{"id":117614,"date":"2024-07-06T12:00:56","date_gmt":"2024-07-06T10:00:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117614"},"modified":"2024-07-05T22:16:29","modified_gmt":"2024-07-05T20:16:29","slug":"schulische-digitalisierung-kuenstlich-erzeugte-entwicklungsstoerungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117614","title":{"rendered":"Schulische Digitalisierung: K\u00fcnstlich erzeugte Entwicklungsst\u00f6rungen"},"content":{"rendered":"<p>Seit vielen Jahren wird uns erz&auml;hlt (um nicht zu sagen: eingeh&auml;mmert), dass die Digitalisierung aller Lebensbereiche absolut notwendig sei, um uns &bdquo;zukunftsf&auml;hig&rdquo; zu machen. Im Zuge dieser Entwicklung werden so nach und nach die noch bestehenden analogen Alternativen abgeschafft, sodass wir schnell &bdquo;nackt&rdquo; dastehen k&ouml;nnen, wenn es zu gr&ouml;&szlig;eren elektronischen Ausf&auml;llen oder Angriffen kommt. Ein nicht minder gro&szlig;es Problem ergibt sich aus dem Umstand, dass weder Kitas noch Schulen von dem Digitalisierungsmantra verschont geblieben sind. Die zu fr&uuml;he und zu intensive Nutzung digitaler Ger&auml;te hat bei vielen j&uuml;ngeren Kindern zu pathologischen Nervennetzbildungen und daraus resultierenden Entwicklungsst&ouml;rungen gef&uuml;hrt. Um diese und weitere Folgen geht es in dem nachfolgenden Beitrag, der insofern auch als Aufforderung zu einer R&uuml;ckbesinnung verstanden werden kann. Von <strong>Magda von Garrel<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<em>Dieser Artikel ist ein Vortrag, den Magda von Garrel Ende letzten Jahres auf dem <a href=\"https:\/\/www.ngfp.de\/2023\/07\/kongress-der-neuen-gesellschaft-fuer-psychologie-vom-23-25-november-2023-die-neue-normalitaet\/\">Kongress<\/a> der Neuen Gesellschaft f&uuml;r Psychologie zum Thema &bdquo;Schulische Digitalisierung: K&uuml;nstlich erzeugte Entwicklungsst&ouml;rungen&ldquo; gehalten hat. Der <a href=\"https:\/\/mediashop.at\/buecher\/die-neue-normalitaet\/\">Kongressband &bdquo;Die Neue Normalit&auml;t \/ Auf dem Weg in die Dystopie&rdquo;<\/a> ist vor wenigen Tagen beim Promedia Verlag erschienen.<\/em><\/p><ol>\n<li><strong>Vor&uuml;berlegungen<\/strong>\n<p>K&uuml;nstlich erzeugte Entwicklungsst&ouml;rungen sind kein neuzeitliches Ph&auml;nomen. Im schulischen Umfeld haben sie als Folge struktureller H&uuml;rden schon immer eine bedeutende Rolle gespielt. Als Beispiel sei die oft nicht gelingende Herausbildung eines stabilen Selbstbewusstseins genannt, von der vor allem diejenigen Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler betroffen sind, die dem Unterrichtsstoff aus unterschiedlichen Gr&uuml;nden nicht in dem geforderten Ma&szlig; folgen k&ouml;nnen und daraufhin mit innerschulischen Sanktionen (schlechte Noten, Sitzenbleiben oder erzwungener Wechsel auf eine andere Schulform) &uuml;berzogen werden.<\/p>\n<p>Aber auch elterliche Erziehungsstile und -priorit&auml;ten k&ouml;nnen massive Entwicklungsst&ouml;rungen bei den Kindern hervorrufen (Vernachl&auml;ssigung, &Uuml;berbeh&uuml;tung, k&ouml;rperliche und seelische Misshandlungen, hoher Erwartungsdruck und\/oder anderweitige &Uuml;berforderungen). Besonders verheerende Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen haben die Corona-Ma&szlig;nahmen mit sich gebracht, die nicht nur deutliche Lernr&uuml;ckst&auml;nde, sondern auch diverse Traumata in Form gravierender Angst- oder Kontaktst&ouml;rungen zur Folge hatten. [<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]<\/p>\n<p>Dieser Hintergrund muss bei der nachfolgenden Er&ouml;rterung der von den deutschen Bildungsministern auf Landes- und Bundesebene forcierten Strategie einer bereits im Kita-Bereich zu startenden schulischen Digitalisierung mitbedacht werden: Bei einer vollst&auml;ndigen Umsetzung dieser Pl&auml;ne kommen zu den ohnehin schon zahlreichen Gef&auml;hrdungspotenzialen noch viele digitalisierungsbedingte Entwicklungsst&ouml;rungen mit dauerhaft einschr&auml;nkenden Wirkungen hinzu.