{"id":116392,"date":"2024-06-08T15:00:48","date_gmt":"2024-06-08T13:00:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116392"},"modified":"2024-06-11T11:38:46","modified_gmt":"2024-06-11T09:38:46","slug":"um-auf-die-israelischen-besatzer-wuetend-zu-sein-brauchen-palaestinenserinnen-keinen-antisemitismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116392","title":{"rendered":"Um auf die israelischen Besatzer w\u00fctend zu sein, brauchen Pal\u00e4stinenser keinen Antisemitismus"},"content":{"rendered":"<p>Warum der Antisemitismus-Vorwurf nicht aufkl&auml;rt, sondern zudeckt. Zur Grundkonstante in der &ouml;ffentlich-rechtlichen Diskussion geh&ouml;rt, Pal&auml;stinensern einen Platz nahe am Antisemitismus zuzuweisen. Oder man spricht ganz umstandslos von einem arabischen Antisemitismus. Warum sollte das nicht stimmen? Warum sollten sie weniger rassistisch sein als die Europ&auml;er? Von <strong>Wolf Wetzel<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_6598\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-116392-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240610-Palaestinenser-brauchen-keinen-Antisemitismus-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240610-Palaestinenser-brauchen-keinen-Antisemitismus-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240610-Palaestinenser-brauchen-keinen-Antisemitismus-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240610-Palaestinenser-brauchen-keinen-Antisemitismus-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=116392-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240610-Palaestinenser-brauchen-keinen-Antisemitismus-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"240610-Palaestinenser-brauchen-keinen-Antisemitismus-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Warum sollten sie nicht dasselbe tun wie in Europa, wo viele, viel zu viele die wahren Herrschaftsverh&auml;ltnisse verschleiern, indem sie die &bdquo;Juden&ldquo; f&uuml;r alles verantwortlich machen? Der Antisemitismus war ganz sicher im Dritten Reich Staatsraison. Und auch im Nachkriegsdeutschland h&auml;lt sich der Antisemitismus ganz hartn&auml;ckig, wenn man Bill Gates nicht f&uuml;r seine milliardenschweren Politiken verantwortlich macht, sondern wegen seiner j&uuml;dischen Herkunft. Auch so kann man das, was der Kapitalismus von Profit- in Machtakkummulation umwandelt, ins &bdquo;j&uuml;dische&ldquo; Wesen umlenken &ndash; was ja nichts anders bedeuten soll als: Der Kapitalismus ist ganz in Ordnung, wenn es nicht &bdquo;die Juden&ldquo; g&auml;be. Die antisemitische Grundformel vom &bdquo;schaffenden&ldquo; (deutschen) und dem &bdquo;raffenden&ldquo; (j&uuml;dischen) Kapital dient bis heute der Verschleierung der tats&auml;chlichen Herrschaftsverh&auml;ltnisse.<\/p><p>Warum sollten Pal&auml;stinenser nicht auch der Versuchung erliegen, sich in komplexen Herrschaftsverh&auml;ltnissen zu verlaufen? Doch meist geht man gar nicht diesen Fragen nach, sondern h&auml;lt sich raus. Am Ende ist man selbst ein Antisemit oder jemand, der antisemitische Narrative bedient. Wenn genug zustimmen bzw. schweigen, ist jede Diskussion hinf&auml;llig.<\/p><p>Bevor es losgeht, m&ouml;chte ich eines erkl&auml;rend hinzuf&uuml;gen: &bdquo;Die Pal&auml;stinenser&ldquo; gibt es so wenig wie &bdquo;die Deutschen&ldquo;. Der pal&auml;stinensische Bauinternehmer hat so wenig mit der Pal&auml;stinenserin im Fl&uuml;chtlingslager gemein wie die Kassiererin in einer Supermarktkette mit ihrem Chef. Wenn ich hier von &bdquo;den Pal&auml;stinensern&ldquo; (in besetzten Gebieten) rede, dann aufgrund einer <em>tats&auml;chlichen<\/em> Gemeinsamkeit: Sie sind alle der israelischen Besatzungsmacht unterworfen.<\/p><p><strong>Was macht Pal&auml;stinenser zu Antisemiten?