{"id":11601,"date":"2011-12-15T08:33:39","date_gmt":"2011-12-15T07:33:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11601"},"modified":"2011-12-15T08:33:39","modified_gmt":"2011-12-15T07:33:39","slug":"hinweise-des-tages-1531","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11601","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert. (RS)<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11601#h01\">Finanzkrise in der Eurozone<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11601#h02\">EU pr&uuml;ft Anfang Januar Sanktionen gegen Belgien als Defizits&uuml;nder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11601#h03\">Portugal muss Banken verstaatlichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11601#h04\">DGB: &ldquo;4-Punkte-Programm f&uuml;r einen Kurswechsel in Europa&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11601#h05\">Studie: Global corporate Taxation and Resources for quality public services<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11601#h06\">Die Antwort ist 8,50 Euro pro Stunde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11601#h07\">Zeitarbeit: Rettungsschirm f&uuml;r Lohndr&uuml;cker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11601#h08\">Gewalttaten gegen Obdachlose: Nach unten treten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11601#h09\">Das Elend der Wirtschaftsprognosen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11601#h10\">Deutsche Zust&auml;nde: Das entsicherte Jahrzehnt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11601#h11\">Studiengeb&uuml;hren: Bayerns Hochschulen sollen Millionen horten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11601#h12\">Auslandsmobilit&auml;t deutscher Studenten stagniert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11601#h13\">Buchtipp: Steuerma&szlig;nahmen zur nachhaltigen Staatsfinanzierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11601#h14\">Europas Banken verjagen US-Kunden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11601#h15\">Bundespr&auml;sident Wulff und der Kredit &ndash; Hannover Bande<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11601#h16\">Die Praxisgeb&uuml;hr muss weg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11601#h17\">Lindner tritt als FDP-Generalsekret&auml;r zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=11601&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Finanzkrise in der Eurozone<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Br&uuml;sseler EU-Gipfel: Grosse Skepsis gegen&uuml;ber der Austerit&auml;tspolitik<\/strong><br>\nDer Br&uuml;sseler EU-Gipfel habe die europ&auml;ische Staatsschulden- und Bankenkrise nicht &uuml;berwunden und neue Probleme geschaffen, bef&uuml;rchten Marktbeobachter. Sie kritisieren, dass trotz Rettungsschirm EFSF und potenziellen Interventionen der Europ&auml;ischen Zentralbank nicht klar sei, wie das die M&auml;rkte unmittelbar interessierende Problem der Refinanzierung der bald f&auml;llig werdenden Schulden gel&ouml;st werden k&ouml;nne. 2012 m&uuml;ssten Europas Staaten und Banken 1,9 Bio. &curren; allein f&uuml;r diese Refinanzierung an den sehr zugekn&ouml;pft gewordenen Kapitalm&auml;rkten aufnehmen, rechnet der Marktanalytiker und Autor Satyajit Das vor. Zwar hat sich der Gipfel bem&uuml;ht, eine konstitutionelle Architektur zu zeichnen, die in Zukunft eine &Uuml;berschuldung von Mitgliedstaaten verhindern soll. Aber das neue Regelwerk, sollte es in Kraft treten, hilft nicht, bestehende Insolvenzen zu &uuml;berwinden.<br>\nAusserdem sind Marktkommentatoren immer weniger von solchen Regeln &uuml;berzeugt. James Nixon von der Soci&eacute;t&eacute; G&eacute;n&eacute;rale kritisiert, dass die Politiker weiterhin von der falschen Annahme ausgingen, die europ&auml;ische Krise sei allein auf zu hohe Staatsschulden zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Doch die Unf&auml;higkeit, ausreichendes Wachstum zu sichern, sei mindestens so wichtig. Mohamed El-Erian von Pimco findet, der Gipfel habe sich zu sehr auf Austerit&auml;t und zu wenig auf Wirtschaftswachstum und Arbeitspl&auml;tze konzentriert. Sehr deutlich ist Charles Dumas von Lombard Street Research. Er h&auml;lt die &laquo;Merkozy&raquo;-&Uuml;bereinkunft und implizit die Gipfelbeschl&uuml;sse f&uuml;r fehlgeleitet und die deutsche Forderung nach praktisch ausgeglichenen Staatshaushalten nicht nur f&uuml;r &ouml;konomisch ignorant, sondern sogar f&uuml;r verantwortungslos. Nat&uuml;rlich w&auml;re eine Kontrolle exzessiver Schulden und Defizite w&uuml;nschenswert. Aber solange der Zwang zu Austerit&auml;t in Defizitl&auml;ndern nicht erg&auml;nzt werde durch die Verpflichtung von L&auml;ndern mit Spar- und Export&uuml;bersch&uuml;ssen, also vor allem Deutschland, reziprok die inl&auml;ndische Nachfrage anzukurbeln, werde der Nettoeffekt f&uuml;r die Region eine lange Rezession, vermutlich sogar eine tiefe Depression und f&uuml;r die Schuldner eine ungebremste Schuldenspirale sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/nachrichten\/grosse_skepsis_gegenueber_der_austeritaetspolitik_1.13603178.