{"id":114577,"date":"2024-04-30T12:00:13","date_gmt":"2024-04-30T10:00:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114577"},"modified":"2024-04-30T16:03:07","modified_gmt":"2024-04-30T14:03:07","slug":"ukraine-konferenz-in-der-schweiz-ohne-russland-ohne-china-ohne-friedensabsicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114577","title":{"rendered":"Ukraine-Konferenz in der Schweiz: Ohne Russland, ohne China, ohne Friedensabsicht"},"content":{"rendered":"<p>Trotz verzweifelter Versuche des Bundeskanzlers Olaf Scholz bei seinem China-Besuch hat die Volksrepublik kein Interesse an der Ukraine-Konferenz in der Schweiz. Dies ist bezeichnend f&uuml;r den Zustand der westlichen und vor allem deutschen Diplomatie. Die Bundesrepublik schreitet scheiternd voran in die au&szlig;enpolitische Bedeutungslosigkeit. Von <strong>Artur Leier<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_5871\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-114577-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240430_Ukraine_Konferenz_in_der_Schweiz_Ohne_Russland_ohne_China_ohne_Friedensabsicht_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240430_Ukraine_Konferenz_in_der_Schweiz_Ohne_Russland_ohne_China_ohne_Friedensabsicht_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240430_Ukraine_Konferenz_in_der_Schweiz_Ohne_Russland_ohne_China_ohne_Friedensabsicht_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240430_Ukraine_Konferenz_in_der_Schweiz_Ohne_Russland_ohne_China_ohne_Friedensabsicht_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=114577-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240430_Ukraine_Konferenz_in_der_Schweiz_Ohne_Russland_ohne_China_ohne_Friedensabsicht_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"240430_Ukraine_Konferenz_in_der_Schweiz_Ohne_Russland_ohne_China_ohne_Friedensabsicht_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Beim Besuch von Olaf Scholz in China war die Ukraine von deutscher Seite wieder das dominierende Thema. Auch hier wurde, diametral zu deutschen Interessen, wieder einseitig Position f&uuml;r die Ukraine bezogen und mit scharfen Verurteilungen gegen&uuml;ber Russland eine hysterische Rhetorik verwendet, welche die wenigen verbliebenen Br&uuml;cken zwischen Deutschland und Russland weiter abbrennt und die Bundesrepublik deutlich im Lager der selbsterkl&auml;rten Feinde Russlands positioniert.<\/p><p><strong>China bleibt bei seiner Au&szlig;enpolitik<\/strong><\/p><p>Der Bundeskanzler stellte selbst fest: &bdquo;Chinas Wort hat Gewicht in Russland.&ldquo; Auch Deutschlands Wort hatte fr&uuml;her Gewicht in Russland. Das Auftreten von Scholz in China demonstrierte wieder, warum Berlin kaum noch Einfluss in Moskau hat. Innerhalb weniger Jahre fiel das Ansehen Deutschlands, &uuml;brigens in der ganzen Welt, von dem eines ehrlichen Vermittlers auf den Status eines aggressiven Agitators f&uuml;r ein korruptes Regime, welches nichts mit Deutschland, der EU oder der NATO zu tun hat &ndash; wenn man sich die reale Situation in Kiew anschaut, zudem auch nichts mit Demokratie, Freiheit und Menschenrechten. Es ist f&uuml;r Berlin trotzdem so wichtig, diese nicht vorhandenen Werte in der Ukraine zu verteidigen, dass sogar die eigene Wirtschaft und Energiesicherheit daf&uuml;r gesprengt werden.