{"id":11639,"date":"2011-12-19T08:19:58","date_gmt":"2011-12-19T07:19:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11639"},"modified":"2011-12-19T08:19:58","modified_gmt":"2011-12-19T07:19:58","slug":"hinweise-des-tages-1533","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11639","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (KR\/MB\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11639#h01\">Kalkulierte Schockstrategie f&uuml;r Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11639#h02\">Warum sich die Bundesbank gegen IWF-Hilfe wehrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11639#h03\">Der Rechenfehler der Schuldenbremser<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11639#h04\">Royal Bank of Scotland &ndash; Chronik des Versagens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11639#h05\">Solarindustrie: Ikarus st&uuml;rzt ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11639#h06\">Die Verantwortungsl&uuml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11639#h07\">Sahra Wagenknecht: Begrenzt die private Wirtschaftsmacht!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11639#h08\">Kapitalismuskrise &ndash; Europas Zeit ist nicht vor&uuml;ber<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11639#h09\">Deutsche Bank will Dokumentarfilm zensieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11639#h10\">Menschen mit wenig Einkommen steigen h&auml;ufiger ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11639#h11\">Alarmierende Folgen der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11639#h12\">Seniorenhaushalte haben real an Einkommen verloren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11639#h13\">Europ&auml;ischer B&uuml;rgerbeauftragter kritisiert Umgang mit Interessenkonflikten bei der Europ&auml;ischen Lebensmittelbeh&ouml;rde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11639#h14\">GAR &ndash; Gemeinsames Abwehrzentrum gegen&nbsp;Rechtsextremismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11639#h15\">Stuttgart 21: Klage des BUND gegen Umplanung des Grundwassermanagements erfolgreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11639#h16\">Auch die Lebenserwartung von Geringverdienern steigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11639#h17\">Kabinett verl&auml;ngert Afghanistan-Einsatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11639#h18\">Soziale und wirtschaftliche Bedingungen des Studiums &ndash; Deutschland im europ&auml;ischen Vergleich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11639#h19\">Allein in diesem Jahr fehlen fast 50.000 Ausbildungspl&auml;tze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11639#h20\">Unausgewogene ARD-Berichterstattung zum Thema Vorratsdatenspeicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11639#h21\">China: Allt&auml;glicher Widerstand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11639#h22\">Zu guter Letzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11639#h23\">Das Letzte <\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=11639&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Kalkulierte Schockstrategie f&uuml;r Europa<\/strong><br>\nDie Kanzlerin ist keine &bdquo;Getriebene&ldquo; der Finanzm&auml;rkte &ndash;&nbsp;sie folgt ihrem Kalk&uuml;l: durch Eskalation der Krise ganz Europa eine Politik der Entsolidarisierung aufzuzwingen.<br>\nWie konnte es zu einem so rasanten Abstieg Europas kommen? Nur zwei Jahre, nachdem ein kleines, peripheres Euro-Mitglied seine Schuldenprobleme offenbarte, hat sich die gesamte Eurozone in eine finanzpolitische Krisenregion verwandelt. Der vor kurzem noch selbstbewusste, wirtschaftsm&auml;chtige europ&auml;ische Kontinent, dessen Sozialmodell f&uuml;r viele weltweit eine Orientierungsgr&ouml;&szlig;e war, ist von der Unterst&uuml;tzung durch den Internationalen W&auml;hrungsfonds abh&auml;ngig und bittet in Schwellenl&auml;ndern um finanziellen Beistand; seine Staatsanleihen werden von Banken mehr und mehr wie Schrottpapiere behandelt, die sie schnellstm&ouml;glich loswerden wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/positionen\/1150-schockstrategie-f-r-europa\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Eine gute Analyse &ndash; unter R&uuml;ckgriff auf Naomi Klein. Ein weiterer Auszug:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Die betroffenen nationalen &Ouml;konomien st&uuml;rzen unweigerlich in eine schwere Rezession, wodurch sich die Abh&auml;ngigkeit von finanziellen Hilfen noch vergr&ouml;&szlig;ert und immer mehr von derselben &bdquo;Medizin&ldquo; verabreicht werden kann. Was sich als Krisenmanagement ausgibt, beschrieb Naomi Klein treffend als &bdquo;Krisenopportunismus&ldquo;: Statt die Schuldenprobleme schnellstm&ouml;glich zu &uuml;berwinden, werden sie von den vermeintlichen Rettern &bdquo;als kostbare Gelegenheiten&ldquo; genutzt, &bdquo;um Neuland f&uuml;r den freien Markt zu sichern&ldquo;, wie Klein es ausdr&uuml;ckte. In Europa boten sich f&uuml;r eine solcherma&szlig;en eskalierende Krisenpolitik besonders g&uuml;nstige Voraussetzungen. Der Verflechtungsgrad machte es m&ouml;glich, auch L&auml;nder in den Krisensog zu ziehen, die eigentlich gar keine Schuldenprobleme hatten. Mittlerweile k&ouml;nnen selbst Frankreich und &Ouml;sterreich in die Zange genommen und zum &bdquo;Sparen&ldquo; gezwungen werden. In dieser Eskalationsstrategie spielten sich Akteure die B&auml;lle zu: Die EU-Verantwortlichen mit ihren Pleite-Drohungen und ihrer Weigerung, Euro-L&auml;nder nachhaltig vor spekulativen Attacken zu sch&uuml;tzen, die Rating-Agenturen mit ihren Herabstufungen, der IWF mit seiner Kritik an EU-Regierungen, die Hedgefonds mit ihren spekulativen Angriffen.