{"id":116898,"date":"2024-06-19T15:00:59","date_gmt":"2024-06-19T13:00:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116898"},"modified":"2024-06-19T15:48:07","modified_gmt":"2024-06-19T13:48:07","slug":"leserbriefe-zu-regierungssprecher-zu-kanzler-ausruf-slava-ukraini-kontext-hat-sich-massiv-gewandelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116898","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eRegierungssprecher zu Kanzler-Ausruf \u201eSlava Ukraini!\u201c: \u201eKontext hat sich massiv gewandelt\u201c\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116674\">In diesem Beitrag<\/a> weist Florian Warweg darauf hin, dass er bei der Bundespressekonferenz Regierungssprecher Steffen Hebestreit befragte, aus welcher Motivation heraus Bundeskanzler Olaf Scholz seine Rede am 11. Juni anl&auml;sslich der sogenannten &bdquo;Ukraine Recovery Conference&ldquo; mit der umstrittenen Gru&szlig;formel &bdquo;Slava Ukraini&ldquo; (Ruhm der Ukraine) abgeschlossen hat. Die aufgezeigte historische Verankerung und Konnotation des Slogans als Gru&szlig; der nachweislich faschistischen und antisemitischen &bdquo;Organisation Ukrainischer Nationalisten&ldquo; habe Regierungssprecher Steffen Hebestreit nicht verneint, jedoch argumentiert, der Kontext habe sich &bdquo;doch massiv gewandelt&ldquo;. Das sei jedoch laut Warweg nur ein &bdquo;rhetorischen Taschenspielertrick&ldquo; des Kanzlersprechers. Wir danken f&uuml;r die zahlreichen und interessanten Leserbriefe. Es folgt nun eine Auswahl, zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Warweg,<\/p><p>Ihre Anfrage verdeutlicht, dass sich die Damen und Herren der BPK die jeweilige Deutung von Nazi-Parolen so zurecht legen, dass sie in die &bdquo;Zeitenwende&ldquo; und die damit verbundene Ampel- Propaganda passen. Ganz anders die Aufregung z.B. zum Ruf &bdquo;Alles f&uuml;r Deutschland&ldquo;, was ein &bdquo; verbotener Slogan&ldquo; sei, weil er von der SA stamme. Vor dem Zugriff der mobilisiert aufgeregten Staatsanwaltschaft hatte kein Mensch gewusst, dass dies ein Nazi-konnotierter, den &bdquo;demokratischen Rechtsstaat delegitimierender Ausruf&ldquo; sei, nachdem sich doch seit Gr&uuml;ndung der SA in der Weimarer Republik der Kontext massiv ge&auml;ndert hat.<\/p><p>Carpe Diem,<br>\nReinhold Lang<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Warweg,<\/p><p>sehr geehrtes NDS-Team,<\/p><p>es ist doch immer wieder erstaunlich, mit welchen Klimmz&uuml;gen man Aussagen so hinbiegen kann, dass sie ins Konzept passen. &bdquo;Ich wei&szlig;, dass es die alte historische Konnotation auch gegeben hat, aber da hat sich der Kontext doch massiv gewandelt.&ldquo; Der muss sich dann wohl auch im Hinblick auf H&ouml;ckes Aussage: &bdquo;A&hellip; f&uuml;r D&hellip;&ldquo; gewandelt haben oder wo ist die Trennwand? Zwei Aussagen mit zeitgleichem historischem Hintergrund, beide nicht ruhmreich (in diesem historischen Kontext), einmal vom Kanzler rezitiert, einmal von einem AfD-Mitglied=Opposition und komplett unterschiedliche Auffassungen. Hier gerichtlich geahndet, dort relativiert, die neue Denk- und Handlungsweise in diesem Land: Auslegungen und Zuordnungen obliegen ausschlie&szlig;lich der Regierung und der Justiz, der Zutritt zum Raum f&uuml;r Logik ist f&uuml;r &bdquo;Unbefugte=B&uuml;rger&ldquo; verboten.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nEdgar Bauer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag,<\/p><p>bekanntlich wurde der AfD-Mann H&ouml;cke k&uuml;rzlich zu 13.000 &euro; Strafe verurteilt, weil er eine faschistische SA-Parole: &ldquo;Alles f&uuml;r Deutschland&rdquo; verwendet hat.<\/p><p>Im Hinblick auf GG, Artikel 3 (1): &ldquo;Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich&rdquo;, stellt sich nun hier die Frage, warum da jetzt wg. der &ouml;ffentlichen Verwendung einer ebenfalls faschistischen Parole und in Bezug auf das Gleichheitsprinzip vermutlich keine Bestrafung stattfinden wird. Siehe dazu auch im Anhang.<\/p><p>Daf&uuml;r, da&szlig; ein deutscher Bundeskanzler sich f&uuml;r so etwas hergibt, sch&auml;mt man selbst sich als Deutscher in Grund und Boden; denn es wird da doch seitens deutscher Politik quasi auf indirekte Weise best&auml;tigt, da&szlig; man gegen die zweifelsfrei in der Ukraine vorliegenden faschistischen Tendenzen keine Einw&auml;nde hat.<\/p><p>Bester Gru&szlig;<br>\nW. C.<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/240618_-lbs-Gleichheit_vor_dem_Gesetz.pdf\">Anhang &ndash; Gleichheit vor dem Gesetz [PDF]<\/a><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte NDS,<\/p><p>in der Argumentation von Herrn Hebestreit liegt wieder die Unterscheidung zwischen guten und schlechten Faschisten\/Nazis vor. Denn, wenn eine ukrainische nationalistische\/faschistische Parole, die ge&auml;chtet wird, durch einen neuen &ldquo;historischen&rdquo; Kontext auf einmal wieder &ldquo;ok&rdquo; ist, dann k&ouml;nnen wir f&uuml;r die Zukunft Deutschlands annehmen, dass, wenn sich der historische Kontext von Deutschland &auml;ndern w&uuml;rde, dass es dann auch wieder &ldquo;ok&rdquo; w&auml;re &ldquo;Sieg heil&rdquo; zu rufen, weil sich Dinge ja nun mal &auml;ndern. Und das w&auml;re dann ja auch folgerichtig, weil die Nazis dann ja gute Nazis sind, weil sie ja Deutschland verteidigen. (Gegen wen auch immer). Gute Nazis, schlechte Nazis. Doppelstandards. Man reiche mir mein W&uuml;rgebeh&auml;ltnis&hellip;<\/p><p>Ein besonderes Lob hier noch einmal an Herrn Warweg, der dementsprechend auch gleich hervorragend nachfragte, ob die Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung den dazugeh&ouml;rigen Geschichtsrevisionismus schon geplant hat.<\/p><p>lg Andre Klein<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Geehrtes Nachdenkseiten Team,<\/p><p>danke f&uuml;r Ihre Aufmerksamkeit und Recherche bzgl. des Slogans.