{"id":11752,"date":"2012-01-04T08:24:30","date_gmt":"2012-01-04T07:24:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11752"},"modified":"2012-01-04T14:41:41","modified_gmt":"2012-01-04T13:41:41","slug":"hinweise-des-tages-1540","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11752","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=11752#h01\">Arbeitsmarkt im Dezember 2011<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=11752#h02\">Ulrike Herrmann &ndash; Die L&uuml;ge von der Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=11752#h03\">Asmussen wird doch nicht EZB-Chefvolkswirt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=11752#h04\">Den Bann durchbrechen &ndash; Wirtschaftspolitische Herausforderungen 2012<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=11752#h05\">Wirtschaftsweise langfristig f&uuml;r Rente mit 69<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=11752#h06\">SPD-Chef Gabriel schockt die Leiharbeitsbranche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=11752#h07\">Wohlstandsdelle, das neue Wort f&uuml;r Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=11752#h08\">Exportschlager Milliard&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=11752#h09\">Neue deutsche Illusionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=11752#h10\">Finanzwetten gegen Euro auf Rekordhoch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=11752#h11\">Eigene Flugbegleiter zu teuer &ndash; Lufthansa fliegt mit Leiharbeitern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=11752#h12\">Derivate-Debakel: In Italien Gesch&auml;fte mit J.P. Morgan &uuml;blich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=11752#h13\">Johannes Steffen: Sozialpolitische Chronik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=11752#h14\">Das langsame Aus f&uuml;r den Gr&uuml;ndungszuschuss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=11752#h15\">Public Private Partnership &ndash; die Bilanz nach zw&ouml;lf Jahren ist katastrophal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=11752#h16\">Occupy am Scheideweg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=11752#h17\">Sebastian Nerz zerlegt die PIRATEN<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=11752#h18\">Wulff<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=11752#h19\">Spaniens Konservative brechen alle Wahlversprechen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=11752#h20\">&Auml;gypten: Dialog unerw&uuml;nscht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=11752#h21\">Guantanamo f&uuml;r immer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=11752#h22\">Bresche im Befristungswahn? Zur Produktion eines akademischen Proletariats mittels Zeitvertr&auml;gen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ww.nachdenkseiten.de\/?p=11752#h23\">Zu guter Letzt: Wilfried Schmickler &ndash; Alles beim Alten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=11752&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt im Dezember 2011<\/strong><br>\nIm Dezember 2011 wurden von der Statistik der BA insgesamt <strong>2,780 Millionen Arbeitslose<\/strong> registriert, 231.000 bzw. 7,7% weniger als im Dezember 2010. Die registrierte Arbeitslosigkeit ist im Dezember 2011 im Vergleich zum Vormonat (genauer: von Mitte November bis Mitte Dezember 2011) <strong>um 67.000 gestiegen<\/strong>, etwas geringer als im Dezember 2010 (+85.000).\n<ul>\n<li>Von diesen 2,780 Millionen Arbeitslosen waren 813.000 (29,3%) im Rechtskreis SGB III und <strong>1,967 Millionen (70,7%) im Rechtskreis SGB II (Hartz IV)<\/strong> registriert. (Dezember 2010: 68,5%)<\/li>\n<li>Als <strong>Arbeitsuchende<\/strong> waren im Dezember 2011 insgesamt <strong>5,047 Millionen<\/strong> Frauen und M&auml;nner registriert, 469.000 (8,5%) weniger als im Dezember 2010. Die von der Statistik der BA ermittelte &bdquo;Unterbesch&auml;ftigung ohne Kurzarbeit&ldquo; betrug im Dezember 2011 3,898 Millionen, 491.000 (11,2%) weniger als im Dezember 2010.<\/li>\n<li>Nach vorl&auml;ufigen, hochgerechneten Daten hatten im Dezember 2011 785.000 (arbeitslose und nicht arbeitslose) Frauen und M&auml;nner Anspruch auf das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (SGB III) und <strong>4,450 Millionen Anspruch auf Arbeitslosengeld II<\/strong>. Bereinigt um die Zahl der etwa 81.000 sog. Aufstocker (gleichzeitiger Bezug von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II) hatten im Dezember 2011 etwa 5,154 Millionen erwerbsf&auml;hige Frauen und M&auml;nner Anspruch auf Arbeitslosengeld (SGB III) bzw. Arbeitslosengeld II, 346.000 (6,3%) weniger ein Jahr zuvor. (BA-Monatsbericht, S. 22)<\/li>\n<li>In <strong>Westdeutschland<\/strong> (zehn L&auml;nder) wurden 177.000 (8,6%) weniger Arbeitslose registriert als im Dezember 2010, in <strong>Ostdeutschland<\/strong> (sechs L&auml;nder) 54.000 (5,7%) weniger.<\/li>\n<li>Im Dezember 2011 wurden in der Bundesrepublik Deutschland 6,5% (90.000) weniger arbeitslose <strong>Frauen<\/strong> registriert als im Dezember 2010. (Ver&auml;nderungsraten Frauen: Ostdeutschland &ndash;4,9%; Westdeutschland &ndash;7,2%).<\/li>\n<li>Der Anteil der <strong>Frauen<\/strong> an der registrierten Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik Deutschland betrug im Dezember 2011 46,9%.<\/li>\n<li>Im Dezember 2011 wurden in der Bundesrepublik Deutschland 8,7% (141.000) weniger arbeitslose <strong>M&auml;nner<\/strong> registriert als im Dezember 2010. (Ver&auml;nderungsraten M&auml;nner: Ostdeutschland &ndash;6,3%; Westdeutschland &ndash;9,8%)<\/li>\n<li>Im Dezember 2011 wurden 9,7% (26.000) weniger <strong>junge Arbeitslose<\/strong> (unter 25 Jahre) registriert als ein Jahr zuvor.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2012-01-03_alo1211t.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF &ndash; 456 KB]<\/a><\/p>\n<p><strong>Siehe dazu auch:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bundesagentur f&uuml;r Arbeit: Der Arbeitsmarkt im Dezember und im Jahr 2011<\/strong><br>\n&hellip;Im Dezember belief sich die Unterbesch&auml;ftigung auf 3.898.000, 491.000 weniger als vor einem Jahr. Zur Unterbesch&auml;ftigung (ohne Kurzarbeit) z&auml;hlen auch Personen, die z.