{"id":116236,"date":"2024-06-05T14:34:45","date_gmt":"2024-06-05T12:34:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116236"},"modified":"2024-06-05T16:17:54","modified_gmt":"2024-06-05T14:17:54","slug":"eine-welt-anschauung-abchasien-fuenf-tage-im-mai","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116236","title":{"rendered":"Eine Welt-Anschauung: Abchasien, f\u00fcnf Tage im Mai"},"content":{"rendered":"<p>Flott rauscht das Gro&szlig;raumtaxi &uuml;ber die glatte Fahrbahn; mit 80 Sachen durch die Stadt ist keine Seltenheit. Anschnallen? Der Fahrer lacht &ndash; das w&uuml;rden nur Fremde machen, Einheimische w&uuml;rden f&uuml;r den Gurt eine abgrundtiefe Verachtung hegen.<br>\nTrotz des forschen Fahrstils nimmt er &ndash; wie alle seine Kollegen &ndash; R&uuml;cksicht auf K&uuml;he, Schweine und Hunde, die sich an den Fahrbahnen aufhalten oder sie queren. Aber dennoch &ndash; ab und an sieht man auch Zeichen des Gedenkens an einen Unfalltoten am Stra&szlig;enrand. Von <strong>Bettina Schmidt<\/strong>[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116236#foot_1\" name=\"note_1\">*<\/a>].<br>\n<!--more--><br>\nAufgrund eines fr&uuml;heren Vortrages &uuml;ber dieses uns fremde St&uuml;ck Erde habe ich im Mai nun das Gl&uuml;ck, gemeinsam mit vier Herren mir einen groben Eindruck von diesem Land machen zu k&ouml;nnen. Da es mein erster Besuch ist, bin ich entsprechend neugierig auf alles.<\/p><p>Abchasien ist ein kleines Land, mit nur wenigen Einwohnern; auf der einen Seite das Schwarze Meer, auf der anderen der Kaukasus. Der &ouml;stliche Nachbar ist Georgien, von dem sich das abchasische Volk im Krieg 1992\/1993 separiert hat. Ein heftiger Krieg mit viel Leid auf beiden Seiten. Prozentual forderte er jedoch auf abchasischer Seite einen deutlich h&ouml;heren Blutzoll. Es gibt wohl keine einzige Familie, die nicht wenigstens ein Mitglied durch ihn verloren hat. <\/p><p>Ein Krieg mit Vorgeschichte, denn beide Gesellschaften leben sehr unterschiedlich. Nur per Befehl des Georgiers Stalin war die einst eigenst&auml;ndige Sowjetrepublik Abchasien dem Nachbarn Georgien zugeschlagen worden. Aber beide V&ouml;lker sprechen &ndash; um nur ein Beispiel zu nennen &ndash; eine komplett andere Sprache; da bringt die zwangsweise Unterordnung an eine andere Lebensweise letztendlich nur Spannungen, dort wie &uuml;berall auf der Welt. Und so ist es verst&auml;ndlich, dass die Abchasen nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion die Gunst der Stunde nutzten, um wieder eigenst&auml;ndig zu werden.<\/p><div class=\"imagewrap\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240605-Abchasien-02.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p>Die Separation, obwohl im V&ouml;lkerrecht als Option einger&auml;umt, wird von Georgien und der EU nicht anerkannt (ganz im Gegensatz zum Kosovo, wo nicht zuletzt die USA h&ouml;chst eigene geopolitische Interessen verfolgt), von einigen anderen L&auml;ndern wird die Republik Abchasien anerkannt, unter denen ist Russland der wichtigste Partner und Sicherheitsgarant. Dass Georgien die Separation Abchasiens nicht goutiert, ist nachvollziehbar. Zum einen bedeutet so etwas immer Machtverlust, zum anderen besitzt Abchasien den weitaus attraktiveren Zugang zum Schwarzen Meer. Dennoch, trotz aller Vorbehalte und politischen Kalk&uuml;le: Das abchasische Volk lebt und arbeitet nun schon mehr als drei&szlig;ig Jahre autonom, und da w&auml;re es an der Zeit, das friedliche Nebeneinander zum Nutzen aller zu intensivieren, zumal in Abchasien auch georgisch-abchasische Familien leben. <\/p><p>Als hoffnungsvoller Beginn mag gelten, dass es inzwischen in der Region Gal immerhin einen Grenz&uuml;bergang zwischen beiden Seiten gibt, sozusagen einen kleinen Grenzverkehr f&uuml;r die umliegenden Regionen. Abchasische Familien sind n&auml;mlich h&auml;ufig sehr gro&szlig;, und insbesondere die ethnisch gemischten Familien haben Verwandte beidseitig der Grenze. Man erz&auml;hlte mir, dass Hochzeiten mit rund 1.000 G&auml;sten keine Seltenheit seien. Insgesamt ist es &ndash; u.a. durch die vielen Kriege, die die Kaukasus-Region in ihrer