<\/p><p>Ohne die Kasperl der AfD &amp; Co mit ihrem mehr als fragw&uuml;rdigen nationalen Pathos legitimieren zu wollen, wird aber doch auch hier wieder die Doppelmoral und Scheinheiligkeit des Politik-Betriebs offensichtlich:<\/p><p>W&auml;hrend sich alle &uuml;ber den Ausspruch &bdquo;Alles f&uuml;r Deutschland&ldquo; ereifern weil die altbackenen Rechten damit z&uuml;ndeln und provozieren wollen, wird im Zusammenhang mit der Ukraine ein genau so historisch belasteter Ausspruch von eben auf jetzt als positiv und en-Vogue umgedeutet. Mehr Doppelmoral geht wohl kaum zumal die Ukraine ganz eindeutig auch schon vor dem Kriegsbeginn ein rechts-nationales &bdquo;Thema&ldquo; hatte.<\/p><p>Auch vor dem Hintergrund der deutschen Verantwortung gegen&uuml;ber der russischen Opfer im zweiten Weltkrieg erscheint das abfeiern von faktisch faschistischen Slogans erneut ein weiterer Eskalationsfunke. <\/p><p>Und zu guter Letzt: Was sagt eigentlich die j&uuml;dische Gemeinschaft bzw. die Antisemtismusbeauftragte bzw. Israel selbst zur Nutzung solcher Slogans die schon bei den Pogromen gegr&ouml;lt wurden? Auf einmal alles nicht mehr so schlimm? War ja nur der Olaf der &bdquo;uns&ldquo; brav mit Waffen versorgt und &bdquo;uns&ldquo; unbeirrbar den R&uuml;cken st&auml;rkt wenn er erkl&auml;rt das die 35000 zivilen Opfer in Gaza unter Einhaltung des V&ouml;lkerrechts tot gebombt wurden?<\/p><p>Abstrus. Schauerlich. Traurig.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nFrank Stelzel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag,<\/p><p>Danke f&uuml;r Florian Warweg wegen der Nachfrage wegen dem Faschistengru&szlig; &ldquo;Slava Ukraini&rdquo; der vollst&auml;ndig &bdquo;Slava Ukrajini &ndash; Herojam Slava&ldquo;. Vielleicht w&auml;re es auch gut gewesen, die deutsche &Uuml;bersetzung &ldquo;Ruhm der Ukraine &ndash; Ruhm den Helden&rdquo; gleich mitzuliefern und zu fragen, warum -Kontext hin oder her &ndash; sich hier der sprachliche Inhalt des Slogans ge&auml;ndert haben soll und wo denn der gro&szlig;e Unterschied zu &ldquo;Sieg Heil&rdquo; sein soll. Und schlie&szlig;lich, k&ouml;nnten dann gem&auml;&szlig; der Postion der deutschen Bundesregierung nicht auch deutsche Nationalisten und Rechtsextremisten argumentieren, dass auch bei &ldquo;Sieg Heil&rdquo; sich &ldquo;der Kontext&rdquo; ge&auml;ndert habe und somit die Gru&szlig;formel &ldquo;Sieg Heil&rdquo; ebenso wie &ldquo;Slava Ukraina&rdquo; harmlos geworden sei?<\/p><p>Bei Gelegenheit: Der Fraktionsf&uuml;hrer von Selenskij, Mykyta Poturajew, der auch der Delegationsleiter der Ukraine bei der OSZE ist, hat im &ouml;sterreichischen Nationalrat von der Besuchergallerie aus seine Hand kurz zum Hitlergru&szlig; erhoben. Vor dem Parlament sprach zudem NEOS-Agbeordneter und Ex-Kurier-Chefredakteur Helmuth Brandst&auml;tter auf einer proukrainischen Demo,&nbsp; w&auml;hrend hinter ihm auf einem Fahnenmast des Parlaments die rot-schwarze &ndash; Blut und Boden symolisierende &ndash; faschistische OUN-B Fahne flatterte.<\/p><p><a href=\"https:\/\/tkp.at\/2023\/02\/28\/hitlergruss-im-oesterreichischen-parlament\/\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">tkp.at\/2023\/02\/28\/hitlergruss-im-oesterreichischen-parlament\/<\/a><\/p><p>Der ukrainische Delegationsleiter bei der OSZE hat &uuml;brigens schon l&auml;nger vorher erkl&auml;rt, dass &bdquo;eine Atombombe der effektivste Weg&ldquo; sei, &bdquo;um Probleme mit Russland ein f&uuml;r alle Mal zu l&ouml;sen&ldquo; und war &ndash; laut faz &ndash; im ukrainischen Parlament durch die Meinung aufgefallen, Frieden g&auml;be es erst, wenn alle 44 Abgeordneten der gr&ouml;&szlig;ten und auch russenfreundlichen Oppositionspartei erschossen werden.<\/p><ul>\n<li><a href=\"https:\/\/censor.net\/ru\/news\/3179031\/atomnaya_bomba_eto_naibolee_effektivnyyi_sposob_reshit_problemy_s_rf_raz_i_navsegda_sluga_naroda_poturaev\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">censor.net\/ru\/news\/&hellip;navsegda_sluga_naroda_poturaev<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/umstrittenen-aeusserungen-handgemenge-im-ukrainischen-parlament-17393994.html\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">faz.net\/aktuell\/politik\/umstrittenen-aeusserungen-handgemenge-im-ukrainischen-parlament-17393994.html<\/a><\/li>\n<\/ul><p>Beides hatte im &Ouml;sterreichischen Nationalrat keinerlei Konsequenzen.&nbsp; Auf eine Anfrage nach Auskunftspflichtgesetz hin teilte die Parlamentsdirektion immerhin mit, dass der Sachverhalt an die Staatsanwaltschaft weiter geleitet wurde. Weitere Folgen sind mir aber nicht bekannt &hellip;<\/p><p>Besonders peinlich ist f&uuml;r mich, wenn &ldquo;Gr&uuml;ne&rdquo; und &ldquo;Linke&rdquo; sich als &ldquo;Antifaschist*innen&rdquo; aufspielen, &ldquo;die Demokratie retten&rdquo; wollen, und trotzdem durch beharrliches Ausblenden der (ultra)nationalistischen bis rechtsextremen Str&ouml;mungen in der Ukraine sozusagen gemeinsam Seite an Seite mit Rechtsextremisten gegen den alten Feind Russland verbal in den Krieg ziehen (und die anderen an der Front verbluten lassen bzw. die Steuerzahler im eigenen Land daf&uuml;r zahlen lassen) anstatt endlich alles zu tun, um endlich h&auml;nderingend einen Ausweg aus diesem wahnwitzigen Krieg zu suchen.<\/p><p>Hannah Ahrendt merkte mit ihrem trockenen Humor im Klassiker &ldquo;Elemente und Urspr&uuml;nge totaler Herrschaft&rdquo; auf Seite 694 kurz an: &ldquo;Jedenfalls wissen wir von dem letzten Krieg, da&szlig; Hitler, wenn er nur gewollt h&auml;tte, sich nicht in Partisanenk&auml;mpfe aufreiben lassen m&uuml;ssen und zumindest die Ukrainer als recht verl&auml;ssliche Bundesgenossen h&auml;tte gewinnen k&ouml;nnen.&rdquo; (Anm.: korrekterweise h&auml;tte Ahrendt nat&uuml;rlich von &ldquo;die ukrainischen Nationalisten&rdquo; schreiben m&uuml;ssen)<\/p><p>Mit friedensbewegten und antifaschistischen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nMag. Ing. Martin Mair<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS , hoch gesch&auml;tzter Florian Warweg ,<\/p><p>ein deutscher Bundeskanzler<\/p><p>gr&ouml;lt vor den Augen und Ohren der Welt&ouml;ffentlichkeit &rdquo; Slava Ukraini&rdquo; .