{"id":11711,"date":"2011-12-23T15:38:19","date_gmt":"2011-12-23T14:38:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11711"},"modified":"2011-12-23T15:38:19","modified_gmt":"2011-12-23T14:38:19","slug":"hinweise-des-tages-ii-42","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11711","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11711#h01\">Warum eine Demokratie den B&uuml;rger nicht zum Bettler machen darf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11711#h02\">Heiner Flassbeck &ndash; Am Deutschen Wesen &hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11711#h03\">W&auml;hrungsunion: Ausland muss Inland werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11711#h04\">Finanzm&auml;rkte: Die Invasion der Robo-Trader<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11711#h05\">Matt Taibbi &ndash; A Christmas Message From America&rsquo;s Rich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11711#h06\">Foto-Ausweis der Krankenkassen &ndash; &Auml;rzte lehnen die neue Gesundheitskarte ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11711#h07\">T&uuml;rkischer Name, tr&uuml;be Aussichten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11711#h08\">Knoten in der Kette: &Uuml;ber Einzelhandel, Logistik-Outsourcing und Leiharbeit in den USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11711#h09\">Therapeuten als Leiharbeiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11711#h10\">Statistik widerlegt Atomlobby<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11711#h11\">Die neue politische Geschenk&ouml;konomie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11711#h12\">Deutscher Afghanistan-Einsatz: Zehn vertane Jahre<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11711#h13\">&bdquo;Das Supertalent&ldquo;: Die dunklen Seiten der RTL-Glitzer-Show<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11711#h14\">Die meisteingeladenen Talkshowg&auml;ste 2011<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11711#h15\">das Allerletzte: Obz&ouml;n<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11711#h16\">zu guter Letzt: Wilfried Schmickler &ndash; Soviele Menschen in Arbeit wie nie zuvor &ndash; Danke Deutschland<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=11711&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Warum eine Demokratie den B&uuml;rger nicht zum Bettler machen darf<\/strong><br>\n[&hellip;] Wenn sich der Weihnachtsduft verzogen hat, die Kerzen heruntergebrannt und die Spenden-Galas gesendet sind, klingt das Mitmenschlichkeitspathos unserer Feiertagsutopie ab, und wir haben es wieder mit dem allt&auml;glichen, von jeder Sentimentalit&auml;t befreiten Armutsproblem zu tun.<br>\nUnd da kommt es gerade nicht auf das sogenannte Menschliche an, also nicht auf eine den Menschenfreund r&uuml;hrende sentimentale Form der Menschenfreundlichkeit &ndash; sondern auf eine juristisch kodifizierte Form der (Sozial-)Hilfe, die aus einem Gnadenakt ein Recht macht. Das hat mit der anspruchsvollen Maxime zu tun, die unser Grundgesetz als Ausgangspunkt allen staatlichen und gesetzgeberischen Handelns formuliert: &bdquo;Die W&uuml;rde des Menschen ist unantastbar.&ldquo; Hier wird definiert, was Grundlage und Handlungsmotiv sein sollte: die Anerkennung der Gleichwertigkeit aller Menschen.<br>\nAls demokratischer, sozialer Rechtsstaat will die Bundesrepublik den B&uuml;rger auch materiell so ausstatten, dass er am demokratischen Prozess teilnehmen kann, so er will. Er hat das Recht auf ein &ndash; politisch immer auszuhandelndes &ndash; Minimum an materiellen Mitteln. Als B&uuml;rger darf er nicht zum Bettler gemacht werden, auch soziale Rechte sind einklagbar &ndash; und nichts, was man versch&auml;mt erbitten und erbetteln muss. Und das finden dann viele eben unversch&auml;mt, vor allem, wenn sie glauben, dass die Bed&uuml;rftigen auf ihre Kosten leben. (Wobei etwa im Fall des Niedriglohns, der mit Sozialhilfe aufgestockt werden muss, zu fragen ist, wer hier f&uuml;r wen zahlt.)