{"id":115999,"date":"2024-06-01T15:00:06","date_gmt":"2024-06-01T13:00:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=115999"},"modified":"2024-06-01T23:06:14","modified_gmt":"2024-06-01T21:06:14","slug":"leserbriefe-zu-auch-unter-den-reichen-gibt-es-nazis-ei-der-daus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=115999","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eAuch unter den Reichen gibt es Nazis? Ei der Daus!\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=115660\">Hier<\/a> kommentiert <strong>Jens Berger<\/strong> ein Video in der vermeintlichen Promi-Bar &bdquo;Pony&ldquo;, das junge wohlhabende Menschen zeige, die in luxuri&ouml;sem Ambiente zu Kirmes-Techno-Musik ausl&auml;nderfeindliche Slogans gr&ouml;len, den Hitlergru&szlig; imitieren und sich dabei pr&auml;chtig am&uuml;sieren. Die Vorstellung, Deutschlands Geldeliten h&auml;tten &bdquo;ein irgendwie progressives Weltbild&ldquo;, sei nicht durch Fakten gedeckt. Wer verm&ouml;gend sei, sei kein besserer, kein schlauerer und erst recht kein moralischerer Mensch. Oft sei eher das Gegenteil der Fall: &bdquo;Man k&ouml;nnte hier von Wohlstandsverwahrlosung sprechen&ldquo;. Wir danken f&uuml;r die interessanten Zuschriften. Es folgt nun eine Auswahl der Leserbriefe, die <strong>Christian Reimann<\/strong> f&uuml;r Sie zusammengestellt hat.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger und NDS Redaktion,<\/p><p>ich bin voll bei Ihnen und der Einordnung dieses Vorfalls, ich m&ouml;chte nur noch anmerken, ich finde es lustig wie das Lokal &bdquo;Pony&rdquo; nicht im Fokus ist bei der Berichterstattung.<\/p><blockquote><p>\nDie Betreiber der Bar nahmen auf Instagram zu dem Video Stellung: &raquo;Liebe Freunde, auch wir haben gerade den Post gesehen und sind tief schockiert&laquo;. Im &bdquo;Pony&rdquo; sei &bdquo;jeder Gast, unabh&auml;ngig von der Ethnie&rdquo;, herzlich willkommen. &bdquo;H&auml;tten wir von diesem Vorfall gewusst, h&auml;tten wir die betreffenden G&auml;ste selbstverst&auml;ndlich des Hauses verwiesen. Es gibt keinen Platz f&uuml;r Rassismus!!!&rdquo;<\/p>\n<p>Eine Stunde sp&auml;ter erg&auml;nzte das Lokal die Story um eine weitere Kachel. Dort hei&szlig;t es: &bdquo;Vielen Dank an euch! Uns wurden die Namen von diesen Nazis zugespielt. Wir werden dieses widerliche Verhalten anzeigen und alle strafrechtlichen M&ouml;glichkeiten nutzen!!!&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/gesellschaft\/pony-bar-auf-sylt-staatsschutz-ermittelt-nach-sylt-video-mit-rassistischen-parolen-a-c45bb665-d608-4384-bcfc-23184c736eb8\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">spiegel.de<\/a><\/p><p>Halten wir also fest, da haben Leute 150&euro; pro Person bezahlt, um sich selbst zu bewirten und Musik zu spielen ? Anders ist es n&auml;mlich nicht m&ouml;glich, dass der Betreiber des Lokals nichts mitbekommen hat, womit wir auch wieder das typische Wegsehen haben. Man will es halt nicht genau wissen, somit ist dann auch der n&auml;chste &bdquo;&uuml;berraschende&rdquo; Vorfall sicher und der ganze angebliche Kampf gegen &ldquo;Rechts&rdquo; den man ja angeblich f&uuml;hrt entpuppt sich einmal mehr als Luftnummer bzw. reine Diskurskontrolle.