{"id":11804,"date":"2012-01-09T09:11:36","date_gmt":"2012-01-09T08:11:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11804"},"modified":"2012-01-09T09:11:36","modified_gmt":"2012-01-09T08:11:36","slug":"hinweise-des-tages-1545","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11804","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11804#h01\">Friedhelm Hengsbach: &bdquo;Abschied von der Solidarit&auml;t in Europa&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11804#h02\">Musterknabe Irland vor Absturz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11804#h03\">James K. Galbraith \/ Aurore Lalucq: &bdquo;Rettet die B&uuml;rger vor den Banken&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11804#h04\">Harald Schumann: Von wegen Finanzmarkt-Regulierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11804#h05\">Frankreich will Finanzmarktsteuer 2012 einf&uuml;hren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11804#h06\">Zerschlagt das Finanzkartell<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11804#h07\">Bertelsmann Stiftung will mit internationalen Experten neues Modell f&uuml;r Finanz-Ratingagenturen erarbeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11804#h08\">Das Feudalsystem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11804#h09\">Rente mit 67: Gr&uuml;nen-Chef sperrt sich gegen SPD-Vorsto&szlig;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11804#h10\">Privatpatienten dr&auml;ngen in gesetzliche Krankenkassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11804#h11\">ZDF-Dokumentation: Reich und obdachlos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11804#h12\">Chaos bei der Hochschulzulassung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11804#h13\">Wulff r&uuml;hmte sich seiner Verdienste um die Versicherungswirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11804#h14\">Herr Diekmann &uuml;bt die Metamorphose<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11804#h15\">Wulff fehlt es an politischer Intelligenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11804#h16\">Die Jamaika-Clique an der Saar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11804#h17\">Wallraff vor Gericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11804#h18\">TV-Tipp: Die Story im Ersten: Das Riester-Dilemma (SR)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11804#h19\">Zu guter Letzt: Alle wollen, dass Frau Schausten bei ihnen schl&auml;ft<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=11804&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Friedhelm Hengsbach: &bdquo;Abschied von der Solidarit&auml;t in Europa&ldquo;<\/strong><br>\nDer Euro ist &uuml;berhaupt nicht in Gefahr. Man d&uuml;rfte nur von einer Eurokrise reden, wenn der Euro im Vergleich zu anderen W&auml;hrungen &uuml;ber- oder unterbewertet w&auml;re. Im ersten Fall jammert die Exportindustrie, im zweiten jammern die Importeure. In Wirklichkeit geht es nicht um den Euro, sondern um die Folgen der Finanzkrise.<br>\nDie dreht eine Runde nach der anderen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.interview-mit-friedhelm-hengsbach-abschied-von-der-solidaritaet-in-europa.c26c2f7b-4f66-4bef-9ff7-639ff415c81e.html\">Stuttgarter Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Musterknabe Irland vor Absturz<\/strong><br>\nDie irische Wirtschaft schien das Unm&ouml;gliche vereinen zu k&ouml;nnen: harten Sparkurs mit Wirtschaftswachstum. Doch jetzt zeigt sich, dass der Jubel verfr&uuml;ht war.<br>\nNoch im Herbst priesen viele Beobachter Irland als Paradebeispiel f&uuml;r erfolgreiche Konsolidierung. Die Strategie Dublins schien lange aufzugehen: Zwar brach die Binnenwirtschaft wegen der harten Einschnitte weg, doch steigende Ausfuhren kompensierten diesen Einbruch &hellip;<br>\nDa Irland in hohem Ma&szlig;e an der Nachfrage aus &Uuml;bersee h&auml;ngt, ist es jedoch &auml;u&szlig;erst anf&auml;llig f&uuml;r konjunkturelle Schwankungen. Rund 40 Prozent der Exporte gehen in die Euro-Zone, 15 Prozent nach Gro&szlig;britannien. Diesen beiden Regionen droht eine Rezession.<br>\nDas Problem: Noch immer ist keine Besserung f&uuml;r die Binnenwirtschaft in Sicht. Mitte 2011 lag die reale heimische Nachfrage 22 Prozent unter dem H&ouml;chststand von Ende 2007. Nach einem Konsumeinbruch um fast drei Prozent 2011 erwarten Fachleute auch f&uuml;r dieses Jahr ein Minus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/:schuldenkrise-musterknabe-irland-vor-absturz\/60150387.