\/app\/download\/Riester_Studie.pdf\">Zehn Jahre &bdquo;Riester-Rente&ldquo; Studie, WISO Diskurs, November 2011 [PDF &ndash; 599 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Verkauf von GBW-Wohnungen: Mieter d&uuml;rfen nicht zum Spielball von Spekulanten werden<\/strong><br>\nDer Bayerische St&auml;dtetag beobachtet seit zwei Jahren mit Unbehagen die Diskussion um einen m&ouml;glichen Verkauf des gr&ouml;&szlig;ten bayerischen Wohnungsunternehmens, der GBW AG, die im Besitz der Bayerischen Landesbank ist. Der Vorsitzende des Bayerischen St&auml;dtetags, Oberb&uuml;rgermeister Dr. Ulrich Maly, erkl&auml;rt: &ldquo;Die St&auml;dte m&uuml;ssen zwar hinnehmen, dass die Bayerische Landesbank diesen Immobilienbestand wahrscheinlich verkaufen muss. Wir sehen die Zwangslage der Bayerischen Landesbank, deren Restrukturierungsprogramm noch von der EU-Kommission genehmigt werden muss. Der Freistaat darf sich aber nicht vor seiner sozialen Verantwortung f&uuml;r 33.000 Mietwohnungen dr&uuml;cken. Denn davon sind rund 85.000 Menschen in Bayern betroffen. Der Freistaat ist &uuml;ber die Bayerische Landesbank Eigent&uuml;mer des Wohnungsbestandes der GBW und steht somit in der Pflicht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bay-staedtetag.de\/index.php?id=6258,113\">Bayerischer St&auml;dtetag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Rechtsextremismus<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Protokoll der Ratlosigkeit<\/strong><br>\nAhnungslos, bem&uuml;ht, verzweifelt: Der Innenausschuss des Bundestages sollte eigentlich Klarheit &uuml;ber die Zwickauer Neonazi-Gruppe und ihre m&ouml;glichen Helfer schaffen. Doch das Gremium stellt nur weitere Fragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/2.220\/politik-raetselt-ueber-neonazi-mordserie-protokoll-der-ratlosigkeit-1.1198093\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Die Ahnungslosigkeit der Verantwortlichen ist in der Tat bemerkenswert. Bei n&auml;herem Betrachten lassen sich in der Aufkl&auml;rungsarbeit der Nazi-Morde und der Bew&auml;ltigung der Finanzkrise vielleicht sogar Parallelen ziehen. Die einen wissen (angeblich) nichts von einem Nazi-Terror-Netzwerk, die anderen wissen (angeblich) nicht, wie man in der Finanzkrise nun vorgehen soll. W&auml;hrend im Fall der Nazi-Morde immer klarer wird, dass in Deutschland ein &auml;u&szlig;erst fruchtbarer N&auml;hrboden f&uuml;r braunes Gedankengut vorhanden war und ist, weil genau diese Tatsache in das politische Machtkalk&uuml;l des konservativen schwarz-gelben (aber wohl auch des rot-gr&uuml;nen) Lagers passt (immerhin wurden seit 1982 insgesamt 182 Tote rechtsextremer Gewalt weitgehend ausgeblendet!), glaubt Deutschland auch im Fall der Bew&auml;ltigung der Finanzkrise die allein seligmachenden Antworten zu haben. Gute Ratschl&auml;ge anderer Nationen verbittet man sich, sie werden barsch beiseite gewischt, &ldquo;to Kauder&rdquo; h&auml;lt Einzug. Eine Entwicklung, die keinem gefallen kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wir Scheinheiligen<\/strong><br>\nDie Politik in Deutschland will mit einer zentralen Trauerfeier an die Opfer der Neonazi-Morde erinnern &ndash; eine heuchlerische Veranstaltung. Denn jahrelang haben die Verantwortlichen die Gefahr des Rechtsextremismus verdr&auml;ngt<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1319183652612\/Gedenkfeier-nach-Neonazi-Morden-Wir-Scheinheiligen\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><strong>Die furchtbare Gegenwart des Nationalsozialismus<\/strong><br>\nMindestens neun Morde, ver&uuml;bt durch eine neonazistische M&ouml;rderbande: Das Volk ist ersch&uuml;ttert. Doch das Erschrecken &uuml;ber den braunen Sumpf in Deutschland &ndash; von dem viele B&uuml;rger, Politiker und Amtsleiter nichts gewusst haben wollen &ndash; t&auml;uscht Emotionen vor, die nicht authentisch sein k&ouml;nnen.<br>\nDer braune Sumpf n&auml;mlich war immer da &ndash; und wird vermutlich auch bleiben. Wer ihn jetzt &uuml;berraschend zu entdecken glaubt, heuchelt Erschrecken, wo in Wahrheit lange schon gewusst wird, was Sache ist: Die nationalsozialistischen Netzwerke, &uuml;ber die seit Tagen berichtet wird, die au&szlig;erparlamentarischen Angst- und Terrorregime der Rechtsextremen sind die gleichen, wie sie seit 1920 &ndash; dem Gr&uuml;ndungsjahr der NSDAP &ndash; zu beobachten sind.<br>\nDas Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz hat 2010 mit 5.600 Neonazis 600 Zugeh&ouml;rige mehr registriert als im Vorjahr. Die Anzahl der gewaltbereiten Rechtsextremisten habe sich zudem von 10.000 auf 10.400 erh&ouml;ht. Gleichwohl verzeichnete der Verfassungsschutzbericht &uuml;ber rechtsterroristische Aktivit&auml;ten keine Angaben. Da gab es angeblich nichts zu vermelden. Doch immerhin gab es seit der Wiedervereinigung 182 Todesopfer durch neonazistische Gewalt. Kam die aus dem Nichts?