{"id":116099,"date":"2024-06-03T09:00:31","date_gmt":"2024-06-03T07:00:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116099"},"modified":"2024-06-04T07:45:08","modified_gmt":"2024-06-04T05:45:08","slug":"die-luegen-der-kriegstreiber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116099","title":{"rendered":"Die L\u00fcgen der Kriegstreiber"},"content":{"rendered":"<p>Ein Vergleich der milit&auml;rischen Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse macht deutlich: Ein Sieg der Ukraine ist angesichts der immensen &Uuml;berlegenheit Russlands trotz Unterst&uuml;tzung des Westens &auml;u&szlig;erst unwahrscheinlich. &Auml;hnlich unwahrscheinlich ist es, dass Russland aufgrund der deutlichen &Uuml;berlegenheit der NATO einen Mitgliedsstaat in Europa angreift. Ein Blick auf die sich ver&auml;ndernden Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse zwischen den NATO-Staaten auf der einen und den BRICS-Staaten Russland, China und Indien auf der anderen Seite gibt einen Hinweis darauf, warum westliche F&uuml;hrungspolitiker permanent das Gegenteil behaupten. Von <strong>Karsten Montag<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_960\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-116099-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240603_Die_Luegen_der_Kriegstreiber_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240603_Die_Luegen_der_Kriegstreiber_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240603_Die_Luegen_der_Kriegstreiber_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240603_Die_Luegen_der_Kriegstreiber_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=116099-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240603_Die_Luegen_der_Kriegstreiber_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"240603_Die_Luegen_der_Kriegstreiber_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Angesichts der derzeitigen milit&auml;rischen Erfolge Russlands in der Ukraine scheint kein Ende der Eskalationsspirale zwischen der gr&ouml;&szlig;ten Atommacht der Welt und den NATO-Staaten in Sicht. Nachdem der <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/frankreichs-staatschef-macron-schliesst-westliche-bodentruppen-in-der-ukraine-weiterhin-nicht-aus-100.html\">franz&ouml;sische Pr&auml;sident Macron Anfang Mai bekr&auml;ftigt<\/a> hat, dass er die Entsendung westlicher Bodentruppen in die Ukraine weiterhin nicht ausschlie&szlig;t, hat Russland damit begonnen, ein <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/man%C3%B6ver-nahe-der-ukraine-plant-russland-einen-atomschlag\/a-69016835\">Man&ouml;ver<\/a> mit taktischen Atomwaffen in der N&auml;he der ukrainischen Grenze durchzuf&uuml;hren.<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/ukraine-antony-blinken-will-das-abfeuern-von-us-waffen-auf-russland-erlauben-a-c5257774-95d1-4dc9-95ac-a5e6526a4481\">US-Au&szlig;enminister Blinken erwog<\/a> k&uuml;rzlich, der Ukraine zu erlauben, amerikanische Waffen zu einem direkten Angriff auf russisches Territorium zu nutzen. Unterst&uuml;tzt wird dieses Vorhaben unter anderem von <a href=\"https:\/\/www.economist.com\/europe\/2024\/05\/24\/natos-boss-wants-to-free-ukraine-to-strike-hard-inside-russia\">NATO-Generalsekret&auml;r Stoltenberg<\/a>, dem franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/macron-ukraine-soll-stuetzpunkte-in-russland-neutralisieren-koennen-li.2219469\">Macron<\/a>, dem ehemaligen Gr&uuml;nen-Vorsitzenden <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/ukraine-verteidigung-hofreiter-100.html\">Hofreiter<\/a> und dem CDU-Verteidigungspolitiker <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kiesewetter-cdu-kiew-darf-auch-militaerische-ziele-in-russland-angreifen-100.html\">Kiesewetter<\/a>.