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>James K. Galbraith \/ Aurore Lalucq: &bdquo;Rettet die B&uuml;rger vor den Banken&ldquo;<\/strong><br>\nDie Debatte (in Europa) riegelt sich hermetisch gegen andere Erkenntnisse ab, politisch-staatliches &Uuml;berleben beruht auf der F&auml;higkeit, seinen eigenen Staatshaushalt in Ordnung zu bringen. Alles (in der (offiziellen Debatte) ist darauf angelegt, den Ursprung der Krise, den Fakt der Bankenkrise, nicht offensiv anzugehen.<br>\nInhalte eines in der Pariser Tageszeitung Le Monde vom 13.12.2011 (S.23) erschienenen Artikels, &uuml;ber tragen von Gerhard Kilper.<br>\nOriginalquelle: <a href=\"http:\/\/www.lemonde.fr\/idees\/article\/2011\/12\/12\/sauvez-les-citoyens-avant-les-banques_1617474_3232.html\">Le Monde<\/a><br>\nHier die &Uuml;bertragung: <a href=\"upload\/pdf\/120109_Rettet_die_Buerger_vor_den_Banken.pdf\">Rettet die B&uuml;rger vor den Banken [PDF &ndash; 60 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Harald Schumann: Von wegen Finanzmarkt-Regulierung<\/strong><br>\nAuch drei Jahre nach dem gro&szlig;en Knall ist keines dieser Ziele verwirklicht. Zwar wurden sowohl in Washington als auch in&nbsp;Br&uuml;ssel umfassende Finanzmarktreformen auf den Weg gebracht. Aber die Reformer waren dem Widerstand der Finanzindustrie nicht gewachsen. Vorschl&auml;ge f&uuml;r wirksame strukturelle Ver&auml;nderungen von deren riskanten Gesch&auml;ftsmodellen blieben auf der Strecke. Stattdessen verlegten sich die Regierungen darauf, lediglich die Aufsichtsbeh&ouml;rden zu st&auml;rken. Aber zweifelhaft ist, ob die Aufseher tats&auml;chlich verhindern k&ouml;nnen, dass erneut &uuml;berschuldete Banken freigekauft werden m&uuml;ssen. Denn zentrale Konstruktionsfehler des Systems sind nicht behoben, wie die folgende &Uuml;bersicht zeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2012-01\/das-grosse-kraeftemessen\/komplettansicht\">Die Zeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Frankreich will Finanzmarktsteuer 2012 einf&uuml;hren<\/strong><br>\nDie Steuer auf Finanzgesch&auml;fte soll noch in diesem Jahr eingef&uuml;hrt werden. Frankreich will Deutschland daf&uuml;r gewinnen, notfalls aber auch einen Alleingang wagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2012-01\/finanzmarktsteuer-frankreich\">Die Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &Uuml;brigens in Gro&szlig;britannien gibt es eine Stamp tax (eine Art Kapitalverkehrssteuer) seit 1694.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Zerschlagt das Finanzkartell<\/strong><br>\nDie Finanzkrise bedroht unsere Demokratie. Wie kann die Politik die Hoheit zur&uuml;ckgewinnen? Vorbild k&ouml;nnte der Kampf der USA gegen die Herrschaft der &Ouml;lbarone im 19. Jahrhundert sein.<br>\nDie Ohnmacht demokratischer Institutionen, mit der Krise umzugehen, gibt eine scheinbare Alternativlosigkeit vor. M&auml;rkte werden als unbeeinflussbare Entscheider verg&ouml;ttert: Erst haben sie alles finanziert, nun sind sie Ursache f&uuml;r eine fast unab&auml;nderliche Schuldenknechtschaft einzelner L&auml;nder. Was kann man da tun, um Demokratie und Ordnungs&ouml;konomik zu retten?<br>\nDas Verabschieden des Sherman Act im Jahr 1890 durch den amerikanischen Kongress war wegweisend f&uuml;r eine ordnungs- und polit&ouml;konomische Diskussion: Wenn die Demokratie oberstes politisches Gestaltungsprinzip ist, um Tyrannei zu verhindern, dann kann in der Wirtschaft nicht Machtballung durch Kartellierung zugelassen werden. Infolge dieser Entwicklung wurde der Standard Oil Trust &ndash; ein seinerzeit &ldquo;systemisches Unternehmen&rdquo; &ndash; zerschlagen. Ganz anders in Deutschland: Im Jahr 1897 sicherte das Reichsgericht mit seiner Entscheidung zum s&auml;chsischen Holzstoffkartell die Kartellvertr&auml;ge rechtlich ab, sah es doch im privatrechtlichen Bereich einen Vorrang des Vertragsrechts vor der Wettbewerbsfreiheit. Dadurch entwickelte sich Deutschland zum klassischen Kartellland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:ueberschuldete-welt-zerschlagt-das-finanzkartell\/60150332.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bertelsmann Stiftung will mit internationalen Experten neues Modell f&uuml;r Finanz-Ratingagenturen erarbeiten<\/strong><br>\nZiel ist eine unabh&auml;ngige Non-Profit-Agentur mit transparenten Kriterien.