{"id":1176,"date":"2006-04-01T15:49:43","date_gmt":"2006-04-01T13:49:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/v2\/?p=1176"},"modified":"2016-02-14T16:24:22","modified_gmt":"2016-02-14T15:24:22","slug":"auch-amazon-im-einflussbereich-von-bertelsmann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1176","title":{"rendered":"Auch Amazon im Einflussbereich von Bertelsmann?"},"content":{"rendered":"<p>In den letzten Tagen wurde ich von Nutzern der NachDenkSeiten darauf aufmerksam gemacht, die offizielle Rezension meines neuen Buches &bdquo;Machtwahn&ldquo; &bdquo;Aus der Amazon.de-Redaktion&ldquo; sei au&szlig;ergew&ouml;hnlich unfreundlich. Das Ergebnis meiner Recherchen: Die Rezension wurde von einem Doktor der Philosophie\/Politologie und Journalisten, Andreas Vierecke, geschrieben, der &uuml;ber sein Unternehmen cpw Medien- und Publikationsdienste Auftragnehmer von Bertelsmann ist und au&szlig;erdem seit einem Jahrzehnt im Einflussbereich von Professor Weidenfeld am Geschwister-Scholl-Institut der Universit&auml;t M&uuml;nchen arbeitet. Weidenfeld ist wiederum seit Jahren einflussreiches Vorstandsmitglied der Bertelsmann-Stiftung. Dass Amazon gerade diesen Rezensenten Vierecke mit der Rezension eines Buches beauftragt, das ausf&uuml;hrlich die fragw&uuml;rdige Rolle der Bertelsmann Stiftung und ihrer Ableger im Netzwerk der neoliberalen Bewegung beschreibt, ist schon beachtlich.<br>\n<!--more--><br>\nDas folgende nur f&uuml;r am Detail Interessierte:<\/p><p>Weil dieser Vorgang symptomatisch f&uuml;r die G&auml;ngelung des Meinungsbildungsprozesses durch das neoliberale Netzwerk ist, folgen Informationen <\/p><ul>\n<li>zu einer kleinen Vorgeschichte und Verortung des Rezensenten,<\/li>\n<li>zu anderen Rezensionen Viereckes bei Amazon<\/li>\n<li>und zu dessen Rezension von &bdquo;Machtwahn&ldquo;.<\/li>\n<\/ul><p><strong>A. Zur Vorgeschichte.<\/strong><\/p><p>Ich muss mit einer kleinen Vorgeschichte beginnen, weil sie die Breite und Intensit&auml;t der Einflussarbeit Bertelsmanns erkennen l&auml;sst: Am 17.1.2005 erschien in der Zeitung des Deutschen Bundestages &bdquo;Das Parlament&ldquo; eine Rezension meines Buches &bdquo;Die Reforml&uuml;ge&ldquo;, die dadurch auffiel, dass sie sich mit der Sache und meinen Analysen nicht auseinander setzte und statt dessen nachbetete, was bis dahin an ablehnenden, jedoch inhaltlich fragw&uuml;rdigen Kommentaren, zum Beispiel von Peter Glotz, in die Welt gesetzt worden war. Ich habe damals die Hintergr&uuml;nde dieser eigenartigen Rezension recherchiert: Autor war J&uuml;rgen Turek. Dieser ist nicht ein etwa unabh&auml;ngiger Zeitgenosse sondern Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Bertelsmann Forschungsgruppe Politik am Zentrum f&uuml;r angewandte Politikforschung (CAP) der Ludwig-Maximilians-Universit&auml;t, M&uuml;nchen. Da Bertelsmann und seine Einrichtungen schon in der &bdquo;Reforml&uuml;ge&ldquo; Gegenstand meiner kritischen Analyse ist, konnte man sich nur wundern, dass die Redaktion des &bdquo;Parlament&ldquo; einen Betroffenen mit der Rezension beauftragte.<\/p><p><strong>B. Zur Verortung des Autors Vierecke:<\/strong><\/p><p>Andreas Vierecke ist seit 1996 Mitarbeiter am Geschwister-Scholl-Institut f&uuml;r Politische Wissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universit&auml;t M&uuml;nchen. Dort ist auch das Centrum f&uuml;r angewandte Politikforschung (CAP) verortet. Ein Organisationsplan aus fr&uuml;herer Zeit weist ihn als unmittelbaren Nachbarn des CAP und damit von Professor Weidenfeld, dem Leiter der Bertelsmann-Forschungsgruppe und zugleich Vorstandsmitglied der Bertelsmann-Stiftung, aus. Ein von Weidenfeld herausgegebenes Handbuch hat Vierecke f&uuml;r die Amazon Redaktion besprochen und gelobt. Siehe Anlage 2.<br>\nNeben seiner T&auml;tigkeit als Mitarbeiter am Geschwister-Scholl-Institut ist Vierecke Mitbegr&uuml;nder und Mitarbeiter der <a href=\"http:\/\/www.cpw-online.de\/av.htm\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.cpw-online.de\/av.htm\">cpw Medien- und Publikationsdienste<\/a>. Dieses Unternehmen arbeitet laut Referenzliste auch f&uuml;r zwei Bertelsmann-Unternehmen &ndash; f&uuml;r Wissen.de und Bertelsmann Lexikonverlage.