{"id":116218,"date":"2024-06-05T10:00:01","date_gmt":"2024-06-05T08:00:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116218"},"modified":"2024-06-05T13:28:39","modified_gmt":"2024-06-05T11:28:39","slug":"ohne-personal-ist-jede-kita-schlecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116218","title":{"rendered":"Ohne Personal ist jede Kita schlecht!"},"content":{"rendered":"<p>Bis 2030 k&ouml;nnten zwischen 50.000 und 90.000 Erzieherinnen fehlen, meint die Bundesregierung. Wirklich? Schon heute w&auml;ren 125.000 Stellen vakant, h&auml;lt der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband dagegen. Dabei h&auml;tten zwei Bundesgesetze seit 2019 die Lage nicht besser gemacht, sondern weiter versch&auml;rft. Aber die Regierung will nachlegen, mit einer &bdquo;Fachkr&auml;ftestrategie&ldquo;, um auch noch jeden Amateur zum Dienst am Kind zu rekrutieren. Von <strong>Ralf Wurzbacher<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8445\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-116218-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240605-Ohne-Personal-jede-Kita-schlecht-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240605-Ohne-Personal-jede-Kita-schlecht-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240605-Ohne-Personal-jede-Kita-schlecht-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240605-Ohne-Personal-jede-Kita-schlecht-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=116218-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240605-Ohne-Personal-jede-Kita-schlecht-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"240605-Ohne-Personal-jede-Kita-schlecht-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Franziska Giffey (SPD) wollte nicht nur irgendein Gesetz machen. Es sollte ein gutes sein, nicht nur inhaltlich, sondern eines, das auch gut klingt. Heraus kam das &bdquo;Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualit&auml;t und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung und in der Kindertagespflege&ldquo; (KiQuTG), oder kurz und viel sch&ouml;ner: das <a href=\"https:\/\/www.bmfsfj.de\/resource\/blob\/133310\/80763d0f167ce2687eb79118b8b1e721\/gute-kita-bgbl-data.pdf\">&bdquo;Gute-Kita-Gesetz.&ldquo;<\/a> Von dem Anfang 2019 in Kraft getretenen Regelwerk versprach sich die damalige Bundesfamilienministerin Besserung in allen Bereichen: ein bedarfsgerechtes Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebot, einen ad&auml;quaten Fachkraft-Kind-Schl&uuml;ssel, mehr Raum f&uuml;r Kinder, die St&auml;rkung der Kita-Leitungen, die Gewinnung neuen Personals und vieles mehr. Kurzum: Giffey verhie&szlig; nichts weniger als einen ganz gro&szlig;en Wurf &ndash; voll &bdquo;gut&ldquo; eben.