<br>\nAngesichts der weitreichenden Kritik an der Arbeit der internationalen Finanz-Ratingagenturen hat die deutsche Bertelsmann Stiftung die z&uuml;gige Entwicklung eines Modells f&uuml;r eine Non-Profit-Ratingagentur angek&uuml;ndigt. Mit einem Kreis internationaler Experten will sie dazu in den kommenden Monaten eine Studie f&uuml;r eine neue Agentur erarbeiten, die sich ausschlie&szlig;lich auf die Bewertung von Staaten konzentrieren soll. Zur Begr&uuml;ndung sagte Gunter Thielen, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann Stiftung: &ldquo;Die Eurokrise hat gezeigt, dass die bestehenden Ratingagenturen Akzeptanzdefizite aufweisen. Den Agenturen mangelt es an Legitimit&auml;t und Transparenz, und ihre Kriterien zur Bewertung von L&auml;ndern sind zu eng gefasst.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-A8AF4D1B-3699CBF7\/bst\/hs.xsl\/nachrichten_110862.htm?drucken=true\">Bertelsmann Stiftung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Als Bonit&auml;tskriterien kann man dann gleich die Kriterien des Bertelsmann Transformation Index (BTI) nutzen mit denen die Stiftung seit Jahren, die F&auml;higkeit von &uuml;ber hundert L&auml;ndern &bdquo;rankt&ldquo; ihre National&ouml;konomien zu &bdquo;reformieren&ldquo;, d.h. nach neoliberalen Kriterien umzubauen, also etwa die Privatisierung als entscheidendes Element jeglicher &bdquo;Markt-  und Wettbewerbsordnung&ldquo; <a href=\"upload\/pdf\/090212_BTIReferatvonPeerHeinelt.pdf\">durchzusetzen [PDF &ndash; 40 KB]<\/a>.<br>\nBertelsmann mischt eben &uuml;berall mit, sogar auch als Informationsquelle f&uuml;r den Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International. Da wird also eine Organisation, die im Netzwerk der Eliten an vorderster Stelle ihren Einfluss hat, <a href=\"http:\/\/www.transparency.org\/content\/download\/64452\/1031207\">als Ma&szlig;stab f&uuml;r die Korruptionsbek&auml;mpfung verwandt [PDF &ndash; 150 KB]<\/a>.<br>\nSiehe zur Bertelsmann Stiftung auch noch einmal <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/12-19\/016.php\">Thomas Wagner, &ldquo;Die Demokratie, die sie meinen&rdquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Das Feudalsystem<\/strong><br>\nNun ist &ldquo;Volksherrschaft&rdquo; ohnehin ein dehnbarer Begriff, daher st&uuml;tzt sich der moderne Demokratiebegriff auch auf Montesquieus Staatsentwurf der Gewaltenteilung. Zu einer Zeit, da der Staat noch als &uuml;berm&auml;chtiges Gebilde seinen Untertanen gegen&uuml;bertrat, erhob sich mit dem B&uuml;rgertum das Streben nach begrenzter Macht. Die staatlichen Gewalten sollten durch gegenseitige Kontrolle in die Schranken gewiesen werden, und es darf angenommen werden, dass das B&uuml;rgertum des 18. Jahrhunderts seine Macht ohnehin durch den Staat wirksam begrenzt sah.<br>\nDas hat eine Weile ganz passabel funktioniert. Allerdings wurde in den darauf folgenden Jahrhunderten kein Wert auf eine durchgreifende Aktualisierung des Demokratiemodells gelegt und die aufkommenden Gewalten privater Konzerne und Medien immer weniger wirksam kontrolliert. Ganz offen fordern die Verfechter unbegrenzten Eigentums daher auch immer weniger Staat, immer mehr Einfluss f&uuml;r sich und ihresgleichen. War die staatliche Gewaltenteilung der Ausweg aus Diktatur und autorit&auml;rem Staat, so ist die schamlose Machtballung der Wohlhabenden das schlichte Gegenteil.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/feynsinn.org\/?p=11978\">Feynsinn<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Rente mit 67: Gr&uuml;nen-Chef sperrt sich gegen SPD-Vorsto&szlig;<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen ziehen beim Vorsto&szlig; der SPD gegen die Rente mit 67 nicht mit: &ldquo;Es f&uuml;hrt kein Weg daran vorbei&rdquo;, sagte Gr&uuml;nen-Parteichef Cem &Ouml;zdemir &uuml;ber die Verl&auml;ngerung der Lebensarbeitszeit. Auch innerhalb der SPD regen sich Stimmen gegen die Aussetzungspl&auml;ne ihrer Parteispitze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/2.220\/rente-mit-gruenen-chef-sperrt-sich-gegen-spd-vorstoss-1.1251203\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So sieht also der Einsatz f&uuml;r mehr soziale Gerechtigkeit aus, <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:neu-entdecktes-thema-gruene-entdecken-die-soziale-gerechtigkeit\/60151573.html\">f&uuml;r die sich die Gr&uuml;nen laut &Ouml;zdemir k&uuml;nftig einsetzen wollen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Privatpatienten dr&auml;ngen in gesetzliche Krankenkassen<\/strong><br>\nBei den gesetzlichen Krankenkassen h&auml;ufen sich die Anfragen wechselwilliger Versicherter. Sie wollen die Schlupfl&ouml;cher zum Verlassen nutzen &hellip;<br>\nVon der privaten Konkurrenz zur Barmer GEK wechselten demnach im vergangenen Jahr rund 27.600 Versicherte, neun Prozent mehr als im Jahr zuvor. Zur Techniker Krankenkasse seien etwa 68.000 Privatpatienten gegangen, fast zw&ouml;lf Prozent mehr als im Jahr 2010.