<\/p><p><strong>C. Nebenbei:<\/strong><\/p><p>Unabh&auml;ngig von dem konkreten Fall wird mir bei diesen Recherchen noch etwas klar, was ich bei der Beschreibung der Netzwerke in &bdquo;Machtwahn&ldquo; noch nicht ausf&uuml;hrlich genug beschrieben habe: die Verfilzung zwischen privaten Gruppen und Unternehmen, die der neoliberalen Ideologie nahe stehen, einerseits und staatlichen Einrichtungen andererseits. Dass das Zentrum f&uuml;r angewandte Politikforschung (CAP) der Bertelsmann-Stiftung Teil eines staatlichen Universit&auml;tsinstituts, noch dazu mit dem ehrenwerten Namen Geschwister-Scholl-Institut, ist und sein kann, f&auml;llt uns als Skandal schon gar nicht mehr auf. Obwohl es f&uuml;r eine Universit&auml;t, die der Freiheit der Wissenschaft verpflichtet ist, eigentlich ein Skandal ist. Hier wird sichtbar &ndash; ganz &auml;hnlich wie beim Projekt Selbstst&auml;ndige Schule in Nordrhein-Westfalen und der Erarbeitung der Agenda 2010, bei der Kampagne f&uuml;r die Einf&uuml;hrung f&uuml;r Studiengeb&uuml;hren und bei der Ausarbeitung kompletter Hochschulgesetzentw&uuml;rfe wie in NRW -, wie weit die Krake Bertelsmann in staatliche Einrichtungen und Finanzt&ouml;pfe hineinreicht.<br>\nWir sollten diese F&auml;lle in den NachDenkSeiten einmal dokumentieren. Wenn Sie einschl&auml;gige und belegte F&auml;lle von Verfilzung privater Interessen und staatlichen Einrichtungen und Finanzquellen im Blick haben, dann sollten Sie uns darauf aufmerksam &ndash; bitte m&ouml;glichst dokumentiert.<\/p><p><strong>D. Zur inhaltlichen Seite der Rezension von Machtwahn durch Andreas Vierecke:<\/strong><\/p><p>Die von Amazon eingestellte Redaktions-Rezension (Siehe unten Anlage 1) f&auml;llt z.B. im Vergleich zur aktuellen Rezension zu Schirrmachers Buch &bdquo;Minimum&ldquo; und im Vergleich mit anderen Rezensionen des Autors Vierecke durch einen b&ouml;sartigen Unterton, durch Unkenntnis und Ignoranz auf. (Anlage 2 enth&auml;lt eine Auswahl von Rezensionen)<\/p><p>Der Autor Andreas Vierecke best&auml;tigt in seiner Rezension meine kritischen Anmerkungen in &bdquo;Machtwahn&ldquo; gleich in mehrerer Hinsicht:<\/p><ol>\n<li>Unsere Meinungsmacher leben von &bdquo;geliehenen Gedanken&ldquo; &ndash; das belege ich in Machtwahn an vielen Beispielen. Und Vierecke best&auml;tigt dies. So gibt er zum Beispiel zur Charakterisierung des &bdquo;Planungsstabs&ldquo; (tats&auml;chlich hie&szlig; die Abteilung, die ich von 1973 bis 1982 leitete, Planungsabteilung) im Kanzleramt zu Zeiten von Willy Brandt und Helmut Schmidt das wieder, was andere vor ihm geschrieben haben. Die von ihm gebrauchte Charakterisierung (&bdquo;Abteilung Glaube, Liebe, Hoffnung&ldquo;) geht auf die vom Chef des Bundeskanzleramtes Horst Ehmke und dem Leiter der Planungsabteilung Reimut Jochimsen zwischen 1969 und 1972 gemachten Versuche einer EDV-gest&uuml;tzten Feinplanung der Regierungsarbeit zur&uuml;ck. Weil ich diesen Versuch f&uuml;r hoffnungslos und der harten Realit&auml;t der Regierungsarbeit in einer Koalition nicht angemessen hielt, habe ich nach &Uuml;bernahme der Leitung der Planungsabteilung im Februar 1973 die Akzente unserer Arbeit anders gesetzt. Die Planungsabteilung hat zum Beispiel schon 1973 als Antwort auf die erste &Ouml;lpreis-Explosion Vorschl&auml;ge f&uuml;r ein Energiesparprogramm gemacht, die dann auch in hohem Ma&szlig;e realisiert wurden. &ndash; Die Planungsabteilung hatte in den siebziger Jahren auch einen wesentlichen Anteil daran, dass in den Energieprogrammen der Bundesregierung die unsinnige direkte Bindung\/Korrelation der Energiebedarfsprognosen an die Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts gelockert wurde. &ndash; Ein weiteres Beispiel f&uuml;r unsere konkrete Arbeit wird in &bdquo;Machtwahn&ldquo; im Kapitel &uuml;ber die Kommerzialisierung des Fernsehens und unseren damaligen Versuch, mit Hilfe von Bundeskanzler Helmut Schmidt diesen Wahnsinn zu vermeiden, geschildert (S. 157ff). Das schmeckte dem Bertelsmann-Konzern wegen seiner handfesten Interessen an einer Kommerzialisierung des Fernsehens und H&ouml;rfunks schon damals nicht. &ndash; Auch an einer Reihe von anderen konkreten Arbeiten der Planungsabteilung wird die Ver&auml;nderung zu Zeiten von Ehmke und Jochimsen sichtbar.