<\/p><p>Ist das nur ekelerregend , oder vielmehr Angst einfl&ouml;ssend ?<\/p><p>Er tut es nicht aus Unwissenheit oder Dummheit , sondern in Kenntnis der Historie . Das best&auml;tigt sein Regierungssprecher .<\/p><p>Nur m&uuml;sse man die eben an die&nbsp;<\/p><p>aktuellen Gegebenheiten anpassen.<\/p><p>Das meint wohl die geforderte Kriegst&uuml;chtigkeit des teutschen Volkes .<\/p><p>Warum also nicht gleich : Sieg Heil , mein Selensky ! Ich , der Bundeskanzler , &uuml;bergebe dir den Staatshaushalt und die Bundeswehr &hellip; das meiste hast du ja schon eingefordert .<\/p><p>Es ist , wie Herr M&uuml;ller es dargelegt hat . Wir werden von Verbrechern und Totschl&auml;ger regiert . Sie begehen t&auml;glich Hoch &ndash; und Landesverrat .<\/p><p>Wir sollten nur nicht den Fehler machen und sie schlicht f&uuml;r Dummk&ouml;pfe halten .<\/p><p>Sie sind gef&auml;hrlich und bedrohen jeden Tag mehr unser Leben bzw. &Uuml;berleben .<\/p><p>Bleiben Sie weiter so aktiv und informativ .<\/p><p>Mit den besten W&uuml;nschen ,&nbsp;<br>\nU. Meyer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p><p>Hieraus ergeben sich viele Fragen:<\/p><p>Wird nun eine Staatsanwaltschaft von Amts wegen Anklage gegen Bundeskanzler Scholz erheben, weil er die nachweislich faschistische Parole (so die Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung) &bdquo;Slava Ukraini!&ldquo; ge&auml;u&szlig;ert hat?<\/p><p>Wird eine Staatsanwaltschaft auch gegen den Regierungssprecher Anklage erheben, weil dieser behauptet, &bdquo;der Kontext (jener Parole) hat sich massiv gewandelt&ldquo;?<br>\nWird ihnen als Straftatbestand vorgeworfen, &bdquo;den Nationalismus zu verharmlosen&ldquo;?<br>\nOder wird statt dessen ausgerechnet derjenige, der dem Bundeskanzler vorwirft, dass dieser jene faschistische Parole verwendet hat, angeklagt, nat&uuml;rlich wegen &bdquo;Verharmlosung des Nationalsozialismus&ldquo; und obendrein wegen &bdquo;Beleidigung&ldquo; sowie wegen Verletzung der &bdquo;individuellen Sicherheit&ldquo; des Bundeskanzlers und des Schutzgutes des &bdquo;&ouml;ffentlichen Friedens&ldquo;?<\/p><p>Dass die Meinungsfreiheit inzwischen nicht &bdquo;nur&ldquo; mittels Sch&uuml;ren von Feindbildern, sondern obendrein auch mittels Strafgesetzen immer extremer eingeschr&auml;nkt wird, sowohl bei Corona wie auch beim Ukrainekrieg und Gazakrieg, ist eine ganz gef&auml;hrliche Entwicklung. Nat&uuml;rlich darf niemand &ouml;ffentlich die Bef&uuml;rchtung &auml;u&szlig;ern, dass dies zum Faschismus f&uuml;hren k&ouml;nnte, denn das w&auml;re ja schon wieder jene neu konstruierte Straftat, n&auml;mlich &bdquo;Verharmlosung des Faschismus.&ldquo;<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJ. M.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Warweg!<\/p><p>Bei der Er&ouml;ffnung der Ukraine Recovery Conference am 11. Juni 2024 in Berlin endete die Rede des Bundeskanzlers mit den Worten: &bdquo;It&rsquo;s in the people!&ldquo; Willkommen in Berlin! &bdquo;Slava Ukraini!&ldquo;<\/p><p>Bei einer Wahlveranstaltung im sachsen-anhaltinischen Merseburg am 29. Mai 2021 beendete der Faschist H&ouml;cke seine Rede mit den Worten &bdquo;Alles f&uuml;r unsere Heimat, alles f&uuml;r Sachsen-Anhalt, alles f&uuml;r Deutschland.&ldquo;<\/p><p>Die Sprechmuster &auml;hneln sich erheblich und die Konnotation (Nebenbedeutung) ist in beiden F&auml;llen nicht nur vorhanden sondern weist auch jeweils in die gleiche faschistische Richtung, ob gewollt oder ungewollt ist interpretierbar.<\/p><p>H&ouml;cke wurde j&uuml;ngst f&uuml;r seine Wortwahl zu einer Strafe von 100 Tagess&auml;tzen a 130 &euro; verurteilt, da die Benutzung der Parole &bdquo;Alles f&uuml;r Deutschland&ldquo; den Straftatbestand des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen erf&uuml;llt.<\/p><p>Der Bundeskanzler wird nat&uuml;rlich nicht angeklagt und verurteilt werden, da der Spruch &bdquo;Slava Ukraini!&ldquo; durch die deutsche Jurisdiktion nicht erfasst wird.<\/p><p>Es macht allem Anschein nach eben doch einen Unterschied, ob man fr&uuml;her Geschichte und Sport oder Jura studiert hat!<\/p><p>mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nPeter Schulz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Florian Warweg,<\/p><p>Herzlichen Dank f&uuml;r Ihre Frage in der Bundespressekonferenz und den dazugeh&ouml;rigen Artikel auf den NachDenkSeiten. &bdquo;Slava Ukraini&ldquo; aus dem Hals unseres Bundeskanzlers &ndash; das ist mir schon l&auml;nger &uuml;bel aufgesto&szlig;en, nach dem Maidan-Putsch geh&ouml;rte der Spruch zu Azov &amp; Co. wie das Hakenkreuz zum Nazi. Hebestreit will uns stattdessen eine &bdquo;freie, demokratische und auch europ&auml;ische Ukraine&ldquo; verkaufen&hellip; ausgerechnet: das korrupteste Land Europas, in dem Minderheiten blutig verfolgt und Oppositionsparteien verboten werden, das Todeslisten f&uuml;hrt und in dem gef&uuml;hlt jede zweite Stra&szlig;e nach einem faschistischen Terrorpaten benannt wird?<\/p><p>Das &bdquo;Slava Ukraini&ldquo; wird Scholz von Andrej Melnyk gelernt haben, bekennender Fan des Stepan Bandera und ehemaliger ukrainischer Botschafter in Berlin. Kleiner Exkurs: Das &bdquo;ehemalig&ldquo; im Titel hat Melnyk dem Tilo Jung zu verdanken, der Ihnen nicht gr&uuml;n ist &ndash; Ehre wem Ehre geb&uuml;hrt. Immerhin hat Hans Jessen &ndash; sein Mentor &ndash; Ihnen neulich in einer BPK beigestanden &ndash; ein Umstand, den ich als gutes Anzeichen f&uuml;r einen m&ouml;glichen Klimawandel sehe, obwohl der Umgang mit einem Narzissten naturgem&auml;&szlig; schwierig bleiben wird.