{"id":116284,"date":"2024-06-06T15:00:43","date_gmt":"2024-06-06T13:00:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116284"},"modified":"2024-06-06T13:57:51","modified_gmt":"2024-06-06T11:57:51","slug":"leserbriefe-zu-andrej-hunko-ziel-ist-die-rekonstruktion-einer-politik-fuer-die-mehrheit-in-der-gesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116284","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eAndrej Hunko: \u201eZiel ist die Rekonstruktion einer Politik f\u00fcr die Mehrheit in der Gesellschaft\u201c\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116106\">Dieser Artikel<\/a> enth&auml;lt ein Interview, das &Eacute;va P&eacute;li mit dem Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko gef&uuml;hrt hat. Beantwortet werden &bdquo;Fragen &uuml;ber die aktuelle politische Situation in Deutschland, den Bankrott der klassischen Linken und dar&uuml;ber, ob die neue Partei einen Wandel in der deutschen Politik bewirkt hat&ldquo;. Wir danken f&uuml;r die interessanten Zuschriften. Hier nun eine Auswahl der Leserbriefe. <strong>Christian Reimann<\/strong> hat sie f&uuml;r Sie zusammengestellt.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Danke f&uuml;r dieses informative Gespr&auml;ch mit dem Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko.<\/p><p>Gut, dass er darauf hinweist, dass die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung den Kriegskurs der Regierung nicht unterst&uuml;tzt.<\/p><p>Selber habe ich&nbsp; mein&sbquo; &sbquo;Europa-Wahlkreuz&lsquo;&nbsp;beim BSW gesetzt, in der Hoffnung, dass dieses Sand im kriegstreibenden Getriebe sein kann.<\/p><p>Was jedoch fehlt ist der Themenkomplex von &bdquo;mehr und echter Demokratie&ldquo;.<\/p><p>Da scheint ja die AfD weiter, die immerhin einen bundesweiten Volksentscheid im Wahlprogramm hat. Auch das ist ein Grund, warum eine AfD auf nicht wenig Zustimmung trifft.<\/p><p>Das Versagen der Linken im Umgang mit dem Corona-Geschehen geh&ouml;rt vertieft analysiert, da ja nicht wenige Genossen und Genossinnen autorit&auml;ren Versuchungen und einer Art Gehorsamvirus erlegen sind. Ich vermute, dass auch das mit dazu beigetragen hat, dass Ma&szlig;nahmekritikerInnen sich nicht an Linksrechts-Kategorien orientierten, sondern an Grund und Menschenrechten.<\/p><p>Wenn das BSW weiterhin BASIS-DEMOKRATIE&nbsp; tabuisiert und an den vorherrschenden Partei-Machtstrukturen festh&auml;lt, interpretiere ich das im Sinne der Philosophin Simone Weil, dass es auch dieser Partei vor allem darum geht &bdquo;gr&ouml;&szlig;er zu werden&ldquo;.<\/p><p>Daher m&ouml;chte ich der Goethe-Kennerin, Sahra Wagenknecht, dessen Postulat nochmal in Erinnerung rufen, das lautet:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Welche Regierung die beste sei? Diejenige, die uns lehrt, uns selbst zu regieren&ldquo;.\n<\/p><\/blockquote><p>Friedensbewegte Gr&uuml;&szlig;e<br>\nUte Plass<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>&ldquo;&hellip;auch wenn der Einmarsch in die Ukraine zu verurteilen ist!