{"id":114849,"date":"2024-05-07T09:05:35","date_gmt":"2024-05-07T07:05:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114849"},"modified":"2024-05-07T16:43:34","modified_gmt":"2024-05-07T14:43:34","slug":"der-britisch-palaestinensische-arzt-ghassan-abu-sitta-darf-nicht-nach-frankreich-einreisen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114849","title":{"rendered":"Der britisch-pal\u00e4stinensische Arzt Ghassan Abu Sitta darf nicht nach Frankreich einreisen"},"content":{"rendered":"<p>Nach Deutschland haben auch die franz&ouml;sischen Grenzbeh&ouml;rden dem Chirurgen die <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/gaza-gilt-deutscher-bann-nun-eu-weit\/\">Einreise verweigert<\/a>. Abu Sitta war auf Einladung des franz&ouml;sischen Senats am fr&uuml;hen Samstagmorgen (4. Mai 2024) auf dem Flughafen Charles De Gaulles (CDG) in Paris gelandet, um vor dem Gremium &uuml;ber seine Erfahrungen als Arzt im j&uuml;ngsten Gaza-Krieg zu berichten. Von <strong>Karin Leukefeld<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_17\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-114849-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240507-Abu-Sitta-nicht-nach-Frankreich-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240507-Abu-Sitta-nicht-nach-Frankreich-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240507-Abu-Sitta-nicht-nach-Frankreich-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240507-Abu-Sitta-nicht-nach-Frankreich-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=114849-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240507-Abu-Sitta-nicht-nach-Frankreich-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"240507-Abu-Sitta-nicht-nach-Frankreich-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Der erfahrene Arzt hatte im Oktober\/November 2023 43 Tage lang in Gaza gearbeitet und war von Abgeordneten der franz&ouml;sischen Gr&uuml;nen eingeladen worden, unter dem Thema &bdquo;Das V&ouml;lkerrecht und der Krieg in Gaza&ldquo; Zeugnis abzulegen. Eingeladen waren Mediziner, Journalisten und V&ouml;lkerrechtler mit Arbeitserfahrungen in Gaza.<\/p><p>&Uuml;ber <em>X<\/em> (vormals <em>Twitter<\/em>) teilte Abu Sitta vom Flughafen CDG mit, er d&uuml;rfe nicht einreisen, weil die deutsche Regierung ihm f&uuml;r ein Jahr ein Einreiseverbot nach Europa in den Schengen-Raum erteilt habe. Er werde in einem Wartebereich festgehalten und solle deportiert werden. Die Gr&uuml;nen-Senatorin Raymonde Poncet Monge, die den Arzt eingeladen hatte, bezeichnete den Vorgang als &bdquo;Schande&ldquo;.<\/p><p>Vergeblich protestierten die gr&uuml;nen Senatoren bei Au&szlig;en- und Innenministerium in Paris, niemand reagierte. Eingeschaltete Anw&auml;lte konnten den Gr&uuml;nen schlie&szlig;lich einen Link &uuml;bermitteln, mit dem Dr. Ghassan <a href=\"https:\/\/pbs.twimg.com\/media\/GMvO6ZBXkAA7cgC?format=jpg&amp;name=large\">per Video zu dem Symposium zugeschaltet<\/a> werden konnte.<\/p><p>Die Nachrichtenagentur <em>AP<\/em> erfuhr von einem namentlich nicht genannten &bdquo;franz&ouml;sischen Beamten&ldquo;, das Einreiseverbot gehe auf eine Anordnung Deutschlands zur&uuml;ck. Ohne auf Einzelheiten einzugehen, sagte der &bdquo;Beamte&ldquo;, Berlin habe beantragt, dass Abu Sitta f&uuml;r mindestens ein Jahr in kein Land des Schengen-Bereichs einreisen d&uuml;rfe.