{"id":117122,"date":"2024-06-24T09:04:28","date_gmt":"2024-06-24T07:04:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117122"},"modified":"2024-06-25T07:29:19","modified_gmt":"2024-06-25T05:29:19","slug":"die-groesste-wohlstandsvernichtung-in-der-geschichte-der-bundesrepublik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117122","title":{"rendered":"Die gr\u00f6\u00dfte Wohlstandsvernichtung in der Geschichte der Bundesrepublik"},"content":{"rendered":"<p>Corona-Ma&szlig;nahmen, die Unterst&uuml;tzung der Ukraine und Aufr&uuml;stung haben Sonderausgaben und Kosten erzeugt, welche zu h&ouml;heren Belastungen f&uuml;hren als die deutsche Einheit. Eine Aufstellung der Positionen verdeutlicht die Dimensionen der Verluste und die Auswirkungen auf den Wohlstandstaat. Anstatt die exorbitanten Summen in Bildung, Energieunabh&auml;ngigkeit, Ausbau von Infrastruktur und F&ouml;rderprogramme f&uuml;r sozial Benachteiligte zu investieren, werden damit wissenschaftlich &auml;u&szlig;erst fragw&uuml;rdige Gesundheitsma&szlig;nahmen, Kriege im Ausland und Waffen finanziert. Von <strong>Karsten Montag<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_1985\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-117122-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240624_Die_groesste_Wohlstandsvernichtung_in_der_Geschichte_der_Bundesrepublik_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240624_Die_groesste_Wohlstandsvernichtung_in_der_Geschichte_der_Bundesrepublik_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240624_Die_groesste_Wohlstandsvernichtung_in_der_Geschichte_der_Bundesrepublik_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240624_Die_groesste_Wohlstandsvernichtung_in_der_Geschichte_der_Bundesrepublik_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=117122-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240624_Die_groesste_Wohlstandsvernichtung_in_der_Geschichte_der_Bundesrepublik_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"240624_Die_groesste_Wohlstandsvernichtung_in_der_Geschichte_der_Bundesrepublik_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Die politischen Entscheidungen der letzten vier Jahre haben zu Sonderausgaben und Kosten gef&uuml;hrt, welche in Summe die Marke von einer Billion Euro erreicht haben. Im Schnitt sind das 250 Milliarden Euro pro Jahr. Ein Gro&szlig;teil der Verluste h&auml;tte vermieden werden k&ouml;nnen, wenn die Entscheidungen zum Wohl der deutschen Bev&ouml;lkerung ausgefallen w&auml;ren.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624-Wohlstandvernichtung-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624-Wohlstandvernichtung-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Abbildung 1: Sonderausgaben und h&ouml;here Kosten aufgrund politischer Entscheidungen; Datenquellen: Bundesfinanzministerium, Wikipedia, Welt, Bundesamt f&uuml;r Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, Bundesnetzagentur, Kieler Institut f&uuml;r Weltwirtschaft, Statistisches Bundesamt, Tagesschau<\/small><\/p><p>Zum Vergleich: Die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kosten_der_deutschen_Einheit\">Kosten der deutschen Einheit<\/a> (Nettotransfer, Aufbauhilfen, Sonderleistungen) beliefen sich zwischen 1990 und 2003 auf circa 1,4 Billionen Euro, im Schnitt also 100 Milliarden Euro pro Jahr. Die deutsche Einheit war bis 2019 die gr&ouml;&szlig;te Sonderbelastung in der Geschichte Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie enthielt Investitionen, die den Menschen zugutegekommen sind. Mit 250 Milliarden Euro pro Jahr seit 2020 stellen die aktuellen Belastungen also bei weitem die gr&ouml;&szlig;te Wohlstandsvernichtung in der Geschichte der Bundesrepublik dar. Denn nichts davon l&auml;sst sich als Investition in eine bessere Zukunft f&uuml;r die deutsche Bev&ouml;lkerung umdeuten.