&nbsp;B. an entlastenden Ma&szlig;nahmen der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen oder aus anderen Gr&uuml;nden nicht als arbeitslos gelten. Sie vermittelt somit ein umfassenderes Bild vom Defizit an regul&auml;rer Besch&auml;ftigung als die Arbeitslosigkeit&hellip;<br>\nAuch die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II in der Grundsicherung (SGB II) ist weiter r&uuml;ckl&auml;ufig. Sie sinkt seit Juli 2010 und lag im Dezember 2011 bei 4.450.000. Damit waren 8,2&nbsp;Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsf&auml;higen Alter hilfebed&uuml;rftig&hellip;<br>\nNach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbst&auml;tigen im November gegen&uuml;ber dem Vorjahr um 521.000 auf 41,61 Millionen gestiegen. Nach der Hochrechnung der BA lag die sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung im Oktober bei 29,02 Millionen. Dies entspricht einem Zuwachs von 719.000 gegen&uuml;ber dem Vorjahr. <strong>Dabei hat die Vollzeitbesch&auml;ftigung um 366.000 und die Teilzeitbesch&auml;ftigung um 330.000 zugenommen.<\/strong><br>\n&hellip;Im Dezember belief sich der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen auf 467.000, 87.000 mehr als im Vorjahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arbeitsagentur.de\/nn_27030\/zentraler-Content\/Pressemeldungen\/2012\/Presse-12-001.html\">Bundesagentur f&uuml;r Arbeit<\/a><\/p>\n<p><strong>Zur Erg&auml;nzung:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Tats&auml;chliche Arbeitslosigkeit im Dezember 2011: 3.800.963<\/strong><br>\nOffizielle Arbeitslosigkeit: 2.780.206<br>\nNicht gez&auml;hlte Arbeitslose: 1.020.757<br>\nNicht gez&auml;hlte Arbeitslose aufgeschl&uuml;sselt:<br>\n&Auml;lter als 58, beziehen Arbeitslosengeld I und\/oder ALG II: 359.190<br>\nEin-Euro-Jobs (Arbeitsgelegenheiten): 163.842<br>\nFremdf&ouml;rderung: 68.793<br>\nBesch&auml;ftigungsphase B&uuml;rgerarbeit: 19.125<br>\nBerufliche Weiterbildung: 168.292<br>\nEignungsfeststellungs- und Trainingsma&szlig;nahmen (z.B. Bewerbungstraining): 25<br>\nAktivierung und berufliche Eingliederung (z.B. Vermittlung durch Dritte): 143.184<br>\nBesch&auml;ftigungszuschuss (f&uuml;r schwer vermittelbare Arbeitslose): 9.999<br>\nArbeitsbeschaffungsma&szlig;nahmen: 553<br>\nKranke Arbeitslose (&sect;126 SGB III): 87.754<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.die-linke.de\/politik\/themen\/tatsaechlichearbeitslosigkeit\/\">DIE LINKE<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu der passende Kommentar von Ulrike Herrmann:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die L&uuml;ge von der Arbeit<\/strong><br>\nEs ist kein Zufall, dass das Wirtschaftsministerium so dringend behaupten will, dass in Deutschland ein Paradies der Erwerbst&auml;tigkeit er&ouml;ffnet hat. Die &ldquo;Danke, Deutschland&rdquo;-Plakate sind Teil einer gr&ouml;&szlig;eren Erz&auml;hlung, die da lautet: &ldquo;Hartz IV&rdquo; war notwendig. Es war die Rettung der Bundesrepublik, dass damit ein Niedriglohnsektor geschaffen wurde. Ohne die &ldquo;Agenda 2010&rdquo; h&auml;tte es 2010 niemals so viele Besch&auml;ftigte gegeben.<br>\nDiese Gro&szlig;-Erz&auml;hlung wird nicht nur von der schwarz-gelben Regierung betrieben. Sie ist genauso beliebt bei vielen Sozialdemokraten und Gr&uuml;nen, die ja unter SPD-Kanzler Gerhard Schr&ouml;der die Hartz-Reformen erfunden haben. Gegen dieses partei&uuml;bergreifende Kartell der Sch&ouml;nf&auml;rberei ist schwer anzukommen. Deswegen sei es &ndash; noch einmal &ndash; gesagt: Nein, Hartz IV hat gar nichts gebracht. Die Zahl der Arbeitsstunden ist nicht gestiegen; es wurde keine neue Besch&auml;ftigung geschaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Debatte-Jobwunder\/!84856\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das durchschnittliche reale Nettoerwerbseinkommen (im Monat) aller abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten ist laut DIW zwischen 2000 und 2010 um 1,8 Prozent gesunken. Nimmt man das statistische Ausrei&szlig;er beseitigende Medianeinkommen bzw. mittlere Einkommen (50% verdienen mehr, 50% weniger) ist das Einkommen um 2,2 Prozent gesunken. Beachtenswert ist vor allem die Tendenz: &ldquo;In der ersten H&auml;lfte des letzten Jahrzehnts waren die Bezieher geringer Monatsl&ouml;hne die Verlierer, denn ihre Bruttoverdienste nahmen real ab, die Verg&uuml;tungen derjenigen Personen dagegen, die relativ hoch entlohnt waren, nahmen zu. In den letzten f&uuml;nf Jahren mussten aber fast alle Arbeitnehmer real sinkende Monatsverdienste hinnehmen, <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.388567.de\/11-45-1.pdf\">nur die H&ouml;chstverdiener nicht [PDF &ndash; 513 KB]<\/a>.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Asmussen wird doch nicht EZB-Chefvolkswirt<\/strong><br>\nDeutschland gibt den Posten an Belgien ab. Der ehemalige Finanzstaatssekret&auml;r bekommt daf&uuml;r das Ressort Internationales im EZB-Direktorium. Hintergrund ist ein Streit zwischen Berlin und Paris.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/:personalpoker-asmussen-wird-doch-nicht-ezb-chefvolkswirt\/60149256.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Deutschland hat sich mit der Nominierung Asmussens keinen Gefallen getan. Es war vollkommen klar, dass die EZB einen Mann, der a) ein geldpolitischer &bdquo;Falke&ldquo; und b) wissenschaftlich komplett unbeschlagen ist, nicht so einfach als &bdquo;Chefvolkswirt&ldquo; hinnehmen w&uuml;rde. Nun ist wieder einmal sehr viel Porzellan zerschlagen worden, was von Anfang an zu vermeiden gewesen w&auml;re. Der neue Chefsvolkwirt Peter Praet ist nicht nur ein anerkannter Fachmann, sondern er gilt auch als &bdquo;Taube&ldquo;, also als Vertreter einer moderneren geldpolitischen Linie, die einer Zentralbank weitaus mehr Aufgaben zuweisen will als die blo&szlig;e Inflationsbek&auml;mpfung. F&uuml;r Europa war die Entscheidung der EZB ganz sicher nicht von Nachteil.