{"id":115332,"date":"2024-05-20T10:00:06","date_gmt":"2024-05-20T08:00:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=115332"},"modified":"2024-07-23T10:59:05","modified_gmt":"2024-07-23T08:59:05","slug":"mehr-als-ein-sorgentelefon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=115332","title":{"rendered":"Mehr als ein Sorgentelefon"},"content":{"rendered":"<p>Elke Schillings Berufung ist das aufrichtige, unerm&uuml;dliche Engagement f&uuml;r die Generation, deren Mitglieder in unserer Gesellschaft auch mit &bdquo;die Alten&ldquo; oder etwas stilvoller mit &bdquo;die Senioren&ldquo; betitelt werden. Die ehemalige Politikerin (Staatssekret&auml;rin in Sachsen-Anhalt) ist Gr&uuml;nderin von &bdquo;Silbernetz&ldquo;, einer ehrenamtlichen Organisation, die ein beinah permanent erreichbares Sorgentelefon am Laufen h&auml;lt und verschiedene Angebote f&uuml;r &auml;ltere, oft auch einsame Menschen parat hat. Ein solches Telefon ist wichtig, es gibt viele einsame Mitb&uuml;rger, stellt Elke Schilling fest. In ihrem Buch &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/index.php?cl=details&amp;libriid=9783864894329&amp;listtype=search&amp;searchparam=strategien%20gegen%20Einsamkeit%20im%20Alter\">Die meisten wollen einfach nur reden &ndash; Strategien gegen Einsamkeit im Alter<\/a>&ldquo; (Westend Verlag, 205 Seiten) berichtet <strong>Elke Schilling<\/strong> vom langen, steinigen Weg, ein solches Telefon in Deutschland f&uuml;r unsere Alten und im Grunde f&uuml;r uns alle freizuschalten. Eine Buchbesprechung von <strong>Frank Blenz<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Eine wichtige Telefonnummer<\/strong><\/p><p>Zun&auml;chst, die wichtige Telefonnummer zum Buch &bdquo;Die meisten wollen einfach nur reden &ndash; Strategien gegen Einsamkeit im Alter&ldquo; lautet: 0800 4 70 80 90.<br>\nDer Kontakt via Internet zu Silbernetz hei&szlig;t: <a href=\"https:\/\/silbernetz.org\">https:\/\/silbernetz.org<\/a><\/p><p><strong>Kein Kompliment f&uuml;r das politische Deutschland &ndash; aber Lob und Umarmung f&uuml;r die, die sich dennoch oder gerade deswegen engagieren<\/strong><\/p><p>Die Autorin Elke Schilling besch&auml;ftigt sich in ihrem Buch &bdquo;Die meisten wollen einfach nur reden &ndash; Strategien gegen Einsamkeit im Alter&ldquo; in 17 Kapiteln intensiv mit dem Alleinsein, mit der damit wom&ouml;glich &ouml;fter einhergehenden Einsamkeit, mit gesellschaftlichen Ursachen des g&auml;ngigen Abschiebens und Vergessens der &bdquo;Alten&ldquo; und den darauffolgenden, teils sogar tragischen Auswirkungen. Ihr Werk ist eine emotionale Betrachtung der Menschen, f&uuml;r die sie einsteht, eine Sammlung von O-T&ouml;nen Betroffener, die nahegehen, die fesseln und staunen lassen, und eine Geschichte dar&uuml;ber, wie aufreibend es f&uuml;r sie und ihre Mitstreiter gewesen sein muss, ein Sorgentelefon zu installieren.<\/p><p>Schilling analysiert unsere Gesellschaft, unsere gehetzte, gierige, kalte Welt, in der die alten Menschen nach und nach zur&uuml;ckbleiben, &uuml;beraus faktenreich auf 205 Seiten, die so dicht beschrieben sind, als h&auml;tten eigentlich 500 Seiten voller Input in das Buch passen sollen. Die Autorin wei&szlig; &uuml;ber die verschiedenen Lebenslagen der Alten, sie hinterfragt stets sachlich und nimmerm&uuml;de unsere Gesellschaft der Leistung, des Funktionierens, des Erfolgs, der Ungerechtigkeiten, verschweigt Tabus (wie den Suizid) nicht, kritisiert und unterbreitet zugleich zahlreiche Vorschl&auml;ge, um die vielen, gar