{"id":117129,"date":"2024-06-24T10:30:37","date_gmt":"2024-06-24T08:30:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117129"},"modified":"2024-06-24T14:48:35","modified_gmt":"2024-06-24T12:48:35","slug":"arbeit-und-brot-eu-und-usa-behindern-den-wiederaufbau-syriens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117129","title":{"rendered":"Arbeit und Brot \u2013 EU und USA behindern den Wiederaufbau Syriens"},"content":{"rendered":"<p>Ohne die einseitigen wirtschaftlichen Zwangsma&szlig;nahmen von EU und USA w&auml;re Syrien l&auml;ngst eine gro&szlig;e Baustelle. Anfang Juni 2024 fand in Damaskus zum 21. Mal die Buildex statt, eine internationale Bauausstellung. Ausstellungsort war das Internationale Messegel&auml;nde entlang der Flughafenautobahn. Anfang der 2000er-Jahre, kurz nachdem der junge Bashar al Assad syrischer Pr&auml;sident geworden war, war die Messe noch unterhalb der Universit&auml;t auf dem alten Messegel&auml;nde im Stadtzentrum von Damaskus. Das ist inzwischen viel zu klein geworden. Von <strong>Karin Leukefeld<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_1742\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-117129-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240624-EU-USA-behindern-Wiederaufbau-Syriens-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240624-EU-USA-behindern-Wiederaufbau-Syriens-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240624-EU-USA-behindern-Wiederaufbau-Syriens-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240624-EU-USA-behindern-Wiederaufbau-Syriens-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=117129-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240624-EU-USA-behindern-Wiederaufbau-Syriens-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"240624-EU-USA-behindern-Wiederaufbau-Syriens-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>2019, nachdem sich die Kriegslage in Syrien im gr&ouml;&szlig;ten Teil des Landes beruhigt hatte, zog Buildex viele internationale Aussteller an. Alle erwarteten den Beginn des Wiederaufbaus und gute Gesch&auml;fte. Doch mit der anhaltenden, von EU und USA propagierten Isolation des Landes ist die internationale Pr&auml;senz in den Ausstellungshallen zur&uuml;ckgegangen. Internationale Unternehmen werden meist durch &ouml;rtliche Repr&auml;sentanten vertreten.<\/p><p>Ohne die gegen Syrien verh&auml;ngten einseitigen wirtschaftlichen Zwangsma&szlig;nahmen (Unilateral Coercive Measures, UCM) durch die EU (seit 2011) und durch die USA (1979, 2019, 2023) h&auml;tte sich das Land l&auml;ngst in eine gro&szlig;e Baustelle verwandelt. Die Menschen h&auml;tten Arbeit und Brot, k&ouml;nnten ihre Familien ern&auml;hren, ihre zerst&ouml;rten H&auml;user und Werkst&auml;tten wiederaufbauen und ihre Felder neu bewirtschaften.<\/p><p><strong>Zur Vorgeschichte<\/strong><\/p><p>Diese Entwicklung ist von EU und USA offensichtlich nicht gewollt. Die einseitigen wirtschaftlichen Zwangsma&szlig;nahmen verhindern die Einfuhr schwerer Bauger&auml;te, von Baumaterialien und vor allem die notwendigen Investitionen, die Syrien allein nicht stemmen kann. Sie f&ouml;rdern Schmuggel und Korruption, sie verschlechtern die Lebensverh&auml;ltnisse der Bev&ouml;lkerung und versto&szlig;en gegen die UN-Charta. Die UN-Sonderberichterstatterin Alena Douhan hat &ndash; wie schon ihr Vorg&auml;nger Idriss Jazairy &ndash; <a href=\"https:\/\/www.ohchr.org\/en\/documents\/country-reports\/ahrc5423add1-visit-syrian-arab-republic-report-special-rapporteur\">wiederholt darauf hingewiesen <\/a>. Die UN-Vollversammlung <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/eine-weitere-imperialistische-masche-der-usa\/\">fordert<\/a> seit Jahren ein Ende der einseitigen Zwangsma&szlig;nahmen, weil sie gegen das internationale Recht versto&szlig;en. USA und EU setzen die eigenen Interessen &uuml;ber das internationale Recht. Im Mai 2023 <a href=\"https:\/\/www.congress.gov\/bill\/118th-congress\/house-bill\/3202\/text?s=4&amp;r=1\">debattierte <\/a> der US-Kongress dar&uuml;ber, das sogenannte &bdquo;Caesar-Gesetz&ldquo; aus dem Jahr 2019 in ein &bdquo;Anti-Assad-Regime-Normalisierungsgesetz&ldquo; zu versch&auml;rfen.