{"id":115023,"date":"2024-05-11T12:00:52","date_gmt":"2024-05-11T10:00:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=115023"},"modified":"2024-05-10T21:24:39","modified_gmt":"2024-05-10T19:24:39","slug":"philippinen-rosenkrieg-und-martialische-grossmanoever","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=115023","title":{"rendered":"Philippinen: Rosenkrieg und martialische Gro\u00dfman\u00f6ver"},"content":{"rendered":"<p>&bdquo;<em>Balikatan&ldquo;<\/em> &ndash; in Filipino die Bezeichnung f&uuml;r &bdquo;Schulter an Schulter&ldquo; &ndash; nennen sich die allj&auml;hrlich stattfindenden philippinisch-US-amerikanischen Milit&auml;rman&ouml;ver, die in diesem Jahr zum 39. Mal abgehalten werden. Klingt gut: So soll suggeriert werden, dass auch heute noch ein inniges Verh&auml;ltnis zwischen der vormaligen Kolonialmacht USA (1898 bis 1946) und den Philippinen als Amerikas einstiger und einziger Kolonie in S&uuml;dostasien besteht. Derweil bek&auml;mpfen sich auf h&ouml;chster Staatsebene politische Clans, die noch vor zwei Jahren &ndash; vor dem Amtsantritt von Pr&auml;sident Ferdinand Marcos Jr. Ende Juni 2022 &ndash; als <em>UniTeam<\/em> innigste Freundschaft gelobt hatten. &Uuml;ber deren Zerw&uuml;rfnis und andere Unw&auml;gbarkeiten berichtet unser S&uuml;dostasienexperte <strong>Rainer Werning<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Weitreichende Befugnisse f&uuml;r US-Truppen<\/strong><\/p><p>In diesem Jahr nehmen ann&auml;hernd 17.000 philippinische und US-amerikanische Soldaten an den bis dato gr&ouml;&szlig;ten &bdquo;Balikatan&ldquo; teil, die am 22. April begannen und am 10. Mai endeten. Die diesj&auml;hrigen Man&ouml;ver konzentrierten sich vor allem auf die n&ouml;rdlichen und westlichen Teile der Philippinen &ndash; nahe der potenziellen Krisenherde im S&uuml;dchinesischen Meer und Taiwan, in denen es in den vergangenen Wochen und Monaten bereits h&auml;ufig zu Konfrontationen kam. Erstmals nahm daran auch die K&uuml;stenwache der Philippinen mit sechs Schiffen teil. Zudem f&uuml;hrte die Spezialeinheit der K&uuml;stenwache &bdquo;gemeinsame Interoperabilit&auml;ts&uuml;bungen&rdquo; mit der philippinischen Marine und entsprechenden franz&ouml;sischen, australischen und US-Kr&auml;ften aus. Die US-Armee nutzte &bdquo;Balikatan&ldquo; f&uuml;r die Erprobung ihres neuesten bodengest&uuml;tzten Raketensystems <em>Typhon <\/em>mit mittlerer Reichweite (MRC), das <em>Tomahawk-<\/em> und <em>SM-6-Raketen<\/em> abfeuern kann. Diese Mittelstreckenraketen sind in der Lage, Ziele auf See und in China zu treffen. Verfolgt wird auf diese Weise eine breiter angelegte Eind&auml;mmungsstrategie der USA, die darauf abzielt, die VR China einzukreisen, indem eine Inselkette von den Kurilen, dem japanischen Archipel, den Ryukyu-Inseln, Taiwan, den n&ouml;rdlichen Philippinen und Borneo bis hin zur malaiischen Halbinsel befestigt wird.<\/p><p>Unabh&auml;ngig von &bdquo;Balikatan&ldquo; k&ouml;nnen US-Streitkr&auml;fte auf philippinischem Territorium mittlerweile jederzeit und auf Rotationsbasis insgesamt neun Milit&auml;rst&uuml;tzpunkte der <em>Armed Forces of the Philippines (AFP) <\/em>nutzen, wobei ihnen extraterritoriale Immunit&auml;t zugutekommt.