<\/strong><\/p><p>Wenn man dieser Frage ernsthaft nachgeht, muss man zuvor die Frage beantworten: Was ist eigentlich Antisemitismus? Es gibt ja mittlerweile so viele Antisemitismen, dass man auch da lieber abwinkt, als den Begrifflichkeiten auf den Grund zu gehen. Lassen wir einmal beiseite, was den <em>religi&ouml;sen, christlichen Antisemitismus<\/em> vom <em>sekund&auml;ren Antisemitismus<\/em> unterscheidet. Konzentrieren wir uns auf den in den letzten Jahren sehr in Mode gekommenen Begriff vom <em>&bdquo;israelbezogenen Antisemitismus&ldquo;<\/em>.<\/p><p>Ich m&ouml;chte mich auf diese Begrifflichkeit konzentrieren, denn sie wird zurzeit wie Streusalz verteilt, wenn jemand die Politik der israelischen Regierung kritisiert oder gar den Krieg im Gazastreifen nicht f&uuml;r ein Selbstverteidigungsrecht h&auml;lt, sondern f&uuml;r einen vors&auml;tzlichen und gewollten Massenmord, der durchaus die Merkmale eines Genozids erf&uuml;llt. Wer das tut, ist ganz schnell ein Antisemit, wird aus jeder &ouml;ffentlich-rechtlichen Diskussion ausgeschlossen und bekommt es bestenfalls mit Polizei, Hausdurchsuchungen und Strafverfahren zu tun (wie zum Beispiel die Frauenorganisation &bdquo;Zora&ldquo; aus Berlin).<\/p><p>Dass es in Deutschland nach wie vor antisemitische Denk- und Handlungsweisen gibt, ist ein Erbe der &bdquo;zweiten Schuld&ldquo; (Ralph Giordano) nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches. Daran sind nicht die Nazis schuld, sondern all jene &bdquo;demokratischen&ldquo; Parteien, die nach 1948 die Regierung stellten. Man schwieg dar&uuml;ber, wie weit der Antisemitismus staatstragend und partei&uuml;bergreifend (von deutsch-national bis liberal) war und dass die Nazis dabei wenig neu erfinden mussten. Und man schwieg nach 1948 dar&uuml;ber, dass viele Nazis, die &uuml;berlebt hatten, ihre Karriere in Westdeutschland fortsetzen konnten.<\/p><p>Aber ein fast noch gr&ouml;&szlig;eres Tabu ist, dass heute viele Neonazis und Postfaschisten Israelfans sind. F&uuml;r sie ist die israelische Siedlerpolitik, der rassistische Umgang mit den &bdquo;Arabern&ldquo;, die in allen Belangen gefeierte &Uuml;berlegenheit gegen&uuml;ber den &bdquo;anderen&ldquo;, der Krieg als Grundkonstante staatlichen, nationalen Daseins, viel mehr Vor- als Feindbild.<\/p><p><strong>Vom S&uuml;hnefall zum Vorposten westlicher Hegemonialm&auml;chte<\/strong><\/p><p>Aber auch hier lohnt sich ein historischer R&uuml;ckblick: Als Israel im sogenannten Sechstagekrieg 1967 die arabischen Armeen besiegte, den Gazastreifen, die Golanh&ouml;hen, Ost-Jerusalem und das Westjordanland besetzte, hatte das Entsetzen im politischen Establishment &uuml;ber den israelischen Angriffskrieg die Lautst&auml;rke eines Taubstummen. Umso gr&ouml;&szlig;er war die Begeisterung f&uuml;r diese milit&auml;rische Meisterleistung. Und damit war auch die Metamorphose eingeleitet. Der antisemitisch konnotierte Jude war gestorben. Die israelische Armee wurde eingedeutscht. Die deutschen Medien, allen voran die <em>BILD-Zeitung<\/em>, machten aus Moshe Dayan, dem Befehlshaber der israelischen Armee, einen zweiten &bdquo;Rommel&ldquo;. Letzterer leitete im Dritten Reich den Angriffskrieg in Afrika. Und noch etwas sollte seine faschistische Konnotation verlieren: Man feierte hier den &bdquo;Blitzsieg&ldquo; Israels und ebnete damit sehr bewusst die deutschen Kriegsverbrechen ein. Seit diesem &uuml;berw&auml;ltigenden Sieg war Israel kein Pflege- und S&uuml;hnefall mehr, sondern ein milit&auml;rischer Vorposten der westlichen Hegemonialm&auml;chte, dem das gelang, woran Generalfeldmarschall Rommel (auch &bdquo;W&uuml;stenfuchs&ldquo; genannt) im Afrikafeldzug scheiterte. Seit diesem Sieg erkannte die <em>BILD-Zeitung<\/em> die Zeichen der Zeit und verk&uuml;ndete fortan ihre gro&szlig;e, innige Liebe zu Israel, ein Vorl&auml;ufer des staatlichen Bekenntnisses, Israel in die deutsche Staatsraison einzugliedern.<\/p><p>Damit hatte man auf gewisse Weise den milit&auml;rischen Sieg Israels getoppt. Fortan konnte man das Gedenken an den Holocaust problemlos mit Kriegsverbrechen, internationalen Rechtsbr&uuml;chen, Post-Kolonialismus und kriegst&uuml;chtigem Staat verzahnen.