<\/p><p>Der neue Gesetzestext bekr&auml;ftigt, dass die USA &bdquo;bereit sind, den Regierungen Kosten aufzuerlegen, die eine (politische, kl) Normalisierung oder Gesch&auml;ftsvereinbarungen mit dem Assad-Regime planen&ldquo;. Sowohl Bashar als auch Asma Assad mache das &bdquo;bahnbrechende Gesetz&ldquo; klar, dass die USA gegen beide &bdquo;als auch gegen ihre Finanziers und Unterst&uuml;tzer vorgehen werden&ldquo;. Das amerikanische Volk stehe &bdquo;in &uuml;berw&auml;ltigender, partei&uuml;bergreifender Opposition zur anhaltenden Schreckensherrschaft von Assad&ldquo; und unterst&uuml;tze &bdquo;die Entstehung eines freien Syriens&ldquo;, so der republikanische Abgeordnete Wilson (S&uuml;dcarolina) in einer Presseerkl&auml;rung. Der Gesetzentwurf wurde im Februar 2024 im Kongress mit 389 Stimmen zu 32 Gegenstimmen angenommen und muss nun noch den Senat passieren, um dann vom Pr&auml;sidenten unterzeichnet zu werden.<\/p><p>F&uuml;r Millionen Syrer, die ihre Heimat wiederaufbauen wollen, d&uuml;rfte besonders bitter sein, dass 13 US-amerikanisch-syrische Exilorganisationen f&uuml;r ihre Zuarbeit zu dem Gesetz vom US-Kongressmann Joe Wilson namentlich besonders <a href=\"https:\/\/joewilson.house.gov\/media\/press-releases\/wilson-led-assad-regime-anti-normalization-act-passes-house-floor\">gew&uuml;rdigt wurden<\/a>.<\/p><p><strong>Von Solarpanelen und Spargl&uuml;hbirnen<\/strong><\/p><p>In den Hallen der Buildex 2024 in Damaskus sind vor allem Produkte f&uuml;r die Energiegewinnung zu sehen. Der Energie-, der Strommangel ist immerw&auml;hrendes Thema bei der Bev&ouml;lkerung. Die v&ouml;lkerrechtswidrige Besetzung der syrischen &Ouml;l- und Gasressourcen im Nordosten und Osten des Landes durch US-Truppen verhindert, dass Syrien die nationale Ressource nutzen kann. Das Land ist auf Lieferungen befreundeter Staaten angewiesen, die &ndash; wie der Iran &ndash; selbst unter EU- und USA-Zwangsma&szlig;nahmen wirtschaften m&uuml;ssen.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624_Arbeit-und-Brot-foto-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624_Arbeit-und-Brot-foto-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Solarpanele auf den D&auml;chern von Aleppo<\/small><\/p><p>Aleppo war die erste Stadt, wo schon 2016 die ersten Solarpanele die Stra&szlig;en erleuchteten. Heute boomt der Verkauf von Solarpanelen aus syrischer Produktion. Firmen, die sie herstellen, und Installationsfirmen, die Solarpanele installieren, schie&szlig;en wie Pilze aus dem Boden. Obwohl es vor allem in der Provinz Homs auch sehr starken Wind gibt, der inzwischen mit zwei gro&szlig;en Windturbinen eines Familienunternehmens eingefangen und ins Stromnetz eingespeist wird, genie&szlig;en Windanlagen in Syrien kein gro&szlig;es Vertrauen. &bdquo;Was, wenn sie umfallen, wenn V&ouml;gel hineinfliegen&ldquo;, fragt Ingenieur Mahran Al Nafori, als die Autorin nach Windanlagen fragt. Es ist nicht das erste Mal, dass diese Art von Vorbehalten gegen&uuml;ber Windenergie bei syrischen Gespr&auml;chspartnern <a href=\"https:\/\/leukefeld.net\/?p=1488\">deutlich wird<\/a>.