<\/p><p>Zur&uuml;ck zur ukrainischen Heilsformel: Hebestreit hat nat&uuml;rlich Recht, &bdquo;dass es sehr, sehr viele sind &ndash; auch westliche F&uuml;hrerinnen und F&uuml;hrer &ndash; die diesen Ruf benutzen&ldquo;. Genau wie 1936 bei den olympischen Sommerspielen in der Reichshauptstadt Berlin &ndash; allerdings wurden damals weder der F&uuml;hrer noch sein Ruf ordentlich gegendert. Im Online-Magazin Telepolis hat Petra Erler am 5. M&auml;rz d.J. den Sachverhalt sch&ouml;n auf den Punkt gebracht:<\/p><p>&raquo;Jedoch ist es unbestreitbar, dass hierzulande geschichtliche Erinnerung schon so verschroben ist, dass es einem graust. Es ist falsch verstandene Solidarit&auml;t mit der Ukraine, &bdquo;&#1057;&#1083;&#1072;&#1074;&#1072; &#1059;&#1082;&#1088;&#1072;&#1111;&#1085;&#1110;&ldquo; nachbeten, denn es ist deren historisches &bdquo;Heil Hitler&ldquo;&laquo;<\/p><p>Fehlt nur noch, dass der &bdquo;Slava Ukraini&ldquo;-Kanzler sich gemeinsam mit unserer Ministrantin des &Auml;u&szlig;ersten an die Spitze einer Gro&szlig;demo &bdquo;Gegen Rechts&ldquo; setzt! Satire? Nein, am 14. Januar 2024 demonstrierten diese beiden Spitzenpolitiker in Potsdam ihre kognitive Dissonanz: Beruflich auf der Bandera-Fanmeile unterwegs, aber am Sonntag mit dem Finger auf die Rechten zeigen&hellip; Herr Regierungssprecher: wie passt das zusammen? Dank Florians beharrlicher Fragerei wissen wir es jetzt: Es ist der Kontextwandel! H&auml;tte die alte Koksnase Zelensky mir was von seinem Stoff abgegeben, w&auml;re ich auch von selbst drauf gekommen&hellip;<\/p><p>Mit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nmatthias burghardt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Warweg,<\/p><p>einfach unfassbar, was der Regierungssprecher hier entgegnet. Im Grunde liefert er hier ein Pr&auml;zedenzfall (oder soll ich lieber sagen Pr&auml;sidenzfall) f&uuml;r eine Rechtfertigung rechtsextremer &Auml;u&szlig;erungen. So k&ouml;nnten beispielsweise &Auml;u&szlig;erungen wie &ldquo;Sieg Heil&rdquo; etc. mit dem Hinweis gerechtfertigt werden, dass sich ja der Kontext massiv gewandelt h&auml;tte. Da es heute aus Gr&uuml;nden des Selbstschutzes vor juristischer Verfolgung geboten scheint, m&ouml;chte ich ausdr&uuml;cklich darauf hinweisen, dass das beispielsweise genannte Zitat selbstverst&auml;ndlich nicht meiner politischen Orientierung entspricht.<\/p><p>Mit den besten W&uuml;nschen f&uuml;r weiterhin gute Nerven angesichts der &ldquo;kreativen&rdquo; Antworten der Papageien im BPK Plenum<\/p><p>D.Insinger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Nachdenkseiten,&nbsp;<\/p><p>ich hab mir angeschaut, was&nbsp;bei Wikepedia zu dem Ausspruch steht. Der Ausspruch wurde und wird in mehreren Bedeutungen und Zusammenh&auml;ngen verwendet.<\/p><p>Die Nachdenkseiten suchen sich halt eine Bedeutung, einen Zusammenhang, heraus, um Kritik zu &uuml;ben. Also eher&nbsp;Kritik&nbsp;um der Kritik willen.&nbsp;&nbsp;<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p><p>Martin H&uuml;lsmann&nbsp;<\/p><p><em><strong>Anmerkung Florian Warweg:<\/strong> Lieber Herr H&uuml;lsmann,&nbsp;<\/em><\/p><p><em>wollen Sie wirklich die anonyme Darstellung bei Wikipedia, &uuml;ber die Bewertungen von renommierten deutschen und israelischen Historikern stellen, die bez&uuml;glich der Herkunft und Entwicklung des Slogans zu einem klaren Urteil kommen?&nbsp;<\/em><\/p><p><em>Die Darstellung der Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung ist ja bereits im Artikel verlinkt. Anbei noch die entsprechende historische Ableitung von &bdquo;Slava Ukraini&ldquo; durch einen israelischen Historiker:&nbsp;<\/em><\/p><p><em><a href=\"https:\/\/www.israelnationalnews.com\/news\/250746\">Fascist salutes: Does it matter anymore?<\/a><\/em><\/p><p><em>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/em><br>\n<em>Florian Warweg<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Danke daf&uuml;r, Herr Warweg, dass Sie und wie Sie diese Geschichtsblindheit und Andienerei unseres Regierungsoberhaupts angesprochen haben.<\/p><p>Heil oder Ruhm darf also jederzeit gesagt werden. Aber nur wenn es um die Ukraine geht. Alles f&uuml;r Th&uuml;ringen und d&ouml;p-di-de ist dagegen strafbewehrt. Ich w&uuml;sste nicht, wo man sich sonst auf der Welt mit Heil oder Ruhm f&uuml;&#341; das Land begr&uuml;&szlig;t. Jedenfalls habe ich den Bundeskanzler noch nicht &ldquo;vive la France&rdquo; oder &ldquo;god save the queen&rdquo; rufen h&ouml;ren.&nbsp; In Deutschland kennt man so einen Alltagsgru&szlig; mit Bezugsperson aus der Nazi-Zeit.<\/p><p>Damals gr&uuml;&szlig;te man mit ausgestrecktem Arm. Diese Geste sieht man auch h&auml;ufig auf Bildern von Fackelz&uuml;gen in der Ukraine.&nbsp; Mir fiel sie schon unangenehm bei der &Uuml;bertragung des Eurovsions-Wettbewerbs 2022 auf, als die Mitglieder der siegreichen ukrainischen Gruppe Kalush damit von der B&uuml;hne in den back-stage Bereich schritten. Aber auch als die&nbsp; Moderatorin am Schluss damit und einem&nbsp; slava ukrajna&rdquo; die&nbsp;Sieger verabschiedete.&nbsp;<\/p><p>Man darf gespannt sein, ob sich der Kontext beim ausgestreckten Arm -sagen wir bis zum n&auml;chsten Besuch Sekenskijs in Berlin- auch ge&auml;ndert hat und wir dann den Bundeskanzler samt Kabinett in strammer Positur sehen.&nbsp;<\/p><p>Besten Gru&szlig;<br>\nL. Salomons&nbsp;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Warweg,<\/p><p>danke f&uuml;r Ihre Arbeit. Jedoch wundert mich der Relativierungsversuch von Hebestreit nicht im Mindesten. In Deutschland herrschen nun mal Doppelstandards, wo man hinsieht:<\/p><p>&bdquo;alles f&uuml;r Deutschland&ldquo; im aktuellen Kontext, ausgesprochen von H&ouml;cke = voll Nazi<\/p><p>&bdquo;Slava Ukraini&ldquo; im aktuellen Kontext, ausgesprochen von Scholz = nicht Nazi<\/p><p>Ich bin gespannt, ob und ab wann der deutsche Nazi- Gru&szlig; &bdquo;Sieg Heil&ldquo; in einem neuen Kontext bewertet wird. Sp&auml;testens, wenn die Bundeswehr gen Osten marschiert?<\/p><p>Die Verlogenheit dieser Bundesregierung ekelt mich mit jedem Tag mehr an, den diese Regierung existiert.<\/p><p>&mdash;<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;ssen<br>\nRalf Binde<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>15. