{"id":11503,"date":"2011-12-02T16:46:00","date_gmt":"2011-12-02T15:46:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11503"},"modified":"2011-12-02T16:46:00","modified_gmt":"2011-12-02T15:46:00","slug":"hinweise-des-tages-ii-39","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11503","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11503#h01\">Deutsche Bank: 2012: A deeper recession<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11503#h02\">Robert von Heusinger: Die falsche Furcht vor der Inflation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11503#h03\">Falsche Diagnose der Finanzkrise?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11503#h04\">Ein imperiales System<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11503#h05\">Thomas Fricke &ndash; Merkel stalkt Europa ins Desaster<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11503#h06\">Deutschland muss st&auml;rker f&uuml;hren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11503#h07\">Ich werde auch nerv&ouml;s &ndash;&nbsp;Geht alle Staatsgewalt vom Markte aus?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11503#h08\">Richard Sennett: Sie wissen nicht, was sie tun<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11503#h09\">Jeffrey A. Winters: Oligarchy and Democracy<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11503#h10\">Die Arbeitslosenstatistik ist gef&auml;lscht&nbsp;&ndash; stimmt&rsquo;s?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11503#h11\">Missbrauch von Ein-Euro-Jobs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11503#h12\">Wie Gew&auml;hrleistungsstaat und Rechtsstaat zusammenh&auml;ngen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11503#h13\">Umweltdatenbank 2011: Schiene vergr&ouml;&szlig;ert Umweltvorsprung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11503#h14\">Kassen&auml;rztliche Vereinigung Berlin &ndash; Selbstbedienung statt Selbstverwaltung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11503#h15\">&ldquo;Das Terror-Trio hatte staatliche Daten&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11503#h16\">Bundestag lehnt Linken-Antrag zur &Uuml;berpr&uuml;fung der Opferzahlen ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11503#h17\">Fausthiebe in die Augen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11503#h18\">Europa rettet Demorecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11503#h19\">Aufruf linker SPD-Abgeordneter: &ldquo;Rettet die W&auml;hrungsunion &ndash; es ist f&uuml;nf vor zw&ouml;lf!&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11503#h20\">Regierungszufriedenheit und Einstellungen sozialdemokratischer W&auml;hler im europ&auml;ischen Vergleich 2002&ndash;2008<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11503#h21\">Wenn die Isaf-Truppen weggehen, gibt es B&uuml;rgerkrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11503#h22\">Bildungsfinanzbericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11503#h23\">Fernsehtipp: Die Yes-Men regeln die Welt &ndash; Politaktivisten als Weltaufkl&auml;rer<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=11503&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Deutsche Bank: 2012: A deeper recession<\/strong><br>\nThe failure of the EU authorities to find a solution to the sovereign debt crisismeans the downside risks are materializing. We are cutting our 2012 euroarea GDP forecast from +0.4% to -0.5%. The good news is that the worse theeconomic outlook becomes, the more likely it is the ECB will have to takemore aggressive steps to deal with a compromised monetary transmissionmechanism and the growing downside risks to price stability.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/111202_euro_area_recession.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.scribd.com\/doc\/74103664\/2012-a-Deeper-Recession\">Deutsche Bank<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Robert von Heusinger: Die falsche Furcht vor der Inflation<\/strong><br>\nDie Notenbanken fluten die M&auml;rkte mit Dollar, um den Kollaps zu verz&ouml;gern. Derweil f&uuml;rchtet sich Deutschland vor Inflation. Dabei ist Deflation die eigentliche Gefahr.<br>\nEs ist grotesk, wie es die tonangebenden deutschen &Ouml;konomen schaffen, permanent die falschen Debatten zu f&uuml;hren. Zugleich ist es bewundernswert, wie erfolgreich sie dabei in der Bev&ouml;lkerung sind. Die ganze Welt &ndash; und hier ist Welt ausnahmsweise mal nicht &uuml;bertrieben &ndash; bedr&auml;ngt die Kanzlerin, in der Euro-Krise endlich Vernunft anzunehmen und nicht mehr auf die deutschen Volkswirte und die Bundesbank zu h&ouml;ren; das internationale Bankensystem steht am Rande des Kollapses und befindet sich fast in der gleichen schlimmen Situation wie nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers vor drei Jahren; die Weltkonjunktur ger&auml;t schon ins Stocken &ndash; und was macht Deutschland? Diskutiert &uuml;ber Inflation. Das ist irre. Das ist vollkommen plemplem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/leitartikel-inflation--deutschland-fuerchtet-den-falschen-feind,1472602,11248830.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Falsche Diagnose der Finanzkrise?<\/strong><br>\nDer Chefvolkswirt der UNCTAD, Heiner Flassbeck, ist erstaunt, dass die Aktienm&auml;rkte auf das Fluten der Geldm&auml;rkte euphorisch reagieren.<br>\nDer Chefvolkswirt der Konferenz der Vereinten Nationen f&uuml;r Handel und Entwicklung (UNCTAD), Heiner Flassbeck, h&auml;lt nichts von der verbreiteten Krisenanalyse, dass die Staatsschulden f&uuml;r die Krise verantwortlich sind. Er sieht im Auseinanderdriften der Wettbewerbsf&auml;higkeit das Hauptproblem. Dass die Staatsschulden nicht zwingend ein Problem sind, zeigt sich am Beispiel von Gro&szlig;britannien und den USA. Beide L&auml;nder erhalten von Ratingagenturen die Bestnote.