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> Asmussen soll ja nun die EZB in den interntionalen Finanzinstitutionen vertreten. Das bedeutet, dass die Re-Regulierung des internationalen Finanzsystems jedenfalls durch die EZB keine Impulse bekommen wird, denn Asmussen war die treibende Kraft der Deregulierung in Deutschland.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Den Bann durchbrechen &ndash; Wirtschaftspolitische Herausforderungen 2012<\/strong><br>\nDie gr&ouml;&szlig;te Herausforderung f&uuml;r die Wirtschaftspolitik 2012 ist die Stabilisierung des Euroraums. Hinter dieser Aufgabe treten alle anderen zur&uuml;ck. Denn gelingt diese Stabilisierung nicht, ist mit einer Wirtschaftskrise globalen Ausma&szlig;es zu rechnen. Derzeit bewegt sich die Wirtschaftspolitik im Euroraum g&auml;nzlich im Bann der Vertrauenskrise. Selbst wenn es kurzfristig gel&auml;nge, diese einzud&auml;mmen, ist eine Rezession f&uuml;r den Euroraum angesichts der Austerit&auml;tspolitik unvermeidlich (Horn et al. 2011a). Die teilweise massiven Sparpakete belasten die gesamtwirtschaftliche Nachfrage im Euroraum in gro&szlig;em Umfang.<br>\nHiervon bleibt auch die deutsche Wirtschaft nicht unber&uuml;hrt. &Uuml;ber ihre enge Exportverflechtung mit dem Euroraum ist sie unmittelbar betroffen. Von daher ist ein sp&uuml;rbares Nachlassen sowohl der Export- als auch der Investitionsdynamik zu erwarten. Dank der noch immer halbwegs robusten Konsumnachfrage sollte Deutschland in diesem Jahr zwar an einer Rezession vorbeikommen, aber mehr als eine Stagnation ist in diesem Jahr nicht zu erwarten. Im Jahresdurchschnitt 2012 d&uuml;rfte die Wirtschaft in Deutschland mit -0,1 Prozent sogar leicht schrumpfen (Horn et al. 2011a). Vor diesem konjunkturellen Hintergrund d&uuml;rften sich die positiven Arbeitsmarkttendenzen wie auch die R&uuml;ckf&uuml;hrung der Staatsschuldenquote 2012 nicht fortsetzen. Dies ist eine im Grunde noch optimistische Einsch&auml;tzung der wirtschaftlichen Lage, denn sie setzt voraus, dass die Stabilisierung des Euroraums rasch gelingt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_70_2012.pdf\">IMK [PDF &ndash; 785 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wirtschaftsweise langfristig f&uuml;r Rente mit 69<\/strong><br>\nNach Auffassung der Wirtschaftsweisen kann die Rente mit 67 nur ein erster Schritt sein . Ihre Forderung: Sie soll langfristig in eine Rente mit 69 &uuml;bergehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/wirtschaft\/wirtschaftsweise-langfristig-fuer-rente-mit-69-1.2659725\">Rheinische Post<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Zun&auml;chst &auml;u&szlig;ern sich hier nicht DIE Wirtschaftsweisen sondern deren Vorsitzender Professor Wolfgang Franz. Der ist wissenschaftlicher Leiter des <a href=\"http:\/\/www.zew.de\/de\/mitarbeiter\/mitarbeiter.php3?action=mita&amp;kurz=wfr\">Zentrums f&uuml;r europ&auml;ische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW)<\/a>. Schauen Sie bitte mal nach, welche Konzerne, Versicherungen und Finanzdienstleister &uuml;ber <a href=\"http:\/\/www.zew.de\/de\/daszew\/wissenschaftlicherbeirat.php3\">einen wissenschaftlichen Beirat<\/a>, &uuml;ber einen <a href=\"http:\/\/www.zew.de\/de\/daszew\/organe.php3\">Aufsichtsrat<\/a> und &uuml;ber einen <a href=\"http:\/\/www.zew.de\/de\/daszew\/foerderkreismitglieder.php3\">F&ouml;rderkreis<\/a> Einfluss auf das ZEW nehmen, und &uuml;berlegen Sie sich, welche Auswirkungen das auf die wissenschaftliche Empfehlung des Professor Franz zum Renteneintrittsalter hat.<\/em> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Es ist schon unglaublich, mit welcher Dreistigkeit hier schon wieder neue Renten-Horror-Szenarien beschrieben werden. Kaum liegen die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes auf dem Tisch, die eigentlich klar belegen, dass nur jeder 24. in der Altersgruppe der &uuml;ber 60-j&auml;hrigen noch erwerbst&auml;tig ist, schon fordert man die Rente mit 69. Klar, dann kann man ja wenigstens mit gutem Gewissen die &ldquo;Rente mit 67&rdquo; besser verkaufen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Siehe dazu nochmals: <a href=\"\/?p=9502\">Rente erst ab Ableben<\/a>.<\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>SPD-Chef Gabriel schockt die Leiharbeitsbranche<\/strong><br>\nGleicher Lohn f&uuml;r gleiche Arbeit, oder besser noch: zehn Prozent mehr. SPD-Chef Gabriel verlangt einen Aufschlag bei der Bezahlung von Leiharbeitern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article13794469\/SPD-Chef-Gabriel-schockt-die-Leiharbeitsbranche.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Shocking indeed! Die SPD hat 11 Jahre lang Zeit gehabt, die Leiharbeitsbranche zu regulieren, und hat diese Zeit f&uuml;r extensive Deregulierung genutzt. Da sollen die Worte einer mittleren Oppositionspartei die Zeitarbeitsbranche schocken?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: &raquo;SPD ist in der Opposition, da l&auml;&szlig;t sich vieles dahersagen&laquo;<\/strong><br>\nSPD-Chef Gabriel schl&auml;gt einen zehnprozentigen Lohnaufschlag f&uuml;r Leiharbeiter vor. Ein Gespr&auml;ch mit Horst Schmitthenner<br>\nHorst Schmitthenner ist Vorsitzender des Tr&auml;gervereins Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher Arbeitslosenarbeit (KOS) und ehemaliges gesch&auml;ftsf&uuml;hrendes Vorstandmitglied der IG Metall<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/01-04\/050.php\">Junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wohlstandsdelle, das neue Wort f&uuml;r Armut<\/strong><br>\nKreative Vernebelung: Um nicht von einer Rezession reden zu m&uuml;ssen, hat der zur&uuml;ckgetretene EZB-Chefvolkswirt J&uuml;rgen Stark Begriffe wie &ldquo;Wachstumsdelle&rdquo; parat. [&hellip;]<br>\nWachstumsdelle! Gro&szlig;artig. Armut nennen wir k&uuml;nftig Wohlstandsdelle, Krankheit Gesundheitsdelle, den Tod Lebensdelle. Zwar ist es so, dass laut Eurostat das Wachstum in der Euro-Zone 2008 gerade mal 0,8 Prozent betrug, 2009 -4,2 Prozent, 2010 von dieser Delle aus nur 1,9 Prozent zulegte und in diesem Jahr bestenfalls 1,5 betr&auml;gt.