{"id":116654,"date":"2024-06-13T13:47:24","date_gmt":"2024-06-13T11:47:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116654"},"modified":"2024-06-13T13:47:24","modified_gmt":"2024-06-13T11:47:24","slug":"leserbriefe-zu-die-afd-und-der-schraubenschluessel-im-getriebe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116654","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eDie AfD und der Schraubenschl\u00fcssel im Getriebe\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Jens Berger kommentiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116539\">hier<\/a> das gute Wahlergebnis der AfD bei den Europawahlen und die gro&szlig;e politische Aufregung dar&uuml;ber. Wer die AfD w&auml;hle, werfe &bdquo;den Schraubenschl&uuml;ssel ins Getriebe des politischen Systems&ldquo; und werde &bdquo;mit der auch nun wieder in den Medien zelebrierten Aufregung daf&uuml;r belohnt&ldquo;. Die AfD erf&uuml;lle jedoch &bdquo;als kanalisiertes Auffangbecken f&uuml;r Unzufriedene letztlich ja keine systemdestablisierende, sondern eine systemerhaltende Funktion&ldquo;. Der AfD-W&auml;hler spiele &bdquo;seine Rolle in einem Theaterst&uuml;ck, das von den harten, sozio&ouml;konomischen Themen ablenken soll.&ldquo; Wir haben hierzu zahlreiche und interessante Leserbriefe bekommen. Danke daf&uuml;r. Es folgt nun eine Auswahl. F&uuml;r Sie zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>Ihre analytischen F&auml;higkeiten sind zu bewundern. Sie liegen mit Ihrer &bdquo;Idee&ldquo; genau richtig! Es stellt sich nur die Frage, wie kann man die &bdquo;Redaktionsstuben&ldquo; s&auml;ubern? Warum gibt es so wenige Qualit&auml;tsjournalisten wie Sie?<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en<br>\nHeinz Weber<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Erhellendes Fazit, welches Jens Berger zieht, wenn er schreibt:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Am Ende wirft der AfD-W&auml;hler also gar keinen Schraubenschl&uuml;ssel ins System, sondern spielt auch nur seine Rolle in einem Theaterst&uuml;ck, das von den harten, sozio&ouml;konomischen Themen ablenken soll. Zugegeben, das ist nur eine Idee. Aber liege ich da vollkommen falsch? Oder k&ouml;nnte an dieser k&uuml;hnen These vielleicht etwas dran sein?&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Denke, dass an dieser These sehr wohl was dran ist. Jedoch trifft eine &sbquo;System erhaltende Funktion&lsquo; &nbsp;letztlich &nbsp;auf alle Parteien zu. Denn alle sind zuallererst an eigenem Machtzuwachs &nbsp;interessiert , auch wenn sie vorgeben, dass sie halt nur gr&ouml;&szlig;er werden m&uuml;ssten um die beklagenswerten Zust&auml;nde ver&auml;ndern zu k&ouml;nnen. So konkurrieren sie mit den Versprechen aus dem bestehend Schlechten &nbsp;f&uuml;r ihr Wahlklientel das Beste rauszuholen.<\/p><p>Wer u.a. &nbsp;die Analysen von Rainer Mausfeld kennt, wei&szlig;, dass den in Sonntagsreden beschworenen &sbquo;souver&auml;nen&lsquo; B&uuml;rgerInnen &nbsp;&nbsp;im vorherrschenden Polit-Theater eine Rolle zugedacht ist, die vor allem der Aufrechterhaltung einer &bdquo;Fassaden-Demokratie&ldquo; dient, &nbsp;und wirkliche Emanzipation im Sinne eines w&uuml;rdigen Lebens aller verunm&ouml;glicht.<\/p><p>Das Denken z.B. von Andr&eacute; Gorz, der sagt: &bdquo;Seid realistisch, verlangt das Unm&ouml;gliche&ldquo; &nbsp;gef&auml;llt mir, weil es k&uuml;hn &uuml;ber bestehende systemische Schranken hinaus denkt: <a href=\"https:\/\/www.streifzuege.org\/2007\/seid-realistisch-verlangt-das-unmoegliche\/\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">streifzuege.org\/2007\/seid-realistisch-verlangt-das-unmoegliche\/<\/a><\/p><p>Freue mich, dass viele Nachdenkseiten-Beitr&auml;ge mit dazu beitragen und anregen &sbquo;systemkonforme Denkweisen&lsquo; zu &uuml;berschreiten.<\/p><p>Dankende Gr&uuml;&szlig;e<br>\nUte Plass<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>Zu Ihrer Frage:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;K&ouml;nnte es nicht vielleicht auch sein, dass zumindest die Strategen der Meinungsmache ganz genau wissen, dass sie mit jeder gespielten Emp&ouml;rung die Menschen in die Arme der AfD treiben?&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Ja, das k&ouml;nnte nicht nur sein, es sieht auch so aus und riecht auch so, von Anfang an. War die AFD anfangs noch die antigriechische &ldquo;Wir sind sogar gnadenloser als Sch&auml;uble!&rdquo;-Partei mit ultraneoliberalem Wirtschaftsfokus, so wurde sie schon bald von der sog. Pegida-&ldquo;Bewegung&rdquo; auch weltanschaulich auf hart rechts gedreht. Beide, Pegida und daraufhin die AFD, waren alimentierte Gez&uuml;chte der &ldquo;klandestinen Dienste&rdquo;, also des Merkelschen Kanzleramtes.<\/p><p>Es galt damals, nachdem die Verwerfungen der sog. Euro-Krise &uuml;berall noch f&uuml;hlbar waren, unbedingt den antineoliberalen Geist zur&uuml;ck in die Flasche zu bekommen. Der schlimmste Alptraum der neoliberal-neokonservativen Reaktion&auml;r:Innen waren damals wie heute die Ideen Corbyns (UK), Melenchons (FR) und Wagenknechts (D). Eine Kooperation solcher europ&auml;ischen Kr&auml;fte h&auml;tte den Weltordnungsdrang des &ldquo;Deep State&rdquo; noch schwerer beeintr&auml;chtigt als schon der &ldquo;Betriebsunfall&rdquo; Trump. Selbstverst&auml;ndlich sind also Rechte &ndash; Leute, die reflexhaft nach oben kuschen und nach unten treten &ndash; den Herrschenden:Innen grunds&auml;tzlich hundertmal lieber als t&ouml;richte Linke, die immer noch (System-)Fragen stellen und von Gerechtigkeit, Umverteilung und Frieden halluzinieren.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nVasili Stefanakidis<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Nachdenkseiten, lieber Herr Berger,<\/p><p>guter Artikel und nein, Sie liegen sicher nicht falsch mit Ihren Fragen am Schluss (Fragen finde ich immer gut!).<\/p><p>Denken wir das Spiel zu Ende: AfD an der Macht, was w&uuml;rde sich &auml;ndern? Wahrscheinlich gar nichts. Bekannterweise haben die Wahlversprechen, mit denen die Unzufriedenen gek&ouml;dert werden, im Ernstfall eine kurze Halbwertszeit. Denn der Hund liegt an ganz anderer Stelle begraben, und das wissen die NDS-Leser ziemlich gut.<\/p><p>Alternativen zur de-facto Machtelite? Gegenw&auml;rtig sehe ich leider keine am Horizont, nicht mal das BSW.<\/p><p>Freundliche, aber leider etwas ratlose, Gr&uuml;&szlig;e, Wolfgang Blendinger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>Sie fragen rhetorisch, ob an Ihrer &bdquo;k&uuml;hnen These&ldquo; eines Theaterst&uuml;cks namens &bdquo;Demokraten gegen Rechte&ldquo;, mit dem von harten sozio-&ouml;konomischen Fragen abgelenkt werde, etwas dran sei.<\/p><p>Ja und Nein w&uuml;rde ich sagen.