{"id":11590,"date":"2011-12-14T08:35:09","date_gmt":"2011-12-14T07:35:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11590"},"modified":"2011-12-14T13:18:16","modified_gmt":"2011-12-14T12:18:16","slug":"hinweise-des-tages-1530","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11590","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11590#h01\">Nils Minkmar &ndash; Stellt endlich die Systemfrage!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11590#h02\">Gabriel versucht die Kanzlerin zu toppen &ndash; ein &ouml;konomisch hoffnungsloser Fall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11590#h03\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11590#h04\">Amazon &ndash; Malign neglect<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11590#h05\">Lohndumping, Hightech und Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11590#h06\">&bdquo;Die Verarmung wird &uuml;berhaupt nicht wahrgenommen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11590#h07\">Revolte gegen Scheckbuchmacht der US-Firmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11590#h08\">Riestern &uuml;ber die Rentenversicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11590#h09\">Wildwest bei Siemens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11590#h10\">Rechte Gewalt im Osten: Germania Dating<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11590#h11\">Turiner Mob z&uuml;ndet Zigeunersiedlung an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11590#h12\">Deutsche Zust&auml;nde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11590#h13\">Die USA weisen nicht allein den Weg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11590#h14\">Georg Schramm redet Klartext<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=11590&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Nils Minkmar &ndash; Stellt endlich die Systemfrage!<\/strong><br>\nBr&uuml;ssel, Durban, Klima, Geld: Probleme werden auf Krisengipfeln breitgetreten, aber nicht gel&ouml;st. Wer den &Auml;rger angerichtet hat, muss sich dort nicht stellen. Wie lange noch? [&hellip;]<br>\nPl&ouml;tzlich wei&szlig; man ja auch wieder, dass die Staatsschuldenkrise nicht auf unf&auml;hige Beamte, nicht auf die mangelnde Effektivit&auml;t des Staates zur&uuml;ckgeht, sondern ganz im Gegenteil auf die Reibungslosigkeit, mit der die Parlamente aller L&auml;nder f&uuml;r Schulden votiert haben, die direkt der Finanzindustrie zugutekamen, als sich die Superhirne dort verzockt hatten.<br>\nBis heute wurden die Verursacher der Krise weder rechtlich noch finanziell zur Verantwortung gezogen. Stattdessen m&uuml;ssen europ&auml;ische Rentner, Studenten und Arbeitslose &ouml;ffentliche Sparprogramme ertragen, die ihnen Regierungen aus sogenannten Fachleuten geschrieben haben.<br>\nDas ist der wichtigste Sieg der Finanzindustrie: dass sie selbst nie auf Gipfeln erscheinen muss, dort aber Regie zu f&uuml;hren versucht, und dass ihre Kriterien bei der Bewertung der dort erzielten Ergebnisse als die vern&uuml;nftigen gelten. Warum findet sich kein europ&auml;ischer Minister, der mal aus den hymnischen Berichten vorliest, die angesehene Wirtschaftsweise, sogenannte Experten und Ratingagenten &uuml;ber den isl&auml;ndischen Wahnsinn, die irischen Luftbuchungsk&uuml;nstler und die amerikanische Immobilienbranche komponiert haben, gegen sch&ouml;ne Entlohnung, nat&uuml;rlich?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/das-krisen-ensemble-stellt-endlich-die-systemfrage-11558289.