<br>\nF&uuml;r 2012 sind 0,5 Prozent prognostiziert, vorausgesetzt, Merkel und Co. sparen Europa nicht zu Tode. Aber egal. J&uuml;rgen Stark nennt diesen Zustand, bei dem man vor lauter Delle kaum Wachstum sieht, Europas &bdquo;Stabilit&auml;tskultur&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/kultur\/article13787879\/Wohlstandsdelle-das-neue-Wort-fuer-Armut.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nanu, was ist denn da in der &bdquo;Welt&ldquo; los. Wird in der Redaktion <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/buergerliche-werte-ich-beginne-zu-glauben-dass-die-linke-recht-hat-11106162.html\">Frank Schirrmacher<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/ausland\/amerika\/Der-rechte-Abschied-von-der-Politik\/story\/22710602\">Charles Moore<\/a> gelesen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Exportschlager Milliard&auml;re<\/strong><br>\nVon den 300 Reichsten der Schweiz ist beinahe jeder F&uuml;nfte aus Deutschland zugezogen. Die 60 deutschen Superreichen besitzen zusammen ein Verm&ouml;gen von 75 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bilanz.ch\/people\/300-reichste\/reichsten-updates\/exportschlager-milliardaere\">Bilanz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Neue deutsche Illusionen<\/strong><br>\nDie deutschen Eliten verspielen eine historische Chance. Sie wollen ein f&ouml;derales Europa erzwingen, stattdessen m&uuml;ssten sie auf Diplomatie und Kooperation setzen. Ein amerikanischer Appell. [&hellip;]<br>\nAn der Wurzel der gegenw&auml;rtigen Krise liegen dieselben Probleme wie vor einem Jahrhundert. Wieder einmal ist Deutschland ein Land, das in systemischer Hinsicht &bdquo;zu gro&szlig; f&uuml;r Europa und zu klein f&uuml;r die Welt&ldquo; ist. Deutschland m&ouml;chte den status quo bewahren, aber zugleich auch das gro&szlig;e Spiel mitbestimmen. Beides geht aber nicht. Man kann die Europ&auml;ische Zentralbank nicht als Klon der Bundesbank halten, sie muss vielmehr nach dem Vorbild der amerikanischen Notenbank umgestaltet werden. Die politische F&uuml;hrung Deutschlands zeigt, mit Angela Merkel in der Rolle Bethmann-Hollwegs und Wolfgang Sch&auml;ubles in der Ludendorffs, denselben Mangel an Staatskunst wie am Vorabend des Ersten Weltkriegs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/deutschlands-rolle-in-der-welt-neue-deutsche-illusionen-11587450.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Finanzwetten gegen Euro auf Rekordhoch<\/strong><br>\nDie Negativschlagzeilen zum Euro haben erneut die Spekulanten angelockt. Hedgefonds und andere Finanzinvestoren haben ihre Wetten gegen die Gemeinschaftsw&auml;hrung auf ein neues Rekordhoch aufget&uuml;rmt, zeigen Daten des US-Regulators CFTC. In der vergangenen Woche lag die Zahl der offenen Kontrakte, mit denen Anleger auf fallende Kurse setzen, bei 172.454. Dem standen nur 45.485 Kontrakte von Euro-Optimisten gegen&uuml;ber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1325485572631\/Spielball-der-Spekulanten-Finanzwetten-gegen-Euro-auf-Rekordhoch\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Eigene Flugbegleiter zu teuer &ndash; Lufthansa fliegt mit Leiharbeitern<\/strong><br>\nWeil dem Kranich die eigenen Flugbegleiter zu teuer sind, besch&auml;ftigt er jetzt Stewardessen und Stewards eines Personaldienstleisters. Vorerst nur f&uuml;r 15 Flugzeuge in Berlin. Aber das Modell wird wohl Schule machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/wirtschaft\/unternehmen\/lufthansa-fliegt-mit-leiharbeitern-1.2659660\">Rheinische Post<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Derivate-Debakel: In Italien Gesch&auml;fte mit J.P. Morgan &uuml;blich<\/strong><br>\nKommunen in ganz Italien h&auml;tten, so hei&szlig;t es dort, auf sinkende Einnahmen und steigende Ausgaben mit den zun&auml;chst verlockenden Zinstausch-Gesch&auml;ften reagiert. Selbst das gro&szlig;e, reiche Mailand, das heute gegen J.P. Morgan, aber auch die Deutsche Bank und die Schweizer UBS klagt. Am heftigsten aber habe es die Stadt Cassino getroffen, schreibt Bloomberg Businessweek. Die Kommune, hoch verschuldet als Sp&auml;tfolge des Wiederaufbaus nach dem f&uuml;r sie verheerenden Zweiten Weltkrieg, habe infolge ihrer in der H&ouml;he noch nicht bezifferbaren Millionenverluste bei J.P. Morgan fast die H&auml;lfte ihres Personals abgebaut, die Kinderbetreuung heruntergefahren und die Eltern f&uuml;r den verbleibenden Rest in gro&szlig;em Stil zur Kasse gebeten. Das Stadtbild sei heruntergekommen, vom Charme benachbarter St&auml;dte wenig zu sp&uuml;ren. &bdquo;Das Mindeste ist, dass daf&uuml;r K&ouml;pfe rollen&ldquo;, zitiert der Online-Dienst die Vorsitzendes des gemeinder&auml;tlichen Finanzausschusses.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.pz-news.de\/pforzheim_artikel,-Derivate-Debakel-In-Italien-Geschaefte-mit-JP-Morgan-ueblich-_arid,316175.html\">Pforzheimer Zeitung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.businessweek.com\/news\/2011-12-29\/jpmorgan-s-swaps-occupying-cassino-prove-curse-like-world-war-ii.html\">JPMorgan&rsquo;s Swaps Occupying Cassino Prove Curse Like World War II &ndash; Bloomberg Buisness Week<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Johannes Steffen: Sozialpolitische Chronik<\/strong><br>\nDie wesentlichen &Auml;nderungen in der Arbeitslosen-, Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung sowie bei der Sozialhilfe (HLU) und der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende &ndash; von den siebziger Jahren bis heute.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ak-sozialpolitik.de\/doku\/02_politik\/chronik\/chronik_gesamt.pdf\">Arbeitnehmerkammer Bremen [PDF &ndash; 1.3 MB]<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Diese sozialpolitische Chronik ist eine &auml;u&szlig;erst verdienstvolle Zusammenstellung die den Sozialabbau in den letzten 40 Jahren nachzeichnet. F&uuml;r alle, die sich f&uuml;r Sozialpolitik interessieren ein unverzichtbares Dokument.