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article13803952\/Privatpatienten-draengen-in-gesetzliche-Krankenkassen.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Angesichts einer Beitragsexplosion von plus 76% in den letzten 10 Jahren, wie der aktuelle Spiegel berichtet, ist die Austrittswelle kein Wunder. Den privaten Krankenversicherern gehen wohl die jungen und gesunden Gutverdiener aus. Ein weiteres Beispiel daf&uuml;r, wie eben gerade die private Vorsorge nicht &bdquo;demografiefest&ldquo; ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>ZDF-Dokumentation: Reich und obdachlos<\/strong><br>\nF&uuml;nf Freiwillige geben f&uuml;r neun Tage ihr normales Leben auf und leben als Obdachlose auf der Stra&szlig;e.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dokumentation.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/19\/0,1872,1021587,00.html\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser J.K.:<\/strong> Am vergangenen Wochenende konnte man mit der dreiteiligen ZDF Doku-Soap &ldquo;Reich und obdachlos&rdquo; einen neuen Tiefpunkt im Programm des Regierungspropagandasenders ZDF und einen Gipfel des Zynismus erleben. Armut und Obdachlosigkeit als geiler Adventureurlaub f&uuml;r gutsituierte  Wohlstandsb&uuml;rger.<br>\nFolgende Protagonisten wurden vom ZDF f&uuml;r neun Tage als simulierte Obdachlose auf die Berliner Strassen geschickt:<br>\nIvar Niederberger, als Schweizer Selfmade Million&auml;r eingef&uuml;hrt. Motto: Jeder kann Million&auml;r werden.<br>\nRalph Anderl, Berliner Unternehmer, Selbstdarsteller, Hersteller teurer Designerbrillen und Liebling der Berliner Kreativszene. Wie berichtet wird zeichnet sich Anderls Firma IC Berlin auch durch ein niedriges Gehaltsniveau und eine hohe Fluktuation aus.<br>\nStephan Graf Bentzel Sturmfeder-Horneck, Adelspross wohnhaft auf einem herrschaftlichen Anwesen nahe dem fr&auml;nkischen Forchheim<br>\nFriederike Kappich, eine Hamburger Galeristin, die dort &ldquo;exklusive Soireen f&uuml;r ein ausgew&auml;hltes Publikum&rdquo; veranstaltet<br>\nDr. Bernhard Hoppe, ein M&uuml;nchner Internist<\/em><\/p>\n<p><em>Die Macher der Sendung vergessen es nicht best&auml;ndig darauf hinzuweisen wie flei&szlig;ig, zupackend und innovativ die vorgestellten Menschen doch sind. Die Protagonisten sondern dann auch die &uuml;blichen dumpfen Spr&uuml;chen einer saturierten Elite ab, wie, ich suche immer die Herausforderung, geht nicht gibt&rsquo;s nicht, etc.<br>\nBesonders unertr&auml;glich die Figur des Schweizer &ldquo;Selfmade&rdquo; Million&auml;rs Ivar Niederberger. Der kaum auf der Stra&szlig;e sofort neue Gesch&auml;ftsideen kreiert und vom Kommentator best&auml;ndig als findiger Gesch&auml;ftsmann tituliert wird, und mit den &uuml;blichen zynischen Statements gl&auml;nzt, dass es jeder schaffen kann wenn er nur will. Die moralische Ausstattung diese Herren zeigt sich darin, das er bei den Passanten mit der Vorgabe angeblich f&uuml;r Obdachlose zu sammeln ordentlich Euros f&uuml;r sich abzockt.<br>\nJeder kann es schaffen, wenn er nur r&uuml;cksichtslos genug mit der Gutgl&auml;ubigkeit und der Emphatie seiner Mitmenschen umgeht. So offenbar das Motto des Herrn Niederberger.<br>\nDer Berliner Designer Ralph Anderl gibt ganz unumwunden zu, dass er die Sache als M&ouml;glichkeit zum Fasten, zur Mediation und zur Selbstfindung nutzen m&ouml;chte. Wissen die Obdachlosen damit &uuml;berhaupt welche M&ouml;glichkeiten ihnen ihre Existenz bietet?<br>\nEine unglaubliche Denunziation von Armen, Obdachlosen und Marginalisierten, die ja offenbar selbst schuld an ihrem Schicksal sind wie an den wirtschaftlich erfolgreichen Figuren der Doku-Soap gezeigt wird.<br>\nDass die Protagonisten schon allein von ihrer Herkunft v&ouml;llig andere phsycho-soziale und mentale Voraussetzungen haben als &ldquo;echte&rdquo; Obdachlose f&auml;llt den Machern dieser uns&auml;glichen Sendung nicht ein.<br>\nMan fragt sich was mit dieser Sendung erreicht werden sollte? Das Bewusstsein f&uuml;r Armut und Obdachlosigkeit sch&auml;rfen? Auf die stark zunehmende soziale Polarisierung in Deutschland aufmerksam machen?