<\/p><p><strong>Woher das Geld kommt &hellip;<\/strong><\/p><p>Ein Gro&szlig;teil der Sonderausgaben wurde durch die Neuverschuldung von Bund und L&auml;ndern gegenfinanziert.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624-Wohlstandvernichtung-02.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624-Wohlstandvernichtung-02.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Abbildung 2: Gesamtverschuldung Bund, L&auml;nder, Gemeinden, Sozialversicherung; Datenquelle: <a href=\"https:\/\/www-genesis.destatis.de\/genesis\/online\">Statistisches Bundesamt<\/a> (Tabelle 71321-0005)<\/small><\/p><p>Nachdem nach Beschluss der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schuldenbremse_(Deutschland)\">Schuldenbremse<\/a> in den 2010er-Jahren die Staatsverschuldung Deutschlands merklich zur&uuml;ckgegangen war, stieg sie zwischen 2020 und 2024 um ann&auml;hernd 600 Milliarden auf insgesamt knapp 2,5 Billionen Euro an. Die Neuverschuldung zieht aufgrund von Tilgung und Zinsleistungen Kosten nach sich, welche die &ouml;ffentlichen Haushalte belasten.<\/p><p>&hellip; <strong>und wo das Geld fehlt<\/strong><\/p><p>Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland hat Anfang 2020 im Zuge der Corona-Ma&szlig;nahmen einen tieferen Einbruch erlitten als w&auml;hrend der Finanzkrise 2008\/2009 und hat sich auch nicht in dem gleichen Ma&szlig;e erholt wie zu Beginn der 2010er-Jahre. Auch die <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/73769\/umfrage\/prognosen-zur-entwicklung-des-deutschen-bip\/\">Wachstumsprognosen<\/a> f&uuml;r 2024 und 2025 pendeln je nach Wirtschaftsinstitut zwischen minus 0,5 und 0,4 beziehungsweise zwischen minus 0,5 und 1,5 Prozent.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624-Wohlstandvernichtung-03.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624-Wohlstandvernichtung-03.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Abbildung 3: Preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt Deutschlands; Datenquelle: <a href=\"https:\/\/www-genesis.destatis.de\/genesis\/online\">Statistisches Bundesamt<\/a> (Tabelle 81000-0002)<\/small><\/p><p>W&auml;re das BIP zwischen Anfang 2020 und Anfang 2024 weiter so gewachsen wie im Schnitt der Jahre zwischen 2012 und 2019, h&auml;tte Deutschland ein Mehr von knapp 800 Milliarden Euro erwirtschaftet.<\/p><p><strong>Der gr&ouml;&szlig;te Posten der Ausgaben: die Corona-Ma&szlig;nahmen<\/strong><\/p><p>Die bei weitem gr&ouml;&szlig;ten Sonderausgaben der letzten vier Jahre haben die Corona-Ma&szlig;nahmen verursacht. Auf eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Dietmar Bartsch (Die Linke) ver&ouml;ffentlichte das Bundesfinanzministerium im Oktober 2020 eine <a href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/19\/234\/1923454.pdf\">Absch&auml;tzung der Kosten der Ma&szlig;nahmen f&uuml;r 2020 und 2021<\/a>. Von den insgesamt knapp 620 Milliarden Euro entfallen 474 Milliarden auf den Bund und 116 Milliarden auf die L&auml;nder und Gemeinden. Im Vergleich dazu schlagen die Kosten f&uuml;r die Corona-Impfpr&auml;parate laut einer <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/ndr-wdr\/corona-impfstoff-kosten-101.html\">Meldung der <em>Tagesschau<\/em><\/a> vom Januar 2023 &bdquo;lediglich&ldquo; mit etwas mehr als 13 Milliarden Euro zu Buche.