{"id":117308,"date":"2024-06-28T10:00:46","date_gmt":"2024-06-28T08:00:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117308"},"modified":"2025-08-05T11:26:12","modified_gmt":"2025-08-05T09:26:12","slug":"propaganda-taktiken-sechs-verschleierungstechniken-mit-denen-krimiautoren-und-politische-kommunikatoren-arbeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117308","title":{"rendered":"Propaganda-Taktiken: Sechs Verschleierungstechniken, mit denen Krimiautoren und politische Kommunikatoren arbeiten"},"content":{"rendered":"<p>Was haben die Techniken von Krimiautoren, die eine spannende Geschichte erz&auml;hlen wollen und es dem Leser dabei gleichzeitig so schwer wie m&ouml;glich machen wollen, die Wahrheit herauszufinden, mit PR und Propaganda-Techniken gemeinsam? Auch wenn es auf den ersten Blick erstaunt, gibt es tats&auml;chlich viele Gemeinsamkeiten, sowohl was die Interessenlage, als auch, was die Techniken angeht. In diesem neuen Beitrag aus der Reihe &bdquo;Propaganda-Taktiken&ldquo; werden einige davon genauer beleuchtet. Von <strong>Maike Gosch<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Aber alles passt gut zusammen, wenn man sich nur entscheiden kann, was Realit&auml;t und was Illusion ist.&ldquo;- Agatha Christie\n<\/p><\/blockquote><p>Jede Krimi-Leserin kennt wahrscheinlich diesen Aha-Effekt beim Lesen eines klassischen Krimis: Man hat sich durch zweihundert oder mehr Seiten der Geschichte gearbeitet, ist im Dunkeln getappt, hat sich gegruselt, hatte Momente der Erkenntnis, in denen man eins und eins zusammenz&auml;hlte und das Gef&uuml;hl hatte, dem Kommissar oder dem Privatdetektiv um eine Nasenl&auml;nge voraus zu sein und dann wieder an den eigenen Thesen gezweifelt. Jetzt ist man bei der Aufl&ouml;sungsszene angelangt. Der Detektiv versammelt die beteiligten Personen im Kaminzimmer und rollt noch einmal die ganze Geschichte auf. Er geht nach und nach auf alle falschen F&auml;hrten ein, die die Autorin geschickt gelegt hat, und zeigt, warum keine von ihnen den wahren Tatverlauf und die Geschehnisse davor und danach erkl&auml;ren k&ouml;nnen. Dann kommt der gro&szlig;e Moment. Der Detektiv oder Kommissar benennt den T&auml;ter und (er-)kl&auml;rt, wie er den Fall gel&ouml;st hat. Und wenn der Krimi handwerklich gut und sauber konstruiert wurde, schlagen wir uns tats&auml;chlich oder innerlich an die Stirn: Warum sind wir da nicht drauf gekommen? Alles deutete doch darauf hin! Wie konnten wir die Hinweise &uuml;bersehen, die der Detektiv jetzt aufz&auml;hlt? Warum haben wir sie nicht richtig eingeordnet? Nicht im richtigen Licht gesehen? Schlagartig erkennen wir das Bild. Und fragen uns, warum wir so blind waren.<\/p><p>Dieser Aha-Effekt ist kein Zufall. Und er hat seinen Grund (meistens) auch nicht darin, dass wir einfach zu dumm sind oder unaufmerksam waren. Dieser Aha-Effekt ist das Ergebnis einer sehr sorgf&auml;ltigen Konstruktion. Die Folge der Kunstfertigkeit, Geschicklichkeit und des Handwerks auf Seiten der Autorin oder des Autors und von ihrer tiefen Kenntnis davon, wie wir Menschen Informationen aufnehmen und verarbeiten. Die Kunst besteht darin, die relevanten Informationen zu geben und Hinweise auf die Wahrheit zu liefern, aber gleichzeitig alles zu tun, damit der Leser sie nicht richtig deutet.<\/p><p>Ein klassischer Krimi besteht daher immer aus zwei Geschichten. Die erste Geschichte ist die Wahrheit. Das, was wirklich passiert ist. &Uuml;ber dieser Wahrheit liegt ein Schleier des Nichtwissens und Nichtverstehens. Als Leser versuchen wir, im Verlauf der Geschichte diesen Schleier zu l&uuml;ften. Die zweite Geschichte ist der Schleier selbst, seine verschiedenen Teile und all die Theorien und Interpretationen, die wir im Verlauf des Lesens entwickeln. Alle Irrt&uuml;mer, denen wir aufsitzen, und alle falschen F&auml;hrten, denen wir gedanklich folgen. Zus&auml;tzlich wird die Wahrheit verdeckt von den L&uuml;gen, die von der Wahrheit ablenken sollen und diese verstellen.