{"id":114567,"date":"2024-04-30T10:00:05","date_gmt":"2024-04-30T08:00:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114567"},"modified":"2024-04-30T10:15:47","modified_gmt":"2024-04-30T08:15:47","slug":"leserbriefe-zu-das-narrativ-steht-im-fokus-usw-ueber-den-wandel-unserer-sprache","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114567","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201e\u201eDas Narrativ steht im Fokus\u201c usw. \u2013 \u00dcber den Wandel unserer Sprache\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Albrecht M&uuml;ller thematisiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114247\">hier<\/a> die deutsche Sprache. Sie sei im Laufe der letzten Jahrhunderte immer wieder von fremden Einfl&uuml;ssen erg&auml;nzt und bereichert worden. Hinterfragt wird u.a., ob das eine Bereicherung und notwendig sei. Am Beispiel der Konjugation des Begriffs &bdquo;labeln&ldquo; sehe &bdquo;man, welcher Wahnsinn mit der Ver&auml;nderung der Sprache einhergehen kann. Nicht muss&ldquo;. Wir haben hierzu zahlreiche und interessante Leserbriefe bekommen. In ihnen sind auch viele weitere Wortbeispiele enthalten. Danke daf&uuml;r. Es folgt nun eine Auswahl. Zusammengestellt von <strong>Christian Reimann <\/strong>und gesichtet von<strong> Ala Goldbrunner<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Die gro&szlig;e Zahl der Leserbriefe und die darin enthaltenen Anmerkungen und vor allem die Erg&auml;nzungen zum Thema sind beeindruckend. Deshalb m&ouml;chte ich den NachDenkSeiten-Leserinnen und -Lesern empfehlen, diese 50-seitige Dokumentation wenigstens zu &uuml;berfliegen, nein, besser wirklich zu lesen. Es ist, als w&uuml;rde man ein gutes Buch lesen. Man lernt dabei viel.<\/em><\/p><p>Seit der Zusammenstellung dieser Leserbriefe sind noch weitere bei uns eingegangen. Auch diese werden wir zusammenstellen und in den n&auml;chsten Tagen ver&ouml;ffentlichen.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>danke f&uuml;r Ihren gestrigen Beitrag &bdquo; ,Das Narrativ steht im Fokus&rsquo; usw. &ndash; &Uuml;ber den Wandel unserer Sprache&ldquo;.<\/p><p>Untenstehend zun&auml;chst eine Reihe von Begriffen, die mir beim Lesen spontan in den Sinn kamen. Der &bdquo;Verein Deutsche Sprache&ldquo; (von dem man halten kann, was man will) <a href=\"https:\/\/vds-ev.de\/arbeitsgruppen\/deutsch-in-der-oeffentlichkeit\/ag-anglizismenindex\/\">hat hier<\/a> &uuml;brigens als Orientierungshilfe einen Anglizismen-Index herausgegeben, der sehr viele Begriffe auflistet und ihnen deutsche Entsprechungen bzw. Alternativen gegen&uuml;berstellt. Nach der Liste noch ein paar Gedanken zu Ihrem Text.<\/p><p>Airline (Fluglinie)<\/p><p>Assessment (Bewertung, Einsch&auml;tzung)<\/p><p>Break (Pause, (Werbe)unterbrechung)<\/p><p>Challenge (Herausforderung, Anreiz)<\/p><p>Chillen (entspannen)<\/p><p>Commitment (Bekenntnis, Bindung, Selbstverpflichtung)<\/p><p>Compliance (Regeltreue, Unternehmersittlichkeit)<\/p><p>Downloaden (herunterladen)<\/p><p>Fake (Schwindel, F&auml;lschung)<\/p><p>Fakenews (Ente, Falschmeldung)<\/p><p>Fashion (Mode, Kleider)<\/p><p>Feedback (R&uuml;ckmeldung)<\/p><p>Flyer (Flugblatt)<\/p><p>Highlight (Glanzlicht, H&ouml;hepunkt)<\/p><p>In (modisch)<\/p><p>Leadership (F&uuml;hrung, Leitung)<\/p><p>Meeting (Konferenz, Begegnung, Treffen, Zusammenkunft)<\/p><p>Nice (nett, toll)<\/p><p>Reset (zur&uuml;ckstellen; Neustart)<\/p><p>Run (Ansturm, Nachfrage)<\/p><p>Sinn machen (Sinn ergeben; einleuchten)<\/p><p>Sound (Klang, Ger&auml;usch)<\/p><p>Staff (Personal, Stab, Belegschaft)<\/p><p>Stopover (Zwischenhalt \/ -landung; Anhalten)<\/p><p>Store (Laden)<\/p><p>Tool (Werkzeug, Ger&auml;t)<\/p><p>Trend (Neigung, Hang, Str&ouml;mung)<\/p><p>Voting (Abstimmung, Wahl)<\/p><p>Weekend (Wochenende)<\/p><p>Wie versprochen, jetzt noch zu Ihrem Text:<\/p><p>Als jemand, der ebenfalls in der Kurpfalz aufgewachsen ist, kann ich den dortigen Hang zu franz&ouml;sischen Einsprengseln nat&uuml;rlich best&auml;tigen. Von &bdquo;Botchamber&ldquo; und &bdquo;Melac&ldquo; abgesehen, sind viele der von Ihnen genannten Worte auch heute noch im Umlauf. Man denke an Worte und Wendungen wie &bdquo;alla&ldquo; (&bdquo;bis dann&ldquo;, von frz. &bdquo;&agrave; la prochaine fois&ldquo;), die &bdquo;Gosch&ldquo; (&bdquo;Mund&ldquo;, von frz. &bdquo;la bouche&ldquo;) oder &ldquo;aus da Lameng&rdquo; (&ldquo;mit links&rdquo;, von frz. &ldquo;la main&rdquo;). Neben der Geschichte spielten vermutlich schlicht die geografische N&auml;he und der vielf&auml;ltige Austausch Frankreich ihre Rolle. Zugleich &auml;ndert sich nat&uuml;rlich &uuml;ber die Zeit der Gebrauch &ndash; gerade bei den j&uuml;ngeren Menschen erscheint er mir stark r&uuml;ckl&auml;ufig. Und das auf beiden Seiten des Rheins. So wie auch das Els&auml;ssische zunehmend verschwindet, nehmen hierzulande die franz&ouml;sischen Einsprengsel ab. J&uuml;ngere Leute bedienen sich eher der Anglizismen. Deutsche und franz&ouml;sische Jugendliche kommunizieren bei Austauschen oftmals gleich auf Englisch oder nutzen &bdquo;&Uuml;bersetzungstools&ldquo;. Da h&auml;tten wir dann auch gleich einen weiteren nervigen Anglizismus &ndash; das &bdquo;tool&ldquo;. Doch &bdquo;trendige Tools&ldquo; f&uuml;r &bdquo;Teens and Teams&ldquo; sind einfach &bdquo;in&ldquo;. Und &Uuml;bersetzungen wie &bdquo;Werkzeug&ldquo;, &bdquo;Hilfsmittel&ldquo;, &bdquo;Ger&auml;t&ldquo; oder eine eigenst&auml;ndige knackige Wortneusch&ouml;pfung schlicht nicht zur Hand oder blo&szlig; &bdquo;old stuff&ldquo;.<\/p><p>Mich selbst st&ouml;ren Fremdw&ouml;rter an sich nicht. Zumal es f&uuml;r bestimmte Handlungen und Gegenst&auml;nde hierzulande oft keine eigenst&auml;ndige Bezeichnung gab \/ gibt. Einige der letzteren kamen ja auch erst &uuml;ber andere Kulturen ins Land &ndash; man denke an die vielen von den R&ouml;mern mitgebrachten Worte und G&uuml;ter. Ich bin auch der letzte, der bestreiten w&uuml;rde, dass der Wortschatz der meisten Sprachen best&auml;ndigen, mehr oder weniger intensiven, Einfl&uuml;ssen und Wandlungsprozessen unterliegt. Ausnahmen m&ouml;gen isolierte Berg- oder Archipelregionen darstellen, wo es bis heute wenig Kontakt zu Nachbargebieten &ndash; von anderen Weltteilen ganz zu schweigen &ndash; gibt.<\/p><p>Der Wortschatz des T&uuml;rkischen beispielsweise ist &ndash; trotz der kemalistischen Sprachreformen &ndash; bis heute stark von arabischen, persischen und franz&ouml;sischen Lehnsw&ouml;rtern gepr&auml;gt. Ein paar Beispiele: &nbsp;Aus dem Arabischen stammen Worte wie &bdquo;saat&ldquo; (Uhr, Stunde) oder &bdquo;asker&ldquo; (Soldat). Aus dem Franz&ouml;sischen wiederum Ausdr&uuml;cke wie &bdquo;pantalon&ldquo; (Hose), &bdquo;kuaf&ouml;r&ldquo; (Friseur), &bdquo;vapur&ldquo; (Dampfer) oder &bdquo;jeton&ldquo; (M&uuml;nze, Spielmarke). Und aus dem Persischen Begriffe wie &bdquo;pazar&ldquo; (Markt), &bdquo;pencere&ldquo; (Fenster) oder &bdquo;ka&amp;#351;&amp;#305;k&ldquo; (L&ouml;ffel). Arabisch war die Sprache der Religion, das Persische, dessen Kulturraum die t&uuml;rkischen V&ouml;lker auf ihrem Weg von Zentralasien nach Westen durchquerten, pr&auml;gend f&uuml;r zahlreiche Bereiche des Alltagsleben und das Franz&ouml;sische kam durch den osmanisch-franz&ouml;sischen Kulturkontakt in der Neuzeit und Modernisierungsbem&uuml;hungen im 18. und 19. Jahrhundert ins Land. Sogar einige deutsche Worte sind in das T&uuml;rkische &bdquo;ausgewandert&ldquo; &ndash; etwa &bdquo;&#351;alter&ldquo; (Lichtschalter) oder &bdquo;&#351;ilep&ldquo; (Schlepper, Frachtschiff). Und umgekehrt: &bdquo;Joghurt&ldquo; wurde von &bdquo;yo&#287;urt&ldquo; (gegorene Milch) entlehnt, &bdquo;Horde&ldquo; von &bdquo;ordu&ldquo; (Heer, Armee) und die &bdquo;Schabracke&ldquo; von &ccedil;aprak (Satteldecke). Der &bdquo;Kiosk&ldquo; schlie&szlig;lich stammt auch aus dem alten Persien (K&#363;&scaron;k), bezeichnete dort einen Gartenpavillon und wurde &uuml;ber das Osmanische nach Westen vermittelt. Im T&uuml;rkischen hei&szlig;t er heute &bdquo;k&ouml;&#351;k&ldquo;.<\/p><p>Wie gesagt &ndash; solche Entwicklungen und Entlehnungen sind nat&uuml;rlich. Die heutige &Uuml;berschwemmung der Alltags- und Mediensprache mit (scheinbaren) Modeworten &ndash; insbesondere Anglizismen &ndash; ist mir dagegen ein Graus. In meinen Augen m&ouml;chte durch den exzessiven Gebrauch und das gezielte Einf&uuml;hren bzw. Benutzen solcher Ausdr&uuml;cke &ndash; &auml;hnlich wie beim zwangsverordneten Gendern &ndash; eine ganz bestimmte Klientel ihre scheinbare Modernit&auml;t und Weltgewandtheit zum Ausdruck bringen und sich und ihresgleichen ins Glanzlicht setzen. Man geriert sich progressiv und weltoffen, grenzt sich damit aber blo&szlig; nach unten bzw. gegen andere Teile der Bev&ouml;lkerung ab. &Auml;ltere, behinderte oder neu eingewanderte Menschen haben ja oftmals gro&szlig;e Schwierigkeiten dieses Denglisch-Kauderwelsch oder die Genderismen zu verstehen &ndash; aber wen interessieren diese Gruppen schon? Insbesondere gegen&uuml;ber den als b&ouml;sen &bdquo;Boomern&ldquo; und &bdquo;Umwelts&auml;uen&ldquo; verspotteten &Auml;lteren glauben manche durch Verwendung von Anglizismen ihren Stich setzen oder ihr M&uuml;tchen k&uuml;hlen zu k&ouml;nnen. Man m&ouml;chte &ndash; wie Sie schreiben &ndash; sich aus der Masse abheben und gerade auch von solchen &bdquo;suspekten Gruppen&ldquo;. Doch was gewinnt man damit? Und wird man dadurch wirklich zu einem besseren Menschen, wenn einen der andere nicht mehr versteht?<\/p><p>Freilich gibt es auch noch viele andere Hintergr&uuml;nde f&uuml;r diese Entwicklung &ndash; Sie haben ja auf den NachDenkSeiten wiederholt auf die nach dem Zweiten Weltkrieg in Westdeutschland aufgebaute N&auml;he zu den USA mit entsprechenden Festlichkeiten und Kulturveranstaltungen verwiesen. Wie fr&uuml;her in der &bdquo;Franzosenzeit&ldquo; kamen durch diese bis heute andauernde &bdquo;Amerikanerzeit&ldquo; nat&uuml;rlich nicht nur kulinarische &bdquo;Errungenschaften&ldquo; wie Hamburger und Pommes frites ins Land, sondern auch jede Menge Idiome. Die US-N&auml;he der Eliten, die sich im Washingtoner Imperium pudelwohl f&uuml;hlen und mit diesem bis ins intimste identifizieren, tr&auml;gt nat&uuml;rlich ihren Teil bei, genauso wie die Dominanz des Englischen als Werbe-, Film- und Netzsprache sowie allgemeine lingua franca des Westens.<\/p><p>Und viele einfache Leute wiederum, die den Sprech &uuml;bernehmen, wollen sich nicht abheben sondern &ndash; umgekehrt &ndash; dazugeh&ouml;ren. Man m&ouml;chte &bdquo;trendig&ldquo; sein und das ist man ja nicht, wenn man &bdquo;altbackene&ldquo; Sprache verwendet. So wie man bestimmte Statussymbole (derb formuliert: Karre, K&ouml;ter, Konsum&hellip;) ben&ouml;tigt, um &bdquo;uff de Gass&ldquo; wer zu sein, verwendet man bestimmte Ausdr&uuml;cke, um seine Zugeh&ouml;rigkeit zu einer Gruppe auszudr&uuml;cken. Und sicherlich will man sich auch nicht dem Vorwurf ausgesetzt sehen, durch Vermeidung von Anglizismen ein &bdquo;Sprachpuritanist&ldquo; oder gar &bdquo;Antiamerikaner&ldquo; zu sein, nicht wahr?<\/p><p>Nun gut, soweit meine Gedanken zu fr&uuml;her Stunde. Nun m&ouml;chte ich Ihnen aber nochmals f&uuml;r Ihren Beitrag danken und verbleibe mit vielen Gr&uuml;&szlig;en<\/p><p>Cygnus Ruber<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>sch&ouml;n dass Sie diese Sache aufgreifen. (Dabei muss ich nachdenken, kein Fremdwort zu benutzen). Unmittelbar f&auml;llt mir commitment und committed ein, das in letzter Zeit h&auml;ufig verwendet wird wenn man sagen m&ouml;chte, dass man sich verpflichtet f&uuml;hlt.<\/p><p>Fremdw&ouml;rter sind ja nichts Schlechtes, aber der Anglizismen-Wahn, der um sich greift geht schon auf die Nerven.<\/p><p>Ein schaurig-sch&ouml;nes Beispiel war das abgeh&ouml;rte Gespr&auml;ch der Milit&auml;rs als sie &uuml;ber ihre Planungen sprachen, Taurus einzusetzen. Das Gespr&auml;ch war krank in jeder Hinsicht.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e, Joachim Seffrin<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sch&ouml;nes, fast unersch&ouml;pfliches Thema, lieber Herr M&uuml;ller! Es ist ja nichts gegen Begriffe zu sagen, die peu a peu in unsere Alltagssprache einsickern, aber am schlimmsten w&uuml;tet auf dem Sektor der Sprachverhunzung ja die Werbe- und Marketingbranche. Das geht schon weit in die unfreiwillige Komik hinein, etwa wenn ein Ebay-Werbespot sich an Hobby-Autoschrauber wendet: &ldquo;Kaufe Teile f&uuml;r dein Do-it-yourself-Feeling&rdquo;. Beilm Bullshit-Bingo auf dem w&ouml;chentlichen Team-Meeting lassen sich viele Punkte machen, wenn man z.B. fragt, ob bei dem kommenden Marketing-Event nur Must Haves vorgestellt werden oder ob es auch Giveaways for free gibt.<\/p><p>Sch&ouml;nen Gru&szlig; und weiter so,<\/p><p>Peter Ludewig<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>die Wortwahl ist nach meiner Meinung &ndash; wie Sie es in Ihrem Beitrag ja bereits beschrieben haben &ndash; eine Form der Ausgrenzung und der Manipulation. Durch Sprachgebrauch wollen sich die &ldquo;Herrschenden&rdquo; &uuml;ber das Volk erheben. Schlimm genug dass das nicht nur in Preu&szlig;en durch Benutzung der franz&ouml;sischen Sprache so war, es setzt sich bei unseren gemeinsamen Angestellten &ndash; der Regierung &ndash; fort. Wortsch&ouml;pfungen wie Resilienz Bonus oder das st&auml;ndige Schwafeln von Transformation dienen doch nur der Ausgrenzung des Volks. Es entsteht &ndash; ich zitiere Georg Schramm &ndash; das Gef&uuml;hl: ich verstehe das nicht. Die da oben werden das schon richtig machen. Herrschaftssprache die viele entmutigt und auf Nebenschaupl&auml;tze f&uuml;hrt, wie ist das perfekte Dinner? Vom Nachdenken sollen wir B&uuml;rger systematisch ausgeschlossen werden. Und wenn ich dann noch die Bildung in unserem Land betrachte, mit immer geringeren Anforderungen auch wegen fehlender Lehrkr&auml;fte und fehlenden Geldes, ist das System zu erkennen &ndash; ein dummes Volk regiert sich leichter.<\/p><p>Aber, es gibt Hoffnung und Leuchtt&uuml;rme, die Nachdenkseiten sind so einer.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<\/p><p>Frank Tholotowsky<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>mit Ihrem heutigen Artikel sprechen Sie mir einmal wieder aus der Seele.<\/p><p>Nicht nur, dass mir dieser gesamte Vorgang des GENDERNS auf den Zeiger geht: ich habe das hier gefunden: <a href=\"https:\/\/de.m.wiktionary.org\/wiki\/Flexion:gendern\">https:\/\/de.m.wiktionary.org\/wiki\/Flexion:gendern<\/a><\/p><p>Was den Begriff NARRATIV angeht. Manchmal frage ich mich ob die Menschen, die diesen Begriff st&auml;ndig im Mund f&uuml;hren, wissen, was er wirklich bedeutet.