<\/p><p><strong>Missstimmung zwischen Manila und Beijing<\/strong><\/p><p>Am 15. April erkl&auml;rte Pr&auml;sident Ferdinand Marcos Jr. anl&auml;sslich eines von der <em>Vereinigung von Auslandskorrespondenten in den Philippinen ausgerichteten Forums<\/em> (FOCAP) in Manila, er sei &uuml;berzeugt, dass sein Vorg&auml;nger Rodrigo Duterte (2016 bis 2022) ein fragw&uuml;rdiges &bdquo;Geheimabkommen&rdquo; oder &bdquo;Gentlemen&rsquo;s Agreement&ldquo; mit Beijing &uuml;ber das S&uuml;dchinesische Meer geschlossen habe. Dar&uuml;ber jedoch, behauptete Marcos, gebe es bis dato allerdings keine Aufzeichnungen oder Unterlagen. Er sei &bdquo;entsetzt&rdquo; &uuml;ber die M&ouml;glichkeit, dass die nationale Souver&auml;nit&auml;t und staatliche Integrit&auml;t der Philippinen beeintr&auml;chtigt worden sein k&ouml;nnten.<\/p><p>&bdquo;<em>Warum&ldquo;, <\/em>so echauffierte sich der Pr&auml;sident,<em> &bdquo;gibt es kein einziges Dokument, das diese Vereinbarung enth&auml;lt? Warum hat in der &Uuml;bergangszeit zwischen der vorherigen und dieser Regierung niemand ein geheimes Abkommen erw&auml;hnt?&ldquo;<\/em><\/p><p>Kernpunkte des &bdquo;Geheimabkommens&rdquo; oder &bdquo;Gentlemen&rsquo;s Agreement&ldquo; mit Beijing sind nach bisherigem Stand der Dinge zwei Vereinbarungen: Erhaltung eines &bdquo;Status quo&rdquo; im umstrittenen Gebiet des S&uuml;dchinesischen Meeres beziehungsweise der Westphilippinischen See, wozu angeblich die Zusage Manilas geh&ouml;rte, die aus dem Zweiten Weltkrieg stammende und auf Grund gelaufene <em>&bdquo;BRP Sierra Madre&ldquo; <\/em>nicht zu reparieren &ndash; ein Schiff, das Manila als milit&auml;rischer Au&szlig;enposten in dem von ihm beanspruchten <em>Ayungin (Second Thomas) Shoal<\/em> dient. Dar&uuml;ber hinaus soll Ex-Pr&auml;sident Rodrigo Duterte dem chinesischen Staatschef Xi Jinping zugesichert haben, dass chinesische Trawler selbst innerhalb der 200-Seemeilen-Grenze umfassenden <em>Ausschlie&szlig;lichen Wirtschaftszone (AWP)<\/em> der Philippinen den Fischfang mit Schleppnetzen durchf&uuml;hren k&ouml;nnen.<\/p><p>Ein solcher Deal, kritisierte u.a. der pensionierte Richter am Obersten Gerichtshof Antonio Carpio laut der in Manila erscheinenden Tageszeitung <em>The Philippine Star<\/em> am 17. April, habe der Regierung, den philippinischen Fischern und der &Ouml;ffentlichkeit ungeb&uuml;hrlich geschadet:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Er (Duterte) war offenkundig parteiisch und grob fahrl&auml;ssig. Er wusste nicht einmal, wo Ayungin liegt, dass es sich um eine Niedrigwassererhebung innerhalb der Westphilippinischen See und jenseits von Chinas eigener AWZ handelt und dass der St&auml;ndige Schiedsgerichtshof in Den Haag bereits im Sommer 2016 Chinas &Uuml;bergriffe f&uuml;r illegal erkl&auml;rt hat.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p>&bdquo;<em>Duterte hat seinen Amtseid gebrochen, &sbquo;die Verfassung zu bewahren und zu verteidigen&lsquo;&ldquo;, <\/em>f&uuml;gte Carpio hinzu, <em>&bdquo;er kann zwar nicht mehr angeklagt werden, da seine Amtszeit vorbei ist, aber er kann wegen Korruption belangt werden.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><em>The Philippine Star<\/em> machte in derselben Ausgabe folgende Rechnung auf, um den materiellen Schaden allein f&uuml;r den philippinischen Fischereibetrieb zu ermessen: Ein chinesischer Trawler kann laut chinesischem Informationsministerium zw&ouml;lf Tonnen pro Tag einholen. Unter Duterte, der Beijing w&auml;hrend seiner Amtszeit f&uuml;nfmal besuchte, registrierte die philippinische K&uuml;stenwache mindestens 270 chinesische &bdquo;Wildererschiffe&ldquo; pro Tag, die 3.240 Tonnen einholten. J&auml;hrliche Fangmenge: 1,2 Millionen Tonnen. Der Fang von 350.000 philippinischen Fischern ging w&auml;hrend Dutertes Amtszeit um die H&auml;lfte zur&uuml;ck, und die Verbraucherpreise f&uuml;r Meeresprodukte stiegen betr&auml;chtlich an. Bei alledem kam es wiederholt zu Zwischenf&auml;llen, als chinesische Stahltrawler philippinische Holzboote rammten und vertrieben.