{"id":115063,"date":"2024-05-10T15:00:48","date_gmt":"2024-05-10T13:00:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=115063"},"modified":"2024-05-10T17:21:55","modified_gmt":"2024-05-10T15:21:55","slug":"frieda-laesst-gruessen-die-innere-kriegsertuechtigung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=115063","title":{"rendered":"Frieda l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen &#8211; Die innere Kriegsert\u00fcchtigung"},"content":{"rendered":"<p>Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg l&auml;sst zwei M&auml;dchen-Einrichtungen des Frieda Frauenzentrum e.V. schlie&szlig;en. Der Grund ist das grundgesetzwidrige Privatleben von Mitarbeiterinnen. Sie haben eine kritische Meinung zum israelischen Genozid in Gaza. Nun wird die Privatsph&auml;re als Teil der Staatsraison annektiert. Die betroffenen Einrichtungen bezeichnen sich als queer-feministische Projekte. &bdquo;Queer&ldquo; Sein ist okay, sich damit zu schm&uuml;cken, um zu demonstrieren, wie offen, divers und vielf&auml;ltig man ist, geh&ouml;rt zum Regierungsstyle &ndash; ganz besonders in Berlin. Aber wehe, man ist queer und gleichzeitig kritisch bei Themen wie dem Vernichtungskrieg in Gaza oder der Kriegsbeteiligung und Kriegsert&uuml;chtigung Deutschlands. Von <strong>Wolf Wetzel<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nMan k&ouml;nnte meinen, dass der von der Polizei besetzte <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114635\">Pal&auml;stina-Kongress in Berlin 2024<\/a>, seine Zerschlagung f&uuml;r genug Schlagzeilen gesorgt hat, die die st&auml;dtischen Institutionen zur Zur&uuml;ckhaltung anhalten w&uuml;rden. Nach dem Motto: Wir warten ab, bis sich die Wogen gl&auml;tten. Fast alles an dem st&auml;dtischen, politischen und polizeilichen Vorgehen hatte totalit&auml;re Z&uuml;ge: Zuerst schreit man wochenlang, mit Hass, Denunziationswut und Stumpfsinnigkeit, dass man einen &bdquo;Hass-Kongress&ldquo; verhindern muss. Dann kommt man zu dem Schluss, dass noch eine Justizreform &aacute; la Israel n&ouml;tig w&auml;re, um ein Verbot vor Gericht durchzubekommen.<\/p><p>Dann gibt man sich nicht geschlagen, sondern l&auml;sst die Exekutiv-Macht von der Leine. Man schafft sich einen Notstand, um ihn zu verhindern. Zuerst besetzt man den Kongress, verwandelt ihn in eine Polizeivorf&uuml;hrung, bei der auch ein paar polizei-ferne Besucher anwesend sein d&uuml;rfen. Dann erl&auml;sst man eine Verordnung, in der drinsteht, was man sagen und was man nicht sagen darf. Als die Veranstalter dennoch nicht aufgeben, l&auml;sst man sich einfach etwas anderes einfallen. Man h&auml;tte auch sagen k&ouml;nnen, dass zu viele Elefanten im Raum sind und dass man aus Tierwohlgr&uuml;nden die Veranstaltung nun r&auml;umen m&uuml;sse. Das h&auml;tte wenigstens einen philosophischen, psychoanalytischen Hintergrund.<\/p><p>Stattdessen wird als Grund f&uuml;r die Zerschlagung eine Zuschaltung eines Redners genannt, der per Video seinen Beitrag verlesen will. Er macht dies vom Ausland aus. Doch laut Polizeif&uuml;hrung gilt das Einreise- und Bet&auml;tigungsverbot auch in diesem Fall. Das nennt man eine gelungene imperialistische Geste. Nach etwa 20 Minuten wird der Kongress zerschlagen. Es gibt tats&auml;chlich halbwegs laue Proteste. Das w&auml;re &uuml;bertrieben gewesen &hellip; und juristisch nicht haltbar. Au&szlig;erdem schade dies dem Ansehen Deutschlands. Zudem haben die Veranstalter mehrere Klagen eingereicht. Und die internationale Presse ist in Teilen kritisch bis h&ouml;hnisch.