<\/p><p>Mittlerweile haben die USA der Ukraine diesbez&uuml;glich eine <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/waffeneinsatz-ukraine-usa-macron-100.html\">Absage<\/a> erteilt. Das h&auml;lt das Land jedoch nicht davon ab, weiterhin mit Drohnen fragw&uuml;rdige Ziele in Russland anzugreifen. Die Besch&auml;digungen des <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Ukrainische-Streitkraefte-greifen-wohl-erneut-russisches-Atomraketen-Fruehwarnsystem-an-9733169.html\">russischen Atomraketen-Fr&uuml;hwarnsystems<\/a> haben &uuml;berhaupt keinen direkten Einfluss auf die K&auml;mpfe an der Front in der Ukraine, k&ouml;nnten aber zu einer Eskalation des Konflikts und einem Eingreifen der NATO f&uuml;hren.<\/p><p>Derweil droht ein geplanter <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/475654.krieg-in-der-ukraine-pleite-mit-ansage-friedensgipfel-in-der-schweiz-ohne-staatschefs-der-brics-staaten.html\">Friedensgipfel<\/a> in der Schweiz Mitte Juni zu einer Farce zu werden, da Russland nicht eingeladen wurde und sowohl die Staatschefs der BRICS-Staaten als auch <a href=\"https:\/\/www.bloomberg.com\/news\/articles\/2024-05-23\/clooney-kimmel-fundraiser-pulls-biden-away-from-a-meeting-on-ukraine-peace-plan\">US-Pr&auml;sident Biden<\/a> nicht teilnehmen werden. Eine ernsthafte westliche Friedensinitiative ist also weit und breit nicht in Sicht, und das, obwohl der russische Pr&auml;sident Putin seine <a href=\"https:\/\/responsiblestatecraft.org\/putin-ukraine-ready-to-talk\/\">Bereitschaft zu Friedensverhandlungen<\/a> signalisiert.<\/p><p><strong>Statt ernsthafte Friedensverhandlungen zu f&uuml;hren, dreht der Westen weiter an der Eskalationsschraube<\/strong><\/p><p>Ob US-Pr&auml;sident <a href=\"https:\/\/www.barrons.com\/news\/biden-says-if-putin-takes-ukraine-he-won-t-stop-there-3bd6c076\">Biden<\/a>, US-Verteidigungsminister <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=7YHwzJUbByQ\">Austin<\/a>, Bundesverteidigungsminister <a href=\"https:\/\/www.rundschau-online.de\/politik\/russland-angriff-wladimir-putin-adolf-hitler-boris-pistorius-warnung-angriff-europa-ukraine-krieg-bundeswehr-einfrieren-muetzenich-kaese-774606\">Pistorius<\/a>, Bundesau&szlig;enministerin <a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/politik\/nato-uebung-baerbock-russland-ukraine-krieg-abschreckung-unterstuetzung-atomwaffen-92812603.html\">Baerbock<\/a>, die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/strack-zimmermann-russischer-angriff-auf-deutschland-moeglich-VFQEIUFMPBG2HBQXYYLYYS43ME.html\">Strack-Zimmermann<\/a> oder der CDU-Vorsitzende <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/merz-interview-zeitenwende-101.html\">Merz<\/a> &ndash; westliche F&uuml;hrungspolitiker werden nicht m&uuml;de, direkt oder implizit zu behaupten, Russland w&uuml;rde nach einem eventuellen Sieg in der Ukraine nicht haltmachen, sondern danach weitere europ&auml;ische L&auml;nder angreifen. Zugleich versichern sie, dass man der Ukraine nur genug Waffen liefern muss, damit sie den Krieg f&uuml;r sich entscheiden kann. Vor dem Hintergrund simpler milit&auml;rischer Tatsachen ist es jedoch &auml;u&szlig;erst unwahrscheinlich, dass sich die beiden Behauptungen bewahrheiten werden.<\/p><p><strong>Warum die Ukraine den Krieg gegen Russland nicht gewinnen kann<\/strong><\/p><p>Der Erfolg auf dem Schlachtfeld ist von vielen Faktoren abh&auml;ngig: Kampfmoral, Taktik, Ausr&uuml;stung, verf&uuml;gbare Munition, Wetter, Kriegsgl&uuml;ck, Momentum und &Auml;hnliches. Der Erfolg in einem Abnutzungskrieg, wie er derzeit in der Ukraine zu beobachten ist, ist jedoch haupts&auml;chlich abh&auml;ngig von der jeweiligen Anzahl der Waffen, der Munition und der Soldaten, die den Konfliktgegnern jeweils zur Verf&uuml;gung stehen. Ein einfacher Vergleich der milit&auml;rischen Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse zeigt, dass die Ukraine einen Abnutzungskrieg gegen Russland nicht gewinnen kann.