{"id":115844,"date":"2024-05-30T12:00:33","date_gmt":"2024-05-30T10:00:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=115844"},"modified":"2024-05-30T05:07:34","modified_gmt":"2024-05-30T03:07:34","slug":"bud-dajo-oder-die-orchestrierung-des-grauens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=115844","title":{"rendered":"Bud Dajo oder Die Orchestrierung des Grauens"},"content":{"rendered":"<p>Anfang Mai erschien im New Yorker Verlag PublicAffairs\/Hachette Book Group mit <em>&bdquo;Massacre in the Clouds: An American Atrocity and the Erasure of History&ldquo; (&bdquo;Massaker in den Wolken: Eine amerikanische Gr&auml;ueltat und die Ausl&ouml;schung von Geschichte&ldquo;)<\/em> aus der Feder des d&auml;nisch-britischen Historikers Kim A. Wagner ein l&auml;ngst &uuml;berf&auml;lliges Opus, das &uuml;berdies nicht zeitgem&auml;&szlig;er h&auml;tte herausgegeben werden k&ouml;nnen. Die Publikation Wagners, der als Professor f&uuml;r globale und imperiale Geschichte an der Queen Mary University of London lehrt, stellt ein Massaker im Fr&uuml;hm&auml;rz des Jahres 1906 von 1.000 Taus&#363;g auf der s&uuml;dphilippinischen Insel Jolo in den Kontext des US-Kolonialismus in &Uuml;bersee zu Beginn des 20. Jahrhunderts und beschreibt minuti&ouml;s, wie im Zuge imperialer Politik die Anwendung brutaler Gewalt totale Entmenschlichung gebiert. Schlie&szlig;lich und endlich erhellt diese Publikation ein Geschichtskapitel, das in unseren Breiten g&auml;nzlich unbekannt und in den USA selbst beharrlich beschwiegen oder f&uuml;r zutiefst islamophobe Zwecke instrumentalisiert worden ist. Skizzen und Anmerkungen dazu von unserem S&uuml;dostasienexperten <strong>Rainer Werning<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Philippinen &ndash; Amerikas einstige und einzige Kolonie in S&uuml;dostasien<\/strong><\/p><p>Der Beginn des <em>Amerikanisch-Spanischen Krieges<\/em> (1898) markierte den Anfang der Transformation der USA von einer hemisph&auml;rischen zur hegemonialen Macht. Sowohl in der Karibik als auch im Westpazifik sowie in S&uuml;dostasien mussten die vormals m&auml;chtigen spanischen Konquistadoren schm&auml;hliche Niederlagen einstecken. In den Philippinen f&uuml;hrte das dazu, dass die Filipinos zwar nach &uuml;ber reichlich 300-j&auml;hriger Kolonialherrschaft das spanische Joch absch&uuml;ttelten und am 12. Juni 1898 ihre Unabh&auml;ngigkeit verk&uuml;ndeten. Doch die w&auml;hrte nur kurz; die USA verleibten sich nicht nur gewaltsam die vormals spanische Kolonie ein, sondern sie &uuml;berf&uuml;hrten den Krieg gegen das spanische Imperium direkt in den <em>Amerikanisch-Philippinischen Krieg<\/em>, der im S&uuml;den des Archipels &ndash; genauer: auf der mehrheitlich von Taus&#363;g bewohnten Insel Jolo &ndash; besonders langwierig und blutig verlief.<\/p><p>W&auml;hrend ihrer gesamten Kolonialzeit (1571 bis 1898) hatten es die Spanier nicht vermocht, die vorwiegend muslimische Bev&ouml;lkerung im S&uuml;den des Archipels, von den Kolonialherren in Anlehnung an die &bdquo;Mohren&ldquo; beziehungsweise &bdquo;Mauren&ldquo; Nordafrikas absch&auml;tzig &bdquo;Moros&ldquo;[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] genannt, in die Knie zu zwingen. Das sollte erst den neuen US-Kolonialherren gelingen, die immerhin 15 lange Jahre sogenannter &bdquo;Pazifizierung&ldquo; ben&ouml;tigten, um den &bdquo;Moro&ldquo;-Widerstand physisch zu eliminieren.