<br>\nIch habe gegen das falsche, aus Ehmkes und Jochimsens Zeit stammende Image damals nichts unternommen, weil f&uuml;r uns anderes wichtiger war als die &Ouml;ffentlichkeitsarbeit in eigener Sache. Au&szlig;erdem sah ich keinen Sinn darin, meinen Vorg&auml;nger Reimut Jochimsen, den ich ansonsten sehr sch&auml;tzte, grunds&auml;tzlich zu kritisieren. Wenn ich allerdings gewusst h&auml;tte, dass sich der Unsinn, der vor nunmehr 30 Jahre in die Welt gesetzt wurde, sp&auml;ter immer noch in Rezensionen der Amazon.de-redaktion niederschlagen k&ouml;nnte, dann h&auml;tte ich mich wohl auch um dieses unsinnige Image k&uuml;mmern m&uuml;ssen. \n<p>Im &Uuml;brigen belegt der Vorgang auch, wie schlicht unsere heutige politische Wissenschaft angelegt ist. Von einem studierten und promovierten Politologen wie Vierecke sollte man erwarten k&ouml;nnen, dass er die Realit&auml;t der j&uuml;ngeren Zeitgeschichte wahrnimmt und nicht einfach nur nachplappert, was andere vor ihm geschrieben haben. <\/p><\/li>\n<li>Auch an einem anderen Punkt best&auml;tigt der Autor Vierecke die Analysen in &bdquo;Machtwahn&ldquo;. Ich berichte dort von einer eigenartigen immer wieder best&auml;tigten Beobachtung: Sozialwissenschaftler wie Politologen, Soziologen und Historiker haben in der Regel von gesamtwirtschaftlichen Zusammenh&auml;ngen keine gro&szlig;e Ahnung, was man ihnen nicht vorwerfen kann, vorwerfen muss man ihnen aber, dass sie zugleich ein um so festeres Vorurteil dar&uuml;ber haben. Vierecke hat meine Anmerkungen zu Staatsverschuldung und Generationengerechtigkeit zum Beispiel nicht kapiert (oder er will sie nicht kapieren), gibt daf&uuml;r aber sein angelerntes Wissen und die g&auml;ngigen Schlagworte ohne weiteres Nachdenken zum Besten.<br>\nAn dieser Stelle wird auch sichtbar, dass er das Buch, das er f&uuml;r Amazon rezensiert hat, eigentlich gar nicht gelesen haben kann. Sonst m&uuml;ssten ihm zumindest ein paar Zweifel &uuml;ber die Ursachen und den Charakter der Staatsverschuldung und &uuml;ber die g&auml;ngigen Parolen zur Generationengerechtigkeit gekommen sein.<br>\nNat&uuml;rlich hat er sich auch keine M&uuml;he gemacht, sich mit den von mir zitierten einschl&auml;gigen Analysen des Professors f&uuml;r Sozialpolitik, Richard Hauser auseinander zu setzen. Vierecke gibt wieder, was er bei unseren mittelm&auml;&szlig;igen Eliten aufliest. H&auml;tte der Rezensent das Buch gelesen, dann w&auml;re er zum Beispiel auf folgende einschl&auml;gige Stelle gesto&szlig;en:\n<p>&bdquo;Der Frankfurter Sozialpolitiker Richard Hauser hat in einem Festschriftbeitrag darauf hingewiesen, dass die &auml;ltere Generation der j&uuml;ngeren auch noch die Investitionen in das Humankapital vererbt. Anders gesagt: Die heutigen Rentner, die man f&uuml;r so bevorzugt h&auml;lt, haben in ihrer Jugend und Ausbildungszeit auch nicht ann&auml;hernd so viel &raquo;geschenkt&laquo; bekommen, wie sie dann in ihrer aktiven und Elternzeit in die heute Jungen und Arbeitenden investiert haben. Professor Hauser hat n&auml;herungsweise Berechnungen dar&uuml;ber angestellt und kommt zu dem Schluss:<\/p>\n<p>&raquo;Unter Ber&uuml;cksichtigung dieser akkumulierten Bildungsausgaben d&uuml;rfte das Generationenerbe, das die heute alte Generation hinterlassen wird, ein gr&ouml;&szlig;eres Vielfaches des Bruttoinlandsproduktes ausmachen als jenes, das sie selbst erhalten hat.&laquo;<\/p>\n<p>All diese Fakten ergeben ein v&ouml;llig anderes Bild als das, was uns st&auml;ndig entgegengehalten wird. Wenn man den Dingen auf den Grund geht, m&uuml;sste man den begonnenen Generationenkonflikt sofort einstellen, statt ihn anzuheizen.