{"id":11578,"date":"2011-12-12T11:58:14","date_gmt":"2011-12-12T10:58:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11578"},"modified":"2017-02-28T08:01:46","modified_gmt":"2017-02-28T07:01:46","slug":"neue-rubrik-nutzliche-zitate-fur-ihren-bedarf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11578","title":{"rendered":"Neue Rubrik: \u201eN\u00fctzliche Zitate\u201c f\u00fcr Ihren Bedarf"},"content":{"rendered":"<p>Wer Gespr&auml;che mit anderen Menschen f&uuml;hrt, wer gar selbst Texte schreibt oder Vortr&auml;ge h&auml;lt, braucht zum Beleg immer mal wieder passende Zitate. Deshalb richten wir eine <a href=\"?cat=2001\">neue Rubrik<\/a> ein. Bedienen Sie sich. Wenn Sie selbst &uuml;ber einschl&auml;gige und gute brauchbare Zitate verf&uuml;gen, schicken Sie diese bitte mit Quelle an <a href=\"mailto:redaktion@NachDenkSeiten.de\">redaktion@NachDenkSeiten.de<\/a>. Stichwort: Zitatenschatz. Albrecht M&uuml;ller.<br>\n<!--more--><br>\nWir selbst haben noch eine lange Liste auf Lager. Was Sie hier finden, ist nur der Anfang. Wir erg&auml;nzen st&auml;ndig.<br>\nWichtig: Strikte Auswahl. Auswahlkriterium: praktischer Nutzen.<br>\nDie Zitate sind jetzt zun&auml;chst noch nach Autoren geordnet. Es wird sich vermutlich als n&uuml;tzlich erweisen, nach sachlichen Kriterien zuordnen. Dann gruppieren wir neu. Jetzt sind zum leichteren Finden Stichworte fett geschrieben.<\/p><p>Beim Zusammenstellen dieser Zitate fiel auf, dass es f&uuml;r unsere Leser zus&auml;tzlich n&uuml;tzlich sein k&ouml;nnte, gesammelt auf Dokumente zur&uuml;ckgreifen zu k&ouml;nnen, die f&uuml;r die eigene Informationsarbeit n&uuml;tzlich sind. Zwei solcher Dokumente sind unten angeh&auml;ngt. Es wird sich vermutlich als n&uuml;tzlich erweisen, hierf&uuml;r eine eigene Rubrik aufzumachen.<\/p><p><strong>N&uuml;tzliche Zitate<\/strong><br>\nEine NachDenkSeiten-Dokumentation <\/p><p>Vorbemerkung: Diese Dokumentation wird st&auml;ndig erweitert. Allerdings m&ouml;glichst strikt ausgew&auml;hlt nach dem Kriterium der Verwendbarkeit durch unsere Leserinnen und Leser.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Sir Alan Budd<\/strong><\/p><p><strong>Stichwort: Reservearmee von Arbeitslosen.<\/strong><br>\nVerwendung in der Auseinandersetzung mit dem Vorwurf &bdquo;Verschw&ouml;rungstheoretiker&ldquo;: Die Realit&auml;t ist schlimmer, als sich das Verschw&ouml;rungstheoretiker ausdenken k&ouml;nnten.<\/p><p>Der ehemalige konservative Notenbanker Sir Alan Budd &ndash; seine <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Alan_Budd\">Biografie siehe hier<\/a> &ndash; beschrieb die Geldpolitik der Bank of England unter Margret Thatcher so:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Viele &bdquo;haben nie (&hellip;) geglaubt, dass man mit Monetarismus die Inflation bek&auml;mpfen kann. Allerdings erkannten sie, dass [der Monetarismus] sehr hilfreich dabei sein kann, die Arbeitslosigkeit zu erh&ouml;hen. Und die Erh&ouml;hung der Arbeitslosigkeit war mehr als w&uuml;nschenswert, um die Arbeiterklasse insgesamt zu schw&auml;chen. [&hellip;] Hier wurde &ndash; in marxistischer Terminologie ausgedr&uuml;ckt &ndash; eine Krise des Kapitalismus herbeigef&uuml;hrt, die die industrielle Reservearmee wiederherstellte, und die es den Kapitalisten fortan erlaubte, hohe Profite zu realisieren.&ldquo; (The New Statesman, 13. Januar 2003, S. 21)<\/p><\/blockquote><p>Hier die <a href=\"http:\/\/www.newstatesman.com\/blogs\/the-staggers\/2010\/07\/class-war-budd-thatcher-cuts\">Originalquelle auf Englisch<\/a>.