<\/p><p>Allein die haushohe technische &Uuml;berlegenheit der US-Waffen &ndash; inklusive des seinerzeit modernsten Mehrladegewehrs Krag-J&oslash;rgensen aus urspr&uuml;nglich norwegischer Produktion &ndash; sorgte daf&uuml;r, dass die Taus&#363;g beziehungsweise &bdquo;Moros&ldquo; keinerlei Chance hatten, den US-Truppen auch nur ann&auml;herungsweise milit&auml;risch Paroli zu bieten. Wenngleich sie mit dem Kris, dem malaiischen Krummdolch, und Speeren buchst&auml;blich gegen Krags k&auml;mpften, galten besonders die Taus&#363;g auf Jolo als ebenso stolze wie wagemutige K&auml;mpfer, die bis zum letzten Blutstropfen in eine Schlacht zogen. Die Taus&#363;g waren auch lange vor der Ankunft der Spanier diejenigen, die als Erste in der Region ein Sultanat errichteten &ndash; gefolgt von den Maguindanao im Zentrum der s&uuml;dphilippinischen Hauptinsel Mindanao.<\/p><p><strong>Haudegen und &bdquo;Moro-Schl&auml;chter&ldquo; Leonard Wood<\/strong><\/p><p>Im Jahre 1902 &uuml;bernahm Brigadegeneral Leonard Wood das Kommando &uuml;ber die US-Divisionen in den Philippinen und avancierte ein Jahr sp&auml;ter, gleichzeitig zum Generalmajor bef&ouml;rdert, zum Gouverneur der von Washington eigens kreierten <em>Moro Provinz<\/em>, der er bis 1906 vorstand. Um den Widerstand jener &bdquo;Moros&ldquo; zu brechen, die sich aus Protest gegen Kopfsteuern und andere aus ihrer Sicht erniedrigende Kolonialverordnungen am Bud Dajo verschanzt hatten, lie&szlig; Wood mehrere Einheiten seiner Truppen anr&uuml;cken und erteilte ihnen den Befehl, &bdquo;die Wilden&ldquo; anzugreifen. Bud Dajo ist ein vulkanischer Krater, der etwa zehn Kilometer von der heutigen Stadtgemeinde Jolo City entfernt ist und 650 Meter &uuml;ber dem Meeresspiegel liegt.<\/p><p>In den fr&uuml;hen M&auml;rztagen des Jahres 1906 wurde dieser Ort zum Schauplatz eines der gr&ouml;&szlig;ten Kolonialmassaker. Gleichzeitig diente er einer brandschatzend-mordenden US-Soldateska als Kulisse, wo inmitten aufgestapelter Leichenberge, um die sichtlich vergn&uuml;gte GIs in Siegerstimmung posierten, das abscheuliche Geschehen seelenruhig mit einer Kamera eingefangen wurde. W&auml;hrend die US-Streitkr&auml;fte 21 Tote und 73 Verwundete zu beklagen hatten, waren mindestens 1.000 einheimische M&auml;nner, Frauen und Kinder niedergemetzelt worden! Augenzeugen berichteten, dass sich die Leichen bis zu f&uuml;nf Meter stapelten und viele der Leichen mehrfach verwundet waren. Bis heute findet sich auf dem Wappen des <em>U.S. 4th Cavalry Regiment <\/em>eine Anspielung auf den Bud-Dajo-&bdquo;Feldzug&ldquo;: Auf dem Wappen ist ein gr&uuml;ner Vulkan zu sehen mit einem umgedrehten Kris, der die Niederlage der Moros symbolisiert. Der Sieg der Einheit wird durch einen gelben S&auml;bel an der Spitze symbolisiert.