<\/p><p>Es w&auml;re eine eigene Untersuchung wert, was dies bedeutet, wenn Seite an Seite die politische &bdquo;Mitte&ldquo; und nicht unbedeutende Teile der &bdquo;Neurechten&ldquo; (von AfD bis hin zu Teilen der &bdquo;Sezession&ldquo;) in Netanjahu genau den starken Mann sehen, den sie sich auch f&uuml;r Deutschland w&uuml;nschen &ndash; ein Mann, der sich nichts vorschreiben l&auml;sst, der die institutionelle Gewaltenteilung f&uuml;r liberalen Bullshit h&auml;lt und der genau wei&szlig;, dass es nicht auf (die Einhaltung von) Gesetze(n) ankommt, sondern auf das Gewaltpotenzial, &uuml;ber alle Gesetze und Grenzen hinweg Fakten zu schaffen. Dass die deutschen &bdquo;Neurechten&ldquo; dies begr&uuml;&szlig;en, ist genauso wenig ein Irrtum wie die Unterst&uuml;tzung der Netanjahu-Regierung von Mitgliedern, die sich selbst als Faschisten bezeichnen. Schon allein diese bizarre politische Konstellation macht die Fadenscheinigkeit deutlich, mit der die Kritik an der israelischen Staatsf&uuml;hrung als &bdquo;rechts&ldquo; und dann als antisemitisch denunziert wird.<\/p><p>Manche Analysen dieses merkw&uuml;rdigen Seitenwechsels erkl&auml;ren dies mit einem <em>&bdquo;Philosemitismus&rdquo;<\/em>. Psychologisch k&ouml;nnte man das in die N&auml;he von Hassliebe r&uuml;cken. Ich halte diese Erkl&auml;rung f&uuml;r falsch und werde darauf zur&uuml;ckkommen.<\/p><p>In diesem Beitrag geht es nicht um deutsche Befindlichkeiten und Nachstellungen. Es geht darum, dem Vorwurf nachzugehen, dass Pal&auml;stinenser (und alle pro-pal&auml;stinensischen Aktivisten und Aktivistinnen) antisemitisch motiviert seien, wenn sie gegen die israelische Besatzungsmacht aufbegehren.<\/p><p>Es gibt keine d&uuml;mmere und haltlosere Art der Denunziation.<\/p><p>Zu diesem Fazit kommt man, wenn man sich die Genese des Antisemitismus, also die zentralen Grundannahmen vor Augen f&uuml;hrt:<\/p><ul>\n<li>Der &bdquo;Jude&ldquo; ist nach au&szlig;en hin nett, freundlich und hilfsbereit. Der Antisemitismus enttarnt ihn, rei&szlig;t ihm die Maske vom Gesicht und zeigt uns, wie er wirklich ist: gerissen, habgierig und halsabschneiderisch.<\/li>\n<li>Der &bdquo;Jude&ldquo; stellt sich den Naiven und Sorglosen als einflusslos und hilflos vor. Der Antisemitismus l&auml;sst sich auch davon nicht blenden und enttarnt ihn als geheimes Mitglied einer omnipotenten Organisation, die weltweit die F&auml;den in der Hand h&auml;lt.<\/li>\n<li>Der Antisemitismus hat nicht nur eine personale Seite. Seine gro&szlig;e Bedeutung bekommt er dadurch, dass er behauptet, uns die Welt zu erkl&auml;ren. W&auml;hrend viele dar&uuml;ber r&auml;tseln, wer Macht nur repr&auml;sentiert, wer hingegen tats&auml;chlich die Macht hat, durchschaut der Antisemitismus dieses Verwirrspiel und wei&szlig;, dass die Juden die F&auml;den und Strippen weltweit ziehen.<\/li>\n<li>Der Antisemitismus beantwortet gerade auch die ganz gro&szlig;en Menschheitsfragen: Wer ist f&uuml;r das Elend, f&uuml;r den Hunger verantwortlich? Wer treibt uns in den Krieg? Der Antisemitismus verliert dabei kein einziges Wort &uuml;ber den Kapitalismus, &uuml;ber den Imperialismus, sondern zeigt auf die Juden, die auch daran schuld sind.<\/li>\n<\/ul><p>Der Antisemitismus wurde in einer Zeit m&auml;chtig, als die Welt auf den Abgrund zulief. Der Erste Weltkrieg war noch nicht wirklich vorbei, die Weltwirtschaftskrise Ende der 1920er-Jahre brachte f&uuml;r viele Menschen noch mehr Elend und Verzweiflung. Der Kapitalismus k&auml;mpfte gegen sich selbst und gegen den kommunistischen Ostblock.<\/p><p>Der Antisemitismus bot eine blendende M&ouml;glichkeit, den Kapitalismus zu retten, indem er seine elende Seite den Juden zuschob und die eigenen Weltherrschaftsanspr&uuml;che dem Kommunismus. Das m&uuml;ndete in der Formel von der &bdquo;j&uuml;disch-bolschewistischen Weltverschw&ouml;rung&ldquo;.