<\/p><p>mfg<br>\nRonny Dietzsch<\/p><p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das ist mir auch aufgefallen, lieber Herr Dietzsch. In den Bewertungen des &bdquo;Pony&ldquo; auf Google und TripAdvisor klingt das &uuml;brigens nicht danach, dass die Betreiber jemals Probleme mit rechtem Gedankengut hatten &hellip;<\/em><\/p><div class=\"imagewrap\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240601_lbs-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p><em>Beste Gr&uuml;&szlig;e<\/em><br>\n<em>Jens Berger<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Das ist genau die Interessengruppe, welche die AfD wirklich vertritt. Und die Masse merkt wieder mal nichts&hellip; Trotzdem, macht weiter so.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<\/p><p>Ulrich Fr&auml;bel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger, Hallo NDS,<\/p><p>Da das heute so &uuml;blich ist, als allererstes nat&uuml;rlich: Ich pers&ouml;nlich distanziere mich von solchem im Video gezeigten &Auml;u&szlig;erungen. Egal ob so gemeint oder nicht, sollte man so etwas ohne konkret den Kontext klar zu machen, nicht mal zitieren!<\/p><p>Nun zu meiner Vermutung:<\/p><p>Ich denke nicht, dass es sich bei den Menschen in dem Video um Nazis handelt. Ich denke nicht mal, dass diese Menschen dort ihre tats&auml;chliche Meinung kundtun, sondern nur ein ebenso viral gegangenes Video vom Ende letzten Jahres&nbsp; (in welchem augenscheinlich betrunkene, vom Laien&nbsp;optisch vermutlich als rechts einzuordnende Menschen, zu eben diesem Lied ebendiese Zeilen gr&ouml;hlen, siehe hier: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ny4SeDcbaAQ\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ny4SeDcbaAQ<\/a>) besoffen nach&auml;ffen, weil sie das anscheinend lustig finden. Das auf dem Video&nbsp;von Sylt geschehene, ist am ehesten als Zitat bzw. Satire zu sehen. Als richtig d&auml;mlicher, unpassender Humor.<\/p><p>Dass der ganze&nbsp;Vorfall unabh&auml;ngig davon, wie es gemeint war, nat&uuml;rlich mehr als unsch&ouml;n, unangemessen und unangebracht ist und selbstverst&auml;ndlich nicht ohne Folgen bleiben sollte, steht au&szlig;er Frage. Man sollte jedoch tunlichst vermeiden, jeden Menschen der besoffen oder n&uuml;chtern einen unangebrachten Witz macht, oder eben virale Videos nach&auml;fft, direkt als Rassisten oder Nazi zu bezeichnen. Wenn Comedians mit Migrationsgeschichte, B&ouml;hmermann oder Harald Schmidt solche Witze machen, ist der Kontext klar. Und auch da kichern und lachen die Leute im Publikum. Alles Nazis und Rassisten?&nbsp;Im vorliegenden Fall muss man eben erst mal um zwei Ecken denken.&nbsp;<\/p><p>Nicht jeder Mensch, der so was irgendwo anders als auf einer B&uuml;hne im humoristischen Kontext &auml;u&szlig;ert, ist automatisch Nazi oder Rassist. Manche Menschen zeigen einfach an unpassenden Orten zu unpassenden Zeitpunkten absolut unpassenden Humor.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nDanny Altmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>Liebes Nachdenkseiten-Team,<\/p><p>Als ich Ihren Beitrag las, musste ich (Jahrgang &rsquo;84) &uuml;ber meine eigenen Jugends&uuml;nden nachdenken: Dinge, die ich gesagt habe oder Musiktexte die ich geh&ouml;rt und zitiert habe, die man (heutzutage) locker als gewaltverherrlichend, frauenfeindlich, usw. einstufen und mir vorwerfen k&ouml;nnte, wenn man wollte.