<\/p><p>F&uuml;nf Jahre sp&auml;ter f&auml;llt die Bilanz mehr als schlecht aus. Am Montag ver&ouml;ffentlichte der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband seinen <a href=\"https:\/\/www.der-paritaetische.de\/fileadmin\/\/user_upload\/Seiten\/Presse\/docs\/broschuere_kitabericht-2024.pdf\">&bdquo;Kita-Bericht 2024&ldquo;<\/a>, der laut begleitender Pressemitteilung die <a href=\"https:\/\/www.der-paritaetische.de\/alle-meldungen\/paritaetischer-kita-bericht-zeigt-wachsende-defizite-in-kindertageseinrichtungen\/\">&bdquo;wachsenden Defizite in Kindertageseinrichtungen&ldquo;<\/a> aufzeige. Die auf Basis einer Umfrage unter (diesmal) 1.760 Kitas und in Zusammenarbeit mit der Universit&auml;t Osnabr&uuml;ck erstellte Studie erscheint im Zweijahresrhythmus. Bei der Auflage von 2022, beruhend auf Daten von 2021, sprach seinerzeit Verbandshauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Ulrich Schneider von <a href=\"https:\/\/www.der-paritaetische.de\/alle-meldungen\/paritaetischer-wohlfahrtsverband-veroeffentlicht-kita-bericht-2022\/\">&bdquo;ersch&uuml;tternden&ldquo;<\/a> Befunden.<\/p><p><strong>Ampel rechnet Misere klein<\/strong><\/p><p>Aber schlimmer geht immer oder, wie es Juliane Meinhold, Leiterin der Verbandsabteilung f&uuml;r Soziale Arbeit, vorgestern ausdr&uuml;ckte: &bdquo;Besonders alarmierend ist, dass sich die Situation in vielen Kindertageseinrichtungen in den vergangenen zwei Jahren deutlich verschlechtert hat.&ldquo; Fehlende Fachkr&auml;fte w&auml;ren ein &bdquo;doppeltes Problem&ldquo;, merkte Meinhold an. &bdquo;Personalmangel f&uuml;hrt zu zus&auml;tzlichen &Uuml;berstunden und einer zunehmenden &Uuml;berlastung der vorhandenen Mitarbeiterinnen. Damit drohten weitere Personalausf&auml;lle &bdquo;und die Kinder haben das Nachsehen, weil Aktivit&auml;ten und F&ouml;rderung eingeschr&auml;nkt werden&ldquo;.<\/p><p>Giffey hatte mit ihrem Gesetz ohne Frage die wichtigsten Handlungsfelder erkannt und benannt. Aber: Ohne Personal sind die tollsten Zielstellungen nichts wert, weil einfach nicht umsetzbar. Und wer dazu auch noch die N&ouml;te untersch&auml;tzt, wird der Probleme erst recht nicht Herr. Vor gerade einmal zwei Wochen hat Giffeys Amtsnachfolgerin Lisa Paus von der Gr&uuml;nen-Partei erkl&auml;rt, dass in Deutschlands Kitas zwischen <a href=\"https:\/\/www.bmfsfj.de\/bmfsfj\/aktuelles\/alle-meldungen\/mehr-fachkraefte-in-kitas-und-ganztag-lisa-paus-legt-strategie-zur-fachkraeftegewinnung-vor-240036\">50.000 und 90.000 Fachkr&auml;fte<\/a> fehlen k&ouml;nnten, wohlgemerkt bis 2030.<\/p><p>Das ist eine feste Gr&ouml;&szlig;e im politischen Betrieb: Man rechnet die Misere klein, um die &bdquo;L&ouml;sung&ldquo; einfacher und erschwinglicher zu machen, und die Probleme t&uuml;rmen sich am Ende noch h&ouml;her. Der Report des Parit&auml;tischen hat eine andere Hausnummer parat: Hochgerechnet d&uuml;rften demnach bereits heute 125.000 Stellen unbesetzt sein, im Mittel 2,6 pro Einrichtung. Ein F&uuml;nftel der abgefragten Kitas kann bestehende Betreuungspl&auml;tze deshalb gar nicht belegen, im Mittel 14 St&uuml;ck.<\/p><p><strong>K&uuml;rzungsdiktate r&auml;chen sich<\/strong><\/p><p>Weitere Resultate der Studie: In 72 Prozent der F&auml;lle geh&ouml;ren &Uuml;berstunden zum Alltag, bei der Erhebung von vor zwei Jahren waren es noch 56 Prozent. 