<\/p><p>Die Ideologie des Antisemitismus funktioniert folglich in einer doppelten Paradoxie:<\/p><ul>\n<li><strong>Er behauptet, Herrschaftsverh&auml;ltnisse zu durchschauen, indem er sie zum Verschwinden bringt.<\/strong><\/li>\n<li><strong>Der Antisemitismus bietet uns Schuldige &ndash; die Juden &ndash; an, um die wirklich M&auml;chtigen zu sch&uuml;tzen.<\/strong><\/li>\n<\/ul><p>Wenn man diese Axiome zugrunde legt, dann kommt man mit Blick auf das, was Pal&auml;stinenser in besetzten Gebieten erleben und zu verarbeiten haben, zu einem sehr eindeutigen Ergebnis:<\/p><p>Die Pal&auml;stinenser brauchen sich keinen <em>imagin&auml;ren<\/em> Feind zuzulegen, den man im Antisemitismus in der Gestalt des Juden findet. W&auml;hrend der Antisemitismus den omnipotenten Feind erfindet, also von den wirklichen Macht- und Herrschaftsverh&auml;ltnissen ablenkt, leben die Pal&auml;stinenser (in den besetzten Gebieten) mit einem <em>realen<\/em> Feind, dem Staat Israel, der ihr Leben fast vollst&auml;ndig in der Hand hat. Es gibt wenige Orte auf der Welt, wo der Antisemitismus so derma&szlig;en &uuml;berfl&uuml;ssig ist, um von den eigentlichen Feinden abzulenken.<\/p><p><strong>&bdquo;Die reine Teufelei ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen.&ldquo;<\/strong><\/p><p>Gideon Levy ist Journalist und Mitherausgeber der israelischen Tageszeitung <em>Haaretz<\/em>. Er ist es gewohnt, gegen rechte ultra-orthodoxe Positionen anzuk&auml;mpfen. Doch seit dem Krieg in Gaza um Pal&auml;stina beobachtet er eine erschreckende Verschiebung. Was fr&uuml;her rechts au&szlig;en war, ist nun Mainstream geworden. Mehr noch: Was fr&uuml;her reaktion&auml;r war, n&auml;hert sich heute einer faschistischen Logik:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Es ist nicht mehr nur die politische Rechte. Es ist jetzt der Mainstream. [&hellip;] Das Ungeheuerliche ist zur Realit&auml;t geworden. Die reine Teufelei ist in der Mitte der Gesellschaft und sogar links der Mitte angekommen. Noch ein oder zwei Kriege mehr, und alle werden wie Meir Kahane sein.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Das erkl&auml;rt er am Beispiel des ehemaligen Leiters der Operations- und Planungsabteilung des Milit&auml;rs und Chef des Nationalen Sicherheitsrats Giora Eiland:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Giora_Eiland\">Giora Eiland<\/a> ist einer der &sbquo;denkenden Offiziere&lsquo;, die aus der IDF, den israelischen Streitkr&auml;ften, hervorgegangen sind. Er wirkt sympathisch und ist wortgewandt, sein Auftreten ist von M&auml;&szlig;igung und gesundem Urteilsverm&ouml;gen gepr&auml;gt. [&hellip;] Er wird oft interviewt und von der Arbeiterbewegung hoch gesch&auml;tzt. Er ist nicht wortkarg und ignorant wie zum Beispiel Brigadegeneral Amir Avivi und nicht blutr&uuml;nstig wie zum Beispiel Itamar Ben Gvir. Er ist ein Mann der politischen Mitte, der gem&auml;&szlig;igten Rechten.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>W&auml;hrend bereits &uuml;ber 10.000 Menschen in Gaza ermordet worden sind, Gaza-Stadt einer apokalyptischen Tr&uuml;mmerlandschaft gleicht, &uuml;ber eine Million Menschen vom Nordfl&uuml;gel des Gef&auml;ngnisses in den S&uuml;dfl&uuml;gel fliehen, wei&szlig; der einst gem&auml;&szlig;igte Mann, was jetzt noch fehlt:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Epidemien in Gaza sind gut f&uuml;r Israel! &sbquo;Schlie&szlig;lich werden schwere Epidemien im S&uuml;den des Gazastreifens den Sieg Israels erleichtern und die Zahl der Todesopfer unter den IDF-Soldaten verringern&lsquo;&rdquo;, schrieb er diese Woche w&ouml;rtlich in der Zeitung <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Yedioth_Ahronoth\"><em>Yedioth Ahronoth<\/em><\/a>. [&hellip;] &bdquo;&sbquo;Und nein, es ist keine Grausamkeit ihnen gegen&uuml;ber&lsquo;, betonte er, als ob jemand so etwas h&auml;tte denken k&ouml;nnen. In Wirklichkeit sei es seltene Freundlichkeit und Menschlichkeit, da sie ja israelische Menschenleben retten w&uuml;rde. Giora Eiland, mit diesem Vorschlag gleichzeitig in der Rolle von Mutter Theresa, in der Rolle eines Offiziers und eines Gentlemans in der moralischsten Armee der Welt, machte einen klaren Nazi-Vorschlag &ndash; aber in der Bev&ouml;lkerung brach trotzdem kein Sturm aus!