&rdquo;&nbsp; Es bleibt dabei: Realpolitik ist ein m&uuml;hseliges St&uuml;ck Arbeit. Es reicht nicht, wenn man mit Floskeln wie &ldquo;Rekonstruktion einer Politik&rdquo; diesem teuflischen Konflikt beikommen will. Schwarz (inkl. rabenschwarz), gr&uuml;n (insbesondere), gelb (das Sonderverm&ouml;gen), blau (?) und ROT (stellt&nbsp; einen Kanzler, der die Richtlinienkompetenz hat und diese konsequent Zug um Zug kaugummiartig &uuml;berdehnt. Er tut dies in seiner Eigenschaft als Cunctator von den 5000 Lambrechthelmen, &uuml;ber gepanzerte Raubkatzen gegen den Russen,&nbsp; bis nun zu den Taurussen, die als deutsche Wunderwaffe gegen die Russen die Zeitenwende auch auf dem Schlachtfelde wahr machen soll und der nun vor den Folgen seines Zauderns steht) &ndash; dieses parlamentarische Sammelsurium hat unseren autonomen Staat nahe an die nukleare Katastrophe gef&uuml;hrt. Und souver&auml;n werden &ldquo;wir&rdquo; so nicht. Nie und nimmer nicht!<\/p><p>Herr Hunko sollte sich gut and das Wagenknecht\/Schwarzer-Manifest erinnern: &ldquo;Der brutale Angriffskrieg gegen die Ukraine&rdquo; (Zitat)! Er fuhrwerkt weiterhin auf dieser Schiene und hofft, dass seine neue Partei dadurch ein paar Stimmen mehr erh&auml;lt. Man muss ihn fragen, was er denn an Stelle Putins getan h&auml;tte, nach 8 Jahren Terror und rund 20000 toten Russen und Russischsprachigen. Er h&auml;tte seine Landsleute weiter verrecken lassen? Diese haben die Zugeh&ouml;rigkeit zu ihrer urspr&uuml;nglichen Heimat gew&auml;hlt! Wie h&auml;tte Hunko rekonstruiert? Oder h&auml;tte er dekonstruiert? Hunko kennt die Merkel-Aussage, dass man in Sachen Minsk den Putin aufs &Uuml;belste belogen und betrogen hat, damit die Ukraine aufger&uuml;stet werden kann f&uuml;r das langgehegte Ziel des Hegemonen: Verhinderung eines Europa unter der &ldquo;F&uuml;hrung&rdquo; Deutschland\/Russland. Hunko kennt auch die Spr&uuml;che des Hegemonenaasgeiers NULAND 2013 und die unleugenbaren Fakten des MAIDAN 2014! Was Biden dem Cunctador in Washington gefl&uuml;stert hat, wei&szlig; Hunko auch.<\/p><p>Frau Wagenknecht hat sich bislang nicht vom &ldquo;brutalen Angriffskrieg&rdquo; distanziert und ist f&uuml;r so manchen geschichtsbewussten Deutschen daher EBENFALLS unw&auml;hlbar, wenn auch viele Argumente der BSW stichhaltig sind! Ein Oskar Lafontaine hat hier in den NDS des &ouml;fteren eine andere Sprache gefunden. Oskat hat gezeigt, dass er weder ein Mann der geistig-moralischen Wende ist, noch einer wachsweichen Zeitenwende!<\/p><p>Mit Dank an die Arbeit der NDS<br>\nDieter M&uuml;nch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion Nachdenkseiten,<\/p><p>nur ein paar kurze Bemerkungen zu den &Auml;u&szlig;erungen Hunkos im Interview mit Frau P&eacute;li.<\/p><p>Es ersch&uuml;ttert schon zu lesen, da&szlig; ein so f&uuml;hrender Politiker der neuen BSW-Partei derart illusorische Vorstellungen offenbart. Bereits die &Uuml;berschrift l&auml;&szlig;t erkennen, da&szlig; hier keinerlei klare gesellschaftspolitische Analyse zugrunde liegt. Das Ziel der neuen Partei h&auml;tte und so wurde es bspw. von vielen meiner politisch interessierten Freunde gesehen in einer kategorischen &ldquo;Fundamentalopposition&rdquo; bestehen m&uuml;ssen. Das war die Hoffnung, die mit dem Auftreten Wagenknechts verbunden war. Statt dessen die Formulierung eines Zieles, &uuml;ber das die gro&szlig;en Kapitalbesitzer doch nur schmunzeln k&ouml;nnen. Wenn das unter den herrschenden Bedingungen realisierbar w&auml;re, h&auml;tten wir es doch l&auml;ngst. Und dann der absolute Hammer. &ldquo;Es war ein gro&szlig;er Fehler der USA und Gro&szlig;britanniens, die Istanbuler Verhandlungen hintertrieben zu haben.