{"id":117028,"date":"2024-06-22T12:00:05","date_gmt":"2024-06-22T10:00:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117028"},"modified":"2024-06-22T13:05:01","modified_gmt":"2024-06-22T11:05:01","slug":"ein-anarchokapitalist-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117028","title":{"rendered":"Ein \u201eAnarchokapitalist\u201c in Deutschland"},"content":{"rendered":"<p>Der Besuch des argentinischen Pr&auml;sidenten Javier Milei am 22. Juni wird in Kreisen der ultraliberalen Hayek-Gesellschaft gefeiert, ist aber auch Grund f&uuml;r Proteste. Welche &Uuml;berzeugungen vertritt der Libert&auml;re, der in Argentinien radikale Reformen unbarmherzig vorantreibt? Wer steht ihm dabei zur Seite und welche Folgen hat seine Politik f&uuml;r das Land? Von <strong>Janna Tegeler, Lisa Buhl, Carm&iacute;n Rub&iacute; Rios Fukelman<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nUrspr&uuml;nglicher Grund seines Deutschland-Besuches ist die Einladung zur Teilnahme an den Hayek-Tagen in Hamburg, w&auml;hrend derer Milei die Ehrenmedaille der Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft verliehen werden wird.<\/p><p>Die Hayek-Gesellschaft hat sich der F&ouml;rderung von Denkfabriken und Zusammenschl&uuml;ssen verschrieben, die ultraliberale Ideen in der Tradition der &Ouml;sterreichischen Schule vertreten und f&ouml;rdern. Sie war in den letzten Jahren &ouml;fter in den Medien, da es 2015 interne Konflikte wegen zunehmender ultrarechter Tendenzen gab. Dies f&uuml;hrte zu massiven Austritten vor allem des wirtschaftsliberalen Fl&uuml;gels, unter anderem der Vorsitzenden Karen Horn, einer Reihe bekannter Wirtschaftsprofessoren wie Lars Feld und IW-Chef Michael H&uuml;ther sowie FDP-Chef Christian Lindner.<\/p><p>Im Jahr 2021 kam es zu Diskussionen um die N&auml;he der Hayek-Gesellschaft zur AfD. Doch die Abgrenzungsversuche blieben unzureichend, was eine weitere Welle von Austritten zur Folge hatte.<\/p><p>Der Vorsitzende der Hayek-Gesellschaft, Stefan Kooths, nahm in einer Pressemitteilung dazu&nbsp;<a href=\"https:\/\/bkramer.noblogs.org\/stefan-kooths-und-gunther-schnabl\/\">Stellung<\/a>: &bdquo;Die AfD-N&auml;he ist zu einer politischen Kampfvokabel geworden, &auml;hnlich der Nazi-Keule oder dem Vorwurf des Rechtspopulismus.&ldquo; Die eigentliche Bedrohung gehe eher von &bdquo;antiliberalen&ldquo; und &bdquo;kollektivistisch-konstruktivistischen Kr&auml;ften&ldquo; aus.<\/p><p>Auch Milei beruft sich in seinen politischen Ans&auml;tzen auf die &Ouml;sterreichische Schule. Friedrich A. von Hayek war einer ihrer bedeutendsten Vertreter und einer der wichtigsten Denker des Libertarismus. Die Vertreter der &Ouml;sterreichischen Schule sind davon&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/mundo\/articles\/c4n9qxr84z2o\">&uuml;berzeugt<\/a>, dass die individuelle Freiheit die Grundlage wirtschaftlichen Wachstums sei. In diesem Sinne sollen wirtschaftliche Entscheidungen von den Einzelnen ausgehen und nicht in der Hand des Staates liegen.<\/p><p>Diese Ideen wurden in den USA aufgegriffen und weiter vertieft. Ein Beispiel daf&uuml;r ist der US-amerikanische Philosoph Murray Rothbard, ein gro&szlig;es Vorbild des argentinischen Pr&auml;sidenten, der den Begriff Anarchokapitalismus&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/mundo\/articles\/c4n9qxr84z2o\">gepr&auml;gt<\/a>&nbsp;hat.<\/p><p>Die Ideologie des Anarchokapitalismus strebt einen Nullstaat an, also eine private Rechtsordnung ohne &ouml;ffentliches Recht. Der Staat wird als nicht legitimes System angesehen, das die B&uuml;rger sowohl durch Steuerabgaben bestiehlt als auch in ihren Freiheiten einschr&auml;nkt. Wichtigste Grundpfeiler sind das Privateigentum und der freie Markt, durch die ein weitgehend uneingeschr&auml;nktes Recht auf individuelle Selbstbestimmung garantiert werden soll. Freiheit wird in dieser Ideologie durch die ungebremste Aus&uuml;bung der wirtschaftlichen Freiheit&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.pagina12.com.ar\/688478-quienes-son-los-padres-ideologicos-de-javier-milei\">definiert<\/a>.