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.haz.de\/Hannover\/Aus-der-Stadt\/Uebersicht\/Warum-eine-Demokratie-den-Buerger-nicht-zum-Bettler-machen-darf\">Hannoversche Allgemeine<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Heiner Flassbeck &ndash; Am Deutschen Wesen &hellip;<\/strong><br>\nWenn jemand eine Entscheidung trifft, sollte er auch daf&uuml;r einstehen. Kompetenz und Haftung, sagte man in den guten alten Zeiten, geh&ouml;ren zusammen. Das ist heute nicht mehr so, jedenfalls nicht &uuml;berall und insbesondere nicht in Europa. So fragt man sich beispielsweise, wer alles zur&uuml;cktritt, wenn ein europ&auml;ischer Gipfel im Dezember 2011 erkl&auml;rt, die monatelange Diskussion um einen &bdquo;Schuldenschnitt&ldquo; f&uuml;r Griechenland sei falsch gewesen, weil man damit die M&auml;rkte verunsichert habe.<br>\nAn der gesamten Euromisere ist ebenfalls eigentlich niemand schuld &ndash; oder? Zum zehnj&auml;hrigen Jubil&auml;um der physischen Euroeinf&uuml;hrung des Euro scheint es mir angemessen, einige der Dauerfalschmacher einmal beim Namen zu nennen, weil sonst die gemeinsame europ&auml;ische W&auml;hrung untergeht und wir wissen immer noch nicht, warum.<br>\nDas Drama begann schon in den 90er Jahren damit, dass man eine neue W&auml;hrung und eine europ&auml;ische Zentralbank auf den Weg brachte, ohne auch nur einmal ernsthaft dar&uuml;ber zu reden, welche Art von Geldpolitik diese Zentralbank machen sollte. Wer w&auml;re schon auf den seltsamen Gedanken gekommen, eine gro&szlig;e geschlossene Volkswirtschaft wie die Eurozone brauche vielleicht eine andere Geldpolitik als eine relativ kleine offene Volkswirtschaft wie Deutschland? Nein, was gut f&uuml;r Deutschland war musste auch gut f&uuml;r Europa sein und die guten Volkswirte, die Deutschland in den Vorstand der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) entsandte, sorgten daf&uuml;r, dass das ordnungsgem&auml;&szlig; umgesetzt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/111223_flassbeck_adw.pdf\">Wirtschaft und Markt, Januar 2012 [PDF &ndash; 61 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>W&auml;hrungsunion: Ausland muss Inland werden<\/strong><br>\nWarum hat der US-Dollar &uuml;berlebt? Warum ist dieses riesige W&auml;hrungsgebiet nicht l&auml;ngst auseinandergebrochen? In den USA gibt es Industriebrachen wie Detroit und Boomregionen wie New York. Das Gef&auml;lle zwischen den Bundesstaaten ist enorm: Das Pro-Kopf-Einkommen im reichen Maryland liegt doppelt so hoch wie im armen Mississippi. Dieses Gef&auml;lle erinnert an die Eurozone: Das Pro-Kopf-Einkommen in Griechenland oder Portugal ist auch nur etwa halb so hoch wie in Deutschland. Trotzdem h&auml;lt der Dollar diese Spannungen m&uuml;helos aus &ndash; w&auml;hrend der Euro kollabieren k&ouml;nnte. Warum?<br>\nDie erste Differenz ist wenig &uuml;berraschend: Die USA sind ein Staat, nicht eine Staatengemeinschaft wie die Eurozone. Also kommt es zu einem gewissen sozialen Ausgleich zwischen den US-Regionen &ndash; etwa durch die staatliche Krankenversicherung, auf die jeder Rentner einen Anspruch hat. Wichtiger ist aber ein zweiter Effekt: Viele US-Amerikaner sind auf Wanderschaft. Sie ziehen aus den armen Gegenden in die reichen Metropolen, um dort Arbeit zu finden. Ohne diese permanente Migration w&uuml;rde der Dollar nicht funktionieren. Auch die Eurozone wird nun von diesem Trend erfasst. Wie das Statistische Bundesamt meldet, steigt die Zahl der Spanier und Griechen, die nach Deutschland umziehen, um der Arbeitslosigkeit zu entfliehen. Das ist unausweichlich. Der Euro kann nur &uuml;berleben, wenn aus dem Ausland Inland wird. Das lehrt der Dollar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2011%2F12%2F23%2Fa0094&amp;cHash=75d3051b3b\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Zun&auml;chst ist darauf hinzuweisen, dass das regionale Gef&auml;lle der Pro-Kopf-Einkommen in Europa bedeutend gr&ouml;&szlig;er ist als in den USA. Die Mittel der der EU zur Verf&uuml;gung stehenden Strukturfonds zur Verringerung des Strukturgef&auml;lles sind nicht mit dem  auch in den USA bestehende