<\/p><p>Aus der Ver&ouml;ffentlichung einer <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/deutschland\/politik\/corona-massnahmen-kosten-bund-deutschland-100.html\">Aufstellung des Bundesfinanzministeriums f&uuml;r den Haushaltsausschuss des Bundestages vom April 2023<\/a> geht hervor, dass allein der Bund im Rahmen der Corona-Ma&szlig;nahmen zwischen 2020 und 2022 fast 440 Milliarden Euro f&uuml;r Impfungen, Tests, Wirtschafts-, Steuer-, Arbeitnehmerhilfen und andere Corona-Ma&szlig;nahmen ausgegeben hat. Somit waren die Sch&auml;tzungen des Finanzministeriums Ende 2020 in der richtigen Gr&ouml;&szlig;enordnung.<\/p><p>Ob die restriktiven Corona-Ma&szlig;nahmen weltweit tats&auml;chlich Millionen von Menschenleben gerettet haben, wie dies einige Forscher <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/113600\/Studien-Lockdown-hat-viele-Millionen-Menschenleben-gerettet\">anhand von Modellrechnungen behaupten<\/a>, war von Anfang an umstritten. Der Goldstandard in der Medizinwissenschaft sind <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/archiv\/106949\/Randomisierte-kontrollierte-Studien\">randomisierte kontrollierte Studien<\/a>. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass es neben einer Ma&szlig;nahmengruppe auch eine Kontrollgruppe gibt, um die Wirksamkeit einer Ma&szlig;nahme zu ermitteln. Diese Kontrollgruppe hat es in der Corona-Zeit gegeben. &Uuml;ber zehn Millionen Schweden waren gr&ouml;&szlig;tenteils keinen restriktiven Anordnungen wie Reisebeschr&auml;nkungen, Gesch&auml;fts- und Schulschlie&szlig;ungen, Maskenpflicht oder Ausgangssperren unterworfen.<\/p><p>Der Vergleich von Gesamtsterbefallzahlen im Verh&auml;ltnis zur jeweiligen Bev&ouml;lkerungsgr&ouml;&szlig;e zwischen Deutschland und Schweden l&auml;sst gro&szlig;e Zweifel an den Modellrechnungen aufkommen. Denn hierbei handelt es sich nicht um Modelle, deren Ergebnisse &uuml;ber unbest&auml;tigte oder schwach belegte Annahmen einfach manipulierbar sind, sondern um Tatsachen. Schweden hat unterm Strich in den Corona-Jahren 2020 und 2021 eine <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/134232\/Uebersterblichkeit-WHO-Autoren-korrigieren-Daten-fuer-Deutschland-und-Schweden\">geringere &Uuml;bersterblichkeit je 100.000 Einwohner<\/a> zu verzeichnen gehabt als Deutschland.<\/p><p>Anstatt diese einfach nachzuvollziehenden Tatsachen zu akzeptieren, hat das RKI im Nachhinein versucht, mit <a href=\"https:\/\/www.rki.de\/DE\/Content\/InfAZ\/N\/Neuartiges_Coronavirus\/Projekte_RKI\/StopptCOVID_studie.html\">einer Studie<\/a> die Wirksamkeit der Ma&szlig;nahmen in Deutschland zu belegen &ndash; ausgerechnet mit einer weiteren Modellberechnung. Deren Wissenschaftlichkeit wurde von Forschern aus unterschiedlichen Fachrichtungen <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Was-die-StopptCOVID-Studie-des-RKI-aussagt-und-was-nicht-9234901.html\">angezweifelt<\/a>.<\/p><p>Unumstritten ist hingegen der Zusammenhang zwischen den Ma&szlig;nahmen und dem Einbruch der Wirtschaftsleistungen. W&auml;hrend Deutschland 2020 einen R&uuml;ckgang des BIP um minus 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen hatte, ist die schwedische Wirtschaft im gleichen Zeitraum <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/14414\/umfrage\/bruttoinlandsprodukt-bip-in-schweden\/\">um 2,5 Prozent gewachsen<\/a>. 2021, als sich die deutsche Wirtschaft mit einem Wachstum von 3,1 Prozent wieder erholte, ist die schwedische gar um 16,9 Prozent gewachsen.