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Geld f&uuml;r Schuldenstaaten: Warum sich die Bundesbank gegen IWF-Hilfe wehrt<\/strong><br>\nEs war eines der wenigen greifbaren Ergebnisse des EU-Gipfels zur Euro-Rettung: Der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) soll helfen, die Schuldenkrise einzud&auml;mmen. Vor allem den gro&szlig;en Wackelkandidaten Italien und Spanien soll die Organisation Finanzhilfen geben, sollten diese kein Geld mehr von den M&auml;rkten erhalten. Die Notenbanken der EU-Staaten sollen dem Fonds die zus&auml;tzlichen Mittel durch bilaterale Kredite bereitstellen. Derzeit deutet wenig darauf hin, dass das Vorhaben gelingt: Zwar versprach am Donnerstag Russland, sich mit mindestens zehn Milliarden Dollar zu beteiligen. Andererseits haben die USA dem Plan bereits eine klare Absage erteilt. Notenbank-Chef Ben Bernanke sagte bei einem Treffen mit Mitgliedern des Senats, er habe weder die Absicht noch die Befugnis, sich an einer Rettungsaktion f&uuml;r die Europ&auml;er zu beteiligen.<br>\nDoch auch in der EU selbst l&auml;uft es nicht rund. Gro&szlig;britanniens Premierminister David Cameron hat am Mittwoch klargemacht, dass sein Land h&ouml;chstens zehn Milliarden Dollar beisteuern wird. Tschechien will den IWF grunds&auml;tzlich nur dann mit 3,5 Milliarden Euro st&auml;rken, wenn ausnahmslos alle EU-Staaten mitmachen.&nbsp; Auch in Deutschland regt sich Widerstand. Die Schl&uuml;sselrolle f&uuml;r das Gelingen des Plans liege bei der Bundesbank, die einen Anteil von 45 Milliarden Euro zu leisten h&auml;tte. Der Bundestag m&uuml;sse explizit zustimmen, auch d&uuml;rften die Mittel keinesfalls exklusiv f&uuml;r kriselnde Euro-Mitglieder verwendet werden, sondern den IWF allgemein st&auml;rken. &Uuml;berdies m&uuml;ssen auch gro&szlig;e L&auml;nder au&szlig;erhalb der EU bei der Aufstockung der IWF-Mittel mitmachen. Denn die Gesch&auml;ftspolitik des W&auml;hrungsfonds schreibt eine gerechte Lastenverteilung unter allen Geberl&auml;ndern vor, so Weidmanns Argument. Weidmann f&auml;hrt nach au&szlig;en einen strikt ordnungspolitischen Kurs. Zumal er eine Finanzierung der kriselnden Euro-L&auml;nder nur durch die Notenbanken der Euro-Zone kritisch sieht. Das k&ouml;nnte als indirekte Staatsfinanzierung gewertet werden, was den europ&auml;ischen Notenbanken aber untersagt ist. Damit ger&auml;t der Gipfelbeschluss in Gefahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,803997,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Den letzten Rettungsgipfel umgeben allerlei Merkw&uuml;rdigkeiten. Anscheinend hat die Kanzlerin es nicht einmal geschafft, sich mit den eigenen Notenbankern auszutauschen. Andererseits ist es geradezu lustig, wie die immer auf ihre Unabh&auml;ngigkeit pochende Zentralbank ein Votum des Bundestags einfordert. Die Forderung der Zentralbanker, dass &ldquo;auch Nicht-EU-L&auml;nder einen sp&uuml;rbaren Anteil zur Aufstockung der IWF-Ressourcen leisten&rdquo;, spricht f&uuml;r einen hohen Grad an Nicht- Informiertheit der Banker, denn die USA haben schon fr&uuml;h IWF-Krediten eine Absage erteilt. Denn denkbar ist ja immer noch, dass bei einer Staatspleite in Europa der IWF sein Geld nicht zur&uuml;ckerh&auml;lt und die Verluste auf alle IWF-Mitgliedsl&auml;nder verteilt werden, eben auch die USA. &ndash; Das Merkw&uuml;rdigste ist allerdings, mit welcher Selbstverst&auml;ndlichkeit die Europ&auml;er nicht erst seit heute die &ldquo;Hilfestellung&rdquo; des IWF in Anspruch nehmen. Gern wird in Politik und Medien von der EU als st&auml;rksten globalen Wirtschaftsmacht gesprochen, aber sobald z.B. so ein kleines EU-Land wie Lettland in Schwierigkeiten ger&auml;t, ist die EU auf den IWF angewiesen. Jenseits der uns&auml;glichen &ldquo;Hilfsprogramme&rdquo; des IWF, die nicht nur in Lettland&nbsp; verheerende Auswirkungen hatten, degradiert sich die EU auf den Status eines Entwicklungslandes. Nat&uuml;rlich sind einige EU-Mitgliedsl&auml;nder im Verh&auml;ltnis zum hochentwickelten Kern &ldquo;Entwicklungsl&auml;nder&rdquo;, aber wenn die Rede vom politischen Europa einen Sinn hat, dann muss Europa in der Lage sein, seine Krisen auch ohne ausw&auml;rtige Hilfe zu bew&auml;ltigen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der Rechenfehler der Schuldenbremser<\/strong><br>\nDie Summe der Schulden ist stets identisch mit der Summe der Guthaben. Darauf weisen &Ouml;konomen zwar immer wieder hin, doch wird ihnen offenbar wenig Geh&ouml;r geschenkt. Dabei muss man &uuml;ber keine ausgepr&auml;gten mathematischen