Geschichte erlebte &ndash; ein multi-ethnisches Land mit Griechen, Armeniern, Juden, Russen, Esten und Deutschen; die vorherrschende Glaubensrichtung ist christlich gepr&auml;gt, konkret russisch-orthodox. Man legt viel Wert auf die abchasische Tradition, ganz gleich ob bei festlicher Kleidung oder bei der Zubereitung der Speisen. <\/p><p>Lebensweise, Sprache, Kultur und Geschichte bilden den Kern der Identit&auml;t eines Volkes. Das wei&szlig; man in Abchasien (nicht zuletzt durch die jahrzehntelange &Uuml;berfremdung) sehr wohl. &Uuml;brigens ganz im Gegensatz zu Deutschland, wo die Zuwanderung und ethnische Durchmischung einhergeht mit vors&auml;tzlich erzeugten Verlusten in der eigenen Sprache und Kultur. (Ich denke da an die zunehmend unn&ouml;tigen Anglizismen oder an die &Uuml;bermacht amerikanischer Kultur- und Sportereignisse in unserer medialen &Ouml;ffentlichkeit. Selbst die typisch deutsche Sendereihe &bdquo;Bares f&uuml;r Rares&ldquo; tr&auml;gt inzwischen den &bdquo;Kuckuck&ldquo; von Warner Bross.) Aber das nur nebenbei. Beim abchasischen Fernsehprogramm (zwei Sender) gibt es ab und an mal einen russischen Film, aber der kulturelle Fremdeinfluss scheint mir vor Ort deutlich geringer zu sein als bei meinen Staatsmedien daheim. Mein Eindruck mag aber auch darin begr&uuml;ndet liegen, dass russisches Fernsehen dort als Normalit&auml;t ebenfalls geschaut wird. Erste Amtssprache ist Abchasisch, eine hochkomplexe Sprache. Daneben wird traditionell Russisch als g&auml;ngige Kommunikation gebraucht und anerkannt. Zahlungsmittel ist (seit langem) der Rubel.<\/p><p>Die Hauptstadt Sukhum (<em>dt.: Suchum<\/em>) liegt direkt am Schwarzen Meer und ist eine sehr lebendige und teilweise mit schicken Neubauten gespickte mittelgro&szlig;e Stadt. Aber wie &uuml;berall im Land sieht man gleichfalls noch kriegszerst&ouml;rte H&auml;user. Vielfach hatten die Georgier auch Verkehrsknotenpunkte bombardiert, wodurch man immer wieder auf zerst&ouml;rte Bahnh&ouml;fe st&ouml;&szlig;t, bis heute gibt es kein Eisenbahn-Netz. Alles im Land wird mit Bussen, LKWs und PKWs erledigt.<\/p><p>Suchum ist eine Touristenhochburg mit gepflegter Promenade am Wasser, zahlreichen Restaurants und Caf&eacute;s. Es begegnen Einem modisch angezogene und &uuml;beraus freundliche Menschen. Beispielsweise stehe ich eines Abends vor dem abchasischen Theater, will aber in eine Vorstellung, die augenscheinlich in einem anderen, dem russischen Theater stattfindet. Als ich einen Herrn danach frage, bietet er mir sofort an, mich zu jenem anderen Haus zu bringen. &Uuml;brigens: Ein gro&szlig;artiger Theaterabend; gegeben wurde &bdquo;Sophinchen&ldquo; des abchasischen Schriftstellers Fasil Iskander.<\/p><div class=\"imagewrap\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240605-Abchasien-03.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p><small>Stalins Datsche<\/small><\/p><p>Am Tag der Befreiung vom Faschismus trifft es sich gut, dass unsere kleine Reisegruppe eine der &bdquo;Datschen&ldquo; von Stalin (und Nachfolger) besucht. Eigentlich h&auml;tte man daf&uuml;r einen kleinen Obolus als Eintritt zahlen m&uuml;ssen, aber die freundliche &bdquo;Herrscherin &uuml;ber die Eintrittskarten&ldquo; meint, dass wir als Deutsche heute gerne die Datsche kostenfrei uns anschauen d&uuml;rfen. Und das war &uuml;berhaupt nicht ironisch gemeint. Nachmittags halte ich mich auf der Suchumer Promenade auf, um zu sehen, wie man dort den Feiertag begeht. Am Ehrendenkmal liegen Blumen und Kr&auml;nze, es gibt auch eine russische Gulaschkanone, die aber nachmittags schon wieder abgebaut wird. Nur ausnahmsweise ist mal jemand in Uniform zu sehen, alles wirkt &uuml;beraus zivil und sehr entspannt. <\/p><p>Auf einer B&uuml;hne gibt es ein Estraden-Programm, das im abchasischen Fernsehen ausgestrahlt wird. Inhaltlich nehmen die Akteure immer wieder auf den 2. Weltkrieg, aber auch auf den Krieg 1992\/1993 Bezug. Jung und Alt schauen sich das Spektakel an, viele haben auf dem Rasen Platz genommen. Nirgendwo gibt es ein &bdquo;Betreten verboten&ldquo;-Schild. Vielfach werden Spielm&ouml;glichkeiten f&uuml;r Kinder angeboten (keine