<\/p><p>In all den Jahren, die dem Massaker vorausgingen, hatten die USA auch ihre Kontrolle &uuml;ber die s&uuml;dlichen Philippinen ausgedehnt, nachdem sie die n&ouml;rdlichen und zentralen Inseln annektiert hatten. Die Beziehungen zwischen den USA und dem Sultanat von Sulu mit der Hauptinsel Jolo als Zentrum wurden zun&auml;chst durch den <em>Bates-Vertrag<\/em> von 1899[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] geregelt. Doch nach nur wenigen Jahren k&uuml;ndigten die USA diesen Vertrag auf und versuchten, eine direkte Herrschaft zu errichten. Schlie&szlig;lich verwarf Washington den Vertrag auf Empfehlung von keinem Geringeren als dem verschlagenen Leonard Wood.<\/p><p><strong>&bdquo;Gl&auml;nzende Heldentat&ldquo; und andere Schandtaten<\/strong><\/p><p>Die sogenannte &bdquo;Schlacht von Bud Dajo&ldquo; galt in den USA &bdquo;als Triumph &uuml;ber eine unerbittliche Gruppe gef&auml;hrlicher Wilder&ldquo;, und Pr&auml;sident Theodore Roosevelt gratulierte General Leonard Wood h&ouml;chstpers&ouml;nlich zu dieser &bdquo;gl&auml;nzenden Heldentat&rdquo;. Anders der Wortlaut in einigen US-amerikanischen Medien. Die Schlagzeile der <em>New York Times<\/em> vom 11. M&auml;rz 1906 beispielsweise lautete wie folgt:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Frauen und Kinder in der Moro-Schlacht gefallen. Sie mischten sich unter die Krieger und fielen im Schusshagel. Vier-Tage-Kampf: Neunhundert Personen get&ouml;tet oder verwundet &ndash; Pr&auml;sident &uuml;berbringt Gl&uuml;ckw&uuml;nsche an die Truppen.&ldquo; (diese und weitere &Uuml;bersetzungen: RW)<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Trotz der Tatsache, dass das Massaker von Bud Dajo mit der Kamera festgehalten worden war, verschwand die Erinnerung an das Massaker aus den historischen Aufzeichnungen und erst recht aus dem Ged&auml;chtnis der meisten Amerikaner. Einzig r&uuml;hrigen Personen der <em>Antiimperialistischen Liga der Vereinigten Staaten von Amerika<\/em> &ndash; wie Samuel Langhorne Clemens, uns besser bekannt unter seinem K&uuml;nstlernamen Mark Twain &ndash; war es zu verdanken, dass sie inner- wie au&szlig;erhalb des US-Kongresses Fotos des Bud Dajo-Massakers verteilten und auf Aufkl&auml;rung dr&auml;ngten.<\/p><p>Zu Recht geh&ouml;rt dieses Massaker in die gleiche Kategorie historischer Gr&auml;ueltaten wie <em>Wounded Knee<\/em> im Jahr 1890 oder das bekanntere Massaker von <em>My Lai<\/em> in Vietnam im Jahr 1968, wenngleich es in Bud Dajo mehr Opfer gab als in den beiden letztgenannten &bdquo;F&auml;llen&ldquo; zusammengenommen! W&auml;hrend Wounded Knee und My Lai zum Sinnbild f&uuml;r die amerikanischen Gr&auml;ueltaten w&auml;hrend der Unterwerfung der indigenen Bev&ouml;lkerungen beziehungsweise des Vietnamkriegs geworden sind, blieb Bud Dajo weitgehend vergessen.<\/p><p>Nach Bud Dajo folgten weitere Massaker wie beispielsweise im Sommer 1913 im nahe gelegenen Bud Bagsak, wo diesmal Brigadegeneral General John Joseph Pershing das Kommando innehatte, der 1909 Gouverneur der Moro Provinz geworden war und seinen Spitznamen &bdquo;Black Jack&ldquo; mit Stolz trug. Seine steile Karriere im Milit&auml;r begann er n&auml;mlich als Befehlshaber einer afro-amerikanischen Einheit. W&auml;hrend das Tandem Wood\/Pershing als &bdquo;Schl&auml;chter der Moros&ldquo; in die Geschichtsannalen der Taus&#363;g einging, erfuhren beide Personen in ihrem Heimatland eine Heldenverehrung h&ouml;chster G&uuml;te.