F&auml;higkeiten verf&uuml;gen, um zu sehen, dass jedem Euro Schulden irgendwo ein Euro Guthaben gegen&uuml;berstehen muss&hellip;<br>\nWie man es auch dreht und wendet: Die Summe der Schulden ist insgesamt zu hoch und muss reduziert werden. Mit anderen Worten: Die Summe der Guthaben ist insgesamt zu hoch und muss reduziert werden. Bedauerlicherweise wird aber in der laufenden Debatte fast st&auml;ndig nur der erste Satz wiederholt und akklamiert, obwohl beide Aussagen nach den Gesetzen der Logik (siehe oben) ident sind&hellip; Wobei die Handlungsoptionen klar auf dem auf dem Tisch liegen: Entwertung der Forderungen durch Inflation, Reduktion der Schulden durch &ldquo;hair cuts&rdquo; oder Reduktion der Verm&ouml;gen durch Besteuerung. Durchwegs sehr bittere Pillen. In &Ouml;sterreich haben wir in den 1920er- und 1930er-Jahren erleben m&uuml;ssen, welch verheerende Wirkungen eine Hyperinflation haben kann, die letztlich nicht nur ins &ouml;konomische, sondern auch ins politische Desaster f&uuml;hrte. Auch die im Fall von insolventen privaten Schuldnern so beliebte Methode des &ldquo;hair cuts&rdquo; birgt im Fall von Staatspleiten enorme &ouml;konomische und politische Gefahren.<br>\nDer geordnetste und noch am ehesten mit Ma&szlig; und Ziel beschreitbare Weg scheint eine kr&auml;ftige Verm&ouml;gensbesteuerung, mit dem Ziel, die Summe der Finanz-Verm&ouml;gen zu verringern. Das ist zumindest in der Geschichte schon einmal mit Erfolg praktiziert worden. Als F. D. Roosevelt seinen &ldquo;new deal&rdquo; proklamierte&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1323916683867\/Staatsschulden-Der-Rechenfehler-der-Schuldenbremser\">der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Royal Bank of Scotland &ndash; Chronik des Versagens<\/strong><br>\nZu hohe Risiken sowie mangelnde F&uuml;hrung und Kontrolle f&uuml;hrten zum Kollaps der Royal Bank of Scotland. Das ganze Establishment der Banken, der Politik und der Aufsicht versagte. Die meisten Verantwortlichen sind immer noch im Amt. Die Finanzaufsichtsbeh&ouml;rde FSA hat die Trag&ouml;die, in der sie selbst eine zentrale Rolle spielte, vor einem Jahr mit einer Pressemitteilung von dreihundert Zeichen abzuhaken versucht. Die unappetitliche Geschichte sollte mit Billigung der Regierung unter den Teppich gekehrt werden. Nur der Druck des vom unnachgiebigen konservativen Abgeordneten Andrew Tyrie gef&uuml;hrten Finanzausschusses konnte dies verhindern. Aus den dreihundert Zeichen ist eine 450 Seiten dicke Chronik des Versagens geworden. Sie zeichnet die Fehler des Managements und des Verwaltungsrats der Bank, die verfehlte Philosophie und Praxis der Aufsichtsbeh&ouml;rde FSA sowie das politische Umfeld nach, die zum Kollaps f&uuml;hrten. Sieben Faktoren werden als Ursache identifiziert. &hellip;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/chronik_des_versagens_1.13620004.html\">NZZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.fsa.gov.uk\/pages\/Library\/Other_publications\/Miscellaneous\/2011\/rbs.shtml\">Der FSA-Report<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eine deprimierende Analyse, auch weil so gar nichts Geheimnisvolles am Crash der RBS ist. Eine Finanzaufsichtsbeh&ouml;rde auf der H&ouml;he der Zeit h&auml;tte den Verlust der &ouml;ffentlichen Hand (Steuerzahler) von &uuml;ber 20 Milliarden Pfund deutlich begrenzen k&ouml;nnen. Zutiefst beunruhigend und frustrierend ist es, dass jeder Schwarzfahrer vor den Kadi gezerrt werden kann, aber Leute, die ganze Volkswirtschaften an die Wand fahren, k&ouml;nnen nicht belangt werden und die von Bankmanagement und staatlicher Aufsicht gemachten Fehler werden als &ldquo;nicht schuldhaft&rdquo; eingestuft. Wenig hilfreich ist die Einlassung von FSA-Chef Adair Turner: &ldquo;Die Tatsache, dass niemand rechtlich verantwortlich gemacht werden konnte, wirft die Frage auf: Wenn man unter den vorhandenen Regeln nicht handeln kann, sollten dann nicht die Regeln f&uuml;r die Zukunft ge&auml;ndert werden&rdquo;, wenn die Verantwortlichen bei Bank und Aufsicht &uuml;berwiegend dieselben geblieben sind. Gute Zeiten f&uuml;r die alten und neuen Finanzmarkteure, eine sch&auml;rfere Regulierung der Londoner City,&nbsp; abzuwehren. Zumal auch die gro&szlig;e Politik, wie unl&auml;ngst der Premier, seine sch&uuml;tzende Hand &uuml;ber die angeblichen Wettbewerbsvorteile des Finanzstandorts h&auml;lt. Auch bei uns kein anderes Bild: Ackermann bleibt, schlimmer noch Anshu Jain kommt. Die Aufsicht zieht war um zur Bundesbank, aber mit demselben Personal. Seltsam, da kommen die gro&szlig;en Verderber so leicht davon, aber eine kl&auml;gliche Petitesse, namens Christian Wulff, schreibt bundesrepublikanische Geschichte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Solarindustrie: Ikarus st&uuml;rzt ab<\/strong><br>\nWeltmarktf&uuml;hrer, B&ouml;rsenwunder, Jobmaschine: Das war einmal. Die deutsche Solarindustrie ist auf dem besten Weg, sich in einen Tr&uuml;mmerhaufen zu verwandeln. Am sp&auml;ten Dienstag meldete die Berliner Solon Insolvenz an. Damit ist der erste gro&szlig;e deutsche Solarkonzern pleite. Im Jahr 2007 erreichte der deutsche