<br>\nOb das Format einer Doku-Soap &agrave; la RTL daf&uuml;r das Richtige ist, darf bezweifelt werden. Fragen nach gesellschaftlichen Zusammenh&auml;ngen, nach den politischen Ursachen (z.B. die Agenda 2010, Harz IV) der zunehmenden sozialen Polarisierung werden nicht gestellt. Und wollten von den Machern so sicher auch nicht gestellt werden. Es darf mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden, dass pseudokritische Sendungen wie &ldquo;Reich und obdachlos&rdquo; dazu gemacht wurden die Menschen wirklich zum kritischen Nachdenken anzuregen. So bleibt f&uuml;r die Protagonisten ein toller Abenteuer- und Selbsterfahrungsurlaub und f&uuml;r das Publikum die Befriedigung ihres Voyeurismus.<\/em><\/p>\n<p><em>Erg&auml;nzend eine <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/neue-zdf-dokureihe-bedingt-obdachlos-11595365.html\">Kritik aus der FAZ<\/a>, die vom Tenor die Sendung &auml;hnlich bewertet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Chaos bei der Hochschulzulassung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Zulassungschaos geht weiter<\/strong><br>\nMit dem dialogorientierten Serviceverfahren sollte ein f&uuml;r alle mal Schluss sein mit dem Einschreibewirrwarr an Deutschlands Hochschulen. Doch nach wie vor wird nichts daraus, die vollst&auml;ndige Einf&uuml;hrung weiter verschoben. Immerhin gibt es jetzt einen, dem man die Schuld in die Schuhe schieben kann. Aber Vorsicht: Vielleicht ist das nur ein abgekartetes Spiel &hellip;<br>\nAber statt endlich eine L&ouml;sung der Probleme herbeizuf&uuml;hren, setzte sich mit dem DoSV die Serie an Pleiten, Pech und Pannen nur nahtlos fort. Der Auftakt zum Wintersemester 2011\/2012 musste wegen &ldquo;Programmierfehlern&rdquo; abgeblasen werden&hellip; Das Ziel, alle Hochschulen ins Boot zu holen und einen reibungslosen Betrieb sicher zu stellen, wird wohl erst Mitte des laufenden Jahrzehnts umgesetzt sein, wom&ouml;glich sogar noch sp&auml;ter &ndash; wenn &uuml;berhaupt &hellip;<br>\nAls besagter Insider mit Studis Online erstmals Anfang November in Kontakt kam, machte er auf den Aspekt einer &ldquo;gallopierenden Privatisierung der Hochschul-IT&rdquo; aufmerksam. Eine Schl&uuml;sselrolle spielten dabei insbesondere die Hamburger Datenlotsen, die sich mit dem Image eines jungen Startup-Unternehmens als &ldquo;fortschrittliche Alternative zum schwerf&auml;lligen Tanker HIS&rdquo; aufbauten &hellip;<br>\nIn einem Schreiben des Bundesbildungsministeriums an die Wissenschaftsministerien der L&auml;nder vom 22. Dezember, das Studis Online vorliegt, l&auml;sst Staatssekret&auml;rin Cornelia Quennet-Thielen (CDU) die Katze aus dem Sack. &ldquo;Als einer der insgesamt 17 Gesellschafter der HIS GmbH h&auml;lt der Bund eine Privatisierung der HIS-IT f&uuml;r einen geeigneten Weg. Der Aufsichtsrat hat einvernehmlich entschieden, dass eine Unternehmensberatung die hierf&uuml;r in Frage kommenden Optionen aufzeigt.&rdquo; Damit gibt das BMBF die Richtung f&uuml;r eine auf den 12. Januar terminierte Sitzung des HIS-Aufsichtsrats vor &hellip;<br>\nDas vermeintliche HIS-Desaster bei der Einf&uuml;hrung des DoSV sei von interessierter Seite &ouml;ffentlich lanciert worden, &ldquo;um den Laden sturmreif zu schie&szlig;en&rdquo;. Man habe die HIS &ldquo;ins offenen Messer laufen lassen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/Studieren\/art-1342-dosv2012.php\">Studis Online<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zum Abschuss freigegeben<\/strong><br>\nDie Bundesregierung strebt offenbar eine Privatisierung der IT-Sparte der Hochschul- Informations-System GmbH (HIS) an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/01-07\/053.php?sstr=Wurzbacher|Hochschulzulassung\">junge Welt<\/a>\n<p><em>Dazu noch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bund plant Verkauf HIS-Software-Sparte<\/strong><br>\nSeit der Entmachtung der Zentralstelle f&uuml;r die Vergabe von Studienpl&auml;tzen (ZVS) vergeben die meisten Hochschulen ihre Studienpl&auml;tze selbst &ndash; nach eigenen Kriterien und mit sehr unterschiedlichem Erfolg. Die Folge: Trotz Bewerbermassen blieben im vergangenen Jahr fast 17.000 Studienpl&auml;tze in besonders begehrten F&auml;chern frei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/0,1518,807612,00.html\">Unispiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wer meint bei diesem Chaos ginge es nur um einen Streit um abstrakte Prinzipien oder um technische Unf&auml;higkeit, der irrt. Es geht um das Schicksal tausender studierwilliger junger Menschen, die aufgrund dieses Chaos keinen Studienplatz bekommen und ihnen dadurch ihre berufliche Zukunft verbaut wird. Dahinter steht tausendfache Entt&auml;uschung und Resignation.