<\/p><p>Al Nafori leitet eine Firma f&uuml;r Solarpanele, die aktuell &uuml;ber eine sehr gute Auftragslage verf&uuml;gt, wie er berichtet. Auf seinem Handy zeigt er Pl&auml;ne f&uuml;r eine gro&szlig;e Fl&auml;chenanlage zur Gewinnung von Sonnenenergie f&uuml;r die Industriezone Hassia bei Homs. Dort haben viele Firmen sich auf ihre Lager- und Produktionshallen inzwischen Solarpanele installiert, um die allgemeine Stromversorgung f&uuml;r den Betrieb zu sichern. Leider seien Solarpanele in Syrien noch immer zweieinhalbmal teurer als in China beispielsweise, rechnet Al Nafori vor. Die Einfuhr der Materialien sei wegen der wirtschaftlichen Zwangsma&szlig;nahmen gegen Syrien teuer. Die Unternehmer bezahlen f&uuml;r Importe h&auml;ufig bis zu vier Mal Zoll, weil der Transport &ndash; wegen der wirtschaftlichen Strafma&szlig;nahmen &ndash; &uuml;ber verschiedene H&auml;fen laufen muss, bis er in Syrien ankommt. Hinzu kommen hohe Geb&uuml;hren f&uuml;r Versicherungen und Transportcontainer. Schlie&szlig;lich belegt der syrische Staat Einfuhren mit weiteren Z&ouml;llen.<\/p><p>Der Betrieb Al Nafori ist ein Familienunternehmen und Mahran Al Nafori ist froh, seinen Sohn an seiner Seite zu wissen. Der sei Ingenieur und kenne sich in der Firma inzwischen bestens aus. &bdquo;Leider m&ouml;chte er sich nun im Ausland weiter qualifizieren&ldquo;, seufzt Al Nafori. Alles wolle er seinem Sohn erm&ouml;glichen, aber er wolle ihn auch nicht verlieren. &bdquo;Die jungen Leute, die Syrien verlassen, kommen nicht wieder zur&uuml;ck.&ldquo; Er k&ouml;nne das verstehen, schlie&szlig;lich seien die Perspektiven in Syrien schwierig, die Geh&auml;lter niedrig und das Leben werde immer teurer. Letztlich m&uuml;sse der Junge seinen Weg gehen, er als Vater m&uuml;sse ihn unterst&uuml;tzen.<\/p><p><strong>Die Mittelschicht ist weggebrochen<\/strong><\/p><p>&bdquo;Die Messe hier sieht eher wie eine Heimwerkermesse aus&ldquo;, meint A., der mit einem Freund an den St&auml;nden vorbeischlendert. &bdquo;Hier werden Dinge ausgestellt, die gebraucht werden, wenn das Haus fertig ist, aber wo sind die Firmen, die Investoren, die die H&auml;user bauen?&ldquo; Das habe auch etwas mit den innersyrischen Verh&auml;ltnissen zu tun, wendet sein Freund T. ein. &bdquo;Es gibt keine Freigabe von Bauland, keine Freigabe von staatlichen Bauauftr&auml;gen, irgendwie stehen wir uns selber im Weg.&ldquo; Das Einzige, was sicher sei, sei dass die Armen immer &auml;rmer und die Reichen immer reicher w&uuml;rden, sind beide sich einig: &bdquo;Die Mittelschicht ist hier total weggebrochen.&ldquo;<\/p><p>Je nachdem, mit wem man spricht, werden unterschiedliche Gr&uuml;nde f&uuml;r die wirtschaftliche Krise genannt, die weniger einer Stagnation als vielmehr einem R&uuml;ckschritt gleicht. Das aufstrebende Syrien, im Jahr 2010 eine der am schnellsten wachsenden &Ouml;konomien unter den Staaten der arabischen Welt, ist nur noch <a href=\"https:\/\/www.statista.com\/statistics\/326864\/gross-domestic-product-gdp-in-syria\/#:~:text=In%202010%2C%20the%20gross%20domestic%20product%20%28GDP%29%20in,peak%20in%202010%20with%2060.04%20billion%20U.S.%20dollars\">ein Schatten seiner selbst<\/a>.<\/p><p>Die gewollte Verknappung und Bestrafung von Lieferanten durch die langen finanziellen Greifarme von EU und USA sollen den syrischen Staat zwingen, sich westlichen Forderungen nach Reformen und umfassender Umstrukturierung zu f&uuml;gen. Weitere Ziele f&uuml;r den Westen ist ein Friedensvertrag Syriens mit Israel, die Aufgabe der von Israel besetzten und annektierten Golanh&ouml;hen, ein Ende der Unterst&uuml;tzung pal&auml;stinensischer Organisationen und ein Ende der strategischen Partnerschaft mit Iran. Die Interpretation der UNSR-Resolution 2254 (2015) wird von EU und USA entsprechend ihren Interessen vorgenommen und medial untermauert. Die <a href=\"https:\/\/press.un.org\/en\/2015\/sc12171.doc.htm\">UNSR-Resolution 2254 (2015) <\/a> allerdings soll &bdquo;von Syrern gef&uuml;hrt&ldquo; werden. Und weiter hei&szlig;t es in dem Text: &bdquo;Das syrische Volk wird &uuml;ber die Zukunft Syriens entscheiden.