<\/p><p><strong>Rosenkrieg Filipino Style<\/strong><\/p><p>Derweil geben sich das Duterte-Lager und der ehemalige Sprecher des Ex-Pr&auml;sidenten, Harry Roque, &auml;u&szlig;erst schmallippig und wiegeln ab. Duterte selbst nutzt seit Jahresbeginn jede sich bietende Gelegenheit, seinerseits Front gegen das proamerikanische Marcos-Lager zu machen und den amtierenden Pr&auml;sidenten als &bdquo;inkompetent&ldquo; und &bdquo;Heulsuse&ldquo; darzustellen. Ja, Duterte ging gar so weit, mit der Sezession der s&uuml;dlichen Hauptinsel Mindanao aus dem philippinischen Staatsverband zu drohen! So verl&auml;uft selbst innerhalb der Regierung ein tiefer Riss, da ausgerechnet Marcos&lsquo; Vizepr&auml;sidentin und gleichzeitige Erziehungsministerin in seinem Kabinett mit Sara Duterte die Tochter des Ex-Pr&auml;sidenten ist. Einen derart ungeschminkten Clinch auf h&ouml;chster Staatsebene hat es seit der Gr&uuml;ndung der Republik der Philippinen am 4. Juli 1946 noch nie gegeben!<\/p><p>Au&szlig;enpolitisch vermochte das proamerikanische Marcos-Lager zu punkten, woraus es auch innen- wie wirtschaftspolitisch Kapital zu schlagen gedenkt. So erw&auml;gt Marcos den Bau neuer Bahnlinien mit Japan, statt &ndash; wie sein Vorg&auml;nger &ndash; eine Kooperation mit China anzustreben. Auf der Suche nach einer Alternative zu Chinas <em>Neuem Seidenstra&szlig;en<\/em>-Forum will sich Manila nach Westen und zu anderen regionalen Partnern orientieren. Das erste trilaterale Gipfeltreffen zwischen dem Pr&auml;sidenten der Vereinigten Staaten Joe Biden, dem japanischen Premierminister Kishida Fumio und Pr&auml;sident Marcos im Wei&szlig;en Haus am 11. April erh&ouml;ht allerdings das Konfliktpotenzial in der Region &ndash; und versch&auml;rft im Kontext von <em>&bdquo;Balikatan 2024&ldquo;<\/em> einen offen gegen die VR China gerichteten Kurs, der seitens der EU und der Bundesrepublik auf volle Zustimmung st&ouml;&szlig;t. Selbst die letzte Auslandsreise von Frau Baerbock nach Australien, Neuseeland und Fidschi sollte explizit &bdquo;ein Signal gen China&ldquo; senden. &Uuml;ber diese &bdquo;Oberste deutsche Wolfskriegerin&rdquo; und ihre Oberlehrerattit&uuml;de gegen&uuml;ber Beijing schrieb bereits im vergangenen Jahr der <a href=\"https:\/\/weltwoche.ch\/daily\/oberste-deutsche-wolfskriegerin-will-dass-china-den-vom-westen-gesponserten-krieg-beendet-die-chinesische-sicht-zum-baerbock-besuch-in-peking\/\">Kolumnist der in Hongkong erscheinenden Tageszeitung <em>South China Morning Post<\/em>, Alex Lo<\/a>:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wenn eine fr&uuml;here Friedensaktivistin zum neokonservativen Interventionismus amerikanischer Pr&auml;gung konvertiert, kann sie &uuml;berm&uuml;tiger sein als der durchschnittliche Pentagon-General.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Manila und Washington &bdquo;Schulter an Schulter&ldquo;<\/strong><\/p><p>Die Kehrseite von alledem: Die von Marcos offen zur Schau gestellte proamerikanische Orientierung bedeutet auch und gerade, dass die Streitkr&auml;fte des Landes, die <em>Armed Forces of the Philippines (AFP), <\/em>laut Angaben der philippinischen <em>IBON Foundation<\/em> die gr&ouml;&szlig;ten Empf&auml;nger von US-Milit&auml;rhilfe in S&uuml;dostasien sind, die gem&auml;&szlig; eines im US-Kongress &uuml;berparteilich eingebrachten Gesetzentwurfes innerhalb der n&auml;chsten f&uuml;nf Jahre umgerechnet 2,5 Milliarden US-Dollar umfassen soll.