&rdquo; Wo lebt denn der Mann? Das war kein Fehler, das war der Plan! Er m&uuml;&szlig;te doch die geostrategischen Pl&auml;ne der USA bestens kennen. Ich bitte um Entschuldigung, so wird das nichts, bei aller Sympathie. Und dazu kommt dann noch auch bei BSW das Schielen nach der Macht, das wir bei&nbsp; den Linken schon bestens kennen. Und das diese Partei in den Abgrund gef&uuml;hrt hat. Noch eins. Die AfD ist nicht das Problem, zwingt die Ampel zu einer vern&uuml;nftigen Politik und die AfD verschwindet, wie sie gekommen ist.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJ&uuml;rgen Keller<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Den &ldquo;Aufstieg&rdquo; der AFD sieht der Abgeordnete in der Politik der Regierung begr&uuml;ndet.<\/p><p>Bei dieser Regierung, auf dem Papier:<\/p><p>rot &ndash; gelb &ndash; gr&uuml;n, g&auml;be es keine Einsicht in das eigene Versagen und keinen Willen, die Lebensqualit&auml;t f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung zu verbessern. Bedauerlicherweise, meint Hunko. Hat er nicht aufgepasst ?<\/p><p>Hat einer aus der Ampelregierung ernsthaft behauptet, das Leben in Deutschland zu verbessern? Hat der dzt. Wirtschaftsminister nicht genau das Gegenteil verk&uuml;ndet ? Hat der nicht laut und deutlich angek&uuml;ndigt, dass die Deutschen alle &auml;rmer werden w&uuml;rden ?<\/p><p>Die interessiert doch vor allem, dass es der Ukraine besser geht, egal was die Deutschen dazu sagen.<\/p><p>GCL<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, bitte ver&ouml;ffentlichen Sie den folgenden Leserbrief, der sich auf das von den Nachdenkseiten am 3.6. ver&ouml;ffentlichte Interview von Herrn Hunko durch Frau Peli bezieht.<\/p><p>Ich bedanke mich im Voraus.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nRoland Kaschek.<\/p><p>Andrej Hunko hat Eva Peli ein Interview gew&auml;hrt. Frau Peli stellt Herrn Hunko 13 Fragen. Einige Aspekte der Antworten Herrn Hunkos diskutiere ich in der Folge mit dem Ziel den langfristigen Erfolg des BSW zu sichern und zu verst&auml;rken.<\/p><p>Frage 1: Frau Peli sagt, dass Europa zum Vasallen der USA werde. Herr Hunko geht auf diesen Punkt in seiner Antwort nicht ein. Er vers&auml;umt es darauf hinzuweisen, dass es nicht Europa, sondern die EU ist, die Vasall der USA geworden ist. Er vers&auml;umt es auch darauf hinzuweisen, dass die BRD seit ihrer Gr&uuml;ndung ein Vasall der USA ist und dass die USA, wegen der seinerzeit vorherrschenden System Konkurrenz mit der UdSSR, der BRD einen gro&szlig;en Spielraum einr&auml;umte. Da die System Konkurrenz mit der UdSSR verschwunden ist, wurde es nach 1991 zunehmend unwichtiger der BRD diesen Spielraum zu gew&auml;hren zumal die BRD ein &ouml;konomischer Konkurrent der USA ist.<\/p><p>Dass die BRD von Anfang an ein Vasall der USA war, sieht man zum Beispiel daran, dass seit ihrer Gr&uuml;ndung jeder Kanzler der BRD die so genannten Kanzlerakte unterschrieben hat. Bemerkenswert an Herrn Hunkos Antwort ist auch, dass er ohne Not das Wort &bdquo;Pandemiezeit&ldquo; verwendet um sich auf das zu beziehen, was man korrekt nur als Corona Verschw&ouml;rung bezeichnen kann. Herr Hunko vers&auml;umt hier die M&ouml;glichkeit eine klarere Position zu beziehen. Zwar ist, wenigstens heutzutage, das alte Diktum &bdquo;Viel Feind, viel Ehr&rsquo;&ldquo; keine sinnvolle Verhaltensmaxime. Die grundlegenden Beziehungen zwischen den Staaten nicht zu thematisieren, ist es aber auch nicht.