{"id":116879,"date":"2024-06-18T16:00:42","date_gmt":"2024-06-18T14:00:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116879"},"modified":"2024-06-18T15:52:40","modified_gmt":"2024-06-18T13:52:40","slug":"leserbriefe-zu-solange-es-noch-ukrainische-maenner-in-deutschland-gibt-die-sich-gerne-auf-der-autobahn-aufhalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116879","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eSolange es noch ukrainische M\u00e4nner in Deutschland gibt, die sich gerne auf der Autobahn aufhalten \u2026\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Marcus Kl&ouml;ckner kommentiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116593\">in diesem Beitrag<\/a> eine &Auml;u&szlig;erung des Politikwissenschaftlers und Historikers Herfried M&uuml;nkler aus einem Gespr&auml;ch mit dem Journalisten Gabor Steingart zum Krieg in der Ukraine. Die Frage, ob deutsche Bodentruppen in die Ukraine geschickt werden sollen, habe der Wissenschaftler der Humboldt Universit&auml;t Berlin u.a. so beantwortet: Nicht, &bdquo;solange es noch ukrainische M&auml;nner in Deutschland gibt, die sich gerne auf der Autobahn aufhalten und dort eher ihren Heimplatz sehen als an der Front in der Ukraine&ldquo;. &bdquo;N&uuml;chtern und zugleich eiskalt&ldquo; trete so das &bdquo;Ungeheuerliche&ldquo; in den Raum. Wir haben hierzu zahlreiche und interessante E-Mails erhalten. Danke daf&uuml;r. Hier nun eine Auswahl der Leserbriefe. F&uuml;r Sie zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>ich m&ouml;chte mich bei Ihnen bedanken. Der Artikel &lsquo;Solange es noch ukrainische M&auml;nner in Deutschland gibt &hellip; &lsquo; hat mir sehr gut gefallen. Die Aussagen von Herrn M&uuml;nkler sind ungeheuerlich. Jedem B&uuml;rger in Deutschland sollte &lsquo;angst und bange werden&rsquo;, wenn er die Aussagen dieser sogenannten &lsquo;Elite&rsquo; h&ouml;rt. In diese Kategorie ist auch Herr Sigmar Gabriel einzuordnen mit seiner &Auml;usserung : &lsquo;M&uuml;ssen Russland niederringen&rsquo; und &lsquo;Es braucht das klare Signal an Putin : Stopp diesen Krieg &ndash; oder wir tragen ihn zu dir&rsquo;.<\/p><p>Beide Herren, M&uuml;nkler und Gabriel, sind Mitglied in der SPD. Das sollte noch erw&auml;hnt werden.<\/p><p>Hier noch ein Link <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/innenpolitik\/id_100374686\/-fatal-brandbrief-harte-kritik-an-olaf-scholz-aus-eigener-partei-.html\">zu einem Artikel auf t-online<\/a>.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nKlaus Fischer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Morgen,<\/p><p>Sie schreiben in ihrem Artikel: M&uuml;nkler ist ein gestandener Professor. Politikwissenschaft und auch noch Geschichte sind sein Fachgebiet. M&uuml;nkler muss davon wissen, was das Sch&uuml;ren von Ressentiments in Bezug auf eine Gruppe von Menschen bedeutet. Er muss &ndash; zumindest aus den Textb&uuml;chern &ndash; von den Schrecken des Krieges wissen.<\/p><p>Herfried M&uuml;nkler ver&ouml;ffentlichte unter anderem folgende B&uuml;cher:<\/p><p>Der Drei&szlig;igj&auml;hrige Krieg: Europ&auml;ische Katastrophe, deutsches Trauma 1618 &ndash; 1648<\/p><p>Imperien: Die Logik der Weltherrschaft &ndash; vom Alten Rom bis zu den Vereinigten Staaten<\/p><p>Der Gro&szlig;e Krieg: Die Welt 1914 bis 1918<\/p><p>Daraus kann ich nur schlie&szlig;en, dass er sehr genau wei&szlig;, wovon er redet. Es ist immer wieder erschreckend, was in diesem Land vor sich geht.