<\/p><p>In dem&nbsp;<strong>Deutschen Kommunikationskodex des Deutschen Rats f&uuml;r Public Relations<\/strong>&nbsp;vom 29. November 2012 hei&szlig;t es:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>(9) PR- und Kommunikationsfachleute sind der Wahrhaftigkeit verpflichtet, verbreiten wissentlich keine falschen oder irref&uuml;hrenden Informationen oder ungepr&uuml;fte Ger&uuml;chte.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Unternehmen, politische und andere Akteure, die professionelle PR betreiben, m&uuml;ssen also darauf achten, dass sie einerseits nicht ausdr&uuml;cklich &bdquo;l&uuml;gen&ldquo;, sie haben aber dennoch manchmal ein Interesse daran, dass die B&uuml;rger die ganze und wahre Geschichte nicht erkennen und verstehen k&ouml;nnen. Es gibt h&auml;ufig ein starkes Interesse von verschiedenen Akteuren, diese Wahrheit zu verdecken oder sie zumindest zu verzerren. Manchmal geht es auch darum, nur bestimmte Aspekte kommunizieren zu wollen oder zu m&uuml;ssen, andere aber nicht. Manchmal soll der Fokus gelenkt werden, wie mit einem Scheinwerfer bestimmte Menschen und Themen in helles Licht getaucht werden, andere sollen m&ouml;glichst im Schatten verschwinden. Die &ouml;ffentliche Kommunikation ist ganz selten frei von solchen Eigeninteressen der &bdquo;Erz&auml;hler&ldquo;. Und jede Kommunikation oder Geschichte trifft nat&uuml;rlich auch auf ein starkes Magnetfeld von Interessen, die die Geschichte wiederum f&uuml;r ihre Zwecke verbiegen und verzerren k&ouml;nnen und manchmal auch wollen.<\/p><p>Dieses Spannungsfeld deckt sich meiner Ansicht nach teilweise mit der Herausforderung des Autors oder der Autorin eines klassischen &bdquo;whodunnit&ldquo; (&bdquo;Wer war der T&auml;ter&ldquo;)-Krimis. Hier wie dort verlangt der Leser\/der B&uuml;rger, dass er &uuml;ber die Ereignisse ausreichend informiert wird. Hier wie dort hat aber der Autor das Interesse bzw. kann es haben, dass der Leser die Wahrheit &uuml;ber bestimmte Ereignisse und Verh&auml;ltnisse nicht oder erst sp&auml;ter herausfindet. Dennoch muss die Krimiautorin, zumindest nach den Regeln der klassischen Krimistruktur, fairerweise und um das &bdquo;Mitr&auml;tseln&ldquo; des Lesers zu erm&ouml;glichen, alle relevanten Informationen mitteilen. Sie muss also kommunizieren, in der Hoffnung, dass der Leser die &bdquo;Hidden Story&ldquo; nicht oder erst ganz am Ende erkennt und versteht.<\/p><p>Als mir diese Parallele auffiel, habe ich mir die Sekund&auml;rliteratur zur Krimitechnik in Hinblick darauf angesehen, welche Methoden der Beeinflussung der Realit&auml;ts- und Faktenwahrnehmung in der &Ouml;ffentlichkeit durch Politik, Journalismus und politische PR mit den Tricks, die Krimiautoren verwenden, vergleichbar sein k&ouml;nnten.[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]<\/p><p><strong>Wir sind alle Detektive<\/strong><\/p><p>Es gibt noch einen anderen Aspekt, der Parallelen zwischen der Konstruktion von Krimis und der &ouml;ffentlichen, besonders der politischen Kommunikation bietet: Viele Menschen rezipieren die Informationen durch Presse und andere Quellen immer mehr, als w&auml;ren sie Leser eines Krimis. Sie sind immer auf der Hut, nicht irregef&uuml;hrt zu werden, besonders in den heute sehr skeptischen &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo;-Zeiten. Viele kritische Leser lesen Artikel und rezipieren z.B. die Kommunikation von Politikern oder politischen Parteien ebenso wie die Informationen von Unternehmen auf der Suche nach L&uuml;gen, Inkonsistenzen, Interessenverzerrungen, Irref&uuml;hrungen, auf der Suche nach dem&nbsp;<em>cui bono<\/em>&nbsp;(wem n&uuml;tzt es), nach Fehlern, nach Hinweisen auf die&nbsp;<em>hidden story<\/em>, auf das, was wirklich passierte. In manchen F&auml;llen ist das ein uninformiertes Misstrauen, eine &uuml;berzogene Skepsis.