Solarboom seinen H&ouml;hepunkt. Die deutschen Hersteller glaubten, fest im Sattel zu sitzen, hatten die hiesigen Firmen doch viele Jahre Erfahrungsvorsprung vor dem Rest der Welt. Doch Solarmodule sind &ndash; verglichen zum Beispiel mit Windm&uuml;hlen &ndash; recht simple Produkte. Innerhalb k&uuml;rzester Zeit und mit Hilfe deutscher Maschinenbauer entstand in Asien, vor allem in China, eine gigantische Solarindustrie. Gep&auml;ppelt durch billige Staatskredite und niedrigere Energiepreise, aber auch mit Qualit&auml;tsprodukten und Investitionen in die Forschung &uuml;berschwemmten die Chinesen den hochsubventionierten deutschen Markt. Derzeit gibt es auf der Welt Produktionskapazit&auml;ten f&uuml;r etwa 50 Gigawatt Solarmodule pro Jahr. Abgesetzt werden vermutlich aber 2011 nur etwa 20 Gigawatt, davon etwa sechs in Deutschland. Auch kommendes Jahr soll es nicht wesentlich mehr werden. Die Folge: Dramatisch fallende Preise. Module sind seit Januar um mehr als ein Drittel billiger geworden, nachdem es schon in den Vorjahren steil bergab ging. Den anderen gro&szlig;en deutschen Solarkonzernen droht indes ein &auml;hnliches Schicksal wie Solon. Q-Cells, Schott Solar und Conergy etwa sind in erheblichen Schwierigkeiten, der hiesige Branchenprimus Solarworld h&auml;lt sich noch besser. &ndash; Obwohl die Gr&uuml;nde daf&uuml;r vielschichtig sind, nutzte die Opposition gestern die Solon-Pleite zur Stimmungsmache gegen die Bundesregierung. Der gr&uuml;ne Bundestagsabgeordnete Hans-Josef Fell macht Wirtschaftsminister Philipp R&ouml;sler (FDP) und seine Forderung nach einer K&uuml;rzung der Solarf&ouml;rderung verantwortlich f&uuml;r die Solon-Pleite. Die SPD dagegen verlangt von der Regierung, dass sie endlich pr&uuml;ft, ob Dumping chinesischer Firmen f&uuml;r den Niedergang der deutschen Solarindustrie verantwortlich ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/energie\/solarindustrie-ikarus-stuerzt-ab,1473634,11308664,view,asFirstTeaser.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Solarworld pr&uuml;ft eine Antidumping-Klage bei der EU gegen chinesische Solarstrommodule und Solarzellen, nachdem die amerikanische Tochter in den USA zusammen mit amerikanischen Unternehmen bereits eine entsprechende Klage eingereicht hat und die sechsk&ouml;pfige US-Handelskommission einstimmig eine Sch&auml;digung dieser Unternehmen feststellte. Mit der detaillierten Offenlegung der chinesischen Handelspraktiken ist die Einf&uuml;hrung von Strafz&ouml;llen und Ausgleichszahlungen auf chinesische Solarprodukte in den Vereinigten Staaten m&ouml;glich. &ndash; Abgesehen von den Dumpingvorw&uuml;rfen, so schnell k&ouml;nnen heute globale Spitzenpositionen in der verarbeitenden Industrie verloren gehen. Es ist ja nicht nur China, sondern auch S&uuml;dkorea und Taiwan kauften schl&uuml;sselfertige Maschinenparks in Deutschland, um Solaranlagen zu produzieren. Der Stand der Globalisierung erlaubt es den Einf&uuml;hrern eines Produktes anscheinend immer weniger, von der Reifephase im jeweiligen <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Produktlebenszyklus\">Produktlebenszyklus<\/a> zu profitieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Verantwortungsl&uuml;ge<\/strong><br>\nIm Neoliberalismus wird der sch&ouml;ne Begriff &ldquo;Verantwortung&rdquo; missbraucht. Der Einzelne soll durch Konsumentscheidungen auf eigene Kosten das Versagen der Politik korrigieren. Von &ldquo;Eigenverantwortung&rdquo; wird immer dann gesprochen, wenn sich die Institutionen aus der Verantwortung zur&uuml;ckziehen. Und wenn sie uns eine Verschlimmerung unserer Situation aufzwingen wollen. Trotzdem gibt es eine wirkliche Verantwortung des B&uuml;rgers: Sie besteht darin, die Macht dieser Institutionen zu brechen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/2011\/12\/16\/die-verantwortungsluge\/#more-7318\">Hinter den Schlagzeilen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht: Begrenzt die private Wirtschaftsmacht! <\/strong><br>\nDer Einfluss von Banken und Firmen ist zu gro&szlig; geworden. Zeit, den Liberalismus wieder ernst zu nehmen: Eigentum sollte nur durch Arbeit entstehen. &hellip;<br>\nDer alte Liberalismus eines John Locke sah nur solches Eigentum als legitimiert an, das durch eigene Arbeit entsteht. Eine Wirtschaftsordnung, die diesen Grundsatz ernst n&auml;hme, w&auml;re keine kapitalistische mehr. Denn Eigentum an gro&szlig;en Wirtschaftskonzernen und Milliardenverm&ouml;gen entstehen nicht durch eigene Arbeit, sondern durch Erbschaft, Spekulation und die Ausbeutung fremder Arbeit. Zugleich erzeugt solches Eigentum Macht: Erpressungsmacht zur Durchsetzung der eigenen Interessen. Und diese Macht wuchs mit jeder unter Herbetung neoliberaler Glaubenss&auml;tze auf den Finanz- und Arbeitsm&auml;rkten zerst&ouml;rten Regulierung. Am Ende trat ein, wovor der &Ouml;konom Walter Eucken bereits vor &uuml;ber 50 Jahren gewarnt hatte: Private Wirtschaftsmacht, so Euckens These, l&auml;sst sich nicht kontrollieren. Entweder es gelingt, ihre Entstehung zu verhindern &ndash; oder sozialer Ausgleich, Freiheit und Demokratie sind nicht zu retten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2011-12\/wagenknecht-kapitalismus\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kapitalismuskrise &ndash; Europas Zeit ist nicht vor&uuml;ber<\/strong><br>\nDer Historiker Hans-Ulrich Wehler &uuml;ber die wachsende soziale Ungleichheit, die politische und wirtschaftliche Zukunft des Kontinents und das vermeintliche Ende der Demokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/kultur\/kapitalismuskrise-europas-zeit-ist-nicht-vorueber,1472786,11313704.