<\/p><p>Angesichts dieser simplen sowie einleuchtenden Zahlen und Vergleiche ist es mehr als &uuml;berf&auml;llig, dass eine angemessene politische und mediale Aufarbeitung der Corona-Ma&szlig;nahmen in Deutschland stattfindet. Zumal vor dem Hintergrund der Ver&ouml;ffentlichung der RKI-Protokolle deutlich wird, unter welchem politischen und medialen Druck das RKI stand, dessen Sachbearbeiter sich in vielerlei Hinsicht zun&auml;chst gegen die Ma&szlig;nahmen ausgesprochen haben. Doch gro&szlig;e Teile der Abgeordneten der CDU\/CSU und der Parteien der Ampelkoalition im Bundestag sowie in den L&auml;nderparlamenten, die f&uuml;r die Ma&szlig;nahmen verantwortlich waren, verhindern entsprechende Untersuchungsaussch&uuml;sse in ihren Gesetzgebungsgremien.<\/p><p><strong>Mehrkosten aufgrund h&ouml;herer Gas- und &Ouml;lpreise<\/strong><\/p><p>Deutlich h&ouml;here Preise f&uuml;r Erdgas im Vergleich zum Durchschnittspreis (2010 bis 2019) sind f&uuml;r Mehrkosten von rund 74 Milliarden Euro in Deutschland zwischen 2021 und 2023 verantwortlich. Zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sind sie letztendlich auf die <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/artikel\/die-nord-stream-story\">Nichtinbetriebnahme von Nord Stream 2<\/a>, die Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland an die Ukraine sowie ein Missverh&auml;ltnis von Angebot und Nachfrage auf dem europ&auml;ischen Gasmarkt. Die Sprengung von Nord Stream hat letztendlich nur wenig Einfluss auf die Entwicklung der Gaspreise gehabt.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624-Wohlstandvernichtung-04.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624-Wohlstandvernichtung-04.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Abbildung 4: Preis pro Terajoule Netto-Erdgasimport Deutschland; Datenquellen: <a href=\"https:\/\/www.bafa.de\/DE\/Energie\/Rohstoffe\/Erdgasstatistik\/erdgas_node.html\">Bundesamt f&uuml;r Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.bundesnetzagentur.de\/SharedDocs\/Pressemitteilungen\/DE\/2024\/20240104_Gasversorgung2023.html\">Bundesnetzagentur<\/a><\/small><\/p><p>Die Inbetriebnahme der im September 2021 fertiggestellten Nord-Stream-2-Pipelines wurde durch US-amerikanische Sanktionen, Verz&ouml;gerungen der Zertifizierung durch die EU-Kommission und die endg&uuml;ltige Absage von Bundeskanzler Scholz zwei Tage vor Kriegsbeginn in der Ukraine verhindert. Die Reduzierung und g&auml;nzliche Einstellung der russischen Gaslieferungen &uuml;ber Nord Stream 1 stehen in zeitlichem Zusammenhang mit der Entscheidung der deutschen Regierung, Panzer und anderes schweres Kriegsger&auml;t an die ukrainische Armee zu liefern. Aufgrund des darauffolgenden mangelnden Angebots an Erdgas auf dem europ&auml;ischen Gasmarkt haben H&auml;ndler und andere Anbieter deutlich h&ouml;here Preise fordern k&ouml;nnen.<\/p><p>H&ouml;here Preise f&uuml;r Erd&ouml;l im Vergleich zum Durchschnittspreis (2010 bis 2019) sind f&uuml;r Mehrkosten von rund 28 Milliarden Euro in Deutschland in 2022 und 2023 verantwortlich. Die h&ouml;heren Kosten sind letztendlich auf Mitnahmeeffekte bei &Ouml;lh&auml;ndlern sowie auf die Sanktionen der EU gegen Russland zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624-Wohlstandvernichtung-05.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624-Wohlstandvernichtung-05.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Abbildung 5: Preis je Tonne Erd&ouml;limport Deutschland; Datenquellen: <a href=\"https:\/\/www.bafa.de\/DE\/Energie\/Rohstoffe\/Rohoel\/rohoel_node.html\">Bundesamt f&uuml;r Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle<\/a><\/small><\/p><p>Dass die gestiegenen Energiepreise nicht zu noch h&ouml;heren Mehrkosten gef&uuml;hrt haben, liegt an einem deutlichen R&uuml;ckgang des Energieverbrauchs in Deutschland. Ursache hierf&uuml;r ist laut der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen eine <a href=\"https:\/\/ag-energiebilanzen.de\/energieverbrauch-ist-2023-kraeftig-gesunken\/\">&bdquo;zur&uuml;ckgehende wirtschaftliche Leistung in Deutschland&ldquo;<\/a>. Vor allem die energieintensiven Industriezweige h&auml;tten Produktionsr&uuml;ckg&auml;nge verzeichnet, &bdquo;was sp&uuml;rbare Auswirkungen auf den Energieverbrauch hat&ldquo;.