<\/p><p>&bdquo;Wie kann Deutschland im gesamten Schengen-Raum Einreiseverbote verh&auml;ngen?&ldquo;, reagierte Raymonde Poncet Monge gegen&uuml;ber <em>Le Monde<\/em> auf die Anordnung. Mathilde Panot, Abgeordnete der Franz&ouml;sischen Nationalversammlung, schrieb auf <em>X<\/em> (vormals <em>Twitter<\/em>): <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Macrons Frankreich ist eine Schande f&uuml;r uns. Ghassan Abu Sitta MUSS nach Frankreich kommen und Zeugnis von den Gr&auml;ueln ablegen k&ouml;nnen, die er in Gaza gesehen und erlebt hat&ldquo;.\n<\/p><\/blockquote><p>Die franz&ouml;sische Tageszeitung <em>Liberation<\/em> ging dem Einreiseverbot ausf&uuml;hrlich nach und <a href=\"https:\/\/www.liberation.fr\/checknews\/pourquoi-ghassan-abu-sitta-medecin-de-guerre-a-gaza-a-t-il-ete-interdit-dentrer-en-france-20240505_BY2ROVY2EVDLHD6UGGXZ7QRK6M\/\">berichtete noch am gleichen Tag<\/a>, dass die Mitgliedsstaaten der Schengen-Vereinbarung Personen, die aus einem dritten Staat kommen, die Einreise in den Schengen-Raum verweigern k&ouml;nnten.<\/p><p>M&ouml;glich sei das laut <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/EN\/TXT\/?uri=CELEX%3A02016R0399-20170407\">Schengener Einreisekodex<\/a>, wenn sie eine &bdquo;Gefahr f&uuml;r die &ouml;ffentliche Ordnung, die innere Sicherheit, die &ouml;ffentliche Gesundheit oder die internationalen Beziehungen eines der Mitgliedstaaten&ldquo; darstellen. Zudem m&uuml;sse eine &bdquo;Ausschreibung zur Einreiseverweigerung&ldquo; in den nationalen Datenbanken der Mitgliedsstaaten vorliegen.<\/p><p>Der &bdquo;ausschreibende Mitgliedsstaat&ldquo; &ndash; in diesem Fall Deutschland &ndash; m&uuml;sse Informationen wie Identit&auml;t, Fingerabdr&uuml;cke, besondere k&ouml;rperliche Merkmale und die Gr&uuml;nde f&uuml;r die Ausschreibung in der Datenbank mitteilen. &bdquo;Gem&auml;&szlig; der EU-Verordnung &uuml;ber dieses Informationssystem wird die Entscheidung &uuml;ber die Ausschreibung &bdquo;von den zust&auml;ndigen Verwaltungsbeh&ouml;rden oder Gerichten [&hellip;] auf der Grundlage einer individuellen Bewertung getroffen&ldquo;, so <em>Liberation<\/em>.<\/p><p>Aus franz&ouml;sischen Regierungskreisen sei der Zeitung mitgeteilt worden, man habe aufgrund des deutschen Einreiseverbots in das europ&auml;ische Hoheitsgebiet &bdquo;keinen Handlungsspielraum gehabt&ldquo;. Die Grenzbeh&ouml;rden h&auml;tten lediglich &bdquo;das europ&auml;ische Recht und den Schengen-Grenzkodex angewendet&ldquo;.<\/p><p>Nach &bdquo;eigenen Informationen&ldquo; habe <em>Liberation<\/em> zudem erfahren, dass Ghassan Abu Sitta von Deutschland &bdquo;wegen Verherrlichung des Terrorismus, Radikalisierung und Antisemitismus zur Einreise in den Schengen-Raum f&uuml;r ein Jahr ausgeschrieben&ldquo; worden sei. Man habe beim deutschen Au&szlig;en- und Innenministerium in Berlin nachgefragt und sei &bdquo;an die deutsche Polizei weitergeleitet&ldquo; worden. Eine Antwort l&auml;ge zu dem Zeitpunkt nicht vor.<\/p><p>Die Berliner Tageszeitung <a href=\"https:\/\/taz.de\/Europa-und-der-Gaza-Krieg\/!6008435\/\"><em>taz<\/em> schrieb<\/a> unter Verweis auf namentlich nicht genannte &bdquo;Kritiker&ldquo;, der Arzt stehe der Volksfront zur Befreiung Pal&auml;stinas (PFLP) nahe, die in der EU seit 2023 als &bdquo;Terrororganisation&ldquo; gelistet sei. Er habe auf der Beerdigung eines verstorbenen PFLP-Gr&uuml;nders gesprochen.