<\/p><p>Das Fehlen staatlicher Regulierungen in der Wirtschaft &ndash; die f&uuml;r die Libert&auml;ren immer mit Einschr&auml;nkungen gleichzusetzen sind &ndash; st&auml;rke so angeblich die Freiheit des Einzelnen. Nach dieser Auffassung haben alle Akteure in der Wirtschaft und in der Gesellschaft die gleichen Ausgangspositionen und sind in ihrem Handlungsspielraum gleich frei, als g&auml;be es keine strukturellen Ungleichheiten.<\/p><p>Die B&uuml;rgerrechte sind der wirtschaftlichen Freiheit untergeordnet. Das bedeutet unter anderem, dass die Demokratie zwar w&uuml;nschenswert, aber nicht unentbehrlich ist. So sahen sowohl Hayek, als auch von Mises eine Diktatur durchaus als m&ouml;gliche &Uuml;bergangsl&ouml;sung an. Dar&uuml;ber hinaus spielt diese Vorstellung von Freiheit im Kontext des Konzentrationsprozesses des Kapitals, also der B&uuml;ndelung der wirtschaftlichen Macht durch den Zusammenschluss von Unternehmen zu immer gr&ouml;&szlig;eren Konzernen, den Monopolen und Oligopolen in die H&auml;nde.<\/p><p>Diese Ans&auml;tze versucht der argentinische Pr&auml;sident seit seinem Amtsantritt im Dezember 2023 radikal umzusetzen. Nun wird er durch die Hayek-Medaille daf&uuml;r ausgezeichnet, mit seinem &bdquo;freiheitlichen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Programm (&hellip;) die Kernprobleme seines einst wohlhabenden Landes&ldquo; anzugehen, so die Hayek-Gesellschaft.<\/p><p>Vorstandsmitglied Gerd Habermann&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/milei_machts_moeglich\">h&auml;lt<\/a>&nbsp;in seiner Bilanz der ersten 100 Amtstage Mileis fest: &bdquo;Es geht (&hellip;) um die Abschaffung des egalit&auml;ren Wohlfahrtsstaates (nicht nur seine Reform) und des gesellschaftspolitischen Destruktionismus (Genderismus and all that) &ndash; mit der &lsquo;Kettens&auml;ge&rsquo;. (&hellip;) die Widerst&auml;nde der herrschenden &lsquo;Kaste&rsquo; werden enorm sein und haben ja schon begonnen. Aber die Freunde Hayeks, Von Mises und der &Ouml;sterreichischen Schule in der ganzen Welt sind gewiss auf seiner Seite zu finden, wenn er das unm&ouml;glich Scheinende durchzusetzen versucht.&ldquo;<\/p><p>Solche Freunde machte sich Javier Milei auch bei seinem Besuch in Spanien Ende Mai, ein Zeichen f&uuml;r die wachsende St&auml;rke der internationalen Allianzen ultrarechter Kr&auml;fte. Zusammen mit Marine Le Pen, Giorgia Meloni und seinem engen Freund Santiago Abascal nahm der Pr&auml;sident an einem von der spanischen Partei Vox organisierten Kongress rechter Kr&auml;fte teil. In seiner Rede&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.lanacion.com.ar\/politica\/que-dijo-javier-milei-en-espana-nid20052024\/\">rief<\/a>&nbsp;er all diejenigen, &bdquo;die an die Freiheit glauben&ldquo;, dazu auf, gegen den &bdquo;Sozialismus&ldquo; aufzustehen. Er betonte, dass alle, die an die Werte glaubten, die den Westen zur wohlhabendsten Zivilisation der Geschichte gemacht h&auml;tten, verloren seien, wenn sie nicht aktiv etwas tun.<\/p><p>Die Allianzen und die Vernetzung einer internationalen ultraliberalen und ultrarechten Bewegung sind hier klar zu erkennen und auch in Hinblick auf die Ergebnisse der Europawahlen besorgniserregend.<\/p><p><strong>Die Kettens&auml;ge in Aktion<\/strong><\/p><p>Milei versucht seine politische Agenda mit allen ihm zur Verf&uuml;gung stehenden Mitteln durchzusetzen und st&ouml;&szlig;t dabei an die Grenzen der Demokratie.<\/p><p>Schon zehn Tage nach Amtsantritt k&uuml;ndigte Milei das erste Pr&auml;sidialdekret an, um die Liberalisierung der M&auml;rkte anzugehen. Es bestand aus 366 Artikeln, die fast alle Bereiche der staatlichen Organisation und des &ouml;ffentlichen Lebens betrafen. Unter anderem sah das Dekret weitreichende Reformen im Bereich des Arbeitsrechts, des Mietrechts sowie freie Nutzung des Luftraums durch ausl&auml;ndisches Milit&auml;r, Deregulierung des Verkaufs von L&auml;ndereien an ausl&auml;ndische Investoren und Privatisierungen von Staatsunternehmen vor.