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gabriel versucht die Kanzlerin zu toppen &ndash; ein &ouml;konomisch hoffnungsloser Fall<\/strong><br>\nBeim &ouml;konomischen Tenor, den Gabriel heute im Feuilleton der FAZ ausbreitet, fragt man sich, warum er nicht gleich einen gemeinsamen Gastbeitrag mit der Kanzlerin verfasst hat. Vielleicht, weil ihm die Kanzlerin und ihre Koalition beim Sparen noch nicht weit genug gehen. Wahrscheinlich sogar, denn diese Position hat der SPD-Chef schon h&auml;ufig eingenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/?p=1200\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Lessons of the 1930s &ndash; There could be trouble ahead<\/strong><br>\nIn 2008 the world dodged a second Depression by avoiding the mistakes that led to the first. But there are further lessons to be learned for both Europe and America<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.economist.com\/node\/21541388\">The Economist<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Passende Bilder zum Vergleich der Jahrzehnte, und ein ganz sch&ouml;n fortschrittliches Denken f&uuml;r ein wirtschaftsliberales Blatt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Euromess: The View From Germany<\/strong><br>\n[&hellip;] For the journalists I spoke to&mdash;from outlets across the political spectrum&mdash;inflation hawkishness and hostility to eurobonds (centrally issued debt that Europe as a whole, including Germany and France, would have to pay back) were as accepted as, say, kissing babies is in American politics. These feelings went far beyond the left-right divide&mdash;people who were otherwise progressive seemed totally opposed to the idea that German taxpayers might have to pay to cover Spanish or Italian or Portuguese deficits. [&hellip;]<br>\nPerhaps this isn&rsquo;t surprising. But what was shocking to me was the total absence of any recognition that there might be an alternate view. When I mentioned the idea that the euro&rsquo;s problems might not be entirely due to government irresponsibility on the periphery, but rather a balance-of-payments issue [&hellip;], people looked at me like I was from space. The fact that German and French banks are holding the bag for Spain and Italy&rsquo;s debt never came up, and no one seemed to have any doubts that the European Stability Mechanism, the fund the eurozone countries are setting up for emergencies, would be sufficiently large to deal with the situation.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/motherjones.com\/mojo\/2011\/12\/euromess-view-germany\">Mother Jones<\/a><\/li>\n<li><strong>Eurokrise: Was Rettung verspr&auml;che<\/strong><br>\nDas bisher verabreichte Rezept d&uuml;rfte mittlerweile jedem gel&auml;ufig sein. Die staatlichen Ausgaben k&uuml;rzen, L&ouml;hne und Sozialleistungen senken und &ouml;ffentliches Eigentum verkaufen, um die Staatseinnahmen zu erh&ouml;hen. Das Ziel: Die Haushaltsdefizite und die Staatsschulden senken, denn sie sind nun einmal die Krankheit, die die behandelnden &Auml;rzte diagnostiziert haben.<br>\nDass dieses Rezept bisher keine Heilung brachte, sondern alles nur verschlimmerte, beruht auch auf folgendem, eigentlich einfachem Sachverhalt: Deutschland wehrt sich mit H&auml;nden und F&uuml;&szlig;en gegen gemeinsame Staatsanleihen &ndash; Eurobonds &ndash;, weil es meint, dass hier&uuml;ber seine Zinslast steigen und damit auch der weitere Schuldenabbau gef&auml;hrdet w&uuml;rde. Das aber ist gar nicht das entscheidende Kriterium&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/?p=1186\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><strong>Euro-Kremlinology<\/strong><br>\nUnderstanding developments in the European crisis has become rather like Kremlinology, trying to figure out the meaning of subtle changes in wording, and rearrangements of the Politburo on the podium for May Day parades. In particular, Mario Draghi of the ECB goes back and forth, sometimes suggesting that the ECB will do what nearly everyone else can see is minimally necessary to the survival of the euro (namely, print lots of them, and use some to buy EU government debt, as was done by the Fed and the Bank of England). At other times, though, it&rsquo;s as if Jean-Claude Trichet is doing a ventriloquist act.