<\/p><p>Bereits 2023 f&uuml;hrten die AFP landesweit Luft- und Artillerieangriffe im Namen von &bdquo;Frieden und Sicherheit&ldquo; durch. Man st&uuml;tzte sich dabei ausdr&uuml;cklich auf die &Uuml;bernahme der Infrastruktur und Logistik einer systematisch verfolgten <em>&bdquo;Counterinsurgency&ldquo; (&bdquo;Aufstandsbek&auml;mpfung&ldquo;)<\/em>, die Duterte seit Ende 2018 knallhart verfolgte. So sind im Rahmen der zwischenzeitlich geschaffenen <em>National Task Force to End Local Communist Armed Conflict (NTF-ELCAC)<\/em>[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">*<\/a>] und der <em>Unified Commands<\/em> der AFP zunehmend Bombenangriffe gegen vorrangig von <em>Indigenen <\/em>bewohnte Gebiete in der n&ouml;rdlichen Cordillera-Region sowie auf der s&uuml;dlichen Hauptinsel Mindanao geflogen worden. Im Visier der Milit&auml;rs lagen dabei jene D&ouml;rfer und Wohngebiete, von denen sie vermut(et)en, dass es sich um Hauptoperationsgebiete der <em>Kommunistischen Partei (CPP)<\/em>, ihrer Guerillaorganisation, der <em>Neuen Volksarmee (NPA)<\/em> sowie des im politischen Untergrund agierenden B&uuml;ndnisses der <em>Nationalen Demokratischen Front (NDFP) <\/em>handelt(e). Mit Letzterer ist zwar die Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen avisiert, obgleich die philippinische Regierung entgegen bilateral getroffener Vereinbarungen &uuml;ber Sicherheit und Immunit&auml;t mehrere Unterh&auml;ndler und Berater der NDFP drangsalierte, inhaftierte oder sogar ermordete. Erst j&uuml;ngst stufte Manila die beiden NDFP-Beraterinnen Elizabeth Principe und Ma. Concepcion Araneta-Bocala als &bdquo;Terroristen&ldquo; ein, um sie auf diese Weise politisch kaltzustellen.<\/p><p><strong>Anhaltend desolate Menschenrechtslage<\/strong><\/p><p>Allein im ersten Jahr der Regierung Marcos Jr. waren laut Statistiken der engagierten philippinischen Menschenrechtsorganisation<em> Karapatan<\/em> mindestens 22.391 Menschen von Bombenanschl&auml;gen in l&auml;ndlichen und indigenen Gemeinden betroffen. Rund 25.000 Menschen wurden gewaltsam aus ihren Gemeinden vertrieben, wodurch sie ihrer Lebensgrundlage beraubt wurden. In einem am 24. April ver&ouml;ffentlichten Bericht betonte <em>Amnesty International<\/em>, dass au&szlig;ergerichtliche Hinrichtungen im Zusammenhang mit der Regierungskampagne gegen illegale Drogen auch im zweiten Jahr der Pr&auml;sidentschaft von Marcos andauerten.<\/p><p>Laut Angaben des <em>Third World Studies Center<\/em> der Universit&auml;t der Philippinen gab es seit dem Amtsantritt von Marcos im Juni 2022 &uuml;ber 600 T&ouml;tungen im Zusammenhang mit Drogen.<\/p><p>&bdquo;<em>Dies zeigt&ldquo;, <\/em>so der Direktor von <em>Amnesty International Philippinen<\/em> Butch Olano,<em> &bdquo;dass au&szlig;ergerichtliche T&ouml;tungen weitergehen und unvermindert andauern.&ldquo;<\/em><\/p><p>Marcos hat die Anti-Drogen-Kampagne seines Vorg&auml;ngers fortgesetzt, wiewohl er einen auf Rehabilitation ausgerichteten Ansatz in diesem Krieg betont. Amnesty International fordert die Regierung auf, entsprechend ausreichende Mittel f&uuml;r Rehabilitationsma&szlig;nahmen bereitzustellen.