<br>\nAuf den NachDenkSeiten haben wir seit Jahren vor dem Chaos bei der Hochschulzulassung gewarnt. Siehe dazu: <a href=\"?p=3804\">Hochschulzulassung oder das Chaos der Hochschul-Autonomie<\/a> oder <a href=\"?p=4082\">Hochschulzulassung: Vor Versagen der Politik und der Scheu vor Verantwortung<\/a>.<br>\nIm &Uuml;brigen m&uuml;sste die Privatisierung eines Anbieters von Hochschulsoftware selbst f&uuml;r Marktradikale ein Gr&auml;uel sein. Diese Software ist hochspeziell und kaum ein vermarktbares, profitables Produkt. Eine staatlich kontrollierte GmbH wie die HIS w&uuml;rde nur durch ein privates Monopolunternehmen abgel&ouml;st werden, das dann den Abnehmern Hochschule &ndash; wenn sie sich dieser Software &uuml;berhaupt bedienen w&uuml;rden &ndash;  auch die Preise diktieren k&ouml;nnte &ndash; und diese Monopolpreise zahlen dann wieder die Steuerzahler.<\/em><\/p>\n<p>Siehe auch: <strong>Keine Teilprivatisierung der Hochschulzulassung, Antrag der Fraktion DIE LINKE<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/120109_Antrag_Keine_Teilprivatisierung_bei_der_Hochschulzulassung.pdf\">Deutscher Bundestag [PDF &ndash; 40 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wulff r&uuml;hmte sich seiner Verdienste um die Versicherungswirtschaft<\/strong><br>\nJetzt r&uuml;ckt der Gratisurlaub des heutigen Bundespr&auml;sidenten in ein neues Licht. Laut Informationen des SPIEGEL hatte Wulff sich als Ministerpr&auml;sident f&uuml;r wesentliche Interessen der Versicherungswirtschaft eingesetzt, n&auml;mlich in der Frage, ob die Ertr&auml;ge aus Lebensversicherungen steuerfrei bleiben sollten.<br>\nAuf einer internen Veranstaltung des Konzerns, der HDI-Versicherungen des Talanx-Konzerns, hatte sich Wulff im Jahr 2005 dieser Verdienste f&uuml;r die Branche sogar selbst ger&uuml;hmt. &ldquo;Sofern es im Einflussbereich der Nieders&auml;chsischen Landesregierung lag, ist sie f&uuml;r die Beibehaltung des Privilegs der Steuerfreiheit der Ertr&auml;ge eingetreten&rdquo;, f&uuml;hrte Wulff in einer Rede vor dem Gesamtbeirat der HDI-Versicherungen aus.<br>\nDie Landesregierung habe f&uuml;r die Kompromissl&ouml;sung gek&auml;mpft, dass nur die H&auml;lfte der Ertr&auml;ge besteuert werden sollte. Durch diesen Einsatz w&uuml;rden &ldquo;Lebensversicherungen auch weiterhin eine wichtige Rolle bei der privaten Altersvorsorge spielen&rdquo;. Baumgartl war bei Wulffs Rede pers&ouml;nlich anwesend und wurde von diesem namentlich begr&uuml;&szlig;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,807773,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wulff behauptet st&auml;ndig, dass z.B. die Urlaubseinladungen seiner Unternehmer-&bdquo;Freunde&ldquo; keine Vorteilsannahmen in &bdquo;Bezug auf das Amt&ldquo; gewesen seien, aber es ist genau diese Verquickung unserer sog. Eliten mit m&auml;chtigen Wirtschaftsinteressen, die wir auf den NachDenkSeiten als &bdquo;politische Korruption&ldquo; anprangern. Leider kommt dieses Zusammenspiel zwischen Politik und wirtschaftlichen Einzelinteressen viel zu selten ans Licht der &Ouml;ffentlichkeit bzw. diese Kollusion wird in den Medien nur selten aufgedeckt. Im Gegenteil, selbst wenn es wie etwa bei der Riester-Rente oder bei der Deregulierung der Finanzm&auml;rkte mit den H&auml;nden zu greifen ist, dass die Interessen der Finanzwirtschaft bedient werden, wird man h&auml;ufig als &bdquo;Verschw&ouml;rungstheoretiker&ldquo; abgetan, wenn man auf diesen Filz hinweist. Dabei ist die Realit&auml;t bei der Bedienung der Interessen des &bdquo;gro&szlig;en Geldes&ldquo; viel schlimmer und auch banaler als es sich jede Verschw&ouml;rungstheorie ausdenken k&ouml;nnte.<br>\nRichtig ist auch:  Es sind genau die Journalisten und Bl&auml;tter, die jetzt direkt oder indirekt den notwendigen R&uuml;cktritt des Pr&auml;sidenten ins Spiel bringen, die ansonsten nicht den geringsten Ansto&szlig; an Korruption im deutschen Politikbetrieb nehmen. Die gezielte und direkte Einflussnahme privater Unternehmer, m&auml;chtiger Wirtschafts- und Lobbyverb&auml;nde oder namhafter Institute und Organisationen auf die Politik ist in den deutschen Medien ansonsten kein h&auml;ufiges Thema. Das ist kein Wunder. Schlie&szlig;lich geh&ouml;ren die meisten Publikationen hierzulande selber einem Konzern an und sind zudem <a href=\"http:\/\/jacobjung.wordpress.com\/2011\/12\/21\/die-kaufliche-republik\/\">auf Werbeeinnahmen der gro&szlig;en Wirtschaftsunternehmen angewiesen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Herr Diekmann &uuml;bt die Metamorphose<\/strong><br>\nDiekmanns Umgang mit der Mailbox zeigt l&auml;ngst kindische Z&uuml;ge. Schon beim Guttenberg-Skandal war zu bestaunen, wie Bild das Niveau des politischen Diskurses senkte und die Politik zur Casting-Show machte. Auch jetzt wieder versucht er, den Bohlen zu geben. Diesmal im Gewande des Retters der Pressefreiheit.