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.social-europe.eu\/2011\/12\/euro-kremlinology\/\">Social Europe Journal<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Kaltes neues Europa&ldquo;<\/strong><br>\nKontrolle, Bestrafung, Disziplin &ndash; Berlin setzt seine Vorstellungen eines &bdquo;deutschen Europa&ldquo; beim j&uuml;ngsten Krisengipfel weitgehend durch. Massiver Wirtschaftseinbruch und fortgesetzte Destabilisierung der Eurozone in 2012 wahrscheinlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201112121827\/wirtschaft\/finanzwelt\/kaltes-neues-europa.html\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Amazon &ndash; Malign neglect<\/strong><br>\nGegen Amazon brach bereits ein kleiner Aufstand los: so stellten mehrere Blogs, etwa die NachDenkSeiten, der Spiegelfechter, der Binsenbrenner oder Klaus Baum die Zusammenarbeit mit Amazon ein und riefen zum Boykott auf:  [&hellip;]<br>\nDas ist l&ouml;blich, kostet es die beteiligten Blogs doch ihren Anteil an der Werbekostenerstattung. Nur enth&auml;lt gerade die NDS-Begr&uuml;ndung einen fundamentalen Fehler. Amazon und die DHL-Subunternehmer (und zahllose weitere Unternehmen) nutzen keine Gesetzesl&uuml;cken aus. Dass sie gerade in den Fokus geraten sind ist letztlich zuf&auml;llige Willk&uuml;r.<br>\nDenn tats&auml;chlich sind die bei beiden Unternehmen ans Licht gekommenen Praktiken in allen Branchen Gang und G&auml;be. Seit den Agenda-Reformen wurden solcherlei Arbeitsvertr&auml;ge und Auslagerungen an Subunternehmen in praktisch jeder Branche vorgenommen. Dass Amazon und DHL jetzt gewisserma&szlig;en als Stellvertreter an den Pranger gestellt werden ist allerdings gef&auml;hrlich. Nicht, dass die es nicht verdient h&auml;tten. Nur entstehen zwei fatale Fehleindr&uuml;cke: zum Einen scheint es so, als ob es sich nur um vereinzelte schwarze Schafe handle, die man fr&ouml;hlich boykottieren m&uuml;sse, damit diese zu moralisch einwandfreien Praktiken zur&uuml;ckkehren, und zum Anderen scheint es, als w&uuml;rden sie ganz hinterlistig Gesetzesl&uuml;cken zu ihrem Vorteil totinterpretieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/oeffingerfreidenker.blogspot.com\/2011\/12\/malign-neglect.html\">Oeffinger Freidenker<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Stefan Sasse hat Recht. Aber wie soll man diese unhaltbare Situation &auml;ndern? Jede Aktivistengruppe wei&szlig;, dass man fl&auml;chendeckendes falsches Verhalten am besten bek&auml;mpfen kann, wenn man ein exponiertes Beispiel publik macht und sich klar positioniert. Warum soll Amazon f&uuml;r &bdquo;uns&ldquo; nicht das sein, was BP f&uuml;r Greenpeace ist? Jede Ver&auml;nderung beginnt im Kleinen, auch wenn die im Artikel genannten politischen Blogs als David nat&uuml;rlich gar keine Chance gegen den Goliath haben k&ouml;nnen &ndash; egal, ob er Amzaon oder Agenda-Reformen hei&szlig;en mag.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Lohndumping, Hightech und Krise<\/strong><br>\nDas angebliche deutsche &ldquo;Erfolgsmodell&rdquo; verdankt sich sinkenden Lohnst&uuml;ckkosten, aber die allgemein steigende Arbeitsproduktivit&auml;t f&uuml;hrt nicht nur in der Euro-Zone zur Krise des Kapitalismus<br>\nNach allgemeiner Auffassung liegt einer der Gr&uuml;nde daf&uuml;r, dass &ldquo;Deutschland die Krise besser &uuml;berstanden hat als andere&rdquo;, wieder &ldquo;wettbewerbsf&auml;hig&rdquo; wurde und &ldquo;heute wirtschaftlich so gl&auml;nzend dasteht&rdquo;, in der Agenda 2010 der rotgr&uuml;nen Koalition unter Kanzler Schr&ouml;der und dem dazu notwendigen &ldquo;Umbau des Sozialstaats&rdquo;.