<\/p><p>Frage 2: Frau Peli fragt, ob der vermeintliche Rechtsrutsch oder das Handeln der Regierung der BRD die gr&ouml;&szlig;ere Gefahr f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung der BRD ist. In seiner Antwort vermeidet Herr Hunko es darauf hinzuweisen, dass der so genannte Rechtsrutsch in der BRD in Wirklichkeit ein erwachender, noch naiver, Patriotismus ist, der zwar schon erkennt, dass die f&uuml;hrenden Parteien in der BRD nicht patriotisch sind, also nicht im Interesse der gro&szlig;en Mehrheit dieser Bev&ouml;lkerung agieren; der aber noch nicht erkennt, welche Politik, insbesondere Wirtschaftspolitik, derzeit patriotisch w&auml;re und wie in diesem Zusammenhang die Mitgliedschaft in NATO, EU und WHO zu bewerten ist. Herr Hunko weist auch nicht darauf hin, dass die Erfolge der AfD in erster Linie darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sind, dass sie in mancher Hinsicht derzeit patriotischen Positionen Platz einr&auml;umt, die insbesondere im Bereich Corona Verschw&ouml;rung mehr den Interessen der Bev&ouml;lkerung der BRD entsprach, als das, was &bdquo;die Linke&ldquo; und Frau Wagenknecht zu bieten hatte.<\/p><p>Frage 3: Frau Peli fragt, erlebt der Marxismus eine Renaissance? Herr Hunko h&auml;lt in diesem Zusammenhang fest, dass &bdquo;viele der Analysewerkzeuge, die Marx geliefert hat&ldquo; zum heutigen Verst&auml;ndnis beitragen k&ouml;nnen. Herr Hunko sagt in seiner Antwort allerdings nicht, was er unter Marxismus und auch nicht, was er unter einem solchen Werkzeug versteht. Welche Werkzeuge heute noch n&uuml;tzlich sein k&ouml;nnen sagt Herr Hunko auch nicht. Er &auml;u&szlig;ert sich gleichfalls nicht dazu, welche Probleme aus der Nutzung marxistischer Analysewerkzeuge resultieren k&ouml;nnten. Ich kein Marxist bin, weil ich mir nicht unn&ouml;tige Restriktionen des Denkens auferlegen m&ouml;chte. Trotzdem meine ich, sagen zu k&ouml;nnen, dass insbesondere die Grund legenden Annahmen &uuml;ber den Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft, wie sie in der UdSSR kultiviert wurden, auf den Pr&uuml;fstand zu stellen sind. Dies betrifft insbesondere die Art und das Ausma&szlig; des Versuchs einer gesamtgesellschaftlichen &ouml;konomischen Planung, das Verh&auml;ltnis zum Privat-, Kollektiv- und Gesellschaftseigentum an Produktionsmitteln, die Art und das Ausma&szlig; der Demokratisierung der Gesellschaft sowie der Idee eine gewisse gesellschaftliche Organisation weltweit verbreiten zu wollen. Wenn man etwa Richard D. Wolff glauben darf, dann ist ohnehin einiges dessen, was die sowjetische F&uuml;hrung gemeint hat, nicht auf Marxens, sondern deren Mist gewachsen. Herr Hunko h&auml;tte also im Zusammenhang mit dieser Frage, die kritischen Punkte, n&auml;mlich das Verh&auml;ltnis des BSW zum so genannten real existierenden Sozialismus sowie dem Marxismus erheblich deutlicher machen k&ouml;nnen und dadurch Vorbehalten gegen das BSW in der Bev&ouml;lkerung begegnen k&ouml;nnen. Dabei h&auml;tte er deutlich machen k&ouml;nnen, ob man im BSW ggf. geneigt sein k&ouml;nnte, den Effekt der Schadma&szlig;nahmen der USA gegen die UdSSR in die Bewertung des real existierenden Sozialismus und seiner theoretischen Grundlagen einflie&szlig;en zu lassen. Was, aus Sicht des BSW bzw. Herrn Hunkos, am Marxismus heute als n&uuml;tzliche Gedanken verwendungsf&auml;hig ist, w&auml;re sicher einer gr&uuml;ndlichen Er&ouml;rterung wert gewesen.