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240603_montag-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240603_montag-01.jpg\" alt=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Abbildung 1: Milit&auml;rpersonal, menschliche Reserven, Landstreitkr&auml;fte, Luftstreitkr&auml;fte, Seestreitkr&auml;fte und R&uuml;stungsausgaben in Russland und in der Ukraine, Datenquelle: Global Firepower 2024 (<a href=\"https:\/\/www.globalfirepower.com\/\">globalfirepower.com<\/a>)<\/small><\/p><p>Selbst die westliche Unterst&uuml;tzung kann daran wenig &auml;ndern. Einerseits werden der Ukraine aufgrund ihrer Bev&ouml;lkerungsgr&ouml;&szlig;e im Vergleich zu Russland immer zu wenig Soldaten zur Verf&uuml;gung stehen. Andererseits reichen die westlichen Waffenlieferungen nicht aus, um die russische &Uuml;berlegenheit zu kompensieren. Beispielsweise verf&uuml;gt Russland &uuml;ber mehr als 800 Kampfflugzeuge. Wie soll eine Lieferung von 80 <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ukrainische_Luftstreitkr%C3%A4fte#Luftfahrzeuge\">F16-Kampfflugzeugen<\/a> die russische Luft&uuml;berlegenheit in der Ukraine beenden? Die westlichen Waffenlieferungen haben lediglich einen verz&ouml;gernden Effekt, der zu noch mehr Opfern auf den Schlachtfeldern f&uuml;hrt.<\/p><p><strong>Warum Russland es kaum wagen wird, ein NATO-Land anzugreifen<\/strong><\/p><p>Aus dem gleichen Grund, warum die Ukraine den Krieg gegen Russland nicht gewinnen kann, wird es Russland kaum wagen, ein NATO-Land anzugreifen. Denn gem&auml;&szlig; Artikel 5 des Nordatlantikvertrags sind die Mitgliedsstaaten verpflichtet, einem angegriffenen Mitgliedsland Beistand zu leisten. Eher k&ouml;nnten es sich die NATO-Staaten leisten, Russland anzugreifen und zu besiegen, wenn dieses nicht &uuml;ber das weltweit gr&ouml;&szlig;te Atomwaffenarsenal verf&uuml;gen w&uuml;rde.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240603_montag-02.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240603_montag-02.jpg\" alt=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Abbildung 2: Milit&auml;rpersonal, menschliche Reserven, Landstreitkr&auml;fte, Luftstreitkr&auml;fte, Seestreitkr&auml;fte und R&uuml;stungsausgaben in Russland und in der NATO, Datenquelle: Global Firepower 2024 (<a href=\"https:\/\/www.globalfirepower.com\/\">globalfirepower.com<\/a>)<\/small><\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240603_montag-03.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240603_montag-03.jpg\" alt=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Abbildung 3: Nukleare Sprengk&ouml;pfe, Datenquelle: Statista (<a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/36401\/umfrage\/anzahl-der-atomsprengkoepfe-weltweit\/\">de.statista.com<\/a>)<\/small><\/p><p><strong>Worum es wirklich geht<\/strong><\/p><p>Wenn die westliche Unterst&uuml;tzung der Ukraine nicht zum Sieg verhelfen kann und wenn die russische Staatsf&uuml;hrung wahnsinnig sein m&uuml;sste, ein NATO-Land anzugreifen, warum behaupten dann westliche F&uuml;hrungspolitiker permanent das Gegenteil? Sind sie verzweifelt, weil sie gehofft hatten, Russland mit den Waffenlieferungen an die Ukraine und den Wirtschaftssanktionen in die Knie zu zwingen? Handelt es sich lediglich um Durchhalteparolen, weil man Russland untersch&auml;tzt und die eigenen Kr&auml;fte &uuml;bersch&auml;tzt hat? Derartige Fehleinsch&auml;tzungen sind zumindest einzelnen europ&auml;ischen F&uuml;hrungseliten zuzutrauen. Doch gilt das auch f&uuml;r die USA?<\/p><p>Geht man davon aus, dass es den Vereinigten Staaten im Kalten Krieg nie um die Eind&auml;mmung des Kommunismus ging, sondern um die Verhinderung der Entstehung einer Supermacht auf dem eurasischen Kontinent, dann wird ersichtlich, warum die Kriege und Stellvertreterkriege in Asien und Europa nach dem Ende des Kalten Krieges nicht aufgeh&ouml;rt haben. Nur eine Supermacht, die sich &uuml;ber Asien und Europa erstreckt, k&ouml;nnte den USA auf Dauer gef&auml;hrlich werden, da sie &uuml;ber deutlich mehr Ressourcen verf&uuml;gen w&uuml;rde, als auf dem amerikanischen Kontinent vorhanden sind.<\/p><p>Die Ideologien m&ouml;gen wechseln. Ob Eind&auml;mmung des Kommunismus, Krieg gegen den Terror oder die Bek&auml;mpfung autokratischer Herrscher mit neoimperialistischen Absichten &ndash; das eigentliche Ziel der Vereinigten Staaten bleibt immer gleich: Chaos und Kriege in Europa und Asien zu f&ouml;rdern, um eine Einigung zu verhindern. Dieses Vorgehen hat unter anderem der US-amerikanische Geostratege und Pr&auml;sidentenberater Zbigniew Brzezi&#324;ski in seinem Buch <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Die_einzige_Weltmacht:_Amerikas_Strategie_der_Vorherrschaft\">&bdquo;Die einzige Weltmacht: Amerikas Strategie der Vorherrschaft&ldquo;<\/a> n&auml;her erl&auml;utert.