<br>\nWas damit gemeint sein k&ouml;nnte, m&ouml;gen die folgenden Daten verdeutlichen. Sie wurden im November 2011 zweimal in SPIEGEL-Online ver&ouml;ffentlicht, am 09.11. unter dem Titel &ldquo;Sinkende Reall&ouml;hne: Deutsche k&ouml;nnen sich immer weniger leisten&rdquo;, am 23.11. dann noch einmal unter dem Titel &ldquo;Steigende Reall&ouml;hne: Arbeitnehmern bleibt mehr Geld in der Tasche&rdquo;. W&auml;hrend es am 09.11. um die Entwicklung der letzten 10 Jahre ging, handelte es sich am 23.11. um die Zukunftsmusik irgendwelcher &ldquo;Wirtschaftsweisen&rdquo;, denen zufolge die Stundenl&ouml;hne 2012 um 2,7% steigen, w&auml;hrend die Inflation im kommenden Jahr bei 1,9% liegen soll. Aber wer mag daran schon glauben?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/36\/36031\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.F.:<\/strong> Ein gut lesbarer Artikel, der das sog. deutsche Erfolgsmodell plakativ auf das zur&uuml;ckf&uuml;hrt, was es ist, n&auml;mlich die politisch gewollte Kombination von Lohndumping (Hartz IV, Niedriglohnsektor) bei gleichzeitiger Steigerung der Arbeitsproduktivit&auml;t, die nicht mehr an die abh&auml;ngig besch&auml;ftigen Konsumenten weitergegeben wird. Die Urs&auml;chlichkeit dieses Modells f&uuml;r die aktuelle Eurokrise und der Wahnsinn, dieses Modell auch noch Resteuropa aufzuzwingen, wird auf den Punkt gebracht. Das ist zwar alles f&uuml;r NachDenkSeiten-Leser nichts wirklich Neues, aber gut in einem Artikel aufbereitet. Der Autor verdeutlicht zudem, dass es sich beim aktuellen Krisengeschehen um ein systemisches Ph&auml;nomen handelt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Der Artikel enth&auml;lt auch noch zwei sehr interessante Tabellen, die auch regelm&auml;&szlig;ige NachDenkSeiten-Leser interessieren d&uuml;rften.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&bdquo;Die Verarmung wird &uuml;berhaupt nicht wahrgenommen&ldquo;<\/strong><br>\nArmut und Ern&auml;hrung in Deutschland. Interview mit Guido Gr&uuml;ner von der Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg.<br>\nDie wachsende soziale Ungleichheit spiegelt sich auch in der Ern&auml;hrungssituation wider. Laut Studien ern&auml;hren sich Menschen mit niedrigem Einkommen schlechter als Reiche, was sich auch in einer durchschnittlich niedrigeren Lebenserwartung niederschl&auml;gt. Die DA sprach mit Guido Gr&uuml;ner von der Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg (ALSO) &uuml;ber Tafelwirtschaft und Widerstand gegen die Monopole in der Nahrungsmittelindustrie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.direkteaktion.org\/208\/interview-arbeitslosenselbsthilfe-oldenburg\">Direkte Aktion<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Revolte gegen Scheckbuchmacht der US-Firmen<\/strong><br>\nSie drohen mit Verlegung der Firmenzentrale, wenn ihnen die Steuern zu hoch sind. Sie zahlen oft mehr an Lobbyisten als an das Finanzamt. H&auml;ufig schreiben sie die Gesetze selbst, die Abgeordnete dann sogar verabschieden. Die Macht der US-Konzerne ist gewaltig &ndash; und provoziert jetzt Gegenreaktionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/weltwirtschaft\/0,2828,803105,00.html\">Manager Magazin<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Riestern &uuml;ber die Rentenversicherung<\/strong><br>\nDer 2001 eingeleitete &bdquo;Paradigmenwechsel&ldquo; in der Altersvorsorgepolitik ist nicht so alternativlos, wie von den meisten Parteien und Wissenschaftlern behauptet. Das wurde am Wochenende bei einer Fachtagung der Deutschen Rentenversicherung Baden-W&uuml;rttemberg zum 120-j&auml;hrigen Bestehen der gesetzlichen Rentenversicherung in Stuttgart deutlich. Allerdings gibt es auch unter Experten wie dem langj&auml;hrigen Vorsitzenden des Sozialbeirats, Winfried Schm&auml;hl, und dem Stuttgarter Versicherungsexperten J&ouml;rg Schiller unterschiedliche Auffassungen &uuml;ber die langfristig tragf&auml;higste Alterssicherungspolitik. Der als Bef&uuml;rworter der umlagefinanzierten Rente bekannte Wirtschaftswissenschaftler Winfried Schm&auml;hl