&ldquo;<\/p><\/li>\n<li>Der Autor Vierecke best&auml;tigt im &Uuml;brigen meine Bef&uuml;rchtungen zu Macht und Einfluss der Bertelsmann Stiftung, die wie eine Krake die Meinungsbildung in Deutschland umschlingt und in ihrem Sinne einengt. Im konkreten Fall leider auch die von Amazon.de.<\/li>\n<\/ol><p><strong>E. Anlagen<\/strong><\/p><p><strong>Anlage 1<\/strong><\/p><p><strong>Machtwahn<\/strong><br>\nVon Albrecht M&uuml;ller<br>\nRezensionen<br>\n<em>Aus der Amazon.de-Redaktion<\/em><br>\nAlbrecht M&uuml;ller hat sein ganz pers&ouml;nliches Wort des Jahres 2006 schon im Februar gek&uuml;rt: Es lautet Mittelm&auml;&szlig;igkeit und ist, auch wenn es zun&auml;chst recht harmlos klingt, in der Sprache des Autors eines der derbsten verf&uuml;gbaren Schimpfw&ouml;rter. Diese Mittelm&auml;&szlig;igkeit vor allem der politischen, der Wirtschafts-, aber auch der Medien-&ldquo;Elite&rdquo; wird nach M&uuml;llers Darstellung eigentlich nur noch von dem in ihren Reihen grassierenden Machtwahn &uuml;bertroffen, den der Autor neben der mangelnden Intelligenz vor allem f&uuml;r die wirtschaftliche Misere der Gegenwart verantwortlich macht.<br>\nAls der 1938 geborene National&ouml;konom Albrecht M&uuml;ller noch Redenschreiber des damaligen Wirtschaftsministers Karl Schiller und sp&auml;ter Leiter des im Volksmund auch &ldquo;Abteilung Glaube, Liebe, Hoffnung&rdquo; genannten Planungsstabs im Kanzleramt von Willy Brandt und Helmut Schmidt war, da muss die Welt noch in Ordnung gewesen sein. Wir stellen uns das in etwa so vor: Leute von M&uuml;llers Schlag waren damals mit ihren wohldurchdachten Konzepten dabei, das Land einer rosigen Zukunft entgegen zu f&uuml;hren. Doch dann &uuml;bernahmen die Ideologen des Neoliberalismus in breiter Front und in allen Parteien das Ruder und steuern uns seither zielstrebig und in v&ouml;lliger Verkennung der Tatsachen auf unseren Untergang zu.<br>\nSchade, dass der Autor seine Leser durch seine w&uuml;tende, von jedem Zweifel an der eigenen Exzellenz unbeleckten Polterei von den vielen richtigen Argumenten seiner Klageschrift gegen den Neoliberalismus ablenkt. Denn in vielen Punkten seiner Diagnose w&auml;re man gerne bereit, ihm ohne Wenn und Aber zuzustimmen. In manchen Punkten freilich wird sich kaum noch jemand finden, der der M&uuml;llerschen Argumentation zu folgen bereit ist. Geradezu abenteuerlich etwa mutet seine These an, aus Dummheit (und nat&uuml;rlich niederen Motiven) w&uuml;rde derzeit die Problematik von Staatsverschuldung und Generationengerechtigkeit v&ouml;llig &uuml;bertrieben beziehungsweise grundfalsch dargestellt. Weder bef&auml;nden wir uns in einer &Uuml;berschuldungsfalle, noch w&uuml;rden durch den st&auml;ndig wachsenden Schuldenberg die Rechte zuk&uuml;nftiger Generationen gef&auml;hrdet. Die w&uuml;rden schlie&szlig;lich nicht nur die Schulden, sondern auch die tolle Infrastruktur erben, die wir damit geschaffen haben. &mdash; Andreas Vierecke <\/p><p><strong>Anlage 2:<\/strong><\/p><p><strong>Rezensionen anderer B&uuml;cher von Andreas Vierecke f&uuml;r die Amazon.de-Redaktion: <\/strong><\/p><p><strong>Vorbemerkungen: <\/strong><\/p><ul>\n<li>Markante Lobeshymnen sind gefettet<\/li>\n<li>Bemerkenswert ist die geradezu euphorische Rezension von Schirrmachers Methusalem Komplott. Das beginnt mit dem Satz, Schirrmacher sei der Panikmache unverd&auml;chtig. In der &bdquo;Reforml&uuml;ge&ldquo; habe ich Schirrmacher schon belegt nachgewiesen, dass Schirrmachers Behauptungen &uuml;ber die Bev&ouml;lkerungsentwicklung bodenlos falsch sind und nichts als Panikmache.<\/li>\n<li>Bemerkenswert ist auch das Lob f&uuml;r das Buch von van Suntum. Der Rezensent erw&auml;hnt nat&uuml;rlich nicht, dass der Autor in die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft eingebunden ist.<\/li>\n<li>Auch Jean Ziegler kommt relativ gut weg, obwohl er mindestens eine so harsche Tonlage pflegt wie ich. Ziegler hatte das Gl&uuml;ck, dass sein Buch bei Bertelsmann erschienen ist.