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Florian Warweg,<\/p><p>danke, dass Sie die Herkunft und aktuelle Renaissance dieses nationalistischen Schlachtrufs in der BPK thematisiert haben. Mittlerweile haben ja sowohl Herr Steinmeier als auch Frau Bas und Herr Scholz diesen Satz gesagt, z.T. sogar mehrfach. Zuletzt ist es mir bei der Bundestagspr&auml;sidentin anl&auml;sslich der erneuten Jubelfeier f&uuml;r den ukrainischen Pr&auml;sidenten im Deutschen Bundestag &uuml;bel aufgesto&szlig;en.<\/p><p>Man muss sich das einmal vergegenw&auml;rtigen:<\/p><p>Die drei protokollarisch h&ouml;chsten Repr&auml;sentanten Deutschlands wiederholen mit anbiederndem Pathos den Schlachtruf der ukrainischen Nationalisten, die im 2. WK mit den Nazis paktiert und sich sogar am Holocaust beteiligt haben. Zu unserem gro&szlig;en Gl&uuml;ck verzichtet man dabei heute auf das damals &uuml;bliche Erheben des rechten Arms zum faschistischen Gru&szlig;, sorry f&uuml;r meinen Zynismus.<\/p><p>Die Verteidigung des Regierungssprechers ist derma&szlig;en haneb&uuml;chen, dass ich darauf gar nicht erst eingehen m&ouml;chte.<\/p><p>Schlimm genug, dass diese Parole von der Ukraine wieder vom M&uuml;llhaufen der Geschichte zur&uuml;ckgeholt wurde. Deutschen Repr&auml;sentanten d&uuml;rften diese Worte aber niemals &uuml;ber die Lippen gehen.<\/p><p>Was f&uuml;r eine instinktlose und unverzeihliche Geschichtsvergessenheit unserer Politprominenz!<\/p><p>Peter Sauer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>16. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr gesch&auml;tzter Florian Warweg,<\/p><p>&ldquo;Zwei mal drei macht vier<br>\nWiddewiddewitt und drei macht neune,<br>\nIch mach&rsquo; mir die Welt,<br>\nWiddewidde wie sie mir gef&auml;llt&rdquo;<\/p><p>Diese, meines Erachtens (m.E.) bewusst praktizierte und m.E. extrem gef&auml;hrliche, da verharmlosende Pippi Langstrumpf Einstellung der deutschen Regierung zeigt sich m.E. nun einmal mehr im Ausspruch &ldquo;Slava Ukraini&rdquo;, der m.E. jetzt offiziell durch den Bundeskanzler und seinen Regierungssprecher &ldquo;hoff&auml;hig&rdquo; gemacht wird!<\/p><p>Das alte slawische Wort &bdquo;Slava&ldquo;, um das es geht, bedeutet &bdquo;Ehre&ldquo; oder &bdquo;Ruhm&ldquo; &ndash; so wie es die deutsche Regierung auch ausschlie&szlig;lich &uuml;bersetzt haben will. Das Problem dabei aus meiner Sicht &ndash;&nbsp; seine Urspr&uuml;nge hat der Ausruf &ldquo;Slava Ukraini&rdquo; bei den ukrainischen Faschisten um Bandera, welche die Formulierung &ldquo;Slava Ukraini&rdquo; m.E. ganz bewusst in Anlehnung an das &bdquo;Heil&ldquo; der Nazis gew&auml;hlt sowie genutzt haben und dazu nach dem deutschen Vorbild auch den rechten Arm gehoben haben.<\/p><p>Die Rechtfertigung des Regierungssprechers zur heutigen, m.E. vermeintlich bedenkenlosen Benutzung des Ausspruchs durch den Bundeskanzler mit der Begr&uuml;ndung &ldquo;&hellip;aber da hat sich der Kontext doch massiv gewandelt.&ldquo; ist m.e. nicht nur extrem gef&auml;hrlich und verharmlosend sondern m.E. auch &uuml;berhaupt nicht haltbar! Denn mit der selben &ldquo;Argumentation&rdquo; gedacht w&uuml;rde das m.E. ja bedeuten (so meine Wahrnehmung), das ich heute bedenkenlos z.B. &ldquo;Heil Deutschland&rdquo; rufen\/aussprechen d&uuml;rfte, da im heutigen, besten und demokratischsten Deutschland aller Zeiten sich &ldquo;der Kontext&rdquo; ja auch massiv gewandelt hat!<\/p><p>Auch der Erkl&auml;rungsversuch, der konnotierte Ausspruch &ldquo;Slava Ukraini&rdquo; sei heute nur auf die &ldquo;Helden&rdquo; des Maidan Putsches bezogen wirkt mit Blick auf die m.E. politische Wirklichkeit in der Ukraine hilflos und unglaubw&uuml;rdig!<\/p><p>Schlu&szlig;endlich passt diese aktuelle, m.E. extrem gef&auml;hrliche und verharmlosende (Um)Deutung und Benutzung des Spruchs &ldquo;Slava Ukraini&rdquo; durch die deutsche Regierung (hier in Person des Regierungssprechers) sehr gut in das gesamte Verhalten der deutschen Regierung(en) rund um die Ukraine &ndash; insbesondere seit 2014!<\/p><p>Weiterf&uuml;hrende Info`s m.E. passend zum Thema (NDR Panorama 2014): <a href=\"https:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/aktuell\/Was-hinter-der-Swoboda-Partei-steckt,ukraine359.html\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">daserste.ndr.de\/panorama\/aktuell\/Was-hinter-der-Swoboda-Partei-steckt,ukraine359.html<\/a><\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nAndreas Rommel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>17. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte NDS, sehr geehrter Herr Warweg,<\/p><p>Sie haben auf der BPK mal wieder ein Thema angesprochen, was unseren regierenden Politikern,<\/p><p>hier im Speziellen unserem Bundeskanzler, nicht so richtig angenehm ist.<\/p><p>Sie wollten erl&auml;utert haben wieso unser Bundeskanzler Olaf Scholz am 11. Juni seine Rede anl&auml;sslich der sogenannten &bdquo;Ukraine Recovery Conference&ldquo; und des Besuchs des ukrainischen Pr&auml;sidenten Wolodymyr Selenskyj mit der umstrittenen Gru&szlig;formel &bdquo;Slava Ukraini&ldquo; abgeschlossen hat.<\/p><p>Sie haben u.a. durch die Einsch&auml;tzung der Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung nachgewiesen, dass diese &ldquo;Gru&szlig;formel&rdquo; eindeutig einen faschistischen Hintergrund hat, weil er von der ukrainischen OUN-B als Schlachtruf verwendet wurde. Er war explizit ein offizieller faschistischer Gru&szlig; der Organisation.<\/p><p>Nun hat dieser faschistische Gru&szlig; durch den Regierungssprecher Steffen Hebestreit in der BPK eine wundersame Verwandlung vollzogen. &bdquo;Ich wei&szlig;, dass es die alte historische Konnotation auch gegeben hat, aber da hat sich der Kontext doch massiv gewandelt.&ldquo;sagte er. Da muss man erst einmal drauf kommen.