hob in seinem R&uuml;ckblick auf die Entwicklung der Rentenversicherung hervor, dass um die Jahrtausendwende bei fast allen verantwortlichen Politikern eine Art &bdquo;kollektive Gehirnw&auml;sche&ldquo; eingesetzt habe. Der Einstieg in die rentenersetzende kapitalgedeckte Altersvorsorge habe eine &bdquo;Demontage&rdquo; der umlagefinanzierten Rentenversicherung eingeleitet. Der Wechsel zu einer einnahmenorientierten Ausgabenpolitik habe aber nur &bdquo;scheinbar zu einer Stabilisierung des Beitragssatzes&ldquo; gef&uuml;hrt, erkl&auml;rte Schm&auml;hl. Denn die Arbeitnehmer m&uuml;ssten nun &ndash; zusammen mit den Beitr&auml;gen f&uuml;r die kapitalgedeckte Vorsorge &ndash; &bdquo;deutlich mehr bezahlen&ldquo;, sagte Schm&auml;hl unter Verweis auf die gesetzlich vorgesehene Zusatzvorsorge von vier Prozent des Bruttoeinkommens. Die Folgen des mit der Einf&uuml;hrung der Riester-Rente abgesenkten Rentenniveaus seien &bdquo;lange geleugnet&ldquo; worden, kritisierte der langj&auml;hrige Leiter des Zentrums f&uuml;r Sozialpolitik (ZeS) an der Uni Bremen. Inzwischen habe die Entwicklung zwar &bdquo;auch die Politik erreicht&ldquo;, so Schm&auml;hl, eine politische Kehrtwende habe es jedoch weder unter der gro&szlig;en Koalition (ab 2005) noch unter der jetzigen Regierung (ab 2009) gegeben. &bdquo;Wenn aber selbst lange Erwerbszeiten langfristig nur zu einem Rentenanspruch knapp oberhalb der Grundsicherung  f&uuml;hren, verliert die Rentenversicherung ihre Legitimation&ldquo;, warnte Schm&auml;hl.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/magazin\/nachrichten\/rente\/news-single\/article\/riestern-ueber-die-rentenkasse.html\">Ihre Vorsorge<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wildwest bei Siemens<\/strong><br>\n&ldquo;Einer der niedrigsten gewerkschaftlichen Organisationsgrade der Nation&rdquo; &ndash; so wirbt die Handelskammer von Charlotte auf ihrer Website. Weitere Standortvorteile in North Carolina seien die im US-Vergleich niedrigen L&ouml;hne sowie die &ldquo;zweith&ouml;chste Produktivit&auml;t aller Bundesstaaten&rdquo;. Diese Argumente, verst&auml;rkt durch Millionen Dollar schwere Subventionen f&uuml;r Neuansiedlungen haben Hunderte Unternehmen nach North Carolina gelockt, darunter auch die Siemens AG aus M&uuml;nchen. In der US-Hauptstadt kommentiert der Sprecher der Gewerkschaft Electrical Workers Union (UE) die Fabriker&ouml;ffnung in North Carolina als &ldquo;nicht mehr neuen Trend&rdquo;. Chris Townsend: &ldquo;Die Unternehmen gehen in die in jeder Hinsicht r&uuml;ckschrittlichsten Bundesstaaten der USA, wo sich kein Arbeiter trauen w&uuml;rde, einen Gewerkschaftsbutton zu tragen. Leider gilt das auch f&uuml;r Unternehmen, die in ihren Heimatl&auml;ndern stolz auf ihre Mitbestimmung sind.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2011%2F12%2F12%2Fa0042&amp;cHash=b487dab9fe\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Und so beraubt sich das Kapital auf globaler Ebene der kurzfristigen Profite wegen der langfristigen Perspektive, der effektiven Kaufkraft von Mensch und Staaten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Rechte Gewalt im Osten: Germania Dating<\/strong><br>\nDer Regisseur David Wendt spricht &uuml;ber rechte Gewalt und die Recherchen zu seinem Spielfilm &ldquo;Kriegerin&rdquo;, der Geschichte eines ostdeutschen Neonazi-M&auml;dchens: &ldquo;Es gibt einen eigenen Zweig der Rechtsextremismusforschung, der sich mit den Frauen besch&auml;ftigt. Es werden immer mehr, die auf verschiedensten Ebenen aktiv in der rechten Szene mitmachen. Sie sind nicht nur dabei, weil ihr Freund Skinhead ist, nein, sie sind genauso rassistisch und gewaltt&auml;tig. Einige versuchen, in NPD-&Auml;mtern auf legal-b&uuml;rgerlichem Weg f&uuml;r ihre Ziele zu k&auml;mpfen und machen dann etwa in Elternvertretungen, Vereinen und Verb&auml;nden mit. Andere sind