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nCarmen H&uuml;bner<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>In die Logik eines Professor M&uuml;nkler, der das Credo von Putins Expansionsgel&uuml;sten predigt, f&uuml;gt sich seine mehr als zynische Aussage ein.<\/p><p>Auch im Deutschlandfunk &auml;u&szlig;erte er: &bdquo;Eine Niederlage der Ukraine liefere Pr&auml;sident Putin die Blaupause f&uuml;r weitere Versuche, das russische Imperium wiederherzustellen,&hellip;&hellip;.&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/herfried-muenkler-ukraine-russland-100.html\">deutschlandfunk.de\/herfried-muenkler-ukraine-russland-100.html<\/a><\/p><p>Anstatt junge Menschen zum Sterben auf Schlachtfelder zwingen zu wollen, k&ouml;nnte der, nach Sieg strebende , Emeritus M&uuml;nkler sich ja freiwillig dort hin begeben.<\/p><p>Friedensbewegte Gr&uuml;&szlig;e<br>\nUte Plass<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Nachdenkseiten-Team! Mein Kommentar zu den dargestellten Aussagen vom Politikwissenschaftler und Historiker Herfried M&uuml;nkler auf der Plattform &bdquo;X&ldquo; :<\/p><p>Der Faschist Bj&ouml;rn H&ouml;cke h&auml;tte das Mitgeteilte nicht geschmeidiger sagen k&ouml;nnen!<\/p><p>Freundlicher Gru&szlig;<br>\nJ&uuml;rgen Hagenguth<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>einleitend sei mitgeteilt, da&szlig; besagter Prof. M&uuml;nkler einem auch bereits h&auml;ufiger unangenehm aufgefallen ist wegen seines MSM und Regime konformen unqualifizierten Gelaberes. Diesmal wurde gefragt, ob deutsche Bodentruppen in den Krieg gegen Ru&szlig;land geschickt werden sollten, woraufhin der Prof. auf die inzwischen bei uns ans&auml;ssigen Ukrainer verwiesen hatte. Dies l&ouml;ste nun Ihre heftigste Emp&ouml;rung aus wenn jemand sagt, die zu uns vor dem Krieg gefl&uuml;chteten &ldquo;armen&rdquo; Ukrainer quasi in den Tod schicken zu wollen. Das mu&szlig; doch nun aber in diesem Zusammenhang so interpretiert werden, da&szlig;&acute;man es offenbar besser f&auml;nde, wenn stattdessen deutsche Soldaten zum Sterben da hingeschickt werden w&uuml;rden, oder wie? Und das findet man selbst nun wieder emp&ouml;rend. Hinsichtlich armer Ukrainer ist einem anhand der Nobelkarossen mit ukrainischen Kennzeichen, die in Berlin gar nicht selten anzutreffen sind, schon aufgefallen, da&szlig; dies nicht f&uuml;r alle zutreffen kann. Auch war zu lesen, da&szlig; die Ausreise 10 bis 20 tausend &euro; Schmiergeld kostete. Ganz so arm konnten also viele gar nicht gewesen sein, die hier &ldquo;B&uuml;rgergeld&rdquo; beziehen, das &uuml;brigens deutlich h&ouml;her als das Durchschnittseinkommen in der Heimat ist, und f&uuml;r das, anders als der deutsche Empf&auml;nger, kein Nachweis &uuml;ber eigenes Verm&ouml;gen erbracht werden mu&szlig;. Vielleicht mu&szlig;ten die wirklich Armen zum stereben zuhaues bleiben? Da&szlig; die Ukraine eine Mitschuld an diesem vom Unwertewesten provozierten Krieg tr&auml;gt. ist bei den NDS bestens bekannt und mu&szlig; nicht n&auml;her erl&auml;utert werden. Bin &uuml;brigens weder W&auml;hler noch Sympathisant der AfD, aber nichtsdestotrotz ein Gegner der kriegsgeilen Ert&uuml;chtigung und Vorbereitung in D zu einem WK III.