<\/p><p>Durch diesen weitestgehenden Bedeutungsverlust Deutschlands blieb dem Bundeskanzler deshalb nur die verzweifelte und vage Bitte an den chinesischen Pr&auml;sidenten Xi Jinping, &bdquo;auf Russland einzuwirken&ldquo;, und der Versuch, China von einer Teilnahme bei der Ukraine-Konferenz zu &uuml;berzeugen, die im Juni in der Schweiz stattfindet. Dazu sahen wir auf dem X-Konto von Olaf Scholz und in der deutschen Presse dann Versuche, die Gespr&auml;che so darzustellen, als w&uuml;rde sich China eine Teilnahme bei dieser Konferenz &uuml;berlegen und diese zumindest &bdquo;unterst&uuml;tzen&ldquo;.<\/p><p>Dies basierte allerdings auf rhetorischen Tricks und kleinen Manipulationen, bei denen sich an jedes Wort der chinesischen Seite geklammert wurde wie an einen lebensrettenden Strohhalm. Da die Chinesen eben noch Diplomatie verstehen und kein hartes &bdquo;Nein&ldquo; &auml;u&szlig;erten, wurde daraus in Deutschland teilweise ein &bdquo;Vielleicht&ldquo; gezaubert (so im Tagesspiegel vom 16. April). In Wahrheit waren die Aussagen, bei allen diplomatischen Gepflogenheiten, klar genug.<\/p><p>Der chinesische Pr&auml;sident sagte, China f&ouml;rdere &bdquo;die Friedensgespr&auml;che auf seine eigene Weise&ldquo; und unterst&uuml;tze nur eine Friedenskonferenz, die von Russland und der Ukraine, also von beiden direkten Konfliktparteien akzeptiert werde. Da Russland zu der Konferenz im Juni nicht eingeladen ist und es dort absehbar wieder darum gehen wird, die antirussische Position des Westens zu wiederholen, wird es also keine Beteiligung Chinas geben.<\/p><p><strong>Deutschland und die EU ohne eigene Au&szlig;enpolitik<\/strong><\/p><p>Man kann sagen, Xi Jinping und Olaf Scholz haben von verschiedenen Dingen gesprochen, weil sie Au&szlig;enpolitik auf verschiedenen Ebenen betreiben. China betreibt eine souver&auml;ne Au&szlig;enpolitik auf der h&ouml;chsten Ebene von Geopolitik, ebenso Staaten wie Russland und die USA. Deutschland und auch die EU positionieren sich selbst eine Ebene darunter &ndash; als Erf&uuml;llungsgehilfen imperialistischer Interessen der USA und seines transnationalen Finanzkapitals. Deshalb konnte der Bundeskanzler sich in China zwar um bessere Bedingungen f&uuml;r deutsche Unternehmen bem&uuml;hen, aber bei der Au&szlig;enpolitik wurde er nicht als ernsthafter Gespr&auml;chspartner wahrgenommen.<\/p><p>Das war nicht immer so. Erst knapp 20 Jahre ist es her, da konnten sich ein Gerhard Schr&ouml;der und Jacques Chirac zu einem klaren &bdquo;Nein&ldquo; gegen den Irakkrieg verb&uuml;nden, trotz allen Drucks aus England und vor allem den USA sowie nicht zuletzt auch von transatlantischen Medien, die Frankreich und Deutschland m&ouml;glichst tief in diesen verbrecherischen Krieg hineinziehen wollten, der unter dem Vorwand von Massenvernichtungswaffen gestartet und in Wirklichkeit wegen &Ouml;l und strategischen Interessen im Nahen Osten gef&uuml;hrt wurde.<\/p><p>Es stimmt also in gewisser Hinsicht, wenn einige Experten sagen, dass die EU eine eigene Au&szlig;enpolitik entwickeln muss. Entscheidend ist aber, was damit gemeint ist, und da muss man genau hinschauen. Denn wenn es darum geht, die h&auml;ufig erw&auml;hnte &bdquo;Verantwortung&ldquo; zu &uuml;bernehmen, dann ist Vorsicht geboten. Meist geht es dann darum, die imperialistische Politik des Westens in einer Region durchzusetzen, wenn die USA mit einer anderen Region besch&auml;ftigt sind.