<br>\nUnd was machen die anderen Medien? Sie spielen mit. Und nicht nur das. Manche feiern ihn sogar. Und bescheinigen ihm die Metamorphose. Jakob Augstein im Freitag: &bdquo;Vielleicht ist das &uuml;brigens die wichtigste Lehre aus diesem Skandal: Die Bild-Zeitung erweitert ihr Repertoire. Sie kann jetzt auch seri&ouml;s, wenn sie will.&ldquo; Man fasst sich an den Kopf und staunt &uuml;ber so viel politische Naivit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/post-von-horn.de\/2012\/01\/06\/herr-diekmann-ubt-die-metamorphose\/\">Post von Horn<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Gestern Abend bei Jauch behauptet der stellvertretende Chefredakteur von Bild, Nikolaus Blome, ganz ungeschminkt, Wulff habe die Unwahrheit gesagt, als er sagte, er habe nur um eine Verschiebung des Artikel gebeten. Wie gut das Zusammenspiel mit dem Spiegel klappt zeigt sich darin, dass der Spiegel heute genau diese Passage zitiert: &bdquo;Ich bin auf dem Weg zum Emir&hellip;deswegen sehr eingespannt&hellip;Ich habe alles offengelegt, Informationen gegeben, mit der Zusicherung, dass die nicht verwandt werden. Die werden jetzt indirekt verwandt, das hei&szlig;t, ich werde auch Strafantrag stellen gegen&uuml;ber Journalisten morgen, und die Anw&auml;lte sind beauftragt&hellip;&ldquo;<br>\nWarum das Blatt nicht akzeptieren k&ouml;nne, &bdquo;wenn das Staatsoberhaupt im Ausland ist, zu warten, bis ich Dienstagabend wiederkomme, also morgen, und Mittwoch eine Besprechung zu machen, wo ich mit Herrn&hellip; den Redakteuren rede, wen Sie m&ouml;chten, die Dinge er&ouml;rtere und dann k&ouml;nnen wir entscheiden, wie wir die Dinge sehen, und dann k&ouml;nnen wir entscheiden, wie wir den Krieg f&uuml;hren.&ldquo;<br>\nEs bleibt also beim Einerseits und Andererseits.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wulff fehlt es an politischer Intelligenz<\/strong><br>\nEs wird viel geheuchelt dieser Tage in der Causa Wulff &ndash; auf beiden Seiten der l&auml;ngst nicht immer scharfen Trennlinie zwischen Medien und Politik.<br>\nDie Gnade einer zweiten Chance mag ein Lernender beanspruchen, einem langj&auml;hrigen Berufspolitiker geb&uuml;hrt sie nicht. F&uuml;r den Drohanruf des Bundespr&auml;sidenten bei Kai Diekmann gilt das zynische Wort Talleyrands &uuml;ber die Ermordung des Herzogs von Enghien durch den Ersten Konsul: Es war schlimmer als ein Verbrechen, es war eine Dummheit. Allerdings einen dummen ersten Repr&auml;sentanten unseres Staates brauchen wir so wenig wie einen von &bdquo;Bild&ldquo; getriebenen. Nicht sein R&uuml;ckzug, sein Bleiben k&ouml;nnte so zur Staatskrise werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/krieg-gegen-medien-wulff-fehlt-es-an-politischer-intelligenz\/6045020.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Statt in dieser Auseinandersetzung eine klare Position zu beziehen und endlich auch die Erfinderin von Wulff, n&auml;mlich die Kanzlerin, in Verantwortung zu nehmen, &uuml;bt sich die SPD in Hick-Hack. Da sieht Gabriel noch vor wenigen Tagen bei einem R&uuml;cktritt von Wulff eine &bdquo;Staatskrise&ldquo;, dann fordert Nahles in Bild am Sonntag bei einem R&uuml;cktritt Neuwahlen und am gleichen Tag widerspricht ihr Gabriel und bietet Merkel an,  die SPD wolle gemeinsam mit der CDDU und der FDP einen Kandidaten f&uuml;r eine Nachfolge finden. Tags zuvor brachte er mal wieder Joachim Gauck ins Gespr&auml;ch. Na was denn nun? An diesem Wackelkurs zeigt sich die Zerrissenheit der SPD: Die Einen wollen eine Gro&szlig;e Koalition im Saarland (nach dem Motto: Regierungsbeteiligung ist alles), die anderen wollen Neuwahlen um vielleicht eine kleine Ver&auml;nderung in der Politik zu erreichen.<br>\nDas gleiche Hick-Hack erleben wir bei der Rente mit 67: Der Parteitag beschlie&szlig;t eine Aussetzung bis die H&auml;lfte der 60- bis 64-J&auml;hrigen einer sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigung nachgehen k&ouml;nnen, der m&ouml;gliche Kanzlerkandidat Steinbr&uuml;ck ist strickt dagegen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Jamaika-Clique an der Saar<\/strong><br>\nOskar Lafontaine bezeichnete die frisch gew&auml;hlte Landesregierung als &bdquo;zusammengekauft&ldquo; und &bdquo;nicht auf demokratisch legitimierte Weise zustande gekommen.