<\/p><p>Erg&auml;nzende Information: In Thatchers erster Legislaturperiode kletterte die Arbeitslosenquote auf drei Millionen. Das waren rund 12,5&nbsp;Prozent im Jahr 1983.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD<\/strong><br>\nVom 11.11.2005 \/Auszug von Seite 73:<\/p><p><strong>Stichworte:<\/strong> Ausbau des Finanzplatz Deutschland und des Verbriefungsmarktes, Deregulierung, Reits, PPP, Finanzmarktaufsicht mit Augenma&szlig;<br>\n<strong>Verwendung<\/strong> in der Auseinandersetzung mit der Behauptung, die deutsche Seite sei nicht verantwortlich f&uuml;r den Ausbau des Finanzcasinos.<br>\n<strong>Hauptverantwortliche<\/strong> f&uuml;r die folgenden Passagen: Kanzlerin Merkel f&uuml;r die CDU, Steinbr&uuml;ck als neuer Finanzminister f&uuml;r die SPD.<\/p><p><strong>Hier der Textauszug<\/strong>, Fettung von NDS:<\/p><p>Eine der wichtigsten Voraussetzungen f&uuml;r Wirtschafts- und Besch&auml;ftigungswachstum ist ein international wettbewerbsf&auml;higer <strong>&bdquo;Finanzplatz Deutschland&ldquo;<\/strong>. Er ist die Grundlage f&uuml;r effiziente Finanzdienstleistungen f&uuml;r den Verbraucher und eine gute sowie kosteng&uuml;nstige Kapitalversorgung der Wirtschaft. Der deutsche Finanzmarkt besitzt ein gro&szlig;es Potential, das unter Beachtung der st&auml;ndigen Fortentwicklung der globalen Finanzm&auml;rkte in der kommenden Legislaturperiode weiter ausgebaut werden soll. Dazu wollen wir:<\/p><ul>\n<li>Die Finanzierungsbedingungen f&uuml;r den Mittelstand weiter verbessern. &hellip;<\/li>\n<li>Die Integration des europ&auml;ischen Finanzbinnenmarktes zum Nutzen aller Marktteilnehmer, &hellip;<\/li>\n<li><strong>Produktinnovationen<\/strong> und neue Vertriebswege m&uuml;ssen nachdr&uuml;cklich unterst&uuml;tzt werden. Dazu wollen wir die Rahmenbedingungen f&uuml;r neue Anlageklassen in Deutschland schaffen. Hierzu geh&ouml;ren:\n<ul>\n<li>Die <strong>Einf&uuml;hrung von Real Estate Investment Trusts (Reits)<\/strong> unter der Bedingung, dass die verl&auml;ssliche Besteuerung beim Anleger sichergestellt wird und positive Wirkungen auf Immobilienmarkt und Standortbedingungen zu erwarten sind,<\/li>\n<li>der <strong>Ausbau des Verbriefungsmarktes<\/strong>,<\/li>\n<li>die <strong>Erweiterung<\/strong> der Investitions- und Anlagem&ouml;glichkeiten f&uuml;r <strong>Public-Private Partnerships<\/strong>,<\/li>\n<li>die <strong>&Uuml;berarbeitung der Regelungen f&uuml;r den Bereich Private Equity<\/strong> im Wege der Fortentwicklung des bestehenden Unternehmensbeteiligungsgesetzes in ein Private-Equity-Gesetz.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Eine <strong>Finanzmarktaufsicht<\/strong>, die unter Wahrung des prim&auml;ren Zieles der Finanzmarktstabilit&auml;t die bestehenden Aufsichtsstandards <strong>mit Augenma&szlig;<\/strong> und in gleicher Weise wie in den anderen Mitgliedsstaaten der Europ&auml;ischen Union anwendet.<\/li>\n<\/ul><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Helmut Kohl u.a.m. betreffend<br>\nvon Kurt Beck<\/strong> <\/p><p>Stichwort: <strong>Politische Korruption<\/strong><\/p><blockquote><p>&bdquo;Niemand zahlt 800.000 oder 300.000 DM, dazwischen lagen ja wohl die Vertr&auml;ge, f&uuml;r nichts. Das kann ich mir nicht vorstellen. Da muss es also Interessen gegeben haben, die verflochten worden sind.