68 Prozent der Teilnehmer gaben an, schon mit dem tats&auml;chlichen Personalschl&uuml;ssel den Bed&uuml;rfnissen der Kinder nicht gen&uuml;gen zu k&ouml;nnen. Nur noch 57 Prozent der Einrichtungen nehmen die Kooperation mit Fachschulen im Rahmen der Ausbildung als gut wahr, davor waren es noch 65 Prozent. Auf jede zweite &ouml;ffentlich ausgeschriebene Stelle f&uuml;r p&auml;dagogische Fachkr&auml;fte lag 2023 maximal eine Bewerbung vor. 2021 war dies &bdquo;nur&ldquo; bei einem Drittel der F&auml;lle so. 65 Prozent der Kitas w&uuml;rden gerne mehr praxisintegrierte Auszubildende besch&auml;ftigen, aber wie, wenn einfach viel zu wenig Nachwuchs nachr&uuml;ckt.<\/p><p>Wie in anderen Bereichen, wo vornehmlich der Staat in der Verantwortung steht &ndash; Schulen, &ouml;ffentliche Verwaltung, &ouml;ffentlicher Personenverkehr, Gesundheitswesen &ndash;, ist auch der Personalnotstand der Kitas in erster Linie politisch verschuldet. K&uuml;rzungsdiktate, schlechte Bezahlung, widrige Arbeitsbedingungen haben den Beruf nachhaltig entwertet. Dazu wurden Erzieherinnen (und Erziehern) immer mehr Aufgaben aufgeb&uuml;rdet &ndash; Bildungspl&auml;ne, Inklusion, Integration von Fl&uuml;chtlingskindern &ndash;, w&auml;hrend ihre Klientel angesichts sozialer Verwahrlosung, mangelnder Sprachkenntnisse und verbreiteter digitaler Verpeilung immer schwieriger und herausfordernder wurde.<\/p><p><strong>Flucht aus dem Beruf<\/strong><\/p><p>Die wenigsten Besch&auml;ftigten halten unter diesen Bedingungen bis zum regul&auml;ren Renteneintritt durch, viele scheiden krankheitsbedingt aus oder retten sich in Teilzeit. Eine aktuelle <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/fpdf\/HBS-008869\/p_fofoe_WP_331_2024.pdf\">Erhebung der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a> zeigt, wohin die Reise geht. 45 Prozent der Befragten w&uuml;nschen sich demnach eine Reduzierung der Arbeitszeit, nur sieben Prozent eine Aufstockung. Als die st&auml;rksten Belastungsfaktoren nannten die Teilnehmer Personalengp&auml;sse, steigende Betreuungsumf&auml;nge und Bedarfslagen von Kindern. Wer von ihnen wollte jungen Menschen noch empfehlen, Erzieherin zu werden?<\/p><p>Den Fokus legt der Report auf die Umsetzung der Inklusion, also die Betreuungssituation von geistig und k&ouml;rperlich beeintr&auml;chtigten Kindern. Auch auf diesem Feld sollte Giffeys Gesetz neue Ma&szlig;st&auml;be setzen. Von wegen: In 61 Prozent der befragten Kitas fehlt p&auml;dagogisches Personal mit entsprechenden spezifischen Qualifikationen, 2021 war die Lage noch leicht besser. In 56 Prozent der F&auml;lle sind die erforderlichen r&auml;umlichen Voraussetzungen nicht zufriedenstellend. Dazu sind 74 Prozent der Eltern mit der Beantragung von Mitteln f&uuml;r Teilhabeleistungen &uuml;berfordert. Ein Drittel der Einrichtungen wartet regelm&auml;&szlig;ig sechs bis zw&ouml;lf Monate auf eine Bewilligung, neun Prozent sogar ein Jahr und mehr.