<\/p><\/li>\n<li><strong>Digital erzeugte Entwicklungsst&ouml;rungen<\/strong>\n<p><strong>2.1 Fr&uuml;hkindliche Beeintr&auml;chtigungen<\/strong><\/p>\n<p>Die ersten Bildschirmangebote f&uuml;r Klein- und Kleinstkinder stammen urspr&uuml;nglich aus den USA. Dazu geh&ouml;ren T&ouml;pfchen mit integriertem Monitor, auf Babys zugeschnittene Fernsehsendungen und symbolgesteuerte Programme, die schon die Kleinsten mit Computer-Lernspielen vertraut machen sollen.<\/p>\n<p>Das bereits 2016 erreichte Ausma&szlig; an fr&uuml;hkindlichem Medienkonsum l&auml;sst sich an folgenden Zahlen ablesen: &bdquo;Ein Drittel aller Einj&auml;hrigen in den USA haben Umgang mit dem Computer, bevor sie laufen oder sprechen k&ouml;nnen. In Deutschland verbringen bereits 70 Prozent der 2- bis 6-J&auml;hrigen eine halbe Stunde t&auml;glich mit einem Smartphone. Die am h&auml;ufigsten von 6-J&auml;hrigen in Deutschland verwendete App ist Facebook. Alle Vorschulkinder schauen fern, oft weit &uuml;ber eine Stunde am Tag.&ldquo; [<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]<\/p>\n<p>Eine derart zeitintensive Konfrontation mit nicht aus der realen Umwelt stammenden Inhalten bleibt nicht ohne Folgen f&uuml;r die Entwicklung des kindlichen Gehirns. Auf diese Konsequenzen hat die Hirnforscherin Teuchert-Noodt in sehr aufr&uuml;ttelnder Weise hingewiesen: &bdquo;Anschaulich gesagt passiert das Gleiche, wie wenn ein Kleinkind an der Milchflasche nuckelt, in die Mama eine Portion Mohn eingemischt hat. Das haben manche B&auml;uerinnen fr&uuml;her gern getan, um ihr Kind w&auml;hrend der schweren Feldarbeit ruhigzustellen. Derart verdummte Kinder liefen dann als Dorftrottel durch&rsquo;s Leben. &hellip; M&uuml;tter, die mit ihrem Baby digital unterwegs sind, machen entsprechend schwere Fehler. &hellip; Das Smartphone in der Hand der Mutter nimmt das Kind unaufhaltsam mit in die digitale Abh&auml;ngigkeit. Kleinkinder lernen durch Nachahmung. Nat&uuml;rlich wollen die kleinen H&auml;ndchen auch surfen. Und weil das so einfach ist, unterst&uuml;tzen das die verz&uuml;ckten Eltern. Sie merken nicht, dass die Farben und Formen wie ein D-Zug durch das K&ouml;pfchen rasen und sie ihr Kind auf das Gleis der Lernbehinderung und Suchtentstehung stellen. Was einst der Mohntrottel war, ist heute der postmoderne Digitrottel. &hellip; Der Umgang mit digitalen Medien im Kindesalter macht reifende Nervenzellen oder Netze nicht kaputt, sondern f&uuml;hrt sie einer pathologischen Nervennetzbildung zu. &hellip; Das Gehirn wird in seiner Reifung vom Hippocampus abgeh&auml;ngt. Deswegen unterliegt es der &lsquo;Notreifung&rsquo;.&ldquo; [<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]<\/p>\n<p>Die schon den kleinen Kindern zugemuteten Fehlanreize des Gehirns behindern aber nicht nur den Erwerb grundlegender Voraussetzungen f&uuml;r das sp&auml;tere schulische Lernen, sondern hemmen auch die Entwicklung sozialer Kompetenzen. Entsprechend gro&szlig; ist das Spektrum der m&ouml;glichen Beeintr&auml;chtigungen: Aufmerksamkeitsst&ouml;rungen, verminderte Konzentrationsf&auml;higkeit, Sprachst&ouml;rungen, schlecht ausgebildete Vorstellungskraft [<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>], motorische Ungeschicklichkeit, soziale Anpassungsschwierigkeiten, Aggressionen, Kontrollverlust bei Angst und Stress sowie Verlust der Empathief&auml;higkeit.<\/p>\n<p><strong>2.2 Schulische Beeintr&auml;chtigungen<\/strong><\/p>\n<p>Zur schulischen Hardware geh&ouml;ren Whiteboards (interaktive Tafeln), Computer, Tablets und\/oder Laptops. F&uuml;r die Erledigung der zuvor gestellten Aufgaben wird vielfach auch die Benutzung sch&uuml;lereigener Smartphones erwartet, was die zum Datenschutz abgegebenen Beteuerungen zu einer Farce werden l&auml;sst.