&rdquo;<\/p><p>Die geopolitischen Interessen von USA, EU, NATO und Partnern lassen das de facto nicht zu. Nach fast 12 Jahren ist klar, dass nicht &bdquo;das syrische Volk&ldquo; &uuml;ber seine Zukunft entscheiden k&ouml;nnen soll, sondern Washington, London, Paris, Berlin und Br&uuml;ssel. Dort macht man Bashar al-Assad f&uuml;r die Lage in Syrien verantwortlich. Joe Wilson, Republikaner aus S&uuml;d-Carolina erkl&auml;rt, man k&ouml;nne einen &bdquo;Kriminellen&ldquo; nicht von der internationalen Gemeinschaft anerkennen lassen. &bdquo;Assad und sein Regime d&uuml;rfen nicht daf&uuml;r belohnt werden, dass sie w&auml;hrend des letzten Jahrzehnts sinnlose Gewalt gegen das syrische Volk ver&uuml;bt haben und das bis heute fortsetzen.&ldquo; Mit der schwierigen Alltagsrealit&auml;t in Syrien hat das vermutlich deshalb wenig zu, weil Wilson und andere Politiker im Ausland Syrien und seine Probleme gar nicht kennen.<\/p><p><strong>Politik von Handel trennen<\/strong><\/p><p>Der Stand der Firma Al Bayan auf der Buildex strahlt in allen Farben des Regenbogens. Al Bayan verkauft Leuchtmittel, Gl&uuml;hbirnen in allen Gr&ouml;&szlig;en und Formen, &bdquo;geeignet f&uuml;r Strom aus Batterien, besonders gut geeignet f&uuml;r Strom von Solarpanelen, aber auch f&uuml;r Starkstrom&ldquo;, z&auml;hlt Ingenieur Hazem H. auf. &bdquo;Unsere Gl&uuml;hbirnen sind sehr sicher und haben eine Garantie von zwei Jahren.&ldquo; Darum seien die Produkte der Firma Al Bayan bei den Kunden besonders beliebt.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624_Arbeit-und-Brot-foto-03.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624_Arbeit-und-Brot-foto-03.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Ingenieur Hazem Habbab verkauft Gl&uuml;hbirnen <\/small><\/p><p>Die Firma sei 2017 neu gegr&uuml;ndet worden, antwortet Ingenieur Hazem Habbab auf die Frage, wie lange es Al Bayan schon g&auml;be. &bdquo;Vor dem Krieg waren wir schon sehr bekannt. Aber unsere Firma und die gesamten Produktionsmittel wurden w&auml;hrend des Krieges komplett zerst&ouml;rt. &bdquo;Wir waren in Qaboun, unweit der alten Pullmann-Station, dem Busbahnhof in Richtung Norden.&ldquo; Als die Firma 2017 neu wiederer&ouml;ffnet wurde, konnte man auf langj&auml;hrige Erfahrung zur&uuml;ckblicken. Die Kunden kannten die gute Qualit&auml;t und so seien alle &bdquo;optimistisch gewesen, dass Syrien wiederaufgebaut werden&ldquo; k&ouml;nne. Doch es passierte nichts, der Ingenieur zuckt mit den Schultern. Die Blockade &ndash; die Syrer sprechen von &bdquo;Sanktionen&ldquo; -, der Wirtschaftskrieg gegen Syrien, er seufzt: &bdquo;Wenn die Regierungen, die das anordnen, nur die Politik von dem Handel und der Wirtschaft unseres Landes trennen w&uuml;rden&ldquo;, w&auml;re schon viel geholfen.<\/p><p><strong>Ohne Optimismus geht nichts<\/strong><\/p><p>Zu den gro&szlig;en Verlierern des Krieges geh&ouml;ren die Gesch&auml;ftsleute von Aleppo. Gut ein Dutzend Industriegebiete wurden verw&uuml;stet, die gro&szlig;e Industriestadt Scheich Najjar wurde 2012 von der &bdquo;Freien Syrischen Armee&ldquo; gepl&uuml;ndert und zerst&ouml;rt. Maschinen, Computer, Fuhrparks und Rohstoffe wurden &uuml;ber die Grenze in die T&uuml;rkei gebracht.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624_Arbeit-und-Brot-foto-04a.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624_Arbeit-und-Brot-foto-04a.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Generaldirektor der Industriezone Scheich Najjar, Aleppo, ist der Ingenieur Hazem Ajjan.<\/small><\/p><p>Hazem Ajjan, Generaldirektor von Scheich Najjar, ist dennoch optimistisch, dass es wieder aufw&auml;rts gehen wird mit dem syrischen Handel. &bdquo;Ohne Optimismus geht hier nichts voran&ldquo;, sagt der hochgewachsene Mann und l&auml;chelt durch die gro&szlig;e Brille. 