<\/p><p>Frage 4: Frau Peli fragt, was sind die Ursachen f&uuml;r den Ukraine Krieg? Sie weist dann noch darauf hin, dass Frau Wagenknecht der Ansicht sei, dass der Westen diesen Krieg h&auml;tte verhindern k&ouml;nnen. Herr Hunko sagt in seiner Antwort, dass USA und NATO eine Mitschuld am Ukraine Krieg haben. Er bietet keine geopolitische Analyse an, die das Verhaltens Russlands oder der USA erkl&auml;ren k&ouml;nnte. F&uuml;r Herrn Hunko scheint dar&uuml;ber hinaus einfach Arroganz und eine unrealistische Politikentwicklung durch die USA das Problem zu sein. Herr Hunko geht nicht einmal auf die &Auml;u&szlig;erungen von Frau Merkel, Herrn Hollonde und Herrn Poroschekno ein, die deutlich gemacht haben, dass die Minsk Vereinbarungen aus Sicht der NATO nur dazu dienten, sich Zeit zu verschaffen, um die Ukraine weiter aufzur&uuml;sten und milit&auml;risch zu verst&auml;rken. Gleichfalls erw&auml;hnt er nicht, dass Herr Budanow gesagt hat, dass die Ukraine einen Krieg mit Russland braucht, um ihr Ziel zu erreichen NATO Mitglied zu werden und dass dieser Krieg 2022 oder 2023 beginnen m&uuml;sse.<\/p><p>Diese &Auml;u&szlig;erungen machen klar, dass der Westen diesen Krieg verursachen wollte und dass daher Frau Wagenknechts oben erw&auml;hnte Ansicht eine Verf&auml;lschung der historischen Tatsachen ist. Nimmt man die Bibel ernst, was ich tue, ohne Christ oder gar Gottgl&auml;ubig zu sein, in der gesagt wird &bdquo;&hellip;und die Wahrheit wird euch frei machen&ldquo;, so ist wenigstens die Hypothese nahe liegend, dass die Unwahrheit unfrei machen wird.Geopolitisch gesehen ist sowohl klar als auch allgemein bekannt, dass sich die USA in einem Kampf um die Weltherrschaft befinden und dass sie China als ihren haupts&auml;chlichen &ouml;konomischen und milit&auml;rischen Widersacher betrachten. Es ist auch bekannt, dass die USA einen Krieg mit China planen, den sie versuchen an der Taiwan-Auseinandersetzung zu entwickeln und den sie, so wie den Ukraine Krieg, als einen Stellvertreter Krieg beginnen wollen und in den sie, zu gegebener Zeit, als entscheidende Kraft mit milit&auml;rischen Mitteln eintreten wollen. Dabei ist einerseits zu beachten,dass die Zeit gegen die USA spielt, da sich China weiterhin deutlich schneller entwickelt als die USA und in wenigen Jahren zu stark sein k&ouml;nnte als dass die USA gegen China milit&auml;risch die Oberhand behalten k&ouml;nnten.<\/p><p>Der Ukraine Krieg hat aus Sicht der USA mehrere Ziele. Einerseits soll Russland als potentieller Unterst&uuml;tzer Chinas f&uuml;r den geplanten Krieg gegen China ausgeschaltet werden. Andererseits w&uuml;rde die nach Russlands Unterwerfung geplante Zerlegung Russlands in 5 oder 6 Nachfolgestaaten den USA erheblich bessere M&ouml;glichkeiten zur Ausbeutung Russlands Natur- und Personalressourcen verschaffen. Man muss heute davon ausgehen, dass die Vasallen der USA in der EU die USA auch deswegen unterst&uuml;tzen, weil sie hoffen, dass letztere ihnen im Erfolgsfall angenehme Bedingungen f&uuml;r die Ausbeutung von Russlands Konkursmasse gew&auml;hren werden. Der Ukraine Krieg hat f&uuml;r die USA auch die Funktion eine &ouml;konomische Kooperation zwischen den Kontinenten Europa und Asien zu verhindern. Schlie&szlig;lich hat der Ukraine Krieg f&uuml;r die USA die Funktion deren &ouml;konomischen Konkurrenten in der EU wirtschaftlich zu sch&auml;digen.