<\/p><p>Aber es gibt nat&uuml;rlich tats&auml;chlich viele Geheimnisse, L&uuml;gen und Verschleierungen in der &ouml;ffentlichen Kommunikation sowohl von Regierungen, als auch von Unternehmen. Sie nutzen geschickt die Instrumente des <em>Spins<\/em>, der emotionalen Manipulation etc., um nur die Informationen rauszugeben, die sie ver&ouml;ffentlichen m&uuml;ssen (aus rechtlichen, politischen oder PR-Gr&uuml;nden), aber dennoch die Rezeption so weit wie m&ouml;glich zu leiten und zu kontrollieren.<\/p><p>Es w&auml;re sehr nativ, anzunehmen, dass der &Ouml;ffentlichkeit immer die komplette Wahrheit gesagt w&uuml;rde. Genauso, wie es &uuml;berzogen ist, anzunehmen, die &Ouml;ffentlichkeit w&uuml;rde grunds&auml;tzlich und durchg&auml;ngig von Regierung, Unternehmen und der &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo; angelogen.<\/p><p><strong>Methode 1: Jetzt sag&rsquo; schon!<\/strong><\/p><p>Ein Mittel der Verschleierung, aber auch der Spannungserzeugung, sind sogenannte &bdquo;Unbestimmtheitsstellen&ldquo;. Das sind Auslassungen in der Geschichte, also das &bdquo;Nicht-Erz&auml;hlte&ldquo;, die L&uuml;cken. In einem klassischen Krimi sind das z.B. immer die Identit&auml;t des M&ouml;rders und der genaue Ablauf des Tathergangs.<\/p><p>Unbestimmtheitsstellen in Krimis, aber auch im wahren Leben, l&ouml;sen in den meisten Menschen kriminalistische Ambitionen aus und den starken Wunsch, das R&auml;tsel zu l&ouml;sen und damit die Unbestimmtheitsstelle zu schlie&szlig;en. Diesen spannungserzeugenden und Neugier ausl&ouml;senden Effekt konnte man zum Beispiel gut im Fall der italienischen Schriftstellerin Elena Ferrantes beobachten.[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] Allein die Tatsache, dass die Bestseller-Autorin ihre Identit&auml;t und ihren Namen geheimhalten wollte, weckte eine so gro&szlig;e Neugier, dass die &bdquo;Aufdeckung&ldquo; ihrer Identit&auml;t und die Details ihrer Person und ihres Lebens, die bekannt wurden &ndash; und die denkbar allt&auml;glich und unspektakul&auml;r waren &ndash;, ein riesiges Presse-Echo erfuhren. H&auml;tte sie diesen Geheimhaltungswunsch nicht gehabt, w&auml;re ihr Privatleben sehr viel weniger interessant gefunden worden. Das soll keine moralische Wertung beinhalten, sondern ist schlicht eine strategische und taktische Analyse. Wenn etwas geheimgehalten wird, gehen Menschen sofort davon aus, dass es interessant ist. Der Wert einer geheimen Information steigt und unsere Neugierde und unser Ehrgeiz werden geweckt.<\/p><p>In der &ouml;ffentlichen Kommunikation gibt es viele tats&auml;chliche und nat&uuml;rlich auch viele vermeintliche Unbestimmtheitsstellen. Jede offensichtliche &bdquo;L&uuml;cke&ldquo; in der Erz&auml;hlung, sei es in Bezug auf Motive, T&auml;ter, Begehungsformen, Hintergr&uuml;nde, Zusammenh&auml;nge, l&ouml;st diese R&auml;tselspannung aus. Schwer zu sagen, warum wir mit Leerstellen, R&auml;tseln, Ungewissheiten und offenen Fragen so schwer umgehen k&ouml;nnen. Vielleicht k&ouml;nnen wir es als Menschen einfach nicht lange in einer unerkl&auml;rten und unerkl&auml;rlichen Realit&auml;t aushalten, da wir darin unsere Orientierung verlieren und uns nicht mehr sicher f&uuml;hlen.<\/p><p>Woran es auch immer liegt, sicher ist, dass nichts Menschen so sehr neugierig macht wie ein Geheimnis. Hier lauert eine Gefahr in der &ouml;ffentlichen Kommunikation f&uuml;r den Fall, dass eine Information nicht gegeben werden darf oder kann. Die Journalisten und die Menschen werden dann notgedrungen spekulieren und, wie bei einem Krimi, den &bdquo;Fall&ldquo; &bdquo;l&ouml;sen&ldquo; wollen. Kurz nach einem Ereignis wie einem Terroranschlag oder im Fall von unaufgekl&auml;rten Verbrechen m&uuml;ssen wir mit diesen Unbestimmtheitsstellen leben und es ist auch ein Zeichen von Reife, diese Spannung auszuhalten.