<\/p>\n<p>Bei der in den Schulen eingesetzten Software handelt es sich einerseits um (bundesweite) Lernplattformen und andererseits um Online-Verfahren zur Diagnostik und Leistungsfeststellung. Die Sch&uuml;ler selbst greifen zunehmend auf Chatbots wie ChatGPT zur&uuml;ck, wenn sie Hilfe bei Hausaufgaben, Referaten, Recherchen, Pr&auml;sentations- und Pr&uuml;fungsvorbereitungen ben&ouml;tigen.<\/p>\n<p>&Uuml;ber den Einsatz von Hard- und Software hinaus ist schulische Digitalisierung auch zu einem Unterrichtsstoff geworden. Dem Erlernen von Programmiersprachen sollen (beispielsweise mit dem Bau eines Roboters) schon in der Grundschule praktische Anwendungen folgen.<\/p>\n<p>Vergleichsweise neu ist die Einf&uuml;hrung eines &bdquo;Computational Thinking&ldquo;. Hierbei geht es um die Entwicklung eines rechnerischen beziehungsweise algorithmischen Denkens, bei dem Probleme so formuliert werden m&uuml;ssen, dass der Computer die Fragestellung bearbeiten und zur L&ouml;sungsfindung beitragen kann. Zu diesem Zweck ist die Zerlegung von Problemen beziehungsweise Fragestellungen in gut l&ouml;sbare Teilprobleme und deren &Uuml;bersetzung in Algorithmen erforderlich. [<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>]<\/p>\n<p>Hauptverantwortlich f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung dieses Vorhabens ist die im Mai 2020 gemeinsam von IT- und Lehrerverb&auml;nden gegr&uuml;ndete &lsquo;Offensive Digitale Schultransformation&rsquo; (#Odigs). Dabei geht es um eine den Anforderungen der Informationstechnik entsprechende Umformung sowohl des Schulalltags als auch der Lehrerbildung. [<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]<\/p>\n<p>Obwohl damit klar ist, dass das letztendliche Ziel in einer Anpassung junger Menschen an maschinelle beziehungsweise technische Erfordernisse besteht, wird hierzulande noch immer das Hohelied einer durchg&auml;ngigen schulischen Digitalisierung gesungen. W&auml;hrend die Eltern nach wie vor mehrheitlich davon &uuml;berzeugt sind, dass sich nur auf diese Weise gute berufliche Chancen f&uuml;r ihre Kinder er&ouml;ffnen lassen, werden schulischerseits die Vorteile einer fr&uuml;hzeitig zu erlangenden Medienm&uuml;ndigkeit sowie einer damit einhergehenden F&ouml;rderung des selbst regulierten Lernens hervorgehoben.<\/p>\n<p>Angesichts dieser hartn&auml;ckig verteidigten Narrative werden die digital verursachten Kompetenzverluste sogar im Falle inzwischen eingetretener Komplettverluste analoger F&auml;higkeiten (Ablesen analoger Uhrzeiten oder Orientierung nach Stadtpl&auml;nen) mehr oder weniger &uuml;bersehen. Am ehesten wird noch der aus schulischer Sicht bedeutsame R&uuml;ckgang der Lese- und Rechtschreibf&auml;higkeit wahrgenommen. Wegen des selteneren Gebrauchs, aber auch als Folge einer nicht gut ausgebildeten Feinmotorik sind die handschriftlichen F&auml;higkeiten ebenfalls betroffen, die nicht zuletzt f&uuml;r die Entwicklung und Speicherung gedanklicher Vorg&auml;nge wichtig sind. Zu den bislang festgestellten weiteren Kompetenzverlusten geh&ouml;ren Bereiche wie: Auswendiglernen von Texten, eigenst&auml;ndiges Recherchieren, selbstst&auml;ndiges Denken und zeitliches Durchhalteverm&ouml;gen (beim Zuh&ouml;ren oder der Bearbeitung von Aufgaben).<\/p>\n<p>F&uuml;r die regelm&auml;&szlig;ig mit ChatGPT arbeitenden Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler kann noch ein ganz besonderer Verlust hinzukommen, da diese Vorgehensweise ein Erleben der Selbstwirksamkeit praktisch verhindert. Statt dessen vermittelt die Nutzung derartiger Hilfsmittel oftmals das Gef&uuml;hl, aus eigener Kraft niemals so schnelle und gut formulierte Ergebnisse produzieren zu k&ouml;nnen.