<\/p><p>Einige radikale &Auml;nderungen des Arbeitsrechts sollten beispielsweise die Probezeit auf acht Monate verl&auml;ngern und das Streikrecht einschr&auml;nken bzw. die M&ouml;glichkeit, streikende Arbeiter regul&auml;r zu entlassen. Au&szlig;erdem sollten Geldstrafen f&uuml;r Unternehmen abgeschafft werden, die Arbeitskr&auml;fte illegal besch&auml;ftigen.<\/p><p>In Argentinien, einem Land mit umfassenden Gesetzen zum Schutz der Arbeitnehmer und einem hohen Organisationsgrad der Arbeiter sowie einer starken Arbeiterbewegung (auch innerhalb des informellen Sektors, der in Argentinien mindestens 50 Prozent der arbeitenden Bev&ouml;lkerung ausmacht), sind solche Ver&auml;nderungen besonders einschneidend. In diesem Kontext haben die Gerichte nach einer Klage des Gewerkschaftsbundes CGT (Central General de los Trabajadores) entschieden, die Umsetzung dieser Arbeitsreformen auszusetzen.<\/p><p>Trotz massiver Proteste der Zivilbev&ouml;lkerung, einem Generalstreik des Dachverbands der Gewerkschaften und verschiedener Menschenrechtsorganisationen konnte das Pr&auml;sidialdekret nicht vollst&auml;ndig gekippt werden und die endg&uuml;ltige Abstimmung im Parlament steht noch aus. Zwar wurden z.B. die Artikel zur Arbeitsreform als verfassungswidrig erkl&auml;rt und auch einige weitere Ma&szlig;nahmen ausgesetzt, doch die Deregulierungen im Mietrecht beispielsweise blieben bestehen. So wurde die staatliche Deckelung der Kaution und der Mietpreise aufgehoben. Aber die &bdquo;Freiheit&ldquo;, die den einzelnen Vertragsparteien damit zugesprochen wird, f&uuml;hrt letztendlich dazu, dass den Mietern jegliche rechtliche Verhandlungsgrundlage genommen wird.<\/p><p>Ende Dezember 2023 legte die Regierung dann den n&auml;chsten umfassenden Gesetzentwurf mit 664 Paragrafen vor, das sogenannte Ley Omnibus, ein Erm&auml;chtigungsgesetz, das die Deregulierung weiter vorantreibt und dem Pr&auml;sidenten Gesetzgebungsbefugnisse ohne das Parlament einr&auml;umen sollte.<\/p><p>Laut dem Nachrichtenportal <em>amerika21<\/em>&nbsp;<a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2024\/06\/268117\/argentinien-ley-omnibus-zurueckgezogen\">zeigt<\/a>&nbsp;er &bdquo;einerseits ultraliberale Ma&szlig;nahmen zur Zerlegung des Staates, aber auch Ans&auml;tze zur Unterdr&uuml;ckung jedes Widerstands dagegen&ldquo;.<\/p><p>Doch schon die Debatte in Kommissionen des Parlaments war so problematisch, dass ganze Artikel aufgrund von Zweifeln an ihrer Vereinbarkeit mit der Verfassung und durch Lobbyarbeit verschiedener Interessengruppen gestrichen wurden, weshalb die endg&uuml;ltige Fassung dann &bdquo;nur&ldquo; noch 382 Artikel enthielt. Diese letzte Version wurde aber nicht im Parlament, sondern in einem Hotel und einer Privatwohnung&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.pagina12.com.ar\/707205-el-dictamen-fantasma-de-la-ley-omnibus\">ausgehandelt<\/a>.<\/p><p>Aufgrund enormer Unstimmigkeiten w&auml;hrend der Ausarbeitung und Abstimmung &uuml;ber den Gesetzentwurf zog die Regierung ihn Anfang Februar zur&uuml;ck, um den Text erneut in Kommissionen zu &uuml;berarbeiten. W&auml;hrenddessen schlugen Polizeikr&auml;fte die zahlreichen Proteste gegen das Vorhaben brutal nieder.<\/p><p>Die massive Pr&auml;senz von Polizei und teilweise auch Milit&auml;r auf den Stra&szlig;en, um Demonstrationen und die Aus&uuml;bung der Meinungsfreiheit mit Gewalt zu unterbinden, hat unter Milei stark zugenommen. Auch &ouml;ffentliche Einsch&uuml;chterungsversuche und Hetze gegen jegliche Opposition sind an der Tagesordnung. Dazu hat Sicherheitsministerin Patricia Bullrich eine umfassende Strategie vorgelegt, um Proteste zu kriminalisieren. Besonders kritisch sind die neuen Regulierungen zum Einsatz von Feuerwaffen der staatlichen Sicherheitskr&auml;fte. Schon im Verdachtsfall einer Straftat darf geschossen werden, die sp&auml;teren Untersuchungen einer Rechtm&auml;&szlig;igkeit werden eingeschr&auml;nkt.