<\/p><p>Genau dies ist im Falle der Ukraine zu beobachten. Da die USA sich langsam aus der Ukraine zur&uuml;ckziehen, weil sie ihren Fokus auf China legen m&uuml;ssen, h&ouml;rt man aus Br&uuml;ssel vermehrt, dass Europa nun die Ukraine unterst&uuml;tzen m&uuml;sse. Allerdings ist das neoliberale Konstrukt EU nicht Europa, und die B&uuml;rokraten in Br&uuml;ssel sprechen nicht f&uuml;r die V&ouml;lker Europas. Von einer &bdquo;eigenen&ldquo; Au&szlig;enpolitik der EU braucht man also keine Verbesserung zu erwarten. Die Antwort liegt bei positiven Ver&auml;nderungen auf Ebene der Nationalstaaten. Wenn Staaten wie Deutschland und Frankreich wieder anfangen, eine souver&auml;ne Au&szlig;enpolitik zu betreiben, dann werden wieder eigene Interessen vertreten. Das &bdquo;Nein&ldquo; zum Irakkrieg zeigt, dass dies m&ouml;glich ist.<\/p><p>Dann k&ouml;nnen wir auch wieder ehrliche Friedensinitiativen aus Deutschland erwarten statt durchschaubarer Versuche eines deutschen Bundeskanzlers, einen Keil zwischen Peking und Moskau zu treiben. Dann werden auch deutsche Au&szlig;enminister, ohne feministische oder maskulistische Au&szlig;enpolitik, wieder auf Augenh&ouml;he gesehen und behandelt, anstatt dem Ansehen Deutschlands in der ganzen Welt zu schaden. Das bedeutet nicht, dass Volksinteressen dann immer oder auch nur meist vor Kapitalinteressen stehen werden, aber eine sachliche Realpolitik im nationalstaatlichen Interesse w&auml;re bereits eine enorme Verbesserung.<\/p><p><strong>Westliche Diplomatieverweigerung schadet prowestlichen Kreisen<\/strong><\/p><p>Man muss konstatieren, dass die westliche Diplomatie vorrangig dazu beigetragen hat, die &bdquo;Friedenspartei&ldquo; in politisch einflussreichen Kreisen Russlands zu schw&auml;chen. Ihre Grund&uuml;berzeugung, dass die Diplomatie siegreich sein muss und nicht das Milit&auml;r, wurde immer weniger haltbar und entfernte sich zunehmend von der Realit&auml;t einer aggressiven Einkreisung Russlands durch die NATO und US-Milit&auml;rbasen.<\/p><p>Auch nach der Zuspitzung der ukrainischen Kriegsvorbereitungen gegen die Volksrepubliken des Donbass und dem folgenden russischen Einmarsch in die Ukraine gab es genug M&ouml;glichkeiten, schnell zum Frieden zur&uuml;ckzukehren. Tats&auml;chlich gab es umgehend Gespr&auml;che zwischen russischen und ukrainischen Unterh&auml;ndlern in Wei&szlig;russland und dann gro&szlig;e Fortschritte auf Vermittlung der T&uuml;rkei. Vielleicht war dies die letzte Chance f&uuml;r die &ndash; durchaus prowestliche &ndash; Friedenspartei in Moskau, ihre Vorstellungen im Kreml durchzusetzen. Stattdessen folgte ein einseitiger Verhandlungsabbruch auf Wunsch des Westens, und mit jedem Kriegsmonat festigte sich auch bei dieser Friedenspartei die Einsicht, dass der Westen nur eine vollst&auml;ndige Niederlage und schlussendlich Vernichtung Russlands akzeptiert.<\/p><p>Dadurch wurde vor allem das Ansehen der gro&szlig;en westeurop&auml;ischen Staaten und damit auch der EU in Moskau nachhaltig gesch&auml;digt. Denn bei den USA ist man eine harte geopolitische Auseinandersetzung gewohnt, und beide Seiten haben sich im Kalten Krieg nichts geschenkt. Am Ende hat sich bei den Amerikanern aber oft ihr Business-Pragmatismus durchgesetzt, und es wurde ein Gesch&auml;ft angeboten. Die Wahrnehmung gegen&uuml;ber Westeuropa war aber eine andere, und einflussreiche Kr&auml;fte in Moskau sahen sich wie selbstverst&auml;ndlich als Teil Europas. Es ist kein Geheimnis, dass Putin selbst offen germanophil ist und gutes Deutsch spricht. Seine Rede im Bundestag von 2001 war ehrlicher Ausdruck seiner damaligen Haltung.