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein Krisengipfel jagt den N&auml;chsten und die Wahrheit des einen ist beim n&auml;chsten bereits obsolet. Wie war das noch? Hatte die Kanzlerin nicht, wann war das noch mal, wie eine L&ouml;win mit den Banken um eine Gl&auml;ubigerbeteiligung gek&auml;mpft. Die heutige Wahrheit hei&szlig;t, dass eben deswegen die M&auml;rkte nicht mehr in Europa investierten. Und werden sie es jetzt tun? Moody&rsquo;s und Fitch sind &uuml;bereinstimmend der der Auffassung, der Gipfel habe kaum dazu beigetragen, in der kurzen Frist den Schuldendruck von der W&auml;hrungsunion zu nehmen. Leider haben Ratingagenturen manchmal auch recht. 2012 m&uuml;ssen Europas Staaten und Banken 1,9 Bio. &euro; refinanzieren, nicht zu einem in den Sternen stehenden Zeitpunkt, an dem die geplanten Vertrags&auml;nderungen in Europa durch sind. Und wie oben gezeigt, h&auml;lt zumindest ein Teil Akteure an den Finanzm&auml;rkten recht wenig von den neuen Regeln oder betrachtet diese sogar als kontraproduktiv.<\/em><br>\n<em>Leider hat der britische Premier auch im Parlament nicht die Chance ergriffen, sein &ldquo;No&rdquo; mit einen alternativen Kurs zu Merkels Europa zu erl&auml;utern. So h&auml;tte Cameron ausf&uuml;hren k&ouml;nnen, dass gerade in Krisenzeiten nicht eine blinde Schuldenbremse, sondern eine flexible Fiskalpolitik notwendig ist, welche zu Wachstum f&uuml;hrt und nicht in eine Abstiegsspirale endet. Ebenso h&auml;tte er auf die bisher erfolgreiche Rolle der Zentralbank angels&auml;chsischen Typs verweisen k&ouml;nnen. Usw. &ndash; Letzte Meldung: Italien muss trotz Rettungsgipfel Zinsen in Rekordh&ouml;he von 6,47 Prozent zahlen, dem h&ouml;chsten Wert seit Einf&uuml;hrung des Euro.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bundesbank-Chef droht mit Blockade des Rettungsplans<\/strong><br>\nDeutschlands oberster W&auml;hrungsh&uuml;ter macht ernst: Bundesbank-Pr&auml;sident Weidmann droht damit, die Euro-Rettungspl&auml;ne zu torpedieren. Einer Aufstockung der IWF-Feuerkraft will er nur zustimmen, wenn sich auch L&auml;nder au&szlig;erhalb der W&auml;hrungsgemeinschaft daran beteiligen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,803708,00.html\">Spiegel-Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Vergebliche Euro-Rettung: Die Ruhe vor dem gro&szlig;en Knall<\/strong><br>\nVon Wolfgang M&uuml;nchau<br>\nPolitik und Wirtschaft versuchen verzweifelt,&nbsp;den Euro-Crash&nbsp;zu verhindern. Doch die Gemeinschaftsw&auml;hrung jetzt noch zu retten ist fast unm&ouml;glich.&nbsp;Die Eigendynamik der Krise ist mittlerweile so m&auml;chtig, dass&nbsp;ein kleiner Funke reicht &ndash; und&nbsp;der Euro-Raum explodiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,803646,00.html\">Spiegel-Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Wachstumsprognose gesenkt IWF kritisiert mangelnde Anstrengungen Athens<\/strong><br>\n14.12.2011 &ndash; Der Internationale W&auml;hrungsfonds glaubt, dass Griechenland in einer schlimmeren Rezession steckt, als Athen zugibt. Der Institution zufolge ist daran vor allem die griechische Regierung schuld.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wachstumsprognose-gesenkt-iwf-kritisiert-mangelnde-anstrengungen-athens-11562653.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Irgendwann m&uuml;sste es den Schreiberlingen d&auml;mmern, dass Br&uuml;che Nenner haben. Denn auch dann, wenn gespart wird, kann die Defizitquote nicht verringert werden, wenn das BIP im gleichen Verh&auml;ltnis sinkt. Doch es wird noch schlimmer: ein sinkendes BIP bedeutet nat&uuml;rgem&auml;&szlig; sinkende Steuereinnahmen, die das Defizit noch weiter erh&ouml;hen. Die Rechnung kann nicht aufgehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Class War: Low Wages and Beggar Thy Neighbor<\/strong><br>\nHeiner Flassbeck: The words &ldquo;class war&rdquo; may be unfashionable, but it is still a battle between labor and capital.