<\/li>\n<li>Auch G&uuml;nther Lachmanns &bdquo;T&ouml;dliche Toleranz Die Muslime und unsere offene Gesellschaft&ldquo; wird ohne Differenzierung gelobt, geradezu gefeiert. Zu diesem Buch g&auml;be es auch Kritisches anzumerken, zum Beispiel: Lachmanns Vorstellungen zur demographischen Entwicklung sind gewohnt abenteuerlich. &bdquo;Ohne die Muslime, ohne Zuwanderung w&uuml;rden die deutschen Sozialsysteme in den kommenden Jahrzehnten kollabieren.&ldquo; &ndash; so einen Unsinn l&auml;sst der Rezensent ohne Anmerkung durchgehen. Und zur bei uns herrschenden Toleranz hat Vierecke vermutlich (siehe Rezension) noch blau&auml;ugigere Vorstellungen als der Buchautor Lachmann. Aus aktuellem Anlass hierzu ein Link zu <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,408914,00.html\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,408914,00.html\">SPIEGEL ONLINE &ndash; 31. M&auml;rz 2006, 15:35<\/a>\n<p>&bdquo;Rassismus<br>\nDer Wahnsinn liegt auf dem Platz<br>\nVon Eva Lodde<br>\nJedes zweite Spiel ist ein Martyrium: Der Leipziger St&uuml;rmer Adebowale Ogungbure wird angespuckt, als &ldquo;Nigger&rdquo; beschimpft, Zuschauer imitieren Affenlaute. Dann riss ihm einmal der Geduldsfaden, er hob den Arm zum Hitlergru&szlig;. Bei SPIEGEL ONLINE spricht er &uuml;ber Fu&szlig;ball im Feindesland.&ldquo;<\/p><\/li>\n<\/ul><p><b>Hier die Vierecke-Rezensionen bei Amazon:<\/b><\/p><ol>\n<li><strong>Das Methusalem-Komplott<\/strong><br>\nvon Frank Schirrmacher<br>\nRezensionen<br>\n<em>Aus der Amazon.de-Redaktion<\/em><br>\nFrank Schirrmacher ist der Panikmache unverd&auml;chtig. Was er aber f&uuml;r sein Buch Das Methusalem-Komplott an ersch&uuml;tternden Fakten &uuml;ber das Altwerden zusammengetragen hat, k&ouml;nnte zarte Gem&uuml;ter, wenn sie v&ouml;llig unvorbereitet damit konfrontiert werden, durchaus in Panik versetzen. Dies zumal, wenn sie gerade einmal wieder eine der kritischen Wegmarken (wie den 40. oder 50. Geburtstag) vor oder hinter sich haben. Und das Schlimmste: Die Panik ist berechtigt!<br>\nDie demografische Katastrophe, auf die wir unweigerlich zusteuern, ist nicht nur das versicherungsmathematische Problem, dessen man gegenw&auml;rtig verzweifelt Herr zu werden versucht. Alter ist von jeher mit vielen weiteren, nicht minder existenziellen N&ouml;ten und Sorgen behaftet als nur mit denen um die so genannte &ldquo;Alterssicherung&rdquo;. Das Nachlassen der k&ouml;rperlichen und geistigen Kr&auml;fte, Krankheit, Angst und Tod werden mit zunehmendem Alter immer bestimmendere Lebensthemen. Als sei dies f&uuml;r das Individuum nicht schon schlimm genug, kommt eben diese Lebensproblematik mit vielfacher Wucht nun zus&auml;tzlich noch auf die Gesellschaft als ganze zu. Die n&auml;mlich hat l&auml;ngst begonnen, in einem in jeder Hinsicht be&auml;ngstigenden Ma&szlig;e zu &ldquo;&uuml;beraltern&rdquo;.<br>\n&ldquo;Am Horizont der Zukunft&rdquo;, schreibt Schirrmacher zu Beginn, &ldquo;baut sich eine der erbittertsten Streitm&auml;chte gegen die Alten auf, die es je gegeben hat. Sie marschiert auf uns zu, die wir heute 20, 30 oder 60 Jahre sind, denn wenn der Krieg beginnt, werden wir die &Auml;lteren sein. Und die Gesellschaft, die wir geschaffen haben, nimmt den Alternden alles: das Selbstbewusstsein, den Arbeitsplatz, die Biographie. Unsere Lebensentscheidungen basieren auf Grundrissen und Daten eines vergangenen Jahrhunderts. Gingen wir mit dem Raum so um wie mit unserer Lebenszeit, w&uuml;rden wir in Postkutschen reisen.&rdquo;<br>\nDas alles klingt gewiss alles andere als ermutigend. Trotzdem ist Schirrmachers Buch letztendlich genau dies: eine ganz entschiedene Ermutigung. Woraus n&auml;mlich allein Rettung erwachsen kann, ist eine grundst&uuml;rzende und grundlegende Revolution des Bildes, das wir uns von unserem Leben und unserem Alter machen. Die Aufgabe ist keine geringe. &ldquo;Die Frage ist, wie wir den Steinzeitmenschen in uns an eine fast verf&uuml;nffachte Lebenserwartung gew&ouml;hnen k&ouml;nnen.&rdquo; Wenn wir diese Aufgabe ernst nehmen, k&ouml;nnen wir das Blatt zum Guten wenden, so k&ouml;nnte man das Fazit des Buches auf einen kurzen Nenner bringen. &ldquo;Wir m&uuml;ssen verlernen, was unsere Kultur und unsere Biologie uns &uuml;ber das Alter eingaben. Sie haben, um es trivial auszudr&uuml;cken, nicht mehr Recht. Es ist vorbei mit der unbestrittenen Herrschaft der Jugend &uuml;ber das Alter.