{"id":115195,"date":"2024-05-14T10:00:23","date_gmt":"2024-05-14T08:00:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=115195"},"modified":"2024-05-14T11:22:39","modified_gmt":"2024-05-14T09:22:39","slug":"kalkulierte-katastrophe-stuttgart-21-war-schon-bei-vertragsabschluss-ein-milliardengrab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=115195","title":{"rendered":"Kalkulierte Katastrophe. Stuttgart 21 war schon bei Vertragsabschluss ein Milliardengrab"},"content":{"rendered":"<p>Richterspruch aus Stuttgart: Die Deutsche Bahn muss die sogenannten Mehrausgaben f&uuml;r S21 &bdquo;alleine&ldquo; tragen, sprich zu Lasten von Steuerzahlern und Fahrg&auml;sten. Dasselbe gilt f&uuml;r die Kosten des Rechtsstreits, der sich noch Jahre in die L&auml;nge ziehen k&ouml;nnte. Dabei zeichnete sich das Finanzdesaster schon vor 16 Jahren ab und ein Chefplaner warnte: &bdquo;Wir haben keine Fallschirme dabei.&ldquo; Die Macher und Profiteure landeten trotzdem weich, und noch kein Einziger musste sich verantworten. Von <strong>Ralf Wurzbacher<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDa freut sich der Steuerzahler! Die Deutsche Bahn (DB) muss die Mehrkosten von Stuttgart 21 (S21) allein schultern. Das entschied am Dienstag der Vorwoche das Stuttgarter Verwaltungsgericht (VG) nach einem jahrelangen Rechtsstreit. H&auml;tte das Urteil Bestand, was l&auml;ngst nicht sicher ist, w&auml;ren die weiteren Projektpartner &ndash; das Land Baden-W&uuml;rttemberg, die Stadt Stuttgart, der Verband Region Stuttgart und der Flughafen Stuttgart &ndash; fein raus. Zu bl&ouml;d: Die Zeche muss am Ende aber doch die Allgemeinheit zahlen. Schlie&szlig;lich geh&ouml;rt die DB dem deutschen Staat, also uns allen. Und weil der Bund das S21-Milliardengrab auf Gedeih und Verderb zum &bdquo;Erfolg&ldquo; f&uuml;hren will, werden die Unsummen letztlich an ihm h&auml;ngenbleiben, also an uns. Da &auml;rgert sich der Steuerzahler!<\/p><p>Worum ging es vor Gericht? Die Bahn sieht es nicht ein, die mindestens sieben Milliarden Euro, die die Unternehmung mehr verschlingen wird als angeblich urspr&uuml;nglich geplant, aus eigener Kasse zu begleichen. Der Finanzierungsvertrag aus dem Jahr 2009 bezifferte die Lasten mit 3,1 Milliarden Euro und hielt fest, wie m&ouml;gliche Mehrausgaben bis zu einem Betrag von 4,5 Milliarden Euro auf die f&uuml;nf Parteien zu verteilen w&auml;ren. F&uuml;r den Fall weiterer Steigerungen wurde keine konkrete Regelung getroffen. Nach diversen Kostenexplosionen rief die DB zuletzt im Dezember die Hausnummer <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108084\">11,5 Milliarden Euro<\/a> auf. Zentraler Streitpunkt ist eine im Kontrakt eingebaute sogenannte Sprechklausel, die so viel oder wenig besagt wie: Kommt es noch dicker, muss dar&uuml;ber geredet werden. Daraus leitet die Bahn eine &bdquo;gemeinsame Finanzierungsverantwortung&ldquo; ab. Die Mitbeteiligten stellen sich auf den Standpunkt, man habe sich seinerzeit auf Festbetr&auml;ge verst&auml;ndigt. Alles, was dar&uuml;ber hinausgeht, m&uuml;sse die DB als offizielle Bauherrin zuschie&szlig;en.