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=TFKzAAd_1W8&amp;list=UUrmm_7RDZJeQzq2-wvmjueg&amp;feature=plcp\">YouTube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Hier die Rede von Heiner Flassbeck bei der Konferenz zur Finanzkrise der Eurozone, die von Prof. James K. Galbraith an der Universit&auml;t von Texas in Austin <a href=\"http:\/\/www.utexas.edu\/lbj\/events\/2011\/leading-economic-policy-experts-discuss-financial-crisis-eur\">Anfang November gehalten wurde<\/a>. Die NachDenkSeiten haben <a href=\"\/?p=11409\">von dieser Konferenz bereits berichtet<\/a>, und haben mit Prof. Galbraith am 5.11. <a href=\"\/?p=11262\">einen Exclusiv-Interview gef&uuml;hrt<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzend dazu ein Interview des SR-DRS mit Prof. Galbraith:<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Eurokrise: umverteilen statt sparen<\/strong><br>\nAm 7. Dezember gab Prof. James Galbraith ein Interview mit dem SR-DRS zur Krise in der Eurozone. Hier das rohe (ungeschnittene) Interview in zwei Teilen (Fragen auf Deutsch, Antworten auf Englisch, &Uuml;bersetzungspausen sind nicht herausgeschnitten)<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/utip.gov.utexas.edu\/Speech\/Galbraith1.MP3\">University of Texas at Austin (Teil 1) [Audio &ndash; mp3]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/utip.gov.utexas.edu\/Speech\/Galbraith2.MP3\">University of Texas at Austin (Teil 2) [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/p>\n<p>Hier das heftig geschnittene und tats&auml;chlich ausgestrahlte Interview:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.drs.ch\/www\/de\/drs\/sendungen\/rendez-vous\/2753.bt10203832.html\">SR-DRS<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Nahe Ende des zweiten Teils des (ab ca. 13:15) des ungeschnittenen Interviews beteuerte Prof. Galbraith, dass es unbestritten sei, dass &Uuml;bersch&uuml;sse saldenmechanisch Defizite voraussetzen. Dabei bezeichnet Prof. Galbraith diejenige &Ouml;konomen, die &Uuml;bersch&uuml;sse f&uuml;r alle verlangen, als &bdquo;Quacks&ldquo; (Quacksalber). Zudem unterstellt er, dass diese &Ouml;konomen wissen, dass ihre Rezepte falsch sind, und dass sie diese kein Interesse am allgemeinen Wohlstand haben, sondern lediglich politische Interessen dienen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>EU pr&uuml;ft Anfang Januar Sanktionen gegen Belgien als Defizits&uuml;nder<\/strong><br>\nDie EU-Kommission will erst Anfang Januar kommenden Jahres entscheiden, ob sie gegen f&uuml;nf europ&auml;ische Defizitl&auml;nder &ndash; darunter Belgien und Polen &ndash; vorgeht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/brf.be\/nachrichten\/international\/306281\/#.Tuj3OSX8dIA.email\">BRF-Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Portugal muss Banken verstaatlichen<\/strong><br>\nDas Land greift in private Rentenfonds, um das hohe Haushaltsdefizit zu dr&uuml;cken, weil das Rezessionsland seine Versprechen nicht erf&uuml;llen kann<br>\nEs steht schlecht um Portugal und um seine Banken. Der extreme Verfall der B&ouml;rsenkurse macht die Gro&szlig;banken des Landes l&auml;ngst zu Penny-Stocks. So werden die Aktien der drittgr&ouml;&szlig;ten Bank zum Beispiel nur noch f&uuml;r 11 Cent gehandelt. Da auch die portugiesischen Banken die neuen EU-Kapitalanforderungen erf&uuml;llen m&uuml;ssen, muss die konservative Regierung mit Staatsmilliarden einspringen und die Gro&szlig;banken verstaatlichen. Der Regierungschef versucht derweil mit Tricks das Haushaltsdefizit f&uuml;r 2011 noch unter das mit der Troika aus EU-Kommission, Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) und Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) vereinbarte Ziel von 5,9% zu dr&uuml;cken. Das Land wird derweil tief in die Rezession gespart und die sozialen Konflikte nehmen deutlich zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/36\/36078\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>DGB: &ldquo;4-Punkte-Programm f&uuml;r einen Kurswechsel in Europa&rdquo;<\/strong><br>\nDie bisherigen Ma&szlig;nahmen f&uuml;hren unsere Gesellschaften in eine Sackgasse aus Armut, Ungleichheit, Rezession und letztlich h&ouml;herer Verschuldung, politischer Instabilit&auml;t und der Gef&auml;hrdung der bisherigen Integrationsfortschritte. Die Europ&auml;ische Integration darf nicht zur Disposition stehen. Wir fordern deshalb vor allem die deutsche Bundesregierung auf, die Schl&uuml;sselrolle der EZB als Kreditgeber der letzten Instanz und die Einf&uuml;hrung von Eurobonds nicht l&auml;nger blockieren. Elite-Bonds f&uuml;r sechs Staaten mit einem AAA-Rating w&uuml;rden die