{"id":115395,"date":"2024-05-19T12:00:53","date_gmt":"2024-05-19T10:00:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=115395"},"modified":"2024-05-17T22:04:48","modified_gmt":"2024-05-17T20:04:48","slug":"lebensmittelpreise-steigen-um-90-prozent-proteste-gegen-die-hungerkrise-in-argentinien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=115395","title":{"rendered":"Lebensmittelpreise steigen um 90 Prozent: Proteste gegen die Hungerkrise in Argentinien"},"content":{"rendered":"<p>Innerhalb von vier Monaten sind die Lebensmittelpreise in Argentinien um 90 Prozent gestiegen, und die Regierung hat keine einzige politische Ma&szlig;nahme zur Unterst&uuml;tzung landwirtschaftlicher Familienbetriebe getroffen. Der Runde Tisch f&uuml;r Landwirtschaftliche Ern&auml;hrung Argentiniens (Mesa Agroalimentaria Argentina, MAA) veranstaltete vor dem Kongressgeb&auml;ude einen &bdquo;Verdurazo&rdquo; und forderte Ma&szlig;nahmen, um die Krise abzufedern. &bdquo;Wir Organisationen antworten mit dem Kampf auf den Stra&szlig;en&rdquo;, bekr&auml;ftigten sie. Der Pr&auml;sident hingegen feierte die Unterdr&uuml;ckung im Zentrum von Buenos Aires. Von <strong>Mari&aacute;ngeles Guerrero<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nSteigende Lebensmittelpreise, Streichung von Geldern f&uuml;r gemeinschaftliche Speiser&auml;ume, Entlassung von Arbeitnehmern und Repression. Zu diesem Ma&szlig;nahmenpaket der argentinischen Regierung gesellte sich im Gartenbausektor von La Plata ein Unwetter mit direkten Auswirkungen auf 7.000 Familien, die Obst und Gem&uuml;se f&uuml;r den heimischen Markt produzieren.<\/p><p>Angesichts fehlender staatlicher Unterst&uuml;tzung und einer Krise, die das Leben und die Produktion in den Anbaugebieten erschwert, reagierte der Runde Tisch f&uuml;r Landwirtschaftliche Ern&auml;hrung Argentiniens mit einer Stra&szlig;enaktion, einem &bdquo;Verdurazo&rdquo;: Solidarisch verteilten sie selbst erzeugte Lebensmittel und forderten politische Strategien, um die Krise zu bew&auml;ltigen.<\/p><p>Auf dem Platz vor dem f&uuml;r ihr Anliegen zust&auml;ndigen Nationalkongress erl&auml;utert Juan Pablo Acosta von der Gewerkschaft der Landarbeiter und Landarbeiterinnen (Uni&oacute;n de Trabajadores de la Tierra, UTT) die Ziele ihrer Aktion: &bdquo;Der Verdurazo will Missst&auml;nde anprangern und gleichzeitig die Forderung nach politischen Ma&szlig;nahmen f&uuml;r unseren Sektor zum Ausdruck bringen.&rdquo; Er bekr&auml;ftigt: &bdquo;Wir wenden uns gegen die Vorschl&auml;ge des Individualismus und gegen die Vorstellung, es m&uuml;sse auf den K&ouml;pfen anderer herumgetrampelt werden, um selbst voranzukommen. Wir schlagen stattdessen vor, miteinander zu teilen, den Wert der Solidarit&auml;t zu erkennen und Gemeinschaft aufzubauen.&rdquo;<\/p><p>Vier Monate nach dem Amtsantritt von Javier Milei hat sich die Krise in Argentinien zugespitzt: Mehr als die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze, die Lebensmittelpreise in den einfachen Wohnvierteln sind seitdem um 90 Prozent gestiegen. Angesichts dieser Umst&auml;nde planten die Produzenten in den landwirtschaftlichen Familienbetrieben den &bdquo;Verdurazo&rdquo; als eine Form der Unterst&uuml;tzung f&uuml;r diejenigen, die vom Anpassungsplan der Regierung direkt betroffen sind und dessen Auswirkungen am eigenen Leib erfahren: die entlassenen Arbeiter, die Rentner und die Nutzer der gemeinschaftlichen Speiser&auml;ume. Vor dem Nationalkongress spendeten die Organisationen des MAA 30.000 Essensrationen.<\/p><p>Acosta hofft, dass die Mobilisierung &bdquo;uns n&auml;her zusammenbringt und die K&auml;mpfe weiter verbindet&rdquo; und argumentiert, dass &bdquo;sich der Angriff der Regierung gegen alle &auml;rmeren Bev&ouml;lkerungsgruppen und auch gegen die Mittelschicht richtet.