<\/p><p>Ja, weil es bei dem &bdquo;Kampf um die Demokratie&ldquo; zweifellos um eine inszenierte Kampagne handelt, die einer &ndash; bei jungen Leuten sehr erfolgreichen &ndash; Freund-Feind Werbestrategie folgt: Wir kennen keine Parteien und politischen Inhalte mehr, sondern nur noch Demokraten und (des notwendigen Gegensatzes wegen) Anti-Demokraten. Demokratie als politische Nullbotschaft.<\/p><p>Nein, denn es bedarf keiner Ablenkung von sozio-&ouml;konomischen Fragen mehr &ndash; die stellen sich schon l&auml;ngst nicht mehr. &Ouml;konomie ist die Frage, wie ich mein Geld verdiene, damit ich mir was leisten kann &ndash; gibt&rsquo;s noch eine andere? Was heutzutage in westlichen Demokratien mit Hilfe der Medien als Politik im Wortsinn &bdquo;verkauft&ldquo; wird, ist die Inszenierung der Politik als Kampf der politischen Meinungen und Parolen. F&uuml;r jeden ist emotional-&auml;sthetisch etwas dabei &ndash; oder auch nicht. Politik als omnipr&auml;sentes Spektakel, hinter dem sich die Unver&auml;nderlichkeit der herrschenden Verh&auml;ltnisse (ihre st&auml;ndige Verschlechterung) kaschiert &ndash; das ist schon l&auml;ngst ein Selbstl&auml;ufer. Mehr noch: Die konkreten materiellen Fragen der Existenz sind der blinde Fleck der Politik als medial vermitteltes Lifestyleprodukt (&bdquo;der freie Westen&ldquo;). &Uuml;ber Geld redet man nicht &ndash; man hat es. Die Wahl der eigenen Identit&auml;t ist in dieser &uuml;ber materielle Fragen l&auml;ngst erhabenen Konsumgesellschaft (sofern man dazu geh&ouml;rt) viel wichtiger.<\/p><p>Das Ganze hat etwas Klaustrophobisches: Die westlichen Gesellschaften als Riesen-Bubble hohler Begrifflichkeiten (die kein Vorrecht explizit faschistischer Regime sind), zu der die politische Wirklichkeit keinen Zutritt mehr hat. Wo sie sich &ndash; notgedrungen gewaltsam &ndash; wieder Zugang verschafft, ist die Antwort die offenbar selbstverst&auml;ndliche Verdoppelung der Gewalt. Die R&uuml;ckkehr der Wirklichkeit: So sieht Krise aus.<\/p><p>MfG, EJ<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Die AfD wird gebraucht um W&auml;hlerabwanderung aus dem rechten Lager in ein eventuelles Linkes aufzuhalten. Die Emp&ouml;rung der sogenannten etablierten Parteien die alle auf der rechten wirtschaftsliberalen Seite agieren ist nur scheinheilig. Die aktuelle Kampagnen der Medien im Europawahlkampf war f&uuml;r die AfD beste Wahlwerbung. H&auml;tte die hiesige Presse genauso auf die BSW<\/p><p>Reagiert w&auml;re der Erfolg enorm gewesen. Die Menschen hier im Land haben vergessen: woher kommt die AfD urspr&uuml;nglich? Sie kommt aus dem wirtschaftsliberalen, antisozialen, europafeindlichen b&uuml;rgerlichen Lager. Die Parteielite setzt sich aus den gleichen b&uuml;rgerlichen Abgeordneten wie in den anderen Parteien auch zusammen. Bestes Beispiel wie sie l&uuml;gen: der &Ouml;ffentlichkeit machen sie vor, sie w&auml;ren gegen den Ukrainekrieg und dieser Krieg w&uuml;rde bei einer Regierungsbeteiligung nicht mehr ihre Unterst&uuml;tzung finden. Aber im Bundestag stimmen sie pro NATO und Waffen.<\/p><p>Michael Klein<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hi lieber Jens und liebes Team, nat&uuml;rlich erst mal einen erneuten gro&szlig;en Dank f&uuml;r Eure so wichtigen Arbeiten in einer nahezu komplett gleichgeschalteten Medienwelt.<\/p><p>Zum Thema &hellip;<\/p><p>Die &ldquo;AfD&rdquo; ist ein geschickt gesetzter &ldquo;Player&rdquo; zum Erhalt des neoliberalen Regimes. Von den anderen neoliberalen Playern (SPD, Oliv&rdquo;Gr&uuml;n&rdquo;, Union und &ldquo;FDP&rdquo; bzw. deren Hinterleuten). Denn was kann es Passenderes geben, als ein zum schwarzen Schaf erkl&auml;rter brauner Peter, dessen Wirtschafts- und &ldquo;Sozial&rdquo;politische-Prinzipien genau auf derselben Basis (neoliberal, &ldquo;Markt Markt Markt&rdquo;) etc.) hausieren? Das nur noch etwas extremistischer als die anderen Player eh schon.<\/p><p>Die &Auml;usserungen mit &ldquo;nicht krimineller SS-Leuten&rdquo; etc. &ndash; geschickt und heimt&uuml;ckisch choreographiert: das passt doch allerbestens, um zu emotionalisieren. Dies Regime liebt Emotionen. Es braucht Emotionen. Am besten Blinde.<\/p><p>Denn der Counterpart &ldquo;Verstand&rdquo; k&ouml;nnte f&uuml;r klaren Blick sorgen. Und den f&uuml;rchtet man. &ldquo;Verstand&rdquo; heisst: Analyse, klares Denken und darauf basierenden Entscheidungen. Nichts gef&auml;hrdet dieses Regime mehr als das.<\/p><p>Aus Perspektive der &ldquo;AfD&rdquo; ist zu zeigen, das man ja ach sooo anders ist. Das sie vermeintlich &ldquo;Unausprechliches&rdquo; heraust&ouml;nen. Was dann von den bekannten Emp&ouml;rungsfetischisten in unseren Pr&auml;gemedien nat&uuml;rlich dankbarst verwertet wird. Dabei spielen sie artig im Sandkasten der Konzerne, Finanzindustrie etc. mit, die die eigentlichen Systembildner sind. Wie die, die sie nach vorn so laut bek&auml;mpfen.<\/p><p>Die Klaviatur der Neoliberalen ist dabei geschickt: denn diese Leute werden f&uuml;r die &ldquo;lass-mal-Dampf-ab-Kreise&rdquo; in der Bev&ouml;lkerung instrumentalisiert. Ohne das diese wiederum eben das merken: denn die sind dabei dermassen blind, das sie sich selbst aufs sozialpolitische Schafott w&auml;hlen w&uuml;rden, so diese &ldquo;AfD&rdquo;-Leute mal die Macht ergreifen t&auml;ten. Was hoffentlich nie der Fall sein wird.<\/p><p>Man kann sich mittlerweile gut vorstellen, das nach dem Get&ouml;ne im Bundestag abends hinter verschlossenen T&uuml;ren so einige von den T&ouml;nern der &ldquo;Altparteien&rdquo; lustig prostend mit den Weidels und Chrupallas dieses Landes zusammensetzen und auf eine gemeinsame neoliberale Zukunft anstossen. Damit man dann gemeinsam das neoliberale Regime weiter fest im Sattel halten kann. DAS ist das zentrale politische Dogma.<\/p><p>Und daran arbeiten sie alle.<\/p><p>Sch&ouml;ne Gr&uuml;&szlig;e und &ndash; macht weiter so! , Hannes Hase-Bergen<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Wer denkt, er sollte den Teufel mit dem Beelzebub austreiben, der wird sein Aha-Erlebnis noch haben. Die AfD stellt nur die n&auml;chste Eskalationsstufe dar; und der Regierung den Finger zeigen ist nun wirklich keine erwachsene Geisteshaltung. Auch wenn ich mich ab und zu selber dabei erwische, wie ich Rachefantasien entwickle, bei denen die Verantwortlichen der Coronamassnahmen vor Gericht zu hohen Strafen verurteilt werden, h&uuml;te ich mich davor mitzuhelfen, das Rad noch weiter in die falsche Richtung zu drehen. Als Eidgenosse habe ich mich dazu entschieden, einfach meine unver&auml;usserlichen Freiheitsrechte zu nutzen und aufrecht meinen Weg zu gehen. Was in Deutschland f&uuml;r den einzelnen zu tun ist, kann ich nicht sagen, doch bin ich mir sicher, dass es immer und &uuml;berall einen gangbaren Weg f&uuml;r aufrechte Menschen gibt.<\/p><p>Leben wir die Freiheit, seien wir bereit daf&uuml;r jede Konsequenz zu tragen, dann bleibt sie lebendig!<\/p><p>Marc Fischer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>ich stimme Ihren Gedanken zu. Auch mir sind sie schon von Anfang an so gekommen.<\/p><p>Vielleicht sieht der &bdquo;Plan&ldquo; folgenderma&szlig;en aus.