Kapitalbewegungen aus den Krisenl&auml;ndern in diese neue L&auml;ndergruppe unn&ouml;tig befeuern und den Zerfallsprozess der Eurozone beschleunigen. Das ist dann eine faktische Spaltung der Eurozone. Europa braucht eine gesamteurop&auml;ische Perspektive und keine Politik, die l&auml;nderspezifische Partikularinteressen verfolgt. Wir wollen eine gemeinsame Zukunft f&uuml;r alle Mitgliedsstaaten der Europ&auml;ischen Union. Wir wollen ein gerechtes Europa, ein prosperierendes und ein demokratisches Europa frei von Zukunfts&auml;ngsten, frei von Armut, mit Teilhabe an Arbeit, Verm&ouml;gen und Wohlstand f&uuml;r alle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++59c24b12-262d-11e1-5678-00188b4dc422\">DGB Bundesvorstand I Abteilung Wirtschafts-, Finanz- und Steuerpolitik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Studie: Global corporate Taxation and Resources for quality public services<\/strong><br>\nThe problem with the &lsquo;no option but austerity&rsquo; line is that it thrusts national economies into downward spirals. Austerity dampens then freezes economic activity. Public revenues drop. The objective of reducing sovereign debt is defeated because of the downturn in economic activity, while uncertainty drives up the cost of servicing the debt &ndash; the classic &lsquo;debt trap.&rsquo; There is another way&hellip;.<br>\nEdited by Laura Figazzolo and Bob Harris<br>\nEducation International Research Institute, December 2011<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.axel-troost.de\/article\/5821.studie-global-corporate-taxation-and-resources-for-quality-public-services.html\">Download bei Axel Troost<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Antwort ist 8,50 Euro pro Stunde<\/strong><br>\nEndlich ist Bewegung in die Diskussion um den Mindestlohn gekommen. Aber jetzt darf die<br>\nCDU nicht l&auml;nger herumdrucksen. Sie muss in wichtigen Fragen Farbe bekennen.<br>\nDas CDU-Modell dr&uuml;ckt sich jedoch um die Frage, was passieren soll, wenn sich die zentrale Kommission auf keinen gemeinsamen Mindestlohnsatz verst&auml;ndigen kann. Dass ein solcher Fall keineswegs unwahrscheinlich ist, zeigt das langj&auml;hrige Verhalten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeber (BDA). Im bundesweiten Tarifausschuss haben BDA-Vertreter sogar schon einmal die Allgemeinverbindlichkeitserkl&auml;rung von Tarifvertr&auml;gen blockiert, die der betreffende Branchenarbeitgeberverband ausdr&uuml;cklich w&uuml;nschte. Einen allgemeinen Mindestlohn lehnt die BDA prinzipiell ab. Deshalb darf sich die Politik am Ende nicht aus der Verantwortung stehlen und muss letztlich die Entscheidung &uuml;ber einen angemessenen Mindestlohn selber f&auml;llen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/wsi_ps_ftd_2011_11_14.pdf\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung [PDF &ndash; 91 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Zeitarbeit: Rettungsschirm f&uuml;r Lohndr&uuml;cker<\/strong><br>\nNach einem Beschluss des Bundesarbeitsgerichts m&uuml;ssten hunderte Zeitarbeitsfirmen L&ouml;hne und Sozialbeitr&auml;ge in Milliardenh&ouml;he nachzahlen. Viele Firmen wollen sich aus der Verantwortungen stehlen &ndash; und bekommen Sch&uuml;tzenhilfe vom CDU-Wirtschaftsfl&uuml;gel. Die Sozialversicherung solle statt dessen lieber von ihrer M&ouml;glichkeit gebraucht machen, auf Nachforderungen zu verzichten. Man wolle ja auch kein Unternehmen in die Insolvenz treiben. &Uuml;ber 1700 weitere Betriebe werden noch gepr&uuml;ft. Insgesamt summierten sich die Nachforderungen bislang auf 7,7 Millionen Euro. Wenn die Betr&auml;ge bei den weiteren Betrieben &auml;hnlich hoch wie bisher ausfallen, sammeln die Sozialkassen insgesamt wohl nicht einmal 50 Millionen Euro ein. Das ist ein ziemlich bescheidener Ertrag. Die DGB-Gewerkschaften allerdings sch&auml;tzen, dass die Sozialversicherungen Anspr&uuml;che in H&ouml;he von rund zwei Milliarden Euro geltend machen k&ouml;nnen.<br>\n&bdquo;Geradezu absurd&ldquo; sei der Vorschlag der Wirtschaftsweisen, den Zeitarbeitsfirmen Vertrauensschutz zu gew&auml;hren. Peter Sch&uuml;ren, Professor f&uuml;r Arbeitsrecht an der Universit&auml;t M&uuml;nster, sagt, mit dieser Forderung vertrete der Sachverst&auml;ndigenrat eine juristisch nicht haltbare Position, die bislang von den Arbeitsgerichten ausnahmslos abgelehnt worden sei. Damit mache er sich zum Sachwalter der Verleiher, die CGZP-Tarife genutzt haben, und stifte unn&ouml;tig Verwirrung. Schon seit Jahren sei erkennbar gewesen, dass die CGZP im Wesentlichen die W&uuml;nsche der Arbeitgeber erf&uuml;lle. Wer Hunderte von Haustarifen nach Arbeitsgeberwunsch produziere, sei nach deutscher Rechtsprechung keine Gewerkschaft. Die Union plant nun eine &auml;hnliche Regelung. wie die vom Sachverst&auml;ndigenrat vorgeschlagene. Nur noch ein wenig umfassender.