<\/p>\n<p><strong>2.3 Au&szlig;erschulische Beeintr&auml;chtigungen<\/strong><\/p>\n<p>Die nicht unterrichtsbezogenen digitalen Aktivit&auml;ten finden ganz &uuml;berwiegend im Social-Media-Bereich statt. Die derzeit besonders beliebte Plattform <em>WhatsApp<\/em> geh&ouml;rt zu <em>Facebook<\/em>, aber der Austausch findet auch auf anderen Wegen und &uuml;ber andere Anbieter statt (<em>YouTube<\/em>, <em>TikTok<\/em>, <em>Instagram<\/em> oder <em>Snapchat<\/em>). Da alle hier&uuml;ber laufenden Aktivit&auml;ten auf die eine oder andere Art eng mit dem schulischen Geschehen verwoben sind und zudem eine enorme Ausweitung der am Bildschirm verbrachten Zeiten mit sich bringen, ist es unumg&auml;nglich, sich auch mit diesen Computerwelten n&auml;her zu befassen.<\/p>\n<p>Auff&auml;llig ist zun&auml;chst die gro&szlig;e Abh&auml;ngigkeit, in die viele Kinder und Jugendliche beim Umgang mit diesen Medien schnell hineingeraten. Dabei handelt es sich um ein Ph&auml;nomen, das sich auf die Ziele und Methoden der Anbieter zur&uuml;ckf&uuml;hren l&auml;sst: Unter schamloser Ausnutzung zentraler Erkenntnisse der Hirnforschung haben die Anbieter zahlreiche Methoden entwickelt, um die Verweildauer ihrer Konsumenten zu erh&ouml;hen. Jeder Anstieg der Verweildauer vergr&ouml;&szlig;ert die Gewinn- und Datenabsch&ouml;pfungsraten der Konzerne.<\/p>\n<p>Genutzt wird das vor allem bei jungen Menschen bestehende Urbed&uuml;rfnis, dazuzugeh&ouml;ren und sich wichtig f&uuml;hlen zu k&ouml;nnen. Dar&uuml;ber hinaus erfolgt eine Stimulation des Belohnungssystems im Gehirn. Die Abh&auml;ngigkeit wird gef&ouml;rdert durch spezielle Anreize und Symbole:<\/p>\n<ul>\n<li>Likes von anderen f&uuml;r besonders originelle Videos (TikTok)<\/li>\n<li>Herzchen oder hochgereckte Daumen (Instagram und Facebook)<\/li>\n<li>Fl&auml;mmchen bei Snapchat, das erl&ouml;scht, wenn jemand keine Mini-Clips mehr hochgeladen hat<\/li>\n<li>blaue H&auml;kchen f&uuml;r gelesene Nachrichten (WhatsApp)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Besonders extreme Abh&auml;ngigkeiten werden im Spielesektor erzeugt, was am Beispiel des Computerspiels &lsquo;World of Warcraft&rsquo; schon vor Jahren beobachtet worden ist. [<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>] Zu Beginn des nur im Verbund mit anderen durchzuf&uuml;hrenden Spiels erfolgt ein rascher Aufstieg von Stufe zu Stufe. Der Spieler, der die Rolle einer ganz bestimmten Spielfigur &uuml;bernehmen muss, erlebt jedes neue Level als pers&ouml;nlichen Erfolg, was zu einer Dopamin-Aussch&uuml;ttung in seinem Gehirn f&uuml;hrt. F&uuml;r jeden weiteren Aufstieg muss allerdings immer mehr geleistet werden, um Erfolg zu haben. Um bei diesem Spiel von Level 1 auf Level 2 zu kommen, braucht der Spieler 40 Erfahrungspunkte, von Level 70 auf Level 71 sind es bereits mehr als eine Million Punkte.<\/p>\n<p>Als Folge dieser enormen Steigerung haben etliche junge Menschen bis zu 16 Stunden hintereinander mit diesem Spiel verbracht. Die spiels&uuml;chtig gewordenen Kinder und Jugendlichen bewegten sich kaum noch, verloren den Kontakt zu allen echten Freunden und blieben der Schule immer h&auml;ufiger fern.<\/p>\n<p>Eine andere Methode zur Steigerung der Verweildauer besteht in der (auch von Influencern befeuerten) Bereitstellung von &bdquo;Challenges&ldquo;. Die Herausforderung besteht in der Durchf&uuml;hrung h&ouml;chst riskanter Mutproben, bei denen sich die Jugendlichen selbst filmen und dabei teilweise so weit gehen, dass sie daran sterben. Hierzu einige konkrete Beispiele, die &uuml;berwiegend einem Stern-Bericht entstammen: [<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>]<\/p>\n<ul>\n<li>Russisches Roulette (Snapchat)<\/li>\n<li>Waschpulver schlucken<\/li>\n<li>sich selbst bis zur Bewusstlosigkeit w&uuml;rgen<\/li>\n<li>kochendes Wasser trinken<\/li>\n<li>extrem scharfe Chili-Chips