<\/p><p>Der Herr H&ouml;cke von der th&uuml;ringischen AfD ist verurteilt wurden (zurecht), weil er einen Teil von einer SA-Parole in einer Rede verwendet hat. Es war der letzte Teil &ldquo;alles f&uuml;r Deutschland&rdquo;. Mir stellt sich nun die Frage, warum der Eine f&uuml;r die Verwendung verfassungswidriger und terroristischer Organisationen zu recht juristisch sanktioniert wird, und der Andere nicht. F&uuml;r mich ist das mal wieder ein Beispiel f&uuml;r die Doppelmoral unserer Politiker. Ich frage mich allerdings auch, wieso hier kein Protest j&uuml;discher Organisationen wegen der Verwendung solcher faschistischer Parolen kommt. Immerhin waren die ukrainischen Faschisten unter Bandera mit verantwortlich f&uuml;r die Ermordung tausender Juden. Ich verstehe es nicht. Unsere derzeitige &ldquo;F&uuml;hrungselite&rdquo; ist f&uuml;r mich verkommen. Das ist zwar hart formuliert, aber offensichtlich.<\/p><p>&mdash;<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nUlrich Kleinecke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>18. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Florian Warweg,<\/p><p>hallo Autoren der NachDenkSeiten,<\/p><p>sofern ich das richtig verstehe: Der BuKaScho (Bundeskanzler Scholz) darf Ausspr&uuml;che in die Welt setzen, die jeder halbwegs Informierte in einen klaren Zusammenhang bringt. Z.B.: Slava Ukraini: (Kontext: Bandera \/ faschistischer Gru&szlig; \/ Antisemitismus. Aber wenn ein &bdquo;stinknormaler&ldquo; B&uuml;rger antidemokratische Worte in den Mund nimmt, wird er mit der ganzen H&auml;rte des Gesetzes verfolgt.<\/p><p>Also: BuKaScho ver&ouml;ffentlicht einen klar faschistischen Gru&szlig;. Er, als intelligenter Mensch, muss wissen, in welchem Kontext dieser Gru&szlig; zu verstehen ist. Denn wenn der &bdquo;stinknormale&ldquo; B&uuml;rger das Wort &bdquo;Heil&ldquo; &ouml;ffentlich ausruft und dabei &bdquo;versehentlich&ldquo; den Arm anhebt, kann man von einer klaren Aussage und einer Bef&uuml;rwortung des Nationalsozialismus ausgehen. Daher kann man auch bei der &Auml;u&szlig;erung des BuKaScho einer Bef&uuml;rwortung des banderischen Antisemitismus ausgehen. Sofern ihm der Zusammenhang bewusst war\/ist. Und wenn ihm dieser Kontext bewusst war\/ist, kann er ja erkl&auml;ren, dass seine &Auml;u&szlig;erung in keinem Fall im banderischen Kontext steht. Oder er k&ouml;nnte gleich zur&uuml;cktreten.<\/p><p>Auch wenn sein Regierungssprecher erl&auml;utert, dass sich in diesem Fall der Kontext ge&auml;ndert hat. Nein, das hat er nicht. &bdquo;Slava Ukraini&ldquo; bleibt ein faschistischer Ausspruch. Wer diesen anwendet, der wei&szlig; das genau und stimmt damit &uuml;berein. &bdquo;Heil&ldquo; rufen und den Arm anheben steht ebenfalls in einem klar bestimmten Kontext. Das ist auch jedem bewusst.<\/p><p>Und es ist auch nicht gerade eine sinnvolle Feststellung, dass dies der BuKaScho schon im Vorfeld ausgesprochen hat. Durch st&auml;ndige Wiederholung verliert die Aussage nicht seinen Kontext.<\/p><p>Es ist vielleicht auch nur die Art der Begriffsauslegung. Jeder legt seinen eigenen Kontext an einen Begriff?!?!<\/p><p>Apropos:<\/p><p>In einem <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116346\">Artikel von den NDS<\/a> las ich, dass die Bundesregierung zwischen &bdquo;Kriegswaffen&ldquo; und &bdquo;Sonstigen R&uuml;stungsg&uuml;tern&ldquo; unterscheidet. Demnach sind &bdquo;Sonstige R&uuml;stungsg&uuml;ter&ldquo; Teile von &bdquo;Kriegswaffen&ldquo;. Man liefert also nicht komplette T&ouml;tungswaffen, sondern nur Teile davon.<\/p><p>Ob ich nun von einem im Ausland produzierten Maschinengewehr mit einem von der Bundesregierung gelieferten Schlagbolzen oder einem von vornherein kompletten Maschinengewehr erschossen werde, ist mir pers&ouml;nlich eigentlich egal. Denn verst&uuml;mmelt oder tot bin ich auf jeden Fall. Und der Schlagbolzen alleine hat mich dann ja auch nicht verletzt oder umgebracht. Und das nicht komplette Maschinengewehr kann es auch nicht gewesen sein.<\/p><p>Ich behaupte, der Schlagbolzen und das Maschinengewehr in Kooperation haben dazu beigetragen. Somit haben mich zwei &bdquo;Sonstige R&uuml;stungsg&uuml;ter&ldquo; niedergemetzelt. Beides waren keine &bdquo;Kriegswaffen&ldquo;. Jetzt trifft es meine Verwandten und Bekannten. Sie k&ouml;nnten nicht einmal geltend machen, dass ich von einer Kriegswaffe niedergestreckt wurde, sondern vom Zusammenwirken von &bdquo;Sonstigen R&uuml;stungsg&uuml;tern&ldquo;.<\/p><p>Die Steinschleuder ohne Stein bewirkt nichts Schwerwiegendes. Und der Erbauer oder Besitzer der Steinschleuder kann nicht einmal zur Verantwortung gezogen werden.<\/p><p>Nur der Benutzer der Schleuder in Verbindung mit dem Stein kann zur Verantwortung gezogen werden. Aber das w&uuml;rde die Schuldfrage am T&ouml;tungsprozess mit Waffen noch weiter f&uuml;hren (Waffen-, Munitionslieferant usw) und dem eigentlichen Thema nicht dienen.<\/p><p>Vielen Dank an Florian Warweg und die Betreiber der NachDenkSeiten f&uuml;r die wertvolle Arbeit!<\/p><p>Gru&szlig;<br>\nHolger Wixfort<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>19. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Werter Herr Warweg,<\/p><p>Sie Schlingel, Sie sind mir ja Grimme-Preis verd&auml;chtig!, Sie mit&nbsp; Ihrer zur Seifenoper ausartenden Open-End-Serie &bdquo;Don &sbquo;Quichotte` Florian &ndash; unerm&uuml;dlich im Einsatz&ldquo;.<\/p><p>Heute also die Folge &bdquo;Slava Ukraini!&ldquo;! Wie &hellip; der Herr Regierungssprecher glaubt &hellip;? Konno&hellip;wie?<\/p><p>&bdquo;Ich wei&szlig;, dass es die alte historische Konnotation auch gegeben hat, aber da hat sich der Kontext doch massiv gewandelt.&ldquo;<\/p><p>Aha! So, so! Ist mir zwar dann doch irgendwie peinlich, ausgerechnet bei diesem Kontext auf die &sbquo;causa Hoecke&lsquo; verweisen zu m&uuml;ssen (<a href=\"https:\/\/www.vorwaerts.de\/bnr\/hoecke-zitat-alles-fuer-deutschland-warum-die-parole-verboten-ist\">gucke z.B. da<\/a>). Die schon immer als blind gemutma&szlig;te Justitia &ndash; die mit der Waage &ndash; scheint sich doch lieber auf eine alte historische Konnotation besinnen zu wollen und zu verlassen. Zumindest wenn nicht insbesondere dann, wenn diese sich als wohlfeiles Mittel zur dringlich anstehenden Wahlbeeinflussung anbietet.