<br>\nDabei sind die Aussichten zum Beispiel von Gro&szlig;britannien tr&uuml;b. Die Konjunktur lahmt, die Arbeitslosigkeit steigt, die Staatsschulden sind hoch und das Land wird sich auch weiterhin beim Haushaltsdefizit in der europ&auml;ischen Spitzengruppe liegen. Es wird 2011 wohl h&ouml;her als das Portugals ausfallen, das schon auf Ramsch-Niveau herabgestuft wurde.<br>\nFlassbeck macht sich Sorgen &uuml;ber das Bankensystem und die Tatsache, dass an den Finanzm&auml;rkten am Mittwoch mit einem Kursfeuerwerk gefeiert wurde, als die Notenbanken in den USA, Europa, Japan, Gro&szlig;britannien, Kanada und der Schweiz die Geldm&auml;rkte geflutet haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/150948\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ein imperiales System<\/strong><br>\nDeutsche Regierungsberater und Kommentatoren warnen davor, die in der Eurokrise offen durchbrechende deutsche Vorherrschaft in der EU allzu triumphal zur Schau zu stellen. &ldquo;Missverst&auml;ndliche&rdquo; &Auml;u&szlig;erungen wie etwa diejenige, von nun an werde &ldquo;in Europa Deutsch gesprochen&rdquo;, seien geeignet, im Ausland Unmut zu erregen, hei&szlig;t es in Berlin. Die Bundesrepublik m&uuml;sse zwar durchaus &ldquo;machtbewusst&rdquo; auftreten, im Verhalten jedoch &ldquo;bescheidene Zur&uuml;ckhaltung&rdquo; &uuml;ben, um nicht Widerstand zu provozieren. Schlie&szlig;lich habe man es, hei&szlig;t es im Kommentar einer gro&szlig;en Tageszeitung, in Staaten wie Frankreich oder Gro&szlig;britannien, die sich im Machtkampf mit Deutschland nicht durchsetzen k&ouml;nnten, mit &ldquo;gekr&auml;nkter nationaler Eitelkeit&rdquo; zu tun. Bei den &Auml;u&szlig;erungen, die als &ldquo;gekr&auml;nkte Eitelkeit&rdquo; abgetan werden, handelt es sich um Proteste gegen die deutschen Spardiktate, die nicht nur schwere gesellschaftliche Verwerfungen verursachen, sondern dar&uuml;ber hinaus von vielen als &ouml;konomisch verh&auml;ngnisvoll eingestuft werden. Die Chancen, das weithin als Crashkurs empfundene Vorgehen Berlins zu beeinflussen, werden im europ&auml;ischen Ausland als gering eingesch&auml;tzt. In Pariser Regierungskreisen etwa hei&szlig;t es: &ldquo;Die Deutschen dominieren alles.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58212?PHPSESSID=ituf6qpigo9kkkq2r0e71fmrj2\">German-Foreign-Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Thomas Fricke &ndash; Merkel stalkt Europa ins Desaster<\/strong><br>\n&hellip;Hier beginnt die deutsche Trag&ouml;die. So betrachtet hat die Kanzlerin zur Krise beigetragen, indem sie im Oktober 2010 befand, dass Privatgl&auml;ubiger, also oben genannte Sparer, Investoren und Spekulanten, bei Pleiten haften. Was gut gemeint, in latenter Paniklage aber fatal ist. Damals begann mit diesem Tag die Panik um Irland, das kurz darauf unter den Rettungsschirm musste.<br>\nSo betrachtet hat die Kanzlerin erneut zum Desaster beigetragen, als sie im Juli das Tabu brach und gegen alle Warnungen einen Schuldenschnitt zulie&szlig;. &ldquo;Damit gab sie das fatale Signal, dass eben doch kein Staat in der Euro-Zone sicher ist&rdquo;, sagt Holger Schmieding, Chef&ouml;konom der Berenberg Bank. &ldquo;Das hat die M&auml;rkte zu Recht nerv&ouml;s gemacht&rdquo;, so Bofinger. In den Tagen darauf sprang der Panikvirus auf Italien und Spanien &uuml;ber.<br>\nEbenso fatal war dann, vor ein paar Wochen auszurufen, dass Griechenland im Zweifel halt aus der Euro-Zone raus m&uuml;sse. Noch ein Tabu gebrochen. Noch eine neue Dimension der Panik und Spekulation.<br>\nEs hilft im Moment wenig, dar&uuml;ber zu klagen, dass Finanzm&auml;rkte so sind. Wer seine Rente in Euro-Staatsanleihen investiert hat, wie das vor Kurzem noch jeder Bankberater empfahl, ist halt nerv&ouml;s &ndash; und kriegt Panik, wenn es pl&ouml;tzlich hei&szlig;t, dass wom&ouml;glich die H&auml;lfte seines Geldes weg ist. Den interessiert im Zweifel die Bohne, ob Frau Merkel f&uuml;r k&uuml;nftig noch was in irgendeinen Vertrag schreibt. Der will wissen, ob die Panik morgen das n&auml;chste Land erfasst.<br>\nM&ouml;glich ist, dass die Panik stoppt &ndash; und dass auch Merkels Placebos irgendwie dazu beitragen. Darauf zu setzen w&auml;re nach zwei verheerenden Jahren nur grob fahrl&auml;ssig. Die bittere Erfahrung mit Finanzkrisen zeigt: Am Ende reicht ein kleiner Ausl&ouml;ser zum Kollaps. Wenn Italien panikbedingt am Markt kein Geld mehr kriegt, droht die unkontrollierte Insolvenz eines der gr&ouml;&szlig;ten Industriel&auml;nder.<br>\nF&uuml;r solche Momente gibt es Notenbanken, die geschaffen wurden, das System vor Panikspiralen in letzter Instanz zu st&uuml;tzen. Merkel und Weidmann sollten aufh&ouml;ren, den Deutschen Angst zu machen, dass die Europ&auml;ische Zentralbank diesen Job erledigt, indem sie zur Beruhigung ank&uuml;ndigt, notfalls m&auml;chtig Staatsanleihen zu kaufen. Wir sollten Angst haben, dass sie es nicht tut. Es gibt nicht umsonst weltweit kaum noch &Ouml;konomen und Politiker, die nicht erschrocken staunen, wie zwei Deutsche den Wohlstand so vieler L&auml;nder so blind aufs Spiel setzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:kolumne-thomas-fricke-merkel-stalkt-europa-ins-desaster\/60136900.html?mode=print#\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutschland muss st&auml;rker f&uuml;hren<\/strong><br>\nIn der Euro-Krise f&uuml;rchtet Polen nicht die deutsche Macht, sondern die deutsche Unt&auml;tigkeit, sagt Au&szlig;enminister Radoslav Sikorski.