<\/p><p>Es sind einige Tage ins Land gegangen und h&auml;tten zur Besinnung beitragen k&ouml;nnen. Nein. Warum auch? Man hat mit extra-legalen Mittel alles erreicht und die Proteste gegen die Zerschlagung waren kein Problem. Man hatte 2.000 Polizeibeamte und eine Medienmaschine, die das mitmacht und deckt. Man hatte diese Tage jedoch tats&auml;chlich genutzt: &Uuml;berwachungsvideos und Filmaufnahmen wurden ausgewertet, den eingebetteten Journalismus an seiner Seite. Und man hatte die &bdquo;zivilgesellschaftlichen&ldquo; Alarmmelder, die Profile und Accounts von identifizierten TeilnehmerInnen ausgewertet. Ob dabei die Staatsschutzabteilung schneller war als die &bdquo;zivilgesellschaftlichen&ldquo; Kontrolleure, ist unerheblich.<\/p><p><strong>Zuschlagen &ndash; eine bew&auml;hrte Methode<\/strong><\/p><p>Dann schlug das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg zu. Man muss vorwegschicken, dass sich dieses Amt total der &bdquo;Demokratief&ouml;rderung&ldquo; und &bdquo;Vielfalt&ldquo; verschrieben hat. Im Logo findet sich der Schriftzug: &bdquo;<em>Charta der Vielfalt<\/em>&ldquo;.<\/p><p>In einer Mitteilung vom 19.4.2024 erkl&auml;rte es:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Die beiden Jugendfreizeiteinrichtungen &sbquo;Phantalisa-Raum f&uuml;r M&auml;dchen* und junge Frauen in Friedrichshain&lsquo; und &sbquo;Alia-Zentrum f&uuml;r M&auml;dchen und junge Frauen&lsquo; in Kreuzberg werden durch das Jugendamt geschlossen.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Das Magazin <em>Focus<\/em> war bei der Jagd behilflich: Es ver&ouml;ffentlichte ein Bild, auf dem Mitarbeitende des Vereins auf einer angemeldeten pro-pal&auml;stinensischen Demonstration zu sehen seien. Warum die Zustimmung zu einem V&ouml;lkermord (in Gaza), die Beihilfe dazu, umfassende Immunit&auml;t vor (internationalem) Recht und Gesetz genie&szlig;t, w&auml;hrend die Kritik daran mit Gestapo-Methoden verfolgt werden kann, m&uuml;sste sofort auffallen. Zum Magazin <em>Focus<\/em> geh&ouml;rt ein Journalist, der keine Gelegenheit ausl&auml;sst, seinen Hass und Rassismus gegen&uuml;ber Pal&auml;stinensern, seine dreiste Art, den deutschen Faschismus in den Nahen Osten zu exportieren, kundzutun. Jan Fleischhauer, der sich auch als &bdquo;Nahost-Experte&ldquo; ausgibt, schreibt:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Das Gute am Pal&auml;stinenser: Er gibt freim&uuml;tig Auskunft, &uuml;ber das, was er vorhat. Darin &auml;hnelt er seinem gro&szlig;en Vorbild, dem deutschen Reichskanzler Adolf Hitler. Auch der hat, wie man wei&szlig;, kein Blatt vor den Mund genommen. Die Welt zog es vor, seine Ank&uuml;ndigungen f&uuml;r Aufschneiderei zu halten, bis sie eines Besseren belehrt wurde.&ldquo; <\/em>(Focus vom 4.11.2023)\n<\/p><\/blockquote><p>Als w&auml;re das nicht haarstr&auml;ubend genug, wird ein privates Instagram-Profil erw&auml;hnt, in dem eine Mitarbeiterin &bdquo;<em>diverse Pro-Pal&auml;stina-&Auml;u&szlig;erungen<\/em>&ldquo; gepostet habe. Ja, das geht nun wirklich zu weit, wenn jemand heute noch glaubt, dass es eine Privatsph&auml;re g&auml;be. Wie muss der\/die\/das aus der Zeit gefallen sein? Noch nichts von der &bdquo;Zeitenwende&ldquo; mitbekommen?