<\/p><p>Viele Dummheiten entstehen aus einem Gruppengef&uuml;hl heraus, einer Stimmung der Gruppenzugeh&ouml;rigkeit. Partygef&uuml;hl und Alkohol tragen einen nicht unerheblichen Teil dazu bei.<\/p><p>Ob die hier dargestellten jungen Leute in die Kategorie Nazis oder rechtsradikal fallen, daran m&ouml;chte ich stark zweifeln.<\/p><p>Die meisten Angeh&ouml;rigen dieses Partyklientels werden &ndash; so meine blinde Vermutung &ndash; ein Studium oder sonstigen Bildungshintergrund haben, in dem sie ausreichend mit Nichtdeutschen zu tun haben, ein Auslandssemester absolviert oder &uuml;berhaupt in einem internationalen Studiengang in einem multikulturellen Umfeld sozialisiert werden. Gut vorstellbar, dass das hier aufgezeigte Partyvolk auch Freundschaften mit in Deutschland lebenden Ausl&auml;ndern aufgebaut und gute Beziehungen ins Ausland pflegt.<\/p><p>Inwieweit es sich hier um &lsquo;echte&rsquo; Ausl&auml;nderfeinde handelt, das erschlie&szlig;t sich mir nicht. &ndash; Und diese Verallgemeinerung w&uuml;rde ich Ihnen in Ihrem Beitrag auch nicht vorwerfen.<\/p><p>Was Ihr Beitrag vor allem zeigt, ist dass ausl&auml;nderfeindliche &Auml;u&szlig;erungen (sei es aus tiefgreifendem Hass oder aus dem Affekt, evtl. unter Einfluss von Rauschmitteln) kein isoliertes Problem einer sog. Unterschicht sind, sondern auch in arroganten Elitenkreisen vorkommen.<\/p><p>Moral und Bildung (so wie wir sie klassisch definieren) haben recht wenig miteinander zu tun, wie ich das in den letzten Jahren meiner universit&auml;ren Laufbahn erleben durfte. Das Gruppendenken, der Blick auf die eigene 6Karriere und die Angst vorm sozialen Tod sind dort, wo dem freie Denken, dem Meinungsaustausch und der Streitkultur viel Platz einger&auml;umt werden sollte, leider besonders ausgepr&auml;gt. Es gibt schlie&szlig;lich viel zu verlieren: Geld, Ansehen und sozialer Status. Jeder schaut eher darauf, wie er wirkt und das beeinflusst eben was wir denken, wie wir Argumentieren und uns die Realit&auml;t auslegen. Vorauseilender Gehorsamkeit wird belohnt. In der heutigen Zeit wo alles moralisiert wird, meidet man sogar Diskussionen oder Standpunkte wo nur der Verdacht entstehen k&ouml;nnte falsch interpretiert zu werden. Wer quer denkt, aneckt und Unangenehmes ausspricht, muss bereit sein den Gegenwind auszuhalten und f&uuml;r seine &Uuml;berzeugung soziale Unannehmlichkeiten und Nachteile auf sich zu nehmen &ndash; eine Eigenschaft bzw. St&auml;rke die im obig erw&auml;hnten klassischen Bildungsbegriff nicht (mehr) eingeschlossen ist.<\/p><p>Und so kann es eben sein, dass der verw&ouml;hnte und angepasste Elitennachwuchs, wenn er unter sich ist und sich unbeobachtet f&uuml;hlt, ausl&auml;nderfeindliche Parolen singt. So kann es auch sein, dass Parteikader sich zur moralischen Instanz aufspielen und diejenigen diffamieren, die die vorgegebene Weltanschauung hinterfragen. So entstehen Elfenbeint&uuml;rme, wo selbst die K&ouml;rperpositivsten Vorschriften machen welche Behandlung man sich zu unterwerfen hat, wo die friedensliebendsten Waffen- und Soldatenlieferungsbef&uuml;rworter nicht bereit sind ihren eigenen Kampfgeist f&uuml;r den Sieg ins Schlachtfeld zu werfen, oder wo eben die vorgeblich Ausl&auml;nderfreundlichsten ihren Nachwuchs nicht auf Schulen mit hohem Migrationsanteil schicken.