<\/p><p>Witzig f&uuml;r mich, dass er das Wort NARR enth&auml;lt. Wohlan.<\/p><p>Dankesch&ouml;n f&uuml;r Ihre immer informativen Beitr&auml;ge.<\/p><p>Herzlichst<\/p><p>Doreen Kott<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>sehr gerne komme ich Ihrer Aufforderung nach,<br>\nIhre Liste mit einem Begriff zu erg&auml;nzen:<\/p><p>Es ist die &ldquo;humanit&auml;re Katastrophe&rdquo;, die von Politikern (angefangen mit Merkel) bis hin zu Journalisten regelrecht &uuml;berstrapaziert wird &ndash; obwohl die Kombination Stuss ist: &ldquo;humanit&auml;r&rdquo; ist ein Fremdwort im Deutschen und bedeutet &ldquo;menschenfreundlich&rdquo;, &ldquo;wohl-, mildt&auml;tig&rdquo;, &ldquo;karitativ&rdquo;, .Und genau das sind die derartig charakterisierten Katastrophen nicht!<\/p><p>Die Wortkombination ist aus dem Amerikanischen\/Englischen eingewandert:<\/p><p>&ldquo;humanitarian catastrophy&rdquo; und vermeintlich wortw&ouml;rtlich eingedeutscht. Doch das englische &ldquo;humanitarian&rdquo; hat einen anderen Bedeutungsumfang als das deutsche &ldquo;humanit&auml;r&rdquo; &ndash; richtig w&auml;re nat&uuml;rlich &ldquo;human&rdquo;. Doch das wissen die Meinungsmacher nicht, sie plappern einfach nach, was irgendjemand einmal falsch &uuml;bersetzt hat; schlie&szlig;lich klingt es doch &ldquo;gebildet&rdquo;.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p><p>J&ouml;rn Schwarz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>gerne noch ein paar Narrative: der &bdquo;Mainstream&ldquo; ist schon &bdquo;Lifestyle&ldquo; geworden. Andere &bdquo;Highlights&ldquo; der neuen deutschen Sprache sind eine echte &bdquo;Challenge&ldquo;. Wenn Sie die &bdquo;Challenge&ldquo; erfolgreich bestanden haben, winkt Ihnen der &bdquo;Jackpot&ldquo;. &nbsp;Das k&ouml;nnte aber zu einem &bdquo;Hype&ldquo; f&uuml;hren. Vielleicht sollten Sie eine Abstimmung machen, dann kann &bdquo;gevotet&ldquo; werden, was wir &bdquo;tats&auml;chlich&ldquo; wollen. &bdquo;Tats&auml;chlich&ldquo; wird das Wort &bdquo;tats&auml;chlich&ldquo; auch dauernd als F&uuml;llwort benutzt. Also nicht nur englische W&ouml;rter verhunzen unsere Sprache. Das k&ouml;nnen wir mit deutschen Worten auch. Die Worte &bdquo;wof&uuml;r&ldquo;, &bdquo;wovon&ldquo;, &bdquo;wovor&ldquo; sind durch &bdquo;f&uuml;r was&ldquo;, &bdquo;von was&ldquo; und &bdquo;vor was&ldquo; ersetzt worden, genauso wie sich statt &bdquo;von daher&ldquo; mittlerweile &bdquo;von dem her&ldquo; als vermeintlich korrektes Deutsch durchgesetzt hat. Genau. Genau ist ein gerne im Zusammenhang mit tats&auml;chlich benutzt und ist ein ebenso sinnentleertes modisches F&uuml;llwort geworden.<\/p><p>&bdquo;Am Ende des Tages&ldquo; scheint die deutsche Sprache im Journalismus eine untergeordnete Rolle zu spielen. In der Schule tats&auml;chlich auch. Genau!<\/p><p>Mit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en &ndash; wir bleiben committed!<\/p><p>Stefan Zyrus<\/p><p>PS.: Ich hoffe, Sie &bdquo;liken&ldquo; meinen Leserbrief&hellip;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller.<\/p><p>Herzlichen Dank f&uuml;r ihren gro&szlig;artigen Artikel, zu dem mir spontan bei &ldquo;label&rdquo; das &ldquo;Fr&auml;ulein Mabel&rdquo; von Heinz Ehrhard einfiel, das Sie sicherlich auch kennen.<\/p><p>Was f&uuml;r ein Sprachgenie und was f&uuml;r eine Bereicherung unserer Muttersprache.<\/p><p>Und heute haben wir &ndash; der Begriff kam mir spontan in den Sinn &ndash; eine &ldquo;WAF&rdquo;, eine &ldquo;Woke Armee Fraktion &rdquo; die unsere Muttersprache massenvergewaltigt und zu Grunde richtet.<\/p><p>Es ist eine Schande und kann nicht oft genug betont werden, dass das ein ebenso gro&szlig;er Mist ist, wie multiple Geschlechter oder Tamponautomaten auf der Herrentoilette des Stuttgarter Rathauses.<\/p><p>Hier noch ein Beispiel zu &ldquo;downloaden&rdquo;, besonders sch&ouml;n im Futur 2:<\/p><p>Futur II<\/p><p>Bleiben Sie gesund Herr M&uuml;ller,<\/p><p>mit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en,<\/p><p>Johannes Schya<\/p><p><em><strong>Anmerkung Ala Goldbrunner:<\/strong> Die Konjugation von &sbquo;downloaden&lsquo; finden Sie bei <a href=\"https:\/\/www.verbformen.de\/konjugation\/downloaden.htm\">verbformen.de\/konjugation\/downloaden.htm<\/a>.Im Futur II hei&szlig;te es dort: &bdquo;ich werde downgeloadet&ldquo;<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>danke f&uuml;r ihre Gedanken zu dem Thema, f&uuml;r mich ist das moderne Kauderwelsch (jede Menge unn&uuml;tzer Anglizismen, falsche und mangelhafte Grammatik!, kein Gedanke mehr an eindeutige und f&uuml;r alle verst&auml;ndliche Sprache) und dadurch die Verarmung der Sprache schon lange erschreckend.<\/p><p>Hier einige erg&auml;nzende Beispiele aus meiner Sicht:<\/p><ul>\n<li>genial (kann z. B. auch ein Schneebesen sein)<\/li>\n<li>mysteri&ouml;s (auch in popul&auml;rwissenschaftlichen Ver&ouml;ffentlichungen!)<\/li>\n<li>Benefit (= z. B. der [kostenfreie] Obstkorb bei der Arbeit<\/li>\n<li>deal (fr&uuml;her eher aus dem Drogenmilieu bekannt, seit Mr. Trump &uuml;berall nachgeplappert, obwohl es viele treffendere Worte gibt: z. B. Handel, Vereinbarung , &Uuml;bereinkunft, Beschluss, Vertrag usw&hellip;)<\/li>\n<li>cringe<\/li>\n<li>binge<\/li>\n<li>crush<\/li>\n<li>vallah<\/li>\n<li>cool (oft im Sinne von &ldquo;gut&rdquo;)<\/li>\n<\/ul><p>usw&hellip;<\/p><p>Erg&auml;nzend: Auch in meiner Zeit gab es zur Abgrenzung eine Art Jugendsprache, die aber durch Schule und Studium abgel&ouml;st wurde durch m&ouml;glichst verst&auml;ndliche Worte und Formulierungen. Immer wieder gab es in diesem Sinne Korrekturen und Hinweise durch Lehrer. Heute sieht es f&uuml;r mich so aus, als w&uuml;rde die Jugendsprache nahtlos durch Erwachsene gesprochen werden. Aber das hatte ich oben schon so &auml;hnlich erw&auml;hnt.<\/p><p>Vielleicht wirkt mein Beitrag ja erg&auml;nzend, vielleicht f&uuml;hrt er ihr Anliegen auch ein wenig weiter?! W&uuml;rde mich freuen wenn ich helfen konnte &ndash; und es gibt ja noch viel mehr Absonderlichkeiten in der Sprache und dem Umfeld!<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en!<\/p><p>Olaf Bunge<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>nachdem Sie die Sache angesto&szlig;en haben, schicke ich Ihnen dazu etwas Hintergrund-Material, das ich schon l&auml;nger vorbereitet hatte. Es geht dabei nicht nur um lustige Sprachtorheiten, sondern auch um ideologische Schattenkrieger.<\/p><p>Lesenswert finde ich immer noch:<\/p><p>Klaus Laermann: &bdquo;Lacancan und Derridada &ndash; &Uuml;ber die Frankolatrie in den Geisteswissenschaften&ldquo;<br>\n(Kursbuch, 84, 1986)<br>\nDort: S. 34 ff.<\/p><p><a href=\"https:\/\/archiv.kursbuch.online\/de\/profiles\/f6ee67d5697c-kursbuch\/editions\/kursbuch-84-sprachlose-intelligenz\">archiv.kursbuch.online\/de\/profiles\/f6ee67d5697c-kursbuch\/editions\/kursbuch-84-sprachlose-intelligenz<\/a><\/p><p>entspricht Digitalisat ab hier: <a href=\"https:\/\/archiv.kursbuch.online\/de\/profiles\/f6ee67d5697c-kursbuch\/editions\/kursbuch-84-sprachlose-intelligenz\/pages\/page\/20\">archiv.kursbuch.online\/de\/profiles\/f6ee67d5697c-kursbuch\/editions\/kursbuch-84-sprachlose-intelligenz\/pages\/page\/20<\/a><\/p><p>(Das ist allerdings ein Seiten-Scan, kein Text-Digitalisat.)<\/p><p>Es gibt auch bei ZEIT-online (hinter einer Paywall) eine qualitativ sehr minderwertige OCR-Version (= unkorrigierte, grobe Texterkennung).<\/p><p>* * * * *<br>\nHier endet der lustige Teil. Nun kommt etwas Gruseliges, was ich schon immer vermutete und nun best&auml;tigt gefunden habe.<\/p><p>Sehr interessant ist n&auml;mlich, dass der ganze strukturalistische Jargon und die damit beabsichtigte Zersetzung analytischer, begrifflicher Klarheit nebst Eliminierung aller Wahrheitsanspr&uuml;che tats&auml;chlich aus derselben K&uuml;che stammt wie zuvor schon die &ldquo;Mighty Wurlitzer&rdquo; (siehe Frances Stonor Saunders: &bdquo;Who paid the piper?&ldquo;)!<br>\nDas ging danach weiter mit Foucault, B.-H. L&eacute;vy &amp; Co. bis schlie&szlig;lich Andr&eacute; Glucksmann (&ldquo;Philosophie der Abschreckung&rdquo;) usw. bis heute &hellip;<\/p><p>N&auml;heres dar&uuml;ber hier:<br>\nGabriel Rockhill<br>\nThe CIA Reads French Theory:<br>\nOn the Intellectual Labor of Dismantling<br>\nthe Cultural Left<br>\n<a href=\"https:\/\/thephilosophicalsalon.com\/the-cia-reads-french-theory-on-the-intellectual-labor-of-dismantling-the-cultural-left\/\">thephilosophicalsalon.com\/the-cia-reads-french-theory-on-the-intellectual-labor-of-dismantling-the-cultural-left\/<\/a><\/p><p>Wenn man nur einmal das Prinzip begriffen hat, braucht man sich auch &uuml;ber &ldquo;Wokeness&rdquo; und dergleichen Fisimatenten nicht mehr gro&szlig; zu wundern.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<\/p><p>A.B.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>hier (m)ein &auml;tzendes Bsp. [Kompositum aus Engl.-Deutsch] LUNCHKONZERT (eine WDR-klass. Musiksendung etwa 1:05 &ndash; 15.00 Uhr und zum Gl&uuml;ck besser als der Titel &hellip;<\/p><p>Best;-),<\/p><p>Ihr Richard Albrecht<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller, <\/p><p>weitere Beispiele dieser Narzisstensprache &ndash;&nbsp; denn darum geht es: sich wichtig machen &ndash; kann ich Ihnen nicht liefern, ich vermeide diesen Bl&ouml;dsinn. Sage seit geraumer Zeit schon wieder stur: &ldquo;Das hat Sinn&rdquo; anstatt &ldquo;Das macht Sinn&rdquo; (von &ldquo;makes sense&rdquo;).<\/p><p>Sprache ist ein St&uuml;ck Kultur, ein Wesentliches. Wenn die verhunzt wird, ist das ein Zeichen f&uuml;r den Niedergang der Kultur. Den man ja auch in vielen anderen Bereichen des Alltags beobachten kann. Insofern ist das logisch, passt alles zusammen.<\/p><p>Was zur Zeit passiert, versch&auml;rft passiert, ist die Unterwerfung unter die Herrschaft unserer Transatlantischen &ldquo;Freunde&rdquo;. Dort sitzt die Macht. Und jeder der mehr oder noch mehr mitlaufen und partizipieren (! pardon) m&ouml;chte, macht mit. Wenn ich Recht haben will, dr&uuml;ck ich&rsquo;s am besten auf amerikanisch aus, dann hab ich schon halb gewonnen. &ldquo;Narrativ&rdquo; ist das neue Wort f&uuml;r &ldquo;das ist angesagt, das glauben jetzt alle&rdquo;. Oder wie Karl Dall es ausdr&uuml;ckte: &ldquo;Diese Scheibe m&uuml;sst Ihr koofen, es ist &lsquo;ne Scheibe f&uuml;r die Doofen!&rdquo;. Dabei ist es lateinisch (von &ldquo;narrare&rdquo;, erz&auml;hlen &ndash; habe nichts gegen Fremdsprachen, sondern sogar das Gro&szlig;e Latinum), das gibt dem Ganzen einen pseudowissenschaftlichen Touch (! pardon, schon wieder).<\/p><p>Sch&ouml;n, was Sie von Ihrer Gro&szlig;mutter zitiert haben. Das ist die andere Seite dieser Sache mit den Fremdw&ouml;rtern. Es kann auch eine Bereicherung sein. Machen andere V&ouml;lker auch. Z.B. das &ldquo;Vasistas&rdquo; der Franzosen. Das ist so ein kleines Dachfenster, in Deutschland eher un&uuml;blich. Deshalb fragten deutsche Besatzungssoldaten: &ldquo;was ist das?&rdquo;. In Bulgarien gibt es ein Geb&auml;ck mit Namen &ldquo;Tutmanik&rdquo;. Warum man das nicht tut, habe ich allerdings bis heute nicht ergr&uuml;ndet, es schmeckt n&auml;mlich gut. Man kann auch eigene und fremde Sprache vermischen. Das gibt dann einen ganz neuen Sinn, manchmal den richtigen, z.B.: &ldquo;Ursula von der Lainen&rdquo; (bulgarisch &ldquo;Laino&rdquo; == deutsch &ldquo;Sch***e&rdquo;).<\/p><p>Mediziner und Juristen sprechen heute noch lateinisch, aus Gewohnheit oder um sich vom gemeinen Volk abzuheben. Eine meiner intellektuellen Lieblings&uuml;bungen ist die Unterscheidung von &ldquo;Amnesie&rdquo;, &ldquo;Amnestie&rdquo; und &ldquo;Anamnese&rdquo;. Oder auch zum Spa&szlig; zu verwechseln. Ein alter Freund von mir ist ein Sprachk&uuml;nstler, nannte eine Stra&szlig;e in unserem Viertel stur &ldquo;Scheuerpflanzengraben&rdquo; (auf dem Schild stand aber &ldquo;Feuerschanzengraben&rdquo;). Oder mein alter Lieblingsmusiklehrer, ein feiner Mensch und Liebhaber Italienischer Opern. Wenn er seine Verachtung derb ausdr&uuml;cken wolle, zitierte er G&ouml;tz von Berlichingen so: &ldquo;Lecko mio die Backo!&rdquo; Mit Sprache spielen, kann Spa&szlig; machen und bereichernd sein. Was Narzissten damit tun, ist allerdings ein ganz andere Sache. N&auml;mlich das was sie mit allem tun, was sie anfassen: sich wichtig machen.<\/p><p>Herzlichen Gru&szlig;,<\/p><p>Rolf Henze<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Recht herzlichen Dank f&uuml;r Ihren Beitrag zur deutschen Sprache.<\/p><p>Fremdw&ouml;rter in der eigenen Sprache ist ein Thema mit dem ich mich schon &ouml;fters befa&szlig;t habe. Wobei, nach lediglich acht Jahren Volksschule kann ich nur beim Vergleich zum Englischen mitreden.<\/p><p>Das Wort Narrativ zum Beispiel. Narrativ ist, glaube ich, nicht gleich bedeutend f&uuml;r einen Bericht oder eine Erz&auml;hlung. Soweit ich das verstehe, was es hier im Englischen bedeutet, w&uuml;rde man es eher als den Grundfaden in einer Aussage (Vortrag, Artikel) ansehen, man k&ouml;nnte bald sagen eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte.<\/p><p>Auf Deutsch m&uuml;&szlig;te man das mit mehreren W&ouml;rtern umschreiben, auf Englisch braucht es lediglich das eine Wort. Es gibt eine ganze Reihe von W&ouml;rtern, die man im Deutschen nur umschreiben kann, f&uuml;r die das englische Wort sehr viel treffender w&auml;re.<\/p><p>Umgekehrt manchmal auch so.<\/p><p>Kindergarten ist daf&uuml;r ein gutes Beispiel. Das wurde ins Englische mit &uuml;bernommen. Inzwischen hat man das hier verk&uuml;rzt und daraus wurde &bdquo;Kindy&ldquo;.<\/p><p>Was mir denn &ouml;fters auf den Keks geht ist, wenn Leute die englischen W&ouml;rter verdeutscht aussprechen &ndash; oh, &hellip; das h&ouml;rt sich regelrecht schrecklich an.<\/p><p>Es gibt aber auch W&ouml;rter die nur in der jeweiligen Sprache ihre Bedeutung haben und die man ohne Um- bzw. Beschreibung nicht ohne weiteres &uuml;bersetzen kann:<\/p><p>Drahtzieher zum Beispiel.<\/p><p>Wire Puller macht im Englischen keinerlei Sinn; es sei denn es w&auml;re tats&auml;chlich ein neuer Beruf in unserem hoch-technischen Zeitalter.<\/p><p>Ebenso ist es in nur sehr wenigen F&auml;llen m&ouml;glich, gute Witze zu &uuml;bersetzen. Was in der einen Sprache zum Totlachen witzig ist, macht in einer anderen Sprache &uuml;berhaupt keinen Sinn. Zungenbrecher lassen sich auch so gut wie gar nicht &uuml;bersetzen.<\/p><p>Herr M&uuml;ller, recht herzlichen Dank f&uuml;r mal ein ganz anderes Thema in diesen schwierigen Zeiten.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en an Sie und Ihr NachDenkSeiten Team, &hellip; an Sie und Ihre NachDenkSeiten Arbeitsgruppe.<\/p><p>Cheers,<\/p><p>Peter.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr M&uuml;ller!