<\/p><p><strong>Acht Jahre Rechtsstreit &hellip;<\/strong><\/p><p>Die fragliche Klage wurde seit rund einem Jahr verhandelt, war aber bereits 2016 durch den Staatskonzern erhoben worden. Allein in diesen acht Jahren hat sich die Kalkulation von 6,5 Milliarden Euro auf besagte fast zw&ouml;lf Milliarden Euro aufgebl&auml;ht. Das hat System bei S21: In puncto Geld l&auml;uft alles rasend aus dem Ruder, in Sachen Umsetzung geht nichts voran. Auch der nach etlichen Verschiebungen zuletzt gehandelte Er&ouml;ffnungstermin &ndash; Dezember 2025 &ndash; wackelt bedenklich. Gemunkelt wird mittlerweile &uuml;ber einen Start im Jahr 2026, wahrscheinlich wird es noch sp&auml;ter. Und mit jeder weiteren Verz&ouml;gerung wird alles noch teurer, was Banken und Bauindustrielle freut. Ob das alles Zufall ist?<\/p><p>&bdquo;Nein&ldquo;, meint der Sprecher beim B&uuml;ndnis &bdquo;Bahn f&uuml;r alle&ldquo;, Carl Wa&szlig;muth. &bdquo;Die jahrelange Unklarheit war beabsichtigt, das hat Bef&uuml;rwortern und Profiteuren geholfen, das zerst&ouml;rerische Gro&szlig;projekt so lange weiterzuf&uuml;hren&ldquo;, sagte er den NachDenkSeiten. &bdquo;Stadt, Land und die Bundesregierung konnten behaupten, f&uuml;r die Mehrkosten keine Verantwortung zu tragen, dabei h&auml;tte jeder der drei auch schon vor dem Urteil aus dem Projekt aussteigen und damit S21 beenden k&ouml;nnen.&ldquo; Jetzt m&uuml;sse Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) erkl&auml;ren, &bdquo;warum er mit mindestens sieben Milliarden Euro einen Kapazit&auml;tsr&uuml;ckbau betreiben m&ouml;chte, w&auml;hrend &uuml;berall in Deutschland Projekte zum Ausbau der Schiene auf eine Finanzierungszusage warten&ldquo;.<\/p><p><strong>&hellip; und kein Ende in Sicht<\/strong><\/p><p>Die VG-Richter hatten zu bewerten, ob sich f&uuml;r die Beklagten aus den Vertr&auml;gen eine Verpflichtung zur Kostenbeteiligung ergibt. Die von mehreren DB-Gesellschaften vorgebrachten Klagen seien <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/stuttgart-21-verwaltungsgericht-lehnt-kostenverteilung-ab-deutsche-bahn-muss-zahlen-a-bde9c0d1-06c8-43ca-9fb8-bf8b4862de54\">teils unzul&auml;ssig und teils zul&auml;ssig, aber unbegr&uuml;ndet<\/a>, befand der Vorsitzende Richter Wolfgang Kern. &bdquo;Aus dem Sinn und Zweck der Sprechklausel bzw. des Finanzierungsvertrages ergibt sich keine Verpflichtung der Beklagten zu einer weiteren finanziellen Beteiligung&ldquo;, hei&szlig;t in der <a href=\"https:\/\/verwaltungsgericht-stuttgart.justiz-bw.de\/pb\/,Lde\/20312123\/?LISTPAGE=5597587\">Urteilsbegr&uuml;ndung<\/a>. Allerdings sehe der Vertrag &bdquo;an anderer Stelle ausdr&uuml;cklich Verhandlungen (und nicht nur die Aufnahme von Gespr&auml;chen)&ldquo; vor. Das mutet wie Wortklauberei an. &Uuml;ber eine Kosten&uuml;bernahme zu &bdquo;sprechen&ldquo; oder dar&uuml;ber zu &bdquo;verhandeln&ldquo;, l&auml;uft schlussendlich auf das Gleiche hinaus.