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu passt:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das langsame Aus f&uuml;r den Gr&uuml;ndungszuschuss<\/strong><br>\nSeit 2006 haben viele Arbeitslose den Gr&uuml;ndungszuschuss in Anspruch genommen und sich mit Erfolg selbstst&auml;ndig gemacht. Doch k&uuml;nftig k&ouml;nnen sich Existenzgr&uuml;nder nicht mehr auf Hilfe vom Staat verlassen, denn f&uuml;r den Gr&uuml;ndungszuschuss gibt es keinen Rechtsanspruch mehr.<br>\nSeit 2006 haben pro Jahr mehr als 100.000 Personen den Gr&uuml;ndungszuschuss in Anspruch genommen &ndash; mit gro&szlig;em Erfolg. So sind nach einer ersten Evaluation des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, das zur Bundesagentur f&uuml;r Arbeit geh&ouml;rt, rund 80 Prozent der Gr&uuml;nder nach anderthalb Jahren noch am Markt. Zahlen, die auch schon f&uuml;r die Vorg&auml;ngerinstrumente &Uuml;berbr&uuml;ckungsgeld und Ich-AG galten. Das Erfolgsrezept: Der Antragssteller muss mit vielen Nachweisen die Ernsthaftigkeit seines Vorhabens deutlich machen: mit einem Businessplan, in dem die Gesch&auml;ftsidee und das Marktumfeld detailliert beschrieben sind. Au&szlig;erdem muss die Tragf&auml;higkeit des Projekts von einer fachkundigen Stelle gepr&uuml;ft sein: zum Beispiel von einem Wirtschafts- oder Steuerberater, der Handwerkskammer oder der Industrie- und Handelskammer.<br>\nDoch damit ist es nun vorbei. Gegen den Rat der Experten von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit und gegen den Willen der Opposition hat der Bundestag im September die Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente beschlossen. Der Gr&uuml;ndungszuschuss wird damit zur Ermessensleistung. Wie bisher muss ein externer Gutachter den Businessplan f&uuml;r tragf&auml;hig befinden. Doch das hei&szlig;t nicht, dass die Bundesagentur den Zuschuss dann auch wie bisher bewilligt. Es liegt k&uuml;nftig vielmehr im Ermessen des Fallbearbeiters, ob ein Gr&uuml;nder gef&ouml;rdert wird oder nicht. Au&szlig;erdem muss man noch mindestens 150 Tage Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben und nicht mehr wie bisher nur 90 Tage. Auch wird die erste Phase der F&ouml;rderung von neun auf sechs Monate gek&uuml;rzt. Nach den Pl&auml;nen von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen sollen so die Mittel f&uuml;r den Gr&uuml;ndungszuschuss in den kommenden Jahren von bisher rund 1,8 Milliarden Euro auf rund 500 Millionen reduziert werden. Ihr Argument: Rund die H&auml;lfte der bisherigen Gr&uuml;nder habe im Nachhinein erkl&auml;rt, dass sie den Schritt in die Selbstst&auml;ndigkeit auch ohne staatliche F&ouml;rderung geschafft h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/1643327\/\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Egal, ob man den Gr&uuml;ndungszuschuss positiv oder negativ beurteilt, seine &bdquo;Reform&ldquo; ist ein weiterer Beleg daf&uuml;r, dass ein Instrument nach dem anderen aus dem Hartz-Katalog zur&uuml;ckgenommen wird, letztlich bleibt nur noch das, um was es von Anfang an vor allem ging, die Zerst&ouml;rung der Arbeitslosenversicherung und die Einf&uuml;hrung von Hartz IV, wonach Arbeitslose nach einem Jahr in die Bed&uuml;rftigkeit fallen sollen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Public Private Partnership &ndash; die Bilanz nach zw&ouml;lf Jahren ist katastrophal<\/strong><br>\nDie Verschuldung der &ouml;ffentlichen Hand und die Schattenhaushalte von PPP geh&ouml;ren zusammen. Die Kosten der PPP-Projekte werden derzeit nicht als Schulden in den Haushalten verbucht, sie werden also in Schattenhaushalten versteckt. Werner R&uuml;gemer, Publizist und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Attac: &ldquo;PPP ist nicht nur wesentlich teurer, sondern mit jedem Projekt wird die Haushaltshoheit der gew&auml;hlten Volksvertretung unterh&ouml;hlt, stirbt ein St&uuml;ck Demokratie.&rdquo;<br>\nPPP sei schneller, effizienter, nachhaltiger. Attac und Gib meinen: Nichts davon hat sich bewahrheitet. Es gibt exorbitante Baukostensteigerungen wie bei der Hamburger Elbphilharmonie. Laufende Kosten stellen sich als weit &uuml;berh&ouml;ht heraus wie bei den 90 Schulen im Landkreis Offenbach. Schon nach einem Jahr br&ouml;ckeln Stra&szlig;enbel&auml;ge wie bei der A1 zwischen Hamburg und Bremen. Das kommentiert Professor J&uuml;rgen Schutte von Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand: &ldquo;Steuerzahlende, Besch&auml;ftigte, Sch&uuml;lerInnen und AutofahrerInnen &ndash; sie alle sind &uuml;ber Jahrzehnte hin machtlos, sobald ihre VertreterInnen in Bund, L&auml;ndern oder Kommunen unterschrieben haben: Denn die PPP-Vertr&auml;ge, die dies alles zulassen, sind geheim und k&ouml;nnen &uuml;ber die Laufzeit von zumeist 30 Jahren nicht ver&auml;ndert werden. Damit bleibt ihnen und uns allen die demokratische Kontrolle der &ouml;ffentlichen Einrichtungen und die Mitbestimmung &uuml;ber die &ouml;ffentliche Daseinsvorsorge verwehrt.&rdquo;<br>\nAttac und Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand k&uuml;ndigen eine Gegenoffensive an. Auftakt der Kampagne ist eine Unterschriftensammlung, die sich an Finanzminister Sch&auml;uble richtet. Gefordert werden die vollst&auml;ndige Offenlegung s&auml;mtlicher PPP-Vertr&auml;ge, ein Verbot f&uuml;r weitere PPP-Vorhaben sowie die wirksame Schlie&szlig;ung der durch PPP bedingten Schattenhaushalte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/datum\/2012\/01\/03\/public-private-partnership-die-bilanz-nach-zwoelf-jahren-ist-katastrophal-1\/?no_cache=1&amp;cHash=2f052054bd6befb53cf6f1bfae93c254\">attac<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Occupy am Scheideweg<\/strong><br>\nDennoch f&auml;llt eine vorl&auml;ufige Bilanz der Occupy-Proteste zwiesp&auml;ltig aus. Offen bleibt, ob ihnen die Anbindung an die Lebensrealit&auml;t breiterer sozialer Schichten gelingt. Fraglich ist auch, ob sich ihre heutigen politischen Formen als tragf&auml;hig erweisen k&ouml;nnen. Davon aber d&uuml;rfte abh&auml;ngen, wie dauerhaft diese Bewegung letztlich sein wird&hellip;<br>\nNicht nur wegen ihrer skeptischen Haltung gegen&uuml;ber den Arbeitnehmervertretern fehlt der deutschen Occupy-Bewegung diese starke Anbindung an die gesellschaftlichen Verwerfungen noch. Langzeitarbeitslose oder irregul&auml;r Besch&auml;ftigte aus dem Dienstleistungssektor finden sich allenfalls vereinzelt auf ihren Demonstrationen, eher trifft man dort auf prek&auml;re Kreativarbeiter. Will die Bewegung jedoch wirklich im Namen einer Mehrheit sprechen, wie es der Slogan von den &bdquo;99 Prozent&ldquo; beansprucht, muss sie sich um ihr Breitenwachstum k&uuml;mmern. Dazu braucht sie eine Reihe klar erkennbarer Forderungen und plausible Strategien.