<\/p><p>Ende April 2024 wurde der ge&auml;nderte Gesetzentwurf als &bdquo;Grundgesetz und Ausgangspunkte f&uuml;r die Freiheit der Argentinier&ldquo; (La Ley de Bases y Puntos de Partida para La Libertad de los Argentinos) im Parlament neu verhandelt und dort in allen Teilen angenommen. Am 13. Juni stimmte nun auch der Senat endg&uuml;ltig f&uuml;r das Gesetzespaket, w&auml;hrend eine enorme Anzahl an Polizeikr&auml;ften die Proteste vor dem Parlament gewaltsam aufl&ouml;ste. Sie machten Jagd auf Protestierende und nahmen &uuml;ber drei&szlig;ig Personen fest. Ihnen werden Straftaten gegen die &ouml;ffentliche Ordnung und aufr&uuml;hrerische T&auml;tigkeiten mit dem erschwerenden Umstand von terroristischen Handlungen vorgeworfen; der Staatsanwalt fordert Untersuchungshaft. Auch Journalisten und Oppositionspolitiker wurden zum Ziel der Polizeigewalt.<\/p><p>Die Sicherheitskr&auml;fte setzten unter anderem Wasserwerfer und Tr&auml;nengas ein und zielten mit Gummigeschossen nicht nur auf Arme und Beine, sondern feuerten diese auch direkt ins Gesicht der Menschen ab. Es gab &uuml;ber hundert Verletzte.<\/p><p>Ein zentraler Punkt des Gesetzespakets ist die Ausrufung des &ouml;ffentlichen Notstandes in Verwaltungs-, Wirtschafts-, Finanz- und Energiefragen, wodurch dem Pr&auml;sidenten f&uuml;r ein Jahr au&szlig;erordentliche Befugnisse einger&auml;umt werden. Das bedeutet, dass Milei bis Mitte 2025 &uuml;ber Befugnisse verf&uuml;gt, die eigentlich der Legislative zustehen und er das Parlament &uuml;bergehen kann.<\/p><p>Hinzukommen die Privatisierungsvorhaben von staatlichen Unternehmen wie Energ&iacute;a Argentina S.A., das staatliche Unternehmen zur F&ouml;rderung und Vermarktung von Wasserstoff und fossilen Brennstoffen; und die Wiederaufnahme der Arbeitsreform aus dem Pr&auml;sidialdekret, unter anderem mit K&uuml;rzung des Mutterschutzes, Vereinfachung von Entlassungen und Auslagerung der Arbeitskr&auml;fte sowie weitere schon genannte Ma&szlig;nahmen.<\/p><p>Au&szlig;erdem enth&auml;lt der Gesetzentwurf das sogenannte Programm zur F&ouml;rderung von Gro&szlig;investitionen (R&eacute;gimen de Incentivos a las grandes Inversiones, RIGI). Es zielt darauf ab, ausl&auml;ndische Investitionen anzulocken, um den Konsum als Wirtschaftsmotor so zu ersetzen. Dabei geht es vor allem um Ressourcen wie Wasserstoff, der unter enormem Energieaufwand per Elektrolyse aus Wassermolek&uuml;len extrahiert werden muss, aber auch um den umweltbelastenden Bergbau und die Agrarindustrie. Dies kn&uuml;pft an das koloniale Erbe an. Der globale Norden nutzt L&auml;nder wie Argentinien als Rohstofflieferant aus und ignoriert die Konsequenzen f&uuml;r die Umwelt und die Menschen vor Ort.<\/p><p>F&uuml;r deutsche Investoren ist sowohl Wasserstoff&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.ahkargentina.com.ar\/de\/markteintritt\/news-details-de\/erneuerbare-energietraeger-aus-argentinien-wasserstoff-auf-dem-vormarsch\">interessant<\/a>, da er f&uuml;r die angestrebte deutsche &bdquo;Nachhaltigkeitswende&ldquo; und eine gute Klimabilanz entscheidend ist, als auch der Abbau von Lithium f&uuml;r die &bdquo;digitale Revolution&ldquo;.<\/p><p>Die Gewinne und Steuervorteile sind den Unternehmen auf 30 Jahre gesichert und einheimische Arbeitskr&auml;fte m&uuml;ssen die Firmen auch nicht besch&auml;ftigen. Die notwendigen Ressourcen, wie z.B. Wasser, f&uuml;r die Produktion und F&ouml;rderung von Mineralien m&uuml;ssen die jeweiligen Gemeinden den Unternehmen bis zum Auslaufen des Vertrages zur Verf&uuml;gung stellen, auch wenn die intensive Nutzung dieser Ressourcen die lokale Bev&ouml;lkerung gef&auml;hrdet. Soziale Bewegungen sprechen von einem Ausverkauf des Landes.<\/p><p>Das extraktivistische Programm Mileis ist f&uuml;r ausl&auml;ndisches Kapital aus dem globalen Norden von Interesse, da es enorme Gewinnraten verspricht und ein Wirtschaften ohne R&uuml;cksicht auf die Auswirkungen f&uuml;r die Umwelt, das Klima und die Bev&ouml;lkerung m&ouml;glich macht.<\/p><p>Auch das Freihandelsabkommen zwischen der Europ&auml;ischen Union (EU) und dem Mercosur geht in diese Richtung, da es den Export von Rohstoffen aus dem globalen S&uuml;den beg&uuml;nstigt. Durch Zollverg&uuml;nstigungen wird dieses Abkommen die Importe von Lebensmitteln aus Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay in die EU um ein Vielfaches erh&ouml;hen. Innerhalb der EU wird das zu Preisdumping und der Existenzaufgabe vieler kleiner, lokaler Hersteller f&uuml;hren, in Lateinamerika zu noch intensiverer Abholzung der Regenw&auml;lder und einer Zunahme der Nutzung von in der EU verbotenen Pestiziden und genver&auml;ndertem Saatgut.