<\/p><p>Aus dieser Perspektive betrachtet, war jeder milit&auml;rische Einsatz der USA in Europa und Asien ein Erfolg, auch wenn einige davon, beispielsweise der Vietnamkrieg, als Niederlage erscheinen. Auch der Stellvertreterkrieg in der Ukraine hat bereits ein wichtiges geopolitisches Ziel der Vereinigten Staaten erreicht: die wirtschaftliche Trennung Russlands und Westeuropas. Sollten die USA weiterhin das Ziel verfolgen, ihre Vormachtstellung in der Welt zu bewahren, sind die n&auml;chsten Schritte auf diesem Weg bereits absehbar: Eingrenzung des wirtschaftlichen und milit&auml;rischen Aufstiegs Chinas sowie Verhinderung einer Kooperation zwischen Russland und China.<\/p><p>Liest man die <a href=\"https:\/\/www.whitehouse.gov\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Biden-Harris-Administrations-National-Security-Strategy-10.2022.pdf\">Nationale Sicherheitsstrategie<\/a> der Biden-Regierung aufmerksam, finden sich &ndash; mit euphemistischen Formulierungen bereichert &ndash; ebendiese Ziele sowie deren ideologische Begr&uuml;ndung:<\/p><blockquote><p>&bdquo;<em>Obwohl das internationale Umfeld umk&auml;mpfter geworden ist, bleiben die Vereinigten Staaten die f&uuml;hrende Macht der Welt. (&hellip;) Die dringendste strategische Herausforderung f&uuml;r unsere Vision geht von M&auml;chten aus, die autorit&auml;res Regieren mit einer revisionistischen Au&szlig;enpolitik verbinden. (&hellip;) Viele Nicht-Demokratien schlie&szlig;en sich den Demokratien der Welt an, um diesen Verhaltensweisen abzuschw&ouml;ren. Leider tun dies Russland und die Volksrepublik China (VRC) nicht. (&hellip;) Die VR China und Russland sind zunehmend aufeinander abgestimmt, aber die Herausforderungen, die sie darstellen, sind in wichtiger Hinsicht unterschiedlich. Wir werden der Aufrechterhaltung eines dauerhaften Wettbewerbsvorteils gegen&uuml;ber der VR China Priorit&auml;t einr&auml;umen und gleichzeitig ein nach wie vor &auml;u&szlig;erst gef&auml;hrliches Russland in die Schranken weisen. (&hellip;) Die VR China ist der einzige Konkurrent, der sowohl die Absicht hat, die internationale Ordnung umzugestalten, als auch in zunehmendem Ma&szlig;e &uuml;ber die wirtschaftliche, diplomatische, milit&auml;rische und technologische Macht verf&uuml;gt, dies zu tun. (&hellip;) Viele unserer Verb&uuml;ndeten und Partner, insbesondere im indo-pazifischen Raum, stehen an der Frontlinie der Zwangsma&szlig;nahmen der VR China und sind zu Recht entschlossen, ihre eigene Autonomie, Sicherheit und ihren Wohlstand zu gew&auml;hrleisten. (&hellip;) Unsere Strategie erfordert, dass wir mit den Partnerl&auml;ndern zusammenarbeiten, sie unterst&uuml;tzen und ihre wirtschaftlichen und entwicklungspolitischen Bed&uuml;rfnisse befriedigen, nicht um des Wettbewerbs willen, sondern um ihrer selbst willen.&ldquo;<\/em><\/p><\/blockquote><p><strong>Ultima Ratio: der dritte Weltkrieg<\/strong><\/p><p>Nach dem Ende des Kalten Krieges ist insbesondere die Wirtschaftsleistung Chinas enorm gewachsen. Zusammen mit Russland und Indien holt die kaufkraftbereinigte Wirtschaftsleistung dieser drei L&auml;nder immer weiter im Vergleich zu den NATO-Staaten auf.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240603_montag-04.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240603_montag-04.jpg\" alt=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Abbildung 4: Kaufkraftbereinigtes Wirtschaftswachstum in US-Dollar in Preisen von 2017, Datenquelle: Weltbank (<a href=\"https:\/\/data.worldbank.org\/indicator\/NY.GDP.MKTP.PP.KD\">data.worldbank.org<\/a>)<\/small><\/p><p>Dementsprechend steigen auch ihre R&uuml;stungsausgaben. Dabei ist zu beachten, dass beispielsweise das <a href=\"https:\/\/www.economist.com\/graphic-detail\/2021\/05\/01\/nominal-spending-figures-understate-chinas-military-might\">Gehalt eines chinesischen Soldaten<\/a> um das 16-Fache niedriger ausf&auml;llt als das eines vergleichbaren US-Soldaten. Auch die Arbeitskosten in der chinesischen R&uuml;stungsindustrie fallen deutlich niedriger aus. Zudem gibt es aus US-amerikanischer Sicht gro&szlig;e Zweifel, ob die chinesische Staatsf&uuml;hrung alle <a href=\"https:\/\/thehill.com\/opinion\/national-security\/4624666-chinas-real-military-budget-has-quietly-become-almost-as-big-as-ours\/\">R&uuml;stungsausgaben<\/a> offenlegt.