{"id":116601,"date":"2024-06-12T15:00:27","date_gmt":"2024-06-12T13:00:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116601"},"modified":"2024-06-12T12:33:20","modified_gmt":"2024-06-12T10:33:20","slug":"leserbriefe-zu-zdf-zum-d-day-putin-ist-nicht-gleich-hitler-aber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116601","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eZDF zum \u201eD-Day\u201c: Putin ist nicht gleich Hitler, aber\u2026\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116377\">In diesem Beitrag<\/a> kommentiert Tobias Riegel die Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag der Landung alliierter Truppen in der Normandie, dem sogenannten D-Day. Der sei ohne Vertreter Russlands begangen worden und auf vielen Ebenen ein neuer H&ouml;hepunkt des Versuchs der massiven Umdeutung der Geschichte. Propaganda wirke. Es w&uuml;rden Mythen erzeugt &ndash; u.a. der Mythos von den US-amerikanischen Befreiern. Wir danken f&uuml;r die interessanten E-Mails. Es folgt nun eine Auswahl der Leserbriefe, die <strong>Christian Reimann<\/strong> f&uuml;r Sie zusammengestellt hat.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Angesichts der Inszenierung der aktuellen Feier des &bdquo;D-Day&ldquo; als Befreiungsfeier fallen mir die sogenannten &bdquo;Befreiungskriege&ldquo; gegen Napoleon I. wieder ein. Dieser wurde in Wirklichkeit schon 1812 bei seinem Russlandfeldzug vernichtend geschlagen; die sp&auml;ter als &bdquo;V&ouml;lkerschlacht bei Leipzig&ldquo; hochstilisierte siegreiche Schlacht vom Oktober 1813 war lediglich ein Nachtreten, als der zuvor allseits hofierte Potentat Napoleon&nbsp;I. (im &uuml;bertragenen Sinn) schon am Boden lag.<\/p><p>Die Historiker h&auml;tten es eigentlich wissen m&uuml;ssen, aber f&uuml;r die offizielle Geschichtsschreibung w&auml;re die Benennung dieses Sachverhalts wohl zu peinlich gewesen. Der verschwand (und verschwindet immer noch) unter einem Wust aus Details und Zuschreibungen. &Uuml;brigens: wen interessiert heute noch das 19.&nbsp;Jahrhundert &ndash;? Wie das Karnickel auf die Schlange fixieren wir alle die NS-Zeit.<\/p><p>Offenbar bedient zu allen Zeiten das &ouml;ffentliche Geschichts-Narrativ die Bed&uuml;rfnisse der Gegenwart. Was tats&auml;chlich passiert ist, wird gern zurechtgebogen und verdr&auml;ngt. Vielen Dank an Herrn Riegel f&uuml;r die offenen Worte!<\/p><p>Susanne Eckstein <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel,<br>\n&nbsp;<br>\ndanke f&uuml;r Ihren Artikel. Ich glaube es wird auch eher selten erw&auml;hnt das Stalin schon jahrelang eine zweite Front gefordert hatte. Erst als die Westalliierten sahen das die Sowjetunion schneller gegen das Deutsche Reich vorr&uuml;ckte als erwartet, beeilte man sich, damit die Sowjetunion nicht zu weit nach Westen kommen konnte.<\/p><p>Au&szlig;erdem wird gerne, zumindest heutzutage, erz&auml;hlt das die Alliierten am 6. Juni in Europa gelandet sind. Dabei sind US und britische Truppen bereits am 10.Juli 1943 an der S&uuml;dostk&uuml;ste Siziliens gelandet. Bereits am 9.September 1943 dann, bei Salerno und Tarent, auf dem italienischen Festland.<\/p><p>Frei nach Dieter Hildebrandt fing die Geschichtsf&auml;lschung sp&auml;testens am 10.Mai 1945 an, als sich Millionen von Widerstandsk&auml;mpfern, pl&ouml;tzlich von den circa tausend Nazis, befreit sahen.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nAlexander Haack<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel!<\/p><p>Ich habe mich mal gefragt was einen &ndash; oder mehrere Menschen denn besonders b&ouml;se erscheinen l&auml;sst. Ich habe den Eindruck, dass es immer eine besondere Einseitigkeit in der Wahrnehmung und in den Handlungen ist. Die Nazis z.B. waren ja sehr effizient. Sie sind hoch strukturiert, geordnet und gr&uuml;ndlich &ndash; methodisch &ndash; vorgegangen. Mir erscheint darin steckt auch eine starke Auspr&auml;gung von Rationalit&auml;t. Leider fehlten F&auml;higkeiten wie Empathie und Mitgef&uuml;hl. Mit diesen extrem einseitigen Priorit&auml;ten wurde schlie&szlig;lich gro&szlig;es Unheil geschaffen. In der heutigen Zeit scheint mir die Ausrichtung vieler Menschen genau umgekehrt ausgebildet. Es fehlen Vernunft und Rationalit&auml;t. Beurteilungen finden zusehends auf der Glaubens &ndash; und\/oder Gef&uuml;hlsebene statt und auch hier schreitet das Unheil wieder voran.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e!<br>\nFrank Kanera<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Tobias Riegel!<br>\n&nbsp;<br>\nDie Ma&szlig;nahmen w&auml;hrend des sogenannten &ldquo;D-Days&rdquo; dienten nicht der Befreiung Deutschlands, sondern der Einsch&uuml;chterung der Sowjetunion. Von Seiten der Amis und der Briten h&auml;tte man sich ja gern gew&uuml;nscht, dass Nazis und Sowjets sich gegenseitig zerst&ouml;rt und beide Nationen in Schutt und Asche gelegt h&auml;tten. Dann h&auml;tten die westlichen Imperialisten sich das gro&szlig;e und rohstoffreiche Russland einverleiben k&ouml;nnen. Nun klappte das nicht unter Napoleon, nicht im Ersten und im Zweiten Weltkrieg. Winkler und Co wissen das und sollten es zumindest wissen, wenn sie sich mit Geschichte besch&auml;ftigten. Nun versucht man diesen Schritt halt heute &uuml;ber die mittlerweile selbst&auml;ndige Ukraine. Eine niedertr&auml;chtige Verlogenheit ist es, den russischen Pr&auml;sidenten als Imperialisten hinzustellen, der immer mehr Appetit auf andere L&auml;nder h&auml;tte. Appetit auf die russischen Bodensch&auml;tze haben insbesondere die Briten und die Amerikaner, weil sie diese f&uuml;r die eigene Wirtschaft gut gebrauchen k&ouml;nnten.<\/p><p>Nazideutschland war zum Zeitpunkt der Landung der Truppen in der Normandie bereits erledigt. Mit ihr wollte man wieder n&auml;her bei den Russen sein, w&auml;hrend die Russen sich immer von der USA fernhielten.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nHarald Pfleger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116377\">In diesem Beitrag<\/a> kommentiert Tobias Riegel die Feierlichkeiten zum 80. 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