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/arbeit---soziales\/zeitarbeit-rettungsschirm-fuer-lohndruecker,1473632,11303916.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gewalttaten gegen Obdachlose: Nach unten treten<\/strong><br>\nGewalttaten gegen Obdachlose werden selten politisch eingeordnet, T&auml;ter und Ursachen meist im &raquo;Milieu&laquo; gesucht. In Leipzig hat Proze&szlig; nach Mord in Oschatz begonnen. Statistiken gibt es kaum &uuml;ber die Gewalt gegen Wohnungslose in Deutschland. Sie bilden die Opfergruppe mit der h&ouml;chsten Dunkelziffer, erl&auml;uterte Marianne Thum von der RAA in Dresden. Die Beratungsstelle versucht zwar, Zugang zu den Opfern zu finden. Doch gerade bei Wohnungslosen sei dies wegen h&auml;ufiger Ortswechsel schwer, so Thum. Jahrelange Alkoholabh&auml;ngigkeit k&ouml;nne das Erinnerungsverm&ouml;gen der Opfer an die Tat beeintr&auml;chtigen und erschwere die Erstattung von Anzeigen zus&auml;tzlich. Au&szlig;erdem h&auml;tten viele Wohnungslose die Erfahrung gemacht, von der Polizei nicht ernst genommen zu werden. Und sie seien auch psychisch kaum in der Lage, einen Proze&szlig; durchzustehen. Da Wohnungslose &uuml;ber keinerlei gesellschaftliche Lobby verf&uuml;gen, k&ouml;nnen sich die T&auml;ter durchaus Chancen errechnen, da&szlig; ihre Angriffe folgenlos bleiben. Auch in den Medien erh&auml;lt das Thema kaum Aufmerksamkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/12-14\/006.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Das Elend der Wirtschaftsprognosen<\/strong><br>\nJedes Jahr im Fr&uuml;hjahr und Herbst geben die sechs bzw. (seit 2007) vier &ldquo;f&uuml;hrenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute&rdquo; im Auftrag des Bundeswirtschaftsministers ihre Prognose f&uuml;r das zu erwartende Wirtschaftswachstum ab. Besonders beliebt: die Herbstprognosen f&uuml;rs Folgejahr. Doch gerade die lagen 2005-2010 stets arg daneben. Einmal mehr zeigt sich: Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen.<br>\nF&uuml;r 2005 hatten sie im Herbst des Vorjahres 1,5 % Wachstum prognostiziert. In Wirklichkeit waren es dann 0,7 %.<br>\nF&uuml;r 2006: 1,2 % prognostiziert, tats&auml;chlich 3,7 %.<br>\nF&uuml;r 2007: 1,4 % prognostiziert, tats&auml;chlich 3,3 %.<br>\nF&uuml;r 2008: 2,2 % prognostiziert, tats&auml;chlich 1,1 %.<br>\nF&uuml;r 2009: 0,2 % prognostiziert, tats&auml;chlich -5,1 %.<br>\nF&uuml;r 2010: 1,2 % prognostiziert, tats&auml;chlich 3,7 %.<br>\nSabine Weiler, Sprecherin des Rheinisch-Westf&auml;lisches Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen, h&auml;lt eine Abweichung der Prognose vom tats&auml;chlichen Wachstum von 0,2 bis 0,3 Prozentpunkten f&uuml;r gut. In Wirklichkeit lag diese Abweichung 2005-2010 im Schnitt bei 2,35 Prozentpunkten. Auch wenn wir den Extremfall 2009 mal gn&auml;digerweise ignorieren, bleibt die Abweichung bei im Schnitt 1,76 Prozentpunkten. Demnach sind die Prognosen, wenn wir den eigenen Ma&szlig;stab des RWI anlegen, grottenschlecht und faktisch unbrauchbar.<br>\nWeiler sagte bei der Gelegenheit noch etwas Vern&uuml;nftiges: &bdquo;Es w&auml;re vern&uuml;nftiger zu sagen, dass mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent eine Zahl zwischen x und y eintreffen kann.&ldquo; In der Tat: Wir warten auf die erste offizielle Wachstumsprognose, die genau so formuliert ist &ndash; und auf Manager, Politiker und Journalisten, die mit solch unscharfen Aussagen umgehen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.luegen-mit-zahlen.de\/blog\/das-elend-der-wirtschaftsprognosen\">L&uuml;gen mit Zahlen, Gerd Bosbach, Jens J&uuml;rgen Korff<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Deutsche Zust&auml;nde: Das entsicherte Jahrzehnt<\/strong><br>\nDie Entwicklungen im zur&uuml;ckliegenden, einem entsicherten Jahrzehnt, sind in allen zentralen Lebenssph&auml;ren erfahrbar.\n<ul>\n<li>In der &ouml;konomischen Sph&auml;re scheint weiterhin eine Mentalit&auml;t bei Besserverdienenden vorzuherrschen, die von der grundgesetzlichen Maxime, laut der Eigentum verpflichtet (etwa zur Verhinderung sozialer Desintegration), wenig wissen will und der sozialen Spaltung Vorschub leistet. Zu den Kennzeichen des entsicherten Jahrzehnts geh&ouml;ren auch die Krisenstadien wie Finanz-, Wirtschafts-, Fiskal- und jetzt Schuldenkrise und ihre Wahrnehmungen und Verarbeitungen durch die Menschen.