<\/p><p>Was ist und was bleibt letztlich? In den Philippinen wurde von US-Soldaten das Wort <em>&bdquo;gook&ldquo;<\/em> gepr&auml;gt, was so viel wie &bdquo;schlitz&auml;ugiger, hinterh&auml;ltiger Asiate&ldquo; bedeutet. Tief verwurzelter Rassismus bildete denn auch eine augenf&auml;llige Konstante imperial(istisch)er Kriegf&uuml;hrung, der seitens der USA sp&auml;ter in Korea und Vietnam an der Tagesordnung war. &bdquo;Gook&ldquo; war f&uuml;r US-Truppen kein feindlicher Kombattant, sondern &bdquo;etwas&ldquo;, was es mit allen Mitteln &bdquo;auszuradieren&ldquo; galt.<\/p><p><strong>Lehren aus der Geschichte oder Amnesie?<\/strong><\/p><p>Vollumf&auml;nglich kann ich mich dem Urteil anschlie&szlig;en, das Susie Protschky, Professorin f&uuml;r globale politische Geschichte an der <em>Vrije Universiteit Amsterdam,<\/em> &uuml;ber Wagners neue Publikation f&auml;llte:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Das Buch enth&uuml;llt Bud Dajo als fehlendes Bindeglied zwischen der kolonialen Gewalt der amerikanischen Siedler gegen die indigene Bev&ouml;lkerung &sbquo;zu Hause&lsquo; und den sp&auml;teren Gr&auml;ueltaten im Ausland w&auml;hrend des amerikanischen Vietnamkriegs. Wagner zeigt geschickt, wie eine Gr&auml;ueltat, die gr&ouml;&szlig;tenteils in die amerikanische historische und milit&auml;rische Amnesie verbannt wurde, an anderen Orten lebendig bleibt: in Archivquellen und Nachrichtenmedien von 1906, in Troph&auml;enfotos des Massakers von Bud Dajo, in der lokalen Erinnerung in Jolo und in der Rhetorik zeitgen&ouml;ssischer amerikanischer und philippinischer Politiker wie Trump und Duterte. Massacre in the Clouds ist somit eine wichtige neue Geschichte der amerikanischen Kriegf&uuml;hrung, des Imperialismus und der historischen Amnesie, die aus der Verleugnung von Rassismus und extremer Gewalt in der amerikanischen Au&szlig;en- und Innenpolitik resultiert.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Die List der Geschichte will es, dass ausgerechnet die am 4. Juli 1946 von den USA in die Unabh&auml;ngigkeit entlassene Republik der Philippinen <em>(Republika ng Pilipinas)<\/em> als eine Hinterlassenschaft der Kolonialherren mit dem sogenannten &bdquo;Moro-&ldquo; oder &bdquo;Mindanao-Problem&ldquo; konfrontiert wurde. Die Moros auf Jolo, in der Sulu-See sowie auf Mindanao hatten lange gegen&uuml;ber Washington darauf gepocht, nicht in den philippinischen Staatsverband integriert zu werden. Doch eben das geschah mit der Konsequenz, dass alte Wunden wieder aufrissen und sich seit Ende der 1960er \/ Anfang der 1970er-Jahre zun&auml;chst die von Nur Misuari gegr&uuml;ndete <em>Moro Nationale Befreiungsfront<\/em> (MNLF) sowie deren sp&auml;tere Abspaltung in Gestalt der <em>Moro Islamischen Befreiungsfront<\/em> (MILF) in blutigen, teils b&uuml;rgerkriegsm&auml;&szlig;igen Gefechten mit den <em>Armed Forces of the Philippines (AFP)<\/em> konfrontiert sahen. Sch&auml;tzungen beziffern die Opferzahl der allein in diesem Konflikt get&ouml;teten Personen auf 150.000. Erst im Mai 2025 entscheidet sich, ob der letzte zwischen Manila und der MILF-F&uuml;hrung geschlossene Friedensvertrag mit dem Regierungsversprechen eines Autonomiestatus Bestand hat und dauerhaft die Waffen schweigen l&auml;sst.