<\/p><p>Ich bin mir selbst nicht ganz schl&uuml;ssig, wie ich dieses im Beitrag thematisierte Verhalten und die &ldquo;Ausl&auml;nder raus&rdquo; Parole bewerten w&uuml;rde. Im Zweifel erst mal als geschmacklose Meinungs&auml;u&szlig;erung. Wie das letztendlich Einzuordnen ist und wie ernst man diese Vorf&auml;lle nehmen sollte, da kann ich noch nicht zu einem Schluss kommen. Was mich jedoch meist interessiert: Warum jemand so denkt und handelt, wie er eben denkt und handelt. Welche individuelle Motivation steckt hinter den Teilnehmern des Skandalvideos um sich solch einer Liedtextaussage anzuschlie&szlig;en und in dieser Stimmung mitrei&szlig;en zu lassen? Was haben die sich dabei gedacht?<\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r die Beitr&auml;ge der Nachdenkseiten!<\/p><p>Herzlichst Ihr Leser<br>\nLorenz Faust<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>keine Angst: Der Hitlergru&szlig; steht in Deutschland unter Strafe. Da wird jetzt sicher intensiv ermittelt und abschreckende Geldstrafen, f&uuml;r die Papis Taschengeld herhalten muss, werden folgen.<\/p><p>Ob diese Kinder reicher Eltern wirklich Faschisten sind, ist nicht ausgemacht. Im Zweifel haben sie einfach keine Ahnung. Was diese jungen Erwachsenen aber wittern, ist, dass Faschismus in Deutschland und Europa &ndash; es war nur eine Frage der Zeit &ndash; wieder fashionable ist: Party und Faschismus, das ist kein Gegensatz (Party oder Rave als sog. Jugendkultur ist ungef&auml;hr so geistvoll oder politisch wie das DDR-Fernsehballet).<\/p><p>Formell ist deshalb alles in Ordnung: Der Gesetzgeber bestraft formelle Bekenntnisse zum Nationalsozialismus, die politische Klasse bek&auml;mpft die AfD als Nazis mit dem starken Bekenntnis zur Demokratie &ndash; was die Politik in diesem Rahmen leisten soll und muss, steht nicht zur Debatte. Wahlrecht ist doch echt schon der Mega-Wahnsinn!<\/p><p>Materiell sieht es anders aus: Die sog. Zeitenwende ist eine Rolle r&uuml;ckw&auml;rts zu dem, was Horst K&ouml;hler seinerzeit euphemistisch die Verteidigung deutscher Handelsrouten nannte. Damit war nicht die Verteidigung gegen Piraten, sondern der neokoloniale Anspruch auf Rohstoffsicherung gemeint &ndash; Deutschland verbraucht pro Kopf mindestens doppelt <a href=\"https:\/\/www.dnr.de\/themen\/glossar\/rohstoffverbrauch\">so viele Ressourcen<\/a> wie der Weltdurchschnitt. K&ouml;hlers Kopf musste rollen, damit seine Nachfolger besser getarnt sind: Der fromme Herr Gauck als Dr. Seltsam der deutschen Au&szlig;enpolitik (nicht mehr am Spielfeldrand stehen: Mitschie&szlig;en &ndash; Zu Befehl!)<\/p><p>Frage: Welche Kriegsziele verfolgten eigentlich die Reichskanzler Bethman Hollweg (1. Weltkrieg) und Adolf Hitler (2. Weltkrieg) bez&uuml;glich &ldquo;deutscher Handelsrouten&rdquo;? Lesen Sie Fritz Fischer.<\/p><p>Und noch einen Historiker sollte man lesen um zu verstehen, in welcher Kontinuit&auml;t der neu-deutsche Furor gegen Russland steht (&uuml;ber den Faschismus der israelischen Regierung muss man nicht sprechen &ndash; wer ihn unterst&uuml;tzt, reiht sich ein).