&ldquo; <\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Ich h&auml;tte noch vor einiger Zeit diese Aussagen als antisemitisch-gesteuerte Horrorgeschichte aus meiner Gedankenwelt getrieben. Tats&auml;chlich reihen sie sich aber in eine Serie von Aussagen ein, die nicht von der &bdquo;Stra&szlig;e&ldquo; kommen, sondern aus Regierungskreisen.<\/p><ul>\n<li>&bdquo;<em>Wir werden Gaza zu einer Insel aus Ruinen machen<\/em>.&ldquo; (Premierminister Netanjahu am 8. Oktober 2023)<\/li>\n<li>&bdquo;<em>Wir werfen Hunderte Tonnen von Bomben auf Gaza. Der Fokus liegt auf Zerst&ouml;rung, nicht auf Genauigkeit.&ldquo;<\/em> (Daniel Hagari, Sprecher der israelischen Armee, am 10. Oktober 2023)<\/li>\n<li>&bdquo;<em>Es ist ein ganzes Volk, das verantwortlich ist [&hellip;] Wir werden k&auml;mpfen, bis wir ihr R&uuml;ckgrat brechen.&ldquo;<\/em> (Pr&auml;sident Jitzchak Herzog am 14. Oktober 2023)<\/li>\n<li>&bdquo;<em>Es wird keinen Strom geben, keine Lebensmittel, keinen Treibstoff, alles ist geschlossen. Wir k&auml;mpfen gegen menschliche Tiere und wir handeln entsprechend.<\/em>&ldquo; (Verteidigungsminister Yoav Gallant am 9. Oktober 2023)<\/li>\n<li>&bdquo;<em>Jetzt gibt es nur ein Ziel: Nakba! Eine Nakba in Gaza, die die Nakba von 48 in den Schatten stellen wird.<\/em>&ldquo; (Ariel Kallner, Knesset Abgeordneter der Regierungspartei Likud, auf X am 7. Oktober 2023)<\/li>\n<\/ul><p><strong>Alles Reaktionen auf ein Schockerlebnis?<\/strong><\/p><p>So k&ouml;nnte man die ersten Reaktionen nach dem &bdquo;9\/11&ldquo; am 7. Oktober 2023 begreifen. Was man selbstverst&auml;ndlich jeden Tag macht, Angst und Schrecken auf fremdem Territorium zu verbreiten, das &bdquo;Recht&ldquo; der puren Gewalt auszu&uuml;ben, passierte zum Schrecken vieler f&uuml;r einen Tag auf israelischem Territorium. Dieser Schock h&auml;tte dazu f&uuml;hren k&ouml;nnen, in Israel dar&uuml;ber zu reden, was man tagt&auml;glich, Tag und Nacht in besetzten Gebieten macht, was man guthei&szlig;t, was man gar nicht so genau wissen m&ouml;chte.<\/p><p>Das Gegenteil ist eingetreten. Die wahnwitzigen Fantasien werden seit sieben Monaten unaufhaltsam in die Tat umgesetzt: Man zerst&ouml;rt den gesamten Gazastreifen. &Uuml;ber 70 Prozent der H&auml;user in Gaza sind dem Erdboden gleichgemacht worden. Jetzt werden &bdquo;Zeltst&auml;dte&ldquo; bombardiert. Man zerst&ouml;rt gezielt Krankh&auml;user und humanit&auml;re Einrichtungen. Man setzt die Waffe des Hungers bewusst ein und schlie&szlig;t alle Zug&auml;nge zu Gaza f&uuml;r Hilfslieferungen. Man kappt das Stromnetz, man zerst&ouml;rt Wasserzug&auml;nge. Die Erwachsenen suchen Tote und Versch&uuml;ttete unter den Tr&uuml;mmern. Die Kinder stehen in langen Reihen f&uuml;r eine Suppe an. Und die geradezu irre Idee, eine Epidemie als Genozid-Helfer einzusetzen, ist inzwischen Realit&auml;t in Gaza geworden. Riesige M&uuml;llberge sammeln sich an und k&ouml;nnen nicht beseitigt werden, weil Stra&szlig;en bewusst unpassierbar gemacht werden.<\/p><p>Und es kommt eine Besonderheit hinzu, die sich von anderen Genoziden unterscheidet. In den allermeisten F&auml;llen k&ouml;nnten die Menschen fliehen, indem sie in Nachbarl&auml;ndern Zuflucht finden (k&ouml;nnen). In Gaza gibt es keinen Flucht-, keinen Ausweg. Die Menschen sind absolut der israelischen Armee ausgeliefert. Sie fliehen vom Norden in den S&uuml;den und von dort wieder in den Norden &ndash; eine todbringende Flucht, die sich im Kreis dreht. Man kann dabei auch an Todesm&auml;rsche denken.