<\/p><p>Menschen lieben spannende Geschichten, R&auml;tsel und Geheimnisse und sehen dadurch manchmal Verbrechen, Intrigen, R&auml;tsel, Zusammenh&auml;nge dort, wo es keine gibt. Das f&uuml;hrt dann im Exzess zum Wuchern von Verschw&ouml;rungstheorien und einem gro&szlig;en Misstrauen gegen&uuml;ber Politikern, anderen wichtigen Personen des &ouml;ffentlichen Lebens und Journalisten (Stichwort: &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo; und&nbsp;<em>fake news<\/em>, s.o.). Wenn die&nbsp;<em>fake news<\/em>&nbsp;oder die vereinfachten, verzerrenden oder schlicht falschen Geschichten von manchen Politikern oder Agitatoren die spannenderen und dramaturgisch besseren Geschichten liefern, hat die langweilige, banale und un&uuml;bersichtliche Wirklichkeit ausgedient.<\/p><p>Aber es gibt auch viele Situationen, in denen Menschen einen sehr guten Instinkt beweisen und tats&auml;chliche Unbestimmtheitsstellen und Auslassungen in der Geschichte richtig erkennen. Die &Ouml;ffentlichkeit &bdquo;riecht&ldquo; richtigerweise, dass etwas an der Geschichte, die man ihr vorsetzt, nicht stimmt. Die Motive sind unplausibel, die Reihenfolge der Ereignisse ist falsch, die Vorg&auml;nge passen nicht zu dem Charakter der handelnden Figuren etc. In diesen F&auml;llen ist es gut, dass B&uuml;rger und investigative Journalisten keine Ruhe geben, bis bestimmte Zusammenh&auml;nge aufgekl&auml;rt sind, wie etwa im Fall der Ermordung von John F. Kennedy, dem Tod von Uwe Barschel in einem Genfer Hotel oder den vielen Unstimmigkeiten bei der Aufkl&auml;rung der Mordreihe durch die NSU.<\/p><p><strong>Methode 2: Ich sehe was, was du nicht siehst<\/strong><\/p><p>Eine weitere g&auml;ngige Technik der klassischen Detektivliteratur besteht darin, dem Leser eine l&ouml;sungsrelevante Information zwar zu vermitteln, sie aber gleichzeitig so zu verbergen, dass er ihre Relevanz nicht erkennt. In Agatha Christies Roman&nbsp;<em>The Sittaford Mystery<\/em> werden in einer langen Liste die Gegenst&auml;nde aufgef&uuml;hrt, die im Schrank in der H&uuml;tte des Ermordeten gefunden werden, unter anderem zwei Paar Skier. Das zweite Paar Skier benutzte der M&ouml;rder, um zu der H&uuml;tte zu gelangen und dort den Mord auszuf&uuml;hren. Da er auf Skiern wesentlich fr&uuml;her im Haus sein konnte, als der Ermittler (und der Leser), die ihn zu Fu&szlig; w&auml;hnen, errechnet haben, verschafft er sich so ein perfektes Alibi. Die Relevanz der Skier, insbesondere der Tatsache, dass es zwei Paar gab, wird aber von dem Leser nicht erkannt, da geschickter Weise noch weitere Sportzubeh&ouml;r-Gegenst&auml;nde aufgef&uuml;hrt werden, wie Golfschl&auml;ger, Tennisschl&auml;ger, Angel-Zubeh&ouml;r, sodass die Skier im Kopf des Lesers in einem unscharfen Sportzubeh&ouml;r-Haufen untergehen. Wir denken nur an ihre Funktion als Sportger&auml;t und nicht an ihre Funktion als reines Fortbewegungsmittel.<\/p><p>&Auml;hnliches geschieht oft in der PR und in der politischen Kommunikation. Informationen k&ouml;nnen&nbsp;<em>in plain sight<\/em>&nbsp;versteckt werden, indem sie in einer Menge komplizierter Fachinformation, Fachbegriffen und komplexen Zusammenh&auml;ngen untergehen. Dies geschieht h&auml;ufig unfreiwillig, aber manchmal auch vors&auml;tzlich.