<br>\n&ldquo;Was erwartet Polen heute von Deutschland? Wir erwarten vor allem, dass Deutschland zugibt, dass es der gr&ouml;&szlig;te Nutznie&szlig;er der aktuellen Regelungen ist und dass es deshalb die gr&ouml;&szlig;te Verpflichtung hat, diese nachhaltig zu festigen. Zweitens, und das wissen Sie selbst am besten, ist Deutschland nicht das unschuldige Opfer der Lasterhaftigkeit von anderen. Sie, die es besser h&auml;tten wissen m&uuml;ssen, haben ebenfalls den Wachstums- und Stabilit&auml;tspakt gebrochen, und auch Ihre Banken haben unbek&uuml;mmert risikoreiche Anleihen gekauft. Drittens: Einige Verschw&ouml;rungstheoretiker haben sogar argumentiert, Sie h&auml;tten nicht nur von Binnenmarkt und Euro-Zone profitiert, sondern &ndash; in einer Hinsicht &ndash; von der Krise. Weil Investoren Anleihen gef&auml;hrdeter Staaten verkauft haben und in sichere gefl&uuml;chtet sind, wurden Deutschlands Kosten f&uuml;rs Geldleihen niedriger, als es in normalen Zeiten w&auml;re. Viertens: Wenn die Wirtschaft der Nachbarn stockt oder implodiert, werden auch Sie leiden. F&uuml;nftens: Sie sollten trotz Ihrer verst&auml;ndlichen Aversion gegen Inflation erkennen, dass die Gefahr eines Kollapses heute die gr&ouml;&szlig;ere Bedrohung darstellt. Sechstens: Aufgrund Ihrer Gr&ouml;&szlig;e und Geschichte haben Sie eine besondere Verantwortung, Frieden und Demokratie auf dem Kontinent zu bewahren.<br>\nVorausgesetzt, wir &uuml;berwinden die aktuelle Malaise, dann verf&uuml;gen wir &uuml;ber Quellen der Exzellenz und St&auml;rke, um die uns die Welt beneidet. Wir sind nicht nur mit Abstand die gr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft der Welt, sondern auch die gr&ouml;&szlig;te Region von Frieden, Demokratie und Menschenrechten. Unsere Nachbarv&ouml;lker, im Osten wie S&uuml;den, suchen bei uns Inspiration. Wenn wir gemeinsam handeln, k&ouml;nnen wir eine wahre Supermacht werden. In einer gleichberechtigten Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten k&ouml;nnen wir die Macht, den Wohlstand und die F&uuml;hrungskraft des Westens bewahren. &ndash; Aber wir stehen am Rande eines Abgrunds. Dies ist der be&auml;ngstigendste Moment meiner Amtszeit, aber deshalb auch der gro&szlig;artigste. Kommende Generationen werden uns danach beurteilen, was wir tun &ndash; oder unterlassen.<br>\nQuelle. <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/die_welt\/debatte\/article13742469\/Deutschland-muss-staerker-fuehren.html\">Welt Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ich werde auch nerv&ouml;s &ndash;&nbsp;Geht alle Staatsgewalt vom Markte aus?<\/strong><br>\n[&hellip;]&nbsp;&nbsp;Niemand, der nicht kriminelle Interessen hat, kann gegen eine Finanztransaktionssteuer von 0,01% sein. Und ich weigere mich sogar zu glauben, dass Obama, Sarkozy und Merkel nur ferngesteuerte&nbsp;Schurken sind. Ihre Situation ist wahrscheinlich viel eher vergleichbar mit einem Gefangenendilemma, bei dem derjenige Staat zuerst von den Finanzm&auml;rkten exekutiert wird, der gegen sie aufbegehrt. Ich&nbsp;frage mich, warum die Bundesanwaltschaft nicht wegen N&ouml;tigung von Verfassungsorganen ermittelt &ndash; &sect;105 StGB &ndash; wenn eine dieser &bdquo;Idioten in korrupten Organisationen&ldquo; (Paul Krugman) wieder mal einer&nbsp;europ&auml;ischen Regierung mit einer Abstufung des Ratings &bdquo;droht&ldquo;. Die kollektive Erpressung des Geldes ist in vollem Gange und wird durch keine der Ma&szlig;nahmen gebremst werden, die im Moment diskutiert&nbsp;werden. Eigentlich ist die Bundesrepublik Deutschland ein demokratischer und sozialer Bundesstaat (Artikel 20 Absatz 1 Grundgesetz). In Wirklichkeit gleicht die Welt aber einem finanzpolitischen Wilden&nbsp;Westen, in dem jeder rechtschaffene B&uuml;rgermeister Grund hat, sich nicht mit kriminellen Banden anzulegen. Br&uuml;ssel mag zerstritten sein, aber auch Washington ist dabei nur ein gr&ouml;&szlig;eres Dorf.<br>\n[&hellip;] Die eigentliche Gefahr dieser Krise ist, dass eine L&ouml;sung oder Versuche dazu nicht mehr in rechtsstaatlicher Weise erfolgen. Wenn man heute auf Staatsbankrott spekulieren kann, dann h&ouml;rt der Spa&szlig; auf.&nbsp;Und die Beschleunigung der Entscheidungsprozesse, die sich die Regierenden diktieren lassen, ist beunruhigend. [&hellip;]&nbsp;Die internationalen Finanzm&auml;rkte bedrohen inzwischen die Souver&auml;nit&auml;t der V&ouml;lker, und so kann sich die Finanzkrise kann sich zu einer Systemkrise ausweiten, in der wir Freiheit, Demokratie und&nbsp;Rechtsstaatlichkeit wieder verteidigen m&uuml;ssen. Die lasse ich mir nicht nehmen. Ach ja, Artikel 20 Absatz 4 Grundgesetz: Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen&nbsp;das Recht zum Widerstand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/7479\/ich-werde-auch-nervos\">Der Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Richard Sennett: Sie wissen nicht, was sie tun<\/strong><br>\nDer Aufstieg der Kurzzeitigkeit brachte die Arbeitgeber in den Jahren der Hochkonjunktur vor der Finanzkrise 2008 dazu, den idealen Arbeiter nach dem Vorbild eines Consultant mit universell einsetzbaren Kompetenzen zu formen, dessen Bindungen an bestimmte Orte immer nur vor&uuml;bergehend sind. Dieses Beratermodell hat auf der Ebene des Managements zu einer v&ouml;lligen inhaltlichen Entleerung der Arbeit gef&uuml;hrt. Die Situation in den Abwicklungsabteilungen, den sogenannten Backoffices, der Wall Street war in dieser Hinsicht paradox. Das im Backoffice t&auml;tige Personal der Wall Street war oft viel tiefer in den Firmen verwurzelt als die Spitzenkr&auml;fte. Das Backoffice des Finanzkapitalismus betrachtet seine Arbeit zu Recht als Handwerk. Die Buchhalter und Rechnungspr&uuml;fer in den Banken und Investmentfirmen m&uuml;ssen wesentlich mehr leisten, als nur mechanisch die Ergebnisse der abgeschlossenen Finanzmarktgesch&auml;fte zu verbuchen. Die Aufbereitung der Zahlen f&uuml;r den institutionellen Gebrauch ist eine sehr komplexe Angelegenheit.<br>\nDas Backoffice hielt schon w&auml;hrend des Booms, der dem Crash vorausging, viele der Vorgesetzten f&uuml;r inkompetent. Wenn man die Anlagen betrachtet, die diese Leute f&uuml;r sich selbst machten, wird rasch deutlich, dass sie das Management f&uuml;r unf&auml;hig hielten. Viele stellten sich n&auml;mlich auf einen Konjunkturabschwung ein: Sie vermieden die hochriskanten Investments ihrer Vorgesetzten, verringerten stattdessen ihre Schulden so weit wie m&ouml;glich und parkierten ihr Geld in sicheren H&auml;fen. Das Vokabular, mit dem diese klugen Leute die Finanzprodukte beschrieben, die das Front Office verkaufte, w&uuml;rde das Herz eines jeden Marxisten h&ouml;her schlagen lassen: &laquo;M&auml;rchengold&raquo;, &laquo;Schrottzertifikate&raquo;, &laquo;Ramschpapiere mit Betonung auf &lsaquo;Ramsch&rsaquo;&raquo; waren einige der Ausdr&uuml;cke, die sie f&uuml;r diese Finanzprodukte gebrauchten.