<\/p><p><strong>Weiterf&uuml;hrende Lekt&uuml;re<\/strong><\/p><ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.hachettebookgroup.com\/titles\/kim-a-wagner\/massacre-in-the-clouds\/9781541701496\/\">hachettebookgroup.com\/titles\/kim-a-wagner\/massacre-in-the-clouds\/9781541701496\/<\/a><\/li>\n<li>Jack McCallum (2005): <em>Leonard Wood: Rough Rider, Surgeon, Architect of American Imperialism.<\/em> New York &ndash; <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Leonard-Wood-Architect-American-Imperialism\/dp\/0814756999\">amazon.de\/Leonard-Wood-Architect-American-Imperialism\/dp\/0814756999<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/ivc.lib.rochester.edu\/intimacy-and-annihilation-approaching-the-enforcement-of-u-s-colonial-rule-in-the-southern-philippines-through-a-private-photograph-collection\/\">ivc.lib.rochester.edu\/intimacy-and-annihilation-approaching-the-enforcement-of-u-s-colonial-rule-in-the-southern-philippines-through-a-private-photograph-collection\/<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/waldenbello.org\/americas-repossession-of-the-philippines\/\">waldenbello.org\/americas-repossession-of-the-philippines\/<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/original.antiwar.com\/Nick_Turse\/2024\/05\/23\/constant-killing-the-pentagons-00035-problem\/\">original.antiwar.com\/Nick_Turse\/2024\/05\/23\/constant-killing-the-pentagons-00035-problem\/<\/a><\/li>\n<\/ul><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Eines von mehreren Abkommen zwischen US-Milit&auml;rs und dem Sultan von Sulu, die dazu f&uuml;hrten, die &bdquo;Moros&rdquo; durch Versprechungen hinzuhalten und sie letztlich zu &bdquo;pazifizieren&rdquo; &ndash; <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Kiram%E2%80%93Bates_Treaty\">https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Kiram%E2%80%93Bates_Treaty<\/a>&nbsp;&amp; <a href=\"http:\/\/www.philippineupdate.com\/Bates.htm\">philippineupdate.com\/Bates.htm<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Ende der 1960er \/ Anfang der 1970er-Jahre entschloss sich eine politisch radikalisierte muslimische Gruppe um Nur Misuari, den Begriff &bdquo;Moro&rdquo; umzudeuten und ihm fortan eine positive Konnotation zu geben. Die von ihnen aus der Taufe gehobene Organisation &bdquo;Moro National Liberation Front&rdquo; (MNLF) f&uuml;hrt mithin &bdquo;Moro&rdquo; im Namen &ndash; in stolzer R&uuml;ckbesinnung auf das antikoloniale Verm&auml;chtnis ihrer Vorfahren im Kampf gegen die US-Besatzungstruppen.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anfang Mai erschien im New Yorker Verlag PublicAffairs\/Hachette Book Group mit <em>&bdquo;Massacre in the Clouds: An American Atrocity and the Erasure of History&ldquo; (&bdquo;Massaker in den Wolken: Eine amerikanische Gr&auml;ueltat und die Ausl&ouml;schung von Geschichte&ldquo;)<\/em> aus der Feder des d&auml;nisch-britischen Historikers Kim A. 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