<\/p><p>Wer diese Bilder aush&auml;lt, wer sich den zahlreichen Handyaufnahmen der Fliehenden aussetzt, wer nicht dankbar daf&uuml;r ist, dass man in Deutschland (aber auch Israel) davon fast nichts mitbekommt, der bekommt nicht nur Wut auf jene, die in Israel ihre Vernichtungsfantasien umsetzen. Man bekommt auch eine heilige Wut auf jene, hier in Deutschland ihre Beihilfe zum V&ouml;lkermord und zur Aufrechterhaltung einer postkolonialen Ordnung bekunden, indem sie die Shoa zu ihrer Geisel machen.<\/p><p>Die Menschen in Gaza sind w&uuml;tend auf Israel, sie sind w&uuml;tend auf ihre Besatzer. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie Juden sind, sondern, dass sie als Besatzer ihr Leben zur H&ouml;lle machen. Der infame Vorwurf, Kritik und Widerstand gegen die israelische Besatzung sei antisemitisch, ist nichts weiter als der Versuch, eine neokolonialistische und imperiale Praxis zu legitimieren.<\/p><p>Was in Gaza, im Westjordanland, in der ganzen Welt zusammenkommt, um gegen diese Vernichtungspolitik zu protestieren, ist genau das Gegenteil von Antisemitismus: Der Protest lenkt nicht von den Herrschaftsverh&auml;ltnissen ab, sondern macht sie sichtbar, kenntlich und verantwortlich: in den USA, in Lateinamerika, in Europa und in Deutschland. Denn tats&auml;chlich geht es weltweit nicht um das Judentum, sondern um eine imperiale Weltordnung, die sich im Gazakrieg wie eine Vorh&ouml;lle zeigt.<\/p><p>Der Gazakrieg wird zunehmend zu dem, was er ist: ein furchtbares Menetekel f&uuml;r eine Weltordnung, in der Hunger, Ausbeutung, Unterdr&uuml;ckung, Vernichtung und nackte Gewalt keine Ausnahme, sondern deren Bedingungen sind.<\/p><p><strong>Der Philosemitismus als Teil der deutschen Staatsraison?<\/strong><\/p><p>Bereits nach dem &bdquo;Blitzsieg&ldquo; Israels 1967 und dem Seitenwechsel reaktion&auml;rer Kreise auf die Seite der Sieger r&auml;tselt man verst&auml;ndlicherweise, wie das geschehen, wie das zu erkl&auml;ren ist.<\/p><p>Eine Auseinandersetzung mit dem christlichen Judenhass fand bis heute nicht statt, und das gilt auch f&uuml;r den Antisemitismus, der eine wesentliche Achse des deutschen Faschismus bildete. Woher soll also die neu-deutsche Liebe zu den Juden herr&uuml;hren?<\/p><p>Ich halte diese Erkl&auml;rung f&uuml;r falsch, denn sie erliegt einer sehr wirksamen T&auml;uschung: Es ging nie um den Juden! Zum einen erkannte man ihn gar nicht, zum anderen war er nicht anders als man selbst. Es geht nicht um die Juden, sondern um die Aufrechterhaltung der herrschenden Verh&auml;ltnisse. Und dabei half einem nicht der b&ouml;se Jude, sondern das jahrhundertlang einge&uuml;bte Ressentiment gegen&uuml;ber den Juden &ndash; ein Judenhass, den die Nazis nur beerbt hatten, der aber in der christlichen Lehre tief verankert ist.<\/p><p>Dass es auch heute nicht um den Juden geht, macht der Hass auf die &bdquo;falschen Juden&ldquo; ganz besonders deutlich &ndash; also auf jene, die sich weder f&uuml;r Israel noch f&uuml;r die deutsche Staatsraison instrumentalisieren lassen und ihre Stimme erheben. Dieser ungeheure Hass auf diese &bdquo;falschen&ldquo; Juden zeigt, dass es heute mehr denn je darum geht, sich in dem Herrschaftsverh&auml;ltnis zu positionieren. Darin kommt eine postkoloniale Haltung zum Ausdruck, die besagt: Wenn wir Juden m&ouml;gen, dann nur so, wie wir sie haben wollen. Erweist euch also dankbar oder wir jagen euch zum Teufel.<\/p><p>So erging es u.a. der j&uuml;dischen K&uuml;nstlerin Candice Breitz. Im letzten Jahr wurde in Saarbr&uuml;cken eine Ausstellung <a href=\"http:\/\/www.sr.de\/sr\/home\/nachrichten\/politik_wirtschaft\/christine_streichert_clivot_aeussert_sich_zum_fall_candice_breitz_100.html\">von der Kuratorin der Stiftung Saarl&auml;ndischer Kulturbesitz Andrea Jahn<\/a> abgesagt. Als Gr&uuml;nde wurden genannt, dass sie sich &bdquo;israelfeindlich&ldquo; und &bdquo;antisemitisch&ldquo; ge&auml;u&szlig;ert habe. Eine nichtj&uuml;dische Deutsche besitzt die Frechheit, Juden zu selektieren in jene, die man gerne vorzeigt und jene, die man f&uuml;r antisemitisch h&auml;lt und zum Schweigen bringen will. Tats&auml;chlich hat sie etwas gesagt, was nichts mit Antisemitismus zu tun hat, sondern mit der deutschen totalit&auml;ren Staatsraison. Candice Breitz fand sich damit nicht ab und verglich die Auftritts- und Veranstaltungsverbote f&uuml;r die &bdquo;falschen&ldquo; Juden mit der Nazi-Zeit: &bdquo;In dieser Zeit seien das letzte Mal Ausstellungen j&uuml;discher K&uuml;nstler abgesagt worden.