<br>\nMindestens ebenso dringend ben&ouml;tigt sie einen starken Bezug zu den Alltagsn&ouml;ten der Menschen.<br>\nKurz: Sie muss gesellschaftliche Interessen benennen und vertreten, auch um den Preis, damit mehr als nur das symbolische eine Prozent zu ver&auml;rgern. Andernfalls droht sie vom &ouml;ffentlichen Radar zu verschwinden, sobald die Medienaufmerksamkeit nachl&auml;sst. Allein aus dem momentan weit verbreiteten Unbehagen angesichts der schwer &uuml;berschaubaren Eurokrise l&auml;sst sich nicht dauerhaft eine Bewegung speisen&hellip;<br>\nAls gr&ouml;&szlig;eres, ja vielleicht als gr&ouml;&szlig;tes Problem k&ouml;nnte sich schlie&szlig;lich die fast schon reflexartige anti-ideologische Haltung der Aktivisten erweisen, die letztlich jede konkretere gemeinsame Sto&szlig;richtung zu verhindern droht. Ohne geteilte und einigerma&szlig;en verbindliche politische Orientierung d&uuml;rfte es der Bewegung jedoch schwer fallen, einen klaren Kurs zu bestimmen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2012\/januar\/occupy-am-scheideweg\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<p><strong>Dazu passt:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Sebastian Nerz zerlegt die PIRATEN<\/strong><br>\nGestern hat Sebastian Nerz, Bundesvorsitzender der Piratenpartei, der &bdquo;Passauer Neuen Presse&ldquo; ein Interview gegeben, das innerhalb und au&szlig;erhalb der Partei f&uuml;r Irritation sorgt. Nerz spricht von einer bundespolitischen &bdquo;Traumkonstellation&ldquo; mit den Gr&uuml;nen und der FDP und betont, man k&ouml;nne &bdquo;im Gro&szlig;en und Ganzen gut mit den kleinen Parteien, wenn man einmal von der Linkspartei absieht&ldquo;. [&hellip;]<br>\nDeutlicher l&auml;sst sich die bundespolitische Verzichtbarkeit auf die PIRATEN kaum zum Ausdruck bringen. Wenn sich die konsequent b&uuml;rgerrechtlich und freiheitlich gepr&auml;gten Grunds&auml;tze der Partei bereits jetzt in den angestaubten Programmen der sterbenden FDP und der opportunistischen Gr&uuml;nen wiederfinden und wenn sie sich auf sozialpolitischer Ebene ausgerechnet bei der Agenda-2010 SPD heimisch f&uuml;hlt, dann stellt sich die Frage, wozu man die Piratenpartei &uuml;berhaupt noch braucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jacobjung.wordpress.com\/2012\/01\/03\/sebastian-nerz-zerlegt-die-piraten\/\">Jacob Jung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wulff<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Unw&uuml;rdig<\/strong><br>\nIn dieser Aff&auml;re tragen einige die Nase hoch, die besser den Kopf senken sollten. Zun&auml;chst: Das Verhalten des Bundespr&auml;sidenten ist peinlich. Es ist unw&uuml;rdig. Aber nicht nur seines. Kai Diekmann, der Chefredakteur der &ldquo;Bild&rdquo;, ist ein charakterschwacher Mensch, wenn er auf der einen Seite verk&uuml;ndet, f&uuml;r ihn habe sich nach dem zweiten, dem Entschuldigungsanruf von Christian Wulff, &ldquo;die Sache erledigt&rdquo; &ndash; er aber trotzdem diese Geschichte unter Berliner Kollegen herumerz&auml;hlt. Hat er sich f&uuml;r diese Verletzung des Post- und Fernmeldegeheimnisses (Artikel 10 GG) eigentlich einen Gerichtsbeschluss besorgt? Paragraf 201 StGB stellt &ndash; Kai Diekmann wei&szlig; das sicher ganz genau &ndash; die unbefugte Weitergabe von Inhalten aus Telefongespr&auml;chen unter Strafe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zdf.de\/3sat.Kulturtube\/2012\/01\/03\/unwuerdig\/\">ZDF Kulturzeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.F.:<\/strong> Offensichtlich zieht kaum jemand in Betracht, dass ein solcher&rdquo;Vorgang&rdquo;, der Anruf eines Politikers bei einem Chefredakteur, Gang und G&auml;be und in anderen F&auml;llen auch von Erfolg gekr&ouml;nt sein k&ouml;nnte.<\/em><br>\n<em>Ich kann mich nach Lekt&uuml;re zahlreicher Artikel zum Thema dem Eindruck nicht erwehren, dass viele Medien den Eindruck entstehen lassen wollen, dass BP Wulff hier etwas v&ouml;llig Un&uuml;bliches und zum Scheitern Verurteiltes getan hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Das Schlusskapitel<\/strong><br>\nDas letzte Kapitel in der Geschichte des Sturzes von Bundespr&auml;sident Christian Wulff ist zugleich das unappetitlichste. Es ist erneut unr&uuml;hmlich f&uuml;r den Pr&auml;sidenten, aber auch f&uuml;r die agierenden Medien.<br>\nWeil sich BILD nicht selbst die Finger schmutzig machen wollte (es gibt ja noch so etwas wie ein Fernmeldegeheimnis), gab die Zeitung den vertraulichen Inhalt eines Telefonates an die &ldquo;Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung&rdquo; (FAS) und die &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo; weiter, die sich f&uuml;r das Schlusskapitel instrumentalisieren lie&szlig;en. BILD lieferte den Inhalt und bestimmte das Timing, die beiden sogenannten seri&ouml;sen Bl&auml;tter erf&uuml;llten ihre Rolle in der BILD-Dramaturgie. BILD brauchte nur noch zu best&auml;tigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sprengsatz.de\/?p=3786\">Sprengsatz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.B:<\/strong> Bedenkt man das B&uuml;ndnis mit den beiden &bdquo;grundehrlichen Qualit&auml;tsmedien&ldquo; Bild und Spiegel, den Urhebern dieser Kampagne, denen das angeblich gef&auml;hrdete Ansehen des Amtes des BP so sehr am Herzen liegt, dann kann man auf ganz andere Beweggr&uuml;nde kommen:.<br>\nDie einen zeigen der CDU einmal sehr deutlich auf, wie das ist, wenn sie nicht spurt, indem sie nicht ausreichend den von Bild mit allen Mitteln unterst&uuml;tzten kopierenden Baron unterst&uuml;tzt hat, die anderen wollen &uuml;ber den R&uuml;cktritt des Hannoveraners im nachhinein den Widerstands- und Freiheitsk&auml;mpfer Gauck installieren, weil dessen mehr als unterentwickelten sozialen Zielvorstellungen wunderbar ins neoliberale Konzept passen.