<\/p><p><strong>H&ouml;here R&uuml;stungsausgaben<\/strong><\/p><p>&Auml;hnlich wie die Sonderausgaben f&uuml;r die Corona-Ma&szlig;nahmen aufgrund <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/gg\/art_109.html\">Grundgesetzartikel 109, Absatz 3<\/a> nicht von der Schuldenbremse betroffen waren, f&uuml;gten Bundestag und Bundesrat im Juni 2022 den Absatz 1a in Artikel 87a des Grundgesetzes ein, um neue Staatsschulden von 100 Milliarden Euro mit dem Titel <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sonderverm%C3%B6gen_Bundeswehr\">&bdquo;Sonderverm&ouml;gen Bundeswehr&ldquo;<\/a> aufzunehmen. Mit dem Kredit soll &uuml;ber einen Zeitraum von f&uuml;nf Jahren das von den USA schon l&auml;nger geforderte und 2014 auch von den Staats- und Regierungschefs der NATO beschlossene Ziel erreicht werden, mindestens zwei Prozent des BIP in die Verteidigungsausgaben flie&szlig;en zu lassen.<\/p><p>Wie die Gelder eingesetzt werden sollen, ist grob im <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/bwfinsvermg\/BwFinSVermG.pdf\">entsprechenden Gesetzestext<\/a> hinterlegt. In einer Rede auf einer Bundeswehrtagung im September 2022 hat Bundeskanzler Scholz best&auml;tigt, dass das Milit&auml;rbudget auch nach Ablauf der f&uuml;nf Jahre <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/suche\/rede-von-bundeskanzler-scholz-bei-der-bundeswehrtagung-am-16-september-2022-2127078\">weiterhin bei zwei Prozent des BIP<\/a> liegen soll. Die j&auml;hrlichen R&uuml;stungsausgaben werden also auch nach 2026 von derzeit 30 bis 50 Milliarden auf 70 bis 80 Milliarden Euro &ndash; oder mehr &ndash; steigen, je nachdem, wie sich die deutsche Wirtschaft entwickelt.<\/p><p><strong>Unterst&uuml;tzung der Ukraine und Kosten zur Bew&auml;ltigung von Flucht und Migration<\/strong><\/p><p>Laut Berechnungen des Kieler Instituts f&uuml;r Weltwirtschaft hat Deutschland der Ukraine seit Ausbruch des Krieges mit Russland eine <a href=\"https:\/\/www.ifw-kiel.de\/de\/publikationen\/daten-des-ukraine-support-trackers-26206\/\">Unterst&uuml;tzung von insgesamt 41 Milliarden Euro<\/a> zugesagt (Stand: April 2024). Die Zuwendungen setzen sich zusammen aus bilateraler milit&auml;rischer, humanit&auml;rer und finanzieller Unterst&uuml;tzung sowie aus dem deutschen Anteil, den die EU der Ukraine zukommen l&auml;sst.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624-Wohlstandvernichtung-06.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624-Wohlstandvernichtung-06.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Abbildung 6: Zusammensetzung der deutschen Unterst&uuml;tzung der Ukraine; Datenquelle: <a href=\"https:\/\/www.ifw-kiel.de\/de\/publikationen\/daten-des-ukraine-support-trackers-26206\/\">Kieler Institut f&uuml;r Weltwirtschaft<\/a><\/small><\/p><p>Damit liegt Deutschland nach den USA, die insgesamt knapp 106 Milliarden US-Dollar zugesagt haben, auf Platz zwei der gr&ouml;&szlig;ten Unterst&uuml;tzer der Ukraine. Doch der Krieg in der Ukraine belastet Deutschland noch in einer anderen Form, die keine Auswirkungen auf die USA hat.