&ldquo;<\/p><p><strong>Der Antisemitismusvorwurf will nicht begr&uuml;nden, sondern zum Schweigen bringen<\/strong><\/p><p>Wer will schon als Antisemit bezeichnet werden. Fr&uuml;her wurde man als Anarchist oder Kommunist denunziert und ausgegrenzt. Doch es gab immerhin noch einige, die stolz darauf waren, Anarchist oder Kommunistin zu sein. Das kann man wahrlich nicht, wenn man als Antisemit bezeichnet wird. Deshalb ist der Reflex auch so gro&szlig;, sich zu rechtfertigen. Die &bdquo;falschen&ldquo; Juden versuchen, sich zu rechtfertigen, indem sie ihr J&uuml;dischsein anf&uuml;hren. Und die Nicht-Juden versuchen zu erkl&auml;ren, dass sie die Juden nicht ins Meer werfen wollen.<\/p><p>Damit hat dieser instrumentelle Vorwurf genau sein Ziel erreicht. Er will den eigentlichen Konflikt &ndash; das wirksame Herrschaftsverh&auml;ltnis &ndash; aus der Diskussion verbannen und vor allem die Frage zum Teufel jagen, auf welcher Seite dieses Herrschaftsverh&auml;ltnisses man steht. Und dabei geht es nicht nur um eine politische Haltung, sondern um die Rechtfertigung seiner eigenen Inklusion. Denn selbstverst&auml;ndlich wissen viele, dass der Israel-Pal&auml;stina-Konflikt (der Krieg auf dem Boden der Ukraine) auch der Aufrechterhaltung der Verh&auml;ltnisse dient, die das Leben hier f&uuml;r viele ertr&auml;glich machen.<\/p><p>Aus diesem Grund rufen viele, die die Protestcamps in den USA und Europa unterst&uuml;tzen, der &bdquo;anderen&ldquo; Seite (ob der Polizei, der Regierung oder den zivil-gesellschaftlichen Arme\/en) zu:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>You stay on the wrong side of the history&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Viele ahnen, dass dieser wahnsinnige Vernichtungskrieg in Gaza eine Vorschau auf das ist, was die bisherige imperiale Weltmacht (mit dem Weltpolizisten USA und seinen Gehilfen) von dieser Erde &uuml;brig lassen wird, wenn sie sich mit Terror, Ausl&ouml;schung und Mord daran festhalten wird. Und genau das passiert mit der postfaschistischen Regierung Netanjahus vor unser aller Augen. Der Krieg in Gaza besiegt nicht die &bdquo;Hamas&ldquo;, sondern den letzten Rest an Hoffnung auf eine aushaltbare kapitalistische Ordnung.<\/p><p><strong>Am Kraterrand der &bdquo;sch&ouml;pferischen Zerst&ouml;rung&ldquo;<\/strong><\/p><p>Wir k&ouml;nnen es &ndash; trotz medialer Zensur &ndash; jeden Tag sehen: Tr&uuml;mmerlandschaften, unaushaltbares und gewolltes Elend. Eine Soldateska, die sich im Kreis dreht, weil sie nicht siegen kann, weil sie mit jedem Mord, mit jeder Bombe den Kampf gegen die Besatzung unsterblich macht. Und viele erahnen es: Wenn die US-Regierung, die deutsche Regierung dies unterst&uuml;tzen, dies m&ouml;glich machen, dann k&ouml;nnen wir uns vorstellen, wozu diese Regierungen im eigenen Land bereit sind.<\/p><p>Es geht um die Zukunft, aber auch um die fortw&auml;hrende Vergangenheit. Aamer Rahman hat dies in seinem St&uuml;ck &bdquo;Culture War&ldquo; auf den Punkt gebracht:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;All colonized people see themselves in Palestine [&hellip;] and all colonizers see themselves in Israel.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Der &Ouml;konom Joseph Schumpeter hat den Motor des Kapitalismus wie folgt auf den Punkt gebracht: Es handle sich dabei um das wirksame Prinzip der <em>&bdquo;sch&ouml;pferischen Zerst&ouml;rung&rdquo;<\/em>. Ich bin mir sicher, dass in den weltweiten Protesten, die erstmal seit Jahrzehnten wieder einer globalen, postkolonialistischen Sichtweise Kraft und Ausstrahlung verleiht, das tektonische Gesp&uuml;r aufscheint, wo wir uns heute befinden: am Kraterrand der &bdquo;sch&ouml;pferischen Zerst&ouml;rung&ldquo;.