<\/p><p>Am 12. April 2024 war Ghassan Abu Sitta am Berliner Flughafen <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=113863\">die Einreise verweigert worden<\/a>, als er an der sp&auml;ter verbotenen und aufgel&ouml;sten Pal&auml;stina-Konferenz teilnehmen wollte.<\/p><p><strong>Die Diffamierung<\/strong><\/p><p>Die Gr&uuml;nde des Einreiseverbots waren damals von deutschen Beh&ouml;rden laut <em>AFP<\/em> unter Berufung auf &bdquo;deutsche Sicherheitsbeh&ouml;rden&ldquo; ausgesprochen worden, &bdquo;um antisemitische und antiisraelische Propaganda auf der Veranstaltung zu verhindern&ldquo;. Ghassan Abu Sitta allerdings war bei stundenlangen Verh&ouml;ren mitgeteilt worden, er d&uuml;rfe aus Gr&uuml;nden der &bdquo;Sicherheit der Konferenzteilnehmer und der &ouml;ffentlichen Ordnung&ldquo; nicht einreisen. Auch eine Videoschaltung zu dem Berliner Kongress &ndash; selbst aus dem Ausland &ndash; sei ihm bei Androhung von Strafe untersagt worden. Auch dem ehemaligen griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis (DIEM25), der ebenfalls auf der Pal&auml;stina-Konferenz sprechen sollte, war die Einreise verweigert worden. Sowohl Varoufakis als auch Abu Sitta wehren sich rechtlich gegen die Einreiseverbote.<\/p><p>Hintergrund der Einreiseverbote gegen Ghassan Abu Sitta d&uuml;rften die engen deutsch-israelischen Beziehungen sein, die nicht nur in der &bdquo;deutschen Staatsr&auml;son&ldquo; und in Form von Waffenlieferungen, sondern auch in zahlreichen Initiativen und Organisationen deutlich werden. Wenige Tage vor dem Pal&auml;stina-Kongress in Berlin (12. April 2024) hatte der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, im Berliner Sender <em>Antenne Brandenburg RBB (ARD)<\/em> ein <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/politik\/beitrag\/2024\/04\/berlin-palaestina-kongress-salman-abu-sitta-antisemitismusbeauftragter.html\">Einreiseverbot f&uuml;r Salman Abu Sitta<\/a> gefordert, einen international bekannten Ingenieur, Autor, Historiker und Anwalt f&uuml;r die Sache der Pal&auml;stinenser. Salman Abu Sitta ist ein Onkel von Ghassan Abu Sitta und wurde 1948 aus seiner pal&auml;stinensischen Heimat im Zuge der Nakba (Katastrophe) vertrieben.<\/p><p>Felix Klein begr&uuml;ndete sein Ansinnen mit einer angeblichen Aussage des 86-J&auml;hrigen, wonach er &bdquo;an dem &Uuml;berfall der Hamas teilgenommen h&auml;tte, wenn er j&uuml;nger gewesen w&auml;re&ldquo;. Tats&auml;chlich hatte Abu Sitta auf seinem Blog geschrieben: &bdquo;<em>Ja, ich h&auml;tte einer derjenigen sein k&ouml;nnen, die durch den Zaun brachen, wenn ich noch j&uuml;nger w&auml;re und immer noch im Konzentrationslager Gazastreifen leben m&uuml;sste&rdquo;, <\/em>wie Helga Baumgarten in ihrer W&uuml;rdigung Salman Abu Sittas auf den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114755\">NachDenkSeiten<\/a> klarstellt. Und zur Verwendung des Begriffs &bdquo;Konzentrationslager&ldquo; erkl&auml;rte er, die Pal&auml;stinenser seien nicht nur 1948 vertrieben und zu Fl&uuml;chtlingen gemacht worden: &bdquo;<em>Sie wurden immer wieder in ihren Lagern im Exil angegriffen: 1953, 1956, 1967, 1971 und 1987, seit 2006 schlie&szlig;lich und bis heute mit grausamer Regelm&auml;&szlig;igkeit.