<\/p><p><strong>Keine ausgewogene Ern&auml;hrung<\/strong><\/p><p>Dass der Bund mit Bundesgesetzen in die Bildungszust&auml;ndigkeit der L&auml;nder eingreift, ist an sich ein Fortschritt. Allerdings geschieht das immer erst dann, wenn das Kind l&auml;ngst in den Brunnen gefallen ist. Ein paar Milliarden Euro extra k&ouml;nnen den in Jahrzehnten erlittenen Substanzverlust nicht im Ansatz beheben. Was heute alles in Kitas, Schulen und Hochschulen fehlt, ist mittels Umverteilung in die Taschen von Privilegierten und Beg&uuml;terten gewandert, die ihre Spr&ouml;sslinge in privaten Kinderg&auml;rten und Schulen beh&uuml;ten lassen. Dabei ist der proklamierte Kita-Ausbau ja selbst als ein gro&szlig;es Geschenk an die deutsche Wirtschaft gedacht, um auch M&uuml;ttern und nicht wie fr&uuml;her nur V&auml;tern zugunsten von Erwerbsarbeit die h&auml;usliche Erziehungsarbeit abzunehmen und damit den Druck auf die L&ouml;hne zu erh&ouml;hen. So betrachtet erf&uuml;llt die Politik ihren Auftrag suboptimal &ndash; &auml;hnlich mau wie in Sachen Ganztagsschulen &ndash;, was deshalb auch regelm&auml;&szlig;ig Unternehmerverb&auml;nde oder die neoliberale Bertelsmann Stiftung bekritteln. Die Idee, daf&uuml;r Konzerne und Reiche h&ouml;her zu besteuern, kommt ihnen allerdings nie.<\/p><p>Immerhin 5,5 Milliarden Euro soll das &bdquo;Gute-Kita-Gesetz&ldquo; den Kitas beschert haben, und weitere vier Milliarden Euro bringt die Anschlussvereinbarung auf die Waage, das von Paus initiierte &bdquo;Kita-Qualit&auml;tsgesetz&ldquo;. Wo ist das Geld geblieben beziehungsweise wo geht es hin, wenn jetzt der &bdquo;Kita-Bericht 2024&ldquo; konstatiert, dass vielerorts die Mittel nicht ausreichten, &bdquo;um die Kinder mit einer ausgewogenen Ern&auml;hrung zu versorgen&ldquo;? 2021 galt das f&uuml;r ein Drittel der Einrichtungen, im Vorjahr f&uuml;r fast die H&auml;lfte. Man sollte dies die L&auml;ndervertreter fragen. Konkrete Zielvorgaben hatte sich Giffey bei der Gesetzgebung n&auml;mlich verkniffen. Stattdessen r&auml;umte sie ihren L&auml;nderkollegen wie ein Gemischtwarenladen maximale Freiheit bei der Wahl der &bdquo;Qualit&auml;tsentwicklungsma&szlig;nahmen&ldquo; in der fr&uuml;hkindlichen Erziehung ein.<\/p><p><strong>Maximale Beliebigkeit<\/strong><\/p><p>Die F&ouml;rdermittel konnten zum Beispiel der Senkung oder Abschaffung von Kitageb&uuml;hren zugutekommen, f&uuml;r bedarfsgerechte &Ouml;ffnungszeiten, Weiterbildungsangebote oder eben die Gewinnung von Fachkr&auml;ften eingesetzt werden. Weil die aber nicht vom Himmel fallen, fiel der mit Abstand wichtigste Punkt augenscheinlich unter den Tisch. Dabei hatten schon im Gesetzgebungsprozess Kritiker vor &bdquo;Dyssynergien&ldquo; gewarnt, etwa, dass verl&auml;ngerte &Ouml;ffnungszeiten zu schlechteren Personalschl&uuml;sseln und gr&ouml;&szlig;eren Gruppen f&uuml;hren k&ouml;nnten.<\/p><p>Die Bef&uuml;rchtungen haben sich bewahrheitet. So h&auml;tten tats&auml;chlich viele L&auml;nder einen gro&szlig;en Teil der Gelder in die Senkung oder Befreiung von Kita-Geb&uuml;hren gesteckt, bilanzierte der Verband Katholischer Tageseinrichtungen f&uuml;r Kinder (KTK). Kostenfreie Bildung f&uuml;r alle Altersstufen sei zwar &bdquo;grunds&auml;tzlich zu begr&uuml;&szlig;en&ldquo;, jedoch sei dies <a href=\"https:\/\/www.ktk-bundesverband.de\/pressepositionenpublikationen\/weltdeskindes\/2020\/artikel\/2020-03-titelthema\">&bdquo;eine familienpolitische Ma&szlig;nahme, die selbst nichts an der Qualit&auml;t in den Kitas &auml;ndern wird&ldquo;<\/a>. <\/p><p>Zugespitzt: F&uuml;r mehr Eltern mag ein Kindergartenplatz inzwischen billiger oder unentgeltlich zu haben sein. Nur hat die Kita um die Ecke leider keine Erzieherinnen, die sich um das T&ouml;chterchen k&uuml;mmern k&ouml;nnen, oder kein Mittagessen oder keine Krabbelgruppe. Pech gehabt!