<\/p><p>Seit Februar 2022 sind knapp <a href=\"https:\/\/mediendienst-integration.de\/migration\/flucht-asyl\/ukrainische-fluechtlinge.html\">1,5 Millionen Fl&uuml;chtlinge aus der Ukraine<\/a> nach Deutschland eingereist. Davon befinden sich (Stand: April 2024) noch rund 1,2 Millionen im Land. Zum Vergleich: In den Jahren 2000 bis 2022 sind insgesamt netto rund 300.000 Afghanen, 240.000 Iraker und 830.000 Syrer nach Deutschland eingereist. Im Gegensatz zu Fl&uuml;chtlingen aus anderen Krisengebieten m&uuml;ssen die ukrainischen Zuwanderer keinen Asylantrag stellen. Dies erm&ouml;glicht die von den EU-Mitgliedstaaten im M&auml;rz 2022 aktivierte <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Richtlinie_2001\/55\/EG_(Massenzustrom-Richtlinie)\">Massenzustrom-Richtlinie<\/a>. Ukrainer k&ouml;nnen sofort eine befristete Aufenthaltsgenehmigung und B&uuml;rgergeld beantragen.<\/p><p>Die vergleichsweise hohe Zahl an Fl&uuml;chtlingen aus der Ukraine in dem kurzen Zeitraum hat ma&szlig;geblich zu den <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article248386590\/Flucht-und-Migration-kosten-dieses-Jahr-fast-50-Milliarden-Euro.html\">Kosten f&uuml;r die Bew&auml;ltigung von Flucht und Migration<\/a> von knapp 42 Milliarden Euro in 2022 und rund 48 Milliarden Euro in 2023 beigetragen. Hinsichtlich der Kosten f&uuml;r die Bew&auml;ltigung der Flucht aus der Ukraine liegt Deutschland laut des Kieler Instituts f&uuml;r Weltwirtschaft mit rund 26 Milliarden knapp vor Polen auf dem ersten Platz.<\/p><p>Grunds&auml;tzlich f&auml;llt auf, dass die hohen Kosten, die Deutschland aus der Bew&auml;ltigung von Flucht und Migration entstehen, gr&ouml;&szlig;tenteils auf Kriege zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sind, an denen sich die Bundesrepublik direkt oder indirekt zum Teil v&ouml;lkerrechtswidrig beteiligt. Aufgrund des gro&szlig;en Einflusses, den die bisher noch gr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft Westeuropas auf die EU hat, k&ouml;nnte eine friedfertigere deutsche Au&szlig;enpolitik durchaus in der Lage sein, diese haupts&auml;chlich von den USA gef&uuml;hrten und finanzierten Kriege zu verhindern. Hierzu bedarf es jedoch mutiger Politiker des Formats eines Willy Brandt, die derzeit weit und breit nicht in den traditionellen Volksparteien zu sehen sind.<\/p><p><strong>Explosion der Kosten f&uuml;r die Begleichung der Schulden von Bund und L&auml;ndern<\/strong><\/p><p>Nachdem die j&auml;hrlichen Ausgaben f&uuml;r die Tilgung und f&uuml;r die Zinsen der Bundesschuld im Zuge der Schuldenbremse und niedriger Leitzinsen 2021 auf unter f&uuml;nf Milliarden Euro zur&uuml;ckgegangen sind, sind sie in den Folgejahren aufgrund der Neuverschuldung und h&ouml;herer Leitzinsen regelrecht explodiert &ndash; auf rund 40 Milliarden Euro j&auml;hrlich. Die Europ&auml;ische Zentralbank hat den Leitzins ab Mitte 2022 mehrfach deutlich angehoben, um die hohe Inflation im Euroraum aufgrund hoher Energiepreise &ndash; eine Folge der Sanktionen wegen des Krieges in der Ukraine &ndash; zu bek&auml;mpfen.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624-Wohlstandvernichtung-07.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624-Wohlstandvernichtung-07.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Abbildung 7: Ausgaben f&uuml;r die Bundesschuld; Datenquelle: <a href=\"https:\/\/www.bundeshaushalt.de\/DE\/Bundeshaushalt-digital\/bundeshaushalt-digital.html\">Bundesfinanzministerium<\/a><\/small><\/p><p>W&auml;ren die Ausgaben f&uuml;r die Bundesschuld auf dem Niveau von 2021 verblieben, h&auml;tte die Bundesregierung in den Jahren 2022 bis 2024 mehr als 80 Milliarden Euro einsparen k&ouml;nnen.<\/p><p>Auch die Bundesl&auml;nder haben deutlich h&ouml;here Kosten f&uuml;r die Begleichung ihrer Schulden zu verzeichnen. Beispielhaft sind in Abbildung 8 die Ausgaben f&uuml;r die Schuldenverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen dargestellt.