<\/p><p>Da d&uuml;rfte es den ein oder anderen Widerborst unter uns wenigstens neugierig werden lassen, wohin sich denn der Kontext so massiv hin gewandelt haben k&ouml;nnte. Der vom einstigen (Ab-)Schlachtruf der &sbquo;brothers in arms&lsquo; von den Horden im grauen und im schwarzen Rock. Klar, jenes obskure, zehn Jahre alte&nbsp; Beweisfoto l&auml;sst sich ja nicht mehr aus der Welt schaffen. Wer erinnert sich nicht &bdquo;gut und gerne&ldquo; an die erste (?) Kontaktaufnahme vor Ort unseres damaligen Ministers f&uuml;r &Auml;u&szlig;eres, bis noch kurz vorher als Anti-S&auml;belrassler unterwegs, frei nach Schillers &bdquo;Gew&auml;hrt mir im Bunde der Dritte&ldquo; oder Vierte, oder F&uuml;nfte. Nicht einen einzigen Nazi will er &ndash; starren Blicks &ndash; gesehen haben. Kein Wunder, sie standen ja schlie&szlig;lich alle neben oder hinter ihm, die alles andere als freundlich blickenden neuen Machthaber., die mit den Runen vor den Augen. Und er hatte sie schlie&szlig;lich ja kurz zuvor schon kennenlernen d&uuml;rfen, als er n&auml;mlich tats&auml;chlich ein paar Bl&uuml;mchen an der Kranzabwurfstelle f&uuml;r die Toten von Odessa ablegen wollte und nicht durfte. Welche Gedenkst&auml;tte, welche Toten? Da war doch nichts! Rein gar nichts, wie es heute hei&szlig;t. Alles nur pure Desinformation by Putin. Gewi&szlig;, gewi&szlig;! Erinnere mich noch gut an den Streifen dar&uuml;ber, den der &sbquo;Haderlump aus dem Kreml&lsquo; seinerzeit bei den damals noch gutm&uuml;tigen Volksaufkl&auml;rern von ARD&amp;ZDF eingeschmuggelt haben mu&szlig;.<\/p><p>Und dann das! O-Ton Regierungssprecher Hebestreit: &bdquo;&hellip;dass es sehr, sehr viele sind &ndash; auch westliche F&uuml;hrerinnen und F&uuml;hrer -, die diesen Ruf&nbsp; benutzen, auch im Angedenken des tapferen Widerstands, den die Ukrainerinnen und Ukrainer gegen den russischen Aggressor leisten.&ldquo; Endlich, das ich das noch erleben darf, ein deutscher Regierungssprecher, der das Wort &sbquo;F&ouml;hrrerr&ldquo; in den Mund nehmen darf und dann auch noch getsch&auml;ndert. &bdquo;Angedenken des tapferen Widerstands&hellip;&ldquo; &ndash; fast wie von einem der bis heute pr&auml;senten Gedenksteine auf einem Friedhof gemei&szlig;elt.<\/p><p>Et ceterum censeo &hellip; und weil wir gerade dabei sind &hellip;<\/p><p>&Agrave; propos Widerstand &hellip; nein, das lassen wir doch lieber! Als einer derjenigen, die sich &ndash; frecherweise, zugestanden &ndash; immer noch so ihre Gedanken machen, mu&szlig; ich mich schlie&szlig;lich noch um andere Dinge k&uuml;mmern. Just heute und kurz vor der Lekt&uuml;re von Warwegs neuester Philippika kam mir ein g&auml;nzlich anderes Thema unter, das auch mal in der BPK ganz gut aufgehoben w&auml;re. Z.B. als Frage formuliert, wann denn Artikel 1 des Grundgesetzes endlich geschliffen wird? Die Mehrheit im Hohen Hause d&uuml;rfte vorhanden sein dazu. Da hei&szlig;t es doch: &bdquo;Die W&uuml;rde des Menschen ist unantastbar.&ldquo; W&uuml;rde &ndash; nein, nicht der Konjunktiv. Mensch &ndash; nicht nur der Deutsche! Alle Menschen, au&szlig;er jenen von Besserinformierten als &sbquo;Tiere&lsquo; identifizierten nat&uuml;rlich.&nbsp;<\/p><p>Und was mu&szlig;te ich da als Schlusssatz lesen? &bdquo;The massacre at Nuseirat made clear once more that some lives are worth more than others. And to the Israelis and their American allies, at least, Palestinian lives don&rsquo;t seem to be worth anything at all.&ldquo;&nbsp; Wer N&auml;heres dazu erfahren will, lese einfach den Erguss des Herausgebers (<a href=\"https:\/\/www.counterpunch.org\/2024\/06\/14\/no-way-out-in-nuseirat-the-great-hostage-rescue-massacre\/print\/\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">counterpunch.org\/2024\/06\/14\/no-way-out-in-nuseirat-the-great-hostage-rescue-massacre\/print\/<\/a>). Das dort beschriebene &bdquo;Ereignis&ldquo; fand &uuml;brigens j&uuml;ngst in den letzten Tagen statt, ist also nur ein Puzzle-Teilchen in einem schier endlosen, zumindest schon &uuml;ber acht Monaten andauernden Akt grenzenloser &sbquo;Selbstverteidigung&lsquo;. Mehr als unappetitlich ist es trotzdem.&nbsp;<\/p><p>Ach ja, da g&auml;be es ja noch eine Parole, die strafbewehrt zu sein hat. Aber nur dann, wenn sie von den B&ouml;sen, also den Falschen zitiert bzw. intoniert wird: &bdquo;From the river to the sea&ldquo;., den Folgesatz erspare ich mir besser und verweise auf den besten Freund von Angela der Gro&szlig;en &ndash; der Mutter der passenden Staatsr&auml;son.. Der darf das, der darf alles, der darf sogar ISTGH und IGH gebetsm&uuml;hlenhaft den Stinkefinger zeigen. &bdquo;Palestine will be free&ldquo; hei&szlig;t es in der aktuellen Strafbewehrung, auf den sich die Justiz allzu gerne beruft und st&uuml;tzt. Wo es doch, sollte die geforderte, Zweistaatenl&ouml;sung am Sanklt-Nimmerleinstag doch mal kommen, nichts anderes bedeutet. &bdquo;Will be free!&ldquo; eben!. Kann Heuchelei besser entlarvt werden?<\/p><p>Ach ja, das erlaubte &bdquo;From the river to the sea&ldquo; ist so eindeutig eben auch nicht. Vor zig Jahren gab es mal mittern&auml;chtlich eine sogenannte Doku auf ARD &ndash; oder war es ZDF, Arte, egal &ndash; zu Israel, Produzent ein &ndash; &Uuml;berraschung &ndash; j&uuml;discher Israeli. Auch dieser Streifen, wie so mancher Andere, heute nicht mehr aufzufinden. Aber warum nur? Ganz einfach, der in den darin gezeigten Landkarten zum ertr&auml;umten bzw. biblischen Gro&szlig;-Israel erkennbaren Grenzfluss im Osten nicht der Jordan sondern der Euphrat. Da seien ein paar studentische Hilfen &uuml;ber das Ziel hinaus geschossen, gef&auml;lligst pardon. Hie&szlig; es alsbald nach der Ausstrahlung. Noch Fragen?<\/p><p>Bis die Tage, auch wenn eigentlich der ganze Irrsinn nicht mehr zu steigern ist. Und uneigentlich?<\/p><p>M.K.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>20. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Team der NachDenkSeiten,<\/p><p>anbei eine Anmerkung zu Herrn Warwegs &lsquo;Regierungssprecher zu Kanzler-Ausruf &bdquo;Slava Ukraini!&ldquo;: &bdquo;Kontext hat sich massiv gewandelt&ldquo;&rsquo;, vom 14. Juni 2024.