<\/p><p>Vielleicht wird genau das die Bahn best&auml;rken, die n&auml;chsth&ouml;here Instanz anzurufen. Die Kl&auml;gerinnen k&ouml;nnen innerhalb eines Monats einen Antrag auf Zulassung der Berufung zum Verwaltungsgerichtshof Baden-W&uuml;rttemberg stellen. Die DB werde die schriftlichen Urteilsgr&uuml;nde &bdquo;sorgf&auml;ltig pr&uuml;fen und danach entscheiden, ob sie gegen das erstinstanzliche Urteil Rechtsmittel einlegt&ldquo;, teilte das Unternehmen mit. Man sei <a href=\"https:\/\/www.deutschebahn.com\/de\/presse\/pressestart_zentrales_uebersicht\/Stuttgart-21-Deutsche-Bahn-sieht-weiterhin-gemeinsame-Finanzierungsverantwortung-aller-Projektpartner--12852342#\">&bdquo;weiterhin der Auffassung, dass sich die Projektpartner an der Finanzierung der Mehrkosten im Vorhaben Stuttgart 21 beteiligen m&uuml;ssen&ldquo;<\/a>. Das erscheint gar nicht mal blau&auml;ugig, denn schon der Volksmund wei&szlig;: Mitgefangen, mitgehangen!<\/p><p><strong>Kostenexplosionen vorget&auml;uscht<\/strong><\/p><p>Das gilt im Speziellen f&uuml;r Mitwisser. Wie die NachDenkSeiten im Beitrag <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108084\">&bdquo;1000 und ein Tunnel&ldquo;<\/a> vor f&uuml;nf Monaten berichteten, war den Verantwortlichen mindestens seit 2013 bewusst, welche finanziellen Dimensionen S21 annehmen wird. Entsprechende Hochrechnungen bewegten sich schon damals <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.stuttgart-21-gruene-bahn-rechnet-mit-elf-milliarden.a745ded5-70f0-4550-80e3-63a695c91fbd.html\">&bdquo;zwischen 10,7 und 11,3 Milliarden Euro&ldquo;<\/a>, wie die <em>Stuttgarter Zeitung<\/em> vor elf Jahren schrieb und in einem j&uuml;ngeren Beitrag (hinter Bezahlschranke) best&auml;tigte. Doch die brisanten Dokumente &bdquo;blieben unter Verschluss (&hellip;), und der Staatskonzern sowie die damalige Bundesregierung unter Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) verhinderten den Abbruch des damals schon v&ouml;llig aus dem Ruder gelaufenen Tunnelprojekts am Neckar&ldquo;.<\/p><p>Daraus folgt: Die Kostensch&uuml;be, die das Projekt seither hinlegte, waren blo&szlig; vorget&auml;uscht und das vorl&auml;ufige Maximum schon vor &uuml;ber einem Jahrzehnt eingepreist. Man kann sogar noch weiter zur&uuml;ckgehen. Bereits im November 2008 prognostizierte der Bundesrechnungshof (noch vor Unterzeichnung des Finanzierungsvertrags) einen &uuml;ber die definierte Sollbruchstelle von 4,5 Milliarden Euro hinausgehenden Aufwuchs um zwei Milliarden Euro. Zu &auml;hnlichen Ergebnissen gelangten zwei Jahre sp&auml;ter das Bundesumweltamt und ein von der Gr&uuml;nen-Partei beauftragtes Ingenieurb&uuml;ro. Wer heute so tut, als w&auml;re die Katastrophe nicht absehbar gewesen, macht sich der vors&auml;tzlichen Volksverdummung schuldig. Das betrifft alle Beteiligten, nicht minder die Stadt Stuttgart und das Land Baden-W&uuml;rttemberg, die die verfolgte Unschuld mimen, aber zu jeder Gelegenheit auf den Weiterbau gedr&auml;ngt haben.