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> So dankbar man ist, wenn eine bekannter Historiker kritische Aussagen zur Einkommensverteilung in Deutschland macht, es stellt sich immer die Frage wie diese zu bewerten sind, wenn gleichzeitig Hart-IV als Rettung des deutschen Sozialstaates ausgemacht wird. Ob Wehler sich Franz Steink&uuml;hler, der heute als Verm&ouml;gens- und Unternehmensberater wirkt, als Kanzler w&uuml;nscht oder sich nur versprochen hat, ist so oder so ein bezeichnender Lapsus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Deutsche Bank will Dokumentarfilm zensieren<\/strong><br>\nDie Deutsche Bank droht mit rechtlichen Schritten und Schadenersatzklage gegen einen Film &uuml;ber Nahrungsmittelspekulationen, sollte nicht eine Passage des Pressesprechers Frank Hartmann herausgenommen werden. Der Pressesprecher wird dahingehend zusammengefasst, dass nicht die H&auml;ndler von Banken, sondern die Menschen in Somalia f&uuml;r ihre Armut selbst verantwortlich seien. Daraufhin best&auml;tigt Hartmann: &bdquo;Nat&uuml;rlich sind die selbst schuld!&ldquo; Der Aussage, Menschen in Somalia seien selbst schuld, sich die &uuml;berh&ouml;hten Getreidepreise nicht leisten zu k&ouml;nnen, droht nun Zensur.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hpd.de\/node\/12520\">HPD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Menschen mit wenig Einkommen steigen h&auml;ufiger ab<\/strong><br>\nDas Verarmungsrisiko in Deutschland w&auml;chst, aber nicht f&uuml;r alle Schichten. Vor allem Menschen, die bereits geringe Einkommen haben, werden h&auml;ufiger arm als fr&uuml;her. In den unteren Einkommensschichten stieg die Verarmungsquote von 10 auf 15 Prozent, w&auml;hrend sie sich f&uuml;r die Mittel- und Oberschicht im untersuchten Zeitraum von 1984 bis 2007 nicht erh&ouml;hte. Dies zeigen Martin Ehlert und Jan Paul Heisig in einer Analyse f&uuml;r die Vierteljahreszeitschrift des Wissenschaftszentrums Berlin f&uuml;r Sozialforschung (WZB).<br>\nBis zum Ende der 1990er Jahre wurden in Deutschland jedes Jahr etwa 10 Prozent der Menschen mit niedrigem Haushaltseinkommen arm. Ihr monatliches Haushaltseinkommen fiel binnen eines Jahres unter die Armutsrisikoschwelle (derzeit ca. 900 Euro). Seit dem Jahr 2000 stieg die Verarmungsquote in den unteren Einkommensschichten auf ca. 15 Prozent an. Aus der Mittelschicht verarmen dagegen durchschnittlich nur ungef&auml;hr zwei Prozent; wer ein h&ouml;heres Einkommen hat, ist so gut wie nie betroffen.<br>\nEine der Ursachen f&uuml;r den Anstieg der Verarmungsquote ist die Ver&auml;nderung der Arbeitsmarktstruktur in Deutschland. Besch&auml;ftigte ohne berufsqualifizierenden Abschluss m&uuml;ssen h&auml;ufiger als fr&uuml;her den Arbeitgeber wechseln und werden &ouml;fter arbeitslos. Hinzu kommt, dass die Lohnungleichheit zugenommen hat. W&auml;hrend L&ouml;hne am oberen Ende stiegen, gingen die Reall&ouml;hne im unteren Bereich deutlich zur&uuml;ck. Konnten Geringqualifizierte in den 1980er Jahren also noch h&auml;ufig ein vergleichsweise risikoarmes Leben im unteren Einkommensbereich f&uuml;hren, sind sie heute st&auml;rker abstiegsgef&auml;hrdet.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news455917\">idw<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.wzb.eu\/sites\/default\/files\/publikationen\/wzb_mitteilungen\/wm134.7-9.pdf\">WZB-Mitteilungen [PDF &ndash; 190 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Alarmierende Folgen der Krise<\/strong><br>\nImmer mehr Familien in den USA haben wegen der zunehmenden Armut in gro&szlig;en St&auml;dten M&uuml;he, sich Nahrungsmittel zu kaufen. Eine Studie des US-St&auml;dtetages (USCM) zu Hunger und Obdachlosigkeit im Jahr 2011 ergab, dass in fast allen 29 untersuchten Metropolen zwischen September 2010 und August 2011 die Nachfrage nach Lebensmittelbeihilfen stieg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.orf.at\/stories\/2095075\/2095077\/\">ORF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Seniorenhaushalte haben real an Einkommen verloren<\/strong><br>\nSeniorenhaushalte haben in den vergangenen Jahren real an Einkommen verloren. Das betrifft vor allem Alleinstehende. Aber auch f&uuml;r viele Paare im Ruhestand wird es finanziell enger. Das zeigt eine neue, von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rderte Untersuchung zur Einkommensentwicklung von Seniorenhaushalten.<br>\nSeit der Jahrtausendwende sinken die gesetzlichen Renten f&uuml;r Neu-Ruhest&auml;ndler im Durchschnitt sp&uuml;rbar. So kamen Neuzug&auml;nge im Jahr 1996 noch auf durchschnittlich 709 Euro monatliches Altersgeld. 