<\/p><p><strong>Wo soll das enden? &ndash; Einschnitte und Auswirkungen dieser Politik<\/strong><\/p><p>Die von Milei angek&uuml;ndigten Ma&szlig;nahmen, die ihm und seiner Partei Libertad Avanza den langersehnten Haushalts&uuml;berschuss verschafft haben, bestehen einerseits aus der &bdquo;Kettens&auml;ge&ldquo; und andererseits aus dem &bdquo;Mixer&ldquo;.<\/p><p>Bei der &bdquo;Kettens&auml;ge&ldquo; handelt es sich um umfassende K&uuml;rzungen und Streichungen der Staatsausgaben. Um sein politisches Programm durchzusetzen und die Wirtschaftsziele zu erreichen, ging die Regierung innerhalb k&uuml;rzester Zeit auf einen brutalen Sparkurs. So wurde tausenden staatlichen Angestellten gek&uuml;ndigt. Es folgten Streichungen von Subventionen f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Nahverkehr, Energie und Wasser sowie f&uuml;r Medikamente.<\/p><p>Au&szlig;erdem wurde die Deckelung der Preise f&uuml;r Grundnahrungsmittel abgeschafft; die Lebensmittellieferungen an Suppenk&uuml;chen und f&uuml;r die Schulspeisung wurden gr&ouml;&szlig;tenteils eingestellt. Anfang Mai veranlasste die Regierung nach einer richterlichen Anordnung Razzien in Suppenk&uuml;chen und in den Wohnungen von Leiter sozialer Organisationen. Angeblich sollen diese Gelder von den Empf&auml;nger von sozialen Leistungen erpresst haben. Das brutale Vorgehen der Polizeikr&auml;fte sowie das Sammeln und Speichern von Informationen &uuml;ber die politischen Organisationen und Einzelpersonen spiegeln die Strategie der Regierung wider, jede Art von Widerstand und Protest im Keim zu ersticken. Die Oppositionsparteien, Menschenrechtsorganisationen und soziale Bewegungen Argentiniens sprechen von politischer Verfolgung.<\/p><p>Von der &bdquo;Kettens&auml;ge&ldquo; sind auch staatliche Universit&auml;ten betroffen: Der Etat wurde bei einer&nbsp;<a href=\"#:~:text=In%20Argentinien%20sind%20die%20Preise,in%20Folge%20bei%20%C3%BCber%20200%20%25\">Inflationsrate<\/a>&nbsp;von &uuml;ber 200 Prozent nicht entsprechend angepasst, weshalb ein normaler Ablauf der Lehr- und Forschungst&auml;tigkeiten nur teilweise gew&auml;hrleistet werden kann.<\/p><p>Weitere Abstriche gab es bei staatlichen Programmen zur Unterst&uuml;tzung von Frauen, LGBTQI-Personen und marginalisierten Bev&ouml;lkerungsgruppen, wie zum Beispiel bei Pr&auml;ventionskampagnen gegen h&auml;usliche Gewalt.<\/p><p>Der politische Diskurs der Regierung und die daraus resultierenden Ma&szlig;nahmen, die haupts&auml;chlich auf Segregation und Hass basieren, breiten sich in allen Bereichen der Gesellschaft aus. Hassreden sind inzwischen &ouml;ffentlichkeitstauglich und wurzeln in der Gesellschaft.<\/p><p>Nicol&aacute;s M&aacute;rquez, der Biograph und enger Mitarbeiter des Pr&auml;sidenten,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.lanacion.com.ar\/politica\/nicolas-marquez-biografo-y-amigo-de-milei-califico-de-insanos-a-los-homosexuales-y-nego-la-nid03052024\/\">sprach<\/a>&nbsp;in einem Radiointerview im April von &bdquo;objektiv gesunden und objektiv ungesunden Verhaltensweisen&ldquo; und erkl&auml;rte weiter: &bdquo;Wenn der Staat Homosexualit&auml;t unterst&uuml;tzt, f&ouml;rdert und finanziert wie es in den Jahren vor Javier Milei der Fall war, f&ouml;rdert er damit selbstzerst&ouml;rerische Verhaltensweisen.&ldquo;<\/p><p>Auch in vielen weiteren &ouml;ffentlichen Mitteilungen und Auftritten von Regierungsvertreter kam es immer wieder zu menschenverachtenden Aussagen und Hassreden gegen Andersdenkende, Andersliebende, Andersaussehende &ndash; gegen &bdquo;das Andere&ldquo;.<\/p><p>Es ist ein Zuwachs der Gewalt gegen Frauen* und LGBTQI-Personen zu beobachten, die Arbeit des Staatlichen Instituts gegen Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus wurde unterbrochen, da das Institut geschlossen werden soll.