<\/p><p>Der k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichte j&auml;hrliche Menschenrechtsbericht des US-Au&szlig;enministeriums hob ebenfalls hervor, dass au&szlig;ergerichtliche T&ouml;tungen in den Philippinen weiterhin ein &bdquo;ernstes Problem&ldquo; darstellen. Die Menschenrechtsorganisation <em>Human Rights Watch<\/em> erkl&auml;rte Anfang April, dass Marcos&rsquo; Vers&auml;umnis, die gewaltsamen Razzien zur Drogenbek&auml;mpfung zu stoppen, lokale F&uuml;hrungskr&auml;fte wie den B&uuml;rgermeister von Davao City Sebastian Duterte ermutigt hat, den &bdquo;Krieg gegen die Drogen&ldquo; seines Vaters wiederaufzunehmen.<\/p><p>Der <em>Internationale Strafgerichtshof (ICC)<\/em> in Den Haag untersucht derzeit mutma&szlig;liche Verbrechen gegen die Menschlichkeit im &bdquo;Krieg gegen die Drogen&ldquo;, die w&auml;hrend der Amtszeit von Rodrigo Duterte als Pr&auml;sident und zuvor als B&uuml;rgermeister von Davao City begangen wurden. Amnesty International forderte die Marcos-Regierung auf, mit dem ICC zu kooperieren, ihm wieder beizutreten und Schutzma&szlig;nahmen zu treffen, um das Streben der einfachen Filipinos nach einem menschenw&uuml;rdigen Leben zu garantieren. Des Weiteren wird von internationalen und nationalen Menschen- und B&uuml;rgerrechtsbewegungen gefordert, dass die Regierung die unr&uuml;hmliche <em>NTF-ELCAC<\/em> aufl&ouml;st, weit verbreitetes <em>&bdquo;red-tagging&ldquo;<\/em> (das Brandmarken politischer Gegner als &bdquo;Kommunisten&ldquo; und\/oder &bdquo;Terroristen&ldquo;) beendet und die Friedensgespr&auml;che mit der NDFP reaktiviert.<\/p><p>Um all diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, wird sich erneut ein <em>International Peoples&lsquo; Tribunal (IPT) <\/em>ausf&uuml;hrlich mit der Menschrechtssituation in dem s&uuml;dostasiatischen Land befassen. <em>KATARUNGAN (Gerechtigkeit): The Filipino People vs the US Government and the Marcos and Duterte Regimes<\/em><strong> <\/strong>lautet der Titel dieses Tribunals, das am 17. und 18. Mai 2024 in der belgischen Hauptstadt Br&uuml;ssel stattfindet.<\/p><p><em><strong>Weiterf&uuml;hrende Literatur &amp; Links<\/strong><\/em><\/p><ul>\n<li><em>&lsquo;Largest Balikatan&rsquo;: What you need to know about the 2024 PH-US military exercise <\/em> &ndash; <a href=\"https:\/\/www.rappler.com\/philippines\/things-to-know-balikatan-united-states-military-drills-2024\/\">rappler.com\/philippines\/things-to-know-balikatan-united-states-military-drills-2024\/<\/a><\/li>\n<li>&bdquo;<em>Maritime law expert says Duterte&rsquo;s &lsquo;status quo&rsquo; deal with China violates constitution, int&rsquo; law&rdquo;<\/em> &ndash; <a href=\"https:\/\/youtu.be\/z_3CVE2U28g?si=-NXhJF26YNssa1Oa\">youtu.be\/z_3CVE2U28g?si=-NXhJF26YNssa1Oa<\/a> &ndash; <a href=\"https:\/\/www.crisisgroup.org\/asia\/south-east-asia\/philippines\/338-calming-long-war-philippine-countryside\"><em>crisisgroup.org\/asia\/south-east-asia\/philippines\/338-calming-long-war-philippine-countryside<\/em><\/a><\/li>\n<li>Brussels\/Manila &ndash; April 19, 2024 &ndash; <a href=\"https:\/\/updatesphilippines.info\/index.php\/en\/news\/807-afp-drops-more-bombs-in-abra-ilocos-sur-amid-el-nino-crisis\"><em>updatesphilippines.info\/index.php\/en\/news\/807-afp-drops-more-bombs-in-abra-ilocos-sur-amid-el-nino-crisis<\/em><\/a><\/li>\n<li><em>Iris Gonzales: Human rights and trade, in: The Philippine Star vom 7. April 2024<\/em> &ndash; <a href=\"https:\/\/www.philstar.com\/opinion\/2024\/04\/07\/2345897\/human-rights-and-trade\">philstar.com\/opinion\/2024\/04\/07\/2345897\/human-rights-and-trade<\/a><strong> <\/strong><\/li>\n<li>The Monstrosity of Ferdinand Marcos Jr. &ndash; 2023 Year-End Report on the Human Rights Situation in the Philippines. Published in the Philippines in 2024 by Karapatan Alliance Philippines Inc., Quezon City, 69 S. &ndash; <a href=\"https:\/\/www.karapatan.