<\/p><p>Nun ist prowestlich, proeurop&auml;isch oder germanophil nicht das Gleiche, aber es gab in Russland selten einen so westorientierten Pr&auml;sidenten wie Putin &ndash; deshalb auch die st&auml;ndigen Versuche, eine Einigung zu finden, sowohl bei Treffen mit dem US-Pr&auml;sidenten George Bush Jr. als auch mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Und entsprechend gro&szlig; war der Einfluss prowestlicher Kreise im Kreml. Der Westen hat es mit seiner Anti-Diplomatie geschafft, einen solchen Pr&auml;sidenten zum Gegner und sogar Feind zu machen. Denn am Ende ist Putin Staatsmann und hat, bei allen subjektiven Sympathien, das objektive Interesse seines Volkes im Sinn.<\/p><p>Gerade dadurch konnten, ideologisch und innenpolitisch heterogene, antiwestliche Kreise in Moskau triumphieren und darauf hinweisen, dass sie es schon immer gesagt haben: Der Westen ist politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich verrottet und selbst die vormals sch&ouml;ne Fassade ist weitestgehend abgebr&ouml;ckelt. F&uuml;r Europa oder die EU kommt erschwerend hinzu, dass keine eigenst&auml;ndige Politik betrieben wird und eine direkte Abh&auml;ngigkeit von den USA besteht. Deshalb m&uuml;sse sich Russland bei seiner B&uuml;ndnispolitik nach Osten und S&uuml;den orientieren. Das ist, durch westliche Diplomatieverweigerung und kurzsichtige Machtpolitik ohne Ber&uuml;cksichtigung der Langzeitfolgen, nun die dominante Denkweise in Moskau.<\/p><p><strong>Diplomatie muss langfristig denken und die Geschichte kennen<\/strong><\/p><p>Das alles geschieht vor dem Hintergrund katastrophaler Erfahrungen in den 1990er-Jahren. Der Westen hat damals, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, seine antirussische Politik nahtlos fortgesetzt und sogar zugespitzt. Die Herrschaft der Jelzin-Oligarchie wurde aktiv unterst&uuml;tzt, das Volksverm&ouml;gen wurde gepl&uuml;ndert und endete meist in westlichen Banken. Alles, was unter Freiheit, Demokratie und Marktwirtschaft vermarktet wurde, war in Realit&auml;t das Gegenteil des Versprochenen.<\/p><p>Dies f&uuml;hrte in der Bev&ouml;lkerung zum nachhaltigen Misstrauen gegen&uuml;ber liberalen Politikern sowie Ideen und zum Wunsch nach einer starken sichtbaren Hand, die f&uuml;r Ordnung sorgt, statt der unsichtbaren Hand des Marktes, die Chaos verursacht und das Land verkauft. Das Verhalten des Westens wurde so wahrgenommen, als ob die sowjetische Propaganda &uuml;ber westlichen Imperialismus noch untertrieben hat. Man erlebte bzw. &uuml;berlebte einen Westen, der nur die vollst&auml;ndige Unterwerfung akzeptiert und nur die Sprache der St&auml;rke versteht. Wie Hohn wirkt es da, wenn diese Zeit in der westlichen Bewertung und von Liberalen in Russland weiterhin positiv dargestellt wird. Auch deshalb ist die prowestliche Opposition innerhalb Russlands heute bedeutungslos und dient nur dazu, Bilder und &bdquo;Hoffnungstr&auml;ger&ldquo; f&uuml;r die westliche Propaganda zu erzeugen.