<\/p><p>Arno J. Mayer: &ndash; Der Krieg als Kreuzzug &ndash; vertritt die These, dass die Idee der &ldquo;Endl&ouml;sung der Judenfrage&rdquo; in Nazideutschland zu einem Zeitpunkt in Angriff genommen wurde, als sich abzeichnete, dass der Feldzug gegen den &ldquo;j&uuml;dischen Bolschewismus&rdquo; (Sowjetunion und Russen als Protagonisten des &ldquo;Weltjudentums&rdquo;) abermals (wie der 4-monatige Krieg von Bethman Hollweg) nicht der vorhergesagte Spaziergang werden w&uuml;rde.<\/p><p>In einer imposanten Analogie zu den Zeiten der Kreuzz&uuml;ge des Mittelalters &ndash; wem die Reise ins gelobte Land zu beschwerlich war, konnte sich das Himmelreich auch durch Judenmassakrieren in Deutschland verdienen &ndash; Speyer und Mainz waren Etappen auf diesem Weg &ndash; verkn&uuml;pft Mayer (ein aus Luxemburg vor den Deutschen in die USA gefl&uuml;chteter Jude) Vernichtung der Juden und Vernichtungskrieg gegen Russland und die Sowjetunion zu einem unaufl&ouml;slichen Ganzen.<\/p><p>Auf dieser Verkn&uuml;pfung beruhte nebenbei auch der (durch Deutschland finanziell unterst&uuml;tzte) faschistische ukrainische Nationalismus vor und im 2. Weltkrieg mit sp&auml;teren Verbindungen in das Nachkriegsdeutschland und die USA.&nbsp; Die unappetlichen Reste und Nachfahren des ukrainischen Faschismus haben sich Deutschland und der Westen ohne allzu viele Ber&uuml;hrungs&auml;ngste sp&auml;testens seit dem Maidan ins Boot geholt.<\/p><p>Mag sein, dass das Ziel &ldquo;deutscher Handelsrouten&rdquo; in die Ukraine, den Kaukasus und den nahen Osten nicht nach dem Geschmack anderer Nationen in Europa war &ndash; Deutschlands Dominanz widersprach der mit dem westf&auml;lischen Frieden etablierten Machtbilanz auf dem Kontinent. Hitlers Antisemitismus und sein Feldzug gegen den j&uuml;dischen Bolschwismus in der Sowjetunion hatte hingegen europaweit Anh&auml;nger &ndash; die Allianz mit der Sowjetunion zerbrach, sobald Deutschland besiegt war.<\/p><p>Das westliche Dekret, Russland habe keine achtenswerten Sicherheitsinteressen, weshalb man seine schriftlichen Vorschl&auml;ge so wenig zur Kenntnis genommen hat, als habe sich der Dienstbote erdreistet, mit den Herrschaften am Tisch sitzen zu wollen, ist lupenreiner Kolonialrassismus, der in Neu-Deutschland wieder hoff&auml;hig ist. Hierzu passt, dass die deutsche Au&szlig;enministerin dem russischen Au&szlig;enminister den zivilisierten Handschlag verweigerte &ndash; Baerbock als Repr&auml;sentantin des zivilisierten Westens: Armer Westen.<\/p><p>Die formale Entr&uuml;stung &uuml;ber den Hitlergru&szlig; kaschiert das Tabu, die Politik des Westens in der Ukraine und Pal&auml;stina mit dem richtigen Namen zu bezeichnen (es zu tun, bedeutete den politischen Tod). Faschismus ohne Hitlergru&szlig; &ndash; v&ouml;llig undenkbar.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nAnonymus.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=115660\">Hier<\/a> kommentiert <strong>Jens Berger<\/strong> ein Video in der vermeintlichen Promi-Bar &bdquo;Pony&ldquo;, das junge wohlhabende Menschen zeige, die in luxuri&ouml;sem Ambiente zu Kirmes-Techno-Musik ausl&auml;nderfeindliche Slogans gr&ouml;len, den Hitlergru&szlig; imitieren und sich dabei pr&auml;chtig am&uuml;sieren. 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