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>&nbsp;<br>\n(Kurt Beck in Panorama vom 15.5.2003 zu Beratungsvertr&auml;gen zwischen Leo Kirch und Kohl, Schwarz-Schilling, Waigel, B&ouml;tsch, M&ouml;llemann, etc. &ndash; quasi als Dankesch&ouml;n f&uuml;r die ab 1982 betriebene und 1984 eingef&uuml;hrte <strong>Kommerzialisierung des Fernsehens<\/strong>, wovon Kirch neben Bertelsmann am meisten profitierte. Gezahlt wurde 4 mal 800.000 bis 300.000 D-Mark)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Carsten Maschmeyer <\/strong><\/p><p>Damals Chef des Finanzdienstleisters AWD laut Netzeitung vom 08.06.2005:<\/p><p>Stichwort: <strong>Privatvorsorge ist wie eine &Ouml;lquelle, Riester Rente<\/strong><\/p><p>Zitiert nach <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/spezial\/zukunftdesalters\/342794.html\">Netzeitung<\/a>: <\/p><blockquote><p>Nach der Verlagerung von der staatlichen zur privaten Altersvorsorge stehe die Finanzdienstleistungsbranche &laquo;vor dem gr&ouml;&szlig;ten Boom, den sie je erlebt hat&raquo;, sagte Maschmeyer. &laquo;Sie ist ein Wachstumsmarkt &uuml;ber Jahrzehnte.&raquo; Noch sei noch nicht &uuml;berblickbar, wie sich der Anstieg der privaten Altersvorsorge im Detail ausgestalte. &laquo;Es ist jedoch so, als wenn wir auf einer &Ouml;lquelle sitzen&raquo;, sagte Maschmeyer. &laquo;Sie ist angebohrt, sie ist riesig gro&szlig; und sie wird sprudeln.&raquo;<\/p><\/blockquote><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Angela Merkel:<\/strong><\/p><p>Stichwort: <strong>Marktkonforme Demokratie<\/strong><\/p><blockquote><p>&ldquo;Wir leben ja in einer Demokratie und das ist eine parlamentarische Demokratie und deshalb ist das Budgetrecht ein Kernrecht des Parlaments und insofern werden wir Wege finden, wie die parlamentarische Mitbestimmung so gestaltet wird, dass sie trotzdem auch marktkonform ist.&rdquo; Deutschlandradio, 2011<\/p><\/blockquote><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Franz M&uuml;ntefering, damals Vorsitzender der SPD<\/strong><\/p><p>Stichwort: <strong>Demokratie<\/strong><\/p><blockquote><p>&bdquo;Wir werden als Koalition an dem gemessen, was in Wahlk&auml;mpfen gesagt worden ist. Das ist unfair.&ldquo; (29.8.2006)<\/p><\/blockquote><p>Das sagte Franz M&uuml;ntefering, ungefragt, auf der &bdquo;Wir sind zur&uuml;ck&ldquo;-Pressekonferenz. Siehe <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/franz-muentefering-nun-hat-er-die-spd-hinter-sich-gelassen-1355733.html\">FAZ<\/a> und mit <a href=\"?p=1664\">erg&auml;nzendem Material hier<\/a>.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Prof. Bernd Raffelh&uuml;schen: <\/strong><\/p><p>Stichwort: <strong>Bewusste Absenkung der Leistungsf&auml;higkeit der gesetzlichen Rente zur &bdquo;Basisrente&ldquo;<\/strong><\/p><p>In der ARD Sendung &bdquo;Rentenangst&ldquo; (ausgestrahlt am 10.3.2008 im Vormittagsprogramm der ARD) wurde offenbar, wie der Rentenexperte Prof. Raffelh&uuml;schen seine Darstellung der gesetzlichen Rente im Blick auf sein Publikum ma&szlig;zuschneidern versteht. Hier die <a href=\"http:\/\/vimeo.com\/6326230\">gesamte Doku<\/a> und hier die einschl&auml;gigen Ausz&uuml;ge: <\/p><p><strong>Zun&auml;chst Prof. Raffelh&uuml;schen vor Vertretern privater Versicherungen:<\/strong><\/p><blockquote><p>&bdquo;Die Rente ist sicher &ndash; sag ich Ihnen ganz unverbl&uuml;mt. (Gel&auml;chter unter den Versicherungen.) Die Rente ist sicher, nur hat kein Mensch mitgekriegt, dass wir aus der Rente schon l&auml;ngst eine Basisrente