<br>\nDie Kaderpositionen werden scheinbar aufgrund des akademischen Titels vergeben &ndash; ein MBA aus Harvard gilt als eine sichere Eintrittskarte &ndash; oder weil die Betreffenden die Kunst der B&uuml;rointrige besser beherrschen. Aber sobald dieses Stereotyp den Tatsachen entspricht, verschwindet jedes Vertrauen. Die an der Spitze wissen nicht, was tagt&auml;glich im Unternehmen vor sich geht. Und was das Finanzhandwerk angeht, fehlt ihnen das Verst&auml;ndnis der Algorithmen, die zur Generierung von Finanzinstrumenten wie Credit Default Swaps benutzt werden. Diese mathematischen Generatoren sind f&uuml;r die Spitzenkader oft genauso undurchsichtig wie f&uuml;r die allgemeine &Ouml;ffentlichkeit. Inkompetenz, die sich hinter Sorglosigkeit verbirgt, kommt fr&uuml;her oder sp&auml;ter ans Licht, schliesslich muss der Manager sagen, wo&rsquo;s langgeht. Ob freundlich oder unfreundlich, er befiehlt, was ge- oder verkauft werden soll. Mit der Zeit f&auml;ngt man an, ihm zu misstrauen, dennoch ist man verpflichtet, ihm zu gehorchen. Die Techniker aus dem Back Office betonten allerdings eher die Unaufmerksamkeit ihrer Vorgesetzten im Vorfeld des Crashs als ihre Unf&auml;higkeit zur Interpretation der Zahlen und Tabellen. Es sei eher eine Frage der Einstellung als der Kompetenz. Ihre Vorw&uuml;rfe richteten sich weniger gegen ihre direkten Vorgesetzen (von denen ebenfalls viele ihre Stelle verloren) als gegen die Leute an der Spitze der Organisation, den gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden Vorstand und den Verwaltungsrat, die offenbar nicht genug Sorgfalt walten liessen. Da wissen doch beide Ebenen, das sie veratwortungslos handeln<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzzfolio.ch\/www\/21b625ad-36bc-48ea-b615-1c30cd0b472d\/showarticle\/a3ee4408-d07a-4b58-9b3a-3235f7e54d1b.aspx\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein interessanter Artikel des auch hierzulande bekannten <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Richard_Sennett\">Soziologen Richard Sennet<\/a>.<\/em><br>\n<em>Der Titel des Aufsatzes ist missverst&auml;ndlich. Er bezieht sich auf die F&uuml;hrungsebene, dem Front Office, die nicht w&uuml;sste, wie die vom Backoffice konstruierten&nbsp; Finanzprodukte funktionierten (Algorithmen). Selbst wenn dem so w&auml;re, stellt sich die Frage, inwiefern die technische Intelligenz, die Handwerker des Backoffice, von der Verantwortung f&uuml;r Finanzinstrumente entbunden sein soll, die ganze Volkswirtschaften an die Wand fahren k&ouml;nnen. Fabrice Tourre von Goldman Sachs verk&ouml;rpert ganz gut das verantwortungslose <a href=\"\/?p=5249#h01\">Gebaren des mittleren Managements<\/a>.<\/em><br>\n<em>Im &Uuml;brigen, wie hat man sich das vorzustellen, wenn die Kommunikation nur von oben nach unten verl&auml;uft. Der Chef sagt: Wir haben da hochriskante Immobilienkredite, sorgt daf&uuml;r, dass wir sie loswerden und das m&ouml;glichst gewinnbringend. Es gibt ganz sicherlich eine Ebene von Angestellten, die in die Funktionsweise der anzupreisenden Produkte keine Einsicht hatten, aber sowohl das Backoffice als auch die Vorst&auml;nden, d&uuml;rften gewusst haben, dass eine schr&auml;ge Sache am Laufen war.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Jeffrey A. Winters: Oligarchy and Democracy<\/strong><br>\nOn the other hand, democracy appears chronically dysfunctional when it comes to policies that impinge on the rich. Despite polls consistently showing that large majorities favor increasing taxes on the wealthiest Americans, policy has been moving for decades in the opposite direction. Reduced taxes on the ultra-rich and the corporations and banks they dominate have shifted fiscal burdens downward even as they have strained the government&rsquo;s capacity to maintain infrastructure, provide relief to children and the poor, and assist the elderly.<br>\nEveryone is by now aware of the staggering shift in fortunes upward favoring the wealthy. Less well understood is that this rising inequality is not the result of something economically rational, such as a surge in productivity or value-added contributions from financiers and hedge-fund CEOs, but is rather a direct reflection of redistributive policies that have helped the richest get richer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.the-american-interest.com\/article.cfm?piece=1048\">The American Interest<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.G.:<\/strong> Ausgangspunkt von Winters Analyse ist folgendes scheinbare Paradoxon: &ldquo;[&hellip;] democracy appears chronically dysfunctional when it comes to policies that impinge on the rich. Despite polls consistently showing that large majorities favor increasing taxes on the wealthiest Americans, policy has been moving for decades in the opposite direction. Reduced taxes on the ultra-rich and the corporations and banks they dominate have shifted fiscal burdens downward even as they have strained the government&rsquo;s capacity to maintain infrastructure, provide relief to children and the poor, and assist the elderly.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Wie also gelingt es einer relativ kleinen monet&auml;ren Elite, eine Politik gegen die breite Masse der Bev&ouml;lkerung durchzusetzen?<\/em><br>\n<em>Winters bietet eine durchweg lesenswerte Analyse der Herrschaftsinstrumente dieser &ldquo;Elite&rdquo;. Er definiert zun&auml;chst seinen Begriff der Oligarchie als eine Politik dezidierter Wohlstandsverteidigung (&ldquo;Oligarchy should be understood as the politics of wealth defense, which has evolved in important ways throughout human civilization.