<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Dar&uuml;ber hinaus sei dieselbe Mitarbeiter*in als Redner*in auf dem umstrittenen Pal&auml;stinakongress angek&uuml;ndigt worden, der vom Bezirk als &sbquo;Israelhasser-Kongress&lsquo; bezeichnet wird<\/em>.&ldquo; (nd vom 23.04.2024)\n<\/p><\/blockquote><p>Das Frieda Frauen*zentrum e.V. hat den Fall &ouml;ffentlich gemacht: <\/p><blockquote><p><em>&bdquo;Wir sind schockiert: Zum einen &uuml;ber die Aussp&auml;hung privater Instagram-Accounts von Mitarbeitenden. Zum anderen dar&uuml;ber, dass dem zust&auml;ndigen Bezirksstadtrat bereits diffamierende Pressemeldungen gen&uuml;gen, um ohne Vorank&uuml;ndigung eine &uuml;ber Jahre w&auml;hrende Zusammenarbeit mit dem Jugendamt von einem auf den anderen Tag zu beenden und die Schlie&szlig;ungen der beiden Einrichtungen zu verf&uuml;gen. Die Tatsache, dass unserer Mitarbeitenden auf ihren privaten Social-Media-Profilen &uuml;berwacht werden und die Inanspruchnahme von Grundrechten au&szlig;erhalb ihrer Dienstzeit, z.B. die Teilnahme an Demonstrationen, geprofiled und offenbar kriminalisiert wird, empfinden wir als besorgniserregend und als Infragestellung eben jener demokratischen Grundwerte, denen wir uns in unserer Arbeit sowohl als Verein, als auch als Sozialarbeiter*innen verschrieben haben. (&hellip;) Wir haben die begr&uuml;ndete Bef&uuml;rchtung, Opfer des Musters von Repressionen und Einsch&uuml;chterung geworden zu sein, wie dies bereits in den Medien diskutiert wird, von dem gegenw&auml;rtig Personen betroffen sind, die sich mit der pal&auml;stinensischen Bev&ouml;lkerung solidarisieren und die eine genozidale Katastrophe abwenden wollen.&ldquo;<\/em><\/p><\/blockquote><p><strong>Das Blockwartsystem von gestern ist das Melderegister von heute<\/strong><\/p><p>Immerhin wird auf diese Weise sichtbar, wie das Netzwerk aus eingebetteten Journalisten, Staatsschutzabteilungen der Polizei und Meldestellen f&uuml;r Denunziationen Hand in Hand arbeiten. Denn es gibt seit Jahren eine institutionelle Einrichtung, die &bdquo;Volkes Stimme&ldquo; mit staatlichen Verfolgungswillen zusammenbringt. Ganz vorne dabei ist Berlin, mit dem &bdquo;<em>Berliner Register<\/em>&ldquo;: <\/p><blockquote><p><em>&bdquo;Ein Vorreiter des Ganzen ist das &sbquo;Berliner Register&lsquo;. Die deutsche Hauptstadt besteht aus zw&ouml;lf Bezirken, von denen inzwischen jeder ein &sbquo;Register&lsquo; hat, also eine bezirkseigene Meldestelle. &sbquo;Zum Netzwerk der Berliner Register geh&ouml;ren weitere Community-basierte Dokumentationsstellen und &uuml;ber 230 Anlaufstellen&lsquo;, heisst es auf deren Website. 230 &ndash; eine stattliche Zahl.&ldquo; (nzz vom 31.08.2023)<\/em><\/p><\/blockquote><p>Das klingt doch cool: &bdquo;<em>Community-basierte Dokumentationsstellen<\/em>&ldquo;! Bei so viel Vereinzelung kann Denunziation eine <em>community<\/em> bilden. Und selbstverst&auml;ndlich sind die Motive voller emanzipatorischer An*t&auml;uschungen: <\/p><blockquote><p>&bdquo;<em>In die Dokumentation der Berliner Register fliessen Vorf&auml;lle ein, die B&uuml;rger*innen im Alltag beobachten oder selbst erleben. Bei den Vorf&auml;llen handelt es sich um Aktivit&auml;ten der extremen Rechten, um rassistische Vorf&auml;lle im Alltag und Diskriminierung an verschiedenen Orten. Im Gegensatz zur Kriminalit&auml;tsstatistik der Polizei beziehen die Register auch Vorf&auml;lle in die Dokumentation ein, die keine Straftaten sind oder die nicht angezeigt wurden.