<\/p><p>Wenn Wladimir Putin also jede Pr&auml;sidentschaftswahl deutlich und immer deutlicher gewinnt und das Ergebnis umso h&ouml;her ist, je st&auml;rker der Druck von au&szlig;en wird, dann liegt dies an den Erfahrungen der russischen Bev&ouml;lkerung in Vergangenheit und Gegenwart. Dazu geh&ouml;rt die lebendige Erinnerung an die 1990er-Jahre, vor allem aber die heutige, hysterisch-antirussische Politik des Westens. Wenn zudem die Bundesrepublik geschichtsvergessen wieder gegen Russland hetzt und deutsche Panzer in die Ukraine schickt, dann geh&ouml;rt dazu auch das historische Gedenken an den Zweiten Weltkrieg. Der Westen hat mit seiner Politik also nur erreicht, das russische Volk hinter Putin zu vereinen.<strong> <\/strong>Er hat ebenfalls dazu beigetragen, Russland und China zu strategischen Verb&uuml;ndeten zu machen.<\/p><p>Eine Ukraine-Konferenz in der Schweiz, zu der Russland nicht eingeladen ist, hat deshalb keine ehrliche Friedensabsicht. Sie &uuml;berzeugt niemanden, der nicht schon &uuml;berzeugt ist, und das sind faktisch nur direkt von den USA abh&auml;ngige Regime des &bdquo;kollektiven Westens&ldquo;. Sie zeigt aber der russischen Bev&ouml;lkerung wieder, dass nur die vollst&auml;ndige Niederlage und Unterwerfung angeboten wird. Das ist so kurzsichtig wie die Politik nach dem Zusammenbruch der UdSSR. Damit wird nur die organische Opposition in Russland, von links bis rechts, nachhaltig und unnachgiebig gegen den Westen eingestellt. Die wahre Rechnung daf&uuml;r kommt sp&auml;ter, nach der Zeit von Wladimir Putin.<\/p><p>Einige werden sich dann nostalgisch an den germanophilen russischen Pr&auml;sidenten erinnern. Russlandexperten und Historiker werden darauf hinweisen, dass der Westen um 2000 mit der Unterwerfung bzw. Vernichtung Russlands gescheitert ist, dies h&auml;tte einsehen m&uuml;ssen, und danach 30 Jahre Zeit hatte, um das Riesenreich zum Partner auf Augenh&ouml;he zu machen. Die USA werden sich, als imperiales Zentrum hinter dem Ozean, noch l&auml;nger als Machtfaktor behaupten k&ouml;nnen, auch wenn sie schon jetzt in einer gesellschaftlichen Dystopie leben. Die deindustrialisierte BRD wird diese Russlandpolitik aber am h&auml;rtesten Treffen. Die deutschen Staatsb&uuml;rger und Staatsb&uuml;rgerinnen der Zukunft werden leise &uuml;ber die suizidale Au&szlig;enpolitik dieser Zeit meckern, w&auml;hrend Sie auf dem Lastenrad um ein Windrad fahren und nach Pfandflaschen sowie Brennmaterial suchen.<\/p><p><small>Titelbild: Shutterstock \/ Michael Derrer Fuchs<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<p><strong>Mehr zum Thema:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114544\">Deutschland will &bdquo;V&ouml;lkermord&ldquo;-Resolution bei UN-Vollversammlung einbringen: AA-Sprecher wei&szlig; angeblich von nichts<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103079\">&bdquo;Kulturwandel&ldquo; im Ausw&auml;rtigen Amt: Baerbock will, dass deutsche Diplomaten mehr auf Social Media gegen Russland und China austeilen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95404\">Die Infantilisierung der deutschen Au&szlig;enpolitik: Botschafterin in der Ukraine posiert mit &bdquo;Kuschel-Leo&ldquo;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104050\">Fake News von Tagesschau und Baerbock? &ndash; &bdquo;Russischer Terrorangriff&ldquo; auf Marktplatz von Kostjantyniwka war laut New York Times wohl ukrainische Rakete<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94769\">Staatsfern? 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