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240603_montag-05.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240603_montag-05.jpg\" alt=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Abbildung 5: R&uuml;stungsausgaben in US-Dollar in Preisen von 2017, Datenquelle: SIPRI (<a href=\"https:\/\/www.sipri.org\/databases\">sipri.org<\/a>)<\/small><\/p><p>Derzeit verf&uuml;gen die NATO-Staaten hinsichtlich der milit&auml;rischen Ausr&uuml;stung ihrer Streitkr&auml;fte noch &uuml;ber einen knappen Vorsprung vor Russland, China und Indien. Angesichts der schieren &Uuml;berlegenheit bei der Anzahl der Soldaten, der verf&uuml;gbaren menschlichen Ressourcen und des wirtschaftlichen Potenzials ist es jedoch nur eine Frage der Zeit, wann die drei L&auml;nder des BRICS-Blocks die NATO-Staaten &uuml;berholen werden.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240603_montag-06.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240603_montag-06.jpg\" alt=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Abbildung 6: Milit&auml;rpersonal, menschliche Reserven, Landstreitkr&auml;fte, Luftstreitkr&auml;fte, Seestreitkr&auml;fte und R&uuml;stungsausgaben in Russland, China, Indien und in der NATO, Datenquelle: Global Firepower 2024 (<a href=\"https:\/\/www.globalfirepower.com\/\">globalfirepower.com<\/a>)<\/small><\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240603_montag-07.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240603_montag-07.jpg\" alt=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Abbildung 7: Nukleare Sprengk&ouml;pfe, Datenquelle: Statista (<a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/36401\/umfrage\/anzahl-der-atomsprengkoepfe-weltweit\/\">de.statista.com<\/a>)<\/small><\/p><p>Man muss nicht viel Phantasie besitzen, um sich vorzustellen, dass US-amerikanische Politiker, welche die Hegemoniestellung ihres Landes mit allen Mitteln bewahren wollen, derzeit die milit&auml;rische Konfrontation zumindest mit Russland und China suchen, um sich den mit der Zeit schwindenden Vorteil der NATO zunutze zu machen. Welche Position Indien in den drohenden Auseinandersetzungen einnimmt, ist derzeit ungewiss. Einerseits pflegt das Land Allianz-&auml;hnliche Beziehungen zu den USA, andererseits weigert es sich gemeinsam mit China, die Sanktionen gegen Russland zu unterst&uuml;tzen, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=115361\">kompensiert diese sogar<\/a> und weitet seine Handelsbeziehungen mit Russland und dem Iran aus.<\/p><p><strong>Westliche Provokationen aus der Sicht Russlands und Chinas<\/strong><\/p><p>Nachfolgend findet sich eine Darstellung, wie Russland und China das westliche Agieren in der Ukraine und in Taiwan wahrnehmen. Damit sollen ausdr&uuml;cklich keine Kriegsverbrechen oder v&ouml;lkerrechtswidrige Angriffskriege gebilligt werden, sondern lediglich die Sichtweise der anderen Seite im aktuellen Stellvertreterkrieg in der Ukraine und m&ouml;glichen zuk&uuml;nftigen Stellvertreterkriegen, beispielsweise in Taiwan, dargelegt werden.<\/p><p>Dieser explizite Hinweis ist mittlerweile notwendig, da der Bundestag Ende 2022 die Erweiterung des Paragraphen 130 des Strafgesetzbuches um den neuen Absatz 5 beschlossen und damit aus Sicht der Opposition m&ouml;glicherweise die <a href=\"https:\/\/www.lto.de\/recht\/hintergruende\/h\/volksverhetzung-voelkermord-kriegsverbechen-groeblich-verharmlosen-billigen-leugnen-130-stgb-holocaust\/\">Meinungsfreiheit eingeschr&auml;nkt hat<\/a>. V&ouml;lkerrechtswidrige Angriffskriege sowie Kriegsverbrechen sind immer zu verurteilen, egal ob sie von Russland in der Ukraine oder beispielsweise von den USA im Irak ver&uuml;bt werden.