<\/em><br>\n<em>Au&szlig;erdem k&ouml;nnen beide Bl&auml;tter bei der n&auml;chsten Kampagne gegen einen Linken mit dem Brustton der &Uuml;berzeugung unter Hinweis auf ihre moralinsauren Angriffe gegen Wulff auf ihre journalistische Lauterkeit und Objektivit&auml;t nach allen Seiten verweisen. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Klempner im Schloss Bellevue<\/strong><br>\nChristian Wulffs Anruf bei BILD-Chefredakteur Kai Diekmann war nicht der einzige Versuch, der &bdquo;Vierten Macht&ldquo; das Handwerk zu legen. Um die Ver&ouml;ffentlichung von Details aus dem Hause Wulff zu verhindern, griff der Bundesspr&auml;sident selbst mehrmals zum H&ouml;rer. Ein einmaliger Vorgang. Ein Kommentar von Michael Naumann<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cicero.de\/berliner-republik\/klempner-im-schloss-bellevue-christian-wulff-bild-diekmann\/47849?print\">Cicero<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Man kann dar&uuml;ber streiten, dass ein ehemaliger Berufspolitiker und ein Mitglied der Oppositionspartei SPD hier die Kommentierung anf&uuml;hrt. Aber Michael Naumann stellt ein paar richtige Fragen. Wann und von wem wusste Wulff &uuml;ber die geplanten Ver&ouml;ffentlichungen in der BILD? Und wann versuchte Wulff, die Kreditkonditionen bei der BW-Bank zu ver&auml;ndern? Was aber noch interessanter ist. Warum machte die BILD keine Story aus den geplanten Interventionsversuchen? Es w&auml;re im Interesse einer journalistischen Hygiene gewesen &ndash; falls so etwas bei der BILD &uuml;berhaupt m&ouml;glich sein sollte. Welche Beziehungen gab es genau zwischen BILD bzw. Springer-Medien und Christian Wulff, mit deren endg&uuml;ltigem Bruch Wulff dann drohte?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Spaniens Konservative brechen alle Wahlversprechen<\/strong><br>\nSteuern werden massiv erh&ouml;ht und die angek&uuml;ndigte Rentenerh&ouml;hung stellt sich als K&uuml;rzung heraus&hellip;<br>\nBegr&uuml;ndet wird der Wahlbetrug damit, dass man es mit einer au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Situation zu tun habe, rechtfertigte Regierungssprecherin Soraya S&aacute;enz de Santamar&iacute;a die Ma&szlig;nahmen. Das Haushaltsdefizit sei mit 8% etwa 2 Prozentpunkte deutlich h&ouml;her als erwartet ausgefallen. Man m&uuml;sse deshalb zus&auml;tzlich 6 Milliarden Euro einnehmen, die den Regionen sowie Kommunen zugutekommen sollen&hellip;<br>\nVon den Versprechen, angesichts einer Rekordarbeitslosigkeit von mehr als 5 Millionen Menschen (23%), die Besch&auml;ftigung zu f&ouml;rdern, ist bisher nicht die Rede. Klar ist, dass mit diesen Ma&szlig;nahmen auch Spanien tief in die Rezession gespart wird, wie es die Konservativen im Nachbarland Portugal l&auml;ngst schon geschafft haben. Die spanische Zentralbank geht ohnehin davon aus, dass nach der Stagnation im dritten Quartal nun die Wirtschaft im vierten Quartal wieder geschrumpft ist.<br>\nSogar der Wirtschaftsminister erwartet l&auml;ngst f&uuml;r 2012 eine Rezession. Und die Regierungssprecherin hat vorsorglich nun angek&uuml;ndigt, dass diese Sparma&szlig;nahmen &ldquo;nur der Anfang von Anfang sind&rdquo;. Denn ein 2 Prozentpunkte h&ouml;heres Defizit bedeuteten, dass zu den angek&uuml;ndigten 16 Milliarden weitere 20 Milliarden eingespart werden m&uuml;ssten, um 2012 das Defizitziel zu erreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/151139\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wie schon in Griechenland und in Portugal f&uuml;hrt auch in Spanien die Austerit&auml;tspolitik geradewegs in die Depression. In wie vielen Staaten soll dieses wahnsinnige Experiment eigentlich noch durchgef&uuml;hrt werden?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>&Auml;gypten: Dialog unerw&uuml;nscht<\/strong><br>\nDie Razzia im B&uuml;ro der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in Kairo wird in Berlin als Affront gegen Deutschland gewertet. Dem am Freitag ins Ausw&auml;rtige Amt einbestellten &auml;gyptischen Diplomaten sei klargemacht worden, dass dieses Vorgehen inakzeptabel sei, sagte Au&szlig;enamtssprecher Andreas Peschke in Berlin. Die &auml;gyptische Staatsanwaltschaft hatte B&uuml;ros der Konrad-Adenauer-Stiftung und 16 anderer Organisationen am Donnerstag durchsucht und zwangsweise geschlossen. Das Ausw&auml;rtige Amt erkl&auml;rte, die &auml;gyptische Seite habe ihr Vorgehen damit begr&uuml;ndet, angeblich illegale ausl&auml;ndische Zahlungen an nicht registrierte Organisationen untersuchen zu wollen. Schriftliche Dokumente wurden aber nicht vorgelegt.<br>\nAu&szlig;er der CDU-nahen Adenauer-Stiftung sind in Kairo auch die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung und die FPD- nahe Friedrich-Naumann-Stiftung mit eigenen B&uuml;ros vertreten. Sie alle bieten derzeit Diskussionsveranstaltungen und Workshops zum demokratischen Wandel an, unter anderem f&uuml;r junge Politiker unterschiedlichster Parteien. In L&auml;ndern ohne funktionierende Demokratie sind die deutschen politischen Stiftungen oft auch Ansprechpartner f&uuml;r oppositionelle oder benachteiligte Gruppen, die kaum M&ouml;glichkeiten haben, ihre Positionen &ouml;ffentlich zu vertreten. Im Schutz der ausl&auml;ndischen Organisationen k&ouml;nnen sie an politischen Konferenzen teilnehmen und auch an Organisations- und Kommunikationsschulungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/dialog-unerwuenscht\/6008742.