systemisch begr&uuml;ndeten Missst&auml;nde hierzulande zu beseitigen, mindestens aber zu mildern. In manchen ihrer S&auml;tze wird offenbar, wie sich der Staat, unser institutioneller &Uuml;berbau, schlicht unser materiell und finanziell reiches Deutschland aus der Verantwortung stiehlt, indem Soziales elegant an die Basis des Landes ausgegliedert wird. Aus Pflichtleistungen werden die des politischen Willens, bequemerweise die des profitlosen Engagements. Ein Leichtes ist es dann halt und oft, so von den Podien bei vielen gesellschaftlichen Terminen zu h&ouml;ren, wo Politiker gekonnt loben, wie unersetzlich und wichtig doch das Ehrenamt sei. Derlei Lob kostet ja nix.<\/p><p>An einem Beispiel &ndash; die Leistungserbringung in der h&auml;uslichen Pflege &ndash; zeigt Schilling schonungslos auf, wie im professionellen Dienstleistungsbereich seitens der Verantwortlichen Mittel f&uuml;r Betroffene geschickt zur&uuml;ckgehalten werden: Bei den Pflegekassen l&auml;ge viel Geld f&uuml;r ambulante Pflege bereit, das nicht abgerufen w&uuml;rde. Eigentlich &ndash; doch wird das geradezu verschleiert. Und bei ebenso vorkommenden Ablehnungen von Leistungen und Einstufungen (Teil des Verschleierns) geschieht dies durch eine seltsame, routinem&auml;&szlig;ige Mauertaktik. So schreibt sie:<\/p><blockquote><p>Oft genug wird Menschen, die Unterst&uuml;tzung brauchen, weil ihre Lebensqualit&auml;t [&hellip;] eingeschr&auml;nkt ist, ein m&uuml;hsamer und langwieriger Widerspruchsvorgang aufgen&ouml;tigt. Absicht?<\/p><\/blockquote><p>Elke Schilling streitet, sie unterst&uuml;tzt und sie k&auml;mpft trotzdem, auch wenn sie die etablierte Politik nicht ausdr&uuml;cklich, nicht nachhaltig genug hinter sich wei&szlig;. Sie k&auml;mpft nicht allein, verf&uuml;gt Elke Schilling mit ihrem &bdquo;Silbernetz&ldquo; im wahrsten Wortsinn &uuml;ber ein Netz mit doppeltem Boden und kann auf die gro&szlig;e, ehrliche Kraft der Menschen bauen, die sich geduldig und hingebungsvoll f&uuml;r das wichtige Projekt und vor allem f&uuml;r die Adressaten, die alten Menschen, einsetzen, denen sie zuh&ouml;ren, denen sie sich zuwenden, ihnen helfen, einfach mal da sind. Zu zweit ist man weniger allein &ndash; und das sogar ehrenamtlich, Ironie aus. Die herzensgute Frau und ihre Mitstreiter wecken w&auml;rmende Hoffnung in der K&auml;lte des Pragmatismus. Schilling ruft argumentreich zu mehr Zusammenarbeit, Gemeinsamkeit, Solidarit&auml;t und Zuwendung quer durch die Gesellschaft auf. Das t&auml;te uns allen gut.<\/p><p><strong>Ein Projekt aus Gro&szlig;britannien nach Deutschland mitgebracht: Silbernetz<\/strong><\/p><p>Der Leser erf&auml;hrt von ihren Begegnungen in Gro&szlig;britannien &ndash; dort, wo ebenso viele Alte einsam sind und Hilfe brauchen. Auf der Insel vor Europa gab und gibt es ein Sorgentelefon. Dieses Projekt schnappt sich Elke Schilling und nimmt es mit in die Heimat. Nach langen &ndash; f&uuml;r Deutschland irgendwie typisch langen &ndash; 42 Monaten ist das Telefon endlich freigeschaltet.<\/p><p>Dieses wundervolle Kommunikationsmittel f&uuml;r N&ouml;te von Menschen ist das finale Ergebnis eines unn&ouml;tigerweise unbequemen Weges, der mit einem einschneidenden Erlebnis, das Elke Schilling tief traf, begann: der einsame Tod eines Nachbarn, der nie Besuch hatte, wie sie beobachtete. Ihre Hilfe hatte er stets abgelehnt, erz&auml;hlt sie. Als der Handzettel eines Pizzadienstes wochenlang am T&uuml;rknauf seiner Wohnungst&uuml;r hing, alarmierte sie schlie&szlig;lich den Vermieter &hellip;<\/p><p>Schon w&auml;hrend ihrer ehrenamtlichen Arbeit als Seniorenvertreterin hatte sie sich oft gefragt: Wie verhindern wir einsames Sterben und tragen dazu bei, dass einsame oder isoliert lebende Senioren &uuml;ber neue Kontakte zur&uuml;ck ins Leben finden? Wie verhindern wir, dass Menschen unsichtbar werden?