essen<\/li>\n<li>sich hinter einer Kurve auf eine Stra&szlig;e legen<\/li>\n<li>im letzten Moment vor einem heranrollenden Zug von den Gleisen hechten<\/li>\n<li>Hochladen von Fotos zur Dokumentation der t&auml;glich kleiner werdenden Mahlzeiten (#whatieatinaday)<\/li>\n<\/ul>\n<p>In allen F&auml;llen besteht die Motivation darin, sich durch m&ouml;glichst viele Likes die ersehnte Anerkennung zu verschaffen. Bei anderen Inhalten sollen Zufallsgeneratoren f&uuml;r eine Steigerung der Verweildauer sorgen: Wer sich beispielsweise f&uuml;r Tiere interessiert, kann pl&ouml;tzlich zu sehen bekommen, wie ein Welpe totgetrampelt oder ein K&auml;tzchen in einen Mixer gesteckt wird.<\/p>\n<p>Abh&auml;ngigkeit, Dauerstress, Minderwertigkeitsgef&uuml;hle und Verrohung geh&ouml;ren zu den schlimmsten Folgen einer dysfunktionalen Nutzung digitaler Medien, die sich st&ouml;rend sowohl auf den Entwicklungs- als auch auf den Lernprozess auswirken. Als eine Art Ventil dient das zu jeder Tages- und Nachtzeit m&ouml;gliche Cyber-Mobbing, von dem teilweise auch Lehrer betroffen sind. Die in der Schule zu beobachtenden Symptome reichen von pl&ouml;tzlicher Leistungsverweigerung und Verschlossenheit bis hin zur Ausbildung seelischer und k&ouml;rperlicher Krankheiten.<\/p><\/li>\n<li><strong>Unterschiedliche Positionen zur schulischen Digitalisierung <\/strong>\n<p><strong> 3.1 Wissenschaftliche Erkenntnisse<\/strong><\/p>\n<p>Insbesondere Hirnforscher wie Spitzer, H&uuml;ther oder Teuchert-Noodt weisen schon seit Jahren auf die fatalen Folgen einer zu fr&uuml;hen und zu intensiven Nutzung digitaler Medien hin. Inzwischen hat selbst die St&auml;ndige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz festgestellt, dass der rein digitale dem analogen Unterricht klar unterlegen ist. [<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>]<\/p>\n<p>Auch andere Studien belegen die kontraproduktiven Effekte der schulischen Digitalisierung. So kommt eine aus Entwicklungspsychologen und Kognitionswissenschaftlern bestehende Kommission des schwedischen Karolinska-Instituts in ihrem am 9. Juli 2023 vorgelegten Bericht zu dem Schluss, dass digitale Werkzeuge das Lernen der Sch&uuml;ler eher beeintr&auml;chtigen als verbessern. [<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>]<\/p>\n<p>Noch drastischer hat es Manfred Spitzer seinerzeit auf den Punkt gebracht, indem er seinem 2014 erschienenen Buch den Titel gab: &bdquo;Digitale Demenz \/ Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen&ldquo;. Interessant ist auch sein vier Jahre sp&auml;ter ver&ouml;ffentlichter Beitrag &bdquo;Werden wir d&uuml;mmer? Der Flynn-Effekt im R&uuml;ckw&auml;rtsgang&ldquo;. [<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>]<\/p>\n<p>In diesem Artikel wird dargestellt, wie sich Forscher auf die Suche nach den Ursachen des seit einiger Zeit zu beobachtenden R&uuml;ckgangs der menschlichen Intelligenz begeben und dabei Folgendes ermittelt haben: &bdquo;Es bleiben somit die Qualit&auml;t der Schulen und der Medienkonsum als m&ouml;gliche Ursachen der gefundenen Abnahme des IQ seit Beginn der Jahrtausendwende. Vielleicht ist es kein Zufall, dass Estland zum einen das digitalisierteste Land der Welt geworden ist und zum anderen den gr&ouml;&szlig;ten Abfall der Intelligenz zu verzeichnen hat (&hellip;).&ldquo;<\/p>\n<p><strong>3.2 Politisches Handeln<\/strong><\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund haben L&auml;nder wie Norwegen, Schweden und D&auml;nemark inzwischen einen R&uuml;ckw&auml;rtsgang eingelegt, und selbst ein Bundesland wie Schleswig-Holstein will sich diesem Trend anschlie&szlig;en. Dessen ungeachtet wollen sowohl der Bund als auch die meisten Bundesl&auml;nder an ihrer bisherigen Digitalstrategie festhalten. So hat sich beispielsweise das Saarland die fl&auml;chendeckende Einf&uuml;hrung von Tabletklassen ab der dritten Jahrgangsstufe vorgenommen. [<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>]<\/p>\n<p>Ein besonders begeisterter Bef&uuml;rworter ist der badenw&uuml;rttembergische Ministerpr&auml;sident Kretschmann, der die Meinung vertritt, dass Handschrift und Rechtschreibung sehr an Bedeutung verloren h&auml;tten und nur noch Englisch als Fremdsprache unterrichtet werden sollte.