<\/p><p>Ergebnis der Bundestagswahl 2025: eine Koalition von CDU\/CSU und AfD. Vielleicht wird man<\/p><p>die FDP auch noch mal hinein hieven. Sollte kein Problem werden.<\/p><p>Der Osten bekommt &bdquo;seine&ldquo; AfD, der Westen &bdquo;seine altbew&auml;hrte&ldquo; CDU\/CSU. Das Drehbuch f&uuml;r die Koalitionsgespr&auml;che wird wahrscheinlich schon heute durch entsprechende Verhandlungen &uuml;ber das politische Programm der beiden Parteien vorbereitet. Damit w&auml;re dann in den Augen der Herrschenden auch die &bdquo;politische Vereinigung&ldquo; von Ost und West vollzogen. Beide Seiten des Dummvolkes werden im Glauben gehalten, dass die Demokratie gesiegt h&auml;tte. Und die dummen Ossis haben obendrein ihren Willen mit der AfD bekommen.<\/p><p>Doch zuvor muss noch etwas Dramatik in das Schauspiel gebracht werden. Und genau diese<\/p><p>wird uns gerade serviert.<\/p><p>Stelle dir vor, es w&auml;re Krieg und keiner geht hin.<\/p><p>Stelle dir vor, es w&auml;ren Wahlen und keiner geht hin.<\/p><p>Ok, ich wollte nur mal tr&auml;umen&hellip;.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<\/p><p>Martina R.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Moin Nachdenker,<\/p><p>ich glaube, der Herr Berger hat mit seiner &Uuml;berlegung den Nagel auf den Kopf getroffen. Irgendwie schie&szlig;t mir seit geraumer Zeit beim Blick auf die AfD und dem Umgang mit dieser Partei so oft ein Gedanke an die Weimarer Republik in den Kopf. Gut, weder habe ich damals gelebt, noch bin ich Geschichtsprofessor, aber es spricht doch einiges daf&uuml;r.<\/p><ul>\n<li>In Krisenzeiten braucht der Kapitalismus immer Krieg. Von Kriegen sind Konservative und Nationalisten leichter zu begeistern als ernsthafte Linke.<\/li>\n<li>Die quasi Wahlwerbung f&uuml;r die AfD auf allen Ebenen und von allen Organisationen.<\/li>\n<li>Die mangelnden Alternativen. Vom BSW mal abgesehen, welche politische Kraft macht denn seit Jahren, sp&auml;testens seit Corona, die sinnvollsten Aussagen (oder auch: darf die sinnvollsten Aussagen machen)?<\/li>\n<li>Die Herkunft. Die W&auml;hler sind eine ganz andere Klientel als die Strippenzieher und Geldgeber der Partei.<\/li>\n<li>Der Zionismus in dieser Partei deutet neben dem Sozialprogramm ebenfalls darauf hin, dass die AfD wohl keine Volksversteher sind und andere Interessen verfolgen.<\/li>\n<\/ul><p>Es ist mehr ein Gef&uuml;hl, aber: Diese Partei wird bald den Kanzler stellen, die Armen schr&ouml;pfen, die Reichen pampern, die Zionisten beim Massenmord unterst&uuml;tzen und Russland und China bekriegen. Ich irre mich gern&hellip;.<\/p><p>&mdash;<br>\nMfG<\/p><p>Florian App<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Herr Berger,<\/p><p>v&ouml;llig korrekte These: Ablenkung &lsquo;von den harten, sozio&ouml;konomischen Themen&rsquo;.<br>\nWer 1,5 Millionen pro Monat in das Schwarze Loch Ukraine sch&uuml;ttet, hat eben kein Geld f&uuml;r andere, hier dringend notwendige Sachen.<\/p><p>Ebenso hat die SPD nicht begriffen, dass die AfD die Arbeiterpartei von heute ist.<\/p><p>&mdash;<br>\nGru&szlig;,<br>\nDietrich Beitzke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag Herr Berger,<\/p><p>weshalb jetzt wohl ausgerechnet junge Leute die AfD w&auml;hlen? Vielleicht spielen die wirtschaftspolitischen Modelle der dominierenden Lager dabei gar keine so gro&szlig;e Rolle. Libertarismus und Sozialismus beruhen gleicherma&szlig;en auf Illusionen und sind in ihrer jeweiligen Programmatik kaum erstrebenswert. Libertarismus f&uuml;hrt unweigerlich zur Tyrannei der Gesch&auml;ftst&uuml;chtigsten &ndash; haben wir heute auf globaler Ebene durch Blackrock &amp; Co. &ndash; und Sozialismus zur Tyrannei der Gesch&auml;ftsunt&uuml;chtigen &ndash; hatten wir fr&uuml;her.<\/p><p>Ich vermute mal stark, dass die Jugend ganz einfach keinen Bock hat auf Kriegsdienst gegen Russland, auf unbezahlbare Mieten und Sozialabgaben als Folge von Massenmigration, auf Zwangsimpfungen, Total&uuml;berwachung, Sozialkreditsystem, Kaufkraftverlust etc.. Sie hat gewiss auch keinen Bock auf politisch korrekte Erziehung durch Mainstream-Journalisten und Politiker, die ein gest&ouml;rtes Verh&auml;ltnis zur Realit&auml;t haben, aber prophetenhaft die Zukunft beschreiben.<\/p><p>Wenn Verbote von &Auml;u&szlig;erungen in Bezug auf deren inhaltliche Aussagen sinnfrei erscheinen, erh&ouml;ht dies den Reiz, sie zu brechen. Die Bereitschaft, das zu tun, zieht bei den jungen Leuten wom&ouml;glich mehr als die aufgesetzt und verkrampft wirkende Pseudojugendlichkeit der dahinwelkenden Gr&uuml;nen. Sollte die Jugend auf der Suche sein nach Authentizit&auml;t als Ausgleich zu einer monstr&ouml;sen virtuellen Welt, w&auml;re das ein gutes Zeichen.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<\/p><p>Lutz Herzer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ein ehemaliger Genosse von mir pr&auml;gte den entscheidenden Satz zur Meinungsbildung in der BRD: &ldquo;Entscheidend an der Wahrheit ist nicht, was wirklich wahr ist &ndash; sondern nur was man gern glauben will.&rdquo; Selbstverst&auml;ndlich ist die AfD in Wahrheit eine &ldquo;Hyper-FDP&rdquo;, weshalb die FDP ja auch so w&uuml;tend ist, weil sie gl&uuml;cklicherweise um den Abstieg in die Bedeutungslosigkeit k&auml;mpft, w&auml;hrend die AfD den Schmutzfang im Absetzbecken des politischen Kl&auml;rwerkes darstellt. Das ist aber keine Spezialit&auml;t der deutschen Bev&ouml;lkerung. In den Niederlanden herrscht nun auch Katerstimmung. Hatten die meisten Niederl&auml;nder frei nach dem Motto gestimmt: &ldquo;Die SP (socialistische partij) ist eine gute Partei &ndash; aber jetzt soll mal der Wilders &lsquo;ran, damit sich etwas &auml;ndert&rdquo;, so zeigt sich jetzt, dass s&auml;mtliche versprochenen Wohltaten der PVV gegen&uuml;ber den &auml;rmeren Bev&ouml;lkerungsteilen, Million&auml;re h&auml;ufen sich nur in einer bestimmten Wohngegend um Utrecht, auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben wurden und im besten Lindnerschen Sinne Sozialausgaben zusammengestrichen werden m&uuml;ssen, zugunsten der geplagten Million&auml;re.<\/p><p>Aber genau diese Tatsache wird auch in Deutschland von den strammen &ldquo;Demokratiekriegern&rdquo;verschwiegen. Der B&uuml;rger fragt sich zurecht, warum die AfD nicht von den anderen Parteien, die so sehr auf regelbasierte westliche Werte pochen, an ihrem Parteiprogramm gemessen wird? Au&szlig;er der Feststellung, dass diese Partei demokratiefeindlich und rechtsextrem ist, erfolgt keine politische Auseinandersetzung. &ldquo;Spiel nicht mit den Schmuddelkindern&hellip;&rdquo; als ob das jemals andere Kinder davon abgehalten h&auml;tte&nbsp; den Kontakt zu diesen Gebrandmarkten zu verhindern.<\/p><p>Kinder sind das Stichwort. Offenbar betrachtet die Bundesregierung die deutschen W&auml;hlerinnen und W&auml;hler als unm&uuml;ndige Kinder, welche man mit leichter Sprache und einfachen Floskeln abspeisen muss. Das nennt man im heutigen woken Sprachgebrauch &ldquo;Populismus&rdquo;.