<\/p><p>Im Kontext dieser aufgeladenen Stimmung und Stimmungsmache kam es Anfang Mai zu einem brutalen Anschlag auf zwei lesbische Paare, die sich ein Zimmer in einer Unterkunft f&uuml;r Wohnungslose teilten. Ein Nachbar warf einen Molotowcocktail in das Zimmer und provozierte damit einen Brand, der drei der vier Lesben das Leben kostete. Der Mann hatte schon l&auml;nger immer wieder Drohungen ausgesprochen, andere Nachbarn wollten zum Gro&szlig;teil nichts mit dem Problem zu tun haben.<\/p><p>Der Raum f&uuml;r Hass und Anfeindungen gegen&uuml;ber allen Menschen, die nicht in die angestrebte &bdquo;Normalit&auml;t&ldquo; passen, und den die Regierung bewusst offenh&auml;lt, bietet solchen Anschl&auml;gen eine ideale B&uuml;hne. Nichtsdestotrotz stufte der zust&auml;ndige Richter die Tat als nicht sexistisch motiviertes Verbrechen ein.<\/p><p>Im Falle des &bdquo;Mixers&ldquo; wiederum handelt es sich um das Verfl&uuml;ssigen von bestimmten staatlichen Ausgaben wie z.B. den Rentenzahlungen oder dem Bildungshaushalt, die aus dem Vorjahr &uuml;bernommen und nicht an die Inflation angepasst werden. Dazu geh&ouml;rt auch eine Deckelung der L&ouml;hne f&uuml;r Arbeiter.<\/p><p>Das sorgt f&uuml;r eine zunehmende Verarmung der Bev&ouml;lkerung. Stark betroffen sind davon unter anderem die Rentner. Seit dem Amtsantritt Mileis wurden die L&ouml;hne bei einem allgemeinen Preisanstieg von 90 Prozent nur um 58 Prozent angepasst.[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]<\/p><p>Es handelt sich also um einen drastischen R&uuml;ckgang der Kaufkraft, der in vielen Haushalten dazu f&uuml;hrt, dass die Familien sich verschulden, um Grundnahrungsmittel kaufen zu k&ouml;nnen und teilweise auch die Anzahl der t&auml;glichen Mahlzeiten reduzieren.<\/p><p>Laut j&uuml;ngster Angaben[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]&nbsp;stieg die Armut innerhalb von 90 Tagen, zwischen Ende 2023 und M&auml;rz 2024, so sprunghaft an wie in den letzten zwei Jahrzehnten nicht. Aktuell leben 55,5 Prozent der argentinischen Bev&ouml;lkerung in Armut (im Dezember waren es noch 44,7 Prozent) und 17,5 Prozent in extremer Armut (gegen&uuml;ber 9,6 Prozent im Dezember).<\/p><p>Ende Mai wurde der Pr&auml;sident auf einer Veranstaltung an der Universit&auml;t Stanford auf das Thema Armut angesprochen und erkl&auml;rte: &bdquo;Halten Sie die Menschen f&uuml;r so dumm, dass sie nicht in der Lage sind, richtige Entscheidungen zu treffen? Es wird ein Moment kommen, in dem die Leute kurz vor dem Verhungern sind, und dann werden sie schon eine Entscheidung treffen, um nicht zu sterben.&ldquo;<\/p><p>Hinter dem Haushalts&uuml;berschuss, den die Regierung dieses Jahr viermal in Folge feierte, verbirgt sich in Wahrheit ein starker R&uuml;ckgang des Konsums in allen Bereichen und eine Rezession.<\/p><p>So ist zum Beispiel die Baubranche von den Ma&szlig;nahmen betroffen. Die Regierung hat fast alle &ouml;ffentlichen Bauvorhaben eingestellt. In den ersten vier Monaten des Jahres ging die Aktivit&auml;t in diesem Bereich gegen&uuml;ber dem Vorjahr um 32 Prozent zur&uuml;ck. Auch das verarbeitende Gewerbe schloss das erste Quartal 2024 mit einem R&uuml;ckgang von 14,8 Prozent ab. Nicht einmal w&auml;hrend der Corona-Pandemie waren diese Werte so besorgniserregend.<\/p><p><strong>Proteste und Demonstrationen gegen Milei<\/strong><\/p><p>Wie in vielen anderen L&auml;ndern ist auch die argentinische Bev&ouml;lkerung gespalten: W&auml;hrend ein Teil immer noch hinter der Regierung steht und auf bessere Zeiten hofft, w&auml;chst auf der anderen Seite der Widerstand. Vor dem Hintergrund der Verarmung und unsicherer Zukunftsperspektiven entwickeln sich diverse Volksinitiativen und lokale Gruppen gegen den Hunger und den Ausverkauf des Landes.<\/p><p>Die Gewerkschaftsverb&auml;nde riefen zwei Generalstreiks am 24. Januar und am 9. Mai aus. Diese richteten sich gegen die Sparpolitik und die Arbeitsreform mit dem Ziel, die Rechte der Arbeitnehmer zu verteidigen und f&uuml;r gerechte L&ouml;hne zu k&auml;mpfen. Bis auf wenige Ausnahmen, wie &ouml;ffentliche Schulen und einige Superm&auml;rkte, die ge&ouml;ffnet blieben, wurde das Land beide Male zum Stillstand gebracht. Dem Streik waren auch zahlreiche andere Gro&szlig;aktionen vorausgegangen.