&rdquo; Daraus gilt es, Konsequenzen zu ziehen. Und genau daf&uuml;r bietet Schirrmacher viele interessante Ankn&uuml;pfungspunkte. &mdash; Ein Buch, das man lesen muss! <em>&ndash;Andreas Vierecke &mdash;<\/em><\/li>\n<li><strong>Handbuch zur deutschen Einheit. 1949 &ndash; 1989 &ndash; 1999.<\/strong><br>\nvon Werner Weidenfeld, Karl-Rudolf Korte<br>\n<em>Aus der Amazon.de-Redaktion<\/em><br>\nHandbuch zur deutschen Einheit 1949 &ndash; 1989 &ndash; 1999<br>\nDie vollkommen aktualisierte und erheblich erweiterte Neuausgabe des von Werner Weidenfeld und Karl-Rudolf Korte herausgegebenen und von Andreas Kie&szlig;ling sorgf&auml;ltig redigierten Standardwerks beleuchtet in 71 Einzelbeitr&auml;gen <strong>gewohnt zuverl&auml;ssig und umfassend<\/strong> s&auml;mtliche nationalen und internationalen Aspekte der Geschichte und Politik der deutschen Einheit sowie ihrer Folgen und Begleiterscheinungen.<br>\nDie Geschichte des nunmehr bereits in seiner vierten Ausgabe aufgelegten Handbuchs ist zugleich ein Spiegel seines Gegenstands: In der 1992 unter dem Titel Handw&ouml;rterbuch zur deutschen Einheit erschienenen Erstausgabe dominierte die historische Dokumentation der deutschen Frage, erg&auml;nzt durch eine Betrachtung der unmittelbar noch nachwirkenden deutschen Vereinigung. Bereits 1993 erschien die zweite Ausgabe und r&uuml;ckte die Epochenwende von 1989 schon in eine geschichtliche Perspektive. W&auml;hrend dann die Ausgabe von 1996 systematisch die Lage der Nation in den Mittelpunkt stellte, folgt das nun vorliegende Handbuch zur deutschen Einheit 1949 -1989 -1999 den Leitthemen zehn Jahre nach dem Fall der Mauer. In den Vordergrund r&uuml;cken nun die zeitgeschichtlichen Aspekte der f&uuml;nfzigj&auml;hrigen Geschichte der Bundesrepublik, zu der die vierzig Jahre Teilung ebenso geh&ouml;ren, wie der nunmehr zehn Jahre w&auml;hrende Einigungsproze&szlig;. <em>&ndash;Andreas Vierecke &mdash;<\/em><\/li>\n<li><strong>Masterplan Deutschland. Mit dem Prinzip Einfachheit zur&uuml;ck zum Erfolg<\/strong><br>\nvon Ulrich van Suntum<br>\n<em>Aus der Amazon.de-Redaktion<\/em><br>\nKeine Frage: An der Komplexit&auml;t unserer politischen und gesellschaftlichen Wirklichkeit kann man bisweilen tats&auml;chlich verzweifeln. Dabei k&ouml;nnte doch alles so einfach sein und obendrein auch noch besser. Das jedenfalls ist die ebenso schlichte wie feste &Uuml;berzeugung des M&uuml;nsteraner Volkswirtschaftsprofessors Ulrich von Suntum, der uns mit seinem Masterplan Deutschland, wie freilich unz&auml;hlige Autoren vor ihm, zeigen will, wie wir unser Land wieder auf Erfolgskurs bringen. N&auml;mlich &mdash; ganz einfach &mdash; mit einer beherzten Reduktion der Komplexit&auml;t unserer politisch-gesellschaftlichen Wirklichkeit.<br>\nZum Basishandwerkszeug jeden wissenschaftlichen Bem&uuml;hens, das eine oder andere R&auml;tsel der Welt zu entschl&uuml;sseln, geh&ouml;rt es, zun&auml;chst aus der Gesamterscheinung eines Ph&auml;nomens dasjenige zu isolieren, das f&uuml;r sein Verst&auml;ndnis und gegebenenfalls seine gezielte Manipulation wesentlich ist. In der Politik indes, die zwar auch eine Wissenschaft ist, in der Praxis aber vor allem eine Kunst (n&auml;mlich aus der unendlichen F&uuml;lle von Handlungsm&ouml;glichkeiten einzelne im rechten Ma&szlig; zu w&auml;hlen und durchzusetzen), ger&auml;t die Reduktion von Komplexit&auml;t schnell in den Ruch der Ideologie. Denn: So einfach, wie wir es gerne h&auml;tten, ist die wirkliche Welt leider in den wenigsten F&auml;llen. Trotzdem glaubt der Autor, dass unsere vor allem wirtschaftliche Malaise mit seinem radikalen Komplexit&auml;tsreduktionsrezept tats&auml;chlich zu heilen w&auml;re. Auf keinen Fall d&uuml;rften wir uns l&auml;nger von all den &ouml;konomischen &ldquo;Quacksalbern&rdquo;, die uns Sonntag f&uuml;r Sonntag aus den Sabine Christiansens Sesseln Sand in die Augen streuen, auf falsche F&auml;hrten locken lassen.