Finanzausgleich zu vergleichen (automatische Reduktion der Steuerzahlungen an und erh&ouml;hte Transfers durch den Bund). Zweitens: Einmal ganz abgesehen davon, dass auch in Deutschland immer noch Massenarbeitslosigkeit besteht und damit dem Zuzug von arbeitslosen Europ&auml;ern Grenzen gesetzt sind, d&uuml;rften die bestehenden Sprachbarrieren einer &ldquo;permanenten Migration&rdquo; im Wege stehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Finanzm&auml;rkte: Die Invasion der Robo-Trader<\/strong><br>\nDer automatisierte Handel hat die B&ouml;rsen revolutioniert. Viele sehen darin einen Vorteil. Der algorithmische Handel habe die Transaktionskosten gesenkt, die Liquidit&auml;t erh&ouml;ht und die Preisfindung verbessert. Zu diesem Schluss kam zum Beispiel ein Forscherteam um Terrence Hendershott von der Haas School of Business. M&ouml;glicherweise sind diese Ergebnisse aber durch den Beobachtungszeitraum verzerrt &ndash; Hendershott und Co. haben die Jahre 2001 bis 2005 betrachtet, in denen die B&ouml;rsen im Aufwind waren. &ldquo;Ob die Wirkungen in einem turbulenteren Marktumfeld &auml;hnlich positiv sind, ist eine offene Frage&rdquo;, r&auml;umen die Forscher ein. Der Yale-Professor Frank Zhang zweifelt die positiven Wirkungen der Computer-H&auml;ndler grunds&auml;tzlich an. Er ist &uuml;berzeugt: Die Computer-H&auml;ndler richten permanenten Schaden an. Zhang hat die Kursentwicklung Tausender b&ouml;rsennotierter US-Unternehmen analysiert &ndash; und kommt zu einem bedenklichen Ergebnis. &ldquo;Nimmt man alles zusammen&rdquo;, so Zhang, &ldquo;sind die Resultate konsistent mit der Annahme, dass HFT die Volatilit&auml;t der M&auml;rkte erh&ouml;ht.&rdquo; Im Schnitt steigere eine sp&uuml;rbare Zunahme des Hochfrequenzhandels die Kursausschl&auml;ge um 5,6 Prozent. Die Computer seien so programmiert, dass sie ungeachtet realer Entwicklungen auf Trends aufspringen. Dies f&uuml;hrt zu einem Herdentrieb, der ausgepr&auml;gter sei als bei menschlichen H&auml;ndlern. Das mache den Markt fragiler. &ldquo;Letztlich werden die Ressourcen in der Gesellschaft weniger effizient verteilt&rdquo;, sagt Zhang. &ldquo;Das betrifft jeden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2011-12\/boerse-finanzmaerkte\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Hochfrequenzhandel ist keine Petitesse. In den USA werden bis zu 70 Prozent und in Europa bis zu 40 Prozent der Wertpapiertransaktionen dar&uuml;ber abgewickelt. Und die Systeme werden immer schneller: Das Handelssystem in Singapur operiert mit Millionstel Sekunden, Wertpapierorders sollen in 90 Millionstel Sekunden get&auml;tigt werden k&ouml;nnen. Angesichts des immer noch existierenden globalen Deregulierungswettrennens ist kaum zu erwarten, dass es zu einer Entschleunigung der B&ouml;rsen kommen wird, auch wenn gerade in Krisenzeiten gesamtwirtschaftlich bedrohliche Volatilit&auml;ten entstehen &ndash; bis der Krug bricht. Volkommen unverst&auml;ndlich ist, warum die Staaten sich nicht darauf verst&auml;ndigen k&ouml;nnen, durch eine Transaktionssteuer an den steigenden Ums&auml;tzen zu partizipieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Matt Taibbi &ndash; A Christmas Message From America&rsquo;s Rich<\/strong><br>\nThe entire ethos of modern Wall Street, on the other hand, is complete indifference to all of these matters. The very rich on today&rsquo;s Wall Street are now so rich that they buy their own social infrastructure. They hire private security, they live on gated mansions on islands and other tax havens, and most notably, they buy their own justice and their own government.<br>\nAn ordinary person who has a problem that needs fixing puts a letter in the mail to his congressman and sends it to stand in a line in some DC mailroom with thousands of others, waiting for a response.