<\/p><p>Am 8. M&auml;rz, dem feministischen Kampftag, fanden gro&szlig;e Demonstrationen zur Verteidigung der Rechte von Frauen* statt. Unter anderem demonstrierten die Leute f&uuml;r die Beibehaltung des Abtreibungsgesetzes, der Sexualbildung in Schulen, der &ouml;ffentlichen Nutzung nicht sexistischer Sprache oder des Gesetzes zur Selbstbestimmung der Identit&auml;t f&uuml;r Transpersonen. Besonders wichtig war in diesem Zusammenhang auch eine Sorgeperspektive in der Wirtschaftspolitik und der Protest gegen die K&uuml;rzungen von Sozialhilfen.<\/p><p>Auch am 24. M&auml;rz, dem &bdquo;Tag der Erinnerung, Wahrheit und Gerechtigkeit&ldquo;, der an den Beginn der Milit&auml;rdiktatur (1976-1983) erinnert, gab es in Buenos Aires und anderen gro&szlig;en St&auml;dten viele Demonstrationen und Kundgebungen, bei denen besonders die Polizeigewalt und Menschenrechtsverletzungen angeprangert wurden. Ebenfalls wiesen viele Schilder und Spruchb&auml;nder auf die Beziehungen der Regierungsfunktion&auml;re, vor allem die der aktuellen Vizepr&auml;sidentin Victoria Villarruel, zu den Milit&auml;rs und Menschenrechtsverbrechern der Diktatur hin.<\/p><p>Auch den Internationalen Tag der Arbeit am ersten Mai begingen Gewerkschaften und einige Parteien mit Mobilisierungen.<\/p><p>Hinzu kommen verschiedenste Aktionsaufrufe gegen Mileis Politik, wie der landesweite Hochschulprotest am 23. April. Die &bdquo;Marcha Federal Universitaria&ldquo;, also im ganzen Land organisierte Demonstrationen gegen den unzureichenden Bildungshaushalt, mit dem die Universit&auml;ten nicht einmal laufende Kosten wie Strom und Wasser decken k&ouml;nnen, mobilisierte etwa zwei Millionen Menschen, darunter eine halbe Million allein in Buenos Aires.<\/p><p>Allerdings ist das Demonstrieren von Angst begleitet: Die Regierung versucht, den Protest klein zu halten oder direkt zu unterdr&uuml;cken. Es gab beispielsweise Andeutungen, dass Sozialleistungen gestrichen werden k&ouml;nnten, wenn die Empf&auml;nger auf Demonstrationen aufgegriffen werden. Hinzu kommt die Gefahr der Repression und Polizeigewalt, die bei allen Demonstrationen und Protestaktionen greifbar ist. Trotzdem gehen Menschen allen Alters &ndash; von Jugendlichen bis zu Rentner &ndash; auf die Stra&szlig;e und zu den&nbsp;<i>asambleas<\/i>&nbsp;(selbstorganisierte R&auml;te).<\/p><p>Die ultraliberale Politik des Pr&auml;sidenten und seine entmenschlichenden Aussagen stie&szlig;en auch au&szlig;erhalb Argentiniens auf Ablehnung. In vielen L&auml;ndern organisierte sich die argentinische Community, um gegen die Angriffe auf die Demokratie und ihre Grundpfeiler in ihrem Herkunftsland zu protestieren. In St&auml;dten wie Barcelona, Madrid und Berlin haben sich Gruppen gebildet, um Aktionen gegen die Wirtschafts- und Sozialpolitik der argentinischen Regierung zu organisieren. So&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.laizquierdadiario.com\/Argentinos-en-Dinamarca-protestaron-contra-la-compra-de-aviones-de-guerra\">protestierten<\/a>&nbsp;beispielsweise Argentinier in D&auml;nemark w&auml;hrend des Besuchs des argentinischen Verteidigungsministers Luis Petri in Kopenhagen gegen den Kauf von 24 F-16-Kampfflugzeugen, die 314 Millionen US-Dollar kosteten.<\/p><p>Auch in Deutschland wird es Proteste gegen den Besuch des Pr&auml;sidenten geben: die Gruppe Asamblea en Solidaridad con Argentina organisiert den Monat &bdquo;Anti-Milei&ldquo;. Den ganzen Juni &uuml;ber gibt es Veranstaltungen und Initiativen gegen die Politik Mileis und gegen seinen Besuch in Deutschland. Darunter ein offener Brief an Bundeskanzler Scholz, in dem er dazu aufgerufen wird, den argentinischen Pr&auml;sidenten nicht zu empfangen. Am 22. Juni, p&uuml;nktlich zum Preisverleih in der Hayek-Gesellschaft, finden ein Protest-Festival in Berlin und eine symbolische Preisverleihung der &bdquo;verrosteten Kettens&auml;ge&ldquo; in Hamburg statt.<\/p><p><em>Janna Tegeler, Lisa Buhl und Carm&iacute;n Rub&iacute; Rios Fukelman sind Teil der Gruppe Asamblea en Solidaridad con Argentina en Berlin.