&rdquo;).<br>\nSodann zeigt er auf, welcher Instrumente und Helfer sich diese Wohlstandsverteidiger bedienen; er spricht von einer ganzen &ldquo;Wohlstandsverteidigungsindustrie&rdquo;: &ldquo;The income defense industry is comprised of lawyers, accountants, wealth management consultants, revolving-door lobbyists, think-tank debate framers and even key segments of the insurance industry whose sole purpose is income defense for America&rsquo;s oligarchs. The industry is wholly funded by oligarchs, and it would simply not exist if oligarchs did not have massive fortunes to defend.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Nach gro&szlig;z&uuml;giger Aufbereitung amerikanischer Steuergesetzgebungsgeschichte zu dem Zweck, das Wirken dieser Industrie anhand konkreter Beispiele nachzuweisen und auch die historischen Bedingungen ihres Erfolgs festzuhalten, schlie&szlig;t Winters mit der These, dass das liberale Demokratieverst&auml;ndnis in Ansehung seines Befunds einer zementierten und &auml;u&szlig;erst erfolgreich wirkenden Ologarchie illusion&auml;r sei: &ldquo;Universal suffrage and liberal freedoms empower all citizens in a radically equal manner. But the one-person\/one-vote principle does little to prevent oligarchs from exercising the power of money in a manner that is profoundly unequal. Formal juridical equality is essential to human freedom. But full political equality, even in the most liberal democracy, is impossible as long as concentrated wealth places grossly unequal political influence in the hands of a few citizens. Democracy fused with oligarchy is certainly better than no democracy at all. But there should be no illusions that it is anything other than a partial step toward full political equality and representation. &ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Arbeitslosenstatistik ist gef&auml;lscht&nbsp;&ndash; stimmt&rsquo;s?<\/strong><br>\nUm Erfolge in der Arbeitsmarktpolitik vorzugaukeln, f&auml;lschen Politiker die Erwerbslosenzahlen. Oder? Arbeitsforscher Joachim M&ouml;ller h&auml;lt die positiven Besch&auml;ftigtenzahlen keineswegs f&uuml;r eine Statistik-L&uuml;ge. Im Gegenteil:&nbsp;Die deutsche Z&auml;hlung sei sogar vergleichsweise transparent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/berufsleben\/0,1518,773641,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist nicht weiter erstaunlich das der Direktor des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt-und Berufsforschung (IAB), die Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur verteidigt, schlie&szlig;lich ist das IAB eine Abteilung der Bundesagentur und diese hat wiederum &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.arbeitsagentur.de\/nn_27200\/Navigation\/zentral\/Servicebereich\/Ueber-Uns\/Aufbau-und-Organisation\/Aufbau-und-Organisation-Nav.html\">ihre Aufgaben, im Rahmen des f&uuml;r sie geltenden Rechts<\/a>&ldquo;, also eben auf der Basis der politisch gesetzten Vorgaben zu erledigen. Immerhin ist interessant, dass auch Jochim M&ouml;ller darauf hinweist, dass es eine &bdquo;stille Reserve im engeren Sinne&ldquo; von einer halben Million Menschen gibt und dass dar&uuml;ber eine knappe Million Menschen in der &bdquo;Stillen Reserve in Ma&szlig;nahmen&ldquo; arbeitslos ist. Das Defizit an regul&auml;rer Besch&auml;ftigung sieht M&uuml;ller derzeit unter dem Strich bei rund 4,5 Millionen Menschen liegt. Als statistisch problematisch sieht M&ouml;ller, dass Hartz-IV-Empf&auml;nger &uuml;ber 58, denen ein Jahr lang kein konkretes Jobangebot gemacht wurde, nicht mehr als arbeitslos z&auml;hlen. Auch die Tatsache, dass Arbeitslose, mit deren Vermittlung Dritte beauftragt werden, automatisch als Ma&szlig;nahmeteilnehmer aus der Statistik der Arbeitslosen herausfallen, h&auml;lt M&ouml;ller f&uuml;r problematisch.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Missbrauch von Ein-Euro-Jobs<\/strong><br>\nAufregung um die Ein-Euro-Jobs: Eigentlich sollen Hartz-IV-Empf&auml;nger nur Aufgaben &uuml;bernehmen, die sonst niemand macht. Doch jetzt zeigt ein interner Pr&uuml;fbericht des Bundesarbeitsministerium, dass diese Jobs oftmals regul&auml;re Arbeitspl&auml;tze ersetzen.<br>\nSie s&auml;ubern Parks, unterst&uuml;tzen Erzieherinnen in Kinderg&auml;rten oder helfen im Altenheim. Knapp 158 000 Hartz-IV-Empf&auml;nger haben einen Ein-Euro-Job, mit dem sie durchschnittlich 1,50 Euro die Stunde verdienen. Ihre Arbeit soll &ldquo;im &ouml;ffentlichen Interesse&rdquo; sein und nicht dazu beitragen, dass dadurch normal besch&auml;ftigte Arbeitnehmer ihre Stelle verlieren. Es muss sich also um eine zus&auml;tzliche Aufgabe handeln. Doch nun zeigt sich erneut: In vielen F&auml;llen wird genau dieses Kriterium nicht erf&uuml;llt. Dies geht aus einem internen Pr&uuml;fbericht des Bundesarbeitsministeriums hervor, der der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/arbeitsministerium-prueft-jobcenter-missbrauch-von-ein-euro-jobs-1.1224312\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wie Gew&auml;hrleistungsstaat und Rechtsstaat zusammenh&auml;ngen<\/strong><br>\nDer Rechts- und Verwaltungswissenschaftler Siegfried Bro&szlig; ist Honorarprofessor an der Universit&auml;t Freiburg und Vorsitzender des Pr&auml;sidiums der Deutschen Sektion der Internationalen Juristen-Kommission. Von 1998 bis 2010 war er Richter am Bundesverfassungsgericht. Seit den Nuller Jahren kritisiert Bro&szlig; die Privatisierung der &ouml;ffentlichen Infrastruktur in Deutschland und warnt vor negativen Folgen:<br>\nIn einer aktuellen Studie kommt die Weltbank zu dem Ergebnis, dass etwa 25 Staaten vor dem Zusammenbruch stehen, nachdem es vor zehn oder 15 Jahren nur 18 waren. Da ist es doch an der Zeit, dass man mal die eigene Politik &uuml;berdenkt. Und die von IWF und WTO. Wenn ich nur die Privatisierung gro&szlig;er Infrastrukturbereiche in den Mittelpunkt stelle, dann ist eine vern&uuml;nftige am Menschen orientierte Entwicklung als Grundlage f&uuml;r einen funktionst&uuml;chtigen, stabilen Staat zum Scheitern verurteilt.