<\/p><p>In der politischen Kommunikation von Seiten der Regierung wird diese Verschleierungstaktik h&auml;ufig bei Gesetzgebungsverfahren verwendet, indem z.B. Gesetze zu Gesetzes- und Ma&szlig;nahmenb&uuml;ndeln verschn&uuml;rt und ineinander geschachtelt werden wie russische Babuschka-Puppen, bis die einzelnen Ma&szlig;nahmen und vor allem die gesamte politische Zielrichtung und Strategie dahinter f&uuml;r den Laien und selbst f&uuml;r einen gut informierten Journalisten nicht mehr erkennbar ist. Gute Beispiele hierf&uuml;r sind die sogenannten Freihandelsvertr&auml;ge TTIP, CETA, TISA etc., in denen Abkommen &uuml;ber die Senkung von Z&ouml;llen mit Investitionsschutzvorschriften, stark privatisierungsf&ouml;rdernden Regelungen, Einrichtung von Schiedsgerichtsbarkeitsverfahren und vielen anderen Elementen verzahnt wurden. Ein anderes Beispiel war die Gesetzgebung zur Maut-Erhebung auf deutschen Autobahnen, die Teil eines komplexen Prozesses hin zur Privatisierung der deutschen Fernstra&szlig;en-Infrastruktur zu sein schien, was aber nur teilweise offengelegt und erkl&auml;rt wurde, da den handelnden Politikern der Widerstand der Bev&ouml;lkerung gegen eine solche Privatisierung bekannt war.<\/p><p><strong>Methode 3: Wie war das noch?<\/strong><\/p><p>Eine weitere bekannte Taktik von Krimiautoren ist das weitr&auml;umige Verstreuen von Fakten. Wichtige Elemente, die zur L&ouml;sung beitragen k&ouml;nnten, werden auseinandergenommen und mit gro&szlig;em Abstand voneinander kommuniziert. Wenn die Leserin also den zweiten Teil der Information erh&auml;lt, hat sie den ersten Teil schon wieder vergessen und kann so die zwei Teile nicht zu einem sinnvollen Zusammenhang verbinden.<\/p><p>In Agatha Christies Roman <em>&bdquo;The Clocks&ldquo;<\/em> erf&auml;hrt der Leser von einer Mrs. Bland, die&nbsp;Nachbarin des Hauses ist, in dem ein Mord geschah, dass sie das einzige noch lebende Mitglied ihrer Familie ist. Sp&auml;ter &auml;u&szlig;ert dieselbe Frau in einem Gespr&auml;ch mit Inspektor Hardcastle, dass ihre Schwester am gleichen Ort wohne. Der Abstand von fast vierzig Seiten zwischen diesen beiden Aussagen macht es der Leserin schwer, den offensichtlichen Widerspruch zu erkennen und daraus die L&ouml;sung des Krimis zu ermitteln. Denn &bdquo;Mrs. Bland&ldquo; ist tats&auml;chlich eine Hochstaplerin, die die Identit&auml;t der ersten Ehefrau ihres Mannes annahm, um so an ein gro&szlig;es Erbe zu gelangen, und die den Mord begangen hat, weil ihre falsche Identit&auml;t aufzufliegen drohte, und die sich in der zweiten Befragung verplapperte.<\/p><p>Dieselbe Methode wird oft angewendet, indem wichtige Informationen zwar mitgeteilt werden, aber diese aus dem Kontext gerissen und zeitlich weit gestreut werden, sodass wir als B&uuml;rger den gesamten Sinnzusammenhang nicht erkennen k&ouml;nnen.<\/p><p><strong>Methode 4: Peng!<\/strong><\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>It is, you see, the simple theory of the conjuring trick.<\/em><br>\n<em>The attention cannot be in two places at once.<\/em><br>\n<em>To do my conjuring trick, I need the attention focused elsewhere (&hellip;).&ldquo;<\/em><br>\n<em>(Christie, Three Act Tragedy, 157)<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Das ist einer der <em>&bdquo;easiest and oldest tricks in the bag&ldquo;:<\/em> Die Aufmerksamkeit eines Menschen kann nur auf wenige Dinge gleichzeitig gerichtet sein. Um die Aufmerksamkeit von einem Thema oder einem Umstand abzulenken, verwenden Krimiautoren oft und gern einen Knalleffekt. Ein aufregendes Ereignis, das starke Emotionen hervorruft, wie ein Unfall, eine Hochzeit, eine Gefahr etc., wird dazu genutzt, die Aufmerksamkeit von einer anderen wichtigen Situation abzulenken. Der Leser ist abgelenkt und achtet nur noch auf die Entwicklung der Liebesgeschichte oder bangt mit dem Helden wegen einer vermeintlichen Gefahr, passt nicht mehr auf und h&ouml;rt so andere, leisere T&ouml;ne nicht mehr.