<\/p><p>Bester Gru&szlig;<br>\nH. Wohler<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>In diesem Zusammenhang empfehle ich Sevim Dagdelen: &ldquo;Die NATO &ndash; Eine Abrechnung mit dem Werteb&uuml;ndnis&rdquo;! In Kapitel 10 &ldquo;Ausweitung der Kampfzone &ndash; der Informationskrieg der NATO&rdquo; ist knapp und verst&auml;ndlich nachzulesen, welche Bedeutung der sogenannten &ldquo;strategischen Kommunikation&rdquo; mit den Mitteln der Desinformation und Propaganda &ldquo;autorit&auml;rer Akteure&rdquo; als &ldquo;wesentlicher Bestandteil&rdquo; ihrer Bem&uuml;hungen, &ldquo;die politischen und milit&auml;rischen Ziele des B&uuml;ndnisses zu erreichen&rdquo;, beizumessen ist.&nbsp; Weiter hei&szlig;t es am Schluss: &ldquo;Die Aufkl&auml;rung &uuml;ber die Kriegspropaganda und Manipulation der NATO ist ein erster Schritt auf dem Weg zum Frieden.&rdquo;<\/p><p>Der hier vom Verfasser zutreffend kommentierte Sachverhalt weist deutliche Parallelen im allt&auml;glichen Nachrichten- und Informationsangebot auf. Respekt und Anerkennung!<\/p><p>Nikol &ndash; A. von Obernitz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>ich verstehe ihre Aufregung nicht. Das w&auml;re doch nur der gleiche Umgang, &nbsp;wie er mit russischen Wehrdienstverweigerern in der EU gepflegt wird, denen man Asyl verweigert.<\/p><p>Wenn ich mich recht erinnere, war die Begr&uuml;ndung, Unzufriedene in Russland zu belassen und damit innere Unruhen zu provozieren. Das Argument trifft nat&uuml;rlich auch vollumf&auml;nglich auf die Ukraine zu. Vielleicht wird dann ja der mittlerweile rechtswidrig im Amt sitzende Selenski gest&uuml;rzt und es k&ouml;nnte zu ernsthaften Verhandlungen kommen.<br>\nVon daher sollte die friedensstiftende Idee des Herrn M&uuml;nklers nicht schlechtgeredet werden. &lt;\/Zyn off&gt;<br>\nFalls meine Erinnerung falsch ist: Streichen Sie das Konditional, wir sind seit geraumer Zeit keine Gesellschaft mehr, die zu liberalen Werten einer Demokratie steht. Wir leben im Westen in einer neoliberalen regelbasierten &ldquo;feministischen&rdquo; Weltordnung. Die Gebaren von Herrn M&uuml;nkler sind da nur konsequent.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nThomas Paulsen<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Die Zivilisationsdecke ist d&uuml;nn. Vor knapp &uuml;ber zwei Jahren wollte man Menschen mit einem genver&auml;ndernden Mittel gegen &ldquo;Corona&rdquo; zwangsspritzen, heuer will man vor dem Krieg Gefl&uuml;chtete in die Blutm&uuml;hle an die Front zwingen, alles selbstverst&auml;ndlich um der nobelsten Ziele willen; hier, damit die Herrschenden den Machtkampf mit Russland zu gewinnen &hellip; . Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf!<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nHae-Joo Chang<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte nachdenkseiten,<\/p><p>da ich vor Jahren interessierter Leser des Buches &bdquo;Die neuen Kriege&ldquo; von Herfried M&uuml;nkler war und viel daraus gelernt habe m&ouml;chte ich kurz meine Einsch&auml;tzung zu dem zitierten Interview mit Herrn M&uuml;nkler mitteilen.<\/p><p>Professor M&uuml;nkler stellt in dem genannten Buch anschaulich dar, dass wir uns von der Idee der zwischenstaatlichen milit&auml;rischen Konflikte trennen m&uuml;ssen. Dieses Bild ist gepr&auml;gt durch die Kriege im 19. und 20. Jahrhundert mit fest definierbaren Konfliktparteien. Er sagt (aus meiner Erinnerung), dass moderne Kriege wieder mehr dem Drei&szlig;igj&auml;hrigen Krieg &auml;hnlich sein werden. Also ein lange w&auml;hrender milit&auml;rischer Konflikt zwischen relativ kleinen Interessengruppen mit wechselnden B&uuml;ndnissen. Die Ressourcen f&uuml;r die Aufrechterhaltung des Kriegs wird aus diesem selbst gespeist. &bdquo;Der Krieg ern&auml;hrt den Krieg&ldquo;.