&ldquo;<\/em><\/p><p>Klein forderte in dem RBB-Gespr&auml;ch auch, die Gemeinn&uuml;tzigkeit des in Berlin ans&auml;ssigen Vereins &bdquo;J&uuml;dische Stimme f&uuml;r einen gerechten Frieden in Nahost&rdquo; zu &uuml;berpr&uuml;fen, der den Pal&auml;stina-Kongress mit vorbereitet hatte. In vorauseilendem Gehorsam hatte die Berliner Sparkasse dem Verein bereits am 25. M&auml;rz 2024 das Konto gesperrt, wie Michaela Reisin, Mitbegr&uuml;nderin der &bdquo;J&uuml;dischen Stimme&ldquo;, <a href=\"https:\/\/www.juedische-stimme.de\/ostermarch-berlin-rede-von-fanny-michaela-reisin\">auf dem Berliner Ostermarsch am 1. April mitteilte<\/a>.<\/p><p>Der Antisemitismusbeauftragte hatte in dem RBB-Gespr&auml;ch erkl&auml;rt, die &bdquo;J&uuml;dische Stimme&ldquo; verbreite &bdquo;antisemitische und israelfeindliche Narrative&ldquo; und geh&ouml;re zu einem &bdquo;israelfeindlichen Boykottspektrum&ldquo;. Gemeint ist die <a href=\"http:\/\/bds-kampagne.de\/aufruf\/aufruf-der-palstinensischen-zivilgesellschaft\/\">internationale Kampagne zum Boykott Israels<\/a>, die &bdquo;inspiriert vom Kampf der S&uuml;dafrikanerInnen gegen die Apartheid&ldquo; im Juli 2005 gestartet wurde. Die von 170 pal&auml;stinensischen zivilgesellschaftlichen Organisationen getragene Kampagne ruft zu &bdquo;Boykott, Desinvestition und Sanktion gegen Israel auf, bis das Land internationalem Recht und den universellen Prinzipien der Menschenrechte nachkommt&ldquo;. Der Aufruf sei eine &bdquo;Antwort auf das Versagen der internationalen Staatengemeinschaft, die den V&ouml;lker- und Menschenrechtsverletzungen durch Israel tatenlos zusieht, so dass sie weiterhin straflos bleiben&ldquo;.<\/p><p><strong>Anhaltende Straffreiheit<\/strong><\/p><p>&bdquo;Die Festung Europa bringt Zeugen zum Schweigen, w&auml;hrend Israel sein Vorgehen straffrei fortsetzen kann&ldquo;, kommentierte Ghassan Abu Sitta das von Deutschland initiierte Einreiseverbot, als er auf dem Flughafen CDG in Paris gestoppt wurde. Der Arzt verf&uuml;gt &uuml;ber drei Jahrzehnte Erfahrungen und ist seit Anfang des Jahres Rektor der Universit&auml;t von Glasgow, wo er selbst auch studiert hat. Er arbeitete in freiwilligen Eins&auml;tzen in zw&ouml;lf Krisen- und Konfliktgebieten im Mittleren Osten, wo er &ouml;rtliche Kliniken und &Auml;rzte unterst&uuml;tzte.<\/p><p>Nach seiner R&uuml;ckkehr aus dem Gaza-Krieg Ende 2023 legte er bei der britischen Polizei Zeugnis &uuml;ber das von ihm Erlebte in den Krankenh&auml;usern Al Shifa und Al Ahli ab. Er beschrieb die Todesursachen, die Art der Waffen, die eingesetzt wurden, und legte auch beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag Zeugnis ab. Dort l&auml;uft aktuell ein Verfahren von S&uuml;dafrika gegen Israel wegen des Verdachts auf einen V&ouml;lkermord an den Pal&auml;stinensern und Kriegsverbrechen. Das Gericht wird auch die Klage Nicaraguas gegen Deutschland wegen m&ouml;glicher Unterst&uuml;tzung Israels in dem Krieg durch Waffenlieferungen behandeln. Eine Eilentscheidung in der Sache hatte das Gericht allerdings abgelehnt.