<\/p><p>Was machen wir nun mit &ldquo;twittern&rdquo;? Wird daraus &ldquo;xen&rdquo;? Oder: Kann ich auch bei Duck Duck Go &ldquo;googeln&rdquo;?<\/p><p>Fragen &uuml;ber Fragen, aber sch&ouml;nes Thema!<\/p><p>M. Herrlich<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>15. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Moin,<\/p><p>was uns Film, Radio, Zeitung oder auch, oft untersch&auml;tzt, die Werbung sprachlich vorleben, &uuml;bernehmen wir zum gr&ouml;&szlig;ten Teil unbewu&szlig;t als eigene Gewohnheit. Auch in Schulen findet ma&szlig;geblich eine sprachliche Pr&auml;gung statt, die das ganze Leben so bleiben kann. Daher ist es wichtig zu erw&auml;hnen, da&szlig; in die &Ouml;ffentlichkeit getragene Sprache eine Vorbildfunktion und damit eine Verantwortung gegen&uuml;ber der Bev&ouml;lkerung hat. Das f&auml;ngt bei der korrekten Rechtschreibung wie auch Kommasetzung an.<\/p><p>Versuchen Sie mal bitte, einen &auml;lteren Herren, der sein ganzes Leben sehr Rockmusik-affin ist, darauf hinzuweisen, da&szlig; sein st&auml;ndig benutztes Wort f&uuml;r Lied, &ldquo;Song&rdquo;, im deutschsprachigen Raum falsch ist. Dann h&ouml;rt man bitte in die Radiosender des Hessischen Rundfunks (hr1, hr3) hinein&hellip;ganz schlimm ist YouFM.<\/p><p>Viele Worte, die Sie nennen, haben &uuml;brigens lateinische Wurzeln: Narrativ = narrativus, narrare; Fokus = focus; (Des-)Information = informatio; korrupt = corruptus; kriminell = criminalis, auch franz. criminel; Jury = iurare, auch altfranz. jur&eacute;e; Experte = expertus, auch franz. expert<\/p><p>Wenn uns hr3 also jeden Arbeitstag volldudelt und dabei stets von &ldquo;Song&rdquo; anstatt &ldquo;Lied&rdquo; spricht, dann &uuml;bernehmen wir diese Unsitte irgendwann selbst, ohne es zu merken.<\/p><p>Anders ist es bei sprachlichen Verrenkungen, die der semantischen Aufwertung dienen, etwa &ldquo;Facility Manager&rdquo; f&uuml;r den einfachen &ldquo;Hausmeister&rdquo;, oder &ldquo;Manager&rdquo; f&uuml;r jemanden, der im Grunde Verwaltungst&auml;tigkeiten durchf&uuml;hrt. So sollen &ldquo;Parkw&auml;chter&rdquo; demn&auml;chst auch in &ldquo;Ranger&rdquo;, aufwertend, umbenannt werden, damit sich &uuml;berhaupt jemand f&uuml;r diesen Job (sic!) interessiert. Viele dieser &ldquo;Aufwertungs-Wortkonstrukte&rdquo; stammen &uuml;brigens aus dem US-Sprachraum, die zuerst entdeckt haben, wie man Menschen durch sprachliche Blendgranaten lenken kann. Sie machen die gleiche Drecksarbeit, nur mit einem L&auml;cheln im Gesicht, weil sie sich als etwas Besonderes f&uuml;hlen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<\/p><p>Michael Schauberger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>16. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>die von Ihnen beschriebene &Uuml;bernahme von Begriffen anderer Sprachen in den eigenen Wortschatz spielt sich meiner Meinung nach auf zwei Ebenen ab . Auf der ersten, ganz nat&uuml;rlichen und unverf&auml;nglichen, Ebene wird dem Rechnung getragen, dass die Welt bei Reisen und Kommunikationsm&ouml;glichkeiten seit dem Mittelalter immer mehr zusammen w&auml;chst. Es ist vollkommen normal, dass sich Sprachen da gegenseitig durchdringen, vor allem in Grenzregionen zum jeweiligen Nachbarland. Meine Familie stammt aus dem ehemaligen Ostpreu&szlig;en.Die Sprache meiner Gro&szlig;eltern und Eltern war daher mit polnischen Wortbrocken durchsetzt, bei Familien an der Grenze zu Frankreich demzufolge &ouml;fter mit franz&ouml;sischen. Es gibt auch Dinge, die man mit einem englischen Begriff k&uuml;rzer&nbsp; ausdr&uuml;cken kann, als mit deutscher Umschreibung. Warum nicht, falls es nicht &Uuml;berhand nimmt ?&nbsp; Der Mensch ist bequem und unsere Zunge noch bequemer. Die zweite, unangenehme und zu bek&auml;mpfende Seite des Sprachwandels ist der kulturelle Imperialismus. So wie die Kolonialm&auml;chte Frankreich, Portugal, Spanien aber vor allem GB fremde Kulturen ausbeuteten, teils vernichteten und an den Rand dr&auml;ngten (z.B. Eroberung Nord &ndash; und S&uuml;damerikas), so machten sie ihre Sprachen zwangsweise zu Weltsprachen. Sie waren die ersten, welche die Welt unter sich aufteilten.&nbsp;Deutschland kam beim &ldquo;Platz an der Sonne&rdquo; zu sp&auml;t. Russland nahm trotz Eroberungen in der unmittelbaren Nachbarschaft an der kolonialen Aufteilung der&nbsp;Welt&nbsp;nicht teil. Die westlichen Weltsprachen verbreiteten sich als die Sprachen der Sieger.&nbsp; &nbsp;Das hatte zur Folge, dass am franz&ouml;sischen K&ouml;nigshof definiert wurde, was verfeinerte Kultur ist und am preu&szlig;ischen K&ouml;nigshof oder von den Zaren dies (einschlie&szlig;lich der Sprache) kopiert wurde. Die Herrscher sprachen besser Franz&ouml;sisch als Deutsch oder Russisch. Kulturell spielten Griechenland und Italien dann ebenfalls eine Vorbildrolle. Baumeister lud man sich in Russland aus Italien ein. Bis zum heutigen Tag ist daher in Russland und Deutschland der Blick nach Vorbildern in westlicher Richtung viel st&auml;rker gerichtet als umgekehrt aus westlichen L&auml;ndern in Richtung Osten. Die Flut von Anglizismen in der deutschen Alltagssprache hat nun inzwischen&nbsp; jegliches Ma&szlig; &uuml;berschritten, wie auch der Einfluss der USA wirtschaftlich, milit&auml;risch, aber vor allem als &ldquo;Trendsetter&rdquo; ( da haben wir wieder so ein Wort) in einem nie zuvor da gewesenen Ma&szlig;e kulturell imperialistisch ist und alles,&nbsp; alles eingemeindet, die Sprache, ja die gesamte EU und ebenfalls jegliches Ma&szlig; &uuml;berschritten hat.&nbsp; Und dagegen muss man sich wehren.&nbsp; <\/p><p>Beim k&uuml;rzlich&nbsp; abgeh&ouml;rten und ver&ouml;ffentlichten Gespr&auml;ch zwischen vier Bundeswehroffizieren zur Frage &ldquo;Taurus&rdquo; wurde klar, dass sie kaum noch in der Lage sind, einen einzigen, korrekt ausformulierten Satz auf Deutsch ohne Anglizismen &uuml;ber die Lippen zu bringen. Die Sprache ist hier nichts anderes als das Sinnbild f&uuml;r fortgeschrittenes Vasallentum. Sie haben ja auch nichts mehr zu sagen. Ihr Einsatz wird im Kriegsfall von einem Oberkommandierenden aus den&nbsp;USA bestimmt. Ein Gesetz zum Schutz der deutschen Sprache (aber auch der deutschen Wirtschaft) w&auml;re nach franz&ouml;sischem Vorbild dringend notwendig, aber sicher bei der devoten Haltung der gesamten deutschen F&uuml;hrungsschicht und der deutschen Medien gegen&uuml;ber den USA illusorisch. Es w&uuml;rde sofort als zu&nbsp; AfD &ndash; nah denunziert werden. <\/p><p>Der kulturelle Imperialismus&nbsp; ist &uuml;ber die Sprache und die Beeinflussung der Jugend durch das Internet auch weit nach Russland vorgedrungen. Hier in Ulan &ndash; Ude befindet sich (trotz aller Feindschaft im Ukrainekrieg)&nbsp;direkt gegen&uuml;ber vom Lenindenkmal und Regierungssitz der Republik eine Gastst&auml;tte, die sich&nbsp; selbstverst&auml;ndlich&nbsp;&ldquo;Pub&rdquo; nennt, weil sich unter dem Namen mehr Bier verkauft. Davor, auf dem B&uuml;rgerssteig,&nbsp;steht als Reklamefigur in Lebensgr&ouml;&szlig;e ein Churchill mit Zigarre. Dieser Russlandhasser hatte vorgeschlagen, am 1. 07. 1945 gemeinsam mit den USA und den internierten Resten der Wehrmacht gegen die UdSSR zu marschieren. Das alles st&ouml;rt hier weder Angeh&ouml;rige der Putin nahe stehenden Partei bei ihrem Bierchen noch die Kommunisten. Es ist normal, dass jedes zweite Gesch&auml;ft einen englischen Titel tr&auml;gt. Aber mich st&ouml;rt dieses kulturelle Vasallentum. Deutschland gibt sich auf. Russland ist politisch &ndash; milit&auml;risch im Begriff, dies noch zu stoppen, nicht jedoch bei der Sprache.&nbsp;&nbsp;Es ist wohl ein Gesetz zum Schutz der Sprache als Kulturgut nach franz&ouml;sischem Vorbild&nbsp; angedacht.&nbsp;Aber viel h&ouml;rt man nicht davon. Hat scheinbar noch Zeit .&nbsp;Eben nicht!&nbsp; Woher stammt eigentlich das&nbsp; Gendern, also die Zerst&ouml;rung der deutschen Sprache zuf&auml;llig gleichzeitig mit der Zerst&ouml;rung von Nordstream&nbsp;2 ?&nbsp;<\/p><p>Sprache ist doch nur ein Sinnbild der gesellschaftlichen Vorg&auml;nge.<\/p><p>Ihr habt entweder unsere Sprachregelungen zu &uuml;bernehmen oder zu schweigen.<\/p><p>&Uuml;ber Sprache wird Politik gemacht, nicht nur bei&nbsp; der Propaganda, sondern indem man sich freiwillig einem Hegemon unterordnet, in dem man seine Eigenst&auml;ndigkeit aufgibt. Es geht also nicht um das Sammeln einzelner Begriffe, die man auch ersetzen k&ouml;nnte, sondern darum, ob sich eigenst&auml;ndige Kulturen in &uuml;bertriebenem Ma&szlig;e einem Hegemon so unterordnen sollen, bis von ihnen nicht mehr &uuml;brig bleibt als&nbsp; von den Ureinwohnern der USA . Doch Danke, dass Sie dieses Thema, welches in Deutschland (und Russland)&nbsp; kaum jemanden interessiert, angesto&szlig;en haben.&nbsp;<\/p><p>Fred Buttkewitz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>17. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Hr. M&uuml;ller,<\/p><p>meine liebste Wortsch&ouml;pfung ist und bleibt das Verb &bdquo;boostern&ldquo; und seine Bedeutung.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e und weiter so<\/p><p>Matthias Andersen<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>18. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag, Herr M&uuml;ller,<\/p><p>ein sehr ansprechendes Thema greifen Sie auf. Vielen Dank!<br>\nF&uuml;r mich geht es einher mit der Frage:<br>\nGibt es Themen, die f&uuml;r Deutsche so wesentlich sind, dass sie daf&uuml;r eintreten?<\/p><p>Die Liste der Begriffe l&auml;sst sich beliebig fortsetzen.<br>\nDazu gibt es so viele Beispiele, dass ich mich darin verlieren k&ouml;nnte.<br>\nSeltsame Tanten sind aufgetaucht &ndash; Kombattanten und Dilettanten.<br>\nLetal &ndash; war mir bislang als medizinischer Begriff bekannt.<br>\nZunehmend findet es sich seit einiger Zeit als Besch&ouml;nigung, H&uuml;llwort, Verbr&auml;mung (Euphemismus,) um das (h&auml;ssliche?) Wort t&ouml;dlich zu umgehen.<\/p><p>Was mein Sprachgef&uuml;hl besonders schmerzlich trifft, ist die geschriebene Umgangssprache.<br>\nBesonders betroffen erscheint mir der unbestimmte Artikel &ndash; ein, eine, einen &ndash; in seiner m&auml;nnlichen Form.<br>\nIch m&ouml;chte das nachstehend deutlich machen.<br>\n&gt;&gt; Wenn ein Mann ein Mann an sein &Auml;rmel zieht, dann interessiert das kein.<br>\nEs gibt kein Beweis. Nur ein &auml;rgerlicher Hinweis. Vielleicht. Es handelt sich um ein Verdacht.<br>\nGibt es ein, der das genau beobachtet hat und dem nachgeht?<br>\nEntschuldigen Sie mich. Ich muss mein Puls runterfahren.&lt;&lt;<\/p><p>Dergleichen begegnet mir sogar bei Journalisten, die im allgemeinen der Rechtschreibung m&auml;chtig sind.<br>\nGeh&ouml;rt einfach mein Sprachgef&uuml;hl upgedatet? Oder &ndash; was sage ich? &ndash; hei&szlig;t es geupdatet?<br>\nDen 2. Teil Ihres Textes erwarte ich mit Vorfreude. Vielen Dank.<br>\nanna g<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>19. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Nachdenkseiten-Team,<\/p><p>zu den sprachlichen Verwirrungen hier gleich zwei Begriffe. Ich erhielt gerade ein Angebot f&uuml;r ein Webinar, also Seminar via Internet. Der zweite Begriff s.o.. Ich h&auml;tte auch Mannschaft verwenden k&ouml;nnen, aber damit w&uuml;rde ich m&ouml;glicherweise die Frauen diskriminieren. Crew schlie&szlig;t sich selbst aus. Kollegium gilt wohl nur in Verbindung mit Lehrern. Kollektiv ist zu politisch belastet. Riege klingt zu sportlich. Arbeitsgruppe, Personal oder Vertretung passen ebenfalls nicht. Daher bleibt&acute;s bei dem Team. Denn manchmal sind auch deutsche&nbsp;Begriffen nicht so griffig.&nbsp;<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e und Dank f&uuml;r Ihre Arbeit<\/p><p>Willy Hardes<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>20. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>ganz schnell auf Ihre sch&auml;tzenswerte Initiative reagierend (ich k&ouml;nnte -auch vor Wut &uuml;ber die Sprachverhunzung &ndash; endlos weitermachen): Zitat aus dem Fernsehen&nbsp;&bdquo;ich bin geflashed,&hellip; einfach nur wow&ldquo; &ndash; oder das&nbsp;&bdquo;highlight&ldquo; f&uuml;r den sch&ouml;nen deutschen, sehr bildhaften Ausdruck&nbsp;&bdquo;Glanzlicht&ldquo;.<\/p><p>&Uuml;ber die Zitate Ihrer Gro&szlig;mutter habe ich mich gefreut, obwohl ich &uuml;ber die franz&ouml;sischen Ausdr&uuml;cke, &bdquo;Schossee&ldquo; z.B., meiner Mannheimer Gro&szlig;mutter, Jahrgang 1875, oft gesp&ouml;ttelt habe.<\/p><p>Ich freue mich auf Ihre Sammlung &ndash; gern auch die nun oft altert&uuml;mlich wirkenden franz&ouml;sischen W&ouml;rter &ndash; und gr&uuml;&szlig;e Sie herzlich,<\/p><p>Herbert Wolf<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>21. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Moin, moin,<\/p><p>anbei einige Funde, auf die ich gerne verzichten w&uuml;rde.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<\/p><p>J&ouml;rg<\/p><p>Denglisch<\/p><p>Cancel Culture = Zensurkultur<\/p><p>CEO = Chief Exekutive Officer = Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer, Generaldirektor, Vorstands-vorsitzender<\/p><p>Framing = Einige Aspekte der Wirklichkeit werden hervorgehoben und andere weggelassen.<\/p><p>Fake = F&auml;lschung<br>\nFake News = frei erfundene Geschichten<\/p><p>Hashtag, der oder das = Verschlagwortung, um Nachrichten auffindbar zu machen. Z.B. #Wikipedia ist eine #Enzyklop&auml;die.<br>\nhash = Doppelkreuz, also #<br>\ntag = Markierung<\/p><p>k.o.-Kriterium<\/p><p>Narrativ = Erz&auml;hlung<\/p><p>Podcast = H&ouml;rdatei im Internet.<br>\nPod = play on demand = spielen auf Abruf<br>\ncast = Broadcast = Rundfunk<\/p><p>PR = Propaganda<\/p><p>Shitstorm<\/p><p>ThinkTank = Denkfabrik<\/p><p>Whistleblower = Hinweisgeber<\/p><p>Who&rsquo;s Who<\/p><p>ready = bereit<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>22. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Ich m&ouml;chte keinen Hinweis auf alte oder neue Lehn- oder Fremdw&ouml;rter geben, sondern auf eine politische Funktion hinweisen, die solche W&ouml;rter mitunter haben.<\/p><p>Mein Eindruck ist, dass sie gelegentlich benutzt werden, um zu verschleiern, was gesagt wird. Anders formuliert, sie werden gelegentlich benutzt, damit unbedarfte Gespr&auml;chsteilnehmer nicht verstehen, was gesagt wird. Als Beispiel fiel mir dazu seinerzeit das Wort &ldquo;Lockdown&rdquo; auf.<\/p><p>Ich habe seit langer Zeit beim Vergleich des Deutschen mit dem Englischen den Eindruck, dass die Bedeutungsbreite vieler W&ouml;rter im Englischen gr&ouml;&szlig;er ist als im Deutschen. Eine Person, die sich nicht sehr gut auf diese Sprache versteht, wird schon aus diesem Grund am Gespr&auml;ch nur bedingt teilnehmen k&ouml;nnen. Es sei denn, sie gibt sich als verh&auml;ltnism&auml;ssig ungebildet oder &uuml;berm&auml;&szlig;ig kritisch zu erkennen, indem sie (immer wieder) nach der Bedeutung derartiger W&ouml;rter nachfragt. Beides aber wird diese Person in vielen F&auml;llen als jemanden ausweisen, dem man besser nicht genauer zuh&ouml;ren oder gar folgen sollte.