&ldquo; Zahlreiche Belege, die diese Annahme st&uuml;tzen,&nbsp; finden sich in Wilfried Voigts Buch &bdquo;Die Jamaika Clique&ldquo;. Wilfried Voigt entwirft ein wunderbares Sittengem&auml;lde. Manche Puzzles waren noch bekannt, andere schon aus dem Ged&auml;chtnis verschwunden, viele hat der Verfasser entdeckt. Es ist ein heimatverbundenes Gesamtkunstwerk aus Korruption, Mauschelei und Vetternwirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.s-o-z.de\/?p=41808\">Saarl&auml;ndische Online-Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wallraff vor Gericht<\/strong><br>\nEin Gro&szlig;b&auml;cker klagt gegen den Enth&uuml;llungsjournalisten G&uuml;nter Wallraff. Der hatte in einer Fabrik verdeckt recherchiert und heimlich gefilmt.<br>\nDer Prozess in K&ouml;ln sei ein Versuch, den Strafprozess zu verz&ouml;gern, so Wallraff. Und wie schlimm war es tats&auml;chlich in der Fabrik? Im K&ouml;lner Prozess ging es vor allem um Formulierungen. Mit Verz&ouml;gerung wehrt sich der Fabrikchef gegen Wallraffs &Auml;u&szlig;erung, &ldquo;alle&rdquo; Mitarbeiter h&auml;tten Verbrennungen gehabt. Das hatte Wallraff Ende Oktober 2011 im ARD-Talk &ldquo;Hart aber fair&rdquo; gesagt. Bis dahin lautete seine Formulierung, &ldquo;fast alle&rdquo; h&auml;tten Verbrennungen gehabt.<br>\nF&uuml;r den Chef der Fabrik offenbar ein entscheidendes Detail.<br>\nIn der Frage, ob &ldquo;alle&rdquo; Arbeiter Verbrennungen hatten oder &ldquo;fast alle&rdquo;, einigte sich Wallraff mit der Gegenseite in einem Vergleich. Wallraff muss seine &Auml;u&szlig;erung in Zukunft einschr&auml;nken: &ldquo;Fast alle&rdquo; h&auml;tten Verbrennungen gehabt, so lautet die Formulierung. Ob das ein Sieg ist f&uuml;r den Br&ouml;tchenfabrikanten aus dem Hunsr&uuml;ck, ist fraglich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Wallraff-vor-Gericht\/!85221\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>TV-Tipp: Die Story im Ersten: Das Riester-Dilemma (SR)<\/strong><br>\nPortrait einer Jahrhundertreform<br>\nFilm von Ingo Blank und Dietrich Krau&szlig;<br>\nMontag, 9. Januar 2012, 22.45 Uhr im Ersten<br>\nDoch heute, rund zehn Jahre sp&auml;ter, entpuppt sich die vermeintlich renditetr&auml;chtige Privatvorsorge &agrave; la Riester mehr und mehr als Rohrkrepierer: Die staatlichen Zusch&uuml;sse kommen vor allem den Versicherungsgesellschaften zugute und nicht den kleinen Sparern.<br>\nOft werfen Riesterversicherungen sogar weniger ab als viele ungef&ouml;rderte Produkte &ndash; auch, weil der Staat zwar die Ansparphase gro&szlig;z&uuml;gig f&ouml;rdert, aber bei der Auszahlung ebenso gro&szlig;z&uuml;gig Steuern erhebt. Viele Rentner m&uuml;ssten &uuml;ber 90 werden, um auch nur das Geld wiederzusehen, das sie in die Riester-Versicherungen eingezahlt haben.<br>\nUnd schlie&szlig;lich droht gerade Geringverdienern der Totalverlust. Denn wer im Alter auf Sozialhilfe angewiesen ist, bekommt die angesparte Riester Rente nicht oben drauf. Sie wird viel mehr verrechnet von der Sozialhilfe abgezogen.<br>\nSchlie&szlig;lich haben nur knapp die H&auml;lfte aller Antragsberechtigten eine Riester Rente abgeschlossen. Aber alle sind von der parallelen Rentenk&uuml;rzung betroffen. Es sparen bei weitem nicht alle und tendenziell die Falschen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/doku\/beitrag_dyn~uid,8luiz4604wgqq29k~cm.asp\">DasErste.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Alle wollen, dass Frau Schausten bei ihnen schl&auml;ft<\/strong><br>\n&hellip; denn die zahlt ja angeblich 150 Euro pro &Uuml;bernachtung. Und der Wulff ist ein Fuchs. G&ouml;nnt keinem anderen die dicken Schlagzeilen &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mp3.podcast.hr-online.de\/mp3\/podcast\/hr1_zudeick\/hr1_zudeick_20120106.mp3\">hr1-H&ouml;rfunk [MP3]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-11804","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11804","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11804"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11804\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11809,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11804\/revisions\/11809"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11804"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11804"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11804"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}