945 Unternehmen h&auml;tten die Produktion wieder aufgenommen, vor dem Krieg waren es 1.025, berichtet er im Gespr&auml;ch mit der Autorin. &bdquo;Etwa die H&auml;lfte der Unternehmen waren vor dem Krieg schon hier, die andere H&auml;lfte sind Neugr&uuml;ndungen&ldquo;, f&auml;hrt er fort. Schwerpunktm&auml;&szlig;ig seien es Betriebe der Textilindustrie. &bdquo;Leider kommt ein Gro&szlig;teil der Baumwolle nicht mehr aus Syrien, sondern muss importiert werden&ldquo;, sagt Herr Ajjan. &bdquo;Vor dem Krieg wurden in Scheich Najjar (j&auml;hrlich, kl) 2 Millionen Tonnen syrische Baumwolle verarbeitet, jetzt sind es nur 15.000 Tonnen syrische Baumwolle, die wir bekommen. 90 Prozent der Baumwolle werden in die T&uuml;rkei geschmuggelt und dort verkauft.&ldquo;<\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<em>Das gro&szlig;e Anbaugebiet f&uuml;r Baumwolle liegt &ouml;stlich von Aleppo im Euphrat-Tal, das in weiten Bereichen von der US-Armee und der syrischen Selbstverwaltung kontrolliert wird. Diese verhindern die Lieferung der Baumwolle nach Aleppo und vermarkten sie auf ihre Weise in der T&uuml;rkei. Die Baumwolle, die in Aleppo heute noch verarbeitet wird, stammt aus dem Gebiet von Sfireh, s&uuml;d&ouml;stlich von Aleppo und aus Al Ghab im Nordwesten Syriens. Al Ghab ist eine weite, fruchtbare Ebene, die sich &uuml;ber mehr als 60 Kilometer zwischen dem K&uuml;stengebirge Al Ansariyah und den Zawiyah-H&uuml;geln von Al Suqaylabiyah bis nach Jisr as-Shoughour im Norden erstreckt. Der Orontes-Fluss hat &uuml;ber Jahrhunderte mit seinen j&auml;hrlichen &Uuml;berschwemmungen f&uuml;r einen sumpfartigen, sehr fruchtbaren Boden gesorgt, auf dem heute Landwirtschaft und Fischzucht betrieben wird. Baumwolle braucht viel Wasser und kann daher auch in Al Ghab kultiviert werden. Al Ghab wird allerdings zu Teilen noch von Dschihadisten der Hayat Tahrir al-Sham (HTS), einem Ableger von Al Qaida, kontrolliert.<\/em>\n<\/div><p>Seit September 2018 kann die Industriestadt wieder rund um die Uhr an 7 Tagen die Woche mit Strom versorgt werden, berichtet Herr Ajjan. Die damit verbundenen hohen Kosten hielten anfangs vor allem die kleineren Betriebe davon ab, zur&uuml;ckzukehren. Die Verwaltung von Scheich Najjar stelle auch die Wasserversorgung sicher, sagt der Ingenieur stolz. Es gebe Trinkwasser und Industriewasser, das die Fabriken zur K&uuml;hlung nutzen k&ouml;nnten. Die sechs Wassert&uuml;rme seien im Krieg zerst&ouml;rt worden, vier konnten bisher wiederaufgebaut werden. Heute arbeiteten 51.000 Menschen in Scheich Najjar, sagt Hazem Ajjan, die H&auml;lfte in der Produktion, die andere H&auml;lfte beim Wiederaufbau der Fabriken. Das Angebot der Industriestadt, eine Schule und Wohnungen f&uuml;r die Arbeiterfamilien zur Verf&uuml;gung zu stellen, ziehe viele an.<\/p><p>Einer, der in Scheich Najjar wohnt, ist Abu Faisal, ein schlanker, gro&szlig;er Mann mit wei&szlig;en, kurz geschnittenen Haaren. Herr Ajjan beauftragt ihn, die Autorin beim Besuch einiger Firmen in Scheich Najjar zu begleiten. Abu Feisal steigt ins Auto und leitet den Fahrer sicher durch das endlos wirkende Labyrinth von Stra&szlig;en &uuml;ber das weitl&auml;ufige Gel&auml;nde. Dabei berichtet er &uuml;ber Firmen rechts und links und den Wiederaufbau. &bdquo;Am 20.7.2012 wurde Scheich Najjar &uuml;berfallen&ldquo;, erz&auml;hlt er. &bdquo;Am 20.7.2014 hat die Armee Scheich Najjar wieder befreit. Am 20.7.1974 wurde ich geboren und &ndash; was meinen Sie &ndash; am 20.7.2001 habe ich geheiratet. Wenn das kein Gl&uuml;ckstag ist!&ldquo; Dann zeigt Abu Faisal &ndash; was so viel hei&szlig;t wie &bdquo;der Vater von Faisal&ldquo; &ndash; auf ein mehrst&ouml;ckiges hohes Geb&auml;ude und sagt, dort wohnten viele Arbeiter und auch er wohne dort mit seiner Familie. Die Schule sei wieder ge&ouml;ffnet &bdquo;und wir haben Strom&ldquo;, f&uuml;gt er verschmitzt hinzu. &bdquo;Unser Leben hier wird wieder besser&ldquo;.