&nbsp; Oder liegt es daran, dass gewisse Politiker noch nicht den erforderlichen Reifegrad eines Erwachsenen erreicht haben? Ein Wirtschaftsminister schaukelt mit &ldquo;Leistungstr&auml;gern&rdquo; deutscher Konzerne bei einem Besuch in China und zeigt auf dem Foto seine abgelatschen Schuhsohlen. Eine Au&szlig;enministerin begeistert sich f&uuml;r die Spielecke in einem finnischen ABC-Schutzraum (Bunker als Schutz vor atomaren, biologischen und chemischen Massenvernichtungswaffen), in dem sie in den H&uuml;pfek&auml;stchen herumspringt.&nbsp; Das sollte doch zu denken geben.<\/p><p>So richtig &uuml;berzeugt mich das nicht. Als P&auml;dagoge im naturwissenschaftlichen Bereich ist man gewohnt sich nicht mit simplen Erkl&auml;rungen zufrieden zu geben. Der AfD wird Populismus vorgeworfen, jeder anderen Oppositionspartei auch. Das ist zu einfach. Auf diese Art und Weise wurde man in meiner Studentenzeit von K-Gruppen Sektierern bei jeder gegens&auml;tzlichen Meinung als &ldquo;Revisionist&rdquo; ge&auml;chtet. Das nutzte sich schnell ab. Diese Sektierer sind heute in allen Parteien im Bundestag vertreten und pochen auf ihre Unbestechlichkeit &ndash; im Urteil &uuml;ber andere nat&uuml;rlich. Es muss also noch etwas anderes geben, was diese Politiker von einer harten Auseinandersetzung mit der AfD abh&auml;lt. Das ist die schlichte Tatsache, dass das Parteiprogramm in ihrer neoliberalen Ausrichtung sich in den Programmen der anderen Parteien n&auml;mlich wiederfindet. Allerdings mit etwas vernebelten Umschreibungen. Die AfD dient nicht als Blitzableiter f&uuml;r die gesellschaftlich dr&uuml;ckenden Probleme einer gespaltenen Bev&ouml;lkerung, sondern diese Partei wird abseits ihrer rechtsextremen Parolen als programmatische Konkurrenz empfunden. Schlie&szlig;lich hat ein Herr Lindner bereits angedeutet, dass es f&uuml;r die Kriegst&uuml;chtigkeit gegen Russland und zur Fortf&uuml;hrung des Krieges in der Ukraine keine &ldquo;sozialen Wohltaten&rdquo; mehr gibt, sondern nur noch Blut, Schwei&szlig; und Tr&auml;nen f&uuml;r die Unterschicht, f&uuml;r wirtschaftlich Nutzlose wie Rentner und Behinderte. Dagegen m&uuml;ssen die Unternehmen ihre R&auml;der rollen lassen f&uuml;r den Endsieg.<\/p><p>Wenn also jemand Sand in das Getriebe streuen soll, damit diese Maschinerie vor dem Abgrund zum Stehen kommt, sind alle B&uuml;rger aufgerufen diese &ldquo;sch&ouml;ne Maschine&rdquo;, wie sie der Abgott der FDP, Adam Smith, einst propagierte, zum Anhalten zu bringen. Die Parteizugeh&ouml;rigkeit ist dagegen angesichts des Einheitsbreis der etablierten politischen Kr&auml;fte v&ouml;llig unerheblich.<\/p><p>Stephan Ebers<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Karl Jaspers schrieb in seinem Werk &ldquo;Wohin treibt die Bundesrepublik?&rdquo;<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Die Demokratie der Bundesrepublik wandelt sich vor unseren Augen. Es werden Wege beschritten, an deren Ende es weder eine Demokratie noch einen freien B&uuml;rger geben w&uuml;rde, vielleicht ohne da&szlig; die, die sie gehen, dieses Ende wollen. Diese Wege sind nicht unausweichlich. Aber nur ein zur Freiheit dr&auml;ngendes, seiner selbst darin bewu&szlig;tes Volk kann die Demokratie in freier republikanischer Verfassung, die bisher nur eine Chance ist, verwirklichen. [&hellip;] Welcher Wandel vollzieht sich in der Struktur der Bundesrepublik? Es scheint: von der Demokratie zur Parteienoligarchie, von der Parteienoligarchie zur Diktatur.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><ul>\n<li>Die Parteien wandeln ihren Sinn. Die Richtung der Wandlung ist diese: Sie waren gemeint als Organe des Volkes, das durch sie seinen Willen kundtut und umgekehrt wieder von ihnen politisch erzogen wird. Aber sie werden zu Organen des Staates, der nunmehr wieder als Obrigkeitsstaat die Untertanen beherrscht.<\/li>\n<li>Die Parteien, die keineswegs der Staat sein sollten, machen sich, entzogen dem Volksleben, selber zum Staat. Urspr&uuml;nglich vielfach autonome Bildungen aus der unbegrenzten Freiheit des Volkes, werden sie in ihrem Bewu&szlig;tsein zu den Machttr&auml;gern selber. Der Staat, das sind die Parteien. Die Staatsf&uuml;hrung liegt in den H&auml;nden der Parteienoligarchie. Sie usurpiert den Staat.<\/li>\n<li>Das Volk ist dem Namen nach der Souver&auml;n. Aber es hat keinerlei Einwirkung auf die Entscheidungen, au&szlig;er durch die Wahlen, in denen nichts entschieden, sondern nur die Existenz der Parteienoligarchie anerkannt wird. Die gro&szlig;en Schicksalsfragen gehen nicht an das Volk. Ihre Beantwortung mu&szlig; das Volk &uuml;ber sich ergehen lassen, und es merkt oft gar nicht, da&szlig; etwas und wie es entschieden wird.<\/li>\n<li>Nur ein Symptom daf&uuml;r, da&szlig; die Parteien, statt dem Staat zu dienen, selbst die Staatsherrschaft ergreifen, sich mit dem Staat identifizieren, ist das in der Bundesrepublik erst sp&auml;ter aufgetretene Ph&auml;nomen der Parteienfinanzierung durch den Staat. Die Parteien zeigen damit an, da&szlig; die Staatskasse ihre Kasse ist, die Steuergelder etwas, wor&uuml;ber sie nicht nur f&uuml;r Staatszwecke, sondern auch f&uuml;r sich selbst durch Parlamentsbeschlu&szlig; verf&uuml;gen.&nbsp;<\/li>\n<\/ul><p>Dazu f&uuml;hrte er aus:<\/p><ul>\n<li>Demokratie hei&szlig;t Selbsterziehung und Information des Volkes. Es lernt nachdenken. Es wei&szlig;, was geschieht. Es urteilt. Die Demokratie bef&ouml;rdert st&auml;ndig den Proze&szlig; der Aufkl&auml;rung<\/li>\n<li>Parteienoligarchie dagegen hei&szlig;t: Verachtung des Volkes. Sie neigt dazu, dem Volke Informationen vorzuenthalten. Man will es lieber dumm sein lassen. Das Volk braucht auch die Ziele, die die Oligarchie jeweils sich setzt, wenn sie &uuml;berhaupt solche hat, nicht zu kennen. Man kann ihm statt dessen erregende Phrasen, allgemeine Redensarten, pomp&ouml;se Moralforderungen und dergleichen vorsetzen. Es befindet sich st&auml;ndig in der Passivit&auml;t seiner Gewohnheiten, seiner Emotionen, seiner ungepr&uuml;ften Zufallsmeinungen.<\/li>\n<\/ul><p>Das Jaspers Schrift &ldquo;voll ins Schwarze&rdquo; traf, liest man in einem &ldquo;Nachruf&rdquo; der Sueddeutschen von 2019:<\/p><p>&ldquo;Viele Behauptungen wirken &uuml;berheblich und nicht druckreif&rdquo;<\/p><p>Kaum ein Buch hat im Nachkriegsdeutschland mehr Aufsehen erregt als Karl Jaspers &ldquo;Wohin treibt die Bundesrepublik?&rdquo;. Nach SZ-Recherchen missfiel es BND-Chef Reinhard Gehlen derart, dass er es pr&uuml;fen lie&szlig;.&nbsp;<br>\n<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/karl-jaspers-bnd-reinhard-gehlen-wohin-treibt-die-bundesrepublik-1.4344181\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">sueddeutsche.de\/kultur\/karl-jaspers-bnd-reinhard-gehlen-wohin-treibt-die-bundesrepublik-1.4344181<\/a><\/p><p>Weiteren Lesestoff findet man auf der Seite &ldquo;Gewaltenteilung:<\/p><p>Wohin treibt die Bundesrepublik?