<\/p><p>Da diese geopolitische Analyse ebenso einfach wie offensichtlich ist, stellt sich die Frage, warum Herr Hunko nicht auf diese Dinge zu sprechen kommt. Sollte es der Fall sein, dass er juristische Verfolgung durch Institutionen der BRD f&uuml;rchtet, so h&auml;tte er wenigstens die Sichtweisen der NATO denjenigen anderer Akteure, etwa denjenigen Russlands gegen&uuml;ber stellen k&ouml;nne und sagen, dass er sich das Recht vorbeh&auml;lt zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt eine Bewertung dieser Standpunkte vorzunehmen.<\/p><p>Es ist weiter bez&uuml;glich Herrn Hunkos Antwort zu beachten, dass er Russlands Invasion in die Ukraine verurteilt. Genau genommen gibt es keinen Grund das zu tun. Er h&auml;tte etwa sagen k&ouml;nnen, dass er als russischer Pr&auml;sident den Einmarschbefehl nicht erteilt h&auml;tte. Er h&auml;tte auch die Positiondes Westens und die Russlands darstellen k&ouml;nnen und sagen k&ouml;nnen, dass er, so wie auch Frau Wagenknecht, kein V&ouml;lkerrechtler ist, dass weiter bisher kein hochrangiges internationales Gericht Russlands Invasion als V&ouml;lkerrechts widrig verurteilt hat. Er h&auml;tte auch darauf hinweisen k&ouml;nnen, dass aus seiner Sicht eine ethische Bewertung der Verhaltensweise der in den Ukraine Krieg verwickelten Kr&auml;fte derzeit noch nicht abschlie&szlig;end m&ouml;glich ist. Nichts davon hat er getan. Stattdessen hat er die NATO Position zum Teil &uuml;bernommen. Man fragt sich, weshalb?<\/p><p>Da m&ouml;glicherweise nicht jedem Leser dieser Zeilen die russische Position zum Ukraine Krieg bekannt ist, will ich sie hier skizzieren, so wie ich sie verstanden habe. Russland beruft sich auf das V&ouml;lkerrecht und weist darauf hin, dass das V&ouml;lkerrecht es erlaubt einer Partei zur Hilfe zu kommen und gemeinsam milit&auml;risch vorzugehen. Russland argumentiert, dass die Ukraine seit geraumer Zeit milit&auml;risch gegen die Autonomiegebiete im Osten der Ukraine vorgegangen ist und insbesondere ihren, seit Jahren andauernden, Beschuss dieser Gebiete vor der russischen Invasion massiv verst&auml;rkt hat. Russland hat vor der Invasion Lugansk und Donezk als Staaten anerkannt, mit ihnen milit&auml;rische Bestandsvertr&auml;ge geschlossen und dann mit deren Zustimmung die Invasion begonnen.<\/p><p>Russland argumentiert weiter, dass es v&ouml;lkerrechtlich erlaubt ist, dem unmittelbar bevorstehendem Angriff eines Gegners milit&auml;risch zuvorzukommen. Das hat Russland getan. Ob die Ukraine tats&auml;chlich im Fr&uuml;hjahr 2022 eine Invasion der Autonomiegebiete begonnen h&auml;tte, w&auml;re Russland nicht zuvorgekommen, kann nicht ohne Weiteres beurteilt werden. Die Planungsunterlagen der Ukrainischen F&uuml;hrung, der USA und der NATO k&ouml;nnten dazu Aufschl&uuml;sse geben. Tatsache ist aber, dass die Ukraine den Beschuss der Autonomiegebiete erheblich erh&ouml;ht hatte und es deswegen, aus russischer Sicht, geboten war einer Invasion der Ukraine zuvorzukommen. Das kann man alles sagen ohne Partei zu ergreifen und es sagen zu k&ouml;nnen erfordert nur die Nutzung allgemein verf&uuml;gbare Information. Statt sich (mehr oder weniger) NATO-Positionen anzuschlie&szlig;en ist es, wie sich aus vorstehendem ergibt, auch m&ouml;glich zu sagen, dass die NATO diesen Krieg wollte und verursacht hat. Frau Wagenknechts oben wiedergegebene Aussage k&ouml;nnte also mit gutem Recht als weitestgehend verfehlt betrachtet werden.