<\/p><p><strong>&bdquo;Ich bin einsam&ldquo;<\/strong><\/p><p>&bdquo;Ich bin einsam&ldquo; &ndash; den traurigen Gedanken haben bestimmt schon viele Menschen gehabt, die das Alleinsein nicht als Gewinn sehen. Ern&uuml;chtert, desillusioniert, traurig gestehen sie sich es im Zustand von Hilflosigkeit ein und sagen den kleinen Satz vielleicht auch voller Wut formuliert.<\/p><p>Die Stunden des Tages wollen einfach nicht verrinnen, das Starren an die Decke geh&ouml;rt zum Alltagsritual, der Blick aus dem Fenster auch, immer und immer wieder den Flur entlanglaufen, in Bewegung bleiben, wenigstens. Bald ist wieder ein Tag &bdquo;&lsquo;rum&ldquo;, geschafft. Nach einem wom&ouml;glich ausgef&uuml;llten, frohen, ereignisreichen Leben trifft einen dann diese pl&ouml;tzliche Ruhe, der stille Ruhestand, das ersehnte Rentendasein erweist sich wie ein Schlag, statt dass es einen freut.<\/p><p>Bei den Episoden von Elke Schilling denke ich an eine Nachbarin, die viele Jahre zeitig aufgestanden und zur Arbeit gegangen ist. Gebraucht, stolz, immer mit einem L&auml;cheln, wenn wir uns gr&uuml;&szlig;ten. Sie wirkte so, wie es gern von Politikern gesagt wird: diese hart arbeitende Bev&ouml;lkerung. Die alte Dame sorgte viele Jahre f&uuml;r die Sauberkeit in einer Firma, sie war anerkannt und beliebt. Dann kam der Tag des Rentenbeginns, ihr Abschied, Blumen, W&uuml;nsche der Kollegen, fast eine Familie waren sie. Daheim angekommen, klappte die T&uuml;r zu, ihre Wohnung war mit einem Mal viel leiser als zuvor. Sie berichtete mir, dass sie jetzt viel, viel Zeit habe und schon mal ihre ganzen Schr&auml;nke, Kommoden, die K&uuml;che, den Keller aufger&auml;umt und &bdquo;ausgemistet&ldquo; habe. Nebenbei: Ihre Wohnung und ihr Keller h&auml;tten das gar nicht gebraucht, so akkurat sind die.<\/p><p><strong>Strategien<\/strong><\/p><p>Was tun? Autorin Elke Schilling zeigt aufr&uuml;ttelnd, was vielleicht gegen das Alleinsein hilft und was f&uuml;r ein gesundes Altern machbar und wichtig ist. F&uuml;r den Leser bietet es Anregung, ein Anstupsen, sich offensiv Gedanken zu machen. Beispiele? Wir alle sollten anders &uuml;ber das Altwerden denken, die Sichtweise (von wegen altes Eisen) &auml;ndern, vielseitige Gemeinschaften f&ouml;rdern, die F&auml;higkeiten &auml;lterer Menschen bewusst und gezielt f&ouml;rdern und nutzen, altersgerechte Gesundheitsversorgung und w&uuml;rdevolle Langzeitpflege installieren &ndash; und zwar aus vollem Herzen und nicht nach angeblicher Kassenlage und\/oder Renditeaussicht.<\/p><p>Schilling sagt, dass es l&auml;ngst an der Zeit sei, dass Deutschland auf allen Gebieten daf&uuml;r Sorge tr&auml;gt, Lebensqualit&auml;t zu den Lebensjahren hinzuzuf&uuml;gen und allen Menschen die Chance zu geben, ein sinnvolles Leben zu f&uuml;hren, das unabh&auml;ngig von ihrem Lebensalter (und von der Geldb&ouml;rse &ndash; siehe Altersarmut) ist. Am Stichwort B&uuml;rgerbeteiligung macht Schilling fest, wie zum Beispiel in Kommunen Senioren mitwirken (k&ouml;nnen) und das auch ausdr&uuml;cklich d&uuml;rfen sollen. <em>&bdquo;Lassen Sie sich nicht unter der Rubrik &bdquo;Altersstarrsinn&ldquo; in die Nische jagen, Sie haben ein Recht auf Hartn&auml;ckigkeit.