<\/p><p>Aus dem Text:<\/p><p>&bdquo;&hellip;. Die Parteien, die keineswegs der Staat sein sollten, machen sich, entzogen dem Volksleben, selber zum Staat&hellip;.Die Staatsf&uuml;hrung liegt in den H&auml;nden der Parteienoligarchie&hellip;.Ihre durch keine Spannung zu anderer Macht eingeschr&auml;nkte Stellung verf&uuml;hrt&hellip;.die Parteien wollen durch ihre eigenen Leute die Pl&auml;tze besetzen. Das ist der Lohn f&uuml;r die Parteiarbeit, die Beute des Siegers nach der Wahlschlacht &hellip;.&ldquo;<br>\n<a href=\"https:\/\/www.gewaltenteilung.de\/wohin-treibt-die-bundesrepublik\/\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">gewaltenteilung.de\/wohin-treibt-die-bundesrepublik\/<\/a><\/p><p>Lothar Gl&uuml;ck<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>15. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>gut beobachtet!<\/p><p>Im Augenblick soll die Zuweisung AfD=Nazi nur davon ablenken, dass man nicht sieht, wo dieser Geist wirklich sitzt: bei den Gr&uuml;nen. Die AfD ist wirtschaftspolitisch neoliberal und b&uuml;ndnispolitisch pro NATO. Au&szlig;erdem ein Rechtsableger der CDU. Sie ist der ideale Rettungsanker f&uuml;r Fritze Blackrock Merz. Mal sehen was nach der n&auml;chsten Bundestagswahl passiert. Hat die CDU eine solide Mehrheit und die FDP ist gerade noch so &uuml;ber die 5%-H&uuml;rde gekommen, dann wird sie wohl mit letzterer koalieren. Wenn nicht, dann holt sie sich das tote Pferd SPD. Obacht: Dann wird Kevin K&uuml;hnert Vizekanzler! Wer sich bei Baerbock noch nicht totgelacht hat, sollte sp&auml;testen jetzt auswandern. Und wenn all diese d&uuml;nnen Stricke rei&szlig;en, dann kommt die AfD ins Spiel. CDU\/CSU\/AfD, mit solider Mehrheit. Dann ist wieder zusammen, was zusammen geh&ouml;rt.<\/p><p>Aber ich traue den Parteistrategen nicht zu, dass sie so verschw&ouml;rerisch denken. Ideologen denken nicht, das haben die nicht n&ouml;tig. Es wird sich ergeben. Vermutlich sympathisieren viele CDU-ler jetzt schon heimlich mit der AfD.<\/p><p>Das eigentliche Problem ist die klassische Linke. Die hat sich in Deutschland erledigt. Das begann schon lange vor diesem Gender-Woken-CancelCulture Spuk. Der wirklich emanzipatorische Aufbruch, ca. 1968-1978, wurde von gewaltt&auml;tigen Spinnern (RAF) diskreditiert (unter kr&auml;ftiger Mithilfe vom Verfassungsschutz). Die Gr&uuml;nen wurden bald von stalinistisch\/maoistischen Ideologen (Trittin et al.) &uuml;bernommen. Die sind nicht links, die sind einfach nur autorit&auml;tsfixiert und totalit&auml;r, was man jetzt in voller Sch&ouml;nheit bewundern kann. Und sp&auml;testens mit Kohl und Merkel d&uuml;mpelte dann diese br&auml;sige geistige Bewusstlosigkeit durchs Land. Wenn nachwachsende Generationen pubertieren, brauchen sie nat&uuml;rlich ein neues Feindbild und Orientierung. Aber da war der Westen schon so von den NGOs des Gro&szlig;en Geldes durchdrungen, dass man den Kids diesen Gender-etc.-pp. Quatsch zum Spielen geben konnten.<\/p><p>Wie eine neue Linke aussehen k&ouml;nnte, wei&szlig; ich nicht. Ob Wagenknecht und Co. der Kristallisationspunkt sind? Das w&auml;re sch&ouml;n. Aber das Land muss wohl erst noch weiter abst&uuml;rzen. Und dann kommt das von Menschen die wissen, dass man arbeiten muss um zu &uuml;berleben. Also eher von den Protestlern mit den Traktoren.<\/p><p>Bevor mir jetzt jemand weltfremde politische Schw&auml;rmerei vorwirft: nat&uuml;rlich braucht die Linke auch eine solide theoretische Grundlage. Aber das ist, neben der wirtschafts- und sozialpolitischen (Marx) auch die psychologische (z.B. H.-J. Maaz, Arno Gr&uuml;n) und geistig-kulturelle (z.B. Drewermann).<\/p><p>Herzlichen Gru&szlig;,<br>\nRolf Henze<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>16. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>ich denke, Sie liegen mit ihrer These v&ouml;llig richtig.<\/p><p>Die AfD ist nur die blaue Variante der Neoliberalen in diesem Theaterst&uuml;ck. Schaut man sich die Ergebnisse der Sitzverteilung im neu gew&auml;hlten Europaparlament an, ergibt sich ja fast ein Nullsummenspiel. Die Verluste der Neoliberalen mit gelben (sogenannte Liberale) und gr&uuml;nen (sogenannte Progressive) M&auml;ntelchen werden ausgeglichen durch den Zuwachs von Neoliberalen im blauen oder braunen M&auml;ntelchen. Das Techtelmechtel von Meloni mit von der Leiden zeigt doch sehr deutlich dieselbe neoliberale Gesinnung &ndash; und es geht einzig und allein um den Machterhalt des kapitalistischen Systems, dessen Profiteure die Neoliberalen &ndash; egal unter welchem M&auml;ntelchen sie auch immer auftreten, sind. Nicht umsonst ist ein Herr Elon Musk &ldquo;ein guter Freund&rdquo; von Herrn Trump und &auml;ussert sich (vorausschauend ?) wohlwollend zur AfD. Diese gef&auml;hrdet seine mit brachialen Mitteln durch-gesetzten Kapitalinteressen nicht.<\/p><p>Das ganze Theaterspiel der inszenierten Emp&ouml;rungswellen, meist unter dem Beifall fast aller Medien, dient einzig und allein dazu, von den wirklich wichtigen Themen abzulenken. Krieg oder Frieden und wie von Ihnen angef&uuml;hrt Mindestlohn, Mieten. Rentensystem, erg&auml;nzt noch um ein funktionierendes (und nicht privatisiertes) Gesundheits- und Bildungssystem geraten unter die R&auml;der. Und genau das liegt im Interesse der Neoliberalen Kr&auml;fte (weltweit !) und ihrer Helfershelfer in Politik und Medien.<\/p><p>Insofern ist die AfD genauso systemerhaltend wie z.B. FDP, Gr&uuml;ne oder ein Herr Aiwanger, ein Herr Merz oder weite Teile der SPD. Der Grund der gespielten Emp&ouml;rung ist bei den etablierten Parteien alleine die Angst, von den &ldquo;Fleischt&ouml;pfen&rdquo; weniger abzubekommen. Der Rest ist nur Begleitmusik.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nHerbert Weigel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>17. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>sie sprechen mir mit Ihrem Artikel aus dem Herzen.<\/p><p>Gleiche Gedanken bewegen mich seit Wochen. Abgesehen von einigen wirklich unf&auml;higen Politikern, die Kriege erkl&auml;rten oder mal die Meinung zu neuen Heizungen testen, erfolgt mittlerweile nichts ohne gute psychologische Vorbereitung. Dazu z&auml;hlt auch die Kampangne gegen rechts, die logisch zu einem &ldquo;Nun erst recht!&rdquo; f&uuml;hren musste. Ich habe in einer E-Mail an unsere MP Frau Schwesig bereits im Februar darauf hingewiesen. Eine Antwort oder Korrektur erfolgte durch sie nat&uuml;rlich nicht.<\/p><p>Nachfolgend ein Auszug aus dieser Mail&nbsp; an Frau Schwesig:<\/p><p>&ldquo;&hellip;.Sie sprachen am Dienstag, 20.2.24 von auf dem Potsdamer Treffen ge&auml;u&szlig;erten Pl&auml;nen einer &bdquo;Deportation&ldquo;. Dies ist eine Medienbehauptung und Fake. Sie k&ouml;nnen gern im Correktivtext nachlesen, dieser vergleicht die Ideen mit der 1940 von den Faschisten geplanten Deportation von Juden nach Madagaskar. Selbst zum Fall Remigration gibt es widerspr&uuml;chliche Aussagen von Correktiv!