<br>\nDie Baustellen, auf denen von Suntum mit seinem &ldquo;Prinzip Einfachheit&rdquo; aufr&auml;umen m&ouml;chte, sind uns alle wohl bekannt. Seit Jahren geht es dort, wenn &uuml;berhaupt, nur langsam voran: B&uuml;rokratieabbau, F&ouml;deralismusreform und L&auml;nderfinanzausgleich, Steuerreform, Umbau des Sozialversicherungs-, Renten und Gesundheitssystems und nicht zuletzt der &uuml;berregelte Arbeitsmarkt. F&uuml;r den neoliberalen &Ouml;konomen Suntum alles eigentlich ganz einfach zu l&ouml;sende Aufgaben. Eine &ldquo;Gro&szlig;e Koalition der Vernunft&rdquo; k&ouml;nnte die wichtigsten Schritte dazu in einer Legislaturperiode machen. Und dies sei auch n&ouml;tig. Man muss van Suntums Argumenten gewiss nicht unbedingt folgen. <strong>Sich mit seinen Thesen auseinander setzen sollte man aber auf jeden Fall!<\/strong> Die Zeiten n&auml;mlich, als man sich um derlei Debatten herumdr&uuml;cken konnte, neigen sich dem Ende zu. Van Suntum ist nicht allein! <em>&mdash; Andreas Vierecke &mdash;<\/em><\/li>\n<li><strong>T&ouml;dliche Toleranz Die Muslime und unsere offene Gesellschaft<\/strong><br>\nvon G&uuml;nther Lachmann, Ayaan Hirsi Ali<br>\n<em>Aus der Amazon.de-Redaktion<\/em><br>\n&ldquo;Dieses Buch richtet sich nicht gegen Ausl&auml;nder. Ebenso wenig ist es eine Anklageschrift gegen Muslime oder den Islam schlechthin.&rdquo; Dass G&uuml;nther Lachmanns Vorwort zu seinem <strong>unbedingt lesenswerten Buch<\/strong> &uuml;ber unsere von ihm diagnostizierte T&ouml;dliche Toleranz mit dieser Klarstellung beginnt, hat seinen guten Grund. Denn tats&auml;chlich geht Lachmann, wie schon der Untertitel &ldquo;Die Muslime und unsere offene Gesellschaft&rdquo; andeutet, hart ins Gericht mit dem Islamismus, der sich mitten unter uns bei den hierzulande lebenden Muslimen in den letzten Jahren hat etablieren k&ouml;nnen. Nach den Anschl&auml;gen von New York am 11. September 2001 und Madrid am 11. M&auml;rz 2004 beginnen wir nur langsam zu begreifen, dass sich die Toleranz, die wir uns zugute halten, beginnt gegen uns zu wenden, weil wir selbst der fundamentalistischen Intoleranz gegen&uuml;ber viel zu lange blind oder anerzogen nachsichtig gewesen sind.<br>\n&ldquo;Zu den unbegreiflichsten Vorstellungen seit dem 11. September 2001 und den Terror-Anschl&auml;gen von Madrid z&auml;hlt jene&rdquo;, schreibt Lachmann an einer Stelle, &ldquo;dass die mutma&szlig;lichen T&auml;ter dieser Anschl&auml;ge unter uns lebten und wir ihre Absichten nicht erkannt haben. Und uns qu&auml;lt die Sorge, dass wir potentielle neue T&auml;ter in Spanien, Frankreich, Italien oder Deutschland ebenfalls nicht erkennen werden.&rdquo; Und tats&auml;chlich ist dies eine &auml;u&szlig;erst reale Gefahr. Auch im Hamburger Umfeld Mohammed Attas, einem der Todespiloten von New York, w&auml;re niemand auf die Idee gekommen, in diesem zur&uuml;ckhaltenden jungen Muslim k&ouml;nne eine gef&auml;hrliche Bombe ticken.<br>\nNicht nur die Al-Kaida-Anschl&auml;ge auf das World Trade Center f&uuml;hrten die Fahnder nach Deutschland. Hier wurde auch ein &mdash; gl&uuml;cklicherweise vereitelter &mdash; Anschlag auf den Stra&szlig;burger Weihnachtsmarkt geplant. Und hierhin f&uuml;hrten Spuren auch von den Attentaten von Djerba und Bali. &ldquo;Warum?&rdquo;, fragt G&uuml;nther Lachmann und gibt darauf eine alarmierende Antwort: &ldquo;Weil hier w&auml;hrend der vergangenen zwei Jahrzehnte durch falsch verstandene Toleranz der Mehrheitsgesellschaft in den muslimischen Gettos eine islamische Radikalisierung stattfand, die so in keinem arabischen Land m&ouml;glich gewesen w&auml;re.&rdquo; &mdash; <strong>Wem der Erhalt der unserem Gesellschaftsentwurf wesentlichen Toleranz am Herzen liegt, muss sich diesem Problem stellen. Eine gl&auml;nzend recherchierte Analyse!<\/strong> <em>&mdash; Andreas Vierecke &mdash;<\/em>\n<p><strong>&Uuml;ber den Autor<\/strong><br>\nG&uuml;nther Lachmann, geboren 1961 in Papenburg, war vier Jahre lang in der politischen Redaktion von BILD, ehe er 2001 als stellvertretender Leiter der Parlamentsredaktion zur WELT AM SONNTAG ging . Er hat sich in seiner Arbeit dort auf das Thema des Islamismus und der Muslime in Deutschland konzentriert.