&ldquo;<\/em><\/p><p>Ein weiterer Satz, der zu m&ouml;glichen Strategien der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben (im sozialen, kulturellen, sportlichen Bereich usw.) passt, darf nicht fehlen: <em>&bdquo;Eine der vielen M&ouml;glichkeiten, sich selbst zu helfen, ist, anderen zu helfen.&ldquo;<\/em><\/p><p><strong>Mir f&auml;llt beim Lesen dann selbst ein: Was tun?<\/strong><\/p><p>Die Familie st&auml;rken, das allt&auml;gliche Tempo herausnehmen &ndash; bei allen Teilnehmern, eine Umkehr des Pflegewahns, Kostensenkungen f&uuml;r Senioren innerhalb eines freien, &ouml;ffentlichen, gesellschaftlichen Lebens. Was auch zu &auml;ndern sei, da pflichte ich Schilling bei, ist, die latente R&uuml;cksichtslosigkeit gegen&uuml;ber den Menschen zur&uuml;ckzufahren, die eingestehen, dass sie die Ellenbogen in unserer Ellenbogengesellschaft nicht ausfahren k&ouml;nnen. Wenn sie es gestehen, kann das passieren (ein Zitat im Buch):<\/p><blockquote><p>&bdquo;Ich werde nie wieder erz&auml;hlen, wie einsam ich bin. Danach sind entfernte Kontakte, Nachbarn vorwurfsvoll auf mich zugekommen und haben mir erkl&auml;rt, dass ich sie ja nur h&auml;tte ansprechen m&uuml;ssen. Kurz, ich w&auml;re ja selbst schuld an meiner Einsamkeit &hellip;&ldquo;<\/p><\/blockquote><p><strong>Einsamkeitsphasen und andere folgenreiche Seltsamkeiten<\/strong><\/p><p>Ja, es gibt nicht nur die Einsamkeit der Alten (siehe &bdquo;Einsamkeitsphasen&ldquo; in den Generationen). Einsamkeit ist Teil einer schleichenden Verwahrlosung unserer Gesellschaft, gepr&auml;gt von Geringsch&auml;tzung, die auf Wertsch&auml;tzung folgt, die es nur dann gibt, so lang man funktioniert und Ergebnisse liefert.<\/p><p><strong>Leistungsgesellschaft<\/strong><\/p><p>Ja, die Alten, unsere (!) Alten, sie haben diese Gesellschaft aufgebaut, mit allem Drum und Dran. Die feste Hierarchie, der verankerte und geradezu einbetonierte Leistungsgedanke dr&uuml;cken auf unser Wohlbefinden. Die Konsequenzen der Kehrseite des Traums von Wachstum und Wohlstand und Karriere treffen kalt, wenn sie eintreten. Wer was leistet, der ist im Boot &ndash; wer das nicht mehr packt, ist drau&szlig;en. Schilling sagt es n&uuml;chtern: Jung ist gut, alt ist schlecht. Es sei aber auch erw&auml;hnt: Die jetzigen &auml;lteren bis alten Generationen haben (und das meiner Beobachtung nach) nicht genug getan, eine in sich befriedete, r&uuml;cksichtsvollere Gesellschaft aufzubauen. Sie schufen flei&szlig;ig und selbstbewusst die feste Leistung-Macht-Eigentum-Pyramide, das Oben und Unten, Reich und Arm, Sieger und Verlierer. Doch dann? Wer alt ist und auch noch allein, rutscht im Ranking dieser Logiken nach unten, Erbauer werden zu Verlierern &hellip;<\/p><p><strong>Silbernetz unterst&uuml;tzen!<\/strong><\/p><p>Zum Buch von Elke Schilling lohnt es sich, die Internetseite von Silbernetz anzuklicken. Dort hei&szlig;t es: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Die Anrufe auf unserer Hotline mehren sich, ebenso wie die Zahl unserer engagierten Ehrenamtlichen. Wir werden mehr gebraucht denn je und sind stolz darauf, ein so wirkungsvolles <strong>Angebot<\/strong> bereitstellen zu k&ouml;nnen.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Und weil eine solche Institution &ndash; das Sorgentelefon &ndash; eben aus dem Katalog staatlicher Pflichtleistungen ausgelagert ist, sind die Silbernetz-Leute auf andere Formen von Unterst&uuml;tzung angewiesen. Sie schreiben:<\/p><blockquote><p>Doch dieser Erfolg bringt auch gestiegene Kosten mit sich, die durch unsere aktuellen Spenden nicht mehr gedeckt werden k&ouml;nnen. Jetzt sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen, um weiterhin bestehen zu k&ouml;nnen. Gemeinsam f&uuml;r &auml;ltere Menschen in Not. Jede Spende z&auml;hlt!