H&uuml;pfburgen!). Es ist ein sch&ouml;ner Tag, sogar das Wetter spielt mit. Niemand benimmt sich auff&auml;llig oder ist gar betrunken. <\/p><p>Apropos Trinken: In Abchasien wurde vor rund 14 oder 15 Jahren eine Brauerei zusammen mit Deutschen errichtet. Technik, Hopfen, Rezeptur samt Reinheitsgebot aus Deutschland. Alles lief bestens, bis die anti-russischen Sanktionen einfach auch &uuml;ber Abchasien verh&auml;ngt wurden. Dadurch wird nat&uuml;rlich alles noch viel schwerer. Um auf das Bier zur&uuml;ckzukommen: EU-Deutschland hat sogar den Hopfen sanktioniert! Kurzzeitig ist das ein Problem. Aber dann &auml;nderte man leicht die Rezeptur und bekommt den Hopfen nun eben aus Russland. So geht das. <\/p><p>Trotz dieser Handlungsweisen der EU ist man mir nirgends unfreundlich begegnet, was ja eigentlich verwunderlich ist. Irgendwie haftet dem Westen immer noch etwas Gutes und Erstrebenswertes an, nicht zuletzt aufgrund des h&ouml;heren Lebensstandards. Diese grunds&auml;tzliche Freundlichkeit uns gegen&uuml;ber verwundert umso mehr, da viele Bereiche des gesellschaftlichen Lebens unter den Sanktionen und unter der Nichtanerkennung leiden. Leiter von herausragenden Suchumer Vokalensembles und vom dortigen Kammerorchester erz&auml;hlen &uuml;bereinstimmend, dass die fr&uuml;her h&auml;ufigen Einladungen ins westliche Europa inzwischen alle weggefallen und Konzertreisen heutzutage unm&ouml;glich geworden sind. Niemand will es sich mit Georgien verderben, also l&auml;dt man die Abchasen gar nicht erst ein. Und spricht jemand bei irgendeinem Anlass von Abchasien als eigenst&auml;ndiger Republik, dann wird der- oder diejenige von georgischer Seite ge&auml;chtet. <\/p><p>Was mir aber noch mehr Sorgen macht, ist die gesellschaftliche Entwicklung in Georgien selbst. Wenn der Wertewesten und die USA dort ebenfalls eine Pro-EU- und Pro-NATO-Entwicklung durchsetzen, dann sehe ich schwarz f&uuml;r Abchasien. Mehr noch, durch die Nicht-Anerkennung wie andererseits durch den russischen Schutz k&ouml;nnte genau dort die Z&uuml;ndschnur f&uuml;r eine direkte Konfrontation zwischen NATO und Russland gelegt werden. Ich hoffe inst&auml;ndig f&uuml;r dieses sch&ouml;ne und freundliche Land, dass das nicht eintritt, wie ich auch f&uuml;r Georgien hoffe, dass es dem derzeitigen westlichen Druck widerstehen m&ouml;ge. In Abchasien hat das unbedingte Streben nach Eigenst&auml;ndigkeit und Freiheit das Denken, F&uuml;hlen und Handeln der Menschen sehr gepr&auml;gt; vielleicht kann Georgien diesen Impetus f&uuml;r sich aufgreifen?<\/p><p>Mein Eindruck von Abchasien: Das ist ein Land, das kennenzulernen sich unbedingt lohnt. Es kann mit gro&szlig;er Geschichte, aufgeschlossenen Menschen, gutem Essen, hervorragendem Wein (umfangreicher Weinanbau) und wundervoller Natur (Palmen, aber dennoch ausgedehnte Mischw&auml;lder) aufwarten, hat bemerkenswert herausragende Pl&auml;tze und Bauten, verf&uuml;gt &uuml;ber ein hohes kulturelles Potential. Ich f&uuml;hlte mich willkommen gehei&szlig;en in diesem Land am Schwarzen Meer, und sicher werde ich es erneut besuchen. &Uuml;brigens: Am kommenden 7. Juli feiert die Hauptstadt ihren 2508. Geburtstag! Dagegen sind doch fast alle deutschen St&auml;dte geradezu noch &sbquo;Rotznasen&lsquo;&hellip;<\/p><p><em>Anmerkung der Redaktion: Der Artikel enth&auml;lt Formulierungen, die auf den NachDenkSeiten &uuml;blicherweise nicht genutzt werden.<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;*<\/a>] <em>Angabe zur Autorin:<\/em> Bettina Schmidt, Musikwissenschaftlerin, von 1985 bis Ende 2022 als Redakteurin f&uuml;r Ernste Musik beim &Ouml;RR t&auml;tig, zuerst bei Stimme der DDR, dann bei Nachfolge-Sendern, ab 1994 bei DLF Kultur. Fr&uuml;hpensionierung auf eigenen Wunsch aufgrund der Entwicklungen im &Ouml;RR und der &bdquo;Zeitenwende&ldquo;; geh&ouml;rt zu den Erstunterzeichnern des &bdquo;Manifestes f&uuml;r einen neuen &Ouml;RR&ldquo;.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Flott rauscht das Gro&szlig;raumtaxi &uuml;ber die glatte Fahrbahn; mit 80 Sachen durch die Stadt ist keine Seltenheit. Anschnallen? 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