<\/p><p>Die Ver&auml;nderung unserer Sprache wird durch den Umstand vorangetrieben, dass einerseits die in Deutschland historisch ans&auml;ssige Bev&ouml;lkerung seit etwa 40 Jahren viel weniger Kinder produziert, als n&ouml;tig w&auml;ren, um sich zu reproduzieren und andererseits viele junge Menschen aus L&auml;ndern zugewandert sind, die dem traditionellen deutschen Kulturkreis fern sind. Dieser Personenkreise ist meiner Beobachtung nach zu einem gro&szlig;en Teil weder interessiert noch bef&auml;higt dazu, die deutsche Sprache auf ein muttersprachliches Niveau hin zu erlernen.<\/p><p>Die deutsche Sprache stirbt meiner Meinung nach. In den &ouml;ffentlichen Verkehrsmitteln ist sie nur noch selten anzutreffen. Reklame an Gesch&auml;ften bedient sich sehr stark Fremdw&ouml;rtern. Dabei sind Anglizismen dominierend. Restaurants, in denen es traditionell deutsche K&uuml;che gibt, sind, meiner Beobachtung nach, praktisch ausgestorben. Die US-amerikanische &ldquo;Kultur&rdquo;-Industrie tr&auml;gt einiges zu dieser Verschiebung der Sprachnutzung bei indem sie ihre Filme, Musik und sonstige Kunst in der Welt verbreitet. Es ist bekannt, dass dies von geheimdienstlicher Seite genutzt wird um politische Positionen zu verbreiten, die f&uuml;r die USA angenehm sind. Offensichtlich stirbt mit einer Sprache die Kultur, die in dieser Sprache lebte.<\/p><p>An und f&uuml;r sich ist das Nutzen von Fremdw&ouml;rtern nat&uuml;rlich nicht einfach gut oder schlecht. Es gibt oft gute Gr&uuml;nde f&uuml;r die Benutzung von Fremdworten. Einer dieser Gr&uuml;nde ist zum Beispiel, dass in einer Sprache &uuml;ber Dinge geredet wird, &uuml;ber die in einer anderen Sprache (noch) nicht geredet wird. Es kann sein, dass sich die betreffenden Gesellschaften unterschiedlich entwickeln und daher unterschiedliche Bed&uuml;rfnisse an die Sprache entstehen, in der diese Entwicklung reflektiert wird.<\/p><p>Deutschland ist in den letzten Jahrzehnten zu einem Vasallen der USA herabgesunken. Meiner Meinung nach zeigt sich diese Entwicklung am deutlichsten darin, dass wir keine von den USA unabh&auml;ngige Sprach- und damit Kulturentwicklung mehr haben.<\/p><p>Roland Kaschek<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>23. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Nachdenker,<\/p><p>interessantes Thema, &uuml;ber das ich zunehmend stolpere. Fremdw&ouml;rter sollen die Sprache bereichern, denke ich. Wenn die Indianer (Oh, Gott! Meine f***ing correctness&hellip;) nun mal in einem Tipi wohnen, dann sollte man das auch so nennen. Auch wenn ,,spitzwinkliges Zelt ohne Boden aus Tierhaut&rdquo; dasselbe umschreibt. Samowar ist ein &auml;hnliches Beispiel. Man sieht, worauf ich hinaus will.<\/p><p>Was wir aber jetzt erleben, ist die Zerst&ouml;rung der europ&auml;ischen Kulturen und deren Sprachen. Nach dem zweiten Weltkrieg haben wir auch den ,,Kulturkrieg&rdquo; verloren und sind jetzt alle kleine Yankees. Hollywood l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en und transportierte diese ,,Kultur&rdquo;, die ja keine ist, weil aus einem zusammengew&uuml;rfelten Haufen Menschen innerhalb von 250 Jahren nun einmal keine Kultur entsteht, direkt in das Wohnzimmer des amerikanischen Einflussbereichs. Und weil die ja den Krieg gewonnen haben (jaja, die Russen werden jetzt protestieren) und weil alles so sch&ouml;n bunt und einfach zusammengelogen wurde, haben halt alle mitgemacht. Es war ja auch so modern, diese Lebensart.<\/p><p>Vermutlich haben die Weltenlenker dies aber aus Kalk&uuml;l geschehen lassen: Wer die Sprache verarmt, der f&ouml;rdert die Dummheit. Ich kann nur &uuml;ber Dinge nachdenken, die ich benennen kann. Passt doch super f&uuml;r herrschs&uuml;chtige Eliten. In diesem Rahmen passt auch die cancel culture, die auch gerne englisch bleiben kann, damit jeder wei&szlig;, woher diese Zensur auf Steroiden kommt.<\/p><p>Weiter vertrat einmal ein Schriftgelehrter die Ansicht, dass dieser moderne Kauderwelsch eine faschistoide Entwicklung sei. Wer denglischen Bl&ouml;dsinn redet, der beweist sein mitmachen, sein dabei sein. Der Rest ist halt nicht geeignet, um gewisse Positionen zu bekleiden. Dieser Rest ist ja beileibe nicht nur unmodern sondern nahezu def&auml;tistisch. Dieses Denglisch ist zum Trennen da. Ich glaube, dass der Lauf der Zeit diesem Mann Recht gab. Faschistische Entwicklungen haben wir ja genug.<\/p><p>Fazit: Im jetzigen Fall wird die Sprache verarmt und im kombinierten Westen gleichgeschaltet und zensiert. Und das von der kulturlosesten Nation unter Gottes Sonne. Deshalb bin ich gegen Anglizismen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p><p>Florian App<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>24. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Sie treffen mit Ihrem Artikel mal wieder ins Schwarze. Auch mir fallen auf Anhieb eine ganze Reihe Beispiele (v.a. Anglizismen) ein, die unsere Sprache nicht wirklich bereichern. Nur auf die Schnelle ein paar Begriffe:<\/p><ul>\n<li>Support<\/li>\n<li>Stakeholder<\/li>\n<li>Homeoffice<\/li>\n<li>Work-Life-Balance<\/li>\n<li>Whataboutism (auch so ein Modewort)<\/li>\n<li>Sich committen (besonders gruselig!)<\/li>\n<li>Deadline<\/li>\n<li>Brainstorming<\/li>\n<li>asap (as soon as possible)<\/li>\n<li>Best Practice Ansatz<\/li>\n<li>Win-Win-Situation<\/li>\n<li>Compliance Beauftragter<\/li>\n<\/ul><p>usw usw.<\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r Ihre wichtige und hilfreiche Arbeit!<\/p><p>Peter Sauer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>25. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>wenn Fremdw&ouml;rter f&uuml;r Gegenst&auml;nde benutzt werden, die es zum Zeitpunkt ihrer &Uuml;bernahme in die eigene Sprache und Lebensraum in dieser Form nicht gab, kann man von Bereicherung sprechen. Der erworbenen Sache, aber auch des Wortschatzes wegen.<\/p><p>Das &ldquo;labeln&rdquo; allerdings geriet &ouml;fters ins &ldquo;labern&rdquo;, was auch bei einigen anderen eingedeutschen Fremdw&ouml;rtern eher von Un&uuml;bertragbarkeit zeugt, schlussendlich zum falschen Verst&auml;ndnis f&uuml;hrt, aufgrund entsprechend falscher, zumindest ungenauer, irref&uuml;hrender Verwendung des Begriffs.<\/p><p>Zum Schmunzeln ist das allerdings nicht zwingend, die beigef&uuml;gte Grafik dann eher.<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nH.L.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240428-LBS-Narrativ-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240428-LBS-Narrativ-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/div><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>26. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>seit den Jahren 1999\/2000 geistert in der Schul- und Kulturverwaltung des Landes Schleswig-Holstein ein begriff herum, der an L&auml;cherlichkeit nicht zu &uuml;berbieten ist: <a href=\"https:\/\/enrichment.schleswig-holstein.de\/\">enrichment.schleswig-holstein.de\/<\/a><\/p><p>Ich zitiere:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Schulische Begabtenf&ouml;rderung besteht aus mehreren Bausteinen. Zentral ist die individuelle F&ouml;rderung innerhalb des Schulunterrichtes. Alle unterrichtlichen Ma&szlig;nahmen, welche die individuelle Entwicklung des Einzelnen an jedem Schultag voranbringen, haben stets Vorrang.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>&ldquo;Enrichment&rdquo; ist im englischen unter anderem der begriff f&uuml;r die Urananreicherung!<\/p><p>Mit der Wahl dieses Titels wollte man dem ganzen Projekt eine herausgehobene Bedeutung geben und hofft, man k&ouml;nne mit einem Fremdwort doch unter Beweis stellen, wie gebildet man ist.<\/p><p>Weitere Beispiele gef&auml;llig?<\/p><ul>\n<li>Die performance des songwriters war das highlight des events.<\/li>\n<li>Das meeting begann mit dem morgendlichen briefing durch den CEO und wurde dann mit einem ausf&uuml;hrlichen brainstorming fortgesetzt.<\/li>\n<li>Unsere community braucht auf ihrer homepage mehr content.<\/li>\n<li>Dieses kleine Landhotel ist ein echtes hideaway. Bitte leake diesen insidertipp nicht, sonst wird das ganz easy zum mainstream.<\/li>\n<\/ul><p>Danke f&uuml;r Ihren Einsatz!<\/p><p>Horst Wandersleben<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>27. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>ich freue mich &uuml;ber Ihren Artikel und grunds&auml;tzlich &uuml;ber jeden, der die unn&ouml;tige und unpassende Verwendung von Fremdw&ouml;rtern thematisiert. Nicht, weil ich sonst nichts zu tun h&auml;tte, sondern einfach deshalb, weil es manchmal f&ouml;rmlich wehtut&hellip;<\/p><p>Das beste Beispiel ist doch das &ldquo;geleakte&rdquo; Gespr&auml;ch (&ldquo;Meeting&rdquo;) der Bundeswehrgener&auml;le, die scheinbar auf Wunsch ihrer US-Kollegen die Zerst&ouml;rung der Krimbr&uuml;cke geplant haben, ohne dass das ans Licht kommt (also fast schon eine Verschw&ouml;rung). Da wurden aus einem harmlosen Angriff aus dem Hinterhalt, Neudeutsch &ldquo;reachback&rdquo;, laut Tagesschau schnell gepanzerte &ldquo;Ridgeback-Fahrzeuge&rdquo;: <a href=\"https:\/\/archive.ph\/qVN3G\">archive.ph\/qVN3G<\/a><br>\nDas passiert, wenn man im Gruppenzwang englische W&ouml;rter versucht zu verwenden, bis man sich selbst unter Landleuten nicht mehr normal versteht. Das ist auch kein Milit&auml;rjargon, wie irgendein Qualit&auml;tsmedium schrieb, das Ph&auml;nomen existiert auch in anderen Branchen.<\/p><p>Hinweis. &ldquo;Unn&ouml;tig&rdquo; sind Fremdw&ouml;rter dann, wenn es ein gleichwertiges Wort in der eigenen Sprache gibt (Telefonat &ndash; &ldquo;call&rdquo;); Namen und manche Begriffe, f&uuml;r die es keine einheitliche &Uuml;bersetzung gibt, muss man eben &uuml;bernehmen (&ldquo;PCR&rdquo; wird man ausgeschrieben und &uuml;bersetzt nicht zuordnen k&ouml;nnen).<\/p><p>Tipp: Wer die Gelegenheit hat, Ausl&auml;nder kennenzulernen, bspw. bei Sprachkursen, wird h&auml;ufig Redewendungen erkl&auml;ren m&uuml;ssen und wird dabei zwangsl&auml;ufig mit der Frage konfrontiert, warum dieses oder jene vermeintlich deutsche Wort nun englisch ausgesprochen werden soll, wie man es noch ausdr&uuml;cken k&ouml;nnte usw. Derartige Auslandserfahrung kann also, richtig umgesetzt, nicht nur den Horizont erweitern, sondern man kann auch zuvor unbemerkte Nebens&auml;chlichkeiten wie die eigene Sprache und Herkunft besser (oder &uuml;berhaupt erst) verstehen und zu sch&auml;tzen lernen. Wer vor einer Reise erst zu Hause anfangen will, d&uuml;rfte in jeder Gro&szlig;stadt Ausl&auml;nder finden, ob aus Bosnien, Italien oder der T&uuml;rkei, die Deutsch lernen wollen und ihre jeweilige Sprache vermitteln k&ouml;nnen. Aktuell kommen mit den ukrainischen Fl&uuml;chtlingen ja viele hinzu, die Russisch vermitteln k&ouml;nnten. Egal welche Sprache oder Kultur einen interessiert &ndash; richtig angewendet kennt man hinterher nicht nur eine neue Sprache, eine neue Stadt, neue Freunde, sondern lernt dabei erst die deutsche Sprache besser kennen, wodurch man weniger dazu neigt, unn&ouml;tige Fremdw&ouml;rter einzusetzen. Ach ja, und vertrauen Sie niemandem, der Ihnen derartige Erfahrungen gegen Geld verkaufen will.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nP.S.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>28. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Ihre Beobachtung&nbsp;teile ich vollst&auml;ndig und kann sie noch erg&auml;nzen.<\/p><p>Ja, ich kenne als geb&uuml;rtiger Vogtl&auml;nder Begriffe, die b&ouml;hmische Exulanten oder Oberpf&auml;lzer in unsere Mundart eingebracht hatten, die wir als Kinder selbstverst&auml;ndlich verwendeten.<\/p><p>In der IT sprachen wir in den 70 Jahren von assembeln, editieren, linken, compilieren und superzappen. Die Begriffe blieben aber unter den IT-lern und fanden nicht den Weg in den Sprachgebrauch.<\/p><p>Dies &auml;nderte sich f&uuml;r mich gef&uuml;hlt vor ca. 20 Jahren. Ich erinnere mich noch an meine Schwiegereltern, die fragten, was hei&szlig;t denn meet oder sale?&nbsp; Wei&szlig; heute ein 20-J&auml;hriger noch was ein Schlussverkauf ist?<\/p><p>Ihr Artikel war f&uuml;r mich Anlass, kurz&nbsp; mal auf 3 km in Schwerin einige Fotos von Plakatwerbung zu machen. Ich stelle sie aus Volumengr&uuml;nden in meinem &ldquo;cloud-Speicher&rdquo; zur Verf&uuml;gung hier.&nbsp;Gerne auch f&uuml;r Leser zug&auml;nglich! Leider waren einige besondere H&ouml;hepunkte in dinglisch, &uuml;ber die ich mich in den letzten Wochen erregt hatte, verschwunden oder von Wind und Regen zerfetzt.<\/p><p>Besonders bezeichnend finde ich das Werbeplakat f&uuml;r den &ldquo;Girls Day&rdquo; der Landesregierung mit einer &ldquo;waschechten Ureinwohnerin&rdquo; Mecklenburg-Vorpommerns (Anlage).<\/p><p>F&uuml;r Ihre Sammlung&nbsp; biete ich:<\/p><p>canceln, gecanzelt, &hellip;.<\/p><p>updaten, geupdatet, &hellip;.<\/p><p>liken, geliket, &hellip;.<\/p><p>meet, Meeting<\/p><p>shoppen, Shopping-Center<\/p><p>clean<\/p><p>Wash-Center<\/p><p>Es ist auch keine nat&uuml;rliche Entwicklung der Sprache, bei aller Internationalisierung. Viele Ostdeutsche ab ca. 50 Jahre haben meist nur geringe Englischkenntnisse, die Reichweite der Werbung wird also beschr&auml;nkt und trotzdem dieser massive Gebrauch!<\/p><p>Also Augen auf und die so beworbenen Leistungen und Produkte ablehnen und immer wo m&ouml;glich die deutschen Begriffe auch gegen&uuml;ber den Kindern und Enkeln verwenden. Ich finde &ldquo;Kids&rdquo; und &ldquo;Kiddis&rdquo; einfach zum &ldquo;Kotzen&rdquo;! Deutsch ist eine so sch&ouml;ne Sprache und wir d&uuml;rfen sie uns nicht gezielt kaputt machen lassen!<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nUlrich Leonhardt<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240428-LBS-Narrativ-02.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240428-LBS-Narrativ-02.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/div><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>29. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller, <\/p><p>&uuml;ber den Wandel der deutschen Sprache hat Thomas Freitag vor etlichen Jahren mal einen recht am&uuml;santen Beitrag gebracht:<\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/8ggwuN5NkFs?si=1_nVSQpW6U3f2gAC\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p>Titel: Thomas Freitag &ndash; Schillers Glocke<\/p><p>Dauer: Ca. 4 Minuten (ist ein Ausschnitt)<\/p><p>Was davon nun der Wahrheit entspricht und was vielleicht eher scherzhaft gemeint ist, kann ich jedoch nur vermuten.