<\/p>\n<p>Im Zuge der weitgehend ungebrochenen Digitalisierungskampagne werden sowohl in der EU als auch in Deutschland Ma&szlig;nahmen vorbereitet, die dem angeblichen Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Falschmeldungen und Verschw&ouml;rungstheorien dienen sollen. Zu diesem Zweck sind auf EU-Ebene &bdquo;Leitlinien f&uuml;r Lehrkr&auml;fte und p&auml;dagogische Fachkr&auml;fte zur Bek&auml;mpfung von Desinformation und zur F&ouml;rderung der digitalen Kompetenz durch allgemeine und berufliche Bildung&ldquo; entwickelt worden. [<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>]<\/p>\n<p>Das mit diesen Leitlinien verfolgte Hauptziel besteht in einer vom Lehrpersonal durchzuf&uuml;hrenden Immunisierung der Sch&uuml;ler gegen regierungskritische Positionen. Die dabei anzuwendende Methode kann als psychologische Impfbehandlung bezeichnet werden, da sie in einer minimalen Verabreichung der als toxisch deklarierten Meinungen besteht. Damit soll erreicht werden, dass die Sch&uuml;ler bestimmte Infos zuk&uuml;nftig schon im Vorfeld ablehnen und sich nicht n&auml;her damit auseinandersetzen. Somit laufen die Leitlinien auf die Schaffung eines f&uuml;r Heranwachsende gedachten Mind-Control-Systems hinaus. [<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>].<\/p>\n<p>Der endg&uuml;ltige Abschied von einem humanistisch orientierten Bildungsverst&auml;ndnis ist k&uuml;rzlich von der derzeitigen Bundesbildungsministerin Stark-Watzinger vollzogen worden, indem sie in &Uuml;bereinstimmung mit den von der &lsquo;Offensive Digitale Schultransformation&rsquo; verfolgten Zielen die Parole ausgegeben hat, dass eine Anpassung des Bildungssystems an KI erfolgen muss. [<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>] Damit ist endg&uuml;ltig klar, dass sich die Bed&uuml;rfnisse der Sch&uuml;ler ab sofort den technischen Erfordernissen unterzuordnen haben und die &lsquo;Neue Normalit&auml;t&rsquo; auch im Bildungsbereich Einzug gehalten hat.<\/p><\/li>\n<li><strong>Thesenartige Zusammenfassung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li>Die den Kindern und Jugendlichen sowohl im Elternhaus als auch in der Schule ohnehin schon immer zugemuteten Entwicklungsst&ouml;rungen haben als Folge der schulischen Corona-Ma&szlig;nahmen und der Digitalisierung des Bildungsbereichs stark zugenommen.<\/li>\n<li>Besonders entwicklungshemmend wirkt sich die sehr fr&uuml;he Nutzung digitaler Medien aus, da die lediglich virtuellen und akustischen Reize vom heranreifenden Gehirn nicht ad&auml;quat verarbeitet werden k&ouml;nnen. Das kindliche Gehirn vollzieht eine Art &lsquo;Notreifung&rsquo;, die sich im weiteren Verlauf des Lebens in Form kognitiver Einbu&szlig;en und einer Anf&auml;lligkeit f&uuml;r s&uuml;chtiges Verhalten bemerkbar macht.<\/li>\n<li>Der massive Einsatz digitaler Medien beeintr&auml;chtigt nicht nur in hohem Ma&szlig;e die von den Kindern und Jugendlichen zu durchlaufenden Entwicklungsprozesse, sondern wirkt sich auch &ndash; bis hin zum kompletten Verlust grundlegender Kenntnisse &ndash; auf das schulische Lernverm&ouml;gen aus, das in den letzten Jahren kontinuierlich abgenommen hat.<\/li>\n<li>Erschwerend kommt die au&szlig;erhalb des Unterrichts stattfindende exzessive Nutzung der sogenannten sozialen Medien hinzu, die ein Einfallstor f&uuml;r verst&ouml;rende Bilder, abartige Mutproben und ein zeitlich unbegrenztes Cyber-Mobbing sind.