2009 waren es dagegen nur noch 686 Euro. Das haben Falko Trischler und Prof. Dr. Ernst Kistler vom Institut f&uuml;r Internationale Sozial&ouml;konomie (Inifes) ermittelt. Der Trend wird sich fortsetzen, prognostizieren die Forscher. Denn die sinkenden Rentenanspr&uuml;che spiegeln mit zeitlicher Verz&ouml;gerung Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt wider, die sich in j&uuml;ngster Vergangenheit stark ausgebreitet haben: sp&auml;terer Berufseintritt, instabile Erwerbsverl&auml;ufe und Arbeitslosigkeit. Hinzu kommen die Rentenreformen des vergangenen Jahrzehnts, die das Niveau der gesetzlichen Alterssicherung absenken, um die Beitragss&auml;tze zu stabilisieren.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xbcr\/hbs\/impuls_grafik_2011_20_3_rdax_495x600.jpg\" width=\"470\" alt=\"Seniorenhaushalte haben in den vergangenen Jahren real an Einkommen verloren\" title=\"Seniorenhaushalte haben in den vergangenen Jahren real an Einkommen verloren\"><\/p>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/hbs_showpicture.htm?id=38488&amp;chunk=1\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news456724\">idw<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf_fof\/S-2009-236-3-6.pdf\">Studie &bdquo;Gute Erwerbsbiografien&ldquo;, Hans-B&ouml;ckler-Stiftung [PDF &ndash; 810 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Europ&auml;ischer B&uuml;rgerbeauftragter kritisiert Umgang mit Interessenkonflikten bei der Europ&auml;ischen Lebensmittelbeh&ouml;rde<\/strong><br>\nDer Europ&auml;ische B&uuml;rgerbeauftragte hat vergangene Woche einer Beschwerde der Organisation Testbiotech gegen die Europ&auml;ische Lebensmittelbeh&ouml;rde EFSA stattgegeben und unzureichende Regeln gegen Interessenkonflikte bei der Beh&ouml;rde angemahnt. Wir hatten die Beschwerde gemeinsam mit CEO und Friends of the Earth Europe unterst&uuml;tzt. Konkret geht es um den Fall Dr. Suzy Renckens. Renckens war bis 2008 bei der EFSA Leiterin der Abteilung, die f&uuml;r die Risikobewertung gentechnisch modifizierter Organismen zust&auml;ndig ist. Nur zwei Monate nach Beendigung dieser T&auml;tigkeit wechselte Renckens zu dem Agro-Unternehmen Syntegma, das eben solche gentechnisch modifizierten Pflanzen herstellt<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2011\/12\/europaischer-burgerbeauftragter-kritisiert-umgang-mit-interessenkonflikten-bei-der-efsa\/\">LobbyControl<\/a>\n<p><em>Die Frage bleibt, ob dieser Dreht&uuml;reffekt mit den Beschl&uuml;ssen von Gr&uuml;nen und SPD verhindert werden k&ouml;nnte:<\/em><\/p>\n<p><strong>Gr&uuml;ne und SPD f&uuml;r mehr Lobbykontrolle<\/strong><br>\nSowohl B&uuml;ndnis90\/Die Gr&uuml;nen als auch die SPD haben auf ihren Bundesparteitagen in den letzten Wochen viel versprechende Beschl&uuml;sse f&uuml;r Transparenz und bessere Regeln in Sachen Lobbyismus und Interessenkonflikten gefasst. Wir geben einen &Uuml;berblick zu den aus lobbykritischer Sicht relevanten Beschl&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2011\/12\/grune-und-spd-sprechen-sich-fur-mehr-lobbykontrolle-aus\/\">LobbyControl<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>GAR &ndash; Gemeinsames Abwehrzentrum gegen&nbsp;Rechtsextremismus<\/strong><br>\nIst mit der Gr&uuml;ndung des &bdquo;GAR&ldquo; die unterstellte Blindheit der Beh&ouml;rden gegen&uuml;ber rechtsextremistischen Straftaten &uuml;berwunden oder handelt es sich um politischen Aktionismus, mit dem der Minister haupts&auml;chlich dem Vorwurf der Unt&auml;tigkeit entgehen will? &hellip;<br>\nOhne den ernsthaften politischen Willen zur Bek&auml;mpfung von Rechtsextremismus in unserer Gesellschaft werden die jetzt ergriffenen Ma&szlig;nahmen ergebnislos bleiben. Einmal durchgesetzt und installiert, lassen sich die neuen Befugnisse und Strukturen allerdings auch gegen jede andere Bev&ouml;lkerungsgruppe einsetzen. Grund genug, die Ma&szlig;nahmen kritisch zu bewerten und sich vor die Frage zu stellen, ob nicht die bestehenden Instrumente zur Gefahrenabwehr und Strafverfolgung bereits seit Jahren ausgereicht h&auml;tten, wenn nur der politische Wille zum Kampf gegen Rechts vorhanden w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jacobjung.wordpress.com\/2011\/12\/17\/gar-gemeinsames-abwehrzentrum-gegen-rechtsextremismus\/#more-3961\">Jacob Jung Blog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Stuttgart 21: Klage des BUND gegen Umplanung des Grundwassermanagements erfolgreich<\/strong><br>\nDie vom Eisenbahn-Bundesamt zugelassene 5. &Auml;nderung des Planfeststellungsbeschlusses vom 28.01.2005 betreffend die Umplanung des Grundwassermanagements f&uuml;r den Bau des neuen Tiefbahnhofs in Stuttgart ist rechtswidrig und nicht vollziehbar. Dies hat der 5. Senat des Verwaltungsgerichtshofs Baden-W&uuml;rttemberg mit Urteil vom 15.12.2011 (Az: 5 S 2100\/11) festgestellt und damit einer entsprechenden Klage des Bundes f&uuml;r Umwelt und Naturschutz (BUND) stattgegeben. Dessen weitergehender Antrag, den Bescheid zur 5. Plan&auml;nderung vom 30.04.2010 zur G&auml;nze aufzuheben, ist hingegen ohne Erfolg geblieben, weil das Eisenbahn-Bundesamt die M&ouml;glichkeit hat, den festgestellten Mangel