<\/p><p>In der politischen Kommunikation wird diese Eigenschaft von Menschen ebenfalls z.B. bei der Verabschiedung unbeliebter Gesetze genutzt, f&uuml;r die die Regierung eine Mehrheit im Parlament hat, von dem sie aber wei&szlig;, dass die Bev&ouml;lkerung mehrheitlich dagegen ist. Diese werden dann zum Beispiel in den Sommerferien oder w&auml;hrend der Endrunde der Fu&szlig;ballweltmeisterschaft verabschiedet, um auszunutzen, dass es weniger Zeugen gibt bzw. ein anderes, emotionaleres Ereignis die Aufmerksamkeit der Journalisten und der &Ouml;ffentlichkeit bindet.<\/p><p><strong>Methode 5: Aber das ist doch viel spannender<\/strong><\/p><p>Es gibt aber auch noch eine andere Form der Aufmerksamkeitsablenkung, die etwas subtiler ist als der Knalleffekt: Das Legen von &bdquo;falschen F&auml;hrten&ldquo;. Hier wird die Aufmerksamkeit der Leser nicht durch ein anderes Ereignis abgelenkt, sondern durch eine andere Frage, ein anderes R&auml;tsel, eine andere Aufgabe. Ihre mentale Energie wird umgelenkt auf eine falsche F&auml;hrte, um die Aufmerksamkeit und die analytischen F&auml;higkeiten der Menschen zu &bdquo;binden&ldquo; und sie so von der eigentlich wichtigen Hauptfrage abzulenken.<\/p><p>Ein sehr gutes Beispiel hierf&uuml;r waren die Reaktionen der NSA, der U.S.-amerikanischen Regierung, der U.S.-amerikanischen und sogar in gro&szlig;en Teilen auch der deutschen Berichterstattung &uuml;ber den NSA-Skandal im Jahr 2013, der durch den US-amerikanischen Whistleblower Edward Snowden enth&uuml;llt wurde. Damit die Menschen sich nicht mit der eigentlichen Hauptfrage des Bruchs von Grundrechten, Strafrecht und V&ouml;lkerrecht durch die Abh&ouml;rma&szlig;nahmen von Geheimdiensten besch&auml;ftigten, wurde die Aufmerksamkeit und das &bdquo;Knobeln&ldquo; geschickt auf die folgenden R&auml;tselfragen gelenkt: &bdquo;Was sind die technischen Hintergr&uuml;nde, die diese Abh&ouml;rtechniken erlauben?&ldquo;, &bdquo;Wie kann ich meine Ger&auml;te vor diesen Abh&ouml;rtechniken sch&uuml;tzen?&ldquo;, &bdquo;Wie ist diese Information nach au&szlig;en geleakt? Wer hatte Zugang zu diesen Informationen und hat sie weitergegeben? War es wieder ein russischer Spion?&ldquo;. Ich kann es nat&uuml;rlich nicht belegen, aber es scheint der NSA und der U.S.-amerikanischen Regierung auff&auml;llig stark in die Karten zu spielen, wenn 90 Prozent der Aufmerksamkeit der &Ouml;ffentlichkeit sich mit diesen Fragen anstatt mit der Illegalit&auml;t der Abh&ouml;rma&szlig;nahmen selbst besch&auml;ftigt. Zus&auml;tzlich haben die zwei Ablenkungsman&ouml;ver noch einen &ndash; sicher willkommenen &ndash; Spin-Effekt:<\/p><p>Die erste Frage, &bdquo;Wie kann ich meine Ger&auml;te sch&uuml;tzen?&ldquo;, lenkt nicht nur die Aufmerksamkeit von den illegalen Abh&ouml;rt&auml;tigkeiten ab, sondern verschiebt subtil die Situation, sodass der B&uuml;rger das Ganze als ein rein technisches Problem betrachtet (und nicht ein politisches), die Abh&ouml;rma&szlig;namen werden mehr als eine Naturgewalt wahrgenommen, gegen die man politisch nichts unternehmen kann, sondern sich nur &bdquo;sch&uuml;tzen&ldquo; kann wie gegen eine Sturmflut oder einen Stromausfall.<\/p><p>Bei dem sehr starken Fokus auf die zweite Frage, &bdquo;Wer hat es geleakt?&ldquo;, ist der Spin-Effekt noch ausgepr&auml;gter. Hier wird der T&auml;ter zum Opfer (die Nachrichtendienste). Durch das&nbsp;<em>&bdquo;whodunnit&ldquo;<\/em>&nbsp;(auf Deutsch: &bdquo;wer war der T&auml;ter&ldquo;)&ndash;Framing wird automatisch der&nbsp;<em>Leaker<\/em>&nbsp;bzw.&nbsp;<em>Whistleblower<\/em>&nbsp;zum B&ouml;sewicht. Wir besch&auml;ftigen uns im Rahmen des&nbsp;<em>Framings<\/em>&nbsp;(Deutungsrahmen) damit, wie ein solcher &bdquo;Geheimnisverrat&ldquo; m&ouml;glich war, wie die Nachrichtendienste sich davor sch&uuml;tzen k&ouml;nnten und wie der T&auml;ter identifiziert, gefasst und dann bestraft werden sollte. Sehr leicht gehen Journalisten und die Bev&ouml;lkerung solchen Framing-Verschiebungen auf den Leim und diskutieren das Thema dann nur noch in den vorgegebenen Leitplanken des neuen Framings.