<\/em><\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/9uyuio4fRbA?si=Hi0nGtl2JAIWOyNc\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p><em>Dieser Artikel erschien <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/270071\/ein-anarchokapitalist-deutschland\">zuerst auf Amerika21<\/a>.<\/em><\/p><p><small>Titelbild: Milei bei der Konferenz &bdquo;Die Wiedergeburt der Freiheit in Argentinien und der Welt&ldquo; am 12. Juni in Buenos Aires&nbsp;&ndash; Quelle: <strong>LIZENZ: <\/strong><a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/4.0\/deed.es\">CC BY 4.0 ATRIBUCI&Oacute;N 4.0 INTERNACIONAL DEED<\/a> <a href=\"https:\/\/www.argentina.gob.ar\/noticias\/javier-milei-vamos-llevar-cabo-las-reformas-estructurales-quiera-o-no-quiera-la-politica\">argentina.gob.ar<\/a><\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117008\">Argentiniens Pr&auml;sident Milei besucht Deutschland &ndash; Beifall und Preis f&uuml;r einen elit&auml;ren K&ouml;nig, einen &bdquo;Revolution&auml;r des Kapitals&ldquo;, der sein Volk verachtet<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=115981\">Die bisherige Bilanz der Milei-Regierung in Argentinien: Armut, Hunger und Arbeitslosigkeit massiv gestiegen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=115395\">Lebensmittelpreise steigen um 90 Prozent: Proteste gegen die Hungerkrise in Argentinien<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114418\">Argentinien: Milei verk&uuml;ndet &bdquo;neue au&szlig;enpolitische Doktrin&ldquo; und Allianz mit der NATO<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/0dd936e68822415a8e3fd1b46956dedd\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Offizielle Angaben des Nationalen Instituts f&uuml;r Statistik und Bev&ouml;lkerungsbefragung (INDEC)<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Offizielle Angaben der Beobachtungsstelle f&uuml;r die soziale Verschuldung der Katholischen Universit&auml;t Argentiniens<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Besuch des argentinischen Pr&auml;sidenten Javier Milei am 22. Juni wird in Kreisen der ultraliberalen Hayek-Gesellschaft gefeiert, ist aber auch Grund f&uuml;r Proteste. Welche &Uuml;berzeugungen vertritt der Libert&auml;re, der in Argentinien radikale Reformen unbarmherzig vorantreibt? Wer steht ihm dabei zur Seite und welche Folgen hat seine Politik f&uuml;r das Land? Von <strong>Janna Tegeler, Lisa Buhl,<\/strong><\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117028\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":117030,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[126,20,205,125,30],"tags":[965,881,423,282,1112,284,895,441,2839,2564,365,2052,2402,2144,319,233,3420,1526,3271,312,309,1177,924],"class_list":["post-117028","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-erosion-der-demokratie","category-landerberichte","category-neoliberalismus-und-monetarismus","category-rechte-gefahr","category-wirtschaftspoliik-und-konjunktur","tag-argentinien","tag-armut","tag-austeritaetspolitik","tag-buergerproteste","tag-buergerrechte","tag-deregulierung","tag-freihandel","tag-freiheit","tag-generalstreik","tag-gewalt","tag-inflation","tag-investitionen","tag-lgbtq","tag-libertarismus","tag-lohnentwicklung","tag-marktliberalismus","tag-milei-javier","tag-nachtwaechterstaat","tag-preisdeckel","tag-reformpolitik","tag-repressionen","tag-rezession","tag-von-hayek-friedrich-august"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/CoverA21.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/117028","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=117028"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/117028\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":117096,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/117028\/revisions\/117096"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/117030"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=117028"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=117028"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=117028"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}