&rdquo;<\/p><p>Der Runde Tisch f&uuml;r Landwirtschaftliche Ern&auml;hrung wurde 2021 gegr&uuml;ndet und besteht aus der Gewerkschaft der Landarbeiter und Landarbeiterinnen (Uni&oacute;n de Trabajadores y Trabajadoras de la Tierra, UTT), der Nationalen Kleinb&auml;uerlichen Indigenen Bewegung &ndash; Wir sind das Land (Movimiento Nacional Campesino Ind&iacute;gena &ndash; Somos Tierra, MNCI-ST), dem Verbund der F&ouml;derativen Kooperativen (der Federaci&oacute;n de Cooperativas Federadas, Fecofe), dem Verbund der Kernorganisationen der Familienlandwirschaft (Federaci&oacute;n de Organizaciones Nucleadas de la Agricultura Familiar, Fonaf) und F&ouml;rderativen St&uuml;tzpunkten (Bases Federadas).<\/p><p>In den Organisationen haben sich b&auml;uerliche Familien, Produktionsgruppen und Genossenschaften zusammengeschlossen, die insgesamt 65 Prozent der auf dem Binnenmarkt konsumierten Lebensmittel herstellen, darunter Obst, Gem&uuml;se, Fleisch und weiterverarbeitete Produkte. Dar&uuml;ber hinaus setzen sie sich f&uuml;r fairen Handel, Ern&auml;hrungssouver&auml;nit&auml;t und Agrar&ouml;kologie ein.<\/p><p><strong>Das Essen wird immer teurer<\/strong><\/p><p>Einer Untersuchung des Forschungsinstituts f&uuml;r Sozial&ouml;konomie, Politik und Zivilgesellschaft (Instituto de Investigaci&oacute;n Social Econ&oacute;mica, Pol&iacute;tica y Ciudadana, Isepci) zufolge ist der Lebensmittelpreis zwischen November 2023 und M&auml;rz 2024 in den Wohn- und Arbeitsvierteln des Ballungsraums Buenos Aires um 89,6 Prozent gestiegen. &bdquo;Eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei kleinen Kindern brauchte im November vergangenen Jahres (dem Monat vor der Amts&uuml;bernahme durch Milei und Wirtschaftsminister Caputo) 183.000 Pesos, um Grundnahrungsmittel zu kaufen. Im M&auml;rz diesen Jahres ben&ouml;tigte sie 347.000 Pesos f&uuml;r die gleiche Menge an Lebensmittel. Das sind 89,68 Prozent mehr als vor dieser Regierung&rdquo;, pr&auml;zisiert der <a href=\"https:\/\/isepci.org.ar\/cuatro-meses-con-milei-los-alimentos-aumentaron-mas-del-90-en-los-barrios-populares\">Bericht<\/a>.<\/p><p>Die Ergebnisse wurden durch eine Erhebung der Preise von 57 Produkten des Grundnahrungsmittelkorbs (Canasta B&aacute;sica de Alimentos, CBA) in lokalen Gesch&auml;ften aus Stadtteilen in 20 Bezirken des Ballungsgebiets Buenos Aires ermittelt. Allein im M&auml;rz sind die Preise f&uuml;r Obst und Gem&uuml;se um 12,66 Prozent, f&uuml;r Vorratsartikel um 14,7 Prozent und f&uuml;r Fleisch um 6,31 Prozent gestiegen. Seitdem die aktuelle Regierung im Amt ist, stiegen die Preise f&uuml;r Obst und Gem&uuml;se um 90,35 Prozent, f&uuml;r Vorratsartikel um 101 Prozent und f&uuml;r Fleisch um 72,23 Prozent.<\/p><p>Auf die anhaltende Inflation, die den Zugang zum Grundrecht auf Nahrung erschwert, <a href=\"https:\/\/www.anred.org\/2024\/04\/10\/la-policia-reprimio-a-los-moviemientos-sociales-que-reclaman-emergencia-alimentaria\">reagiert<\/a> die Regierung mit mehr Gewalt. W&auml;hrend der Stra&szlig;enaktion &bdquo;Verdurazo&rdquo; gingen die Stadtpolizei von Buenos Aires (unter dem Befehl von Jorge Macri) und die Bundespolizei erneut gegen einen Protest sozialer Organisationen vor, bei dem es um die Forderung nach Ern&auml;hrungssicherheit ging. Auf dem digitalen Netzwerk <em>X<\/em> <a href=\"https:\/\/twitter.com\/atlanticsurff\/status\/1778078639076090284\">feierte Pr&auml;sident Milei die Szenen der Gewalt<\/a>, die sich auf der Avenida 9 de Julio abspielten.