<br>\nBut citizens of the stateless archipelago where people like Schwarzman live spend millions a year lobbying and donating to political campaigns so that they can jump the line. They don&rsquo;t need to make sure the government is fulfilling its customer-service obligations, because they buy special access to the government, and get the special service and the metaphorical comped bottle of VIP-room Cristal afforded to select customers. [&hellip;]<br>\nMost of us 99-percenters couldn&rsquo;t even let our dogs leave a dump on the sidewalk without feeling ashamed before our neighbors. It&rsquo;s called having a conscience: even though there are plenty of things most of us could get away with doing, we just don&rsquo;t do them, because, well, we live here. Most of us wouldn&rsquo;t take a million dollars to swindle the local school system, or put our next door neighbors out on the street with a robosigned foreclosure, or steal the life&rsquo;s savings of some old pensioner down the block by selling him a bunch of worthless securities.<br>\nBut our Too-Big-To-Fail banks unhesitatingly take billions in bailout money and then turn right around and finance the export of jobs to new locations in China and India. They defraud the pension funds of state workers into buying billions of their crap mortgage assets. They take zero-interest loans from the state and then lend that same money back to us at interest. Or, like Chase, they bribe the politicians serving countries and states and cities and even school boards to take on crippling debt deals.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rollingstone.com\/politics\/blogs\/taibblog\/a-christmas-message-from-americas-rich-20111222\">Rolling Stone<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Foto-Ausweis der Krankenkassen &ndash; &Auml;rzte lehnen die neue Gesundheitskarte ab<\/strong><br>\nBis zum Jahresende soll jeder zehnte Versicherte den neuen Foto-Ausweis erhalten. Dessen Sinn und Sicherheit werden bezweifelt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/politik\/article2133964\/Aerzte-lehnen-die-neue-Gesundheitskarte-ab.html\">Hamburger Abendblatt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/mobil.abendblatt.de\/politik\/article2134795\/Neue-Berichte-ueber-Pannen-bei-elektronischer-Gesundheitskarte.html?cid=politik\">Hamburger Abendblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> &Uuml;ber ein Foto auf der Gesundheitskarte kann man streiten, wenn das Foto freiwillig von der Patientin \/ vom Patienten zur Verf&uuml;gung gestellt wird; der Missbrauch verlorener oder gestohlener Gesundheitskarten w&uuml;rde sehr erschwert werden. Problematischer als das Foto sind nach wie vor die Pl&auml;ne <a href=\"http:\/\/www.stoppt-die-e-card.de\/index.php?\/archives\/164-Die-neue-elektronische-Gesundheitskarte-Kann-nichts,-ist-aber-hochinfektioes.html\">zentral gespeicherter Gesundheitsdaten<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>T&uuml;rkischer Name, tr&uuml;be Aussichten<\/strong><br>\nJunge Migranten haben keine gleichen Ausbildungschancen. Ob die Suche nach einer Lehrstelle Erfolg hat, h&auml;ngt stark von ihrem Herkunftsland ab, teilte am Dienstag das Bundesinstitut f&uuml;r Berufsbildung (BIBB) in Bonn mit. Demnach ist es f&uuml;r Jugendliche, deren Familien aus der T&uuml;rkei oder arabischen Staaten stammen, deutlich schwerer, einen Ausbildungsplatz zu finden, als f&uuml;r Jugendliche anderer Herkunftsregionen, selbst mit gleichen Schulabschl&uuml;ssen. Junge Migranten werden den Angaben zufolge bei der Ausbildungsplatzsuche zudem seltener zu einem Vorstellungsgespr&auml;ch eingeladen. W&auml;hrend sich mehr als drei F&uuml;nftel der Bewerber ohne Migrationshintergrund pers&ouml;nlich in Betrieben vorstellen k&ouml;nnen, trifft dies nur auf die H&auml;lfte der Jugendlichen mit ausl&auml;ndischen Wurzeln zu. Noch niedriger liegt der Anteil bei Jugendlichen mit t&uuml;rkisch-arabischem Hintergrund (46 Prozent).