<\/li>\n<li>Die in anderen L&auml;ndern bereits vollzogene R&uuml;ckkehr zu analogen Unterrichtsformen findet in Deutschland nicht statt. Ganz im Gegenteil soll es inzwischen auch auf der Ebene der Unterrichtsinhalte immer weiter in Richtung Digitalisierung gehen. Gefordert wird die Vermittlung eines &bdquo;Computational Thinking&ldquo; und damit eine Anpassung des menschlichen Denkens an die Vorgehensweise von Computern.<\/li>\n<li>Das Denken der Sch&uuml;ler soll aber auch noch in anderer Hinsicht beeinflusst werden. Bei der von der EU gestarteten Initiative geht es darum, die jungen Menschen so zu konditionieren, dass sie beim Auftauchen bestimmter Schl&uuml;sselbegriffe auch ohne eine n&auml;here Befassung mit dem Text sofort ablehnend reagieren.<\/li>\n<li>Durch die auch im Bildungsbereich eingezogene &lsquo;Neue Normalit&auml;t&rsquo; ist es zu einem endg&uuml;ltigen Bruch mit dem humanistischen Bildungsideal gekommen. Kennzeichnend f&uuml;r diesen Paradigmenwechsel ist das von der derzeitigen Bundesbildungsministerin ausgegebene Ziel einer Anpassung des Bildungssystems an KI.<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Angaben zur Autorin:<\/strong> Als Sonderp&auml;dagogin und Diplom-Politologin hat Magda von Garrel in sehr unterschiedlichen Berufsfeldern gearbeitet. Auf diese Weise erhielt sie schon fr&uuml;h Einblicke in die Fragw&uuml;rdigkeit (bildungs-)politischer Weichenstellungen, mit denen sie sich in zahlreichen Artikeln und Buchbeitr&auml;gen auseinandergesetzt hat. Dabei haben sich im Laufe der Jahre einige Schwerpunkte herauskristallisiert: Neoliberale &Uuml;berformung des Schul- und Bildungswesens, faktische Uneinl&ouml;sbarkeit des Aufstiegsversprechens f&uuml;r arme Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler, &ouml;ffentlich-privat betriebene Schulfinanzierung am Beispiel der BSO (Berliner Schulbauoffensive), langfristige Auswirkungen der Coronama&szlig;nahmen auf Kinder und Jugendliche sowie die unumkehrbaren Folgen eines viel zu fr&uuml;hen Einsatzes digitaler Medien.<\/em><\/p><p><small>Titelbild: Drazen Zigic\/shutterstock.com<\/small><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Weitere diesbez&uuml;gliche Informationen: Garrel, Magda von (2022). Bildungs- und Entwicklungschancen auf dem Corona-Schafott. In Klaus-J&uuml;rgen Bruder, Almuth Bruder-Bezzel &amp; J&uuml;rgen G&uuml;nther (Hrsg.). <em>Corona &ndash; Inszenierung einer Krise <\/em>(S. 195-213). Berlin: Sodenkamp&amp;Lenz.\n<\/p><p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Aus dem Begr&uuml;ndungstext der Petition <a href=\"https:\/\/www.openpetition.de\/petition\/online\/digital-kita-nein-ja-zu-konstruktiven-bildungsinvestitionen\"><em>Digital-KITA? &ndash; NEIN! \/\/ Ja zu konstruktiven Bildungsinvestitionen!&hellip; (21.12.2016).<\/em><\/a>\n<\/p><p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Interview von Ralf Wurzbacher mit Gertrud Teuchert-Noodt.<em> junge Welt Wochenendbeilage vom 19.01.2019, S.1.<\/em>\n<\/p><p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Berufsverband der Kinder- und Jugend&auml;rzt*innen (2020). <em><a href=\"https:\/\/www.kinderaerzte-im-netz.de\/news-archiv\/meldung\/smartphone-tablet-fernseher-bildschirmmedien-beeinflussen-vorstellungskraft-von-kindern\/\">Smartphone, Tablet, Fernseher &ndash; Bildschirmmedien beeinflussen Vorstellungskraft von Kindern<\/a><\/em>. &hellip; (01.09.2023)\n<\/p><p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] bildungsklick (2023). <em>Digitalisierung &ndash; Wie ein Computer denken lernen. <\/em>Online-Ver&ouml;ffentlichung vom 05.04.2023.\n<\/p><p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Lankau, Ralf (2021). <em><a href=\"https:\/\/lankau.de\/2021\/03\/24\/bildung-und-digitali-taeter\/\">Die Corona-Welle reiten 06: Was die autogerechte Stadt mit Digitalisierungs- und Digitalit&auml;tskonzepten f&uuml;r Schulen zu tun hat<\/a><\/em>, S. 6 (21.09.2023).