in Kameradschaften. &hellip; In L&uuml;bben sprach ich mit ganz normalen Jugendlichen, 14-j&auml;hrigen, sympathischen M&auml;dchen, die aufs Gymnasium gingen. Die sagen, sie seien in keiner rechten Gruppe, aber wenn man dann &uuml;ber Ausl&auml;nder spricht, ist es f&uuml;r sie das Normalste der Welt, gegen Ausl&auml;nder zu sein. Das ist Mainstream-Meinung. Dabei gibt es in der ostdeutschen Provinz nur sehr wenige Ausl&auml;nder, in manchen Gegenden liegt der Bev&ouml;lkerungsanteil bei ein, zwei Prozent. In Sachen Demokratie-Ablehnung und Ausl&auml;nderfeindlichkeit sind die Rechten kompatibel mit der Mehrheit. Bei rechten Demos im Osten wird der &bdquo;Sozialismus&ldquo; im Nationalsozialismus betont und mit einer Kapitalismus-Kritik verkn&uuml;pft, auch da sto&szlig;en die Rechten auf offene Ohren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/rechte-gewalt-im-osten-germania-dating\/5945394.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Turiner Mob z&uuml;ndet Zigeunersiedlung an<\/strong><br>\nNach einem erlogenen Vergewaltigungsvorwurf einer jungen Italienerin hat eine aufgebrachte Menschenmenge in Turin ein Zigeunerlager angegriffen und in Brand gesetzt. Rund hundert Leute waren beteiligt, nur zwei wurden festgenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/politik\/international\/turiner_mob_zuendet_zigeunersiedlung_an_1.13598289.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ja, es sind Eurozeiten, Guttenbergzeiten, aber Europa hat noch ganz andere Defizite. &ndash; &ldquo;Rom&rdquo; hei&szlig;t Mensch, aber angekommen ist das in Europa bei den Wenigsten. Europa behandelt seine Roma als Menschen zweiter wenn nicht dritter Klasse. In Deutschland wird oft auf den Antiziganismus unserer &ouml;stlichen und neuerdings auch einiger westlicher Nachbarl&auml;nder verwiesen (Frankreich, Italien), doch auch wir m&uuml;ssen uns befragen, unterstreicht Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats deutscher Sinti und Roma: Hierzulande w&uuml;rden Fl&uuml;chtlinge vom Balkan Opfer von Mietwucher und Arbeitssklaverei, gegen die sie sich wegen ihres h&ouml;chstens prek&auml;ren Aufenthaltsstatus nicht wehren k&ouml;nnten. Bis zu 68 Prozent der Deutschen bekennten sich zudem zu ihren Zigeuner-Vorurteilen; dabei seien 500 000 europ&auml;ischer Sinti und Roma ebenso dem Holocaust zum Opfer gefallen wie sechs Millionen Juden: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/der-lange-schlaf-europas\/5830118.html\">Wer Antisemitismus &auml;chtet und Antiziganismus toleriert, hat aus der Geschichte nichts gelernt.<\/a>&ldquo;<\/em> <\/p>\n<p><em>Wer sich n&auml;her informieren m&ouml;chte, sei auf das Buch &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=ku&amp;dig=2011%2F11%2F22%2Fa0111&amp;cHash=d7a8460324\">Europa erfindet die Zigeuner<\/a>&rdquo; von Klaus-Michael Bogdal verwiesen und das Schwerpunkheft der ZAG (Zeitschrift antirassistischer Gruppen):<\/em><\/p>\n<p><strong>Antiziganismus in Europa<\/strong><br>\nDie Folgen des sozial und rechtlich miserablen Status der Roma in Europa dokumentiert und analysiert die ZAG seit ihrem Beginn 1992. Ausdruck findet dieser nicht zuletzt in den schlechten Lebensverh&auml;ltnissen, in denen die meisten Roma nicht nur leben, sondern zumeist schlichtweg gefangen sind. Als Ereignis zeigt sich dies in den hochgezogenen Mauern &ndash; 1990 in Sfintu Gheorghe (Rum&auml;nien), 1999 in Usti nad Labem (Tschechien) und 2009 in Ostrovany (Slowakei). Die schlechten Umst&auml;nde unter denen Roma in den Mitgliedstaaten Europas leben, werden vom politischen Willen der gesellschaftlichen Mehrheiten meist v&ouml;llig entkoppelt wahrgenommen und diskutiert. Allein die Roma selbst h&auml;tten es letztlich aufgrund ihrer sozialen Verh&auml;ltnisse, die nach wie vor selten als solche &uuml;berhaupt nur Anerkennung finden, zu verantworten, wenn sie verfolgt oder abgeschoben werden, sie keine Jobs, keine Schulen oder keinen legalen Ort zum Leben f&auml;nden &ndash; so nach wie vor der Tenor in weiten Teilen der Gesellschaften Europas. Sie sollen zumeist einfach nur verschwinden &ndash; hinter Mauern, wie in den oben genannten L&auml;ndern Osteuropas oder mit 250 &curren; Taschengeld wie 2009 in Berlin. Die ZAG konzentriert sich mit dem nun vorliegenden Heft 59 zum zweiten mal mit einem Schwerpunkt auf die politische, soziale und wirtschaftliche Ausgrenzung von Roma &ndash; beschrieben mit dem Begriff Antiziganismus.