<\/li>\n<li>In der politischen Sph&auml;re gibt es mit der Wahrnehmung einer Demokratieentleerung, also von Vertrauensverlusten und einem Gef&uuml;hl der Machtlosigkeit, ernste Warnsignale, da die Anf&auml;lligkeit f&uuml;r rechtspopulistische Mobilisierungen auff&auml;llig ist.<\/li>\n<li>In der sozialen Sph&auml;re haben die &Ouml;konomisierung des Sozialen und die Statusunsicherheit mit den verschiedenen Desintegrations&auml;ngsten und -erfahrungen eine Kernrelevanz f&uuml;r die steigenden Abwertungen der als &raquo;Nutzlose&laquo; und &raquo;Ineffiziente&laquo; deklarierten Gruppen, also von Hartz-IV-Empf&auml;ngern und Langzeitarbeitslosen.<\/li>\n<li>In der religi&ouml;sen Sph&auml;re ist das friedliche und vom Ideal der Gleichwertigkeit gepr&auml;gte Zusammenleben der Menschen unterschiedlichen Glaubens immer noch latent gef&auml;hrdet. Immer weniger Menschen wollen in Gebieten mit vielen Moslems leben. Auch die verschiedenen Varianten des Antisemitismus geben Grund zur Sorge, wie der israelbezogene Antisemitismus.<\/li>\n<li>In der Sph&auml;re der Lebensstile bleibt auch die Abwertung von Homosexuellen oder Obdach-losen auf der gesellschaftlichen Tagesordnung. <\/li>\n<\/ul>\n<p>Zwar kann man Ende 2011 konstatieren, dass bislang keine Kumulation der Effekte der unterschiedlichen Krisen eingetreten ist, sondern das diese zeitlich gestaffelt sp&uuml;rbar werden. Dies ist allerdings kein Grund zur Beruhigung, denn es konnte keine der Krisen gel&ouml;st werden, nirgends gelang die R&uuml;ckkehr zum stabileren Status quo ante, die Krisen wurden und werden bestenfalls &raquo;prozessiert&laquo;. Zudem haben sich die krisenhaften Entwicklungen seit 2008 zeitlich massiv verdichtet, wobei die Schuldenkrise, die alle anderen Probleme &uuml;berw&ouml;lbt, da sie nicht l&auml;nger lediglich einzelne Sektoren betrifft, in denen sie eingehegt werden k&ouml;nnte, diesen Zustand der Staffelung und des Prozessierens nun m&ouml;glicherweise beendet.<br>\nEntsicherung, Richtungslosigkeit und Instabilit&auml;t sind zur neuen Normalit&auml;t geworden, die Nervosit&auml;t scheint &uuml;ber alle sozialen Gruppen hinweg zu steigen. Wir erleben, wie sich ein neuer Standard etabliert: volatility so die New York Times. Eine explosive Situation als Dauerzustand. Daher sollten wir der rohen B&uuml;rgerlichkeit (nicht zu verwechseln mit B&uuml;rgertum) weiterhin unsere Aufmerksamkeit widmen. Einer B&uuml;rgerlichkeit, die sich bei der Beurteilung sozialer Gruppen an den Ma&szlig;st&auml;ben der kapitalistischen N&uuml;tzlichkeit, der Verwertbarkeit und Effizienz orientiert und somit die Gleichwertigkeit von Menschen sowie ihre psychische wie physische Integrit&auml;t antastbar macht und dabei zugleich einen Klassenkampf von oben inszeniert.<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/111215_heitmeyer_deutsche_zustaende.pdf\">Institut f&uuml;r interdisziplin&auml;re Konflikt und Gewaltforschung, Pr&auml;sentation der Langzeituntersuchung &bdquo;Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit&ldquo; [PDF &ndash; 348 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Studiengeb&uuml;hren: Bayerns Hochschulen sollen Millionen horten<\/strong><br>\nVerbesserung der Studienbedingungen? Von wegen! Dutzende Millionen an Studiengeb&uuml;hren schlummern ungenutzt auf den Konten, kritisieren die Gr&uuml;nen. Zudem seien Mittel in fragw&uuml;rdiger Weise verwendet worden, beispielsweise f&uuml;r Elektroanschl&uuml;sse. Der Streit um die Geb&uuml;hren wird durch solche Meldungen neu entfacht. Bayerns Hochschulen sollen Millionen horten..<br>\nDanach liegen noch mehr als 61 Millionen Euro auf den Konten. Und im aktuellen Wintersemester kommen nach Sch&auml;tzungen der Hochschulen aufgrund der gestiegenen Studentenzahlen wieder 86 Millionen dazu. Bei der TU M&uuml;nchen sind es acht, bei der LMU und in Augsburg sieben, nur Bamberg hat einen relativ geringen Rest von 1,7&nbsp;Millionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/gruenen-vorwurf-zu-studiengebuehren-bayerns-hochschulen-sollen-millionen-horten-1.1232970\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Auslandsmobilit&auml;t deutscher Studenten stagniert<\/strong><br>\nIn der Auslandsmobilit&auml;t deutscher Studenten zeichnet sich einerseits eine Stagnation ab, andererseits hat es strukturelle Ver&auml;nderungen gegeben. Die Struktur&auml;nderungen f&uuml;hrten die Experten bei einem &ouml;ffentlichen Fachgespr&auml;ch des Bildungsausschusses am Mittwochvormittag vor allem auf die Umstellung der Studieng&auml;nge auf Bachelor und Master zur&uuml;ck. Als Grund f&uuml;r die Stagnation wurde besonders die Frage der Finanzierung von Auslandsaufenthalten hervorgehoben.