<\/p><p><strong>Bonbons, Bonbons, Bonbons<\/strong><\/p><p>In der S&uuml;&szlig;warenfabrik von Issa al Hassan wird als erstes ein hoch gef&uuml;llter Teller mit Bonbons auf den Empfangstisch gestellt. Die Fabrik wurde 2009 gegr&uuml;ndet, Vater und Gro&szlig;vater stellten S&uuml;&szlig;igkeiten noch in der Backstube her. Der &Uuml;berfall auf Scheich Najjar (2012) und der Krieg f&uuml;hrten dazu, dass al Hassan seine Fabrik schlie&szlig;en musste. Er siedelte mit der Familie in den Sudan &uuml;ber und startete die Produktion neu. Der Sudan war damals ruhig und bot eine gute neue Lebensgrundlage f&uuml;r viele Syrer. W&auml;hrend al Hassan vor dem Krieg rund 70 Mitarbeiter besch&auml;ftigen konnte, waren es im Sudan 100 Mitarbeiter.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624_Arbeit-und-Brot-foto-05.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624_Arbeit-und-Brot-foto-05.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Der S&uuml;&szlig;warenfabrikant Issa al Hassan floh vor dem Krieg in Syrien in den Sudan und von dort vor dem Krieg zur&uuml;ck nach Syrien. Sein Vater und Gro&szlig;vater haben die S&uuml;&szlig;igkeiten noch in der Backstube hergestellt.<\/small><\/p><p>Doch dann brach 2023 im Sudan der Krieg aus, der bis heute andauert. Herr Issa konnte Frau und Kinder sicher in einem anderen Land unterbringen und zog mit dem &auml;ltesten Sohn Mohamed zur&uuml;ck nach Aleppo. Dort nahmen sie die Produktion wieder auf. Heute arbeiten 40 Arbeiter und Arbeiterinnen in Produktion und Buchhaltung bis zu 10 Stunden am Tag. Ein firmeneigener Bus bringt sie zur Fabrik nach Scheich Najjar und abends wieder zur&uuml;ck nach Aleppo. Abnehmer f&uuml;r die Bonbons seien weiter der Sudan, Kuwait und Irak, z&auml;hlt al Hassan auf. Der wichtigste Markt aber sei Syrien. Das gro&szlig;e Problem seien die Maschinen, die in die Jahre gekommen seien. &bdquo;Die meisten unserer Maschinen kommen aus Europa. Sie sind alt und es fehlen Ersatzteile&ldquo;, berichtet al Hassan der Autorin bei einem Rundgang. &bdquo;Aber wir haben sehr clevere Ingenieure, die sie irgendwie wieder reparieren k&ouml;nnen.&ldquo;<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624_Arbeit-und-Brot-foto-06.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624_Arbeit-und-Brot-foto-06.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Ingenieure bauen Maschinen nach, weil die Lieferung von Ersatzteilen f&uuml;r die Maschinen durch die einseitigen wirtschaftlichen Zwangsma&szlig;nahmen blockiert werden. Neue Maschinen zu kaufen ist zu teuer.<\/small><\/p><p>In der Ecke einer der oberen Hallen stehen f&uuml;nf Arbeiter um ein Metallger&uuml;st, an dem sie vorsichtig herumschrauben. &bdquo;Weil wir von unseren fr&uuml;heren Partnerfirmen nicht mehr beliefert werden, haben die Ingenieure angefangen, die Maschinen nachzubauen&ldquo;, erkl&auml;rt al Hassan. Stolz zeigt er auf ein fast fertiges Duplikat einer alten Produktionsmaschine. &bdquo;So k&ouml;nnen wir die Produktion bei Bedarf steigern. Bonbons und S&uuml;&szlig;igkeiten gehen gut auf dem syrischen Markt und bei unseren arabischen Nachbarn. Wie jetzt beim Opferfest (Eid al-Adha) haben wir immer besonders viel zu tun.&ldquo;<\/p><p><strong>Die feinsten Handt&uuml;cher kommen aus Aleppo<\/strong><\/p><p>Das Familienunternehmen Hateks liegt in einem Viertel von Textilunternehmen. Der Inhaber Yacoub Abaji wartet schon an dem gro&szlig;en Eingangstor. Freundlich l&auml;chelt der kleine, rundliche Mann in Jeans und T-Shirt in den Wagen und zeigt dem Fahrer, wo er ihn im Schatten abstellen kann. Seine Tochter Pascale &uuml;bernimmt die F&uuml;hrung durch das Werk, das eindeutig bessere Zeiten gesehen hat. &bdquo;2010 war Hateks die gr&ouml;&szlig;te Fabrik f&uuml;r Handt&uuml;cher im Mittleren Osten&ldquo;, berichtet sie routiniert. &bdquo;Wir haben in die EU geliefert, nach Frankreich, Deutschland, Gro&szlig;britannien. IKEA geh&ouml;rte zu unseren Kunden, denn wir hatten die feinste Baumwolle in der ganzen Region. 