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.zag-berlin.de\/antirassismus\/archiv\/59einleitung.html\">ZAG<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.zag-berlin.de\/antirassismus\/archiv\/59antizigan-stigma.html\">antirassistische Zeitschrift<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Deutsche Zust&auml;nde: Angst vor dem Absturz und der kulturellen Vielfalt f&uuml;hrt zum Hass auf Minderheiten<\/strong><br>\nSeit 10 Jahren erforscht das Institut f&uuml;r interdisziplin&auml;re Konflikt- und Gewaltforschung an der Universit&auml;t Bielefeld die &ldquo;Deutschen Zust&auml;nde&rdquo; nach den Zeichen und der Pr&auml;senz von &ldquo;Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit&rdquo; (GMF). Darunter werden neben Fremdenfeindlichkeit Rassismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, Sexismus und Homophobie verstanden, also Formen der Abwertung identifizierbarer Gruppen von Menschen, die nicht als gleichwertig betrachtet werden, weil sie irgendwie anders, fremd oder &ldquo;unnormal&rdquo; sind. Gestern wurde der abschlie&szlig;ende zehnte Band der Studie vorgestellt, f&uuml;r die jeweils j&auml;hrlich eine repr&auml;sentative Auswahl von 2000 Menschen telefonisch befragt wurden, und konstatiert, dass sowohl Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, beispielsweise gegen&uuml;ber Sinti und Roma, als auch die Abwertung von Langzeitarbeitslosen, Obdachlosen und Behinderten zugenommen haben. Zur&uuml;ckgegangen sind hingegen die Islamfeindlichkeit nach einem Peak im Jahr 2010, Antisemitismus, Sexismus und Homophobie. Gleichwohl sagen weiterhin mehr als 30 Prozent, sie f&uuml;hlten sich durch die Anwesenheit der Muslime im Land manchmal wie Fremder (2010: 38,9%) und sind islamfeindliche Aussagen nun wieder auf dem Stand von 2003. Und 54 Prozent meinen, wer neu im Land ist, m&uuml;sse sich erst mal mit weniger zufrieden geben (2010: 64,7%). Und 29, 3 Prozent sagen, man solle die in Deutschland lebenden Ausl&auml;nder in ihre Heimat zur&uuml;ckschicken, wenn Arbeitspl&auml;tze knapp werden (2010: 24,%). Der Wunsch nach einer homogenen Wir-Gesellschaft zeigt sich daran, dass 47 Prozent der Ansicht sind, es lebten zu viele Ausl&auml;nder in Deutschland. Das sind zwar weniger als 2002, f&uuml;r die Forscher ist die Ver&auml;nderung aber nicht signifikant. Klar ist jedoch, dass die GMF keine Randerscheinung ist, sondern aus der Mitte der Gesellschaft, aus der vom Absturz bedrohten Mittelschicht, kommt.<br>\nBelegt wird von der Auswertung der Umfrage, dass die Menschen, die Deutschland als &uuml;berfremdet empfinden (50%) oder die zu viele kulturelle Unterschiede f&uuml;r einen Zusammenhalt als sch&auml;dlich betrachten (37%), sich auch eher als benachteiligt oder krisenbedroht sehen: &ldquo;Gef&uuml;hle des Ausschlusses, der Vereinzelung und Desintegration gehen mit Verunsicherungen &uuml;ber den Zustand (der Gesellschaft) einher.&rdquo; Gleichzeitig sehen sich diese Menschen nat&uuml;rlich auch bedroht von den Anderen und Fremden, &uuml;ber die man sich stellt, um sie zu degradieren.