<br>\nDas ist das f&uuml;r mich Ersch&uuml;tternde: Dass man nicht bereit ist, diese Politik, die ja seit Jahrzehnten verfolgt wird, zu &uuml;berdenken&hellip;<br>\nDie Privatisierung hatte auch eine R&uuml;ckwirkung auf das allgemeine Bewusstsein in Deutschland &ndash; Wissenschaft, Wirtschaft, wirtschaftswissenschaftliche Institute &hellip; Die Korruption hat enorm zugenommen: Nehmen Sie nur die Sekund&auml;rebene, bei der Vergabe. Das h&auml;ngt mit einer Bewusstseins&auml;nderung einer Funktionselite zusammen, die von allem nur noch den Preis und nicht mehr den Wert kennt.<br>\nAuch die Ratingagenturen sind ein Problem der Privatisierung&hellip; Da hat man sich abh&auml;ngig gemacht von Institutionen, die intransparent und demokratisch nicht legitimiert sind. Die Schl&uuml;sse, die wir daraus f&uuml;r die Privatisierung von Daseinsvorsorge ziehen k&ouml;nnen, sind folgende: Wir m&uuml;ssen zun&auml;chst einmal die Bereiche auf ihre Bedeutung f&uuml;r den demokratischen Rechtsstaat, den Sozialstaat, die Stabilit&auml;t einer Gesellschaft, die Standortbedingungen, die Steuerungsf&auml;higkeit und auf Abh&auml;ngigkeiten des Staates, der L&auml;nder und der Kommunen hin untersuchen. Und dann wird man zu dem Ergebnis kommen, dass man trotz &Uuml;berwachung, Zuverl&auml;ssigkeitspr&uuml;fung und so weiter, viele Bereiche hat, die man wegen dieser wesentlichen Rahmenbedingungen nicht privatisieren kann. Das muss man erkennen und einfach akzeptieren &ndash; und nicht irgendwelchen Theorien hinterher rennen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/35\/35975\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Umweltdatenbank 2011: Schiene vergr&ouml;&szlig;ert Umweltvorsprung<\/strong><br>\nDie CO2-Einsparungen der Bahnen sind beachtlich.<br>\nDer Schienenverkehr hat f&uuml;r das vergangene Jahrzehnt eine beeindruckende Klimabilanz vorzuweisen: In der Dekade von 2000 bis 2010 sind die CO2-Emissionen pro Bahnreisendem und Kilometer um 25 Prozent gesunken. Auch der Schieneng&uuml;terverkehr schaffte im selben Zeitraum eine Minderung von 25 Prozent. Das geht aus den neuesten Zahlen der Datenbank &bdquo;Umwelt &amp; Verkehr&ldquo; hervor, die das Heidelberger IFEU-Institut auf Basis amtlicher Daten des Umweltbundesamtes (UBA) regelm&auml;&szlig;ig im Auftrag der Allianz pro Schiene, des Verbandes der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) und des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) aktualisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.allianz-pro-schiene.de\/presse\/pressemitteilungen\/2011\/040-umweltdatenbank-2011\/\">Allianz pro Schiene<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Kassen&auml;rztliche Vereinigung Berlin &ndash; Selbstbedienung statt Selbstverwaltung <\/strong><br>\nDie Kassen&auml;rztliche Vereinigung verteilt die Versichertengelder der Krankenkassen an die niedergelassenen &Auml;rzte. Wenn die Vorst&auml;nde ihr Amt aufgeben, haben sie Anspruch auf eine &Uuml;bergangsentsch&auml;digung. Was aber, wenn der alte KV-Vorstand auch der neue ist und im Amt bleibt? Dann werden die &Uuml;bergangsgelder trotzdem f&auml;llig, dachten sich die Berliner Vorst&auml;ndler und sollen bedenkenlos zugegriffen haben.<br>\nJedes Vorstandsmitglied bekommt heute 215.000 Euro &ndash; j&auml;hrlich.<br>\nF&uuml;r den Fall, dass die drei Vorst&auml;nde aus dem Amt ausscheiden, war zus&auml;tzlich vorgesorgt, mit sogenannten &Uuml;bergangsgeldern: insgesamt 549.000 Euro. F&uuml;r alle drei. Das Geld weckte wohl Begehrlichkeiten, obwohl eigentlich alles klar geregelt ist: Ausgezahlt werden durfte es nur, wenn die Vorst&auml;nde ihr Amt wirklich aufgeben und &bdquo;nach dem Ausscheiden ihre bisherige &auml;rztliche T&auml;tigkeit hauptberuflich fortf&uuml;hren&ldquo;. So nachzulesen im Dienstvertrag.<br>\nGilt ja wohl nicht, wenn der alte Vorstand auch der neue Vorstand ist, oder doch?<br>\nAm 27. Januar 2011 stellen sich Prehn, Kraffel und Bratzke wieder zur Wahl und werden f&uuml;r weitere sechs Jahre im Amt best&auml;tigt. Wieder gew&auml;hlt, weiter im Amt &ndash; also keine 549.000 Euro &Uuml;bergangsgeld, doch warum darauf verzichten?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/archiv\/kontraste_vom_3_12\/kassenaerztliche_vereinigung.html\">Das Erste.de Kontraste<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&ldquo;Das Terror-Trio hatte staatliche Daten&rdquo;<\/strong><br>\nBernd Wagner ist Kriminalist, war im Staatsschutz und gr&uuml;ndete im Jahr 2000 die Aussteigerorganisation f&uuml;r Neonazis &bdquo;Exit&ldquo;. Im Interview erl&auml;utert er, warum er jahrelang f&uuml;r seine Warnungen bel&auml;chelt wurde &ndash; und woher die Neonazis die pers&ouml;nlichen Daten ihrer Gegner haben.<br>\nWir hatten es nach der Wende mit einer auch in der Allgemeinbev&ouml;lkerung breit verankerten rechtsradikalen Bewegung zu tun, mit einem Sympathisantenfeld bis in die Elterngeneration hinein. Mitte der 90er-Jahre gingen aus dieser Bewegung viele Gruppen in eine Art organisierten Widerstand &uuml;ber, mit militanten Aktionen und mit kultureller Subversion. Es gelang der Bewegung in vielen Teilen Deutschlands, eine rechtsradikale Lebensweise kulturell zu verankern. Das alles wurde von den Beh&ouml;rden leider nicht ernsthaft in den Blick genommen.<br>\nAber der Verfassungsschutz sollte das doch im Blick behalten?<br>\nDas war nie der Fall. Man hat gemeint, dass man das durch Beobachtung und vereinzelte Strafaktionen aufhalten kann. Das hat sich als illusion&auml;r heraus gestellt. Man hat sich gar nicht auf den gr&ouml;&szlig;eren Komplex eingelassen, obwohl genug Leute warnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/neonazi-terror\/zwickauer-neonazis--das-terror-trio-hatte-staatliche-daten-,1477338,11249516.