<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2011%2F12%2F21%2Fa0062&amp;cHash=3c77a84713\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bibb.de\/dokumente\/pdf\/BIBBreport_16_11_final_de.pdf\">bibb [PDF &ndash; 1 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider ist die Methodik dieser Untersuchung doch sehr konventionell. So kommt der Report relativ unkritisch zu der durchaus plausibel klingenden Aussage, dass junge Menschen aus Familien mit einer Migrationsgeschichte deswegen gr&ouml;&szlig;ere Schwierigkeiten haben, da sie &ldquo;bei Verlassen der allgemeinbildenden Schule im Vergleich zu Jugendlichen ohne Migrationshintergrund &uuml;ber niedrigere schulische Qualifikationen verf&uuml;gen, was ihre Aussichten auf eine Ausbildungsstelle schm&auml;lert.&rdquo; Nur m&uuml;sste die Autorin eigentlich stutzig werden, wenn Migranten bei der Ausbildungsplatzsuche seltener zu Vorstellungsgespr&auml;chen eingeladen werden. Der Titel der taz, &bdquo;T&uuml;rkischer Name, tr&uuml;be Aussichten&ldquo;, verweist in die richtige Richtung. Franz&ouml;sische Untersuchungen haben aufgezeigt, dass bei identischen Bewerbungen, ja sogar bei besserer Qualifikation nordafrikanische Namen nicht zum Zuge kamen. Der Mensch wird allein schon aufgrund seines Namens aussortiert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Knoten in der Kette: &Uuml;ber Einzelhandel, Logistik-Outsourcing und Leiharbeit in den USA<\/strong><br>\nWenn man die Fernstra&szlig;en 55 oder 80 s&uuml;dwestlich von Chicago entlang f&auml;hrt, gleiten kilometerlang anonyme, fensterlose Lagergeb&auml;ude an einem vorbei. Jedes Jahr werden hier Waren im Wert von einer Billion Dollar umgeschlagen. Damit ist dies einer der gr&ouml;&szlig;eren Knotenpunkte im globalen Netz der Verteilung von Konsumprodukten. Gro&szlig;e Einzelhandelsunternehmen wie WalMart heuern f&uuml;r den Betrieb ihrer Lagerh&auml;user oft Logistikunternehmen an, die sich wiederum ihr Personal h&auml;ufig von Leiharbeitsfirmen holen. Bei einer Untersuchung, die WWJ mit Unterst&uuml;tzung von ForscherInnen der Universit&auml;t Chicago durchf&uuml;hrte, kam heraus, dass 63 Prozent der LagerhausarbeiterInnen im Will County westlich von Chicago bei Zeitarbeitsfirmen besch&auml;ftigt sind. Allein in diesem Bezirk gibt es 100 Zeitarbeitsfirmen, sowohl gro&szlig;e, landesweit agierende wie Staffmark als auch kleine lokale. &ndash; &raquo;Das ist die Richtung, in die sich unsere Wirtschaft entwickelt&laquo;, konstatiert Mark Meinster von UE. &raquo;Diese Art der Besch&auml;ftigung durch Leiharbeitsfirmen sehen wir in der Produktion, im Gastgewerbe, im Gesundheitsbereich und sogar im Handel. Wenn Gewerkschaften in dieser &Ouml;konomie Macht aufbauen wollen, m&uuml;ssen wir die Leiharbeiter organisieren.&laquo; &ndash; Ein gro&szlig;es Thema ist Akkordarbeit bei der Bezahlung der Besch&auml;ftigten pro Schiffscontainer. Je nach Inhalt k&ouml;nnen zwei Besch&auml;ftigte mit der Entladung in ein paar Stunden fertig sein &ndash; oder aber eine ganze Schicht dazu brauchen, was dann ihren Lohn unter die Mindestlohngrenze dr&uuml;ckt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/de\/artikel\/27124\">Linksnet<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Therapeuten als Leiharbeiter<\/strong><br>\nSachsen-Anhalt: Besch&auml;ftigte des Ameos-Klinikums Haldensleben k&auml;mpfen gegen Lohndumping<br>\nAuslagerungen in eine hauseigene Leiharbeitsfirma, eine d&uuml;nne Personaldecke und schlechte Bezahlung sorgen seit Jahren f&uuml;r wachsenden Unmut unter den Besch&auml;ftigten des privatisierten Fachkrankenhauses f&uuml;r Psychiatrie und Neurologie in Haldensleben (Landkreis B&ouml;rde). Das m&uuml;ndete jetzt in einem Tarifstreit. Am Dienstag traten rund 120 Mitarbeiter in einen viereinhalbst&uuml;ndigen Warnstreik. Unterdessen verhandelte die Gewerkschaft ver.di mit dem Klinikkonzern Ameos. Dessen Angebot stimmte jedoch weder ver.di noch Besch&auml;ftigte zufrieden. Im Januar soll die Entscheidung fallen, ob der Arbeitskampf fortgesetzt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/12-23\/039.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Statistik widerlegt Atomlobby<\/strong><br>\nTrotz des Atomausstiegs bleibt Deutschland ein Stromexporteur. Und am Strommarkt sind die Preise nicht h&ouml;her als vor der Katastrophe in Fukushima.