unter Beteiligung des BUND in einem erg&auml;nzenden Verfahren zu beheben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vghmannheim.de\/servlet\/PB\/menu\/1272936\/index.html?ROOT=1153033\">Verwaltungsgerichtshof Baden-W&uuml;rttemberg<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Auch die Lebenserwartung von Geringverdienern steigt<\/strong><br>\nOffenbar hat niemanden stutzig gemacht, dass es bisher keinerlei wissenschaftlichen Zweifel daran gab, dass die Steigerung der Lebenserwartung in Deutschland seit mindestens 150 Jahren (die Zeit der Weltkriege ausgenommen) eine Erfolgsgeschichte sondergleichen ist, die alle Bev&ouml;lkerungsgruppen erfasst. Richtig ist zwar, dass die Reicheren l&auml;nger leben als die &Auml;rmeren, und dass die Lebensspanne der einen zuweilen schneller w&auml;chst als die der anderen. Davon, dass sie f&uuml;r irgendeine Einkommensgruppe langfristig r&uuml;ckl&auml;ufig war, kann aber nicht die Rede sein&hellip;<br>\nIn allen der zehn Einkommensgruppen, in die die Autoren die Rentnerschaft im Alter ab 65 einteilen, steigt die Lebenserwartung&hellip; Dass sich das Leben der Geringverdiener auch nach 2006 weiter verl&auml;ngert hat, ist zu erwarten. Sicher wei&szlig; man es aber erst, wenn jemand mit wissenschaftlich korrekter Methode und allen notwendigen aktuellen Daten der DRV nachgerechnet hat. Bis es soweit ist, sollten Politiker und Medien sich mit weiteren unhaltbaren Behauptungen zur&uuml;ckhalten. Sie sind jetzt schon mehr als peinlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.demografie-blog.de\/2011\/12\/lebenserwartung-von-geringverdienern-sinkt-nicht\/\">Demografie-Blog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Kabinett verl&auml;ngert Afghanistan-Einsatz<\/strong><br>\nDas Bundeskabinett hat am Mittwoch einer Verl&auml;ngerung des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr um ein weiteres Jahr zugestimmt. Zugleich wird erstmals die Obergrenze der eingesetzten Soldaten herabgesetzt. Begr&uuml;ndet wird die Reduzierung mit der positiven Entwicklung im Lande. Das Kabinett beschloss auch den Fortschrittsbericht zu Afghanistan. In dem Bericht, der den Bundestag &uuml;ber das milit&auml;rische und zivile Engagement informieren soll, werden auch die Ergebnisse der Bonner Afghanistan-Konferenz vom 5. Dezember zusammengefasst. Insgesamt kommt der Bericht zu dem Schluss, dass die Sicherheitslage sich 2011 &ldquo;trotz spektakul&auml;rer Anschl&auml;ge&rdquo; gefestigt habe. Der Aufbau der afghanischen Sicherheitskr&auml;fte verlaufe weiter erfolgreich und planm&auml;&szlig;ig. Im Oktober 2011 erreichten sie eine Personalst&auml;rke von 305.600, das sei beinahe der angestrebte Stand von 352.000 Kr&auml;ften. Wie wenig die Bundesregierung ihrer optimistischen Einsch&auml;tzung traut, verr&auml;t sie freilich zwei Abs&auml;tze sp&auml;ter: Die Entwicklungshilfe werde nach 2014 fortgesetzt, &ldquo;soweit es die Sicherheitslage erlaubt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2011%2F12%2F15%2Fa0073&amp;cHash=0ad4f9e91f\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wahrscheinlich ist nicht zu erwarten, dass eine Regierung einr&auml;umt, dass die Motive dieses Krieges fragw&uuml;rdig, die Ziele nicht umsetzbar und der Tod der Soldaten sinnlos war, dabei l&auml;sst die Ausf&uuml;hrung des Au&szlig;enministers, dieser Krieg sei milit&auml;risch nicht zu gewinnen, einen solchen Schluss zu. Dass das von Verteidigungsminister De Maizi&egrave;re geforderte beste Zeichen des Respekts und der Anerkennung f&uuml;r Soldaten, Polizisten oder Diplomaten, die am Hindukusch ihren Dienst leisteten, die Verl&auml;ngerung des Afghanistan-Einsatzes sei, ist widerspr&uuml;chlich bis abstrus &ndash; eine Beleidigung f&uuml;r den gesunden Menschenverstand. Wie res&uuml;mierte der ehemalige US-Verteidigungsminister, Robert Gates, in Westpoint, der Kaderschmiede des US-Milit&auml;rs: &rdquo;But in my opinion, any future defense secretary who advises the president to send again a big American land army into Asia or into the Middle East or Africa should have his head examined&rdquo;. Dem ist nichts hinzuzuf&uuml;gen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Soziale und wirtschaftliche Bedingungen des Studiums &ndash; Deutschland im europ&auml;ischen Vergleich<\/strong><br>\nEin neuer Bericht des HIS-Instituts f&uuml;r Hochschulforschung (HIS-HF) gibt Auskunft &uuml;ber die sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen des Studiums im deutschen Hochschulsystem im Vergleich mit anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern. Der Bericht wurde im Rahmen des Projekts EUROSTUDENT erstellt und beruht auf der Befragung von mehr als 200.000 Studierenden in 25 L&auml;ndern im Zeitraum von 2008 bis 2010.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.his.de\/pdf\/23\/Eurostudent_deutsch_web.pdf\">HIS [PDF &ndash; 2.5 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Allein in diesem Jahr fehlen fast 50.000 Ausbildungspl&auml;tze<\/strong><br>\nDas Plus von 1,8 Prozent bei den abgeschlossenen Vertr&auml;gen liegt weit hinter den Erwartungen und Ank&uuml;ndigungen der Arbeitgeber zur&uuml;ck. Die Zahl der Neuvertr&auml;ge liegt mit 570.140 weit unter dem Niveau des Vorkrisenjahres 2008. Damals erhielten 616.342 junge Menschen einen neuen Ausbildungsvertrag.