<\/p><p>Wenn sie uns also als Antisemiten denunzieren, sollten wir uns nicht rechtfertigen. Wir sollten ihnen ganz nahekommen und sagen: Ja, wir sind der Elefant in deinem Schlafzimmer.<\/p><p><small>Titelbild: cunaplus\/shutterstock.com<\/small><\/p><p><strong>Quellen und Hinweise:<\/strong><\/p><ul>\n<li><em>Wer hat zum x-ten Mal angefangen? Gaza &ndash; ein Gef&auml;ngnis ohne W&auml;rter<\/em>, Wolf Wetzel, 2023: <a href=\"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/2023\/10\/16\/wer-hat-zum-x-ten-mal-angefangen-gaza-ein-gefaengnis-ohne-waerter\/\">wolfwetzel.de\/index.php\/2023\/10\/16\/wer-hat-zum-x-ten-mal-angefangen-gaza-ein-gefaengnis-ohne-waerter\/<\/a><\/li>\n<li><em>Israel z&uuml;chtet die n&auml;chste Generation des Hasses gegen sich selbst, <\/em>Gideon Levy, <a href=\"https:\/\/www.haaretz.com\/opinion\/2023-12-07\/ty-article-opinion\/.premium\/israel-is-fostering-the-next-generation-of-hatred-against-itself\/0000018c-40cb-d2d5-abef-f5ff543b0000\">HAARETZ<\/a> vom 7. Dezember 2023, Quelle und &Uuml;bersetzung <a href=\"https:\/\/antikrieg.com\/aktuell\/2023_12_09_israelzuechtet.htm?fbclid=IwAR30citXoMJ8XR04TSZxDIU5jwbzBcgHhBecaDipRDupSnWdiivtnx-Gtlk\">Antikrieg<\/a>.<\/li>\n<li><em>What Israelis won&rsquo;t be asking about the Palestinians released for hostages<\/em>, Orly Noy vom 23. November 2023: <a href=\"https:\/\/www.972mag.com\/palestinian-prisoners-israeli-hostages-exchange\/\">972mag.com\/palestinian-prisoners-israeli-hostages-exchange\/<\/a><\/li>\n<li><em>Rettung Israels durch Beendigung des Krieges in Gaza<\/em>, Jeffrey Sachs, 2024: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/rettung-israels-durch-beendigung-des-krieges-in-gaza\/\">overton-magazin.de\/top-story\/rettung-israels-durch-beendigung-des-krieges-in-gaza\/<\/a><\/li>\n<li><em>Der eliminatorische Nationalismus<\/em>, Wolf Wetzel, 2023: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/kolumnen\/kohlhaas-unchained\/der-eliminatorische-nationalismus\/\">overton-magazin.de\/kolumnen\/kohlhaas-unchained\/der-eliminatorische-nationalismus\/<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum der Antisemitismus-Vorwurf nicht aufkl&auml;rt, sondern zudeckt. Zur Grundkonstante in der &ouml;ffentlich-rechtlichen Diskussion geh&ouml;rt, Pal&auml;stinensern einen Platz nahe am Antisemitismus zuzuweisen. Oder man spricht ganz umstandslos von einem arabischen Antisemitismus. Warum sollte das nicht stimmen? Warum sollten sie weniger rassistisch sein als die Europ&auml;er? Von <strong>Wolf Wetzel<\/strong>.<\/p>\n<p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":116393,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[88,107,171,203],"tags":[3260,302,1917,2529,1557,1792,1926,303,826],"class_list":["post-116392","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-antisemitismus","category-audio-podcast","category-militaereinsaetzekriege","category-postdemokratie","tag-feindbild","tag-gaza","tag-genozid","tag-imperialismus","tag-israel","tag-kolonialismus","tag-netanjahu-benjamin","tag-palaestina","tag-rassismus"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Shutterstock_204436981.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/116392","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=116392"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/116392\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":116555,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/116392\/revisions\/116555"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/116393"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=116392"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=116392"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=116392"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}