<\/p><p>Ich wollte Ihnen auf der Kundgebung laut widersprechen, unterlie&szlig; es aber, weil ich von der Masse der Uninformierten damit in die AFD-Ecke gestellt worden w&auml;re! So weit ist die Polarisierung unsere Demokratie!<\/p><p>Aus meiner eigenen Sicht erfolgt diese gesamte politische und mediale Emp&ouml;rung, ausgel&ouml;st durch Correktiv, mit dem Ziel der Ablenkung von den Bauernprotesten (warum erfolgte die Ver&ouml;ffentlichung nicht fr&uuml;her?), und aus Sorge vor dem Stimmenzuwachs der AFD. Diesen wird man damit aber leider nicht verhindern, sondern viele potentielle W&auml;hler werden mit &bdquo;Nun erst recht&ldquo; reagieren. Ihre &Auml;u&szlig;erung, ich vermeide L&uuml;ge, wird dazu auch einen Beitrag leisten, untersch&auml;tzen Sie nicht das Wissen und die Aufmerksamkeit dieser W&auml;hler- ich f&uuml;hre viele Gespr&auml;che!<\/p><p>Die Politiker aller Berliner Koalitionen und auch Sie als f&uuml;hrendes Mitglied der SPD, die mit 4-j&auml;hriger Unterbrechung seit 1998 im Bund (mit)regieren sollten sich besser nach den Ursachen dieser Entwicklung fragen. Ich spare mir dazu weitere Ausf&uuml;hrungen.<\/p><p>Welchen Unterschied macht ein &ldquo;Abschiebungsbeschleunigungsgesetz&rdquo; und die &Auml;u&szlig;erungen Ihrer SPD-Ministerin Faeser zur Entzug der Staatsb&uuml;rgerschaft f&uuml;r Protestierer f&uuml;r einen pal&auml;stinensischen Staat, als einzige und v&ouml;lkerrechtliche L&ouml;sung des furchtbaren Konflikts dort, und f&uuml;r nicht strafbar gewordene Clanmitglieder? F&uuml;r mich ist das an Heuchelei und &bdquo;Haltet den Dieb, er hat mein Messer im R&uuml;cken&ldquo;!!<\/p><p>Ich erwarte eine Richtigstellung ihrer &Auml;u&szlig;erung in geeigneter Form auf der n&auml;chsten Kundgebung am 5.3.24 ! &rdquo;<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nUlrich Leonhardt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>18. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger,<\/p><p>ich halte Ihre These, dass die AFD eine Rolle in einem Theaterst&uuml;ck der M&auml;chtigen spielt, f&uuml;r nicht abwegig.<\/p><p>Es ist denkbar, dass die h&auml;ufig ge&auml;u&szlig;erte Botschaft &bdquo;Medien und Politik r&uuml;cken immer weiter nach links&ldquo; eine perfide Form der Propaganda der Konservativen darstellt. Damit wird die aktuelle Regierungspolitik als &bdquo;links&ldquo; etikettiert, obwohl sie offensichtlich in vielen Themenfeldern eher &bdquo;rechts&ldquo; lokalisiert werden m&uuml;sste. Beispielweise bedient die Au&szlig;enpolitik (Stichwort: Aufr&uuml;stung), Rentenpolitik (Stichwort: Aktienrente, Riester-Rente, R&uuml;rup-Rente), Sozialpolitik (Stichwort: Mindestlohn), Finanzpolitik (Stichwort: Verm&ouml;genssteuer) und Wirtschaftspolitik (Stichwort: Energie) vor allem die Interessen des Gro&szlig;kapitals. Auch die politisch getroffenen Ma&szlig;nahmen zur Bek&auml;mpfung der Corona-Pandemie haben zu einer starken Umverteilung von arm zu reich gef&uuml;hrt.<\/p><p>Debatten zur Gendersprache und zu identit&auml;ren Themenfeldern oder der Aufruf der Regierung, gegen rechte Politik bzw. die AFD auf die Stra&szlig;e zu gehen, stehen im Zentrum der Berichterstattung und vernebeln den Blick auf sozio&ouml;konomische Fragen. Gleichzeitig nutzen diese Debatten der AFD. So r&uuml;ckt die &bdquo;linke&ldquo; Gesellschaft immer weiter nach rechts und bedient die Interessen des Gro&szlig;kapitals.<\/p><p>Diese Entwicklung kann durch Vernunft durchbrochen werden, indem einerseits das Links-rechts-Denken aufgegeben wird und die soziale Frage (Stichwort: Gerechtigkeit) in den Mittelpunkt von Politik r&uuml;ckt.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e, J&ouml;rn Meyer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>19. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr gesch&auml;tzter Jens Berger,<\/p><p>bis auf den letzten Absatz in dem Sie Ihre &ldquo;Idee&rdquo; beschreiben gehe ich mit Ihrem Kommentar voll mit &ndash; danke daf&uuml;r!<\/p><p>Meine &ldquo;Idee&rdquo; geht in eine vollkommen andere Richtung wie Ihre, die ich nun versuchen m&ouml;chte &ndash; hoffentlich einigerma&szlig;en verst&auml;ndlich &ndash; zu beschreiben:<\/p><p>Auch ich bin der Meinung das die AfD eine Politik betreibt die (eher) systemstabilisierend wirkt &ndash; aber genau da sehe ich den Unterschied zu den anderen etablierten\/neoliberalen Parteien bzw. zu dem globalistischen Establishment! Diese wollen aus meiner Sicht das bestehende System &uuml;berwinden\/zerst&ouml;ren und durch ein anderes ersetzen durch welches sie (das globalistische Establishment) jedoch weiterhin bzw. noch weiter ausgebaut die Macht und Kontrolle behalten. Sowohl &uuml;ber &ldquo;das Geld-\/Bezahlsystem (z.B. durch Bargeldabschaffung)&rdquo; wie auch &uuml;ber die gesamte Bev&ouml;lkerung (was oppositionelle Ansichten und Parteien &ndash; also die AfD &ndash; mit einschlie&szlig;t)!<br>\nDass das globalistische Establishment\/Lager bzw. das globalistische, neoliberale Parteien mit der Zerst&ouml;rung des bestehenden Systems (und damit auch der AfD) sowie mit dem Aufbau eines neuen, noch rigideren (m.E. offen feindseligen) Herrschaftssystems nicht im Vorfeld &ldquo;hausieren&rdquo; gehen liegt m.E. auf der Hand!<\/p><p>Jetzt komme ich zu dem f&uuml;r mich am schwierigsten zu formulierenden Punkt, den Sie lieber Jens Berger in Ihrer &ldquo;Idee&rdquo; dahingehend fragend formulieren &ldquo;K&ouml;nnte es nicht vielleicht auch sein, dass zumindest die Strategen der Meinungsmache ganz genau wissen, dass sie mit jeder gespielten Emp&ouml;rung die Menschen in die Arme der AfD treiben?&rdquo;. Dieser Kernaussage Ihrer Idee widerspreche ich, was sich aus meinen obigen Ausf&uuml;hrungen\/aus meiner &ldquo;Idee&rdquo; bereits klar ergibt!<\/p><p>Warum sich die heutigen globalistischen &ldquo;Strategen der Meinungsmache&rdquo; so schwer tun die AfD klein zu halten liegt meines Erachtens (m.E.) nicht darin begr&uuml;ndet, dass die AfD &ndash; genau wie die Globalisten &ndash; eine vergleichbare, zutiefst elit&auml;re und damit b&uuml;rgerfeindliche Wirtschafts- und Sozialpolitik betreiben bzw. die Strategen den Effekt nicht verstehen, sondern m.E. darin, dass die globalistische, sogenannte &ldquo;Mitte&rdquo; meines Erachtens auch bei ALLEN anderen Themen weiter rechts steht als die AfD! Insbesondere dadurch stellt das globalistische Establishment m.E. eine gr&ouml;&szlig;ere Bedrohung (u.a. f&uuml;r den Weltfrieden und damit f&uuml;r jede\/n einzelne\/n Menschen dar) als z.B. die AfD es momentan tut. Dabei m&ouml;chte ich es hier bei diesem schwierig zu formulierenden Thema belassen!<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nAndreas Rommel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>20. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Nachdenkseiten-Team,<\/p><p>was ist die AfD denn, wenn man die Politik wegl&auml;sst und sich auf den Kern ihrer Funktion konzentriert?<\/p><p>Genau: Die AfD ist der politische Superkleber, mit dem man sogar die Linkspartei an die CDU kleben kann. Es geht in Koalitionen nicht mehr um v&ouml;llig unvereinbare politische Positionen, es geht nur noch um die &ldquo;Brandmauer&rdquo;.<\/p><p>Gegen &ldquo;die Nazis&rdquo; geben alle Parteien ihre jeweiligen politischen Vorstellungen auf, um sich f&uuml;r ein gemeinsames Ziel &ldquo;gegen Rechts&rdquo; zu versammeln. Das nennen die dann &ldquo;unsere Demokratie&rdquo;.<\/p><p>Kaiser Wilhelm der II. kannte nach der Bewilligung der Kriegskredite 1914 &ldquo;keine Parteien, sondern nur noch Deutsche&rdquo; und die d&uuml;nkelhafte politisch-mediale Berliner Blase kennt keine Parteien mehr, sondern nur noch die Brandmauer.<\/p><p>Praktischerweise ergibt diese Gemengelage f&uuml;r den Neoliberalismus eine Politik, die z.B. Parteien wie die Linke vollkommen &uuml;berfl&uuml;ssig macht, weil diese von der CDU in Sachen Realpolitik ja dann nicht mehr zu unterscheiden ist. Das st&ouml;rt weniger die CDU-W&auml;hler, aber die bisherigen W&auml;hler der Linken halt schon, wie man sehr sch&ouml;n an deren miesen Wahlergebnissen sieht.<\/p><p>Fazit: Wenn es die AfD nicht g&auml;be &ndash; die Konzerne m&uuml;ssten sie glatt erfinden.<\/p><p>Psychologisch hat die AfD &uuml;brigens auch noch einen netten Effekt f&uuml;r die neoliberale Sache: Selbst die Mitglieder vormals linker Parteien, bei denen sich noch ein Rest von sozialem Gewissen gehalten hat, blicken voll Ekel auf z.B. die Arbeiter, die AfD w&auml;hlen. Tja, da k&uuml;rzt es sich doch gleich viel leichter im Sozialbereich, um das Steuergeld z.B. auf die Konten der R&uuml;stungskonzerne umzulenken.<\/p><p>Herr Merz hat ja schon signalisiert, dass er z.B. mit dem B&uuml;ndnis Sahra Wagenknecht nicht koalieren wird. Von wegen Brandmauer &ldquo;gegen rechts&rdquo;. Es geht um eine Brandmauer gegen die Demokratie und f&uuml;r genau die neoliberale &ldquo;Alternativlosigkeit&rdquo;, von der schon Merkel sprach. Win-Win-Win f&uuml;rs Kapital.<\/p><p>Man setzt neoliberale Politik durch und dann r&auml;umt man auch noch die vormals linken Parteien ab, die sich vor lauter &ldquo;gegen Rechts&rdquo; auf nichts anderes mehr konzentrieren k&ouml;nnen. Oder kann mir wer erkl&auml;ren, was an einer &ldquo;Kriegst&uuml;chtigkeit&rdquo;, noch dazu auf Kosten der &ldquo;kleinen Leute&rdquo; links ist? Was am sog. Heizungsgesetz, das bei vielen die m&uuml;hsam erarbeitete zusammengesparte Altersvorsorge entwerten wird?<\/p><p>Oder was an einer forcierten Einwanderung in die Sozialsysteme und damit deren &Uuml;berdehnung ist &ldquo;links&rdquo;? Was an der u.a. dadurch verursachten Wohnungsnot und damit dem Druck auf den Mietmarkt ist &ldquo;links&rdquo;?<\/p><p>Und was passiert, wenn die Linken und ehemals Linken, die halbwegs Progressiven sch&ouml;n marginalisiert sind? Dann macht man mit einer Koalition zwischen Union und AfD den Sack zu.<\/p><p>Wollen wir wetten?<\/p><p>Mit zynischen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nAndrea Zett<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>21. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Werter Herr Berger<\/p><p>&laquo;Und da man selbst kosmopolitisch und weltoffen ist, weist man die Leserschaft darauf hin, dass die AfD nationalistisch und v&ouml;lkisch unterwegs ist. Ei der Daus! Wer das noch nicht mitbekommen hat, hat wohl die letzten zehn Jahre im Koma verbracht &raquo;<\/p><p>Ihre Meinung zur AfD ist wohl leicht zu erraten . Ich frage Sie aber : seit wann gibt es diese Partei ? Im Verh&auml;ltnis zu den &laquo; alten &laquo; sehr kurz .<\/p><p>Sollten Sie sich nicht doch auch &uuml;berlegen, wieso eine solche Partei von immer mehr Menschen gew&auml;hlt wird ? Einfach so , wie Putin , angeblich eines morgens aufgewacht ist und die Ukraine angegriffen hat ? Beides hat seinen Grund und den m&ouml;chte ich mir von Ihnen erkl&auml;rt bekommen . Nicht alle sind einfach Nazis, wenn sie den &nbsp;&nbsp;Vorg&auml;nger Regierungen kein Glauben mehr schenken . Immer mehr Menschen in Europa k&ouml;nnen beobachten wie in vielen Punkten die Politiker nicht f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung arbeiten, sondern f&uuml;r ihr Ego , Macht und f&uuml;r die Aufmerksamkeit der Medien , die das &laquo; Spiel &laquo; sehr gerne aufrechterhalten und damit ihre Macht ebenfalls ausbauen .<\/p><p>Wie man feststellen kann jedoch nicht zum Wohl der Menschen .<\/p><p>Ich gr&uuml;sse Sie<br>\nJ.Blumer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>22. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger, sehr geehrte Nachdenkseitenredaktion,<\/p><p>Danke f&uuml;r ihre &Uuml;berlegungen. Sie liegen mit Ihrer k&uuml;hnen These aus meiner Sicht gar nicht so falsch.<\/p><p>Das Aufbauschen der etwas seltsamen Nazi-Folkloretruppe namens AFD zur post- oder je nachdem pr&auml;faschistischen Gefahr verst&auml;rkt den Effekt des vermeintlichen Protestw&auml;hlens und kanalisiert ihn gleichzeitig in ein systemerhaltendes aber letztendlich entpolitisiertes Nirwana.<\/p><p>Die neoliberale Grundhaltung ist dieselbe wie bei den restlichen derzeitigen im Parlament vertretenen Regierungs- und Schein-Oppositionsparteien. (Mit Ausnahme vielleicht des BSW.)<\/p><p>Zus&auml;tzlich hilft der rechte Popanz die tats&auml;chlich stattfindende autorit&auml;r-militaristische Zurichtung der Gesellschaft zu verschleiern, indem er eine passende und wohlfeile negative Hintergrundfolie zur demokratisch-camouflierenden Selbstinszenierung liefert.<\/p><p>Dabei hat der mit moralistischem Furor und gesinnungsethischem Eifer betriebene Geschichtsrevisionismus, die ostentative Diskursverweigerung und der kulturalistisch argumentierende Ausschluss kritischer Stimmen darin schon sehr viel &Auml;hnlichkeit mit nationalistischen den Kapitalrenditeinteressen dienenden Umtrieben, die einst direkt zu Faschismus und Krieg f&uuml;hrten.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nRobert Frank<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>23. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Zusammen,<\/p><p>ich habe schon lange das Gef&uuml;hl, dass hier politisch &uuml;ber Bande gespielt wird, denn nur mit Dummheit ist das Handeln dieser Regierung nicht zu erkl&auml;ren.<\/p><p>Alles, was diese Regierung anfasst, kann als Wahlhilfe f&uuml;r AfD und CDU verbucht werden und bei der n&auml;chsten Wahl haben wir hier Chile 4.0 &ndash; ein neoliberaler Putsch ganz ohne Milit&auml;r, daf&uuml;r mit &bdquo;demokratischen&ldquo; Wahlen, deren Ergebnis durch massives Nudging und Medienpropaganda herbeigef&uuml;hrt wurde. Dann kann endlich der totale Sozialstaatsabbau und die Privatisierung der letzten Gemeinwohlg&uuml;ter durchgesetzt werden, denn der bankrotte Staatshaushalt muss schlie&szlig;lich saniert werden. Die neoliberalen Ausschlachter d&uuml;rfen sich dabei als Retter aufspielen und die Blackrock-CDU wird selbstverst&auml;ndlich mit der extrem-neoliberalen AfD koalieren, denn bei der Umverteilung von unten nach oben haben beide das gleiche Ziel.