<br>\nGl&auml;nzende Chancen f&uuml;r junge Menschen sind noch immer eine Fata Morgana. Zurzeit sind 76.642 Jugendliche unversorgt. Sie haben keinen Ausbildungsplatz bekommen und halten sich mit Bewerbungstrainings, Einstiegsqualifizierungen und Praktika &uuml;ber Wasser. Und das bei nur 29.500 offenen Pl&auml;tzen. In Wahrheit &uuml;bersteigt die Zahl der unversorgten Bewerberinnen und Bewerber die Zahl der offenen Pl&auml;tze um mehr als das Doppelte. Allein in diesem Jahr fehlen folglich fast 50.000 Ausbildungspl&auml;tze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++92dfeeb0-270c-11e1-4048-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Unausgewogene ARD-Berichterstattung zum Thema Vorratsdatenspeicherung<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daten-speicherung.de\/index.php\/ard-politkampagne-fur-vorratsdatenspeicherung\/\">Datenspeicherung.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>China: Allt&auml;glicher Widerstand<\/strong><br>\nDer au&szlig;er Kontrolle geratene Landkonflikt in Wukan ist nur ein besonders drastisches Beispiel f&uuml;r j&auml;hrlich zehntausende Proteste in der Volksrepublik, die auf Parteichinesisch &ldquo;Massenzwischenf&auml;lle&rdquo; genannt werden. Widerstand &auml;u&szlig;ert sich ebenso bei Landenteignungen wie in Arbeiterstreiks, es gibt Verkehrsblockaden, Besetzungen, Studentendemos, Umwelt- und Verbraucherproteste bis hin zu Autokonvois geprellter K&auml;ufer von Eigentumswohnungen. Die genaue Zahl der &ldquo;Massenzwischenf&auml;lle&rdquo; ist unbekannt wie auch die Kriterien ihrer offiziellen Erfassung. Von 8.700 im Jahr 1993 stiegen die Proteste auf offiziell 87.000 im Jahr 2005 an &ndash; also eine Verzehnfachung in zw&ouml;lf Jahren. Doch seitdem wurden keine offiziellen Zahlen mehr bekannt gegeben. F&uuml;r 2008 wird inoffiziell von 127.000 Vorf&auml;llen gesprochen. Der Zorn der Enteigneten und Vertriebenen richtet sich vor allem gegen die als korrupt und ungerecht empfundenen lokalen Beamten und nicht gegen die Regierung in Peking oder das System als solches. Vielmehr wird von der Bev&ouml;lkerung eine Intervention der Pekinger F&uuml;hrung oft geradezu herbeigesehnt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2011%2F12%2F16%2Fa0085&amp;cHash=c6e3433350\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2011%2F12%2F16%2Fa0086&amp;cHash=3ff8abb39b\">taz, Ein Dorf revoltiert<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Zu guter Letzt &ndash; 1: Becker &amp; J&uuml;nemann machen Fr&uuml;hst&uuml;ckspause<\/strong><br>\nDer alte FDP-Generalsekret&auml;r und der neue machen es ganz &auml;hnlich. Sie lassen den Schrott liegen und hauen ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/medien.wdr.de\/radio\/wdr2kabarett\/wdr2kabarett_becker_juenemann_20111216_1050.mp3\">WDR-Kabarett [MP3]<\/a>\n<p><strong>Zu guter Letzt &ndash; 2: Wilfried Schmickler&acute;s Weihnachsansprache!<\/strong>&nbsp;<br>\nWilfried Schmickler &ndash; Soviele Menschen in Arbeit wie nie zuvor &ndash; Danke Deutschland<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=EDWRUx0pp7I\">YouTube<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Das Letzte: Hat Christian Wulff Steuern hinterzogen<\/strong><br>\nWir haben uns bei der Debatte um den privaten Kredit einer Unternehmergattin an Christian Wulff bewusst zur&uuml;ckgehalten, weil wir der Meinung sind, dass das Amt des Bundespr&auml;sidenten mit der derzeitigen Besetzung ohnehin jede Bedeutung verloren hat und es viel wichtigere Themen in unserem Land gibt. Aber einen Hinweis unseres Lesers U.F. finden wir ganz interessant, nicht nur weil er in der &ouml;ffentlichen Debatte noch nicht aufgetaucht ist:\n<blockquote><p>&ldquo;Laut Presse soll das Darlehen mit 4% Zinsen p.a. zur&uuml;ckgezahlt werden. Der markt&uuml;bliche Zinssatz betrug 2008 5,43%. Dieser Zinsvorteil ist eine Schenkung gem. &sect; 7 Abs. 1 ErbStG, bei 1,43% Differenz und einer Kreditsumme von 500.000,- &euro; macht das im ersten Jahr einen Geldvorteil von 7.150,- &euro;. Diesen Betrag h&auml;tte Herr Wulff bei seiner Steuererkl&auml;rung 2008 als Einkunft anf&uuml;hren m&uuml;ssen, in den folgenden Jahren jeweils der Differenzzinssatz zur Valuta. Ob er das wohl getan hat? <\/p>\n<p>Hierzu &sect; 370 AO &ldquo;Steuerhinterziehung:<\/p>\n<p>(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu f&uuml;nf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer 1. den Finanzbeh&ouml;rden oder anderen Beh&ouml;rden &uuml;ber steuerlich erhebliche Tatsachen unrichtige oder unvollst&auml;ndige Angaben macht, 2. die Finanzbeh&ouml;rden pflichtwidrig &uuml;ber steuerlich erhebliche Tatsachen in Unkenntnis l&auml;sst oder 3. &hellip; und dadurch Steuern verk&uuml;rzt oder f&uuml;r sich oder einen anderen nicht gerechtfertigte Steuervorteile erlangt.<\/p>\n<p>(2) Der Versuch ist strafbar.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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