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ziemlich naiv ist es zu behaupten, die Schlie&szlig;ung des B&uuml;ros der Konrad-Adenauer-Stiftung sei ein Affront gegen Deutschland. Die Razzien bei den 17 &auml;gyptischen und ausl&auml;ndischen Organisationen am Donnerstag dienen vor allem der Bek&auml;mpfung der B&uuml;rgerrechtsbewegung in &Auml;gypten. Gerade weil diese Organisationen Diskussionsveranstaltungen und Workshops zum demokratischen Wandel anbieten und Oppositionellen M&ouml;glichkeiten der Diskussion und Schulung pr&auml;sentieren, geraten sie in das Visier des Armeeregimes. Die deutsche wie auch andere Regierungen klar dazu Stellung beziehen, dass die derzeitige Regierung (Armeef&uuml;hrung) an einer &ldquo;F&ouml;rderung demokratischer Strukturen&rdquo; &ndash; so beschreibt der Vorsitzende der KAS, Hans-Gert P&ouml;ttering, die Arbeit der Stiftung in &Auml;gypten &ndash; alles andere als interessiert ist. Das Vorgehen des Regimes ist Teil der Strategie die Jugendbewegung und die s&auml;kulare Kr&auml;fte zu isolieren. Auf den Pressekonferenzen des Milit&auml;rrates wird der Bev&ouml;lkerung eingeredet, dass die Proteste von b&ouml;sen ausl&auml;ndischen Kr&auml;ften aus ausgingen. Die Protestierenden k&ouml;nne als Kritiker der Armee auf gesetzlicher Grundlage zu langj&auml;hrigen Haftstrafen verurteilt werden und die Medien d&uuml;rfen nur noch nach vorausgehender Genehmigung &uuml;ber die Armee berichten.<\/em><br>\n<em>Die Muslimbr&uuml;der sind offensichtlich bereit, das Spiel der Milit&auml;rs zu dulden, um endlich ein wenig im Machtsystem mitreden zu k&ouml;nnen. Bei den derzeitigen Protesten h&auml;lt sich die Muslimbr&uuml;derschaft heraus bzw. l&auml;sst sogar verk&uuml;nden, diese Form von Protest sei gegen den Islam. Man darf gespannt sein, was sich das Milit&auml;r einfallen lassen wird, um das von Muslimbr&uuml;dern und Salafisten dominierte Parlament nach den Wahlen zu entmachten. Man k&ouml;nnte fast meinen, dass die derzeitige Duldung der salafistischen Programmatik dazu dient, die s&auml;kularen Kr&auml;fte in die Arme der Milit&auml;rs, als letzte Bastion gegen einen radikalen Islamismus, zu treiben &ndash; Teile und herrsche, scheint die Devise zu sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Guantanamo f&uuml;r immer<\/strong><br>\nLange Zeit hatte sich Obama gegen die neuen Anti-Terror-Bestimmungen gewehrt &ndash; nun ist er vor dem Kongress eingeknickt: Der US-Pr&auml;sident hat ein Gesetz gebilligt, das dem Milit&auml;r erlaubt, Terrorverd&auml;chtige unbegrenzt, ohne Anklage und richterliche Anh&ouml;rung einzusperren. Auch eine Schlie&szlig;ung des Gefangenenlagers Guantanamo r&uuml;ckt in weite Ferne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/us-praesident-obama-unterzeichnet-neues-sicherheitsgesetz-guantanamo-fuer-immer-1.1250097\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> In Deutschland spricht man ja immer von der transatlantischen Wertegemeinschaft, f&uuml;r die man sogar gemeinsame Kriege f&uuml;hren muss. Nicht erst seit solchen Gesetzen fragt man sich, um welche gemeinsamen Werte es da eigentlich gehen soll oder anders, ob diejenigen, die f&uuml;r diese Wertegemeinschaft eintreten, sich mit solchen amerikanischen Gesetzen, die fundamentale europ&auml;ische Rechtsgrunds&auml;tze abschaffen, gemein machen wollen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Bresche im Befristungswahn? Zur Produktion eines akademischen Proletariats mittels Zeitvertr&auml;gen<\/strong><br>\nBildungsabschl&uuml;sse europaweit konvertibel zu machen, die Wettbewerbsf&auml;higkeit zu st&auml;rken, mehr Studierende in k&uuml;rzerer Zeit durch die Hochschulen zu schleusen und dem Arbeitsmarkt zur Verf&uuml;gung zu stellen &ndash; das waren die Zielsetzungen des 1999 als Liberalisierungsprojekt angetretenen Bologna-Prozesses zur Schaffung eines einheitlichen europ&auml;ischen Bildungsraumes. Die Hochschulen als Durchlauferhitzer &ndash; das ist einer seiner Effekte. Diesen bekommen zun&auml;chst die Studierenden zu sp&uuml;ren: weich gekocht von h&ouml;heren Workloads und vermehrten Pr&uuml;fungsleistungen, f&uuml;r die halb gares Convenience-Wissen, erworben in modularisierten 0815-Seminaren, per Knopf- und unter Hochdruck in Multiple Choice-Tests reproduziert werden muss.<br>\nDiese Entwertung wissenschaftlicher Arbeit und Qualifikationen erfahren allerdings nicht nur die Studierenden. Denn wer &ndash; Stichwort &raquo;Bildungsrepublik&laquo; &ndash; mehr Studierende will, m&uuml;sste mehr Lehrpersonal zur Verf&uuml;gung stellen. Das passiert zwar auch, allerdings nur in begrenztem Umfang und haupts&auml;chlich durch die Ausweitung von befristeten Stellen und &raquo;Anstellung&laquo; von Honorarkr&auml;ften. Dass die jetzige Bildungselite zugleich das k&uuml;nftige akademische Proletariat stellen wird, daf&uuml;r ist &ndash; neben den, aber auch durch die Rahmenbedingungen der Bologna-Reformen &ndash; die Ausweitung befristeter Arbeitsverh&auml;ltnisse ma&szlig;gebend. W&auml;hrend noch 2005 auf eine unbefristete vier befristete Stellen kamen, hat sich dieses Verh&auml;ltnis f&uuml;r das Jahr 2010 verdoppelt. (Vgl. &raquo;Stellungnahme&laquo;, S. 4) F&uuml;r das Gros dieser befristet Besch&auml;ftigten lohnt sich allerdings das Anstehen f&uuml;r einen unbefristeten Vertrag nicht, denn die &uuml;bliche akademische Laufbahn sieht in Deutschland nach der &raquo;Qualifizierungsphase&laquo; (s.u.) f&uuml;r eine weitere Besch&auml;ftigung an der Hochschule nur die Professur oder ein tiefes Loch vor. Entsprechend ist davon auszugehen, dass f&uuml;r die in dem neuen System Sozialisierten mit Anfang bis Mitte 40 Schluss ist &ndash; vor dem Nadel&ouml;hr Professur staut sich ein gewaltiges Heer einer akademisch qualifizierten Reservearmee auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/de\/artikel\/27182\">Linksnet<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Wilfried Schmickler &ndash; Alles beim Alten<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr2.de\/unterhaltung\/kabarett\/wilfried_schmickler100.html\">WDR 2 Podcast<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-11752","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11752","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11752"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11752\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11758,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11752\/revisions\/11758"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11752"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11752"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11752"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}