27.000 Handt&uuml;cher pro Tag wurden gefertigt. Wir hatten 270 Arbeiter.&ldquo; Der Gro&szlig;vater sei Schneider gewesen und habe 1943 die feinsten Herrenanz&uuml;ge und Pyjamas gen&auml;ht, erz&auml;hlt Pascale Abaji. Irak sei immer einer der gr&ouml;&szlig;ten Abnehmer gewesen.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624_Arbeit-und-Brot-foto-07.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624_Arbeit-und-Brot-foto-07.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Pascale Abaji ist in dem Familienunternehmen Hateks die rechte Hand von Yacoub Abaji, ihrem Vater. Sie ist f&uuml;r das F&auml;rben der Handt&uuml;cher zust&auml;ndig. Im Labor testet sie selber die Farben aus, bis sie dem Kunden gefallen.<\/small><\/p><p>Dann habe der Krieg begonnen und vier Jahre seien sie ohne Arbeit geblieben. Maschinen, Computer, Werkzeug sei gepl&uuml;ndert und in die T&uuml;rkei verschleppt worden. Sp&auml;ter seien sie von dort angerufen worden, ob sie ihre Maschinen zur&uuml;ckkaufen wollten! Eine der gro&szlig;en Hallen ist bis heute zerst&ouml;rt. &bdquo;Hier standen &uuml;ber 70 N&auml;hmaschinen f&uuml;r die Endfertigung&ldquo;, sagt Pascale. Alle N&auml;hmaschinen seien gestohlen worden. Mitte 2016 habe der Wiederaufbau der Fabrik begonnen, der 3,5 Jahre dauern sollte. Wegen der Wirtschaftsblockade, die gegen Syrien verh&auml;ngt worden sei, sei es sehr schwierig gewesen, Ersatzteile zu bekommen. Heute z&auml;hlten der Irak und Kuwait zu den ausl&auml;ndischen Kunden, auch Familien aus Saudi-Arabien bestellten Handt&uuml;cher bei ihnen. Alles andere sei gestoppt. Sie besch&auml;ftigten 40 Arbeiterinnen und Arbeiter, die Produktion richte sich nach der Auftragslage.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624_Arbeit-und-Brot-foto-08.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624_Arbeit-und-Brot-foto-08.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Farbversuche. Die Firma Hateks Int. Co stellt hochwertige Qualit&auml;tshandt&uuml;cher her. Pascale Abaji ist f&uuml;r das F&auml;rben zust&auml;ndig.<\/small><\/p><p>Z&uuml;gig geht sie vor, zeigt die R&auml;ume, in denen die Arbeiter sich umziehen k&ouml;nnen, Toiletten und Waschr&auml;ume. F&uuml;r jeden gibt es einen Spint f&uuml;r pers&ouml;nliche Sachen. Dann geht es weiter durch die gro&szlig;en, hohen Hallen, in denen gro&szlig;e Maschinen stehen. Pascale Abaji erkl&auml;rt die einzelnen Arbeitsschritte: Zun&auml;chst werden die F&auml;den maschinell auf gro&szlig;e Rollen gewickelt, die wiederum auf noch gr&ouml;&szlig;ere Rollen gewickelt werden. Die gro&szlig;en Rollen werden auf die Webmaschinen montiert, die &ndash; je nach Vorgabe &ndash; zwei breite, drei mittlere oder vier schmale Handt&uuml;cher weben. Die F&auml;den werden von oben und von unten verwebt, wodurch eine dichte, flauschige Oberfl&auml;che entsteht. Die Rollen werden in den F&auml;rbevorgang gegeben und anschlie&szlig;end getrocknet. Danach w&uuml;rden die Handt&uuml;cher von der Rolle geschnitten und k&auml;men in die Endfertigung, sagt Pascale.<\/p><p>In der Halle f&uuml;r die Endfertigung stehen einige N&auml;hmaschinen, an denen M&auml;nner und Frauen arbeiten. Sie n&auml;hen das Etikett und einen Aufh&auml;nger ein und s&auml;umen mit einer feinen Naht die R&auml;nder. Jedes Handtuch wird auf Fehler gepr&uuml;ft, bevor es f&uuml;r den Versand fertiggemacht wird. Auf Anfragen werden auch Badem&auml;ntel gen&auml;ht.