<\/p><\/li>\n<li><strong>Das Imperium der Schande. Der Kampf gegen Armut und Unterdr&uuml;ckung<\/strong><br>\nvon Jean Ziegler, Dieter Hornig (&Uuml;bersetzer)<br>\n<em>Aus der Amazon.de-Redaktion<\/em><br>\nJean Ziegler will unsere Aufmerksamkeit einmal auf ein anderes Imperium lenken, als das, welches die USA derzeit aufzurichten versuchen, n&auml;mlich auf das, welches nach seinem Daf&uuml;rhalten die Welt nach seiner &Uuml;berzeugung schon l&auml;ngst nach seinen alleinigen Regeln beherrscht: das Imperium der gro&szlig;en, transnationalen Konzerne. Und eben die macht er deshalb auch verantwortlich f&uuml;r die Unterdr&uuml;ckung, die Armut und den Hunger in der Welt.<br>\nDer Autor gei&szlig;elt dieses Imperium der Schande in dem unvergleichlich harschen Ton, den wir von ihm schon aus seinen vorherigen Ver&ouml;ffentlichungen wie Wie kommt der Hunger in die Welt oder Die neuen Herrscher der Welt kennen. Auch diesmal wird man schwerlich einen Zwischenton finden: Gut oder b&ouml;se &ndash; allein in diese Kategorien sortiert Ziegler die global agierenden Wirtschaftslenker ein. Das hei&szlig;t: Eigentlich sind sie alle b&ouml;se, weil in dem Weltmarkt, der nach den Spielregeln funktioniert, wie sie heute nun mal zu gelten scheinen, wohl nur die B&ouml;sen zum Zuge kommen. Und die sind getrieben von nichts als ihrer Gier: &ldquo;Der einzige Antrieb dieser neuen Feudalherren ist die Anh&auml;ufung gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glicher Profite in m&ouml;glichst kurzer Zeit, die kontinuierliche Ausdehnung ihrer Macht und die Beseitigung jedes sozialen Hindernisses, das sich ihren Dekreten widersetzt.&rdquo;<br>\nZiegler, immerhin Sonderbeauftragte der UNO f&uuml;r das Recht auf Nahrung, ist ein honoriger Mann, auch wenn man ihn in der Schweiz wegen seiner in Die Schweiz w&auml;schst wei&szlig;er erhobenen Vorw&uuml;rfe auch schon mal wegen Landesverrats ins Gef&auml;ngnis stecken wollte. Was bereits f&uuml;r seine &auml;tzende Generalkritik am Schweizer Finanzsystem galt, gilt auch f&uuml;r Das Imperium der Schande: Trotz aller Vorbehalte, die man gegen&uuml;ber der Art und Weise haben mag, wie Ziegler seine Kritik vortr&auml;gt &mdash; in der Grundsubstanz ist sie leider nicht ganz unberechtigt. <strong>Auseinandersetzen sollte man sich mit ihr deshalb allemal!<\/strong> <em>&mdash; Andreas Vierecke &mdash;<\/em><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den letzten Tagen wurde ich von Nutzern der NachDenkSeiten darauf aufmerksam gemacht, die offizielle Rezension meines neuen Buches &bdquo;Machtwahn&ldquo; &bdquo;Aus der Amazon.de-Redaktion&ldquo; sei au&szlig;ergew&ouml;hnlich unfreundlich. Das Ergebnis meiner Recherchen: Die Rezension wurde von einem Doktor der Philosophie\/Politologie und Journalisten, Andreas Vierecke, geschrieben, der &uuml;ber sein Unternehmen cpw Medien- und Publikationsdienste Auftragnehmer von Bertelsmann ist<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1176\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[129,14],"tags":[1304,232,573,1695,300],"class_list":["post-1176","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lobbyorganisationen-und-interessengebundene-wissenschaft","category-veroffentlichungen-der-herausgeber","tag-amazon","tag-bertelsmann","tag-cap","tag-machtwahn","tag-mueller-albrecht"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1176","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1176"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1176\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31223,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1176\/revisions\/31223"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1176"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1176"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1176"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}