\n<\/p><p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Sax, Monika (2017). <em><a href=\"https:\/\/www.planet-wissen.de\/gesellschaft\/krankheiten\/gluecksspielsucht_aus_spiel_wird_ernst\/pwiecomputerspielsuchtwenndasdaddelnkeinspielist100.html\">Computerspielsucht &ndash; Wenn das Daddeln kein Spiel ist.<\/a><\/em> (13.06.2019)\n<\/p><p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] Poelchau, Nina, Minner, Claudia (2023). <em>Machen die sozialen Medien unsere Kinder kaputt?. <\/em>Stern-Titelgeschichte vom 06.07.2023, S. 23-31.\n<\/p><p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Thiel, Thomas (2023). <em>Digitalisierung der Schulen: Erst der Beschluss, dann das Konzept. <\/em>FAZ online vom 19.07.2023<em>.<\/em>\n<\/p><p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] <a href=\"https:\/\/bildung-wissen.eu\/fachbeitrage\/karolinska-institut-schweden-stellungnahme-zur-nationalen-digitalisierungsstrategie-in-der-bildung.html\">Abschlussbericht des Karolinska-Instituts (2023)<\/a>. Ver&ouml;ffentlichung am 09.07.2023.\n<\/p><p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Spitzer, Manfred (2018). <em>Werden wir d&uuml;mmer? Der Flynn-Effekt im R&uuml;ckw&auml;rtsgang.<\/em> Nervenheilkunde 9\/2018; 37: 617-625\n<\/p><p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] Zierer, Klaus, Gottfried, Thomas (2023). <em>Schulbildung im Saarland: Digitaler Holzweg. <\/em>ZEIT online vom 08.01.2023.\n<\/p><p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] <a href=\"https:\/\/op.europa.eu\/de\/publication-detail\/-\/publication\/a224c235-4843-1led-92ed-Olaa75ed7\/lal\">Amt f&uuml;r Ver&ouml;ffentlichungen der Europ&auml;ischen Union (2022)<\/a>. (01.06.2023).\n<\/p><p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] Bruder, Klaus-J&uuml;rgen (2023). <em>Bildung durch Mind Control ersetzt?<\/em> VIER Heft 4, August\/September 2023, S. 17.\n<\/p><p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] Laut einer im <em>RBB24 Inforadio<\/em> am 07.11.2023 mehrfach ausgestrahlten Nachricht.\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit vielen Jahren wird uns erz&auml;hlt (um nicht zu sagen: eingeh&auml;mmert), dass die Digitalisierung aller Lebensbereiche absolut notwendig sei, um uns &bdquo;zukunftsf&auml;hig&rdquo; zu machen. Im Zuge dieser Entwicklung werden so nach und nach die noch bestehenden analogen Alternativen abgeschafft, sodass wir schnell &bdquo;nackt&rdquo; dastehen k&ouml;nnen, wenn es zu gr&ouml;&szlig;eren elektronischen Ausf&auml;llen oder Angriffen kommt. Ein<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117614\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":117615,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[151,183,161],"tags":[2094,1837,1113,2397],"class_list":["post-117614","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-bildungspolitik","category-medienkritik","category-wertedebatte","tag-digitalisierung","tag-humanismus","tag-soziale-medien","tag-suchterkrankung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Shutterstock_2144686921.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/117614","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=117614"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/117614\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":117695,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/117614\/revisions\/117695"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/117615"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=117614"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=117614"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=117614"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}