<\/p><p><strong>Mehr Fachferne wagen<\/strong><\/p><p>Aber die Politik ruht sich auf dem &bdquo;Erreichten&ldquo; nicht aus. Mit besagtem &bdquo;Kita-Qualit&auml;tsgesetz&ldquo; will die Ampelregierung mit Wirkung ab 1. Januar 2023 Schritte in Richtung bundeseinheitlicher Standards gehen, etwa was den Fachkraft-Kind-Schl&uuml;ssel angeht. Entsprechend gibt es strikte Vorgaben bei den Personalschl&uuml;sseln und Strafen bei Nichtbeachtung &ndash; mit dem Ergebnis: Um Sanktionen zu entgehen, machen viele Einrichtungen einfach fr&uuml;her dicht. Deshalb m&uuml;ssten Eltern mittlerweile sogar den Wohnort wechseln, um eine Ganztagsbetreuung f&uuml;r ihren Nachwuchs zu erhalten, berichtete zu Jahresanfang der <i>Norddeutsche Rundfunk (NDR)<\/i>. &bdquo;Es ist sehr schwer, bei dem Fachkr&auml;ftemangel den Stellenschl&uuml;ssel zu halten&ldquo;, &auml;u&szlig;erte sich eine Kitaleiterin aus dem Holsteinischen Norderstedt.<\/p><p>Der Titel des NDR-Beitrags lautete: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/schleswig-holstein_magazin\/Das-neue-KiTa-Qualitaetsgesetz-ein-Fiasko,shmag112962.html\">&bdquo;Das neue Kita-Qualit&auml;tsgesetz: ein Fiasko?&ldquo;<\/a> Das Fragezeichen h&auml;tte der Redakteur sich sparen k&ouml;nnen, so wie sich Ministerin Paus den Anspruch an Qualit&auml;t sparen will. Die j&uuml;ngst von ihr pr&auml;sentierte <a href=\"https:\/\/www.bmfsfj.de\/resource\/blob\/240068\/eec13f657847909b2a024f9dffa1df02\/gesamtstrategie-fachkraefte-in-kitas-und-ganztag-empfehlungen-der-ag-data.pdf\">&bdquo;Gesamtstrategie Fachkr&auml;fte in Kitas und Ganztag&ldquo;<\/a> erinnert stark an das Unterfangen der Kultusminister im Schulbereich, dem grassierenden P&auml;dagogenmangel mit noch mehr <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93325\">Abstrichen bei der Professionalit&auml;t<\/a> beizukommen.<\/p><p>Paus&rsquo; Marschroute lautet sodann, Potenziale &bdquo;zus&auml;tzlicher&ldquo;, &bdquo;fachnaher&ldquo; und &bdquo;nicht fachnaher Gruppen&ldquo; zu mobilisieren. Soll hei&szlig;en: Amateure angetreten, Kinderbetreuung kann doch jeder. Billig ist das Ganze obendrein, zumal in Zeiten der Kriegsert&uuml;chtigung, und Kanonenfutter mit Grips braucht es auch nicht. So wird am Ende doch noch alles &bdquo;gut&ldquo;. Danke, Franziska!<\/p><p><small>Titelbild: M-Production\/shutterstock.com<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/02d4738199864a15b51c062051cf5244\" alt=\"\" title=\"\" height=\"1\" width=\"1\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bis 2030 k&ouml;nnten zwischen 50.000 und 90.000 Erzieherinnen fehlen, meint die Bundesregierung. Wirklich? Schon heute w&auml;ren 125.000 Stellen vakant, h&auml;lt der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband dagegen. Dabei h&auml;tten zwei Bundesgesetze seit 2019 die Lage nicht besser gemacht, sondern weiter versch&auml;rft. 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