<\/p><p>Vor diesem Hintergrund fasst Acosta zusammen: &bdquo;Ist die Ern&auml;hrung schon seit Langem ein zentrales Problem, so wird es heute mit dieser Regierung noch deutlicher. Die Ungleichheit und die Probleme beim Zugang zu Nahrungsmitteln f&uuml;r mehr als die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung nehmen noch weiter zu.&rdquo;<\/p><p>Als vermeintliche L&ouml;sung schl&auml;gt die Regierung Lebensmittelimporte vor. Acosta hat Zweifel: &bdquo;Mit jedem Lebensmittel, das wir importieren, importieren wir auch Arbeit aus anderen L&auml;ndern. Das ist eine komplette Wettbewerbsverzerrung, die vom eigenen Staat vorangetrieben wird.&rdquo;<\/p><p>Dar&uuml;ber hinaus wurde mit der Aufl&ouml;sung des Nationalen Instituts f&uuml;r famili&auml;re, kleinb&auml;uerliche und indigene Landwirtschaft (Instituto Nacional de Agricultura Familiar, Campesina e Ind&iacute;gena, Inafci) die <a href=\"https:\/\/agenciatierraviva.com.ar\/cierre-del-instituto-de-agricultura-familiar-despidos-masivos-y-un-gobierno-que-busca-arrasar-con-los-campesinos-e-indigenas\">Entlassung<\/a> derjenigen angek&uuml;ndigt, die Erzeugerfamilien im ganzen Land begleiten. &bdquo;Anstatt das Institut zu schlie&szlig;en, h&auml;tte man es st&auml;rken m&uuml;ssen. Es ist die einzige staatliche Einrichtung und Ma&szlig;nahme, die f&uuml;r den Sektor der argentinischen Kleinerzeuger und Kleinerzeugerinnen gedacht war&rdquo;, sagt Acosta. Er f&uuml;gt hinzu, dass die Schlie&szlig;ung direkte Auswirkungen auf die Ern&auml;hrungssouver&auml;nit&auml;t und die Arbeit der Kleinerzeuger habe. F&uuml;r ihn beweist diese Entscheidung, dass &bdquo;die Landwirtschaft unter dem Aspekt von Exporten und Deviseneinnahmen betrachtet wird und kein Interesse daran besteht, dass die Bev&ouml;lkerung Argentiniens genug auf dem Tisch hat.&rdquo;<\/p><p>Zulma Molloja, Sprecherin der UTT, betont: &bdquo;Nach den starken Unwettern Ende 2023 und M&auml;rz 2024, die alles zerst&ouml;rt haben, wurden die dollarisierten Werkstoffe unbezahlbar, und zusammen mit den Z&ouml;llen, der &Ouml;ffnung f&uuml;r Lebensmittelimporte und der Geldabwertung ist es f&uuml;r uns sehr schwierig geworden, weiterhin zu produzieren. Die Zerschlagung von Schl&uuml;sselbereichen der familienbetriebenen Landwirtschaft wie Inafci zeigt uns, dass sich die Situation nur noch weiter verschlimmern wird.&rdquo;<\/p><p><strong>Die Landarbeit wird immer schwieriger<\/strong><\/p><p>Im Dezember hatte ein Unwetter die landwirtschaftlichen Familienbetriebe aus dem Gartenbausektor von La Plata schwer getroffen, die Anbaugebiete &uuml;berflutet und Ernteverluste verursacht. Zulma Molloja bezeichnet die Lage als &bdquo;traurig und erb&auml;rmlich&rdquo;, da sie bislang keinerlei Hilfen erhalten h&auml;tten, um die Situation abzumildern. Sie f&uuml;gt hinzu, dass der Staat nach wie vor Schulden bei der Organisation UTT habe, weil die Lebensmittelpakete, die an die vorherige Verwaltung geliefert wurden, noch nicht bezahlt seien.<\/p><p>Obwohl sie ihre Produkte in Pesos abrechnen, sind die von den Familienbetrieben verwendeten Werkstoffe dollarisiert. Auch f&uuml;r diese Verbrauchsg&uuml;ter sind die Preise in der letzten Zeit drastisch gestiegen. Molloja z&auml;hlt auf, dass Nylon fr&uuml;her zwischen 30.000 und 60.000 Pesos kostete und heutzutage f&uuml;r 400.000 Pesos verkauft wird; der Preis f&uuml;r einen Sack Saatgut, der fr&uuml;her f&uuml;r 3.000 Pesos erworben werden konnte, ist mittlerweile auf 60.000 Pesos gestiegen. Auch die Betriebskosten haben sich erh&ouml;ht: Die Pacht f&uuml;r das Land ist von 18.000 Pesos auf 120.000 Pesos, die Stromkosten sind von 60.000 auf 200.000 Pesos pro Monat gestiegen.<\/p><p>Acosta betont, dass auch der Dollar an Kaufkraft verloren habe, was sich auf die Eink&auml;ufe von Verbrauchsmitteln auswirke, deren Preise dollarisiert seien. &bdquo;Nachdem du deine Produkte verkauft hast, kannst du die Werkstoffbest&auml;nde nicht wieder auff&uuml;llen, um mit der n&auml;chsten Saison zu beginnen.