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Bundestag lehnt Linken-Antrag zur &Uuml;berpr&uuml;fung der Opferzahlen ab<\/strong><br>\nDie Linke ist im Bundestag mit einem Antrag zur &Uuml;berpr&uuml;fung der Opferzahlen rechtsextremistischer Gewalt gescheitert. Die Regierungsfraktionen CDU\/CSU und FDP stimmten am Donnerstag dagegen.<br>\nDie Linksfraktion wollte unter anderen die offiziellen Zahlen vor dem Hintergrund der rechtsextremen Mordserie noch einmal unabh&auml;ngig hinterfragen und neu bewerten lassen. Unterst&uuml;tzt wurde der Antrag von der Gr&uuml;nen-Fraktion. Die SPD enthielt sich.<br>\nHintergrund ist eine Differenz zwischen der Statistik der Bundesregierung, wonach 46 Menschen zwischen 1990 und 2008 durch rechte Gewalt ums Leben kamen, und einer Recherche der Wochenzeitung &ldquo;Die Zeit&rdquo; und des &ldquo;Tagesspiegels&rdquo;, wonach 137 Menschen bis September 2010 durch Gewalt von Rechts starben. Die Linke rechnet bei der Einbringung noch mindestens elf weitere Todesopfer hinzu und kommt auf insgesamt 148 Todesopfer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/politik\/deutschland\/bundestag-lehnt-linken-antrag-ab-1.2624348\">RP Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Fausthiebe in die Augen<\/strong><br>\nEin Beispiel f&uuml;r viele ist das, was Nina Hensel (23) aus Berlin erlebt hat. Sie hat am Protest gegen den Castor-Transport teilgenommen und gab der B&uuml;rgerinitiative Umweltschutz L&uuml;chow-Dannenberg gegen&uuml;ber zu Protokoll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bi-luechow-dannenberg.de\/chronologisch\/aktuell\/fausthiebe-in-die-augen\">b&uuml;rgerinitiative umweltschutz l&uuml;cho-dannenberg e.V.<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Europa rettet Demorecht<\/strong><br>\nDas Urteil ist deutlich und einstimmig gefallen: Weil deutsche Beh&ouml;rden bei den Protesten gegen den G-8-Gipfel in Heiligendamm zu hart gegen Demonstranten vorgingen, hat der Europ&auml;ische Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte (EGMR) am Donnerstag die Bundesrepublik Deutschland ger&uuml;gt. Zwei M&auml;nner hatten in Stra&szlig;burg geklagt, nachdem sie zu Beginn der Proteste im Juni 2007 &uuml;ber f&uuml;nf Tage lang in Vorbeugehaft genommen worden waren. Der Grund: Sie hatten zwei Transparente mit der Aufschrift &ldquo;freedom for all prisoners&rdquo; (&ldquo;Freiheit f&uuml;r alle Gefangenen&rdquo;) und &ldquo;free all now&rdquo; (&ldquo;Befreit alle jetzt&rdquo;) bei sich getragen. Daher sah die Polizei sie als potenzielle Straft&auml;ter an und buchtete sie vorsorglich ein. Erst nach den Protesten lie&szlig; man sie laufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2011%2F12%2F02%2Fa0051&amp;cHash=f84a6a9c6a\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Aufruf linker SPD-Abgeordneter: &ldquo;Rettet die W&auml;hrungsunion &ndash; es ist f&uuml;nf vor zw&ouml;lf!&rdquo;<\/strong><br>\nEine Gruppe von SPD-Abgeordneten aus dem Deutschen Bundestag wendet sich mit einem leidenschaftlichen Appell zur Rettung der W&auml;hrungsunion an die &Ouml;ffentlichkeit wie auch &ndash; im Vorfeld des Bundesparteitages &ndash; an die eigene Partei.<br>\nDie deutsche und europ&auml;ische Politik braucht eine sofortige Kehrtwende. Wir fordern deshalb:<br>\nStaatsanleihen garantieren, Refinanzierung aller Euro-L&auml;nder sichern, Transfers in die Finanzm&auml;rkte stoppen, Wachstum und Besch&auml;ftigung f&ouml;rdern&hellip;<br>\nDie Leistungsbilanzungleichgewichte m&uuml;ssen abgebaut werden. F&uuml;r Deutschland als gr&ouml;&szlig;tes Export&uuml;berschussland hei&szlig;t das, die Binnennachfrage nachhaltig zu erh&ouml;hen.<br>\nDurch Austrocknung des Niedriglohnsektors, Lohnerh&ouml;hungen und den Ausbau &ouml;ffentlicher Investitionen kann Deutschland zum Wachstumsmotor, zu einem attraktiven Absatzmarkt f&uuml;r die Eurozone werden und seinen eigenen Wohlstand steigern.<br>\nNur so k&ouml;nnen andere L&auml;nder ihre Entwicklung aus eigener Kraft finanzieren und Defizite abbauen, ohne den Menschen permanenten Einkommensverzicht zuzumuten und die &ouml;ffentliche Daseinsvorsorge zu ruinieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spd-oberpfalz.de\/index.php?nr=40543&amp;menu=1\">Aufruf Rettet die W&auml;hrungsunion. Werner Schieder, SPD Oberpfalz<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Leider d&uuml;rfte die parlamentarische Linke in einer Minderheitenposition bleiben. In der S&uuml;ddeutschen Zeitungen k&uuml;ndigen unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Drei gegen Links&ldquo; Gabriel, Steinmeier und Steinbr&uuml;ck ihren Widerstand gegen weitergehende Steuererh&ouml;hungen und die R&uuml;cknahme der Renten&ldquo;reformen&ldquo; an. Die Sozialdemokraten m&uuml;ssten in der Fiananz- und Steuerpolitik, wenn sie im Bund wieder die Regierung &uuml;bernehmen wollten &ldquo;Ma&szlig; und Mitte&rdquo; wahren (Steinbr&uuml;ck). Hier wird also bereits heftig auf eine neuerliche Gro&szlig;e Koalition hingearbeitet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Regierungszufriedenheit und Einstellungen sozialdemokratischer W&auml;hler im europ&auml;ischen Vergleich 2002&ndash;2008<\/strong><br>\nDas Herz so&shy;zialdemokratischer W&auml;hler schl&auml;gt nach wie vor links und die Mitte, die f&uuml;r sie gefunden werden muss, liegt links der Mitte. Es sind m&ouml;glicherweise genau diese Ma&szlig;st&auml;be und Orientierungen sozialdemokratischer W&auml;hler, die es f&uuml;r die sozialdemokratischen Parteien schwieriger macht, Zufriedenheit zu erzeugen und W&auml;hler bei der Stange zu halten. Die Ergebnisse sprechen daf&uuml;r, dass sozialdemo&shy;kratische W&auml;hler relativ viel Anlass f&uuml;r Ver&auml;nderung und Verbesserung sehen. Wer das m&ouml;chte, ist weniger leicht zufrieden zu stellen als jemand, der sich mit dem Status quo zufrieden gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/08720.