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624-Wohlstandvernichtung-08.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624-Wohlstandvernichtung-08.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Abbildung 8: Ausgaben f&uuml;r die Schuldenverwaltung in Nordrhein-Westfalen; Datenquelle: <a href=\"https:\/\/www.haushalt.fm.nrw.de\/daten\/html\/hhp.html\">NRW-Finanzministerium<\/a><\/small><\/p><p>Lagen diese Ausgaben 2022 in NRW noch bei circa 1,5 Milliarden Euro, sind sie in 2024 auf knapp sieben Milliarden Euro angestiegen.<\/p><p><strong>Sonderausgaben und au&szlig;erordentliche Kosten gehen zulasten des Wohlstands und des Sozialstaats<\/strong><\/p><p>Die negativen Auswirkungen der Entscheidungen der letzten beiden Bundesregierungen hat die deutsche Bev&ouml;lkerung bereits deutlich zu sp&uuml;ren bekommen. Spaltung der Gesellschaft, Anstieg der Insolvenzen, Einbruch des BIP, erheblich h&ouml;here Energiekosten, hohe Inflation und fehlender Wohnraum sind nur einige Stichworte, welche die Misere beschreiben. Die exorbitanten Sonderausgaben f&uuml;r die Corona-Ma&szlig;nahmen, die Unterst&uuml;tzung der Ukraine, die Bew&auml;ltigung von Flucht und Migration und die Aufr&uuml;stung der Bundeswehr f&uuml;hren unweigerlich zu K&uuml;rzungen in anderen Ressorts der Haushalte von Bund und L&auml;ndern.<\/p><p>Mit der Begr&uuml;ndung, das Bundesverfassungsgericht habe deutliche Einsparungen und h&ouml;here Steuern notwendig gemacht, hat die Bundesregierung im Januar einen neuen Nachtragshaushalt f&uuml;r 2024 vorgelegt. Das Gericht hatte <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/bundesverfassungsgericht-nachtragshaushalt-102.html\">im November 2023 entschieden<\/a>, dass eine eingeplante, jedoch nicht f&uuml;r die Bew&auml;ltigung der Corona-Krise ben&ouml;tigte Neuverschuldung &uuml;ber 60 Milliarden Euro nicht f&uuml;r Klimaschutzprojekte ausgegeben werden d&uuml;rfe. Dass die Begr&uuml;ndung der Regierung vorgeschoben ist, kann man allein daran erkennen, wo die Einsparungen stattfinden sollen: n&auml;mlich nicht nur bei Klimaschutzvorhaben, sondern beispielsweise bei B&uuml;rgergeldempf&auml;ngern und bei der Subvention von Agrardiesel. Zus&auml;tzlich wird die CO2-Steuer angehoben, eine Plastikabgabe eingef&uuml;hrt und die Flugticketsteuer erh&ouml;ht.<\/p><p>Erst k&uuml;rzlich wurden weitere Pl&auml;ne zu Einsparungen bekannt. So sollen <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/verkehrsministerium-investitionen-autobahnen-100.html\">Ausgaben beim Ausbau von Verkehrswegen gek&uuml;rzt<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2024-06\/bundeshaushalt-2025-christian-lindner-sozialausgaben\">B&uuml;rgergeldempf&auml;nger weiter unter Druck gesetzt<\/a> werden. Des Weiteren wird diskutiert, ob neu ankommende <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/hintergruende-zur-debatte-ueber-buergergeld-fuer-kriegsfluechtlinge-aus-der-ukraine-100.html\">Fl&uuml;chtlinge aus der Ukraine zuk&uuml;nftig kein B&uuml;rgergeld<\/a> mehr bekommen sollen.<\/p><p><strong>Fazit<\/strong><\/p><p>Die in diesem Beitrag angef&uuml;hrten Zahlen sind als grobe Sch&auml;tzungen zu verstehen. Einige Posten wie h&ouml;here Stromkosten, m&ouml;gliche Einnahmeausf&auml;lle durch die Ausfuhrbeschr&auml;nkungen nach Russland, h&ouml;here Schuldenaufw&auml;nde der Bundesl&auml;nder oder der Aufwand f&uuml;r die Bew&auml;ltigung von Flucht und Migration in 2020 und 2021 sind nicht aufgef&uuml;hrt. Doch sowohl die H&ouml;he der Neuverschuldung als auch die Einbu&szlig;en beim BIP machen deutlich, dass es sich um Verluste von mindestens einer Billion Euro innerhalb von vier Jahren handelt. Angesichts der weiteren Aufr&uuml;stung der Bundeswehr und der Unterst&uuml;tzung der Ukraine besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass diese Verluste auch in Zukunft noch ansteigen und einhergehend mit anhaltend hohen Energiekosten sowie einer Deindustrialisierung den Wohlstand in Deutschland weiter reduzieren.