<\/p><p>Herr M&uuml;nkler verfolgt meiner Meinung nach mit seinem Interview eine Hidden Agenda.<\/p><p>In Deutschland befinden sich gegenw&auml;rtig etwa 250.000 ukrainische M&auml;nner im wehrf&auml;higen Alter.<\/p><p>Eigene Berechnung aus:&nbsp;<a href=\"https:\/\/mediendienst-integration.de\/artikel\/fluechtlinge-aus-der-ukraine-in-deutschland-und-europa.html\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">mediendienst-integration.de\/artikel\/fluechtlinge-aus-der-ukraine-in-deutschland-und-europa.html<\/a><\/p><p>Man kann hier selbstredend gegenw&auml;rtig &ndash; trotz ausreichender Mannst&auml;rke &ndash; nicht von einer Armee sprechen, da man annehmen kann, dass keine Koordination, Ausstattung und uneingeschr&auml;nkt gemeinsame Ziele zwischen diesen Personen bestehen.<\/p><p>Aber: zusammenfassend ist sehr wohl anzunehmen, dass diese M&auml;nner weder f&uuml;r die Interessen des unter der Regierung Zelenskyy gef&uuml;hrten Staates Ukraine sterben wollen, noch f&uuml;r die Gegenseite Russland. Hier befindet sich also eine starke Gruppe im Exil, die sozusagen Vertreter eines dritten Wegs in diesem Konflikt sind. Ferner ist nicht davon auszugehen, dass es sich in der Mehrzahl um absolute und selbstaufopfernde Pazifisten handelt. Diese Annahme ist wider aller anthropologischer und ethnischer Erkenntnisse!<\/p><p>Meiner Meinung nach sind hier ein paar Staatssch&uuml;tzer wach geworden und haben nun die berechtigte Angst, dass sich die genannten Personen koordinieren k&ouml;nnten. Deshalb wird hier mit Polemik gespalten und ich gehe jede Wette ein, dass sollte es zu Ausweisungen kommen, diese scheibchenweise stattfinden werden.&nbsp;<\/p><p>Ich vermute man wird einen &bdquo;Kompromiss&ldquo; vorschlagen, dass hier berufst&auml;tige Fl&uuml;chtlinge selbstverst&auml;ndlich weiter herzlich willkommen sind und arbeitslose Fl&uuml;chtlinge stigmatisieren&hellip; (Also das bekannte Good Cop &ndash; Bad Cop-Spiel).<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nMarkus Walter<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Kl&ouml;ckner, liebe NDS-Redaktion,<\/p><p>ich kann Ihrem kritischen Kommentar zur Interview-Aussage M&uuml;nklers nur zustimmen und danke Ihnen, dass Sie das thematisieren und &uuml;berhaupt den Skandal aufdecken.<\/p><p>Menschen, die vor dem Krieg (in der Ukraine) fliehen, weil sie letztlich nicht wegen der Profitinteressen der NATO-Eliten in Wirtschaft und Hochfinanz zum Kanonenfutter gemacht werden wollen, das B&uuml;rgergeld zu entziehen und damit ihre materielle Lebensgrundlage hier in Deutschland &ndash; Oskar Lafontaine w&uuml;rde sagen, dieser Satz hat&nbsp; faschistoide Z&uuml;ge. Aber auch Hannah Arendts Aussage in der Folge des Eichmann-Prozesses in Israel, &ldquo;die Banalit&auml;t des B&ouml;sen&rdquo;, w&uuml;rde zu M&uuml;nklers Verlautbarung passen.<\/p><p>Ich f&uuml;hle mich aber auch an das traurige Schicksal von j&uuml;dischen &Auml;rzten und Rechtsanw&auml;lten nach der Machtergreifung der Nazis erinnert. Diesen wurde die Aus&uuml;bung ihres Berufes verw&auml;hrt und praktisch eigentlich jede bezahlte T&auml;tigkeit. Ihnen blieb nur das Betteln, die Emigration (wenn sie konnten) oder der Selbstmord. Viele, viele wurden so in den Tod getrieben.