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung Internationale Politikanalyse [PDF &ndash; 679 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Interessant ist vielleicht auch noch, dass von Gro&szlig;en Koalitionen die konservativen Parteien mehr profitieren. Das ist nicht weiter verwunderlich, warum sollten die konservativen W&auml;hler nicht zufrieden sein, wenn Sozialdemokraten konservative Politik machen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Wenn die Isaf-Truppen weggehen, gibt es B&uuml;rgerkrieg<\/strong><br>\nDie am kommenden Montag in Bonn beginnende Afghanistan-Konferenz wird nach Informationen der deutschen Tageszeitung &laquo;Bild&raquo; von massiven Spannungen und d&uuml;steren Prognosen &uuml;berschattet. Wie das Blatt berichtet, geht dies aus vielen Milit&auml;r- und Geheimdienstdokumenten hervor.&nbsp; &laquo;Nach dem Ende der Besatzung durch Isaf 2014, werden die F&uuml;hrer der Aufst&auml;ndischen&raquo;, die sich nach Pakistan gefl&uuml;chtet haben, &laquo;nach Afghanistan zur&uuml;ckkehren&raquo;, hei&szlig;e es in einem als geheim eingestuften Bundeswehr-Dokument. &laquo;Wenn die Isaf-Truppen das Land verlassen, wird es B&uuml;rgerkrieg geben&raquo;, wird aus einem Bericht des amerikanischen Milit&auml;rs &uuml;ber den Norden Afghanistans zitiert. Dokumente des deutschen Bundesnachrichtendienstes (BND) belegten ausserdem belegen, dass die Bundeswehr offenbar auch Kriminelle als Verb&uuml;ndete in Nordafghanistan akzeptierte, berichtet die Zeitung weiter. So sei bekannt gewesen, dass der nordafghanische Polizeichef Daud Daud, bis zu seiner Ermordung im Mai ein enger Partner der Bundeswehr, in den Drogenhandel verwickelt gewesen sei. Daud, so der BND, solle &laquo;seit einigen Jahren regelm&auml;&szlig;ig Drogengesch&auml;fte get&auml;tigt haben.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/politik\/international\/afghanistan-konferenz_1.13490284.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Bildungsfinanzbericht<\/strong><br>\nBund, L&auml;nder und Gemeinden haben f&uuml;r das Jahr 2011 Bildungsausgaben in H&ouml;he von 106,2 Milliarden Euro veranschlagt, 2,6&nbsp;% mehr als im Haushaltsjahr 2010. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) im heute ver&ouml;ffentlichten Bildungsfinanzbericht 2011 mit. Endg&uuml;ltige Angaben zu den &ouml;ffentlichen Bildungsausgaben liegen bis zum Jahr 2008 vor: Damals betrugen sie 93,7&nbsp;Milliarden Euro. Davon stellte der Bund 5,1&nbsp;Milliarden Euro, die L&auml;nder 68,2&nbsp;Milliarden Euro und die Gemeinden 20,4&nbsp;Milliarden Euro bereit&hellip;.<br>\nTrotz der Steigerung des Bildungsbudgets verringerte sich der Anteil der &ouml;ffentlichen und privaten Bildungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt von 6,8 % im Jahr 1995 auf 6,2 % im Jahr 2008. Nach vorl&auml;ufigen Berechnungen stieg der Anteil 2009 auf 6,8 %, dies entspricht dem Niveau von 1995. Der Anstieg 2009 ist einerseits auf die Ausgabensteigerungen und anderer&shy;seits auf den R&uuml;ckgang des Bruttoinlandsprodukts (2009: -3,4 %) zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.<br>\nDer Anteil der &ouml;ffentlichen Bildungsausgaben bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) war in den Jahren 2006 bis 2008 nahezu konstant. Bund, L&auml;nder und Gemeinden stellten 2008 dem Bildungsbereich Mittel in H&ouml;he von 3,8 % des BIP zur Verf&uuml;gung. 1995 waren es in Abgrenzung der Finanzstatistik hingegen 4,1 %. Der R&uuml;ckgang des BIP infolge der Weltfinanz&shy;krise und die antizyklische Ausgabenpolitik im Bildungsbereich haben 2009 zu einem Anstieg des Anteils am BIP auf 4,1 % gef&uuml;hrt. Die f&uuml;r 2010 und 2011 veranschlagten Steigerungen der Bildungsausgaben lassen erwarten, dass der Anteil der &ouml;ffentlichen Bildungsausgaben am BIP trotz Wirtschaftswachstums weiterhin bei 4,1 % bleibt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2011\/12\/PD11__444__217,templateId=renderPrint.psml\">Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Content\/Publikationen\/Fachveroeffentlichungen\/BildungForschungKultur\/BildungKulturFinanzen\/Bildungsfinanzbericht1023206117004,property=file.pdf\">Bildungsfinanzbericht 2011 [PDF &ndash; 3.7 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man erinnere sich: Ende 2008 wurde auf dem &bdquo;Bildungsgipfel&ldquo; auf dem die Kanzlerin die &bdquo;Bildungsrepublik Deutschland&ldquo; ausrief eine Anhebung der Bildungsausgaben bis 2015 auf zehn Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) verk&uuml;ndet. Davon sind die 6,8 Prozent im Jahre 2009 (trotz eines R&uuml;ckgang des BIP) weit entfernt.<\/em><br>\n<em>Bei den &ouml;ffentlichen Bildungsausgaben liegt Deutschland nach wie vor deutlich unter.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Fernsehtipp: Die Yes-Men regeln die Welt &ndash; Politaktivisten als Weltaufkl&auml;rer<\/strong><br>\nFreitag, 2. Dezember 2011 um 22.30 Uhr<br>\nWiederholungen: 09.12.2011 um 03:20 \/ 15.12.2011 um 10:00. (Frankreich, 2009, 84mn)<br>\nPolitaktivisten undercover unterwegs: Durch ihre investigative Recherche entlarven die Yes Men von der Industrie verursachte Umwelts&uuml;nden und decken mit provokanten Parodien die negativen Folgen von Globalisierung und freiem Markt auf. Als Vertreter von Wirtschaftsunternehmen und Regierungen lassen sich Andy Bichlbaum und Mike Bonanno auf internationale Kongresse einladen und konfrontieren die Teilnehmer mit absurden Szenarien. Doch das Lachen bleibt einem so manches Mal im Halse stecken, wenn man realisiert, dass die zum Teil makaberen Projektvorschl&auml;ge von vielen Kongressteilnehmern f&uuml;r bare M&uuml;nze genommen werden. Der Kampf einer Spa&szlig;guerilla gegen Kumpanei, Lobbyismus und Korruption.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/de\/woche\/244,broadcastingNum=1286462,day=7,week=48,year=2011.html\">arte<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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