<\/p><p><strong>Methode 6: Guck mal, wer da spricht<\/strong><\/p><p>Eine letzte klassische Methode, um eine Information oder Botschaft nicht durchdringen zu lassen bzw. zu verhindern, dass ihr Glauben geschenkt wird, ist die Diskreditierung der Quelle. Diese Methode hat gleichzeitig noch den erw&uuml;nschten Nebeneffekt, dass sich die &Ouml;ffentlichkeit sehr viel mehr mit dem Charakter, dem Privatleben, im optimalen Fall dem Intimleben der Quelle &ndash; Sex ist immer ein guter Aufmerksamkeitsmagnet &ndash; besch&auml;ftigt als mit der von der Quelle stammenden Information.<\/p><p>Agatha Christie ist auch beim Diskreditieren der Quelle eine Meisterin. In ihrem Roman&nbsp;<em>&bdquo;A Murder is Announced&ldquo;&nbsp;<\/em>kommen die wichtigsten und besten Hinweise zum tats&auml;chlichen Tatverlauf von Dora Bunner, der Freundin und Haush&auml;lterin der M&ouml;rderin Miss Blacklock. Dora Bunner wird aber von der Autorin geschickt und &uuml;ber ihr Sprachrohr, den Polizeiinspektor Craddock, als vergesslich, zerstreut, konfus und v&ouml;llig unzuverl&auml;ssig charakterisiert. Jede ihrer Aussagen, die helfen k&ouml;nnte, den Tatverlauf zu kl&auml;ren und die Schuld von Miss Blacklock deutlich zu machen, wird dadurch sofort relativiert. Vor allem, weil ihre Vernehmung gemeinsam mit Miss Blacklock stattfindet, die als kompetent, klug und sachlich beschrieben wird und die den Aussagen von Dora Bunner immer sofort widerspricht.<\/p><p>Ein sehr gutes Beispiel f&uuml;r diese Methode in der politischen Kommunikation ist die damalige Berichterstattung &uuml;ber Julian Assange, den Gr&uuml;nder von&nbsp;<em>wikileaks<\/em>, gegen den weitgehend unfundierte Vergewaltigungsvorw&uuml;rfe gemacht wurden, was unter anderem dazu diente, die Aufmerksamkeit weg von den durch&nbsp;<em>wikileaks<\/em>&nbsp;aufgedeckten Kriegsverbrechen der US-Streitkr&auml;fte im Irak zu lenken und hin zur detaillierten Besch&auml;ftigung mit seinem Sexleben.<\/p><p>Diese Methode, die sehr effektiv ist, wird leider nicht nur von Geheimdiensten und Regierungen angewandt, sondern auch von einigen prominenten PR-Agenturen. Ein besonders bedenkliches Beispiel hierf&uuml;r ist das Vorgehen von Richard Berman von der PR-Agentur Berman &amp; Company, der nicht umsonst den Spitznamen &bdquo;Dr. Evil&ldquo; tr&auml;gt: In einem geleakten Vortrag vor Vertretern der &Ouml;l- und Gasindustrie im Oktober 2014 bot er an, f&uuml;r seine Kunden rufsch&auml;digende und besch&auml;mende Informationen &uuml;ber Umweltaktivisten, die gegen die XL-Pipeline in Kanada protestierten, zu recherchieren, um sie damit im &ouml;ffentlichen Diskurs zu diskreditieren.[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]<\/p><p><strong>Die Aufl&ouml;sung<\/strong><\/p><p>Diese &Uuml;berlegungen sollen keine Anleitung zum L&uuml;gen sein. Vielmehr sollen sie dabei helfen, zu verstehen, wie die Aufmerksamkeit von Menschen geleitet wird, um dar&uuml;ber aufzukl&auml;ren, wie Informationen versteckt und verzerrt werden k&ouml;nnen. Damit alle Akteure in der Kommunikation, die professionellen wie die Laien, diese Methoden erkennen und auf sie reagieren k&ouml;nnen.