&rdquo; Diese Situation gef&auml;hrdet die Produktionsst&auml;tten.<\/p><p>Vor diesem Hintergrund beginnen b&auml;uerliche Familien, die Landwirtschaft aufzugeben und sich anderen T&auml;tigkeiten zu widmen, zum Beispiel dem Bauwesen oder der N&auml;herei. Molloja weist darauf hin, dass die Abwanderung in den letzten Monaten zugenommen habe. &bdquo;Viele haben keine Kraft mehr und sich dazu entschieden, die Felder zu verlassen, weil sie die Pacht nicht mehr bezahlen konnten. Wenn du nicht zahlst, schickt der Besitzer dich fort. Dir bleibt keine andere Wahl, als in ein Gebiet abzuwandern, in dem es keine Stra&szlig;en, Schulen oder Gesundheitszentren gibt. Viele von uns haben Kredite zum dreifachen Zinssatz aufgenommen, um die Pacht bezahlen zu k&ouml;nnen&rdquo;, berichtet sie. Sie bedauert, dass die Forderung nach Zugang zu Land f&uuml;r diejenigen, die es landwirtschaftlich nutzen, noch immer nicht erf&uuml;llt werden.<\/p><p>Nahuel Levaggi, nationaler Koordinator der UTT, sagt: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Wir sind verzweifelt zu beobachten, dass so viele Familien ihre Felder verlassen. Gleichzeitig wissen wir, dass wir nicht auf der Tagesordnung der Regierung oder der vorherrschenden Leitmedien stehen. Daher haben wir uns entschieden, einen solidarischen Verdurazo zu veranstalten, um unsere Probleme sichtbar zu machen, &ouml;ffentliche politische Ma&szlig;nahmen f&uuml;r unseren Sektor zu fordern und die geschuldete Bezahlung f&uuml;r die Lebensmittelpakete zu verlangen.&rdquo;<\/p><\/blockquote><p>Im Gespr&auml;ch mit <em>Radio Rep&uacute;blica<\/em> prognostiziert er: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Es gibt b&auml;uerliche Familien, die gerade auf der Suche nach anderen Arbeitsm&ouml;glichkeiten sind, und das bedeutet weniger Hektar f&uuml;r die Nahrungsmittelproduktion. Die ganze Situation rund um die Entlassungen und den Anpassungsplan der Regierung erzeugt eine Abw&auml;rtsspirale, die den Binnenmarkt schrumpfen l&auml;sst und in einem Zustand wie im Jahr 2001 enden wird.&rdquo;<\/p><\/blockquote><p><strong>Mit Organisierung und Solidarit&auml;t gegen den Anpassungsplan<\/strong><\/p><p>Mais, Mangold, Spinat, Koriander, Basilikum, Tomaten: alles zum Greifen nah auf dem Platz vor dem Kongress. Die Ortswahl f&uuml;r den &bdquo;Verdurazo&rdquo; war kein Zufall: &bdquo;Es ist ein Notstandsdekret (Decreto de Necesidad y Urgencia, DNU) in Arbeit, das der Regierung die Werkzeuge an die Hand gibt, um die Anpassungsma&szlig;nahmen noch weiter zu intensivieren. Der Kongress ist somit der Ort, an dem derzeit die politische Agenda durchgesetzt wird, und wir wollen, dass unsere Position geh&ouml;rt wird und Widerhall findet&rdquo;, betont Acosta. Er f&uuml;gt hinzu: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Wir Organisationen antworten mit dem Kampf auf den Stra&szlig;en, mit verst&auml;rkter Organisierung. Der Verdurazo ist ein weiterer Ausdruck dieses Kampfes, er stellt das Essen in den Mittelpunkt und ist eine Aktion in Solidarit&auml;t mit anderen.&rdquo;<\/p><\/blockquote><p>Diejenigen, die ohne offizielle Unterst&uuml;tzung und unter prek&auml;ren Lebensbedingungen Landwirtschaft betreiben, z&ouml;gern vor dem Hintergrund zunehmender Armut nicht, Lebensmittel zu verteilen. &bdquo;Da kann diese &sbquo;Jeder nur f&uuml;r sich allein&rsquo;-Regierung mal sehen. Wir haben gerade erst eine &Uuml;berschwemmung &uuml;berstanden, und das Wenige, das wir retten konnten, reicht uns zum Essen. Aber dieser Rentner, diese Familie oder diese Kinder kommen nicht &uuml;ber die Runden. Auch wenn wir selbst eine harte Zeit durchstehen, sind wir es gewohnt, Essen miteinander zu teilen&rdquo;, sagt Molloja.