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<\/p><p>Kersten Polzin<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>30. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren:<\/p><p>Hier noch einige bekannte Begriffe vor allem aus dem Englischen:<\/p><p>Friseur: Das Wort stammt ja aus dem Franz&ouml;sischen wird aber mit &ldquo;Fris&ouml;r&rdquo; &ldquo;eingendeutsch.<\/p><p>Computer: Das kennt wohl jeder.<\/p><p>Handy: Eigentlich ist dieses Wort in dieser Bedeutung in Englisch sprechenden L&auml;ndern unbekannt. Dort heisst es Mobile oder Cell Phone<\/p><p>Gebrieft: Dieser Begriff soll wohl so etwas wie eingef&uuml;hrt oder geschult bedeuten.<\/p><p>Update: Das ist wohl mit dem lateinischen Wort aktualisieren oder Aktualisierung zu &uuml;bersetzen.<\/p><p>Scannen\/Scanner: Heute geh&ouml;rt dieses Wort zur Alltagssprache. Es ist leider nur schwer einzudeutschen.<\/p><p>LASER: Wie RADAR ein Akronym f&uuml;r heute auch und sogar in Alltagsger&auml;ten benutzte Ger&auml;te. <\/p><p>Hochachtungsvoll<\/p><p>R.K.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>31. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr M&uuml;ller,<\/p><p>vielen Dank, dass sie auf die vielen &uuml;berfl&uuml;ssigen und &bdquo;modischen&ldquo; Sprachentlehnungen aufmerksam machen. Ich &auml;rgere mich auch immer wieder &uuml;ber solcherlei Erscheinungen und frage mich oft, wer sich den ganzen Bl&ouml;dsinn ausdenkt und wie er in den Sprachgebrauch kommt. Dabei sind Lehnw&ouml;rter grunds&auml;tzlich nat&uuml;rlich eine Bereicherung &ndash; allerdings scheint mir der Gebrauch vieler englischer Begriffe oft geradezu zwanghaft zu erfolgen, besonders in der Werbung, wenn es z.B. hei&szlig;t &bdquo;O2 can do&ldquo;. Also auf Deutsch: &bdquo;O zwei kann tun&ldquo;. Oder: &bdquo;Together we can&ldquo;. Brrr!<\/p><p>Jedenfalls m&ouml;chte ich Ihre Sammlung ein ein bisschen erg&auml;nzen:<\/p><p>&bdquo;Fuck!&ldquo; &ndash; offenbar k&ouml;nnen Deutsche nicht mal mehr in der eigenen Sprache fluchen<\/p><p>Framing<\/p><p>Nudging<\/p><p>Bullshit<\/p><p>Teamf&auml;hig<\/p><p>Dynamisch<\/p><p>Commitment<\/p><p>ASAP<\/p><p>AKA<\/p><p>&bdquo;forwarden&ldquo; (bezieht sich auf das Weitersenden einer E-Mail)<\/p><p>Draft<\/p><p>Fragrance (&uuml;berall in der Werbung statt &bdquo;Parfum&ldquo; &ndash; was ja auch schon kein deutsches Wort ist ;-)<\/p><p>&bdquo;Girl&rsquo;s Day&ldquo;<\/p><p>&bdquo;Day of Song&ldquo;<\/p><p>Okay (in jedweder Betonung: &bdquo;Ah, okay?&ldquo; &bdquo;Ah, okaaay!&ldquo;<\/p><p>Synergie<\/p><p>Populismus<\/p><p>&ldquo;Zivil&ldquo;gesellschaft<\/p><p>&hellip; und es gibt ein paar Floskeln, die wohl irgendwie ins Deutsche &bdquo;r&uuml;ck&uuml;bersetzt&ldquo; wurden, vermutlich bei der bzw. durch die Synchronisation von amerikanischen Spielfilmen usw.:<\/p><p>&ldquo;Nicht wirklich&ldquo; (&ldquo;not really&rdquo;)<\/p><p>Jahreszahl plus &bdquo;in&ldquo; &ndash; &nbsp;also: &ldquo;das Unternehmen wurde IN&nbsp;2021 gegr&uuml;ndet&ldquo; statt &bdquo;das Unternehmen wurde 2021 gegr&uuml;ndet&ldquo;<\/p><p>&ldquo;Junge Dame&rdquo; (als Anrede, &bdquo;young Lady&ldquo;)<\/p><p>&ldquo;alles bestens&rdquo;<\/p><p>&ldquo;erinnerst du das?&rdquo;<\/p><p>&ldquo;komm schon!&rdquo; (&bdquo;come on!&ldquo;)<\/p><p>Ferner gibt es Sprachmoden (&bdquo;Dummdeutsch&ldquo;), wei&szlig; der Teufel, woher die kommen:<\/p><p>&bdquo;Ich sag mal!&ldquo;<\/p><p>&bdquo;Ein St&uuml;ck weit&ldquo;<\/p><p>&ldquo;In die Karten spielen&ldquo; (dabei spielt man &ndash; korrekterweise &ndash; jemandem in die H&Auml;NDE)<\/p><p>&bdquo;Er macht sich einen schlanken Fu&szlig;&ldquo;<\/p><p>&bdquo;Wir m&uuml;ssen dicke Bretter bohren&ldquo;<\/p><p>&ldquo;Sich ehrlich machen.&ldquo;<\/p><p>&ldquo;Verstehst du, was ich meine?&ldquo;<\/p><p>&bdquo;Sex haben&ldquo;, &bdquo;sie hatten Sex miteinander&ldquo;<\/p><p>&bdquo;Ich bin gleich bei Ihnen&ldquo;<\/p><p>und das Schlimmste:<\/p><p>&bdquo;Hat (Person X) noch das Heft des Handelns in der Hand?&ldquo;&nbsp;<\/p><p>(Wenn ich &ndash; wahrscheinlich &uuml;berfl&uuml;ssiger Weise &ndash; noch hinzuf&uuml;gen darf: Die Redensart bezieht sich auf den Schwertgriff &ndash; wer das Heft in der Hand h&auml;lt, hat die Macht, weil er bewaffnet ist; mit einem &bdquo;Heft&ldquo;, in dem etwa die Regeln des Handelns aufgeschrieben sind, hat das nichts zu tun!)&nbsp;<\/p><p>Alles ganz sch&ouml;n &bdquo;strange&ldquo;, oder?<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p><p>Michael Steinmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>32. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>noch wichtiger, als den blo&szlig;en Wandel in unserem Sprachgebrauch, konstatiere ich den Bedeutungswandel, der damit einhergeht.<\/p><p>Wenn ausschlie&szlig;lich Narrative &ndash; also Erz&auml;hlungen &ndash; unseren politischen Diskurs bestimmen, wird damit ausgedr&uuml;ckt, dass es keinerlei Auseinandersetzung &uuml;ber richtig oder falsch mehr gibt. Politische Diskussionen mit Argumenten, die die Richtigkeit von Meinungen belegen, gibt es daher nicht mehr. Denn &uuml;ber Erz&auml;hlungen kann man nicht diskutieren; diese stehen einfach gleichberechtigt nebeneinander.<\/p><p>Auch das Wort &bdquo;Einordnung&ldquo; vermittelt den Eindruck, als ob die Bewertung eines politischen Sachverhalts ein f&uuml;r allemal feststeht. Diskutieren kann man &uuml;ber eine vorgegebene Einordnung nicht mehr. Dieser Eindruck wird zumindest mit dieser Wortwahl &ndash; beziehungsweise mit dem heutigen &bdquo;angesagten Sprech&ldquo; &ndash; vermittelt.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e von Angelika Ebersp&auml;cher<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>33. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>vielen Dank, dass Sie die Thematik aufgreifen, denn die Verwendung einer gepflegten Ausdrucksweise und auch die Etablierung neuer Begriffe kann auch eine wichtige Aufgabe der Oppositionsmedien sein.<\/p><p>Denn es sind ja nicht nur die Versuche Begriffe aus dem angels&auml;chsischen Sprachgebrauch einzudeutschen und damit komische Schreibweisen und komischere Formulierungen zu produzieren, sondern es ist ein allgemeiner Verfall festzustellen.<\/p><p>Jutta Limbach hat dazu ein Buch ver&ouml;ffentlicht: <a href=\"https:\/\/www.perlentaucher.de\/buch\/jutta-limbach\/hat-deutsch-eine-zukunft.html\">perlentaucher.de\/buch\/jutta-limbach\/hat-deutsch-eine-zukunft.html<\/a><\/p><p>Ein Artikel des Herrn H&uuml;bschen veranlasste mich neulich zu einem Leserbrief:<\/p><p>Zitate:<br>\n&ldquo;Geradezu witzig ist ja die Idee, dass es eine deutsche Parabel vom &ldquo;Boiling-Frog-Syndrom&rdquo; g&auml;be. Da bleibt nur Ihnen zu Ihrem Humor zu gratulieren.&rdquo;<\/p><p>&ldquo;Immer wenn &ldquo;im Iran, Jemen, Irak&rdquo; formuliert wird oder &ldquo;vom Iran, Irak, Jemen&rdquo;, aber auch von &ldquo;der Iran, Irak, Jemen&rdquo; die Rede ist, wei&szlig; ich, wie fundiert die Betrachtung ist. Dass niemand &ldquo;im Deutschland&rdquo; oder &ldquo;vom Deutschland&rdquo; schreibt, f&auml;llt nicht auf. Deutlich eleganter w&auml;re der Versuch ohne &uuml;berfl&uuml;ssige Worte auszukommen, ansonsten k&ouml;nnte auch &ldquo;von Iran&rdquo; die Rede sein, wie auch normalerweise &ldquo;von Deutschland&rdquo; die Rede ist und nicht vom Deutschland.&rdquo;<\/p><p>Mein vor ca. 20 Jahren gescheiterter Versuch, anstelle &ldquo;Liftlanding&rdquo; einfach &ldquo;Aufzugsvorraum&rdquo; zu benutzen, erz&auml;hle ich gerne in dem Zusammenhang.<\/p><p>Aber Ihnen geht es ja im ersten Schritt um Denglisch. Lassen Sie uns alle damit anfangen diese Begrifflichkeiten zu meiden und Ersatz zu finden.<\/p><p>Sch&ouml;ne Gr&uuml;&szlig;e<\/p><p>Axel Klein<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>34. Leserbrief<\/strong><\/p><p>download :&nbsp; ich habe downgeloadet oder gedownloaded (grauenhaft das )<\/p><p>aus der Fernsehwerbung: &ldquo;streamen&rdquo; sie jetzt die neuesten Serien<\/p><p>nat&uuml;rlich auch : Fakenews&nbsp; (nannte man fr&uuml;her auch mal Zeitungsente)<\/p><p>catering <\/p><p>oder dieser eine Rennfahrer der gesagt hat : ich habe das Gef&uuml;hl dass mit meinem feeling was nicht stimmt<\/p><p>biker statt Radfahrer , e-bike statt Elektrofahrrad oder elektrisches Fahrrad<\/p><p>TV statt Fernsehen<\/p><p>news statt Nachrichten<\/p><p>die Liste ist schier endlos doch mehr f&auml;llt mir auf die Schnelle nicht ein .<\/p><p>Gru&szlig; G.Schachtschneider , ein treuer Leser Ihrer Seiten<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>35. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller<\/p><p>Sie greifen hier ein Thema wieder auf, das Sie schon im Dezember 2022 angesprochen haben. Damals schrieb ich Ihnen dazu ein paar Gedanken. Den damaligen Text h&auml;nge ich an diese Nachricht. Meine zentrale Aussage darin, dass es sicher viel gedankenloses und wichtigtuerisches Hantieren mit Fremdw&ouml;rtern, insbesondere mit oft &uuml;berfl&uuml;ssigen Anglizismen und unverstandenen Ausdr&uuml;cken aus der Wissenschaftssprache gibt, die entscheidenden Handlungsfelder f&uuml;r das, heute weitgehend degenerierte und wieder zu entwickelnde, sprachliche bzw. mentale Immunsystem jedoch anderswo zu suchen sind, n&auml;mlich in den Angriffen auf die syntaktische und semantische Struktur der Sprache, erhalte ich nicht nur aufrecht, sondern bin ich geneigt zu versch&auml;rfen. Dies auszuf&uuml;hren w&uuml;rde etwas mehr Raum in Form einer &Uuml;berarbeitung des begleitenden Textes und damit vor allem mehr Zeit kosten, als mir heute Abend zur Verf&uuml;gung steht.<\/p><p>Kurz zu den von Ihnen aufgef&uuml;hrten Beispielen: Das englische Nomen &rsaquo;Label&lsaquo; ist gerade dabei, das franz&ouml;sische &rsaquo;Etikett&lsaquo; zu verdr&auml;ngen. Das ist etwas gew&ouml;hnungsbed&uuml;rftig, entspricht jedoch dem Wandel der Machtverh&auml;ltnisse. Sein Einfallstor fand das Label schon fr&uuml;h in der Kulturindustrie, insbesondere deren popul&auml;ren Sektor. Bei Label dachte man vor Jahrzehnten nicht an das Senfglas, sondern an die Schallplatte bzw. deren Verlagssparte, die inzwischen nur noch die hartgesottenen Liebhaber der ersteren kennen. Sehr charmant erscheint mir der Einzug der dem Motto &rsaquo;there is no noun that can&rsquo;t be verbed&lsaquo; folgenden englischen Sprachpraxis ins Deutsche in Gestalt des Verbs &rsaquo;labeln&lsaquo;, das sich allerdings weniger in der Nachbarschaft von Senf- und anderen Gl&auml;sern bewegt, sondern semantisch sich dem auf analoge Weise ins Deutsche eingewanderten &rsaquo;framen&lsaquo; ann&auml;hert. Wie auch immer, gewitzt verwendet, k&ouml;nnen solche Migranten die Sprache auch bereichern.<\/p><p>Das Deutsche ist n&auml;mlich recht robust und vermag sehr viel zu verdauen. Genau deshalb sollte man vor allem darauf achten, seine Essenz zu bewahren, aus der seine Lebenskraft, insbesondere seine F&auml;higkeit sich Fremdes anzuverwandeln, sich speist. Gerade die von Ihnen erw&auml;hnten franz&ouml;sischen Ausdr&uuml;cke best&auml;tigen diese angleichende Kraft. Das Franz&ouml;sische war nicht nur in Preu&szlig;en, sondern weithin in Europa die in den Bildungsschichten pr&auml;ferierte&nbsp;&mdash; schon wieder so ein Ausdruck!&nbsp;&mdash; Konversationssprache. Das hatte auch den angenehmen Effekt, dass die Domestiken und die kleineren Kinder vom manchmal delikaten Inhalt des Gespr&auml;chs nichts verstanden. Doch im Gegensatz zu den bildungssprachlichen Residuen wie etwa der So&szlig;e, der Etikette und der Domestik, sind viele der im S&uuml;dwesten, wo ich, nur etwas weiter s&uuml;dlich, ebenfalls meine Jugend verbrachte, lange Zeit gebr&auml;uchlichen und heute zunehmend verschwindenden franz&ouml;sischen Ausdr&uuml;cke sicher weniger aus der Bildungssprache abgesunken, sondern verdanken sich vielmehr dem allt&auml;glichen Austausch mit den mehrmals f&uuml;r etliche Jahre im Lande stehenden Truppen und, nicht zuletzt, auch dem Umstand, dass nicht wenige aus den unteren Schichten sich mehr und meist weniger freiwillig in diese einreihten, um weiter nach Osten zu ziehen. Auch die kleineren Beamten, weiteren Gehilfen der milit&auml;rischen Macht und die Handwerker, die mit ihr und ihren Truppen Gesch&auml;fte machten, konnten sich dem Franz&ouml;sischen kaum entziehen. Das Keleretle schlie&szlig;lich (von &rsaquo;quelle heure est-il&lsaquo;), die Fisimatenten und das dabei naheliegende Poussieren haben auf einer&nbsp;eher volksnahen Ebene die Sprachgrenzen &uuml;berwunden. Ein solcher Austausch fand auch noch in nachbonapartistischer Zeit statt, wie man etwa daran sieht, dass schw&auml;bische Betonbauer zum Eisenflechten ein Monierz&auml;ngle benutzen.<\/p><p>Andere Sprachen bedienen sich ja durchaus auch deutscher Ausdr&uuml;cke. In der englischsprachigen Wissenschaft dient der korrekte Gebrauch deutscher Vokabeln als besonderes Distinktionsmerkmal. Ich w&uuml;nsche mir mehr Besinnung auf die Kraft der deutschen Sprache und vor allem eine nachdr&uuml;ckliche Verteidigung des Kerns, aus dem sie flie&szlig;t. Dazu k&ouml;nnten auch die Nachdenkseiten beitragen.<\/p><p>Ich gr&uuml;&szlig;e Sie herzlichst<\/p><p>Rainer Fischbach<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>36. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Hier eine kleine Kostprobe, obgleich es noch soooo viele Beispiele g&auml;be: coffee to go, Channel, channeln, chatten, chillen, user, looser, booster, in, look, chic, okay, k.o., nanny, pinwand, quick (Nessquick), peace, restless legs, subway, tuner, Diva, Trend, trendy, smart, &hellip;etc..<\/p><p>Wir verlieren die deutsche Sprache vornehmlich ans angloamerikanische. Unsere sch&ouml;ne, lautmalerische Sprache entwickelt sich zu einem haneb&uuml;chenen Kauderwelsch, Larifari und Mumpitz, dass ich am allerliebsten diesem ganzen Plunder spornstreichs ein Ende setzen m&ouml;chte. Aber zuweilen geht uns erst ein Licht auf, wenn es zappenduster ist und dann&hellip;?<\/p><p>Mit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p><p>Susanne Voigt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>37. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>gerne sende ich Ihnen ein paar Begriffe, die mir fast tagt&auml;glich begegnen:<\/p><p>googeln<\/p><p>shoppen<\/p><p>mealprep (sich vorbereitetes Essen mitnehmen)<\/p><p>Deal<\/p><p>Stalking<\/p><p>all-in-one shower gel<\/p><p>sorry<\/p><p>ciao<\/p><p>ticket<\/p><p>wallbox (Ladepunkt)<\/p><p>shopper (gr&ouml;&szlig;ere Handtasche)<\/p><p>Keynote-Speaker<\/p><p>Flipchart<\/p><p>Outlet<\/p><p>Opening<\/p><p>Greenwashing<\/p><p>Sales<\/p><p>Off (Rabatt)<\/p><p>Compliance<\/p><p>Work-Life-Balance<\/p><p>Blog<\/p><p>Pushbacks<\/p><p>Selfie-Point<\/p><p>Newsletter<\/p><p>Webinar<\/p><p>Workflow<\/p><p>Workshop<\/p><p>Mainstream<\/p><p>Take-away<\/p><p>To-go<\/p><p>Chat<\/p><p>liken<\/p><p>Gamechanger<\/p><p>Nudging<\/p><p>smart<\/p><p>Home Office<\/p><p>Handy<\/p><p>Framing<\/p><p>Appeasement<\/p><p>Basics (Grundlagen)<\/p><p>gecancelt<\/p><p>posten (etwas mitteilen)<\/p><p>Change-Management<\/p><p>Diversity<\/p><p>easy<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en,<\/p><p>Axel Flinker<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>38. Leserbrief<\/strong><\/p><p>d&lsquo;accord &mdash; anstatt &bdquo;einverstanden&ldquo;<\/p><p>Da bin ich ganz bei Ihnen &mdash; anstatt &bdquo; ganz Ihrer Meinung&ldquo; oder &bdquo; das sehe ich genauso&ldquo;<\/p><p>von unserer Leserin D. S.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>39. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Albrecht M&uuml;ller ist uneingeschr&auml;nkt zuzustimmen. Eine umfassende Auflistung solcher Begriffe b&ouml;te Besch&auml;ftigung auf Stunden.<\/p><p>&Uuml;berall finden sich Beispiele die gerade mir als Anglisten, der diese Sprache liebt, wie seine eigene, k&ouml;rperlichen Schmerz bereiten. Neben allem anderen sind die politmedialen Blah- und Bl&auml;hbegriffe zuweilen auch noch falsch &uuml;bersetzt. Und wenn sie es nicht sind, bleiben sie oft unn&ouml;tig, verschleiern &ndash; bewusst oder unbewusst &ndash; das Gemeinte und simulieren Weltl&auml;ufigkeit. An die &ldquo;Technologie&rdquo;, die eigentlich &ldquo;Technik&rdquo; meint, hat man sich seit vier Jahrzehnten gew&ouml;hnt. W&auml;hrend des Wehrdienstes vor 30 Jahren erheiterten uns noch diejenigen, die auf Deutsch dieses oder jenes st&auml;ndig zu &ldquo;unserer Policy&rdquo; erkl&auml;rten.<\/p><p>Da spricht in den &ldquo;Tagesthemen&rdquo; eine Vertreterin unseres Staates von &ldquo;proxies&rdquo;, wenn sie Stellvertreter oder Verb&uuml;ndete meint und anglisiert Ma&szlig;nahmen, denen Staaten unterworfen sind, zum &ldquo;Regime&rdquo;. Im Englischen w&auml;re das v&ouml;llig in Ordnung, einem Publikum gegen&uuml;ber, das sich &uuml;berwiegend auf Deutsch verst&auml;ndig und seltener an internationalen Konferenzen teilnimmt, ist es herablassend. Schon seit gef&uuml;hlten Jahrzehnten quaken die Vertreter der ver&ouml;ffentlichten Meinung von &ldquo;Implementationen&rdquo;, wenn es um die &ldquo;Umsetzung&rdquo; von Vorhaben geht, sie &ldquo;erinnern etwas&rdquo; (&ldquo;to remember something&rdquo;), nicht &ldquo;sich an&rdquo;, und Gruppen usw. sind &ldquo;Entit&auml;ten&rdquo;.<\/p><p>Gleichzeitig hantieren im Alltag Jugendliche, um sprachliche Abgrenzung bem&uuml;ht, gerne mit amerikanischen (&ldquo;bro'&rdquo;) oder englischen Splittern, die einen zwar auch nicht immer erheitern, aber nicht g&auml;nzlich ohne&nbsp; Unterhaltungswert daherkommen: &ldquo;Sie hat ihn einfach random angesprochen&hellip;&rdquo;, &ldquo;&hellip; ich wei&szlig; ja, dass Du das appreciatest&rdquo; usw. Oder, ein Klassiker kurz vor der R&uuml;ckgabe einer Arbeit: &ldquo;Ich hab&rsquo; safe &lsquo;ne F&uuml;nf.&rdquo; Von einem Bewertungs&rdquo;regime&rdquo; sprechen sie allerdings (noch?) nicht.<\/p><p>Martin Steffen<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>40. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>&uuml;ber unsere heutige Mediensprache hatten wir uns schon einmal ausgetauscht, es geht immer weiter und wird nicht besser. Seit mehreren Jahren wird z.B. &uuml;berall zu jeder unpassenden Gelegenheit &ldquo;gestartet&rdquo;: Wir starten im Radio auf BR-Klassik mit H&auml;ndel oder Vivaldi in den neuen Tag, Schulbeginn hei&szlig;t nur noch Start ins neue Schuljahr, wir starten unsere Eink&auml;ufe, die n&auml;chste Europawahl startet in ein paar Wochen usw.&nbsp;und so fort. Anfangen, beginnen, losfahren gibt&rsquo;s nicht mehr. Fr&uuml;her hat man seinen Automotor gestartet, der Flieger startete oder ich stand am Start eines 5000-Meterlaufs (z.B. in Heidelberg). Was f&uuml;r eine langweilige Sprachgleichschaltung!<\/p><p>Neben den vielen dummen Modew&ouml;rtern, meist in Englisch, f&auml;llt mir auch die sprachliche &Uuml;bertreibung, das Aufblasen aller einfachen Adjektive mit Zus&auml;tzen wie v&ouml;llig, absolut,&nbsp;total, vollkommen, super, mega auf. Es redet jemand nicht einfach Unsinn, es ist fast immer totaler oder v&ouml;lliger Unsinn. Das Essen im Restaurant schmeckte nicht sehr gut, nein, es war total lecker oder mindestens super. Jeder kleinste Fortschritt, den Kleinkinder machen, wird von den Muttis oder Omas mit &ldquo;Supa&rdquo; bejubelt. Mir geht&rsquo;s zu oft selbst so bei Gespr&auml;chen im Familienkreis.<\/p><p>Bei dummen Redewendungen f&auml;llt mir gerade &ldquo;auf dem Schirm&rdquo; oder &ldquo;auf dem Radar&rdquo; haben ein. Ich wurde im Berufsleben auch schon gefragt &ldquo;was haben Sie denn in der Pipeline, Herr Frey&rdquo;? Da ich nicht schlagfertig genug bin, fiel&nbsp;mir die entwaffnende Antwort leider viel zu sp&auml;t ein. &ldquo;Zeitfenster&rdquo;, &ldquo;zeitnah&rdquo; oder &ldquo;proaktiv&rdquo; sind auch sch&ouml;ne neue Dummdeutschw&ouml;rter von gro&szlig;er Beliebtheit.&nbsp;<\/p><p>Der Schriftsteller Eckhard&nbsp;Henscheid hatte schon 1985\/86&nbsp;ein nettes B&uuml;chlein &ldquo;Dummdeutsch&rdquo; verfasst, ab 1993 auch als Reclam-Ausgabe zu haben. Obwohl veraltet, immer noch mit Gewinn zu lesen, weil es mich sensibel f&uuml;r Sprachverhunzung machte. Ein willk&uuml;rliches Beispiel:<\/p><p>Absolut: Das Absolute hat heute weder irgendwas mit Hegel noch gar mit Gott Sebaoth zu tun. Sondern, &auml;hnlich wie total und unheimlich nur mit eher harmlos Pathologischem. Und, vor allem in Kombinationen wie &ldquo;absolute Spitze&rdquo; und &ldquo;absolut sauer&rdquo;, mit kraftmeiernder Sprachlosigkeit sowieso. Beliebter noch ist die englische Version &ldquo;Absolutely first class&rdquo;. So weit E. Henscheid.<\/p><p>Ich denke, wir sind uns weitgehend einig.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<\/p><p>Emmo Frey<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>41. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo NDS-AM,<\/p><p>Weitere fremdsprachliche G&auml;ngigkeiten:<\/p><p>Die Kultur wird gecancelt. Das ist ein No go. Es w&auml;re clever, diesen Mainstream zu cutten, indem man wieder auf mehr Free Speech fokussiert. Dieses Statement versteht sich nicht als Whataboutism. Capito?!<\/p><p>Sal&uuml;<\/p><p>Fritz Feder<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>42. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller, <\/p><p>vor vielen Jahren habe ich die H&auml;nde &uuml;ber dem Kopf zusammengeschlagen, als in Foren seitenweise(!) dar&uuml;ber gestritten wurde, wie die Vergangenheitsform des <em>urdeutschen<\/em> Verbes &ldquo;downloaden&rdquo; hei&szlig;t: &ldquo;Ich habe gedownloaded&rdquo; oder &ldquo;Ich habe downgeloaded&rdquo;. Solche Diskussionen haben mich damals schon in den Wahnsinn getrieben, denn beides ist falsch, es hei&szlig;t: &ldquo;ich habe heruntergeladen&rdquo; oder &ldquo;Ich lud herunter.&rdquo;<\/p><p>Aber Ihr Zitat aus der Wikipedia zur deutschen Konjunktion des englischen Verbs &ldquo;to label&rdquo; hat das damalige Gef&uuml;hl des Entsetzens &uuml;ber solche sprachlichen Entgleisungen bei weitem &uuml;bertroffen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<\/p><p>Wolfgang Klein<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>43. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Altersbedingt &ndash; mein Ged&auml;chtnis l&auml;sst zu w&uuml;nschen &uuml;brig &ndash; fallen mir momentan keine weiteren Beispiele ein, lieber Herr M&uuml;ller.<\/p><p>Doch gerade in der j&uuml;ngeren Generation ist das Anwachsen der m. E. besonders viel verwendeten Anglizismen deutlich &ndash; f&uuml;r diese leider, um im beruflichen Wettbewerb mitzuhalten, zwangsweise., Mein Blick morgens (6.30 Uhr) beim Training, um mich noch etwas fit zu halten, ist aus dem Fenster auf den morgendlichen Berufsverkehr ausgerichtet. Es findet sich auf den vorbeifahrenden Betriebsfahrzeugen kaum noch ein bewerbender Spruch in deutscher Sprache, sondern englische. Ein Gasthaus am Tuniberg nennt sich &bdquo;tunigarden Restaurant&ldquo; (die Amis haben freundlicherweise immerhin unseren &bdquo;Kindergarten&ldquo; in ihre Sprache &uuml;bernommen ?). Fr&uuml;her habe ich die Bedeutung eines &bdquo;neudeutschen&ldquo; Begriffs des &Ouml;fteren nachschlagen m&uuml;ssen, heute versuche ich mich dem zu widersetzen. Eines tue ich allerdings seit einigen Jahren &ndash; mich von jeglichen Anglizismen zu befreien, wann immer m&ouml;glich.&nbsp;<\/p><p>Beste W&uuml;nsche &amp; liebe Gr&uuml;&szlig;e!<\/p><p>Dieter Kaltenh&auml;user<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>44. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>das waren gleich zwei Fremdworte: Narrativ und Fokus.<\/p><p>Dazu folgende &Uuml;berlegung. Es war schon immer &uuml;blich, dass Vasallenstaaten viele W&ouml;rter und Begriffe ihres Hegemons in den eigenen Sprachgebrauch &uuml;bernahmen. Das ist heute noch so und manchmal sogar sinnvoll. Aber eben nicht immer. Ich bin dazu &uuml;bergegangen, mich im Zweifel wie folgt zu wehren: wenn man mir mit irgendwelchen modernen Anglizismen kommt, stelle ich mich doof und frage nach, was denn das auf deutsch bedeutet. Sehr oft ger&auml;t der Befragte dann in die gr&ouml;&szlig;ten Schwierigkeiten mit der Erkl&auml;rung, was lustig ist.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p><p>Heidemarie Wegener<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>45. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr M&uuml;ller,<\/p><p>das h&auml;ufige Auftreten von gerade Englischen W&ouml;rtern ist schon sehr nervig.<\/p><p>Aber noch schlimmer sind die jetzt immer mehr erscheinenden Abk&uuml;rzungen ( aus dem Englischem nat&uuml;rlich ) &nbsp;Da kommen wirklich &bdquo;lustige&ldquo; S&auml;tze zustande.<\/p><p>Einige Beispiele :<\/p><p>RC = Repair Cafe = Werkstatt<\/p><p>( vor kurzem gelesen : 1MH muss das Produkt in der RC &nbsp;xyz in einer AHT von 20 Minuten bearbeiten )<\/p><p>1MH = One Men Handling = Kann von 1 Mann transportiert werden<\/p><p>AHT = Average Handling Time = durchschnittliche Bearbeitungszeit<\/p><p>B2B = Business to Business = Gesch&auml;ftsbeziehung zwischen zwei Unternehmen<\/p><p>BIC = Bank Identifier Code = Internationale Bankleitzahl \/ BF = Bug Fixing = Fehler Behebung<\/p><p>CCA = Call Center Agent = Mitarbeiter f&uuml;r Verkauf am Telefon<\/p><p>CFO = Chief Financial Officer = Kaufm. Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer einer Gesellschaft<\/p><p>CHRO = Chief Huma Resources Officer = Personalchef \/ Del = Delivery = Lieferung<\/p><p>EDP = Electronic Data Processing = Elektronische Datenverarbeitung<\/p><p>FAQ = Friendly Asked Questions = H&auml;ufig gestellte Fragen \/ GC = Gift Card = Geschenkkarte<\/p><p>HD = Headquarters = Hauptverwaltung \/ MC = Multichannel = Mehrkanalf&auml;higkeit<\/p><p>MD = Master Data = Stammdaten \/&nbsp; PO = Purchase Order = Lieferantenbestellung<\/p><p>Usw. , usw.<\/p><p>Markus Rascher<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>46. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>dieser Tage bin ich doch einige Minuten erstaunt an dem Begriff USERKOMMENTARE auf tagesschau.de h&auml;ngengeblieben.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nLars Heidel<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240428-LBS-Narrativ-03.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240428-LBS-Narrativ-03.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/div><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>47. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>schon Goethe hat sich &uuml;ber das fremdl&auml;ndische ge&auml;u&szlig;ert, das mansche Nutzen um sich abzuheben.<\/p><p>Ich stamme aus Chemnitz, als es noch so hie&szlig;.<\/p><p>Nicht nur die St&auml;dte und Flurnamen haben slawischen Ursprung.<\/p><p>Quark, Gusche, Hader sind Worte, die im Berliner Raum ungebr&auml;uchlich sind.<\/p><p>Auch mein Familienname ist b&ouml;hmischer Herkunft. Wenzel ist bekannt, der mit Werner die deutsche Entsprechung hat.<\/p><p>Ich hatte das bei Goethe in meinem Bd.17 Prosa gefunden, habe es aber 40 Jahre sp&auml;ter nicht wiederentdeckt.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p><p>Horst Wetzel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>48. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r den kritischen Hinweis auf den &uuml;berbordenden New-Speech.<\/p><p>Mir sind auf Anhieb keine weiteren Beispiele eingefallen und ich wollte mir auch nicht das Hirn damit zermartern, um mich an welche zu erinnern, weil ich mich mit diesen Modernismen, die einen schicken gebildeten Fortschritt unterstellen (grenzenlos denken), der nicht mehr ist als hei&szlig;e Luft, nicht gerne besch&auml;ftige.<\/p><p>Meist sind es ja Anglizismen, die auf uns losgelassen werden und diese modernen Anglizismen sind letztlich auch Aspekte des amerikanischen Kulturimperialismus, der als Softpower-Methode die Grundlage f&uuml;r eine positive Identifikation der ganzen Welt mit dem amerikanischen way of life und damit auch den USA insgesamt herstellen soll. Flankiert wird das schon l&auml;nger mit Hollywood-Produktionen also Filmen und Fernsehserien sowie popul&auml;rer Musik und speziellen zirkusartig hochgejubelter Sportrezeption in den Medien sowie mit Klamotten mit Aufdrucken US-amerikanischer Hochschulen oder Sportinstitute oder Feriendomizile und hipper Reklame f&uuml;r Konsumartikel, irgendwie auch mit vorrangiger Zielgruppe Jugend, der ja die Zukunft geh&ouml;ren soll und die daf&uuml;r jetzt schon in den excellentesten Startl&ouml;chern stehen will.<\/p><p>Dieser modern speech unterstellt auch ein Insider-Know-how, ein Informiertsein, das auf dem allerneuesten Stand ist, sozusagen der letzte Schrei. Zeitweise nannte man das mal hipp sein und das mischt sich inzwischen mit pseudowissenschaftlicher Terminologie, was dem Sprecher ja auch ein scheinbar h&ouml;heres Bewusstsein unterstellt, gewisserma&szlig;en absolut uptodate zu sein in der Wahl seiner Worte und der Zugeh&ouml;rigkeit zu den Hippesten der Hippsten.<\/p><p>Letztlich also ein Aspekt des Kampfes um Anerkennung durch Schein statt durch Sein, wie das ja in vielen anderen Bereichen der modernen Welt auch der Fall ist.<\/p><p>Das schlie&szlig;t nicht aus, dass es f&uuml;r ein neues Ph&auml;nomen oft auch ein neues Wort braucht. Aber das muss dann nicht daherkommen wie ein Reklameartikel f&uuml;r den Sprecher.<\/p><p>Fritz Gerhard<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>49. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Vielleicht noch schlimmer als die Amerikanismen finde ich w&ouml;rtlich aus dem US-Englischen &uuml;bernommene Trend-Formulierungen wie<\/p><ul>\n<li>&ldquo;Am Ende des Tages&rdquo;&nbsp;&ndash; eine direkte &Uuml;bersetzung von &ldquo;at the end of the day&rdquo;, die nun auch im Deutschen als Floskel verwendet wird.<\/li>\n<li>&ldquo;Das macht Sinn&rdquo;&nbsp;&ndash; eine w&ouml;rtliche &Uuml;bersetzung von &ldquo;that makes sense&rdquo;, obwohl im Deutschen traditionell &ldquo;Das ergibt Sinn&rdquo; gesagt wurde.<\/li>\n<li>&ldquo;Das Narrativ&rdquo;&nbsp;&nbsp;&ndash; fr&uuml;her sagte man &ldquo;die Argumentation&rdquo;, &ldquo;die Begr&uuml;ndung&rdquo;, &ldquo;die Ausf&uuml;hrungen&rdquo;, &ldquo;die Erkl&auml;rungen&rdquo;, heute ist alles Narrativ &hellip;<\/li>\n<li>&ldquo;Etwas fokussieren&rdquo;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&ndash; fr&uuml;her sagte man &ldquo;sich auf etwas konzentrieren&rdquo;.<\/li>\n<li>&ldquo;Das ist keine Raketenwissenschaft&rdquo;&nbsp;&ndash; eine &Uuml;bernahme von &ldquo;it&rsquo;s not rocket science&rdquo;, die im Deutschen fr&uuml;her nicht gebr&auml;uchlich war. Fr&uuml;her haben wir gesagt &ldquo;Das ist ja ein Kinderspiel&rdquo; oder &ldquo;Daf&uuml;r braucht man kein Abitur&rdquo; oder &ldquo;Das kann jeder.&rdquo;<\/li>\n<\/ul><p>Diese w&ouml;rtliche&nbsp;&Uuml;bernahme der Ausdr&uuml;cke&nbsp;zeigt, dass nur selten wirklich eigenst&auml;ndig&nbsp;gedacht, sondern oft einfach nachgeplappert wird, was irgendein US-Thinktank vorgekaut hat.<\/p><p>J&uuml;rgen Warschun<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>50. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>ich arbeite in einem mittelst&auml;ndigen, international agierenden Betrieb und habe beim Lesen Ihres Artikels sofort an unsere Besprechungen gedacht.<\/p><p>Hier mal ein paar Beispiele:<\/p><ul>\n<li>&hellip; k&ouml;nnen wir die Themen besser clustern&hellip; (einteilen)<\/li>\n<li>&hellip; das Handling wird dann so sein&hellip;&nbsp; (Handhabung)<\/li>\n<li>&hellip; wer &uuml;bernimmt den Lead?&nbsp; &hellip; (die Leitung)<\/li>\n<li>&hellip; wir m&uuml;ssen prepared sein &hellip; (vorbereitet)<\/li>\n<li>&hellip; wenn ich was n&auml;heres wei&szlig;, kann ich das mit Euch sharen&hellip; (teilen)<\/li>\n<li>&hellip; Initial-H&uuml;rde, welche wir &uuml;berschreiten m&uuml;ssen &hellip;<\/li>\n<li>&hellip; das ist falsch gelabelt &hellip; (gekennzeichnet)<\/li>\n<li>&hellip; da m&uuml;ssen wir jetzt performen &hellip;&nbsp; (ausf&uuml;hren)<\/li>\n<li>&hellip; Questionnaire-Frageliste &hellip; (Fragebogen-Frageliste)<\/li>\n<\/ul><p>usw.<\/p><p>Ich mag meine deutsche Sprache, und hierbei stehen mir regelm&auml;&szlig;ig die Haare zu Berge. Wenn man die Menschen darauf anspricht, sind sie sich dessen erst mal gar nicht bewusst. Und dann f&auml;llt Ihnen die korrekte deutsche Bezeichnung sehr langsam ein.<\/p><p>Mit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en M. Hogl<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>51. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>ich wei&szlig; nicht, ob Sie in Ihrem Artikel &ldquo;Das Narrativ steht im Focus&rdquo; usw. nur dar&uuml;ber sprechen, dass viele Worte eingedeutscht sind. Oder geht es darum sich zu bem&uuml;hen f&uuml;r alle Menschen und jeglichen Bildungsgrad verst&auml;ndlich zu sein? Letzteres halte ich von Bedeutung. Besonders in der jetzigen Zeit.<\/p><p>Die NachDenkSeiten (NDS) forderten im Juli 2022 ihre Leser dazu auf, Anregungen zu geben, welche Themen zur Verbesserung der NDS aufgegriffen werden sollten. Ich bat damals alle Journalisten, Artikelschreiber oder Gespr&auml;chsg&auml;ste bei unabh&auml;ngigen, kritischen Webseiten u.a. um Folgendes:<\/p><p>Bitte sprechen und schreiben Sie einfach, verst&auml;ndlich und mit deutschen Formulierungen. So, dass auch Leser und Zuh&ouml;rer ohne Vorbildung und Hintergrundwissen sich mit Freude und Interesse notwendiges Wissen aneignen k&ouml;nnen, Zusammenh&auml;nge verstehen k&ouml;nnen und sich nicht &uuml;berfordert abwenden.<\/p><p>Um so viele Menschen wie nur m&ouml;glich in kritische Betrachtungen mit einzubeziehen und um deren Aufmerksamkeit daf&uuml;r wach und empf&auml;nglich zu halten, bitte ich alle gebildeten Andersdenker sich darin zu &uuml;ben sich in einfacher Sprache und mit deutschen Worten zu formulieren.<\/p><p>Ein bestes Vorbild ist f&uuml;r mich &uuml;brigens Dr. Daniele Ganser, der sich selbst in seinen Vortr&auml;gen nicht scheut zu betonen, dass er will, dass 14-j&auml;hrige ihn verstehen.<\/p><p>Bitte benutzen Sie m&ouml;glichst keine Fremdw&ouml;rter. Oder erkl&auml;ren Sie jedes mal zus&auml;tzlich Fremdw&ouml;rter oder Fachbegriffe.<\/p><p>Um mich selbst zu ermuntern am Ball zu bleiben habe ich mir ein Heft mit ABC-Register angeschafft, wo ich mir nicht gel&auml;ufige Worte und deren Bedeutung notiere. Das Heft ist ziemlich voll&hellip;<\/p><p>Ich werde Ihnen nun einige Begriffe daraus aufschreiben, die vielleicht nicht jeder locker mit einem deutschen Wort erkl&auml;ren kann:<\/p><p>Annexion<\/p><p>Attitude<\/p><p>Agens<\/p><p>Agenda<\/p><p>Administration<\/p><p>Apologie<\/p><p>Austerit&auml;t<\/p><p>Apologet<\/p><p>Axiom<\/p><p>&Auml;gide<\/p><p>Briefing<\/p><p>Bellizismus<\/p><p>Booster<\/p><p>Chuzpe<\/p><p>Cluster<\/p><p>Camouflage<\/p><p>Cancel Culture<\/p><p>Depesche<\/p><p>Dystopie<\/p><p>Dissident<\/p><p>Desavouieren<\/p><p>Divergenz<\/p><p>Evidenz<\/p><p>Entit&auml;t<\/p><p>Entente<\/p><p>Euphemismus<\/p><p>Eugenik<\/p><p>Euthanasie<\/p><p>F&ouml;deralismus<\/p><p>Faschismus<\/p><p>Feudalismus<\/p><p>Fatalit&auml;t<\/p><p>Falsifizieren<\/p><p>Gain Of Function<\/p><p>Gentrifizierung<\/p><p>Hegemonie<\/p><p>Hybris<\/p><p>Hedonismus<\/p><p>H&auml;resie<\/p><p>Hoax<\/p><p>Indolent<\/p><p>Immanent<\/p><p>Inzidenz<\/p><p>Iatrogen<\/p><p>Insinuieren<\/p><p>Kongenial<\/p><p>Klandestin<\/p><p>Konstitutiv<\/p><p>Kodifizieren<\/p><p>Konversion<\/p><p>Kafkaesk<\/p><p>Kollusion<\/p><p>Konzertiert<\/p><p>Keynesianismus<\/p><p>Konvergenz<\/p><p>Kommodit&auml;t<\/p><p>Korporatokratie<\/p><p>Larmoyant<\/p><p>Lockdown<\/p><p>Lancieren<\/p><p>Marginal<\/p><p>Menetekel<\/p><p>Medias Res<\/p><p>Moratorium<\/p><p>Nudging<\/p><p>Nomenklatur<\/p><p>Nemesis<\/p><p>Okkupation<\/p><p>Opazit&auml;t<\/p><p>Plutokratie<\/p><p>Prekariat<\/p><p>Phalanx<\/p><p>Pejorativ<\/p><p>Purifikation<\/p><p>Pr&auml;valenz<\/p><p>Panel<\/p><p>Queer<\/p><p>Redigieren<\/p><p>Reziprok<\/p><p>Randomisation<\/p><p>R&auml;son<\/p><p>Sibyllinisch<\/p><p>Subsistenz<\/p><p>sic!<\/p><p>Systemimmanent<\/p><p>Syntax<\/p><p>Sentinel<\/p><p>Stakeholder<\/p><p>Schim&auml;re<\/p><p>Surveillance<\/p><p>Servilit&auml;t<\/p><p>Tracing<\/p><p>Tracking<\/p><p>Utilitarismus<\/p><p>Vasall<\/p><p>Voluntarismus<\/p><p>Validieren<\/p><p>Woke<\/p><p>Xenophobie<\/p><p>Zytokinsturm<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en!<\/p><p>Walter Wipplinger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>52. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller, <\/p><p>gern folge ich Ihrem Wunsch zur Erg&auml;nzung einer Auflistung fremdsprachiger Begriffe, die aus offensichtlichen Gr&uuml;nden in zunehmend rasantem Tempo im Deutschen Eingang gefunden haben.<br>\nDabei scheint es sich heute nicht mehr um die traditionelle, eher regional entstandene &Uuml;bernahme einzelner Worte zu handeln. Auffallend ist n&auml;mlich, dass in diesem historischen Prozess zunehmend Anglizismen bzw. Amerikanismen Eingang finden, wobei in schrecklicher Weise fast t&auml;glich auch immer mehr neue &bdquo;deutsche&ldquo; Wortsch&ouml;pfungen entstehen, die zugleich den politisch-sozialen Zustand unserer &bdquo;Wende-Gesellschaft&ldquo; von ihrem Zeitgeist her gut charakterisieren.<br>\nHier also einige der Begriffe, die aus einem meiner aktuellen Manuskripte stammen, dem ich den Titel &bdquo;W&ouml;rterbuch zur Verschleierung diverser Zust&auml;nde&ldquo; gegeben habe. Dabei beschr&auml;nke ich mich im Anhang unter Weglassung meiner durchaus subjektiven Erl&auml;uterungen nur auf eine vorl&auml;ufige Auswahl.<\/p><p>Mit solidarischem Gru&szlig;<br>\nG&uuml;nter Stephan-Kempf<\/p><p>Anhang<\/p><p>Agnotologie =<br>\nAgreement =<br>\nAllrounder =<br>\nAmazonrezension =<br>\nAmpelkoalition = i<br>\nAnaloge Gewalt =<br>\nAnaloges Wochenende =<br>\nAngriffskrieg =<br>\nAngstkultur =<br>\nAnti-Corona-Demonstranten =<br>\nAnti-linksliberale Matrix =<br>\nAnti-linksliberalen Dissidenz =<br>\nAnti-Linksliberalismus =<br>\nAnyway =<br>\nAppreciaten =<br>\nASAP =<br>\nAstroturfings, =<br>\nAbbioco =<br>\nAchse des B&ouml;sen =<br>\nAchse des Guten =<br>\nAdvisory Board =<br>\nAge-otori =<br>\nAlternative Fakten =<br>\nAlternative Medien =<br>\nAltes Europa =<br>\nAngereichertes Uran =<br>\nARD-Deutschlandtrend =<br>\nAstroturfing =<br>\nAsylant =<br>\nAtomwaffenkontrollregime =<br>\nAufarbeitungsvideo =<br>\nAufbau Ost =<br>\nAusbildungsplatzgarantie =<br>\nAusbildungswillige Jugendliche =<br>\nAusl&auml;nderfrei =<br>\nAuslandseinsatz =<br>\nAu&szlig;erordentliche Auslieferung =<br>\nAusnahmezustand =<br>\nAusterit&auml;tspolitik =<br>\nAuto-Anarchie =<br>\nAuto-Posing =<br>\nAwareness =<br>\nBacklash =<br>\nBalkanisierung =<br>\nBikepacking =<br>\nB-Movie =<br>\nBabysitter =<br>\nBachelor oder Master Abschluss &ndash;<br>\nBadging =<br>\nBakku-shan =<br>\nBashing =<br>\nBedeutungswandel =<br>\nBedrohungsanalysen =<br>\nBegriffsumdeutung =<br>\nBegutachtungseditoren =<br>\nBelegschaften ausd&uuml;nnen =<br>\nBelt an Road Initiative (BRI) =&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; s. a. Neue Seidenstra&szlig;e<br>\nBest-practice =<br>\nBetriebsoptimierung =<br>\nBezahlschranke =<br>\nBildungs- und Einkommenselite =<br>\nBiologischer Abbau =<br>\nBiontech =<br>\nBlackrock-Lobbyisten =<br>\nBlack-Weeks =<br>\nBleibetitel =<br>\nBlockadepolitik =<br>\nBlockbuster<br>\nBlogger =<br>\nBlue-Card =<br>\nBoat-People =<br>\nBooster =<br>\nB&ouml;rsenbarometer =<br>\nBrainstorming =<br>\nBreshnew-Doktrin =<br>\nBrexit =<br>\nBricolage =<br>\nBriefkastenoptimierung =<br>\nBroke =<br>\nBSE-Skandal. =<br>\nBuchkomplizen =<br>\nBucks =<br>\nBullshit-Jobs&nbsp; =<br>\nB&uuml;ndnis f&uuml;r Arbeit =<br>\nBundesnotbremse =<br>\nBundeswehrbeschaffungsbeschleunigungsgesetz =<br>\nBurn-Out =<br>\nBusen-Attentat =<br>\nBusiness =<br>\nCanceln =<br>\nCancel Culture =<br>\nCash Back =<br>\nCastingshow =<br>\nCEO =<br>\nChampions League =<br>\nCharts =<br>\nCheck =<br>\nChief Sustainability Officer (CSO)<br>\nChillen =<br>\nChipkrise =<br>\nCity =<br>\nCloud =<br>\nCoffee to go<br>\nComeback =<br>\nCompetition Score =<br>\nComputer und Browser =<br>\nConsumer Choice Center =<br>\nCool =<br>\nCopy &amp; Paste =<br>\nCoronabedingte-Arbeitslose =<br>\nCorona-Leugner =<br>\nCorona-Pandemie = 2020<br>\nCorona-Hardliner =<br>\nCorporate Spin =<br>\nCovid-19 =<br>\nDress =<br>\nDigital =<br>\nDigitalisierung =<br>\nDNS = I<br>\nDoppel-Wumms =<br>\nDownload =<br>\nDatenautobahn =<br>\nDatenschutzbeauftragter =<br>\nDefensive Architektur =<br>\nDemokratief&ouml;rdergesetz =<br>\nDemokratief&ouml;rderung =<br>\nDemokratiegipfel =<br>\nDemokratische Eignung =<br>\nDemokratische Werte =<br>\nDemonetarisierung =<br>\nDeplatforming =<br>\nDepublikation =<br>\nDepublizieren =<br>\nDeregulierung =<br>\nDesinformation =<br>\nDesinformationsexperte =<br>\nDeutsche Leitkultur =<br>\nDeutungshoheit =<br>\nDezember-Fieber =<br>\nDi&auml;tenanpassung =<br>\nDienende F&uuml;hrungsrolle =<br>\nDienstleistungsproletariat =<br>\nDienstwagensteuer =<br>\nDieselskandal =<br>\nDigital Natives =<br>\nDissen =<br>\nDigital Detox =<br>\nDigital-Services-Act =<br>\nDiskreditierter Journalist =<br>\nDivers =<br>\nDiversit&auml;t =<br>\nDiversit&auml;tspolitik =<br>\nDokumenten-Leak =<br>\nDoppelwumms =<br>\nDoppelte Staatsb&uuml;rgerschaft =<br>\nDoublethink =<br>\nDoxing =<br>\nDreadlocks =<br>\nDuldungsstarre =<br>\nDumme Munition =<br>\nDutch-Cookies =<br>\nDystopische Welt =<br>\nEasy =<br>\nEigen-Performance =<br>\nEinkommensarmut =<br>\nEinkommenspyramide =<br>\nEinschl&auml;gige Kreise =<br>\nElch-Test =<br>\nEmanzipationsperspektive =<br>\nEmissionsrechte =<br>\nEmpowerment =<br>\nEndlager =<br>\nEnergiekrise =<br>\nEnglisch und Denglisch =<br>\nEnrichment-Programm =<br>\nEntideologisierte Politik =<br>\nEntlastungspaket =<br>\nEntnazifizierung =<br>\nErt&uuml;chtigungshilfe =<br>\nErweiterte Verh&ouml;rtechniken =<br>\nEU-Kommission =<br>\nEurop&auml;ische Integration =<br>\nEurop&auml;ische Sicherheitsarchitektur =<br>\nEurop&auml;isches Konzert =<br>\nExit-Pool =<br>\nExperte =<br>\nEyecatcher =.<br>\nFacility Manager =<br>\nFake =<br>\nFakenews =<br>\nFaktenchecks =<br>\nFallout =<br>\nFalse friends =<br>\nFantasy oder Action?<br>\nFeindstrafrecht=<br>\nFine =<br>\nFlatrate-Mentalit&auml;t =<br>\nFlockdown =<br>\nFl&uuml;chtlinge = Wort des Jahres 2015<br>\nFokus =<br>\nForecast =<br>\nFraming =<br>\nFaktenchecker =<br>\nFaktenpr&uuml;fer =<br>\nFaktfindungskommission =<br>\nFairphone =<br>\nFalse-Flag-Operation =<br>\nFaschingsgesetz =<br>\nFastfood = s. a. Mogelpackung<br>\nFeministische Au&szlig;enpolitik =<br>\nFika =<br>\nFilialnetzoptimierung =<br>\nFinanzloch =<br>\nFleischverzicht =<br>\nFlexibilisierung =<br>\nFokusthemen =<br>\nForschungschemikalien =<br>\nFreedom-Day =<br>\nFreedom-Gas =<br>\nFreiheitsmetapher =<br>\nFreiheitspommes =<br>\nFreimessung =<br>\nFreizeitpark Deutschland =<br>\nFremdscham = Fremdsch&auml;men =<br>\nFriedensbewegung =<br>\nFriedensk&uuml;nstler =<br>\nFriedensmission =<br>\nFriedensschwurbler =<br>\nFriedenstruppe =<br>\nFriolero =<br>\n&bdquo;Fuck the EU!