<\/p><p>Aus der Sicht Russlands haben westliche L&auml;nder die russischen Forderungen nach einer neutralen Ukraine ignoriert und die Absetzung des gew&auml;hlten ukrainischen Pr&auml;sidenten Wiktor Janukowytsch <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/ukraine-chronik-der-westlichen-einmischung\/\">offen und verdeckt unterst&uuml;tzt<\/a>. In dem darauffolgenden achtj&auml;hrigen B&uuml;rgerkrieg in der Ukraine hat die NATO die Teile der ukrainischen Armee, die unter der Kontrolle der Regierung in Kiew standen, <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/europa\/ukraine-analysen\/343743\/analyse-kooperation-im-bereich-der-militaerreform-zwischen-nato-und-ukraine-seit-2014\/\">aufger&uuml;stet<\/a>. NATO-Generalsekret&auml;r Stoltenberg hat sogar zugegeben, dass NATO-Verb&auml;nde zu Beginn des Krieges bereits im Land waren.<\/p><p>&bdquo;Als wir am Morgen der Invasion beschlossen, unsere Pr&auml;senz zu verst&auml;rken, konnten wir auf der verst&auml;rkten Pr&auml;senz aufbauen, die wir bereits in den letzten Jahren umgesetzt haben. Wir haben die Kampfgruppen im Jahr 2016 beschlossen. Und wir haben auch unsere Pr&auml;senz erh&ouml;ht in den Monaten vor der Invasion, denn die Invasion war keine &Uuml;berraschung&ldquo;, so Stoltenberg auf einer <a href=\"https:\/\/youtu.be\/Cyy1gPk_8rg?t=1702\">Pressekonferenz Anfang 2023<\/a>. Nach der Eskalation im Februar 2022 durch das direkte Eingreifen der russischen Armee in den B&uuml;rgerkrieg ist der Konflikt in einen Stellvertreterkrieg zwischen Russland und der NATO ausgeartet. Russland wurde in der Folge zum meistsanktionierten Land der Welt.<\/p><p>Die chinesische Insel Taiwan, die von 1895 bis 1945 von Japan besetzt gewesen war, fiel mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs an die Republik China. Nach dem Ende des Chinesischen B&uuml;rgerkriegs 1949 zogen sich die unterlegene Regierung der Republik China sowie ihre Eliten und verbliebenen Streitkr&auml;fte auf die Insel zur&uuml;ck. Unter dem Titel &bdquo;Ein-China-Politik&ldquo; fordert die Regierung in Peking bis heute eine Eingliederung Taiwans in die Volksrepublik China. Doch die Vereinigten Staaten liefern Waffen an Taiwan und fungieren als dessen Schutzmacht. US-General Douglas MacArthur bezeichnete Taiwan einst als &bdquo;unsinkbaren Flugzeugtr&auml;ger&ldquo; der USA, und bis 1979 unterhielten die Vereinigten Staaten Milit&auml;rbasen auf der Insel und hatten dort Soldaten und Atomwaffen stationiert.<\/p><p>W&auml;hrend Hongkong 1997 von Gro&szlig;britannien und Macau 1999 von Portugal an China friedlich &uuml;bergeben wurden, verk&uuml;nden die Vereinigten Staaten noch heute &ouml;ffentlich, Taiwan in einem bewaffneten Konflikt mit China zu unterst&uuml;tzen. Zudem stationieren sie wieder US-Soldaten auf der Insel und f&uuml;hren <a href=\"https:\/\/www.csis.org\/analysis\/first-battle-next-war-wargaming-chinese-invasion-taiwan\">Kriegssimulationen<\/a> durch, um sich auf eine Invasion Chinas vorzubereiten. Im Gegenzug hat China j&uuml;ngst eine <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/asia-pacific\/china-ends-war-games-taiwan-details-warplane-warship-surge-2024-05-25\/\">Milit&auml;r&uuml;bung<\/a> vor Taiwan durchgef&uuml;hrt, an der 62 Milit&auml;rflugzeuge und 27 Kriegsschiffe beteiligt waren.<\/p><p>Derzeit <a href=\"https:\/\/www.kreiszeitung.de\/politik\/unabhaengigkeit-taiwan-konflikt-china-anerkennung-welche-laender-deutschland-usa-worum-es-geht-91856935.html\">erkennen nur 14 L&auml;nder Taiwan als eigenst&auml;ndigen Staat an<\/a>, die USA und Deutschland geh&ouml;ren nicht dazu.<\/p><p><strong>Welche M&ouml;glichkeiten haben die Menschen in Deutschland, die bestehenden Konflikte zu deeskalieren?