<\/p><p><strong>Gr&uuml;n macht&rsquo;s m&ouml;glich<\/strong><\/p><p>Deshalb m&uuml;ssten auch alle, die &bdquo;wissentlich und willentlich&ldquo; mitgewirkt h&auml;tten, <a href=\"https:\/\/kopfbahnhof-21.de\/pressemitteilungen\/gemeinsam-verantwortung-uebernehmen-fuer-gemeinsam-angerichteten-schaden\/\">&bdquo;gemeinsam f&uuml;r den entstandenen finanziellen Schaden einstehen&ldquo;<\/a>, meint Dieter Reicherter, Sprecher beim &bdquo;Aktionsb&uuml;ndnis gegen S21&ldquo;. Gemeinsame Verantwortung bestehe obendrein &bdquo;f&uuml;r den kompletten Kontrollverlust &uuml;ber das Projekt&ldquo;. Statt eines krisenfesten Konfliktl&ouml;sungsmechanismus habe man mittels einer &bdquo;diffusen Sprechklausel&ldquo; ein &bdquo;jahrelanges Schwarze-Peter-Spiel er&ouml;ffnet, derweil man ungeniert weiterbauen konnte&ldquo;. Zusammen habe man zudem einen S21-Lenkungskreis etabliert, der allerdings &bdquo;nichts lenkt, sondern offensichtlich lediglich ein Abnickgremium darstellt&ldquo;, so Reicherter. Selbst VG-Richter Kern habe festgestellt, dass das Gremium &bdquo;leichtfertig ohne n&auml;here Pr&uuml;fung einfach die Mittel und damit den Weiterbau freigegeben hatte&ldquo;.<\/p><p>Der Journalist und Buchautor Arno Luik l&auml;sst insbesondere an den Gr&uuml;nen kein gutes Haar. So seien kurz nach der Regierungs&uuml;bernahme durch Winfried Kretschmann und der S21-Volksabstimmung im L&auml;ndle pl&ouml;tzlich Kosten von &uuml;ber sechs Milliarden Euro aufgerufen worden, bemerkte er gegen&uuml;ber den NachDenkSeiten. &bdquo;Nach den Vorgaben des Plebiszits h&auml;tte er das Projekt damit umgehend stoppen m&uuml;ssen, dies tat er aber nicht&ldquo;, und weiter: &bdquo;Ohne die Gr&uuml;nen an der Macht in Stuttgart g&auml;be es kein S21. Sie sind mitverantwortlich f&uuml;r den Schlamassel und das finanzielle Desaster.&ldquo; Luik verwies auf eine interne &bdquo;Risikoanalyse&ldquo;, die ihm im Fr&uuml;hjahr 2011 zugespielt wurde. &bdquo;Das war ein Dokument des Scheiterns, ein Aufschrei, ein Hilferuf des Chefplaners von S21 Hany Azar. Tenor: Leute, wir haben das Ding nicht im Griff! Uns laufen die Kosten davon! Wir schaffen das nicht!&ldquo; R&uuml;ckblickend sagt Luik: &bdquo;Alle in Berlin und Stuttgart wussten, was sie anrichten &ndash; nicht wenige schon vor der sogenannten Volksabstimmung.&ldquo;<\/p><p><strong>Unsummen f&uuml;r weniger Leistung<\/strong><\/p><p>Luik ist einer der profiliertesten Kritiker der Deutschen Bahn und der bahnpolitisch Verantwortlichen und stand mit seinem Buch &bdquo;Schaden in der Oberleitung. Das geplante Desaster der Deutschen Bahn&ldquo; wochenlang auf den Bestsellerlisten. Darin hatte er einen DB-Topplaner zitiert, der schon im Jahr 2010 tiefschwarz sah: &bdquo;Wir bauen einen riesigen Verkehrsknoten, der nicht funktionieren wird. Wir sind wie Fallschirmspringer bei diesem Projekt. Aber wir haben keine Fallschirme dabei. Wir wissen das. Wir st&uuml;rzen uns in die Tiefe, und irgendwann werden wir aufschlagen und zerschellen.&ldquo; 14 Jahre sp&auml;ter sei genau das die &bdquo;Lage bei S21, der Aufschlag, das Zerschellen&ldquo;. Was das alles noch fataler mache: &bdquo;Die unkontrollierbaren Kosten gef&auml;hrden die Existenz der mit 35 Milliarden Euro verschuldeten Bahn. Sie ist faktisch pleite. S21, wenn es nicht gestoppt wird, ist ihr Sargnagel.