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/36\/36068\/1.html\">Telepolis<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.uni-bielefeld.de\/ikg\/Handout_Fassung_Montag_1212.pdf\">Uni Bielefeld [PDF &ndash; 337 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Erinnert sei an eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung, welche das Ausma&szlig; an Menschenfeindlichkeit in ausgew&auml;hlten europ&auml;ischen L&auml;ndern beschreibt. Sie dokumentiert Vorurteile, wie diese aussehen, wer sie vertritt und wo in Europa sie besonders verbreitet sind: <a href=\"http:\/\/www.uni-bielefeld.de\/ikg\/Abwertung.pdf\">&ldquo;Die Abwertung der Anderen. Eine europ&auml;ische Zustandsbeschreibung zu Intoleranz, Vorurteilen und Diskriminierung&rdquo; [PDF &ndash; 6 MB]<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die USA weisen nicht allein den Weg &ndash; Die Demokratie und die Finanzierbarkeit von Journalismus<\/strong><br>\nRasmus Kleis Nielsen und Geert Linnebank haben analysiert, wie stark ringsum der Staat die Medien und damit den Journalismus subventioniert. Sie fanden Bemerkenswertes heraus. Beim Vergleich von Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Grossbritannien sowie den USA kommen sie zum Befund, dass sich die medienpolitischen F&ouml;rderinstrumente seit den achtziger Jahren kaum ver&auml;ndert haben &ndash; trotz den st&uuml;rmischen Zeiten, die wir durchleben, und trotz dem rapiden Wandel unserer Medienwelt. Vor allem die &laquo;Alten&raquo; profitierten davon &ndash; sei das der &ouml;ffentliche Rundfunk oder die Presse. Beide h&auml;ngen in allen sechs untersuchten L&auml;ndern seit langem am staatlichen Tropf: Die einen erhalten &uuml;ppige Rundfunkgeb&uuml;hren, die anderen Verg&uuml;nstigungen beim Postvertrieb sowie Steuererleichterungen oder -befreiungen und in einigen L&auml;ndern auch direkte Subventionen. Selbst in den USA, die in der &ouml;ffentlichen Diskussion stets als Land angef&uuml;hrt werden, in dem die Medien kein Geld vom Staat erhalten, fliessen j&auml;hrlich mehr als eine Milliarde Dollar Steuergelder in &ouml;ffentliche Fernseh- und Radioprogramme und nahezu gleich viel Geld in die Kassen der Zeitungsh&auml;user.<br>\nQuelle. <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/kultur\/medien\/die_usa_weisen_nicht_allein_den_weg_1.13619867.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Georg Schramm redet Klartext<\/strong><br>\nWe Are Change Switzerland traf den bekannten politischen Kabarettisten Georg Schramm nach der Vorstellung an der Bar des Kleintheaters in Luzern. Zun&auml;chst erkannten sie ihn gar nicht weil er nicht mehr aussah wie seine Kunstfigur &ldquo;Dombrowski&rdquo;. Seine lockere souver&auml;ne Art hat ihnen sehr gut gefallen, obwohl sie sehen konnten dass er ganz sch&ouml;n ausgepowert war. Das ist keiner dem der Ruhm zu Kopf gestiegen ist. Im Gegenteil. Jemand der nach der Auff&uuml;hrung ersch&ouml;pft nachdenklich und authentisch bleibt. Manch anderer h&auml;tte sich zum Hinterausgang rausgeschlichen.<br>\nIn einer sehr lockeren und offenen, entspannten Atmosph&auml;re in seiner Garderobe gab eine kleine Nachhilfe in Schweizer Geschichte(n), sprach &uuml;ber den Finanz und Bildungskrieg, Drombowski&rsquo;s Zorn, erkl&auml;rte uns weitere Massenschutzwaffen und Glaubenskriege.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wearechange.ch\/interviews\/2631-interview-mit-psychologe-und-kabarettist-georg-schramm\">WeAreChange<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-11590","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11590","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11590"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11590\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11596,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11590\/revisions\/11596"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11590"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11590"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11590"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}