&ldquo; <\/em><\/p><\/blockquote><p>Den letzten Satz &uuml;berliest man dann auch ganz leicht und gern, bei so viel antirassistischem und antifaschistischem Engagement. <em>&bdquo;Im Gegensatz zur Kriminalit&auml;tsstatistik der Polizei beziehen die Register auch Vorf&auml;lle in die Dokumentation ein, die keine Straftaten sind oder die nicht angezeigt wurden.&ldquo;<\/em> Was hei&szlig;t das? Es geht dabei also ausdr&uuml;cklich um die Institutionalisierung eines <em>Klimas des Verdachts<\/em>, also so etwas wie eine Pr&auml;-Strafbarkeit zu etablieren, bei der die B&uuml;rger*innen als IM agieren d&uuml;rfen.<\/p><p>In genau dieser Logik bewegt sich die K&uuml;ndigung der Mitarbeiterinnen und die Schlie&szlig;ung der Frieda-Einrichtungen. Es reicht, wenn man jemanden auf einer &bdquo;falschen&ldquo; Demonstration sieht, wenn jemand etwas sagt, was nicht passt, wenn jemand irgendwo reden will, wo Schweigen bzw. Abnicken angesagt ist. Das sind Merkmale eines totalit&auml;ren Systems, das heute ohne Uniformen und Stechschritt auskommt, daf&uuml;r aber regenbogen-getuned.<\/p><p><strong>Queere Identit&auml;tspolitik und bin&auml;re Herrschaftslogiken sind kein Widerspruch.<\/strong><\/p><p>Die beiden Schlie&szlig;ungen betreffen &bdquo;<em>die einzigen queer-feministischen Projekte<\/em>&ldquo; in Berlin-Kreuzberg und -Friedrichshain. Man stellt sich sofort die Frage: Warum werden <em>queer-feministische Projekte <\/em>derma&szlig;en drangsaliert? Sie sind doch das Aush&auml;ngeschild dieser Regierung, ob auf Bundes- oder Stadtebene. Man will doch auf diesem Gebiet ganz vorne sein. Selbst die patriarchale Ordnung, die nur zwei Geschlechter kennt, wurde gerade &bdquo;reformiert&ldquo;. Ab nun kann man sich aussuchen, wer man sein will.<\/p><p>Damit hier keine &uuml;bersch&uuml;ssigen und staatsgef&auml;hrdenden Fantasien aufkommen: Sie d&uuml;rfen viel sein. Aber wehe, Sie verurteilen den Vernichtungskrieg in Gaza, die Kriegsbeteiligung Deutschlands, die Kriegsert&uuml;chtigungen Deutschlands mit Blick auf einen dritten Weltkrieg usw. (die Liste wird st&auml;ndig aktualisiert). &bdquo;Queer&ldquo; Sein ist okay, sich damit zu schm&uuml;cken, um zu demonstrieren, wie offen, divers und vielf&auml;ltig man ist, geh&ouml;rt zum Regierungsstyle &ndash; ganz besonders in Berlin. Im Normalfall bleibt dabei die Grundvoraussetzung f&uuml;r dieses Cool Sein verborgen. Es ist eine immer dreistere bin&auml;re Herrschaftsordnung, die ganz einfach zu verstehen ist:<\/p><p><strong>1<\/strong> steht f&uuml;r die gro&szlig;e Politik und <strong>0<\/strong> f&uuml;r die Toleranz f&uuml;r Widerspruch, f&uuml;r Gegens&auml;tze und Antagonismen. <\/p><p>F&uuml;r die Praxis und das Alltagsleben hei&szlig;t dies: Queer Sein ist okay, wenn man das gro&szlig;e Spielfeld anderen &uuml;berl&auml;sst. Zu diesen gro&szlig;en Spielfeldern geh&ouml;rt heute mehr denn je &bdquo;Krieg&ldquo;. Das h&ouml;rt sich nicht so tolerant und divers an und meint das auch so. Die &bdquo;angeklagten&ldquo; Mitarbeiterinnen von Frieda haben ihr Spielfeld verlassen. Denn Gaza ist nicht queer und ganz und gar nicht divers, sondern maximal bin&auml;r. Entweder bist du auf der Seite Israels (also Deutschlands, der USA und der NATO) oder du fliegst.<\/p><p>Hoffentlich ist dieser Anlass ein Grund mehr, in der queeren Szene und dar&uuml;ber hinaus, sowohl das gro&szlig;e Spielfeld zu betreten als auch den bin&auml;ren Herrschaftslogiken zusammen zu widersprechen.