<\/p><p>Frage 5: Frau Peli fragt, was ein milit&auml;rischer Sieg Russlands in der Ukraine bedeutet. Herr Hunko beantwortet die Frage nicht. Er sagt aber etwas sehr wesentliches, n&auml;mlich, dass ein sofortiger bedingungsloser Waffenstillstand im Ukraine Krieg erfolgen m&uuml;sse. Diese Forderung h&ouml;rt sich nat&uuml;rlich gut an. Auf den ersten Blick. Aber auch nur f&uuml;r jemanden, der die Sache nicht richtig durchdenkt. Ein bedingungsloser Waffenstillstand w&uuml;rde von den USA dazu genutzt werden die Ukraine mit Waffen und Soldaten &bdquo;vollzustopfen&ldquo; und die Ukraine dadurch in die Lage zu versetzen den Krieg weiter zu f&uuml;hren. Aus diesem Grund ist diese Forderung f&uuml;r Russland nicht akzeptabel und Herr Hunko sollte das wissen. Herrn Hunkos Forderung ist aber auch f&uuml;r die Ukrainische F&uuml;hrung nicht akzeptabel. W&uuml;rde sie n&auml;mlich dieser Forderung zustimmen, so w&uuml;rde unverz&uuml;glich in der Ukraine die Frage aufkommen, warum man die Verhandlungen im Fr&uuml;hjahr 2022 abgebrochen hat, die der Ukraine ein Ende des Krieges beschert h&auml;tten, das unendlich viel besser ist, als alles, was jetzt durch Friedensverhandlungen erreichbar ist. Die M&ouml;glichkeit w&uuml;rde sehr real werden, dass eine Erhebung in der Ukraine die derzeitige F&uuml;hrung absetzen, inhaftieren und strafrechtlich behandeln w&uuml;rde. Mindestens Jahrzehnte lange Haftstrafen f&uuml;r die F&uuml;hrenden Ukrainischen Politiker w&auml;ren praktisch sicher. Russland hat &uuml;brigens mehrfach mitgeteilt, dass es zu Verhandlungen bereit ist, dass aber, wenigsten zun&auml;chst, w&auml;hrend der Verhandlungen weiter k&auml;mpfen w&uuml;rde.<\/p><p>Auch in Bezug auf diese Angelegenheit stellt sich die Frage, wie es sich zugetragen haben mag, dass ein intelligenter, erfahrener Politiker vom Format eines Herrn Hunko auf eine derartig abseitige Idee kommen kann. Sollten Sie bis hierher durchgehalten und meine Analyse gelesen und durchdacht haben, so fragen Sie sich vielleicht, weshalb ,macht sich ein unbedeutender Fuzzi die M&uuml;he so eine Analyse zu verfassen. Dann antworte ich Ihnen mit dem Gedicht &bdquo;Die Stadt&ldquo; von Theodor Storm:<\/p><p>Am grauen Strand, am grauen Meer<br>\nUnd seitab liegt die Stadt;<br>\nDer Nebel dr&uuml;ckt die D&auml;cher schwer,<br>\nUnd durch die Stille braust das Meer<br>\nEint&ouml;nig um die Stadt.<br>\nEs rauscht kein Wald, es schl&auml;gt im Mai<br>\nKein Vogel ohn Unterla&szlig;;<br>\nDie Wandergans mit hartem Schrei<br>\nNur fliegt in Herbstesnacht vorbei,<br>\nAm Strande weht das Gras.<br>\nDoch h&auml;ngt mein ganzes Herz an dir,<br>\nDu graue Stadt am Meer;<br>\nDer Jugend Zauber f&uuml;r und f&uuml;r<br>\nRuht l&auml;chelnd doch auf dir, auf dir,<br>\nDu graue Stadt am Meer.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116106\">Dieser Artikel<\/a> enth&auml;lt ein Interview, das &Eacute;va P&eacute;li mit dem Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko gef&uuml;hrt hat. 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