<\/p><p>Und falls Sie sich gefragt haben: Anders als es Reinhard Mey 1971 textete, ist der G&auml;rtner in der klassischen Krimiliteratur sehr selten der M&ouml;rder. Worauf er wahrscheinlich hinweisen wollte und womit er recht hat, ist, dass der M&ouml;rder oft jemand ist, dessen Existenz wir kaum wahrgenommen haben, weil er im Hintergrund verschwand, und dessen Rolle wir falsch gedeutet haben, da wir ihn nur in seiner Funktion als G&auml;rtner gesehen haben und vergessen haben, dass er gleichzeitig noch ein eifers&uuml;chtiger Liebhaber, ein rachs&uuml;chtiger, trauernder Vater, ein unehelicher Sohn, ein entkommener Str&auml;fling oder Hunderte von anderen Identit&auml;ten haben k&ouml;nnte. Wir haben ihn aber nicht verd&auml;chtigt, weil der Autor unsere Aufmerksamkeit geschickt so gelenkt hat, dass wir ihn nur in seiner einen Rolle wahrgenommen haben.<\/p><p><em>Zuerst erschienen in der Zeitschrift politik+kommunikation, aktualisierte Fassung. <\/em><\/p><p><small>Titelbild: Shutterstock \/ Andrei Porzhezhinskii<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117190\">&bdquo;Scripted Reality&rdquo; &ndash; Wie Narrativ-Konstruktionen unser Denken und Handeln bestimmen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117043\">Propaganda-Taktiken: Der Primacy-Effekt &ndash; oder die Macht des ersten Eindrucks<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116908\">Wie aus &bdquo;Zensur&ldquo; der &bdquo;Kampf gegen Desinformation&ldquo; wurde: Eine deutsche Geschichte in sechs Schritten<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116707\">Propaganda und Storytelling: Auf welche Bedrohungen reagieren wir besonders stark?<\/a>\n<\/p><\/div><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Insbesondere: Michael Dunker, &bdquo;Beeinflussung und Steuerung des Lesers in der englischsprachigen Detektiv- und Krimiliteratur&ldquo;, 1990 &ndash; f&uuml;r eine vertiefte Besch&auml;ftigung mit dem Thema sehr zu empfehlen.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.suhrkamp.de\/hintergrund\/zur-enttarnung-elena-ferrantes-b-3983\">suhrkamp.de\/hintergrund\/zur-enttarnung-elena-ferrantes-b-3983<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2014\/10\/31\/us\/politics\/pr-executives-western-energy-alliance-speech-taped.html?_r=0\">nytimes.com\/2014\/10\/31\/us\/politics\/pr-executives-western-energy-alliance-speech-taped.html?_r=0<\/a><\/p>\n<\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/e1b1fbd4660143b09501fe0c35ca34ae\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was haben die Techniken von Krimiautoren, die eine spannende Geschichte erz&auml;hlen wollen und es dem Leser dabei gleichzeitig so schwer wie m&ouml;glich machen wollen, die Wahrheit herauszufinden, mit PR und Propaganda-Techniken gemeinsam? Auch wenn es auf den ersten Blick erstaunt, gibt es tats&auml;chlich viele Gemeinsamkeiten, sowohl was die Interessenlage, als auch, was die Techniken angeht.<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117308\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":18,"featured_media":117309,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[85,11],"tags":[2129,3492,827,682],"class_list":["post-117308","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-pr","category-strategien-der-meinungsmache","tag-geheimhaltung","tag-propaganda-taktiken","tag-stigmatisierung","tag-verschwoerungstheorie"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/shutterstock_2362037585.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/117308","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/18"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=117308"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/117308\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":136999,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/117308\/revisions\/136999"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/117309"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=117308"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=117308"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=117308"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}