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Karapatan_YearendReport2023.pdf\"><em>karapatan.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Karapatan_YearendReport2023.pdf<\/em><\/a><\/li>\n<li><em>Satur C. Ocampo:<\/em> <a href=\"https:\/\/www.philstar.com\/opinion\/2024\/05\/04\/2352411\/international-tribunal-hears-war-crimes-charges\">philstar.com\/opinion\/2024\/05\/04\/2352411\/international-tribunal-hears-war-crimes-charges<\/a><\/li>\n<li><em>Rainer Werning\/J&ouml;rg Schwieger (Hrsg.): Handbuch Philippinen &ndash; Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Kultur.<\/em> (6. akt. &amp; erw. Auflage) Berlin 2019: regiospectra Verlag. &ndash; <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/news\/2024-05\/01\/baerbock-nach-australien-aufgebrochen-signal-an-china\">zeit.de\/news\/2024-05\/01\/baerbock-nach-australien-aufgebrochen-signal-an-china<\/a><\/li>\n<\/ul><p><small>Titelbild: Dana Creative Studio\/shutterstock.com<\/small><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;*<\/a>] Diese Task Force versteht sich als Beh&ouml;rde zur Umsetzung landesweiter <em>&bdquo;Aufstandsbek&auml;mpfungs&ldquo;-<\/em>Strategie, die gem&auml;&szlig; der seit 2009 g&uuml;ltigen US-Sicherheitsdoktrin konzipiert ist &ndash; siehe: <em>U.S. Government Counterinsurgency Guide &ndash; January 2009<\/em> <a href=\"https:\/\/2009-2017.state.gov\/documents\/organization\/119629.pdf\">2009-2017.state.gov\/documents\/organization\/119629.pdf<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&bdquo;<em>Balikatan&ldquo;<\/em> &ndash; in Filipino die Bezeichnung f&uuml;r &bdquo;Schulter an Schulter&ldquo; &ndash; nennen sich die allj&auml;hrlich stattfindenden philippinisch-US-amerikanischen Milit&auml;rman&ouml;ver, die in diesem Jahr zum 39. Mal abgehalten werden. Klingt gut: So soll suggeriert werden, dass auch heute noch ein inniges Verh&auml;ltnis zwischen der vormaligen Kolonialmacht USA (1898 bis 1946) und den Philippinen als Amerikas einstiger und<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=115023\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":100121,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,20],"tags":[1041,379,1092,2183,3008,2102,1440,3228,305,1937,1971,3415,2490],"class_list":["post-115023","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-landerberichte","tag-amnesty-international","tag-china","tag-drogen","tag-duterte-rodrigo","tag-fischereiwirtschaft","tag-geostrategie","tag-internationaler-strafgerichtshof","tag-marcos-jr-ferdinand","tag-menschenrechte","tag-militaermanoever","tag-philippinen","tag-staatliche-souveraenitaet","tag-staatsterrorismus"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Shutterstock_2177537795.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/115023","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=115023"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/115023\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":115124,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/115023\/revisions\/115124"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/100121"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=115023"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=115023"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=115023"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}