<\/p><p>Der einzige Kontext der sich hier gewandelt hat, ist der des zeitlichen Abstands zu Personen und Ereignissen aus dem vorigen Jahrhundert. Manchen mag das vlt. als Parodie erscheinen, ich denke bei denen die die Agenden setzen, also nicht bei denen die sie einfach devot umsetzen und die gesetzten Texte dazu gedankenlos ablesen und nachplappern, geht es auch darum aufzuzeigen, was f&uuml;r eine Macht sie haben. Dergestalt, &ldquo;seht her, wir k&ouml;nnen es genauso wieder tun und ihr k&ouml;nnt nichts dagegen machen.&rdquo;<\/p><p>Faschistisches Wortgut und die zugeh&ouml;rige Praxis hielten bereits vor &ldquo;Slava Ukraini&rdquo; Einzug:<\/p><p>&ldquo;W&auml;re die Spaltung der Gesellschaft wirklich etwas so Schlimmes? Sie w&uuml;rde ja nicht in der Mitte auseinanderbrechen, sondern ziemlich weit rechts unten. Und so ein Blinddarm ist ja nicht im strengeren Sinne essentiell f&uuml;r das &Uuml;berleben des Gesamtkomplexes.&rdquo;<\/p><p>Das ist die Aussage des SS-Arztes Fritz Klein, t&auml;tig an der Selektionsrampe in Bergen-Belsen, hingerichtet in Hameln am 13.12.1945:<\/p><p>&ldquo;Aus Ehrfurcht vor dem menschlichen Leben w&uuml;rde ich einen eiternden Blinddarm aus einem kranken K&ouml;rper entfernen. Der Jude ist der eiternde Blinddarm im K&ouml;rper der Menschheit.&rdquo;<\/p><p>Quelle:&nbsp; <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/opinion\/dagmar-henn\/128041-ungeimpfte-als-blinddarm-ist-nazisprache\/\">Ist das schon Nazisprache? ZDF-&ldquo;Kabarettistin&rdquo; bezeichnet Ungeimpfte als Blinddarm<\/a><br>\nDagmar Henn<br>\n6 Dez. 2021<\/p><p>Oder hier:<\/p><p>Damit w&auml;ren wir wieder bei Professor Dr. Heinz Bude. Bei Minute 14:45 des Gespr&auml;chs im Podcast f&auml;llt folgende Aussage:<\/p><p>&ldquo;Ich w&uuml;rde es jetzt jedem politisch empfehlen: Klare Kante, klare Richtung. Impfgegner m&uuml;ssen f&uuml;hlbar Nachteile haben. Und im Grunde, in gewisser Weise, kann man sich nicht l&auml;nger mit denen besch&auml;ftigen. Das ist so. Die kann man nicht nach Madagaskar verfrachten. Was soll man machen?&rdquo; (&hellip;) &ldquo;Nach der Niederlage Frankreichs im Juni 1940 gewann die Vorstellung einer Zwangsumsiedlung aller europ&auml;ischen Juden auf die Insel Madagaskar kurzfristig an Bedeutung. Bereits seit Fr&uuml;hjahr 1940 war der sogenannte Madagaskar-Plan Gegenstand von Planungen des Reichssicherheitshauptamts (RSHA) und des Ausw&auml;rtigen Amts. In einem Schreiben an Au&szlig;enminister Joachim von Ribbentrop vom 24. Juni 1940 erwog Reinhard Heydrich als &lsquo;territoriale Endl&ouml;sung&rsquo; die &lsquo;Auswanderung&rsquo; aller im deutschen Machtbereich befindlichen Juden auf die franz&ouml;sische Kolonialinsel vor Ostafrika.&rdquo;<\/p><p>Quelle:&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.rt.com\/gesellschaft\/128501-massnahmengegner-ab-nach-madgaskar-aber\/\">Belastete Empfehlung: Ma&szlig;nahmengegner ab nach Madagaskar<\/a><br>\nBernhard Loyen<br>\n15 Dez. 2021<\/p><p>Oder hier:<\/p><p>Die Rhetorik, die von Deutschland Besitz ergriffen hat, ist erstaunlich nah am Jargon, den man in Nazi-Deutschland pflegte. So meinte der Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts ifo, Clemens Fuest, in einer Sendung der Talkshow Maybrit Illner, &ldquo;Kanonen und Butter &ndash; es w&auml;re sch&ouml;n, wenn das ginge. Aber das ist Schlaraffenland, das geht nicht.&rdquo; (&hellip;) Mit diesem Zitat bezieht sich Fuest auf eine Aussage des Stellvertreters Hitlers, Rudolf He&szlig;, von 1936. Man m&uuml;sse an Fett, Fleisch und Eiern sparen, denn &ldquo;wir wissen, dass die Devisen, die wir dadurch sparen, der Aufr&uuml;stung zugutekommen. Auch heute gilt die Parole: Kanonen statt Butter.&rdquo; Deutschland ist wieder da angelangt, wo es eigentlich nie wieder hin wollte.<\/p><p>Quelle:&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.rt.com\/inland\/200930-ifo-praesident-kanonen-und-butter\/\">Ifo-Pr&auml;sident: &ldquo;Kanonen und Butter, das geht nicht&rdquo; &ndash; Aufr&uuml;stung versus Sozialstaat<\/a><br>\n28 M&auml;r. 2024 21:58 Uhr<\/p><p>Und auch Herr Berger hatte k&uuml;rzlich festgestellt, da&szlig; Alice Weidel mit ihrem Gebaren Mainstream ist:<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103700\">ARD-Sommerinterview mit Alice Weidel &ndash; Geschichtsrevisionismus ist offenbar wieder salonf&auml;hig<\/a><br>\n12. September 2023 um 11:00 Ein Artikel von: Jens Berger<\/p><p>Aus Sicht der AfD-Vorsitzenden war der 8. Mai 1945 nicht etwa ein Tag der Befreiung, sondern eine Niederlage. Dass ihr Parteifreund Tino Chrupalla zu dieser Gelegenheit an einem Empfang der &bdquo;ehemaligen Besatzungsmacht&ldquo; Russland teilgenommen hat, ist f&uuml;r sie reine Symbolik. Sie w&uuml;rde nie die &bdquo;Niederlage des eigenen Landes befeiern&ldquo; &ndash; schon gar nicht mit den &bdquo;ehemaligen Besatzern&ldquo;. Das ist starker Tobak und zeigt einmal mehr, dass Geschichtsrevisionismus in der AfD allgegenw&auml;rtig ist. Doch anders als z.B. bei Gaulands &bdquo;Vogelschiss-Rede&ldquo; blieb der Sturm der Entr&uuml;stung bei Politik und Medien diesmal aus. Offenbar ist es wieder salonf&auml;hig, die Niederlage des Deutschen Reichs im Zweiten Weltkrieg als &bdquo;unsere&ldquo; Niederlage zu deuten &ndash; zumindest dann, wenn es um den Krieg im Osten geht. Nicht die nicht sonderlich &uuml;berraschende Identifikation Weidels mit dem Dritten Reich, sondern die ausbleibende Kritik daran ist ein mahnendes Zeichen f&uuml;r die Verfasstheit des politischen Diskurses. Da waren wir schon mal weiter. Von Jens Berger.<\/p><p>Lingua Tertii Imperii. In diesem Sinne.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nMike Holstein<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116674\">In diesem Beitrag<\/a> weist Florian Warweg darauf hin, dass er bei der Bundespressekonferenz Regierungssprecher Steffen Hebestreit befragte, aus welcher Motivation heraus Bundeskanzler Olaf Scholz seine Rede am 11. 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