&ldquo; =<br>\nFundraisingbeauftragte =<br>\nFuttermittelskandal =<br>\nGaga-Infantilit&auml;t =<br>\nGamechanger-Instrumente =<br>\nGaspreisbremse =<br>\nGef&auml;hrder = s.a. Unendlichkeitshaft<br>\nGef&auml;hrderbegriff =<br>\nGegneranalyse =<br>\nGelegenheitsfenster =<br>\nGem&auml;&szlig;igte Linke =<br>\nGeneration Z =<br>\nGendergerechtigkeit =<br>\nGendern =<br>\nGendersprache =<br>\nGenZ =<br>\nGewaltexperte =<br>\nGlobal Player =<br>\nGl&uuml;hwein-WM =<br>\nGeb&uuml;hrenschraube =<br>\nGef&auml;hrdungspotenzial =<br>\nGegenfinanzierung =<br>\nGeist der Bundeswehr =<br>\nGender-Optionen =<br>\nGem&uuml;tlichkeit =<br>\nGenialer Plan =<br>\nGendersekte =<br>\nGentrifizierung =<br>\nGeschwurbel =<br>\nGesetzesl&uuml;cke =<br>\nGesetzespaket = s. a. Steuerpaket<br>\nGesundheitsreform =<br>\nGewinnmitnahmen =<br>\nGewinnmitnahmen =<br>\nGiftcocktail =<br>\nGigafactory (Tesla) =<br>\nGlasfaserausbau =<br>\nGlobal Apardheid =<br>\nGl&uuml;ckscoach =<br>\nGotteskrieger =<br>\nGraphic Novels =<br>\nGratismentalit&auml;t =<br>\nGreat Reset =<br>\nGrundsatzdokument =<br>\nGreen-Washing =<br>\nGroKo =<br>\nGuerilla Girls =<br>\nGyrostabilisierung =<br>\nGrundsatzdokument =<br>\nHalloween =<br>\nHaltungsjournalisten =<br>\nHappy-Hour =<br>\nHardware =<br>\nHartz-Arbeitsmarktreformen =<br>\nHashtag =<br>\nHassbotschaften =<br>\nHate Speech =<br>\nHauptwiderspruch =<br>\nHead of Meeting =<br>\nHeadline =<br>\nHeadquarter =<br>\nHegemonie der USA =<br>\nHeizungs-Stasi =<br>\nHerausforderungen =<br>\nHerdenjornalismus =<br>\nHetzvideo =<br>\nHidden Champions =<br>\nHighlight =<br>\nHomeoffice =<br>\nHomeschooling =<br>\nHotline =<br>\nHardcore-Militanten der NATO =<br>\nHeimat =<br>\nHerdenimmunit&auml;t =<br>\nHei&szlig;zeit =<br>\nHerzFit-App =<br>\nHolocaustleugner =<br>\nHospitaliserungsindex =<br>\nHost-Town =<br>\nHotline =<br>\nHPV-Impfung =<br>\nH&uuml;z&uuml;n =<br>\nHumanit&auml;re Fl&uuml;chtlingspolitik =<br>\nHumanit&auml;rer Korridor =<br>\nHygge =<br>\nICE =<br>\nIch-AG =<br>\nIdentit&auml;re Bewegung =<br>\nIdentit&auml;tspolitik =<br>\nIllegale Rechtsb&uuml;rger =<br>\nIlliberaler =<br>\nImmobilien-Altlasten =<br>\nImpact =<br>\nImpfmuffel =<br>\nImpfpflicht =<br>\nImpfverweigerer =<br>\nImpulspapiere =<br>\nIndustrieller Zensurkomlex =<br>\nIdentit&auml;tspolitik =<br>\nInhaltsmoderation =<br>\nInflationsrate = s. a. Teuerungsrate<br>\nInflationsschmerz =<br>\nInfluencer =<br>\nInfo-Point =<br>\nInformationskrieg gegen Russland =<br>\nInformationskriegsnarrative =<br>\nInformationskriegsnarrative =<br>\nInklusionsprojekt =<br>\nInnovationsprogramm =<br>\nIntegrit&auml;tsikone =<br>\nInternationale Gemeinschaft =<br>\nInternet =<br>\nInternierungslager =<br>\nInteroperabilit&auml;t =<br>\nInterpretations- und Willk&uuml;rpotenzial =<br>\nInvestivl&ouml;hne =<br>\nInvestment =<br>\nInzidenzcharts =<br>\nInzidenzen=<br>\nIslamisierung =<br>\nIt-Girl =<br>\nJaksaa =<br>\nJamaika-Aus =<br>\nJobcenter =<br>\nJobturbo =<br>\nJob-Wunder =<br>\nJugend-Digitalstudie =<br>\nKaffee aus Togo =<br>\nKaffee to go =<br>\nKaltstartf&auml;higkeit =<br>\nKampf gegen Desinformation =<br>\nK&auml;pt&rsquo;ns Dinner = z.B. auf NDR<br>\nKaufkraftverlust =<br>\nKerninflation =<br>\nKey-Account-Manager =<br>\nKinderarmut =<br>\nKind regards =<br>\nKlimakleber =<br>\nKlima-RAF =<br>\nKlimaterroristen =<br>\nKompetenz =<br>\nKonvergenz der Gesellschaftssysteme =<br>\nKulturelle Aneignung =<br>\nKrieg um Frieden =<br>\nKalsark&auml;nnit =<br>\nKarakalpakstan =<br>\nKindervisum =<br>\nKiss&amp;Ride-Spur =<br>\nKlima-Angst =<br>\nKlimaaktivisten =<br>\nKlimaerw&auml;rmung =<br>\nKlimagipfel =<br>\nKlima-Greta =<br>\nKlimapolitik =<br>\nKlimaproteste =<br>\nKlimaterrorismus =<br>\nKn&uuml;ller-Br&uuml;ller =<br>\nKohlekompromiss =<br>\nKolateralschaden =<br>\nKollektiver Freizeitpark =<br>\nKoloniales Erbe =<br>\nKolonialismus =<br>\nKombilohn =<br>\nKommerzielle Nahtoderfahrung =<br>\nKompetenznetzwerk =<br>\nKonfliktl&ouml;sung =<br>\nKonfrontationskurs =<br>\nKontakt mit den Sicherheitsbeh&ouml;rden =<br>\nKontaktschuld =<br>\nKontrolldelikte =<br>\nKonvergenz der Gesellschaftssysteme =<br>\nKooperationsformat =<br>\nKorrumpierung =<br>\nKrankenhaus-Notopfer =<br>\nKriegsgipfel =<br>\nKriegstouristen =<br>\nKriegst&uuml;chtig werden =<br>\nKritischer Dialog =<br>\nKulturindustrie =<br>\nKummerspeck =<br>\nKumulative Radikalisierung =<br>\nKurzarbeiter =<br>\nLast-Minute =<br>\nLatin-Lover =<br>\nLeahy Law =<br>\nLebensleistungsrente =<br>\nLetzte Generation =<br>\nLeuchtturm-Projekt =<br>\nLGBTQI-Personen =<br>\nLieblingssoap =<br>\nLifestyle-Linke =<br>\nLinker Rechtspopulismus =<br>\nLinksgr&uuml;n =<br>\nLinkspopulismus =<br>\nLockdown =<br>\nLandfriedensbruch =<br>\nLangzeitarbeitslose =<br>\nLauschangriff =<br>\nLeistungsgerechtigkeit=<br>\nLeitkultur =<br>\nLetale Waffen =<br>\nLichtgrenze =<br>\nLikes =<br>\nLinksgr&uuml;n =<br>\nLinksliberal =<br>\nLinksliberalismus =<br>\nLitost =<br>\nLNG-Moratorium =<br>\nLogorrhoe = .&ldquo;<br>\nLove-Scammer =<br>\nL&uuml;ckenpresse =<br>\nL&uuml;genpresse =<br>\nLumpenpazifist=<br>\nMainstream-Medien =<br>\nManager =<br>\nMantra =<br>\nMarketing =<br>\nMarketing manager =<br>\nMaskenverweigerer =<br>\nMaskrobarn =<br>\nMassenvernichtungswaffen =<br>\nMarktwirtschaftlich bedingte Freisetzung von Arbeitskr&auml;ften =<br>\nMediathek =<br>\nMedicare-Access =<br>\nMedienfreiheitsgesetz =<br>\nMedien-Hipster =<br>\nMeetings =<br>\nMehrfachjobber =<br>\nMeinungselite =<br>\nMeinungskorridor =<br>\nMenschenrechtsorientierte Position =<br>\nMerry Xmas =<br>\nMenschliche Schutzschilde =<br>\nMessaging-Apps =<br>\nMidlife-Crisis =<br>\nMidsized Meddlers =<br>\nMigrationshintergrund =<br>\nMigrationswellen =<br>\nMilit&auml;rhilfe =<br>\nMilit&auml;risch-industrieller Komplex der USA =<br>\nMilit&auml;rische Interventionen =<br>\nMilit&auml;rische Spezialoperationen =<br>\nMilitarisierungsspirale =<br>\nMobilit&auml;t =<br>\nMobilit&auml;tswende =<br>\nMogelpackung =<br>\nMohrenkopf =<br>\nMoney Maker =<br>\nMonroe-Doktrin =<br>\nMorbidit&auml;t =<br>\nMorkkis =<br>\nMultikulturalit&auml;t =<br>\nM&uuml;nchener Sicherheitskonferenz =<br>\nNachinformieren =<br>\nNanny =<br>\nNarrativ =<br>\nNarrativ-Check=<br>\nNational befreite Zone =<br>\nNato-Deutschland =<br>\nNato-Osterweiterung =<br>\nNebenwiderspruch =<br>\nNegativ-Reichtum =<br>\nNegerk&uuml;sse =<br>\nNeocons =<br>\nNeodissidenten =<br>\nNeoliberalismus =<br>\nNetzfund =<br>\nNeue Normalit&auml;t =<br>\nNegative Gesundheitsprozesse =<br>\nNeoliberalismus =<br>\nNeoliberale Neocons =<br>\nNeue Beelterung =<br>\nNeurussland =<br>\nNeue Politische Landschaft auf der Weltb&uuml;hne =<br>\nNewsletter =<br>\nNew-Speach =<br>\nNGO =<br>\nNiedrigl&ouml;hner =<br>\nNobelpreis =<br>\nNormandie-Format =<br>\nNormativit&auml;t =<br>\nNotaufnahmelager =<br>\nNotopfer =<br>\nNudging =<br>\nNukleare Teilhabe =<br>\nNullnummer =<br>\nNull-Runde =<br>\nNutella =<br>\nOffizielle Arbeitslose =<br>\n&Ouml;kologische Kosten =<br>\n&Ouml;kosysteme =<br>\n&Ouml;koterrorismus =<br>\nOscar =<br>\nOut-of-the box-Denken =<br>\nOutsourcing =<br>\nOldtimer =<br>\nOligarchen =<br>\nOlivgr&uuml;ne =<br>\nOmikron =<br>\nOnline-Apotheke =<br>\nOnline-Rausch =<br>\nOrchestrierte Umst&uuml;rze =<br>\nOrgansspende =<br>\nOrwell&rsquo;sche Sprachverdrehung =<br>\nOsterweiterung =<br>\nOutdoor-Escape-Tour =<br>\nOutsourcing =<br>\nParadoxien der Moderne =<br>\nParteienfinanzierung =<br>\nPeanuts =<br>\nPeergroup =<br>\nPflegeversicherung =<br>\nPhilosophie des Nichttun =<br>\nParty =<br>\nPerformance =<br>\nPink-Washing =<br>\nPisanzapra =<br>\nPlattformunternehmen =<br>\nPlaylist =<br>\nPluralistische Demokratie =<br>\nPochemuchka =<br>\nPolitical correctness =<br>\nPolit-Talkshows =<br>\nPolykrise =<br>\nPop-Musik =<br>\nPort Authority =<br>\nPostfaktisch =<br>\nPoint of no Return =<br>\nPost-Werte-Westen =<br>\nPreisexperten =<br>\nPreismodell =<br>\nPrek&auml;r Besch&auml;ftigte =<br>\nPrepper =<br>\nPresenter =<br>\nPride-M&auml;rsche =<br>\nPrime Standard =<br>\nPrimetime =<br>\nProjekt &bdquo;Gegneranalyse&ldquo; =<br>\nPropaganda-Opfer =<br>\nProrusse =<br>\nProtestforscher =<br>\nBewegungsforschung =<br>\nPseudolinks =<br>\nPublic Viewing =<br>\nPull-Faktoren =<br>\nPushback =<br>\nPutin-Fan =<br>\nPutins v&ouml;lkerrechtswidriger Angriffskrieg =<br>\nPutinversteher =<br>\nQualit&auml;tsmedien =<br>\nQuerdenker =<br>\nQuerdenk-Nazi-Ossis =<br>\nQuerfront-Koalition =<br>\nQueer-Hass =<br>\nQuersubventionierung =<br>\nQuiet Quittung =<br>\nRaider =<br>\nRegime-Change-Ma&szlig;nahmen =<br>\nRemix =<br>\nRessourcenverschwendung =<br>\nRNS-Gen-Pr&auml;parate =<br>\nRoad-Trip =<br>\nRassenhygiene =<br>\nRaubkunst =<br>\nRauschgenerator =<br>\nRealit&auml;tsaversit&auml;t = schlicht realit&auml;tsavers<br>\nRechtschreibreform =<br>\nRechts- oder Linksnationalist =<br>\nRechtspopulismus =<br>\nRechtsoffenheit =<br>\nRegelbasierte Ordnung =<br>\nRefeudalisierung =<br>\nReformbedarf =<br>\nReformstau =<br>\nRegelbasierte Weltordnung =<br>\nRemigration =<br>\nRentenkompromiss =<br>\nRentenkatastrophe =<br>\nRentnerschwemme =<br>\nRepr&auml;sentationalisten =<br>\nRepolitisierung =<br>\nRepr&auml;sentationsl&uuml;cke =<br>\nReputationsschaden =<br>\nResilienz =<br>\nRessourcenverschwendung =<br>\nRespektrente =<br>\nRettungsroutine =<br>\nRe-Tweet =<br>\nRingtausch =<br>\nRohrkanonen =<br>\nRoter Glamour =<br>\nR&uuml;ckf&uuml;hrungsverbesserungsgesetz =<br>\nR&uuml;ckstellungsbeschr&auml;nkungen = Finanzrecht<br>\nRussische Nachkriegspl&auml;ne =<br>\nRussland-Romantiker =<br>\nRussophobie) =<br>\nR&uuml;stungswahnsinn =<br>\nSachpolitik =<br>\nSale =<br>\nSanktionspaket =<br>\nSanktionskrieg =<br>\nSanktions- und Wirtschaftspolitik =<br>\nSarotti-Mohr =<br>\nScan =<br>\nScheindialog =<br>\nScheinparlament =<br>\nSchlafschafe =<br>\nSchnapsidee =<br>\nSchr&auml;gdenker =<br>\nSchreibtischsniper =<br>\nSchuldigitalisierung =<br>\nSchurkenstaaten =<br>\nSchwarzarbeiter =<br>\nSchwere Windwarnung =<br>\nSchwurbler, s. Geschwurbel =<br>\nSecurity =<br>\nSektenbeauftragter =<br>\nSelbstbesoffenheit =<br>\nSelbstbestimmungsgesetz =<br>\nSelbstgleichschaltung =<br>\nSelfie&rsquo;s =<br>\nSelflove =<br>\nSex-Workshop =<br>\nSexuelle Kompetenz =<br>\nShareholder-Value-Denken =<br>\nShit-Storm=<br>\nShoppen gehen =<br>\nShopping Mall =<br>\nShopping-Events =<br>\nShoulder Surfers =<br>\nShrinkflation =<br>\nSicherheitsarchitektur =<br>\nSicherheitsindustrie =<br>\nSicherheitsvakuum =<br>\nSichtbarer Migrationshintergrund =<br>\nSingle =.<br>\nSingle-Haushalt =<br>\nSinophobie =<br>\nSituation-Room =<br>\nSitzfleisch =<br>\nSkandal =<br>\nSmart-Water =<br>\nSmartphone =<br>\nSmoothie Bowls =<br>\nSnack =<br>\nSnow White =<br>\nSocial =<br>\nSocial Media =<br>\nSocial-Media-Apps =<br>\nSoft Power =<br>\nSoftware =<br>\nSolidarit&auml;t =<br>\nSolidarit&auml;tserkl&auml;rung =<br>\nSolidarit&auml;tszuschlag =<br>\nSonderoperation =<br>\nSonderoperation =<br>\nSonderzuwendungsgesetz =<br>\nSong =<br>\nSoziale Gliederung=<br>\nSoziale Gruppen =<br>\nSozialer Klimawandel =<br>\nSozialklimbim =<br>\nSozialliberalismus =<br>\nSozialneid =<br>\nSozialhygiene =<br>\nSozialmissbrauch =<br>\nSozialneid =<br>\nSozialtourismus =<br>\nSozialvertr&auml;gliches Fr&uuml;hableben =<br>\nSparpaket =<br>\nSp&auml;tabtreibung =<br>\nSpecial Olympics World Games =<br>\nSpitzengespr&auml;ch =<br>\nSpotify =<br>\nSprachpanscher des Jahres =<br>\nSprinD-Freiheitsgesetz =<br>\nStaatstrojaner =<br>\nStand-up-Mix-Show =<br>\nStart-up =<br>\nStatistik nerds = Messgr&ouml;&szlig;en &hellip;<br>\nSteuerpaket =<br>\nSteuerreform =<br>\nSteuerschlupfloch =<br>\nSteuerverg&uuml;nstigungsabbaugesetz =<br>\nStolzmonat =<br>\nStreaming =<br>\nSummer Sale =<br>\nSurvival-Camp =<br>\nSUV =<br>\nSwimmingpool<br>\nSystemkritische Medien =<br>\nSystemlinge =<br>\nSystemopposition =<br>\nTagging =<br>\nTalkshow =<br>\nTask-force =<br>\nTeam =<br>\nThink-Tanks &amp; Poetry Slam =<br>\nTo make sense =<br>\nTarifdschungel =<br>\nTeamchef =<br>\nTeilwertabschreibung =<br>\nTeleprompter =<br>\nTheologie des Freien Marktes =<br>\nTerroristen =<br>\nTerror-Kid =<br>\nTeuerungsrate =<br>\nThinktank =<br>\nTiktokteuse =<br>\nToxische Familie =<br>\nToxische Person =<br>\nTransatlantischer Konsens =<br>\nTransgender-Soldaten =<br>\nTransparenz =<br>\nTransparenzkampagnen =<br>\nTransrechte =<br>\nTriggle-Down-Effekt =<br>\nUpdate =<br>\nUrban People Transport Executive Senior-Managerin im Ruhestand =<br>\n&Uuml;bergewinne =<br>\n&Uuml;berfremdung =<br>\nUkraine-Konflikt =<br>\nUmbau des Sozialstaates =<br>\nUnendlichkeitshaft =<br>\nUngenaue Feindwahrnehmung =<br>\nUni-Opfer =<br>\nUnkaputtbare Flasche =<br>\nUnrichtige Darstellung =<br>\nUnterbesch&auml;ftigte =<br>\nUnternehmenskolonialismus =<br>\nUntersuchungsausschu&szlig; =<br>\nUnwort des Jahres =<br>\nUpdate =<br>\nUpdated antivirus =<br>\nUran- Munition =<br>\nUtepils =<br>\nVerfassungsfeindliche Delegitimierung des Staates =<br>\nVerfassungsschutz =<br>\nValentinstag =<br>\nVermittlungsausschuss =<br>\nVerm&ouml;genszuordnung =<br>\nVerpixelung =<br>\nVerschw&ouml;rungstheoretiker =<br>\nVerschlankung der Produktion =<br>\nVerschw&ouml;rungsideologien =<br>\nVerschw&ouml;rungstheorien =<br>\nVertrauensarzt =<br>\nV&ouml;lkerrechtswidrige Blockade =<br>\nV&ouml;lkerrechtswidrigen Bombardierungen&ldquo; =<br>\nVulg&auml;rpazifist =<br>\nWagenburgmentalit&auml;t =<br>\nWaschlappentipps =<br>\nWasserverbrauchssteuer =<br>\nWebinar =<br>\nWehrkraft =<br>\nWellenbrecher =<br>\nWeltanschauungssymbolgesetze =<br>\nWeltfrieden&nbsp; =<br>\nWendezeit =<br>\nWerbe-Slogans =<br>\nWerbeverbot f&uuml;r Tabakprodukte =<br>\nWertegeleitete Au&szlig;enpolitik =<br>\nWertedebatte =<br>\nWertekommission =<br>\nWerteunion =Wertepartner =<br>\nWerte-Westen =<br>\nWestliche Wertegemeinschaft =<br>\nWertsch&auml;tzungskette =<br>\nWhistleblower =<br>\nWhite-Washing=<br>\nWinter Sale =<br>\nWinterschutzschirm =<br>\nWir-Gef&uuml;hl =<br>\nWirtschaftskrieg =<br>\nWirtschaftswachstum =-<br>\nWohlstandsgesellschaft =<br>\nWohlstandsm&uuml;ll =<br>\nWohlstandsverwahrlosung =<br>\nWoke =<br>\nWoke-Imperialismus =<br>\nWokeness =<br>\nWoke-Politik =<br>\nWokes Zeitalter =<br>\nWork-Life-Balance =<br>\nWork-Life-Balance =<br>\nZeitenwende =<br>\nZero-day attacks = s. Atomkriegsbereitschaft<br>\nZielkonflikte =<br>\nZumutbare Arbeit =<br>\nZweitschlagskapazit&auml;t =<br>\nZwischenlager =<\/p><p>&ldquo;Downloaden&rdquo; oder &ldquo;Downgeloaded&rdquo;<\/p><p>von unserem Leser E.H.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>53. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hai Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Hai ist meine generelle Ansprache, weil mir hi zu bl&ouml;d ist. Das zeigt schon ein klein wenig meine Unmut &uuml;ber die Drangsalierung der Sprachen. Nicht nur unsere Menstruierenden-Sprache wird verunstaltet.&nbsp;<\/p><p>Vor vielleicht einem Jahr habe ich eine Geschichte geschrieben, die genau dieses Thema hat. Loggen Sie sich ein und p&ouml;rh&auml;bs sch&auml;dden wir dazu.<\/p><p>Viel Spa&szlig;, Lutz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Albrecht M&uuml;ller thematisiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114247\">hier<\/a> die deutsche Sprache. Sie sei im Laufe der letzten Jahrhunderte immer wieder von fremden Einfl&uuml;ssen erg&auml;nzt und bereichert worden. Hinterfragt wird u.a., ob das eine Bereicherung und notwendig sei. Am Beispiel der Konjugation des Begriffs &bdquo;labeln&ldquo; sehe &bdquo;man, welcher Wahnsinn mit der Ver&auml;nderung der Sprache einhergehen kann. Nicht muss&ldquo;. 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