<\/strong><\/p><p>Die Behauptungen, Russland w&uuml;rde nach einem Sieg in der Ukraine nicht haltmachen, imperialistische Ziele verfolgen und weitere europ&auml;ische L&auml;nder angreifen, sind zwar unrealistisch, k&ouml;nnten jedoch dem Zweck dienen, die Bev&ouml;lkerung des Westens auf einen noch viel gr&ouml;&szlig;eren Konflikt vorzubereiten. Es geht um nichts weniger als den dritten Weltkrieg, in dem die USA und ihre europ&auml;ischen Verb&uuml;ndeten derzeit noch einen milit&auml;rischen Vorteil f&uuml;r sich verbuchen k&ouml;nnten, um damit die Herausforderer des Hegemonen niederzuringen. Ein solcher Fall wird dann sehr real, wenn Russland, China und eventuell Indien nicht nur wirtschaftlich gegen die Interessen und Forderungen des Westens kooperieren, sondern auch ein milit&auml;risches B&uuml;ndnis eingehen.<\/p><p>Eine wichtige S&auml;ule der Schlagkraft der NATO stellen die wirtschaftlich und milit&auml;risch starken L&auml;nder Europas dar, allen voran Deutschland, Frankreich und Gro&szlig;britannien. Ob sich das Ende der US-Hegemonie friedlich vollzieht, h&auml;ngt also auch entscheidend davon ab, ob sich die W&auml;hler in den westlichen L&auml;ndern in den kommenden Wahlen f&uuml;r Parteien entscheiden, die sich ausdr&uuml;cklich gegen weitere Waffenlieferungen in die Ukraine sowie eine fortschreitende Eskalation und Aufr&uuml;stung stellen.<\/p><p>Wie sich die einzelnen im Bundestag vertretenen Parteien diesbez&uuml;glich positionieren, wird anhand ihrer Wahlprogramme zur im Juni anstehenden Europawahl deutlich. Es folgen einige aufschlussreiche Zitate aus den entsprechenden Dokumenten.<\/p><p>SPD: &bdquo;Auf den russischen Angriffskrieg haben wir gemeinsam mit unseren europ&auml;ischen Partnern entschlossen reagiert und die Ukraine politisch, wirtschaftlich und milit&auml;risch unterst&uuml;tzt. An diese entschlossene, gemeinsame europ&auml;ische Politik wollen wir ankn&uuml;pfen. (&hellip;) Der russische Angriff auf die Ukraine hat Krieg zur&uuml;ck auf den europ&auml;ischen Kontinent gebracht. Aus der Entspannungspolitik unter Willy Brandt wissen wir, dass milit&auml;rische St&auml;rke wichtig ist, um das Friedensprojekt Europa zu sch&uuml;tzen. Deshalb wollen wir den europ&auml;ischen Pfeiler in der NATO st&auml;rken und mehr Verantwortung f&uuml;r unsere eigene Sicherheit &uuml;bernehmen.&ldquo; (Quelle <a href=\"https:\/\/www.spd.de\/fileadmin\/Dokumente\/EuroDel\/20240128_Europaprogramm.pdf\">spd.de<\/a>)<\/p><p>B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen: &bdquo;Wir stehen zu unseren B&uuml;ndnisverpflichtungen im Rahmen der EU und der NATO und den daf&uuml;r notwendigen F&auml;higkeiten und Kapazit&auml;ten. (&hellip;) Die verst&auml;rkte Zusammenarbeit der Streitkr&auml;fte, zum Beispiel innerhalb von permanenten EU-Einheiten oder transnationalen Verb&auml;nden wie dem Deutsch-Niederl&auml;ndischen Corps, wollen wir ausbauen. (&hellip;) Wir setzen uns daf&uuml;r ein, dass die EU in ihrer humanit&auml;ren, politischen, finanziellen und auch milit&auml;rischen Unterst&uuml;tzung der Ukraine nicht nachl&auml;sst.&ldquo; (Quelle <a href=\"https:\/\/cms.gruene.de\/uploads\/assets\/20240306_Reader_EU-Wahlprogramm2024_A4.pdf\">cms.gruene.de<\/a>)<\/p><p>FDP: &bdquo;Wir stehen weiter fest entschlossen an der Seite der Ukrainerinnen und Ukrainer. Die Ukraine muss den Krieg gewinnen und ihre territoriale Integrit&auml;t und Souver&auml;nit&auml;t zur&uuml;ckerlangen. Daf&uuml;r muss die EU die Ukraine weiterhin humanit&auml;r, finanziell, wirtschaftlich und milit&auml;risch st&auml;rker unterst&uuml;tzen &ndash; auch mit der zus&auml;tzlichen Lieferung dringend ben&ouml;tigter Waffensysteme wie dem Marschflugk&ouml;rper Taurus. Dazu m&uuml;ssen die Kapazit&auml;ten der europ&auml;ischen R&uuml;stungsindustrie gesteigert werden. (&hellip;) Wir wollen den europ&auml;ischen Pfeiler der NATO und damit die gemeinsame politische Handlungsf&auml;higkeit der EU-Partner im B&uuml;ndnis st&auml;rken.