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.publik-forum.de\/politik-gesellschaft\/artikel\/der-braune-sumpf-war-nie-weg?nwlid=1447&amp;nwlti=Newsletter+9%2F2011+vom+24.11.2011+&amp;idw=20119830\">Publik Forum<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Europ&auml;ischer Gerichtshof: Internetsperren sind grundrechtswidrig<\/strong><br>\nIn einem richtungsweisenden Urteil hat der Europ&auml;ische Gerichtshof Internetsperren in Belgien als grundrechtswidrig erkl&auml;rt.<br>\nDie Forderung eines belgischen Gerichts, das einen Provider zum Aufbau von Internetsperren zwingt, verst&ouml;&szlig;t gegen die Charta der Grundrechte der Europ&auml;ischen Union. Dies entschied heute der Europ&auml;ische Gerichtshof in Luxemburg. Geklagt hatte der Internet Service Provider Scarlet Extended, der auf Druck der belgischen Verwertungsgesellschaft Sabam den gesamten Datenverkehr seiner Kunden &uuml;berwachen und Zugriffe auf P2P-Plattformen unterbinden sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.golem.de\/1111\/87977.html\">Golem<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&lsquo;D&ouml;nermorde&rsquo; wird Unwort des Jahres<\/strong><br>\nDie Mord-Serie der Neonazis aus Zwickau ist das beherrschende Thema in den Medien &ndash; und scheint einige Blattmacher zu &uuml;berfordern. Obwohl sich das Bild von Rechtsextremen gewandelt hat, kommen die Artikel nicht ohne Stereotype in der Sprache und Bebilderung aus. Patrick Gensing, Ex-Betreiber des NPD-Blogs, h&auml;lt dies f&uuml;r ein Vers&auml;umnis. &ldquo;Ich glaube, man w&uuml;rde es sich in keinem anderen wichtigen Gebiet erlauben, dass man &uuml;ber zehn Jahre nicht &uuml;ber Bildsprache nachdenkt&rdquo;, sagt der 37-J&auml;hrige im MEEDIA-Interview.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/print\/doenermorde-wird-unwort-des-jahres\/2011\/11\/22.html\">Meedia<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Durch Sprache wurden Opfer symbolisch ausgeb&uuml;rgert<\/strong><br>\nSprache ist verr&auml;terisch, und im Fall der sogenannten D&ouml;ner-Morde war sie es gleich mehrfach: Denn nicht nur die Morde &ndash; zehn Tote in einem Jahrzehnt! &ndash; werden mit der Metapher vom Imbissstand gleichzeitig verniedlicht und unsichtbar gemacht. Schlie&szlig;lich richteten sich die Taten nicht gegen Mittagssnacks, sondern gegen Menschen. Aber auch die M&ouml;rder werden sprachlich verkleidet, als handle es sich um Comic-Personal: ein &bdquo;Nazi-Trio&ldquo; war&rsquo;s. Man denkt an die trottlige Panzerknackerbande aus Donald Duck oder an Donalds drei niedliche Neffen. Unversehens wird so aus einer Mordserie, die unglaublich lange &uuml;bersehen, fehlinterpretiert und nicht aufgekl&auml;rt wurde, ein St&uuml;ck aus einem Cartoon. Als h&auml;tten Tick, Trick und Track in der Trinkhalle rumgeballert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/durch-sprache-wurden-opfer-symbolisch-ausgebuergert\/v_print,5864932.html?p=\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: &Uuml;bersch&auml;tzte Paare der Weltgeschichte &ndash; heute: Helmut Schmidt und Peer Steinbr&uuml;ck<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/mitternachtsspitzen\/sendungsbeitraege\/2011\/1119\/index.jsp\">Mitternachtsspitzen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Bertelsmann: &raquo;Das ist ein scheinheiliges Doppelspiel&laquo;; &hellip;und vergib uns unsere Schulden &ndash; Ist der Staatsbankrott noch abzuwenden?; Eurokrise; Keine Angst vor EZB-K&auml;ufen von Staatsanleihen; Die Volksbefragung &ndash; ein Verrat; Guttenberg; Private Altersvorsorge braucht politische F&uuml;hrung; Deutschland spart beherzt &ndash; bei den Arbeitslosen; Das Konzept &bdquo;Riester&ldquo; geht nicht auf; Verkauf<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11414\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-11414","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11414","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11414"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11414\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11419,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11414\/revisions\/11419"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11414"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11414"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11414"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}