<\/p><p>Doch eine Abkehr von dieser selbstzerst&ouml;rerischen Politik ist nicht zu erkennen. Dass sich Regierungsmitglieder sowie ein Gro&szlig;teil der Abgeordneten aus Bundestag und L&auml;nderparlamenten gegen Untersuchungsaussch&uuml;sse zur Aufarbeitung der Corona-Krise wehren und das RKI versucht, mit wissenschaftlich &auml;u&szlig;erst zweifelhaften Modellrechnungen die Wirksamkeit der Ma&szlig;nahmen zu belegen, ist zwar nachvollziehbar. Schlie&szlig;lich waren sie es, die gr&ouml;&szlig;tenteils f&uuml;r die Corona-Politik verantwortlich waren. Ethisch betrachtet und f&uuml;r den zuk&uuml;nftigen Umgang mit Herausforderungen &auml;hnlicher Art ist dieses Verhalten jedoch &auml;u&szlig;erst problematisch.<\/p><p>Dies gilt im Grunde auch f&uuml;r die Entscheidungen, die Ukraine im Krieg gegen Russland massiv zu unterst&uuml;tzen und Russland zu sanktionieren. Sie werden pauschal mit dem &bdquo;v&ouml;lkerrechtswidrigen brutalen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine&ldquo; und einer uneingeschr&auml;nkten Solidarit&auml;t mit dem angegriffenen Land begr&uuml;ndet. Doch Menschen mit einem funktionierenden Ged&auml;chtnis beziehungsweise rudiment&auml;ren Geschichtskenntnissen stellen sich die Frage, wo die Sanktionen gegen die USA waren, als die vermeintlich letzte verbliebene Supermacht 2003 einen v&ouml;lkerrechtswidrigen brutalen Angriffskrieg gegen den Irak f&uuml;hrte. Auch Waffenlieferungen an das angegriffene Land sowie Solidarit&auml;tsbekundungen blieben aus. Stattdessen erlaubte Deutschland den Vereinigten Staaten, Teile des Krieges logistisch &uuml;ber ihre gr&ouml;&szlig;te Milit&auml;rbasis im Ausland in und um Kaiserslautern abzuwickeln.<\/p><p>Es ist offensichtlich, dass Deutschland und gr&ouml;&szlig;tenteils auch die &uuml;brigen EU-Mitgliedsstaaten keine eigenst&auml;ndige Au&szlig;en- und Gesundheitspolitik betreiben, sondern die geopolitischen Interessen der USA unterst&uuml;tzen und den Vorgaben einer von der Pharmaindustrie und selbsternannten Philanthropen unterlaufenen Weltgesundheitsorganisation folgen. Dass die verantwortlichen Politiker dabei sogar so weit gehen, der eigenen Bev&ouml;lkerung Schaden zuzuf&uuml;gen, wird angesichts der Ergebnisse der Europawahl und der aktuellen Umfragen mit gro&szlig;er Sicherheit in kommenden Wahlen zu gro&szlig;en Verlusten ihrer Parteien f&uuml;hren. Auch die Glaubw&uuml;rdigkeit vieler einflussreicher Medien, welche die aktuellen politischen Entscheidungen unkritisch unterst&uuml;tzen, steht auf dem Spiel. Auch hier ist mit einem R&uuml;ckgang des Einflusses zu rechnen. Alternativen dazu sind eine totalit&auml;rere Politik einhergehend mit einer weiteren Einschr&auml;nkung der Meinungsfreiheit. Beide Entwicklungen sind derzeit zu beobachten.<\/p><p><small>Titelbild: Frank Middendorf\/shutterstock.com<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/b39fd5df8922437a93b9c697213dc6c5\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Corona-Ma&szlig;nahmen, die Unterst&uuml;tzung der Ukraine und Aufr&uuml;stung haben Sonderausgaben und Kosten erzeugt, welche zu h&ouml;heren Belastungen f&uuml;hren als die deutsche Einheit. Eine Aufstellung der Positionen verdeutlicht die Dimensionen der Verluste und die Auswirkungen auf den Wohlstandstaat. 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