&ldquo; (Quelle <a href=\"https:\/\/www.fdp.de\/sites\/default\/files\/2024-05\/wahlprogramm_fdp_europawahl-2024.pdf\">fdp.de<\/a>)<\/p><p>CDU\/CSU: &bdquo;Wir wollen die europ&auml;ische Verteidigungszusammenarbeit innerhalb der EU und der NATO st&auml;rken. (&hellip;) Wir wollen milit&auml;rische Ausr&uuml;stung wie Kampfflugzeuge, Kampfpanzer, Drohnen und Flugzeugtr&auml;ger gemeinsam mit europ&auml;ischen Partnern entwickeln und beschaffen. Wir brauchen eine wehrtechnische Industriestrategie, damit die europ&auml;ische Verteidigungsindustrie w&auml;chst und Schl&uuml;sselindustrien f&uuml;r die Sicherheit Europas auch in Europa bleiben. (&hellip;) Die Ukraine muss beim Kampf f&uuml;r ihre Freiheit und territoriale Integrit&auml;t weiterhin unsere umfassende Unterst&uuml;tzung erhalten.&ldquo; (Quelle <a href=\"https:\/\/www.europawahl.cdu.de\/sites\/www.europawahlprogramm.cdu.de\/files\/docs\/europawahlprogramm-cdu-csu-2024_0.pdf\">europawahl.cdu.de<\/a>)<\/p><p>AfD: &bdquo;Ein wehrhaftes Deutschland ist unabdingbar f&uuml;r unsere Souver&auml;nit&auml;t und Sicherheit in einer sich grundlegend &auml;ndernden Welt. (&hellip;) Auch Waffenlieferungen in Kriegsgebiete dienen nicht dem Frieden in Europa. (&hellip;) Aus der geostrategischen Lage Russlands, mit den daraus resultierenden historischen und wirtschaftlichen Verflechtungen, insbesondere auch mit Deutschland, ergibt sich die Notwendigkeit, mit diplomatischen Mitteln auf eine Beendigung des Krieges hinzuwirken und so auch f&uuml;r friedliche deutsch-russische Beziehungen zu sorgen. (&hellip;) Nach jetzigem Stand ist die Bundeswehr weder zahlenm&auml;&szlig;ig noch ausr&uuml;stungstechnisch zur Verteidigung des Bundesgebietes in der Lage. Die Verteidigungsf&auml;higkeit Deutschlands muss unverz&uuml;glich wiederhergestellt werden. Schwerpunkte sollen dabei die Bef&auml;higung zur Landesverteidigung und die Sicherung der Handelswege sein.&ldquo; (Quelle <a href=\"https:\/\/www.afd.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/2023-11-16-_-AfD-Europawahlprogramm-2024-_-web.pdf\">afd.de<\/a>)<\/p><p>Die Linke: &bdquo;Der Krieg [in der Ukraine] muss sofort beendet und die russischen Truppen aus der Ukraine m&uuml;ssen zur&uuml;ckgezogen werden. Daf&uuml;r sollte die Europ&auml;ische Union ihre diplomatischen Bem&uuml;hungen verst&auml;rken, anstatt den Abnutzungskrieg zu befeuern. (&hellip;) Statt immer mehr Geld an R&uuml;stungskonzerne zu verschwenden, brauchen wir massive Investitionen in die Zukunft und den klimagerechten Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft &ndash; das schafft Energieunabh&auml;ngigkeit und nachhaltige Sicherheit.&ldquo; (Quelle <a href=\"https:\/\/www.die-linke.de\/fileadmin\/user_upload\/Europawahlprogramm.pdf\">die-linke.de<\/a>)<\/p><p>B&uuml;ndnis Sahra Wagenknecht: &bdquo;Frieden und Sicherheit in Europa k&ouml;nnen stabil und dauerhaft nicht im Konflikt mit der Atommacht Russland gew&auml;hrleistet werden. (&hellip;) Auf EU-Ebene setzen wir uns f&uuml;r die Umwandlung der Europ&auml;ischen Verteidigungsagentur in eine Europ&auml;ische Agentur f&uuml;r Abr&uuml;stung, R&uuml;stungskontrolle und Konversion ein sowie f&uuml;r den Abzug amerikanischer Atomwaffen aus EU-Mitgliedstaaten. Wir stellen uns gegen die weitere Militarisierung der EU. (&hellip;) Den Ukraine-Krieg auf dem Verhandlungsweg beenden: Wir fordern einen Waffenstillstand und die Aufnahme von Friedensverhandlungen. Um Russland zur Aufnahme von Verhandlungen zu motivieren, sollte f&uuml;r diesen Fall der sofortige Stopp aller R&uuml;stungsexporte in die Ukraine angeboten werden.&ldquo; (Quelle <a href=\"https:\/\/bsw-vg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/BSW_Europawahlprogramm_2024.pdf\">bsw-vg.de<\/a>)<\/p><p><small>Titelbild: Gannvector\/shutterstock.com<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/530c6db987c34ce2b8c1a1c44ce0b94f\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Vergleich der milit&auml;rischen Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse macht deutlich: Ein Sieg der Ukraine ist angesichts der immensen &Uuml;berlegenheit Russlands trotz Unterst&uuml;tzung des Westens &auml;u&szlig;erst unwahrscheinlich. &Auml;hnlich unwahrscheinlich ist es, dass Russland aufgrund der deutlichen &Uuml;berlegenheit der NATO einen Mitgliedsstaat in Europa angreift. 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