<\/p><p>Progressive, neulinke Menschen w&uuml;rden vielleicht auch von einer gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit sprechen, hier gegen ukrainische M&auml;nner zwischen 20 und 30 Jahren, womit das ganze auch eine sexistische Komponente erh&auml;lt.<\/p><p>M&uuml;nkler ist mir schon im Zusammenhang mit dem &ldquo;Manifest f&uuml;r Frieden&rdquo; von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer (Februar 2023) negativ aufgefallen. Dieser Initiative begegnete er in einem Interview mit dem K&ouml;lner Stadtanzeiger sehr ablehnend und feindselig mit folgenden diffamierenden Zuschreibungen: &ldquo;gewissenlos&rdquo;; &ldquo;mit kenntnislosem Dahergerede Putins Gesch&auml;ft betreiben&rdquo;; &ldquo;Desavouierung des Grundanliegens der Friedensbewegung&rdquo;, &ldquo;Nivellierung der Kategorien von Angriff und Verteidigung, wodurch Pazifismus zur puren Unterwerfungsbereitschaft gemacht werde, was er aber nie gewesen sei&rdquo;; &ldquo;Ende der politisch ernstzunehmenden Friedensbewegung&rdquo;.<\/p><p>Es ist nicht leicht in die Psyche dieses emeritierten Politologen und Historikers einzudringen. Woher kommt diese erschreckende Empathielosigkeit? Er hat ja seine Dissertation Ende&nbsp; der 1970er Jahre &uuml;ber Niccolo Machiavelli (1469 &ndash; 1527) geschrieben und damit im damaligen Wissenschaftsbetrieb f&uuml;r einiges Aufsehen gesorgt. Ich bin hier kein Experte, aber unter Macchiavellismus wird ja gemeinhin eine Auffassung und ein Verhalten verstanden, &ldquo;das zwar raffiniert aber ohne ethische Einfl&uuml;sse von Moral und Sittlichkeit die eigene Macht und das eigene Wohl als Ziel sieht.&rdquo; ( Deutsche Wikipedia)&nbsp; So scheint es mir, dass er sich bei der Formung seiner eigenen Auffassung vom Menschen, vom Leben, von der Gesellschaft und von Politik die Ansichten dieser historischen Pers&ouml;nlichkeit zu sehr zu eigen gemacht hat.<\/p><p>Schlie&szlig;lich kann ich mir auch gut vorstellen, dass 1942 in der Villa der Wannseekonferenz zu Beginn der Satz gefallen ist: Die Endl&ouml;sung der Judenfrage &ndash; wenn das die Voraussetzung ist f&uuml;r den Endsieg, dann muss man sich damit besch&auml;ftigen.<\/p><p>Peter Werner<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><blockquote><p>&ldquo;Auf dem Stuhl sitzt dem Auge nach ein Biedermann. Aus dem Munde aber kommen wohlgesetzte Worte, die dem Ungeheuerlichen mit den Weg ebnen&hellip;&rdquo;<\/p><\/blockquote><p>Kann es sein, dass die Apathie im Volk gegen&uuml;ber der unmittelbar drohenden Gefahr einer Eskalation des Ukraine Krieges eine Ursache darin hat, dass ein gro&szlig;er Teil der Bev&ouml;lkerung nur den Biedermann in den Kriegshetzern sieht, weil dieser Teil sich weigert, dem Ungeheuerlichen, dem die Kriegshetzer den Weg ebnen mit eben diesen Biederm&auml;nnern in Verbindung zu bringen? Ein gro&szlig;er Teil des Volkes, wenn nicht gar die Mehrheit scheint immer noch zu glauben, dass die sogenannten &ldquo;Eliten&rdquo; in Politik, Wissenschaft und Kultur grunds&auml;tzlich konstruktive und dem Allgemeinwohl dienende Ziele verfolgen (von gelegentlichen Korruptionsf&auml;llen und dem Lobbyismus Problem einmal abgesehen). Diese Menschen wollen der Tatsache nicht ins Auge sehen, dass