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Deutschland-exportiert-weiterhin-Strom-\/!84270\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die neue politische Geschenk&ouml;konomie<\/strong><br>\nUnser Problem ist nicht das Fehlverhalten des Bundespr&auml;sidenten &ndash; sondern ein System aus Schattennetzwerken, in dem politische Seilschaften und finanzstarke Unterst&uuml;tzer mehr z&auml;hlen als das Allgemeinwohl.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/christoph-bieber\/9356-betriebsgeheimnisse-der-politik#9356\">The European<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Deutscher Afghanistan-Einsatz: Zehn vertane Jahre<\/strong><br>\nVersprochen &ndash; gebrochen: Vor zehn Jahren beschloss der Bundestag, Soldaten nach Afghanistan zu entsenden. Deutschland sicherte dem Land Frieden, Frauenrechte und Demokratie zu. Erreicht wurde nichts. Die Geschichte eines gro&szlig;en Irrtums.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,805088,00.html\">Spiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&bdquo;Das Supertalent&ldquo;: Die dunklen Seiten der RTL-Glitzer-Show<\/strong><br>\nDie Casting-Show &bdquo;Das Supertalent&ldquo; war auch in diesem Jahr wieder ein Quotenhit f&uuml;r den Privatsender RTL. Wer hinter die Kulissen schaut, findet Seelen-Striptease und Hinweise auf Knebelvertr&auml;ge und Manipulationen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/it-medien\/die-dunklen-seiten-der-rtl-glitzer-show\/v_detail_tab_print,5984966.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><strong>Siehe dazu auch <a href=\"\/?p=2945\">Menschenverachtung bei RTL &ldquo;Deutschland Sucht den Superstar&rdquo;<\/a><\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die meisteingeladenen Talkshowg&auml;ste 2011<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/111223_talkshowgaeste_2011_01.jpg\" alt=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/fernsehen\/die-meisteingeladenen-talkshowgaeste-2011\/2011\/12\/22.html\">Meedia.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Obz&ouml;n<\/strong><br>\nunsere Leserin A.B. schickte uns folgenden Screenshot vom heutigen Internetauftriff der Deutschen Bank und kommentierte ihn mit den Worten &bdquo;Einfach nur noch obz&ouml;n&ldquo;. Frau B., Sie haben Recht.\n<p><a href=\"\/upload\/bilder\/ggigegif.png\"><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/ggigegif_small.png\" alt=\"\"><\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: Weihnachtsengel des Tages: Deutsche Bank<\/strong><br>\n[&hellip;] Denn einmal Weitersagen ist ein Euro zus&auml;tzliche Unterst&uuml;tzung durch die Deutsche Bank.&laquo; Stolz verk&uuml;ndete das Geldhaus am Donnerstag mittag, es seien bereits &raquo;1284 Euro f&uuml;r die Winterspeisung&laquo; zusammengekommen. 1994 hatte der damalige Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Hilmar Kopper, die Summe von 50 Millionen D-Mark (25,56 Millionen Euro) als &raquo;Peanuts&laquo; bezeichnet. Was ist die bislang erbettelte Summe dann nach deren eigenen Ma&szlig;st&auml;ben?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/12-23\/032.php\">Junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Wilfried Schmickler &ndash; Soviele Menschen in Arbeit wie nie zuvor &ndash; Danke Deutschland<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=EDWRUx0pp7I\">WDR via YouTube<\/a>\n<p><strong>dazu schickte uns unser Leser K.N. folgende &ndash; sehr passende &ndash; Photomontage:<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/111223_danke.jpg\" alt=\"\"><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-11711","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11711","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11711"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11711\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11715,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11711\/revisions\/11715"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11711"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11711"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11711"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}