gemacht haben. Das ist alles schon passiert. Wir sind runter gegangen durch den Nachhaltigkeitsfaktor und durch die modifizierte Bruttolohnanpassung. Diese beiden Dinge sind schon l&auml;ngst gelaufen, ja, waren im Grunde genommen nichts anderes als die gr&ouml;&szlig;te Rentenk&uuml;rzung, die es in Deutschland jemals gegeben hat. (&hellip;) Aus dem Nachhaltigkeitsproblem der Rentenversicherung ist quasi ein Altersvorsorgeproblem der Bev&ouml;lkerung geworden. So, das m&uuml;ssen wir denen erz&auml;hlen! Also, ich lieber nicht, ich hab genug Drohbriefe gekriegt! Kein Bock mehr, irgendwie. Aber Sie m&uuml;ssen das, das ist Ihr Job!&ldquo;<\/p><\/blockquote><p><strong>Ganz anders Prof. Raffelh&uuml;schen im TV-Interview:<\/strong><\/p><blockquote><p>&bdquo;Wir machen gar keine Rentenk&uuml;rzung. Wir haben auch noch nie eine Rentenk&uuml;rzung beschlossen. Was tats&auml;chlich passiert, ist, dass die Rentensteigerungen in der Zukunft gebremst werden durch mehrere demographische Faktoren. Das f&uuml;hrt dann dazu, dass die Rente des Jahres &ndash; sagen wir mal 2035 &ndash; etwa bei einer Gr&ouml;&szlig;enordnung liegt, die so bei 40% des Bruttolohns sein wird. Das hei&szlig;t, wir haben immer noch eine Rente, die h&ouml;her ist, als die Rente von heute.&ldquo;<\/p><\/blockquote><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Gerhard Schr&ouml;der<\/strong>, Bundeskanzler<\/p><p>Stichwort: <strong>Niedriglohnsektor<\/strong><br>\nVerwendung: <strong>Realit&auml;t ist schlimmer, als sich das Verschw&ouml;rungstheoretiker ausdenken k&ouml;nnten.<\/strong><\/p><blockquote><p>&bdquo;Wir m&uuml;ssen und wir haben unseren Arbeitsmarkt liberalisiert. Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt.&ldquo;<br>\n(28.1.2005 in Davos, Weltwirtschaftsforum)<\/p><\/blockquote><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Hans Tietmeyer<\/strong><\/p><p>Stichwort: <strong>Kontrolle der Politik durch die Finanzm&auml;rkte<\/strong><\/p><blockquote><p>&bdquo;Ich habe bisweilen den Eindruck, dass sich die meisten Politiker immer noch nicht dar&uuml;ber im Klaren sind, wie sehr sie bereits heute unter der Kontrolle der Finanzm&auml;rkte stehen und sogar von diesen beherrscht werden.&rdquo;<br>\n(3. Februar 1996 in Davos, Weltwirtschaftsforum).<\/p><\/blockquote><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Interessante Dokumente<\/strong><\/p><p><strong>Lambsdorff-Papier<\/strong><\/p><p>Dr. Otto Graf Lambsdorff<br>\nBundesminister f&uuml;r Wirtschaft<br>\nKonzept f&uuml;r eine Politik zur &Uuml;berwindung der Wachstumsschw&auml;che und zur Bek&auml;mpfung der Arbeitslosigkeit<br>\n9. September 1982<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=lambsdorff%20papier&amp;source=web&amp;cd=1&amp;ved=0CB4QFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.flegel-g.de%2FLambsdorff-Paier.pdf&amp;ei=0czlTuf8N9Ddsgadp5m4CQ&amp;usg=AFQjCNEeqajwHYeaBUueEbBjkbJ1CaCtsQ\">Archiv des Liberalismus<\/a><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Helmut Schmidt:<\/strong><\/p><p><strong>Offener Brief an Bundesbankpr&auml;sident Hans Tietmeyer<\/strong><\/p><p>Lt.  <a href=\"http:\/\/www.uni-konstanz.de\/FuF\/wiwi\/laufer\/HANS.html\">Zeit vom  8.11.1996<\/a><\/p><p>Ein erstaunlicher Brief mit vielen brauchbaren Zitaten, auch jenseits der hier wiedergegebenen, allerdings auch mit wundersamen &Auml;u&szlig;erungen:<\/p><blockquote><p>&bdquo;<strong>Die Bundesbank hat seit Maastricht viele unserer europ&auml;ischen Partnerstaaten unter Druck gesetzt, ihrer Ideologie zu folgen.