<\/p><p>&bdquo;<strong>Hands off Frieda&ldquo;<\/strong><\/p><p>Tats&auml;chlich gibt es Proteste gegen diese Feldherrenentscheidung. Der Stadtrat Max Kindler (CDU) hatte die K&uuml;ndigung weder mit dem Jugendhilfeausschuss abgestimmt, noch hatte er zuvor mit dem Tr&auml;ger gesprochen. Mittlerweile befasste sich bereits eine dritte Sitzung des Jugendhilfeausschusses mit dieser Schlie&szlig;ung. Dutzende unterst&uuml;tzten &bdquo;Frieda&ldquo; gegen die unertr&auml;glichen Vorw&uuml;rfe. Immerhin brachten die GR&Uuml;NEN und DIE LINKE einen Antrag ein, die K&uuml;ndigung zur&uuml;ckzunehmen.<\/p><blockquote><p>&bdquo;Der Linke BVV-Beigeordnete <a href=\"https:\/\/twitter.com\/EhlingJanis\/status\/1788151192377278670\">Janis Ehling schrieb nach der Sitzung auf Twitter<\/a>, jeder, der sich mit Jugendarbeit auskenne, wisse, wie das pl&ouml;tzliche Schlie&szlig;en von Jugendeinrichtungen &sbquo;jahrelange Beziehungsarbeit&lsquo; zunichtemache. Zudem sei in der dreist&uuml;ndigen Diskussion deutlich geworden, dass das Bezirksamt bisher keine Belege f&uuml;r &sbquo;antisemitische &Auml;u&szlig;erungen&lsquo; vorgelegt hat. Ehling sprach in diesem Zusammenhang von einer &sbquo;Inflationierung&lsquo; des Antisemitismusvorwurfs.&ldquo; (taz vom 9.5.2024)<\/p><\/blockquote><p><small>Titelbild: Anze Furlan\/shutterstock.com<\/small><\/p><p><strong>Quellen und Hinweise:<\/strong><\/p><ul>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1181673.friedrichshain-kreuzberg-antisemitismusvorwurf-berliner-jugendamt-schliesst-maedchentreffs.html\">Antisemitismusvorwurf: Berliner Jugendamt schlie&szlig;t M&auml;dchentreffs<\/a><\/em>, nd vom 25.4.2024<\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/meinung\/die-focus-kolumne-von-jan-fleischhauer-was-haben-wir-in-palaestina-verloren_id_238122588.html\">Milliarden-Frage: Warum finanziert Deutschland eigentlich Hitlers Nachfolger?<\/a><\/em>Jan Fleischhauer, 2023<\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.palaestinaspricht.de\/palaestina-klagt-an\">Pal&auml;stina klagt an<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/kolumnen\/kohlhaas-unchained\/palaestina-kongress-in-berlin-besetzt-und-dann-aufgeloest\/\">Pal&auml;stina-Kongress in Berlin: Besetzt und dann aufgel&ouml;st,<\/a><\/em> Wolf Wetzel, 2024<\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/meldestellen-wie-das-berliner-register-schaffen-ein-klima-der-verdaechtigung-ld.1753922\">Meldestellen im ganzen Land erzeugen ein Klima der Verd&auml;chtigung &ndash; zum Beispiel das &bdquo;Berliner Register&ldquo;<\/a><\/em>, Neue Z&uuml;richer Zeitung vom 31.08.2023<\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/taz.de\/Antisemitismus-Vorwurf-gegen-Frieda\/!6009495\/\">K&uuml;ndigung noch nicht vom Tisch<\/a><\/em>, taz vom 9.5.2024<\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.frieda-frauenzentrum.de\">Frieda Frauenzentrum e.V.<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg l&auml;sst zwei M&auml;dchen-Einrichtungen des Frieda Frauenzentrum e.V. schlie&szlig;en. Der Grund ist das grundgesetzwidrige Privatleben von Mitarbeiterinnen. Sie haben eine kritische Meinung zum israelischen Genozid in Gaza. Nun wird die Privatsph&auml;re als Teil der Staatsraison annektiert. 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