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624_Arbeit-und-Brot-foto-09.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624_Arbeit-und-Brot-foto-09.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Endfertigung der Handt&uuml;cher. Etikett und Aufh&auml;nger werden eingen&auml;ht, die R&auml;nder ges&auml;umt.<\/small><\/p><p>Sp&auml;ter l&auml;dt Yacoub Abaji noch zu einem Tee in seinem B&uuml;ro ein. Neben einer Sitzecke und dem Schreibtisch stehen auch ein handgeschnitzter K&uuml;chenschrank, eine lange Anrichte und ein gro&szlig;er Tisch mit St&uuml;hlen in dem Raum. Auf dem Tisch liegt eine gro&szlig;e, rote Decke aus feinster Aghabani-Stickerei. &bdquo;Das ist die K&uuml;cheneinrichtung meiner Mutter&ldquo;, sagt Herr Abaji. &bdquo;Bei dem schweren Erdbeben im vergangenen Jahr wurde das Nachbarhaus unseres Familienhauses zerst&ouml;rt. Wir konnten unsere Mutter und das Haus evakuieren und haben einen Teil der M&ouml;bel hierhergebracht.&ldquo;<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624_Arbeit-und-Brot-foto-10.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240624_Arbeit-und-Brot-foto-10.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Pascale Abaji mit ihrem Vater Yacoub geben nicht auf und hoffen, dass es besser werden wird.<\/small><\/p><p>Trotz schwerer Schicksalsschl&auml;ge und trotz des Verlustes gro&szlig;er Teile der Fabrik wird die Familie nicht aufgeben. Pascale und ihr Bruder haben beschlossen, zu bleiben. Beide arbeiten in der Firma mit und stehen dem Vater zur Seite. &bdquo;Es wird besser werden&ldquo;, sagt Yacoub Abaji zum Abschied und weist die Tochter an, den G&auml;sten jeweils ein Geschenkpaket mit Handt&uuml;chern zu &uuml;berreichen. &bdquo;Es wird besser werden.&ldquo;<\/p><p><small>Titelbild: Rosen Ivanov Iliev\/shutterstock.com<\/small><\/p><p><small>Bildnachweis alle anderen Bilder: &copy; K. Leukefeld<\/small><\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/b39fd5df8922437a93b9c697213dc6c5\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ohne die einseitigen wirtschaftlichen Zwangsma&szlig;nahmen von EU und USA w&auml;re Syrien l&auml;ngst eine gro&szlig;e Baustelle. Anfang Juni 2024 fand in Damaskus zum 21. Mal die Buildex statt, eine internationale Bauausstellung. Ausstellungsort war das Internationale Messegel&auml;nde entlang der Flughafenautobahn. Anfang der 2000er-Jahre, kurz nachdem der junge Bashar al Assad syrischer Pr&auml;sident geworden war, war die Messe<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117129\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":117130,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,162,20,30],"tags":[1516,1754,3360,1553,1556,2474,2852,1019],"class_list":["post-117129","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-energiepolitik","category-landerberichte","category-wirtschaftspoliik-und-konjunktur","tag-al-assad-baschar","tag-energieversorgung","tag-europaeische-union","tag-syrien","tag-usa","tag-wiederaufbau","tag-wirtschaftsdepression","tag-wirtschaftssanktionen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Shutterstock_1119166805.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/117129","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=117129"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/117129\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":117163,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/117129\/revisions\/117163"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/117130"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=117129"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=117129"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=117129"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}