viele Subjekte dieser sogenannten &ldquo;Eliten&rdquo; schlicht und ergreifend Verbrecher sind (wovon ich &uuml;berzeugt bin, seitdem diese sogenannten &ldquo;Eliten&rdquo; bereit waren, das ganze Volk auf &uuml;bergeordneter Ebene sogar die ganze Weltbev&ouml;lkerung zur Teilnahme an einem unfassbar verbrecherischen medizinischen Experiment zu zwingen), weil diese Erkenntnis ein Ausgeliefertsein an diese Verbrecher impliziert. Den damit verbundenen Gef&uuml;hlen von Ohnmacht und Wut m&ouml;chte man sich ungern stellen. Daher ist die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung ziemlich passiv gegen&uuml;ber dem Ungeheuerlichen, was uns droht und w&auml;hlt sogar noch mit gro&szlig;er Mehrheit die Parteien, welche auf eine Kriegseskalation zusteuern. Man mu&szlig; sich den Gef&uuml;hlen von Ohnmacht und Wut stellen, um gegen deren Ursachen aufbegehren zu k&ouml;nnen. Dieser Schritt ist von den meisten Menschen wohl noch nicht vollzogen. Noch ist es nicht zu sp&auml;t das Ruder herumzurei&szlig;en, aber der Zeitpunkt, ab dem es zu sp&auml;t sein wird, kann sehr schnell kommen.<\/p><p>Beim Lesen des Satzes &uuml;ber den Biedermann f&auml;llt einem nat&uuml;rlich sofort Hannah Arendts Buch von der Banalit&auml;t des B&ouml;sen ein. Auch vor dieser Assoziation schrecken viele Menschen zur&uuml;ck, weil sie sich einfach nicht vorstellen wollen, dass sich das abgrundtief B&ouml;se der NS Zeit in der Maske des Biedermanns von heute wiederholen k&ouml;nnte. Dabei k&ouml;nnte im Atomzeitalter das B&ouml;se in Gestalt des Biedermanns alle Gestalten des B&ouml;sen in der Vergangenheit in den Schatten stellen.&nbsp;<\/p><p>Auch wenn es thematisch nicht in diesen Kontext geh&ouml;rt m&ouml;chte ich vor diesem Hintergrund noch die unertr&auml;gliche Heuchelei des durch die Ampel inszenierten &ldquo;Kampfes gegen rechts&rdquo; erw&auml;hnen. Verbrecher, die bereit sind, andere Menschen zu zwingen, in den sicheren Tod zu gehen inszenieren sich hier als K&auml;mpfer gegen Rechts. Man kann gar nicht so viel essen&hellip;.&nbsp;<\/p><p>Dank an die NDS daf&uuml;r, dem Ungeheuerlichen nicht auszuweichen.<\/p><p>D.Insinger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Marcus Kl&ouml;ckner kommentiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116593\">in diesem Beitrag<\/a> eine &Auml;u&szlig;erung des Politikwissenschaftlers und Historikers Herfried M&uuml;nkler aus einem Gespr&auml;ch mit dem Journalisten Gabor Steingart zum Krieg in der Ukraine. Die Frage, ob deutsche Bodentruppen in die Ukraine geschickt werden sollen, habe der Wissenschaftler der Humboldt Universit&auml;t Berlin u.a. so beantwortet: Nicht, &bdquo;solange es noch ukrainische M&auml;nner<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116879\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-116879","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/116879","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=116879"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/116879\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":116882,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/116879\/revisions\/116882"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=116879"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=116879"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=116879"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}