<\/strong> Dabei nehmen Sie &ndash; und ebenso Finanzminister Waigel &ndash; in Kauf, da&szlig; dessen verkrampfter <strong>Einspar-Aktionismus<\/strong> im Publikum dem Maastrichter Vertrag zur Last gelegt und dieser und der Euro deshalb von manchen Leuten abgelehnt werden.<\/p>\n<p>Die Bundesbank ist nach Paragraph 12 des Bundesbankgesetzes &ldquo;verpflichtet . . ., die allgemeine Wirtschaftspolitik der Bundesregierung zu unterst&uuml;tzen&rdquo;. Sie k&ouml;nnten einwenden, angesichts des monatelangen Bonner Tohuwabohus um Steuern, Haushalts- und Sozialk&uuml;rzungen sei eine allgemeine Wirtschaftspolitik nicht zu erkennen. Aber die Bundesbank ist kein Staat im Staate; zumindest ist sie verpflichtet, die Erf&uuml;llung des Maastrichter Vertrages zu unterst&uuml;tzen, den die Bundesregierung geschlossen und den der Bundestag in allen seinen Teilen ratifiziert hat.<\/p>\n<p>Sie dagegen verlangen zwar Vertragserf&uuml;llung, aber nur zu Ihren eigenen zus&auml;tzlichen Bedingungen. Die unzul&auml;ssigen Kompetenz&uuml;berschreitungen des Verfassungsgerichtes im Maastricht-Urteil 1993 und die j&uuml;ngsten, von &ouml;konomischem Sachverstand kaum getr&uuml;bten Drohungen des Verfassungsrichters Kirchhof sind dabei Ihre dubiosen Verb&uuml;ndeten. Aber einstweilen gilt in Deutschland noch das Stabilit&auml;ts- und Wachstumsgesetz! Einstweilen ist gem&auml;&szlig; dessen Paragraph 1 ein &ldquo;hoher Besch&auml;ftigungsstand&rdquo; gesetzliches Ziel jeder Bundesregierung.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer Gespr&auml;che mit anderen Menschen f&uuml;hrt, wer gar selbst Texte schreibt oder Vortr&auml;ge h&auml;lt, braucht zum Beleg immer mal wieder passende Zitate. Deshalb richten wir eine <a href=\"?cat=2001\">neue Rubrik<\/a> ein. Bedienen Sie sich. Wenn Sie selbst &uuml;ber einschl&auml;gige und gute brauchbare Zitate verf&uuml;gen, schicken Sie diese bitte mit Quelle an <a href=\"mailto:redaktion@NachDenkSeiten.de\">redaktion@NachDenkSeiten.de<\/a>. Stichwort: Zitatenschatz. Albrecht<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11578\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[35,2001],"tags":[1011,1105,286,284,283,296,1185,233,344,251,315,288,1455,1588,273,363,479,399,411,297],"class_list":["post-11578","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aufbau-gegenoeffentlichkeit","category-brauchbare-zitate","tag-beck-kurt","tag-budd-sir-alan","tag-bundesbank","tag-deregulierung","tag-finanzmaerkte","tag-lambsdorff-otto-graf","tag-marktkonforme-demokratie","tag-marktliberalismus","tag-maschmeyer-carsten","tag-muentefering-franz","tag-merkel-angela","tag-prekaere-beschaeftigung","tag-private-equity","tag-private-medien","tag-privatvorsorge","tag-raffelhueschen-bernd","tag-reservearmee","tag-schmidt-helmut","tag-schroeder-gerhard","tag-tietmeyer-hans"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11578","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11578"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11578\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":37192,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11578\/revisions\/37192"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11578"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11578"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11578"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}