<\/p><\/blockquote><p><strong>Informationen dar&uuml;ber, warum das Silbertelefon gebraucht wird und Spenden wichtig sind<\/strong><\/p><p>Ihrem Silbertelefon haben die Betreiber ein sch&ouml;nes Motto gegeben: &bdquo;Einfach mal reden bei Bedarf&ldquo;. Interessenten, Betroffene, Mitmenschen ab 60 Jahren k&ouml;nnen unter der Rufnummer 0800 4 70 80 90 anrufen, die Silbernetz-Leute haben ein offenes Ohr. Wann? T&auml;glich von 8 bis 22 Uhr. Warum? Um anzurufen, braucht es keine Krise und kein Problem &ndash; der Wunsch zu reden gen&uuml;gt. Angst? Das Gespr&auml;ch ist anonym, vertraulich und kostenfrei. Die Mitwirkenden? Die Silbernetz-Leute am Silbertelefon h&ouml;ren zu, sie nehmen Anteil, sie ermutigen und k&ouml;nnen erste Informationen geben.<\/p><p><strong>Das Buch sollte Pflichtlekt&uuml;re und Ermutigung sein<\/strong><\/p><p>Einsamkeit, allein sein, hinterblieben. Viele alte Menschen sind allein. Elke Schilling packt das an: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Es geht vielmehr darum, ein gesellschaftliches Problem mit schwerwiegenden sozialen, gesundheitlichen und auch wirtschaftlichen Folgen zu beleuchten und zu hinterfragen.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Die Autorin Elke Schilling findet, dass nur, wenn wir &uuml;ber unsere Gesellschaft und ihren Zustand, auch die Situation der alten Menschen reden, Ursachen sichtbar gemacht werden und L&ouml;sungsans&auml;tze und L&ouml;sungen zu finden sind. Also: Reden wir miteinander. Lassen wir uns nicht allein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Elke Schillings Berufung ist das aufrichtige, unerm&uuml;dliche Engagement f&uuml;r die Generation, deren Mitglieder in unserer Gesellschaft auch mit &bdquo;die Alten&ldquo; oder etwas stilvoller mit &bdquo;die Senioren&ldquo; betitelt werden. Die ehemalige Politikerin (Staatssekret&auml;rin in Sachsen-Anhalt) ist Gr&uuml;nderin von &bdquo;Silbernetz&ldquo;, einer ehrenamtlichen Organisation, die ein beinah permanent erreichbares Sorgentelefon am Laufen h&auml;lt und verschiedene Angebote f&uuml;r &auml;ltere,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=115332\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":115333,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[158,165,208,161],"tags":[635,1601,2778,218],"class_list":["post-115332","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-generationenkonflikt","category-innen-und-gesellschaftspolitik","category-rezensionen","category-wertedebatte","tag-altersarmut","tag-ehrenamtlichkeit","tag-einsamkeit","tag-teilhabe"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/240520_titel.jpeg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/115332","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=115332"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/115332\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":118586,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/115332\/revisions\/118586"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/115333"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=115332"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=115332"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=115332"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}