<br>\nIn den vergangenen Jahren habe sich die Auslandsmobilit&auml;t deutscher Studenten weder verbessert noch verschlechtert, sagte Ulrich Heublein vom HIS Hochschul-Informations-System. Mit der Umstellung auf die Bachelor- und Masterstudieng&auml;nge h&auml;tten sich die Voraussetzungen f&uuml;r studienbezogene Auslandsaufenthalte jedoch grundlegend ge&auml;ndert. Als Beispiele nannte er in seiner schriftlichen Stellungnahme unter anderem die k&uuml;rzere Studiendauer, eine st&auml;rkere Strukturierung des Studienablaufs und das ver&auml;nderte Pr&uuml;fungsreglement. Derzeit stagniere die Zahl der Bachelorabsolventen, die am Ende ihres Studiums einen Auslandsaufenthalt von mindestens einem Monat absolviert haben, bei etwa 22 Prozent an den Universit&auml;ten. Bei den Fachhochschulen liege sie bei 25 Prozent. Um die Auslandsmobilit&auml;t zu erh&ouml;hen, m&uuml;sse unter anderen die Vereinbarkeit von Auslandsaufenthalt mit dem normalen Studienverlauf erh&ouml;ht werden, sagte Heublein. Zudem m&uuml;ssten die Finanzierungsm&ouml;glichkeiten erweitert werden &ndash; etwa um entsprechende Studienkredite &ndash; und bestimmte F&auml;chergruppen st&auml;rker in den Blick genommen werden. So sei die Auslandsmobilit&auml;t bei Ingenieurs- und Naturwissenschaften eher gering.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2011_12\/2011_519\/03.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Buchtipp: Steuerma&szlig;nahmen zur nachhaltigen Staatsfinanzierung<\/strong><br>\nLorenz JARASS \/ Gustav M. OBERMAIR<br>\n&ldquo;Wer viel verdient, kann seine Steuerschuld mindern. Er kann gute Berater bezahlen, stille Reserven bilden, Firmen verschachteln, Auslandsgesellschaften einrichten und so Gewinne und Verluste verschieben. Wer &uuml;ber viel Verm&ouml;gen verf&uuml;gt, kann die Steuer vermeiden. Aber nicht der, der mit seinem Jahreseinkommen sich und seine Familie ern&auml;hren muss&rdquo;, so ganz treffend Prof. KIRCHHOF im FAZ-Interview am 21.08.2011.<br>\nIn unserem neuen Buch &acute;Steuerma&szlig;nahmen zur nachhaltigen Staatsfinanzierung&acute; schlagen wir systematische Ma&szlig;nahmen vor, die verfassungs- und EU-konform die M&ouml;glichkeiten zur Steuervermeidung drastisch einschr&auml;nken. Die Ma&szlig;nahmen k&ouml;nnen zur Herstellung einer fairen Besteuerung, zur nachhaltigen Finanzierung unentbehrlicher staatlicher Leistungen und zum Abbau der seit 2008 wegen der Bankenkrise massiv zunehmenden Schulden beitragen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.axel-troost.de\/article\/5815.buchtipp-steuermassnahmen-zur-nachhaltigen-staatsfinanzierung.html\">Axel Troost<\/a> &ndash; Dort auch zum Download<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Europas Banken verjagen US-Kunden<\/strong><br>\nDeutschen Banken werden die b&uuml;rokratischen Auflagen von US-Finanzbeh&ouml;rden zu bunt, denn versch&auml;rfte Meldepflichten ziehen hohe Kosten nach sich. Daher k&uuml;ndigten f&uuml;hrende Geldinstitute Tausenden US-Depotinhabern. Ausl&auml;ndische Banken in den USA m&uuml;ssen den Finanzbeh&ouml;rden seit diesem Jahr sehr viel umfangreicher &uuml;ber die Wertpapiergesch&auml;fte ihrer Kunden Auskunft erteilen als zuvor. Hintergrund ist der Versuch der Amerikaner, Steuerschlupfl&ouml;cher zu schlie&szlig;en. Seit Anfang 2011 sind Auslandsbanken bei Wertpapiergesch&auml;ften von US-Kunden verpflichtet, den individuellen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn oder -verlust zu ermitteln. Dieser ist dann &ndash; getrennt nach kurzfristigen und langfristigen Erfolgen &ndash; zusammen mit weiteren Daten an die Finanzverwaltung zu melden. Hinzu kommen Spezialvorschriften &uuml;ber die Anwendung von Quellensteuererm&auml;&szlig;igungen und Doppelbesteuerungsabkommen. &ldquo;Das l&auml;sst sich nicht mehr nur in einer Tabelle darstellen&rdquo;, sagte ein Banker. Die H&uuml;rden f&uuml;r Auslandsdepots seien so hoch, dass es f&uuml;r US-B&uuml;rger oder Unternehmen extrem schwierig werde, Wertpapiere au&szlig;erhalb der USA anzulegen. Dies komme den amerikanischen Banken zugute. Mit den umfangreichen Dokumentations- und Meldevorschriften sowie Haftungsrisiken w&uuml;rden ausl&auml;ndische Banken zu einem verl&auml;ngerten Arm der US-Finanzbeh&ouml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:verwaltungsaufwand-europas-banken-verjagen-us-kunden\/60142278.