<\/p><p>Ich hoffe nat&uuml;rlich, dass ich mich t&auml;usche, denn eigentlich will ja jede Regierung nur das Beste f&uuml;r ihr Volk.<\/p><p>Elke Zetl<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>24. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren, lieber Herr Berger,<\/p><p>ich meine es handelt sich nicht um eine k&uuml;hne These. Nat&uuml;rlich m&uuml;ssen die etablierten Medien und Parteien davon ablenken, dass sie die dr&auml;ngenden sozialen Probleme wie Mindestlohn, die Mieten, die grassierende exponentiell zunehmende Ungleichheit oder das disfuntionale Rentensystem, nicht l&ouml;sen. Nicht l&ouml;sen k&ouml;nnen.<\/p><p>Das neoliberale Denken, das sich durch Austerit&auml;t, das Dogma des freien Marktes, die geradezu religi&ouml;s betriebene Verehrung der Privatisierung von &ouml;ffentlichen Aufgaben, ausdr&uuml;ckt, ist inzwischen so fundamental im Denken verankert, dass es den Entscheidern in Politik und den Bewertern in den Medien unm&ouml;glich ist, gemeinn&uuml;tzig zu denken und zu entscheiden.<\/p><p>Das ist der Grund warum viele der Probleme, die von der AFD &ndash; teilweise aber fast immer in populistischer Weise und herzlich wenig an L&ouml;sungen oder Fortschritt orientiert, ich meine rattenf&auml;ngerisch &ndash; und anderen, wie Sozialverb&auml;nden, linken Parteien, Medien und Gruppen zu Recht angeprangert werden, nicht zu l&ouml;sen sind.<\/p><p>Das ist die Quadratur des Kreises in der neoliberalen Ordnung.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nJoachim Volkenannt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>25. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>ihre These ist weder k&uuml;hn oder gar falsch; sie ist schlicht logisch.<\/p><p>Die AfD ist, wie Union, FDP und die &bdquo;Ampel&ldquo; eine Partei des sozialen Kahlschlags. Eine Partei, die sich den Teufel um die Sorgen und N&ouml;te der Menschen im Land schert. Allein ihre Entstehungsgeschichte sollte hier<\/p><p>Beweis genug sein, aber ihr Abstimmungsverhalten in sozialen Fragen (z.B. Rente, Mindestlohn) best&auml;tigt dies noch einmal.<\/p><p>Und da die AfD diesbez&uuml;glich mit allen anderen Parteien mit Ausnahme des BSW auf einer Linie schwingt, stellt sich die Frage, warum sie in solch exponierten Problematiken wie &bdquo;Corona&ldquo; oder Ukrainekrieg eine kontr&auml;re Position einnimmt (wobei sie zum Thema Redefreiheit, Unabh&auml;ngigkeit der Presse sehr still ist).<\/p><p>Die AfD ist einerseits Blitzableiter f&uuml;r die katastrophale Politik der genannten Parteien, andererseits hat sie stabilisierende Funktion f&uuml;r&nbsp; die Fraktion der &bdquo;Guten&ldquo;, der &bdquo;Richtigen&ldquo; zu der bekanntlich die allermeisten Menschen geh&ouml;ren wollen. Wenn die &bdquo;Ampel&ldquo; zu &bdquo;Demos gegen rechts&ldquo; aufruft, ist das ein Aufruf &bdquo;gut&ldquo; zu sein, auf der &bdquo;richtigen&ldquo; Seite zu stehen. Das funktioniert bei den Menschen, die auf der Sonnenseite des Lebens stehen, aber nicht bei jenen, die in prek&auml;ren Verh&auml;ltnissen leben. Die Verh&auml;ltnisse, die nicht erst Scholz, sondern auch Merkel bewusst herbei gef&uuml;hrt haben. Verh&auml;ltnisse, die aus den verzweifelten Menschen, die sie geschaffen haben dann Menschen mit teilweisem radikalem Denken machen.<\/p><p>Aber, und ich muss gestehen, dass ich pers&ouml;nlich weder Merkel noch Scholz noch die ganze Gr&uuml;nentruppe f&uuml;r helle Kerzen auf der Torte halte, geschieht hier nichts ohne Absicht. Im Hintergrund, in den Aussch&uuml;ssen, arbeiten Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler, Politologen, Statistiker &ndash; ein ganzer Trupp an durchaus geschulten Menschen, die sehr wohl die Folgen dieser Politik absch&auml;tzen k&ouml;nnen und den Verantwortlichen auch mitteilen.<\/p><p>Und da schlie&szlig;t sich der Kreis: &bdquo;Denn sie wissen, was sie tun.&ldquo;<\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e an das Team<br>\nRainer Thomas<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>26. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Vielen Dank, Herr Berger, f&uuml;r diesen innovativen Artikel, den Sie gerne h&auml;tten weiter ausf&uuml;hren d&uuml;rfen.<\/p><p>Die AfD als systemerhaltende Kraft ist gar kein abwegiger Gedanke, denn solange die AfD nur Randthemen skandalisiert, den Systemkern (Imperialismus, Ausbeutung, Propaganda, soziale Ungleichheit) aber nicht antastet, lenkt sie von den Gr&uuml;nden f&uuml;r das Scheitern des Systems und f&uuml;r die nicht artgerechte Menschhaltung ab. Damit gewinnen die Etablierten Zeit, um das &ldquo;Ende der Megamaschine&rdquo; (Fabian Scheidler) noch etwas hinauszuz&ouml;gern, und um ihre Pfr&uuml;nde in Sicherheit zu bringen.<\/p><p>Dabei gehen sie keinerlei Risiko ein. Sollte die AfD eines Tages tats&auml;chlich nach der Macht greifen k&ouml;nnen, wird die &ldquo;Brandmauer&rdquo; zu ihr einfach eingerissen und die AfD in das b&uuml;rgerliche Parteienoligopol integriert, also zur &ldquo;Blockfl&ouml;te&rdquo;. Das w&auml;re eine win-win-Situation auch f&uuml;r die AfD, deren Funktion&auml;re sich dann in die Blase der bestversorgten Arbeitslosen Deutschlands einklinken d&uuml;rfen.<\/p><p>Bleibt zu hoffen, dass die vielen AfD-W&auml;hler tats&auml;chlich das System sabotieren wollen, und dass sie bald geeignetere Mittel dazu finden.<\/p><p>Beste Gr&uuml;sse<br>\nManfred Becker<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jens Berger kommentiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116539\">hier<\/a> das gute Wahlergebnis der AfD bei den Europawahlen und die gro&szlig;e politische Aufregung dar&uuml;ber. Wer die AfD w&auml;hle, werfe &bdquo;den Schraubenschl&uuml;ssel ins Getriebe des politischen Systems&ldquo; und werde &bdquo;mit der auch nun wieder in den Medien zelebrierten Aufregung daf&uuml;r belohnt&ldquo;. Die AfD erf&uuml;lle jedoch &bdquo;als kanalisiertes Auffangbecken f&uuml;r Unzufriedene letztlich<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116654\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-116654","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/116654","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=116654"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/116654\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":116658,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/116654\/revisions\/116658"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=116654"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=116654"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=116654"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}