&ldquo;<\/p><p>Die beschworene Mobilit&auml;tswende r&uuml;ckt mit dem Urteil, so es am Ende Bestand hat, in noch weitere Ferne. Immerhin spekulierte die Bahn darauf, sich vor Gericht um Lasten im Umfang von mehreren Milliarden Euro zu erleichtern. Stattdessen gehen jetzt viele Millionen Euro zur Deckung dieser und m&ouml;glicher weiterer Verfahrenskosten drauf. Damit bliebe am Ende noch weniger Geld f&uuml;r die Instandsetzung der in Jahrzehnten verschlissenen Schieneninfrastruktur. Der Sanierungsstau wird auf mindestens 90 Milliarden Euro gesch&auml;tzt, w&auml;hrend die Ampelregierung in diesem Jahr lediglich 17 Milliarden Euro in die Ert&uuml;chtigung der Bahn stecken will. Dabei k&ouml;nnte allein S21 mitsamt sogenannter <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70196\">Erg&auml;nzungsprojekte<\/a> am Ende mit bis zu 20 Milliarden Euro zu Buche schlagen. Und dies, obwohl das Ganze laut Kritikern auf einen Kapazit&auml;tsabbau hinausl&auml;uft f&uuml;r Riesensummen, die f&uuml;r die dringend n&ouml;tige strukturelle Runderneuerung fehlen.<\/p><p><strong>Der B&uuml;rger ist der Dumme<\/strong><\/p><p>Es m&uuml;sse jetzt zu einer au&szlig;ergerichtlichen Einigung &uuml;ber eine Kostenverteilung nach dem Verschuldensprinzip kommen, findet Reicherter vom Aktionsb&uuml;ndnis. Solange es keine Verst&auml;ndigung dar&uuml;ber gebe, d&uuml;rften keine weiteren Mehrkosten durch Weiterbauen produziert werden. Auch deshalb sei die Gelegenheit g&uuml;nstig, &bdquo;die Tabuisierung der Diskussion &uuml;ber Alternativen aufzugeben&ldquo;. Naheliegend w&auml;re auch, dass die Bahn von sich aus einen Baustopp verh&auml;ngt, um K&uuml;rzungen beim Ausbau des bundesweiten Schienennetzes zu vermeiden. In keinem Fall d&uuml;rfe es einen monstr&ouml;sen Rechtsstreit geben, &bdquo;der &uuml;ber alle Instanzen und viele Jahre fortgesetzt wird und in dem hoch bezahlte Juristen Millionenkosten bei allen Beteiligten verursachen&ldquo;.<\/p><p>Ein gro&szlig;er Teil der Mehrkosten &bdquo;k&ouml;nnte auch heute noch vermieden werden&ldquo;, gab Wa&szlig;muth von &bdquo;Bahn f&uuml;r alle&ldquo; zu bedenken. &bdquo;Der Kopfbahnhof oben ist noch nicht v&ouml;llig zerst&ouml;rt. Baut man diese wertvolle Infrastruktur sinnvoll aus, wird der Bahnverkehr im S&uuml;den viel leistungsf&auml;higer und Stuttgart bekommt die Chance, doch an den Deutschlandtakt angeschlossen zu werden.&ldquo; Und noch etwas stellte der Aktivist klar: &bdquo;Nicht die DB bezahlt die Mehrkosten, sondern wir Steuerzahlende und Bahnkunden. Die Manager, die das verursacht haben, bekommen Millionen an Boni, sie zahlen keinen Cent. Auch die Immobilienspekulanten, die dort nur wegen des gigantisch teuren Tiefbahnhofs an Grundst&uuml;cke gekommen sind, werden nicht an den Mehrkosten beteiligt.&ldquo; Man h&auml;tte es ahnen k&ouml;nnen. Die Macher wussten es sogar &ndash; schon lange.<\/p><p><small>Titelbild: Markus Mainka\/shutterstock.com<\/small><br>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/959d0b247fd44f339e96cb01535b0263\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Richterspruch aus Stuttgart: Die Deutsche Bahn muss die sogenannten Mehrausgaben f&uuml;r S21 &bdquo;alleine&ldquo; tragen, sprich zu Lasten von Steuerzahlern und Fahrg&auml;sten. Dasselbe gilt f&uuml;r die Kosten des Rechtsstreits, der sich noch Jahre in die L&auml;nge ziehen k&ouml;nnte. 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