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> &ldquo;Wir sind nicht froh &uuml;ber die Versch&auml;rfung&rdquo;, sagte ein Sprecher des Bundesverbands deutscher Banken. Verst&auml;ndlich, aber der Bundesverband deutscher Banken m&ouml;ge entschuldigen: Wir sind froh, ja fr&ouml;hlich. Zeigen doch die USA, dass man Finanzgesch&auml;fte mit dem Ausland einschr&auml;nken kann. Da wird seit Jahr und Tag von unserem Finanzkapital und der ihr h&ouml;rigen Politik verk&uuml;ndet, eine strenge Regulierung des Finanzsektors der Eurozone sei nicht m&ouml;glich, da die Institute dann nach London, New York oder Singapur ausweichen. Die &lsquo;Amis&rsquo; haben uns wieder einmal gezeigt, wie man es macht. Endlich ist der erste Schritt getan, die volkswirtschaftlichen Kosten&nbsp; gegen&uuml;ber dem Nutzen der globalisierten Finanzindustrie auszutarieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Bundespr&auml;sident Wulff und der Kredit &ndash; Hannover Bande<\/strong><br>\nMan kennt sich, man hilft sich: In Hannover liegt der Sumpf aus Politik, Wirtschaft, Unternehmen und Prominenz, auf dem Karrieren bl&uuml;hen &ndash; unter anderem die von Bundespr&auml;sident Wulff und Altkanzler Schr&ouml;der. Die Wahrheit &uuml;ber Wulffs Privatkredit r&uuml;ckt jetzt wieder die sogenannte Maschsee-Connection in den Mittelpunkt. Sie gibt Anlass f&uuml;r wildeste Ger&uuml;chte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/bundespraesident-wulff-und-der-kredit-hannover-bande-1.1234107\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Praxisgeb&uuml;hr muss weg<\/strong><br>\nKurz vor Jahresende wird in der Koalition laut &uuml;ber eine &Auml;nderung der Praxisgeb&uuml;hr nachgedacht. Die von der rot-gr&uuml;nen Regierung 2004 eingef&uuml;hrte Praxisgeb&uuml;hr von 10 Euro pro Arztbesuch im Quartal hat nie die gew&uuml;nschte Steuerungsfunktion f&uuml;r Arztkontakte erf&uuml;llt &ndash; im Gegenteil: Nachweislich wurde von dieser Zuzahlung gerade &auml;rmere Menschen vom Arztbesuch abgehalten. Mit 2,5 Mrd. Euro stellt sie aber eine Zusatzeinnahme der Krankenkasse dar, die allein von den Kranken und nicht von den Versicherten getragen wird. Jetzt wird diskutiert, eine Geb&uuml;hr von 5 Euro pro Praxisbesuch zu erheben. Dadurch werden PatientInnen, die chronisch krank sind und deshalb h&auml;ufiger den Arzt aufsuchen m&uuml;ssen, noch mehr belastet. Finanziell schlechter Gestellte werden vom Arztbesuch abgehalten, w&auml;hrend die besser Verdienenden sich auch weiterhin den Arztbesuch &bdquo;leisten&ldquo; k&ouml;nnen. Nebenbei wird der b&uuml;rokratische Aufwand in der Arztpraxis noch h&ouml;her als er jetzt schon ist. In Deutschland gibt es nicht nur besonders viele Arztkontakte, diese sind jeweils auch extrem kurz. Eine Steuerung der H&auml;ufigkeit von Arztkontakten ist nicht &uuml;ber eine finanzielle Belastung der PatientInnen zu erreichen, da sie vorrangig systeminduziert ist. Soll die H&auml;ufigkeit von Arztkontakten reduziert werden, so m&uuml;sste z.B. die Quartalsbudgetierung im Gesundheitswesen aufgehoben werden, da sie zur routinem&auml;&szlig;igen Wiedereinbestellung von Patienten f&uuml;hrt, die nicht medizinisch sondern rein finanziell motiviert sein kann. An solchen systemischen Punkten m&uuml;sste angesetzt werden, wenn das Ziel wirklich eine Reduzierung &uuml;berfl&uuml;ssiger Arztkontakte ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vdaeae.de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=501&amp;Itemid=1\">Verein demokratischer &Auml;rztinnen und &Auml;rzte e.V.<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Lindner tritt als FDP-Generalsekret&auml;r zur&uuml;ck<\/strong><br>\nZwei Jahre war er im Amt. Jetzt hat FDP-Generalsekret&auml;r Lindner &uuml;berraschend seinen R&uuml;cktritt erkl&auml;rt. Die Opposition reagierte umgehend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article13766634\/Lindner-tritt-als-FDP-Generalsekretaer-zurueck.html\">Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(RS\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-11601","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11601","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11601"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11601\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11604,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11601\/revisions\/11604"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11601"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11601"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11601"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}