<\/p><p>Einer der denkw&uuml;rdigsten Momente der Regierung von Mauricio Macri war die Repression gegen den von der UTT organisierten &bdquo;Verdurazo&rdquo; im Februar 2019. Damals wie heute wurde entschieden, selbst produzierte Lebensmittel zu verschenken. &bdquo;Die Bev&ouml;lkerung organisiert sich mit Solidarit&auml;t gegen den Hunger. So beginnen wir, den Weg f&uuml;r &ouml;ffentliche politische Ma&szlig;nahmen und Vorschl&auml;ge wiederherzustellen. So setzen wir die Notwendigkeit auf die politische Agenda, den heimischen Markt zu st&auml;rken, wobei die kleinen und mittleren Produzenten eine f&uuml;hrende Rolle spielen&rdquo;, so Acosta abschlie&szlig;end.<\/p><p>&Uuml;bersetzung: Miou Sascha Hilgenb&ouml;cker, <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/269485\/argentinien-gemuese-gegen-den-hunger\">Amerika21<\/a><\/p><p><small>Titelbild: Foto: <a href=\"https:\/\/agenciatierraviva.com.ar\/verdurazo-contra-el-hambre-y-frente-a-un-gobierno-que-genera-violencia\/\">Rodrigo Ruiz \/ Revista C&iacute;trica<\/a><\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<p><strong>Mehr zum Thema:<\/strong> <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114418\">Argentinien: Milei verk&uuml;ndet &bdquo;neue au&szlig;enpolitische Doktrin&rdquo; und Allianz mit der NATO<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=113455\">Argentinien: Proteste gegen Massenentlassungen durch die Milei-Regierung<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=111527\">&bdquo;Libert&auml;re&ldquo; Regierung in Argentinien verf&uuml;gt weitere massive K&uuml;rzungen in Bildung und Wissenschaft<\/a><\/p>\n<\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/9f4f88caaac6431784756eb1b569427d\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Innerhalb von vier Monaten sind die Lebensmittelpreise in Argentinien um 90 Prozent gestiegen, und die Regierung hat keine einzige politische Ma&szlig;nahme zur Unterst&uuml;tzung landwirtschaftlicher Familienbetriebe getroffen. Der Runde Tisch f&uuml;r Landwirtschaftliche Ern&auml;hrung Argentiniens (Mesa Agroalimentaria Argentina, MAA) veranstaltete vor dem Kongressgeb&auml;ude einen &bdquo;Verdurazo&rdquo; und forderte Ma&szlig;nahmen, um die Krise abzufedern. &bdquo;Wir Organisationen antworten mit dem<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=115395\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":115396,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[135,20,30],"tags":[1692,965,882,282,563,365,3420,849,979,309,394],"class_list":["post-115395","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-finanzpolitik","category-landerberichte","category-wirtschaftspoliik-und-konjunktur","tag-agrarwirtschaft","tag-argentinien","tag-armutsgefaehrdung","tag-buergerproteste","tag-genossenschaften","tag-inflation","tag-milei-javier","tag-nahrungsmittel","tag-naturkatastrophe","tag-repressionen","tag-subventionen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/verdurazo-congreso-UTT-02-1024x683-1.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/115395","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=115395"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/115395\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":115455,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/115395\/revisions\/115455"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/115396"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=115395"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=115395"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=115395"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}