<\/p><p>Die Zahl der durch den Krieg seit dem 7. Oktober 2023 get&ouml;teten Pal&auml;stinenser wird von den pal&auml;stinensischen Beh&ouml;rden im Gazastreifen mit 34.654 angegeben, 77.908 Personen wurden verletzt. Diese Zahlen steigen t&auml;glich. Mehr als 7.000 Menschen werden unter den Tr&uuml;mmern vermisst. Zwei Drittel der Toten sind Kinder und Frauen. Im Norden des Gazastreifens herrscht nach Angaben des Weltern&auml;hrungsprogramms eine Hungersnot. (Quellen: <a href=\"https:\/\/www.npr.org\/2024\/05\/04\/1249153712\/united-nations-northern-gaza-famine\">npr.org<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/middle-east\/un-accuses-israel-denying-gaza-aid-access-famine-takes-hold-2024-05-05\/\">reuters.com<\/a>)<\/p><p><strong>Der Krieg geht weiter<\/strong><\/p><p>Am vergangenen Wochenende (4. Mai 2024) wurden die Verhandlungen zwischen Israel und der Hamas in Kairo abgebrochen. Der israelische Ministerpr&auml;sident Benjamin Netanyahu hatte erkl&auml;rt, Israel werde mit und ohne Verhandlungsergebnis die Stadt Rafah im S&uuml;den des Gazastreifens angreifen. Die Armeef&uuml;hrung hat den Plan genehmigt.<\/p><p>Am Sonntag (5. Mai 2024) wurde der Nachrichtensender <em>Al Jazeera<\/em> in Israel und den von Israel kontrollierten besetzten pal&auml;stinensischen Gebieten abgeschaltet.<\/p><p>Bei einem Angriff aus dem s&uuml;dlichen Gazastreifen (Sonntag, 5. Mai 2024) auf einen St&uuml;tzpunkt der israelischen Armee unweit des Grenz&uuml;bergangs Kerem Shalom hat Israel die Abfertigung von Hilfstransporten &uuml;ber den Grenz&uuml;bergang gestoppt und den Durchgang geschlossen.<\/p><p>Am Montagmorgen (6. Mai 2024) warf die israelische Armee (IDF) Flugbl&auml;tter &uuml;ber Rafah ab und forderte die Bev&ouml;lkerung auf, den Osten der Stadt zu verlassen, da ein IDF-Angriff bevorstehe. Die Menschen sollten sich in eine Zeltstadt an der K&uuml;ste begeben, wo sie mit Wasser und Nahrungsmitteln versorgt w&uuml;rden.<\/p><p><small>Titelbild: Screenshot CNN<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach Deutschland haben auch die franz&ouml;sischen Grenzbeh&ouml;rden dem Chirurgen die <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/gaza-gilt-deutscher-bann-nun-eu-weit\/\">Einreise verweigert<\/a>. Abu Sitta war auf Einladung des franz&ouml;sischen Senats am fr&uuml;hen Samstagmorgen (4. Mai 2024) auf dem Flughafen Charles De Gaulles (CDG) in Paris gelandet, um vor dem Gremium &uuml;ber seine Erfahrungen als Arzt im j&uuml;ngsten Gaza-Krieg zu berichten. Von <strong>Karin Leukefeld<\/strong>.<\/p>\n<p><em>Dieser Beitrag<\/em><\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114849\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":114850,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,107,171],"tags":[2341,3041,2843,1043,302,2392,1557,305,2360],"class_list":["post-114849","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-audio-podcast","category-militaereinsaetzekriege","tag-boykott","tag-cancel-culture","tag-einreiseverbot","tag-frankreich","tag-gaza","tag-internationaler-gerichtshof","tag-israel","tag-menschenrechte","tag-zivile-opfer"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/240507_titel.jpeg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/114849","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=114849"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/114849\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":114885,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/114849\/revisions\/114885"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/114850"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=114849"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=114849"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=114849"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}